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riegreichc Kämpfe der
Tejterreiclrer in Russisch Polen. — Lcrlnen am (<nde seiner Kräfte Der Eindruck in Bulgarien.
j Der deutsche Generalstab *======: meldet: ■ —
W. T. Wroftfd Hauptquartier, den 20. November, vormittags. Stmtlich.
Au Westflandern und in Nordsraukrcich keine wescntliklzcn Lleuöerungen. Der auf- qelvcichte izatbgcsroreue Boden und Lchncc- stürine bereiteten unseren Bewegungen Schwierigkeiten. Ein sranjösischer Angriff bei E o m b r e s südlich B e r d n n wurde abgewiescn.
An der Grenze Ostpreugens ist die Lage unverändert, Oestlich der Seenplatte bemächtigten sich die Russen eines unbesetzten Feld- wertes und der darin flehenden alten unbeweglichen Geschütze.
Die auf Mlawa und Lepno zurückge- gangenen Teile des Feindes setzten ihren Rückzug fort.
Südlich Plozk schritten unsere Angriffe
fort.
In den Kämpfen unr Lodz und ö,t- lich Ezcustochau ist noch keine Entscheidung aefallen.
Gtzerfte Keeresleitnng.
Kalle und Schnee in FlauScru. Haag, 20. Nov, Tot ftricßslorrcjponbcnt dcs „Telcgraas" meldet aus Sluis in Holland dicht an der belgischen Grenze: Es schneit. Die Nacht hindurch hat es gesroren. Nun ist es bitter kalt, Eden Heren wir eine schwache Kanonade. Der Schncesall ist in eisigen Regen Ldcrgegangen und macht die ganze Erde grundlos. Vorläufig mach! die Flut die Aussührung irgend eines Kriegsplanes unmöglich.
Bevorstehende Kampfe. Genf, 20. Nov. Die französische Militärkritik warnt vor irriger Auslegung der zeitweiligeu Ruh« am Ps-ruser. Fraglos würden, saUs denlschc Genietruppen unbehindert ihre Arbeite» beende» könnten, neue Turchbruchsversuche bei Dixmuiden und Ypern erfolgen.
Ein Vorsloh nach Ealais? London, 19, Nov, (M. B, Nichtamtlich). Die „Evcning Post" meldet aus Rotterdam: Pom Dicnstaa bis Mittwoch war der Eisenbahnverkehr in Belgien eingestellt. Dies ist ein Zeichen, dosi ein neuer A n g r i s s in Flandern und ein Vorstoß »ach C a - 1 0 i s mit verdoppelter Kraft berorsteht.
fj Des österreichische Gerreralstab \\ i) .,„„ meldet i t “ " - ~j
Weitere Srsvltze in Russisch-Polen. Wien, 20. Nov, (5« T B Nichtamtlich) Amtlich wird vcrlautbart: 20, »Ivv n-ittvgS: Auch gestern hatten die Verbündeten in
Rusinch-Polen überall Erfolge, Tic Entscheidung ist noch nicht gefallen. Tie Zahl der gefangenen Rnffen nimmt zu- Dar Przemyst erlitt der Feind bei einem fafart abgeschla" „en Derfuch. stärkere Sicku-rungstrnppen näher an die Lud- jiont der Festung hcranzubringen. Ichwerc Verluste.
Ser Stellv-T.<c:et rs» Eies, »«* Leveratj!«»«»: vo» Höser, Generalmajor,
V»r«»rfch i» Serbien. Wien, 20. si-ov. 'W- ... £■ Nichtamtlich.) Vom südlichen Kriegsickzauplatz wird amt. lich gemeldet: Die partiellen Kampfe cn der ganzen Front dauern fort. Der Angriff auf die befeitigie Stellung von Lazarev« nuwsir giinftige Fortfchritte. Gestern wi'rooi, < Cfiiiiet« nnd 660 Mann gefangen genommen v J - >
eine ungiinftige SSittfruitp» t*fii Hr.hkn Ih'i}- <
Schnee. Tie Niedrenngen '''d > berschtvemmt.
©. Z. D. (NichtamMck > Meldung der 2l- nce But- gare. Das Vordringen der öslerreichisch-»nga>iü. > >> in Serbien mackst auf alle politischen und parlamentarisch-» Kreise Bulgariens einen nachhaltigen Eindruck, Allzc-n»: trist die Ucberzengung zutage, datz der Zufammenbrru-l Serbiens «ine tmlaeheud« Acndeiung der Batkanlage n:...
sich bringe und Ereignisse von grotzcr Tragweite herbe', sichren könne. Dieses ist der ciirjujc Gesprächsstoff in de» Wandelgängcn der Sobranie, deren Sitzungen initer de.ii Eindrücke der Niederlage von Daljewo stehen.
Serbien vor dem Ende. Don bulgarischer authentischer Seite erführt die Wiener „Reich pcst", das, die serbisch: Ncgierung in Paris erllärs habe, hast Seltnen infolge vös Ilgen wirischaftlichcn ZiisammenbrnchS unmöglich weite':, kämpfen könne, doch wolle die geschlagene serbische Ar:n:e versnckikn, sich noch einmal bei Kieaiijcvac zu stellen. Tie serbilckc Regierung iinternahm in Athen nochmals dringende Schritte um Hilfe.
