Hummer 275
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7. Jahrgang
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Um dcn Sieg in Uolrn.
15090 Russen und 13000 Serben von den Oesterreichern gefangen. — Türkischer Sieg über die
Rnffen. — Die Türken am Suezkanal.
Der deutsche Generalftab i =z- -= s= meldet: —-—
WTB. <tzros;es Hauptquartier, 21. Nov. vormittags. Amtlich.
Aus bei» westliche» Kriegsschauplatz ist die Lage im we> sentliche» unverändert geblieben and last vor der ganzen Front geigt der Feind wieder eine sieberhasle Artillerielaligleit.
Die Operationen im Oste» cntomtcln sich weiter.
Ans Ostpreußen ist nichts zu melden.
Die Verfolgung des über Mlawa and bei Plozk zurückge» jlchl.genen Feindes wurde soelgejetzt.
Bei Lodz machten unsere Aagrijse Ferlschritte.
In drr Gegend westlich von Ezeustcchau kämpfen unsere rruppen Schultee an Schulter mit denen unserer Vcrbündcten und gewannen Dodr».
Oberste Heeresleitung.
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W. T. B. (Sro'ztS Hauptquartier, den 22. Aovemvcr, vormittags. Amtlich.
Auf der» westliche» Kriegsschauplatz ist die A.'age unverändert.
In Polen wird um den Tieg gekämpft. TaZ Ringe» südlich P.o;k, in der Keaend Lodz und vci Czenjtochan dauert sort.
Oberste Heeresleitung.
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er österreichische Grneralstab __ meldet: - -- 1
Erfolgreiche Kämpfe in Ruffifch Polen. Wien, 21.
»Io«. (Amtlich.» Ter Angriff der Verbündeten aus die russischen Hauplkrästc in Nussisch-Polen geht auf der gangen Front vorwärts. In den Kämpfen nordöstlich Czen- stochaii ergaben sich zwei feindliche Bataillone.
Ter Stellvertreter des Chef» de» Eeneralstabes: von H ii s e r, Generalmajor.
lieber thstllll Nnfsen gefangen. Wien, 22. Nov. (Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 22. November, mittag?. Tie Verbündeten fetzen ihren Angriff in Nussisch- Polen energisch und erfolgreich iort. Unser südlicher Schlachtilügel erreichte den Szrcniawa-Abichmlt. Verein- zelte Vorstöße des Feindes wurden abgewiefen. Bisher machten die K. K. Truppen über 15,000 Gefangene. Tie Entscheidung ist noch nicht gefallen. Auch westlich des Ti- uajes und in de» Karpathen sind größere Kämpfe im Gange.
13,000 Serben gefangen. Wien, 22. Nov. (W. T. B. Niästamtlich.) Von, südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich gcineldel: Starke eigene Kräfte haben die K.Inbara bereits überschritten, doch leistet der Gegner ,n mehreren gut gewäblte» besestigten Stellungen noch Widerstand. Tie eigene Vorrückung, die durch den anfgeweicbten Boden, überschwemmte Wassertänfe und im Gebirge durch nleter- behen Schnee verzögert war, ist aber nicht aufgehalten worden. Eigene Nachrichtendetacheinents und große Patrouillen machten in den letzten zwei Tagen wieder 2110 Gefangene. Tie Gesamtznbl der während der Kämpfe lest dcm 6. November gemachten Gefangenen beträgt hiermit 13.000.
Verlegung See seebischen Regierung nach Ueskiib. London, 21. Noo. (SB. D. NichlamIUch». „Daily Ehronicle" schreibt: Die Serbe n sehen sich durch den starken Druck der Oesterreicher gezwungen, sich nach Kraguiewatz zurückzuziehen und die Regierung nach Uec-küb zn oerlegrn.
li Das türkische Hauptquartier I L 2 ____ ~ meloet: ====
Brtricbsamkeit der Türken. K o u st a n t i n o p e I, 21. Nov. (Nichtamtlich». Amtlicher «ericht des Hauptquartiers. Der Kreuzer „Hamidie" hat gestern die russischen Petroteumdepols und die Station für drahtlose Telegraphie, die sich >n Turpse, einem Ort in der Nähe von Noworossijsk besinden, bombardiert und zerstört. — Sin heftiger Kampf, der nenn Stun
de» dauerte, hat am 18. November zwischen den Engländern und unseren Truppen in Schatel-Arab sich abgespielt Die Verluste des Feindes sind beträchtlich. Gefangene Engländer erklärten, daß sich der Oberbetehlshaber der englischeii Truog.'i gleichsalls unter den Verwundeten besuide. — Ein, , unserer Geschosse, das von unserem Kanonenboot „Marmaritz" >>bqe. seuert wurde, traf ein englisches Kanonenboot und «erursachie eine Explosion. Einzelheiten lehlen noch.
