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Mm Tageszeitung. Donnerstag, den IS. November 1914
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ba& vieler auf die Lokomotive gehoben wurde, über diesem iag der vorletzte mit auswärtsragendcn Nädern. Eni Magen stellte sich senkrecht aus. Seine Insassen »nd neun Pslcger muhten ihn durch die zertrümmerte» Fenster verlassen. Ein Pfleger erlitt eine Gehirnerschütterung. Die letzten sechs Wagen des Lazarcttzuges, die glücklicherweise keine Verwundeten mit sich sührtcii. waren auseinander und ineinander geschoben und vollständig zertrümmert worden. Auch der Matcrinlzug ist schwer beschädigt. Die beiden Ossi-iersdiener sind tot. desgleickzen ein Mann vom Mnteri-ckzng. 14 Mann vom Material,»g sind schwer verletzt. Die Derw'indeten wurden ins Lazarett gebracht.
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Dfiitjdjtn frriwiU gen.
9t m ft et 6 am, 18. Nov. Der Kriegsberichterstatter oer „Times" aus dem wcsllicktzm Kriegsschauplatz berichtet über den Heldenmut der deutschen Truppen: „Welche Zer- 'törnngen auch immer in den Reihen unserer Feinde angerichtet werden, es muh doch zugegeben werden, daß die vreuhilcbe Kriegsmaschine, die nach der striktesten Disz'p- in arbeitet, ganz bemerkenswerte Resultat erzielt hat. Tie Deutlchen lind bis zum heutigen^ Tage imstande gewesen, stets ihre Verliistc wieder gut zu machen und darin fort,,,, 'obren, d-e Lücken mit neuen Leuten auszusüllen und die .roßten Streitkrästc in den verschiedensten Richtungen hi» a:lan,menzuziehen. Es ist richtig, daß ein beträchtlicher Teil der neu gegen die Engländer ins Feld geführten Trnv- >en kurz ausgebildet und noch ganz junge Leute sind. Aber mmer bleibt die Tatsack^ bestehen, dah diese schlecht Aus- 'cbildeten nickst gezögert haben, gegen ausgezeichnet ausge- ldete englische Truppen vorzngehen. Trotz des Man reis „ OKi-'-ren und trol? der geringen Erfahrung sieben Kimen im Alter von 18 bis 17 Jahren unter den Kanonen, and sie martostertcn nintig gegen unsere Flinten, die den Tod über sic streuten. Das ist die Wirkung einer hundert sichre alten nationaler. Zucht. Daß die Leute, die dieser sucht unterworfen sind, die Opfer einer autokratitch-M'li- ärisck-n Kaste sind, ändert die Tatsache nicht, das; sic diese ich selbst als notwendig angeeignet haben, um die natio- ealen Ideale zu verwirklichen. Wie verschiedenartig auch sie Elemente sind, au? denen das Deutsche Reich zusamme»- rcsetzt ist, so haben sie sich dennoch zusommengeschmiedet, am für die nationale Existenz z» kämpfen, und ihre Hand- ungen beweisen, dah das „Deutschland über alles" kein lec- es Wort ist."
Tvcn Hedin nnd Frankreich.
Stockholm, 18. Nov. <W. T. B. Nichtamtlich.) Anläßlich der Angrissc, die der Präsident der Geograph- jckren Olejellsckrast in Paris, Lemirc de Pillcrs, in der in- ändischen und ausländischen Presse gegen Sven Hedin gerichtet hat, veröffentlicht Hedin eine» offenen Brief an silleis. in welchem er dessen Behauptung über sein Anrecht ms seine französische Ordensdekoration cntgegentritt und agt, er wurde, wenn Billers Ausfassnng von der französt- chen Regierung und der öffentlichen Meinung Frankreichs »teilt werde, e-s für feine Pflicht anseheu, ohne jemanden rrletzen zu wollen, sein Koimnandeurkreuz der Ehrenlegion -er sranzöiilchen Regierung zur Bersügung zu stellen. Hedin tritt ferner der Behauptung, das; er in Deutschland unter der Protektion des Kaiser? eine kräftige Agitation »trieben habe, um Frankreich anznschwärzen. entgegen. Er bade ini Gegenteil die wärmste und aufrichtigste Sy.n- >othie für Frankreich ausgesprochen und nur die PolitT »dauert. die Frankreich in den Wirbel nnd das Unglück »trieben habe, da? jetzt seine nordwcstlickren Provinzen e'msnckst. Er mache jedoch kein Hehl daraus, dah er, trotz- em sein Vaterland vollkenuuen neutral sei, mit Leib nnd "wie aul Deutschlands Seite stehe.