<:? Hafsptftuartier
Dom russisch türkische» Krieg. K o „ stant i n ovel, 20, Nov, sW. T. B, Nichtamtlich.) Anitlicher Bericht des HaiiptquaitierS. Eine russische Flotte von zwei Linicn- schisfcn »nd 15 Kreuzern hat sich, verfolgt von unserer Flotte, nach Sebastopol geflüchtet. Eine Flottille von Tor- pidobooten ist in einen russischen Hasen geflüchtet.
OSfüfrälij'mrümHrilfr u. f.
Protzes Hauptquartier, 19. Noo sAmtich). GcnerL'.uürtiir- nreistc-r von Voigt-Nhetz ist in der Rocht vom 18. zum 19. November unerwartet einem HcrzschlaqE erleben. Sein Nachfolger ist noch nicht bestimmt.
!iic Mkrßan-zklliil örr i'mnfofrit
lind (fnalän^rr.
Mailand, 20. Nov. sW V. Nichtamtlich). Fm „Ear- riere Hella Sera" schreibt der Militärkritikcr Angela Eatti: Frankreich besitzt heute »ur nach eine Dessensivkrast sforza di resistenza). Hier cingetrosscne vertrauenswiiidige Raidrichten brsage», dass das sranzösische Heer sehr erschüttert ist, wenn cs sich auch nicht in kritischer Luge befindet, Tr französische Kawpsesweisc, cüs technischen Gründen ausgesprochen defensiv, hat k«n Vorteil, daß die französischen Ofsiziers- verluste nicht so grast sind wie die deutschen, also die sranzösi- schen Truppen heute, was die Führung anbetrisst, sich in bes- serlr Lage besind-n. Die Reihen der Franzosen sind Nicht so sehr durch Verlust« an Toten und Verwnndetcn gcliblct „Is durch Krankheiten. Diese Verluste sind sehr beträchtlich. Von der Kavallerie scheint schon ein großer Teil infolge starker Sterblichkeit der Pferde zu Fust zu kämpscn. Zn ähnlicher Lage scheint sich die Artillerie infolge der Verlnsie an Bespannung zu befinden wenn ai'ch bei ihl der Mangel nicht in demselben Matze zu Tage tritt wir bei der Kavallerie. Um die Lücken bei de» Truppen auszusüllen, wurden die Manne' über 4 7 Jahre zu« Eintritt aufgcsoidcrt, wobei ihnen die Er- l-i-bteiunq gewährt wurde, datz sie sich den Dienstort wählen dürfe». Für diesenigen, die der Ausfarderung nicht Falae leisten. ist ein Mallenaufgebot cngekündigt, das keinerlei Vergünstigung gewähren soll. — Auch England, so schlietzt der Verfasse: seine Ausführungen, brsitze unter dem beuti.-cn Gesichtspunkt nur sine Defensinkraft gegenüber »er lebendigen Kraft der Deutschen. Engtand wir» seine Desensivkraft nicht IN lebendige Krast umwandeln können, ux- niesten- nicht vor Ablauf »i»iger Monate.
Küklflffittz Wl> Ui Lrrtt dßt?! dkl Okster- rfi^frr ix SrriifH.
esfi«. 20. Nov. Da» BordlIngen der österreichisch- ungarischen A'r«e« in Serbien «acht aus alle politi'chen und »arlamuitarilchin Kreise eine» nachhaltigen «indrun. AN- gemeni tritt die Urberzeugung zutage, »atz der Zusammenbruch S er b , e n s'»ine tiesgehende Aenderua, der Balt.iN- lag: mit sich bringe, uiid Ereignisse »an großer Tragu-ci!- her- 6c V,; :!. li: ir. Dieses ist der «>«,'« kiespröch-- eit >!> da» tV.indelgängeu der Sobranje, deren Sitzung» unter S«n Ein. drucke tcc Niederlage vo» Valjewo stehen.
Der Heiliqe Krieg.
Nvm. Roo Ein Brief aus Kairo schitecrt in „Messagger»" die Vorbereitungen der Engländer zum Kriege. Die Schuten werden in Hospitäler umgewandelt. ^n Bort Said fr.» die «arschristcn des B-laxerungszustandes «utzerst i!ro,-g. Zn Z-gazig l>r>N«n einig« Araber Euroräcr an. i
Die 3 l !d',icn u-urlcit blutiggepeiischt. Die Zciiiings-enlur 'nwcht dem nalionalijtischen Lrgnn „Schia" gnnze Spalten. Verhajtiiugcn inid Ausweisunge» der Raiabeln dauern an nnd via.'» in 'Verfolgungswahn aus. Das Ganze mache den Ein- druck cinoo Reiches, das den, Verfall geweiht sei. Auch in Aegypten herrscht die Ueberzeugung, datz der Grogseuusi« die Grenze überschritten habe oder überschreiten werde. Nach dem Verlrng mit der Türici sei eine Hauxtausgabr, die Vrdiiinen- stäinme Mariut und Fayum gegen England auszuwiegei». Ei- iicrcr ist dein alte» Khedio ergebe», letzterer eng verwand! mit eeui Stamm t-i der Cyrenarka. Die Khediosrage sucht bekannt, lich England dadurch zu lose», dag Prinz Hussein Kianiil Pascha, der Sah» Zsmail Paschas und Onkel des letzigc» Khe. div, als Werkzeug Englands de» Thron besteigen fall. Fall» er ablehnt, (er hat das bereits getaii. D. Red.) satte d.e Wahl auf seinen stingcren Drud.r Achtiicd Fund Pascha, de» s üheren albanischen Prätendenten,
London, 20 . Nov, (W. B. Nichtamtlich), Die „Times" meiden aus Kairo »am 17. November: Den britischen, sia»- zösiichc» und rnssischcn Untertanen in Syrien ist eerbate» worden, das Land zu verlassen. Bisher sind nur wenige gefangen gesetzt worden.