Sieg über die Rusien. K o n st a n t i » o p e l, 23. Novbr. Mitteilung aus dem Große» Hauptquartier. Unsere Etroit- kräste, die aus Batum marschieren, haben die feindlichen Truppen völlig aus das andere Ufer des Flusses Tschur»! zueückge- worsen. Diese Gegend steht vollständig unter türkischer militä- rischer Verwaltung. Unsere Truppe», die aus Ariwin oorrük- ken, haben diesen Ort besetzt. Nach Nachrichten über den Kampf am Schat-el-Arab ist seftgesteilt, dag die Engländer 7511 Tale und ungefähr 1039 Verwundete hatten.
Konsta » t inopel, 22. Noo. (Nichtamtlich». Mlleilnng des Hauptquartiers. Infolge unseres Angristes aus russische Streitkräste, die im Tale des Murad-Flusies verrücken wollten, ergriffen die Rüsten die Flucht unter sehr parle» Verlusten. Wir haben drei Feldgeschütze genommen.
Die Türken UNI Suezkaual. K o n st a n t i II o p e 1, 22.
Nov (Nichtamtlich». Aussührlichere Meldung aus dem Hauptquartier. Mit Gattes Hitje sind unsere Truvpen am Suezkaual angelangt. In dem Kamps, der zwischen Kalasa und Kertebe, beide 3!» Kilometer östlich vom Kanal, und bei Kantara am Kanal selbst stattsand. sind der englische Haupt- maun Wilson, ein Leutaant und viele Soldaten gefalle» und viele Soldaten verwundet worden. Wir habe» ziemlich vicl Gefangene gemacht. Die englischen Truppen haben sich in >e- gellofer Flucht zuruckgezege». Eugllfche Knmelreiter, die sich auf Voeposten befanden und Gendarmen, Ne bisher in engli- fchen Diensten gestanden, ergaben sich unserer Armee.
Der Khedive auf dem Wege nach Aegnpten. Nach einer Mailänder Meldung der „Bost. Ztg." berichtet der „Te-Nvs", daß der Khedive seine Rückkehr nach Aegypten mit dem türkischen Heer vorbereitet. Der Khedive begib! sich nach Damaskus, um in dem Augenblick, in dem das Armeekorps von Ma- han seine Kriegsoperationen gegen Aegypten unternimmt, zugegen zn sein.
Erfolge der türkischen Flotte. K o n st a n t i n o p e!, 21.
Nvv. Der im letzten Seegefecht durch die Türken stark havarierte russische Panzerkreuzer heißt „Eustaphy". Drei Offiziere und 29 Mann der Besatzung des „Eustaphy" wurden getötet, t Ossizier und 31 Mann schwer verwundet. Das Rencontre mit der russische» Flotte, der gegenüber sich nur zwei türkische Einheiten befanden, fand zwanzig Seemeilen vom Leuchtturm Kheisan entfernt statt. Bei dem Zusammentressen >m Schwarzen Meere waren fünf russische Linienschtsse, vier Kreuzer und vier Torepdoboote beteiligt, während aus türkischer Seite nur drei Einheiten den Russen entgeqentraten. Nur durch ibre Flucht begünstigenden vlötzlich austonchenden dichte» Nebel entging die russische Flotte einer Katastrophe.
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Friedrrchs Hafen, 2>. Sie». (2B. D. Nichtamtlich).
Wie da» Seeblatt meldet, erschienen heule mittag zwei feindliche anscheinend französische Flugicnge über de: Stad! und führten einen Angriff aus die Weift des Lnftfchikibaue» Zeppelin aus, wobei sic etwa sechs sleml en maefen, die seooch keinen Schaden anrichtete«. Das eine Flugzeng wurde sofort ob- gefchosten, das andere entkam.
Eine amtliche Mitteilung. Stuttgart, 2t Nov Be konntmachung des stellverlielenden Generalkommandos des 13. Armeekorps.
Heute Mittag 12 Uhr erfolgten dvech zwei englische Flieger, die schon frühzeitig bemerk! und gcmcldet worden waren, Ängrlsse aus die Lustschisswerst in Friedrichrha'en. Durch das in Bereitschait stehende Abwehl, etinando und die in Friedrichshofen stehende Infanterie w...de alsbald der eine aer Flie- xrr. ein englischer Marineieainant. t runtergeschosten und sck'wer verletz! gefangen genommen. w ' ....d der andere in der Richtung nach dem Schweizer User entkam. Mehrere von den Fliegern hcrabgewarsene Bomben rich!ci-n an der Luftschiis- werst keinerlei Schaden an, dagegen wurde» durch Svrengstücke von der Zioilbevolkerung ein INann getötet und meyrere Personen verwundet. Das abgestürzte Flugzeug ist nur wenig beschädigt.
Der zweite Flieger rntkommcn. Friedrtchshasen. 21.