Die Beduinen in A-gypic». K o n st a n t l n o p e l, 19 Rav. (Nichtamtlich). Aus zuverlässiger Quelle «sehr! »»> Privatkorrcspoadent des Woifstche» Bureaus, dah inkalg« ^rr Vordringens der Beduinen in tilegypten die Ziviivehörden von Suez, Part Said und Jsmailich eiligst nach Zagazig veriegr worden sind. Die Verwaltung dcs Suez-Kanals hat bas Militär übernommen. Die Rcgicrungszchulcn in Zagazig sind geschlossen, die Schüler entlassen »nd die Gebäude IN Mit'täi- hospitäler umgewandelt worden. Ein englischer Versuch, eine Spaltung »Iller den ägyptischen Notabel» und der FaiNiUe des Vizekünigs hcibcizusühicn, ist mißlungen. Hussein Kiamil ist vo» dem Polizeilommandanten Mamura nach .Kairo gebeten wardc», wo ihm der Zioilgauvrincur Chrctham den höchst.'» Posten »nbot. Der Prinz lehnte entlchicden ab. Diese Al'lchnnug rust in ganz Aegypten grohc Genugtuung hervor. Es bestätigt sich, Latz sie müni.lichcn Mitglieder der deutschen und der österreichischen Batschast in der zweiten Norcmbcr- wv'bc, rücksichtslos in Eiscnbahi-wagcn gepfercht, »ach Alervn- dr len geschasst und Sann nach Aialtu verschisst wurden.
Die Zi'.den in Palästina. Berlin, 20, Nov. Di: „Neue Jüdische Korrespondenz" erhält aus Konstantiiiopcl die teie- grupbizche Mitteilung, datz t>000 ausländische Juden in Pa!ä- siina die Aufnahme in den türkischen Siaatsvcrband nachge- sucht haben.
T>er Ausstand in Marolko. Wie dem „Berliner Tagcbl."
ans Kopenhagen belichtet wird, meldet das Blatt „Politiken" aus Madrid, die Vorstädte vo» Tanger seien in de» Länden der aulstanoischen Moslems. Von Marseille sind Truppt» »ach Maroltu zurückbcordcrt worden.
Ans Frankreich.
Starke Verlust der algerischen Truppen. Die Gcsamt-
lnge in Frankreich wird dem „Bors. Lok.-Anz." aus Genf selgenderiiiatzen geschildert: Die zwischen Life und Li-öne zmn Ersatz französischer Etaninilruppen eingestellten algerische» Abteilungen erlitten gestern bei Tracy le Val ungewöhnlich starke Verluste. Bei Servon im Westen des Arge nncr-Waldes erzwangen die taktisch überlegenen Deut- schen einen zur Teronte nnsartendcn Rückzug der Fran< zescn. Tie heule auSgegebcne Nummer des amtlichen Ar- mccbullctins enthält eine Kritik der deutsckst'n Leistungen in Flandern. Sic lätzt der Bravour der Garde »nd einez bayerischen Korps, sowie der Todesverachtung aller deutschen Truppen volle Gerechtigkeit widerfahren, meint aber, ein Vergleich zlvischcn den kriegerischen Eigensckstrften der jüngeren deutschen und französischen Offiziere müsse zu Gunsten der letzteren ansfallen.
Der „Mntin" warnt vor Siegekgewitzheit. Ter „Matin" hält cs endlich für nötig, seine Leser vor der eiegergewitz- hiit zu lvarnen, in die er sie durch seine Hetzereien und Lügen selbst lu-rsetzt hat. Er schreibt in seiner Nuinmer vom 18. November: „Wozu soll eS dienen, datz man feit einigen Tagen wiederholt, die dentsck^ Armee bestehe nur noch aus Greisen und Kindern? Wozu die Dorivieges- »ngen, das; die Arsenale jenseits des Rheines, die Bekloid- nngs- nnd Lcbensniittelmagazinc leer und die Munitions- Vorräte erschöpft sind? Wr^n soll ei- gut sein, dem französischen Publikum den Glauben beizubringen, datz mitere Soldaten nur noch »stier wehrlosen und führerlosen Masse o-genübersirben. wckbeend es nur zu derelltck; ist, daß ü-se