Nov. Durch die Bombenwürje des hecuniergeschossen?» Fliegers. d,r am Kopse und an der Hand schwere Verletzungen erlitt, wurde ein 21 Jahre alter, aus der Schweiz g-.burtiger
Schneidcrgeselle namens SBiedmünn auf der Stelle getötet. 2 ,linnen wuroen schwer verlegt, eine am Kopse und an der Ach s:t, der anderen wurde der linke Unterarm weggertsie». Die tzlermutung, daß der zweite Flieger im Bodenfee ertrunken sei. bestätigt sich nicht. Er hat vielmehr in ziemlich niedriger Fahrt über Manzell eine Bombe geworfen, die idre SBirlu ig o.ber versehlle. l'Na.h dieser Meldung und nach der amtlichen Mitteilung Handel! es sich also doch nur um zwei feindlich» Flieger. Die Ned.)
Von der ^-ront.
Völlige Stille. Amsterdam, 22. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) „Telcgruus" meldet ems Sluis vom 2l. Nvvr: ^tn Flaiider» herrscht heute wieder völlige Stille. Es ist bitter kalt, der Frost hält an. Gerüchtweise versautet, daß die Deutschen ihre Angriffe bei Nieuport eingestellt buben, um bei Dirmuidc» einen größeren Druck nnsüben zu können.
Berlin, 2l. Nov. Ter Berliner. „Lokalunzeiger" meldet aus Rosenduali Vor einigen Tage» wurden in Breda sieben sntznenslüchtige belgische Lssizierc interniert, die am 5. November von König tziibert m>t dem Ritterkreuz des Leopoldeordens ausgezeichnet tvordcn waren. Von Landsleuten nach dem Grunde der Fahuenslncht gefragt, entgcgncte ciiipv: Weil wir es satt haben, unsere armen
Soldaten, den herzlosen, ' !oß um ihr eigenes Fell besorgten Briten zuliebe ins Feuer zu jagen. Glaubt ja nicht, daß der König mit dem Niedermetzeln seiner braven Belgier r'nveifiandcn ist. AnS soll er aber tun? Seit seiner letzte,, Begegnung mit Poiircarü hat er sich und sein Land den Franzose» und Engländern verschrieben. Ein Sklave ist er heute, kein Herrscher mehr. Sb die Tcutschen aus Belgien vertrieben werden oder nicht, mit unserem freien Vaterlandl! ist cs ein für alle mal zu Ende.
Typhus »nlcr de» belgischen F'üchtliygen. Notker- d a m, 22. Nov. Ter „Maasbode" meldet ans Vlissingeu: Unter den hier untcrgcbrachten belgischen Flüchtlingen ist der Typhus ausgebrocheu.
Graf mw ini H?uild>fn jjrinplq'irlrlirr.
Tee ungarische Ministerpräsident Graf Tisza, welche gistern nachmittag im deutschen thronen Hauptqilartier cingetroisen war,-wurde heute vom jkaiser in längerer Audienz empfangen und nachher zuni kaiserlichen Frühstück x,laden Graf Tisza hatte auch verschiedene Untereed- m'gen mit dem Ncichskanzlcr und dein Staatssekretär des Auswärtigen Amtes und stattete dem Ehcs des Generalslabs seinen Besuch ab. Tic Abende verbrachte Graf Tisza beim Ncichskanzl"r.
(%f lAiiipra-'f dkg Grafen srerllm.
M ü u ch c n, 22. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Tetz bayerische Ministerpräsident Graf Hcrtling führte gestern btim Empfange von Vertretern der italienischen Zvitunge« ii. a. ans, „Ich niöchtc zunächst betonen, daß Bayern seine Kräfte mit beispielloser Begeisterung, vereint mit dem ganzen deutschen Volke, fiir diesen Krieg eingesetzt hat. Sitte gegenteiligen Vehguvtimgen sind Erfindungen unserer Gegner. Wir Tcutschen wissen alle, daß nnsce Vaterland seine ganze Tatkraft ausbietcn muß für diesen Krieg, durch den England unseren wirtschaftlichen JInfschwimg hat vernichten wollen und sür den cs Frankreich, Belgien und Nnßtand mißbraucht. Tie neutralen Staaten und nicht zum wenigste» Italien haben daher ein lebhaftestes Jntc- resfe an einem für Deutschland ersolgrcichen Ausgang des Kanipscs. Ein Sieg Englands ' inte sür die neutrale» Starten n,cyt i'’tlcilhnft sein, am wenigst»n für Ita- lien, wenn man Italiens Stellung im Mittclmcer bedenkt. Ein Erfolg Deutschlands dagegen wird Italien die völlige Freiheit seiner politischen Entschließungen gewährleisten. Sic weiden im Laufe dieser Nciic selbst sehen, daß Tcntsch- land über ausreichende Machtmittel verfügt, den Kamps selbst sür sehr lange Zeit auszuhalten.
TaPferkeLL öfterreich. Truppen.
Wien, 21. Noo. Aus dem Kriegsprestequartier wird gemeldet: Zn Len Kämpsen der letzten Tage wurde ein russischer Stabshaupcmailn gelangen genommen. Skach der Einbringung war seine erste Frage, welche Gaidetruppe» einen von ihm näher bezeiihneten, mit unvergleichlicher Tapferkeit und Geschicklichkeit aesührten Angr.ss unternommen hätte». Die cklnt»