Der Heilige Krieg.
Die türkische Armee. Wie», 18. Nov. (W. B. Nicht mtlicht. Die „Südslawische Korrespondenz" erhält von Mo»- erer Seite lotgende Mitteilungen aus Konstantinopel: Der I nilltärilchc Aulmarsch der Türkei vollzog sich mit einer ?!oll- ammenheit wie vielleicht »ic zuvor, da die türkische He,rcs- -ftung dlcsma! über die nötige Zeit ocrsügte. um ihre Tr»p- >en in den voraelchriebenen Ausmarschräumcn zu versammeln, sremde militärische Beobachter stellen fest, dah die Ausrüstung '.er türkischen Truppen in jeder Beziehung gut ist. Das vall- 'ommen ersetzte Artilleriematerigl ist vorzüalich. das Pierde- »aterial gut und genügend groh. Die Ausrüstung der Marn- chaften ist durchaus modern und entspricht allen Ansord-rnn- :en. Man kann feststellen, dah die türkische Heeresleitung olle m Balkankriege gemachten Erfahrungen sich zunutze machte, da« Hauptaugenmerk ist aus die Berpslcgung gewendet. Die mter der Leitung deutscher Instruktoren stcheude Intendantur >at aus den in Betracht kommenden Etappcnlinle» grohe Pro- oiantmcngen ausgrstapelt. E» wird versichert, dah vieler tweig der türkischen Heeresverwaltung, der im Balkankriege nicht genügend funktionierte, nunmehr ollen Bedürkniüen des Feldzuges vollaut Rechnung tragen kann. Seit Wochen ist bereits die Ausbildung der Rescroemanuschasten im Zuge, so dnh auch hier notwendige Nachschübe gemacht werden können. Ihr '>esvi/>eres Augenmerk hat die Heeresverwaltung den lanitärcn Borkebrunge» zugewendet. T>e Stimmung in der Armer kann als vorzüglich bezeichnet werde». Die türkische Bevülserung steht den kommenden Ereignissen ernst »nd entschlossen entgegen.
Eine arabische P«»k!-«»!io». Die religiöse Zeitschrist .Sebil Urrejchad" vcrössentlicht die ürderjetzung der in Aegypten verbreitete» arabischen Proklamaiio». in der die Aegypter rusoefordert iverden, den Moment zu denutzcu, um stch von der ingtijchcu Kncchtschnst zu befreie». Die Prellamatio» führ,
die dem Islam durch die Tripleentente und Aegypten durch
die Engländer zugesügten Schädigungen an. die dieses fruchtbare Land durch ausschliehliche Erzeugung von Baumwolle für ihre Industtie heruntergebracht haben. Schliehlich legt die Proklamation den Aegqptern dar, dah der gegenwärtige Krieg die Schwäche Enalands enthüllt habe, dessen Flotte, die angeblich stärkste der Welt, nichts geleistet habe.
Gärung in Indien. Infolge der überaus strengen Zensur, womit die englische Regierung das Bckanntwerden ihr unan- genehmer Vorgänge in Indien möglichst lange zu vertuschen sucht enthalten die holländischen Blätter ketnerlei direkte Rach, rllhten aus Indien, doch verlautet aus Umwegen über Ma- lafta, dah es afghanischen Emistären geglückt sei. trotz der scharfen grenzpolizcilichcn Mahnahn,en der anglo-indtschen Reate- rung in de» Pandschab einzudringcn und dort die Kunde von der Erklärung des Heiligen Krieges zu verbreiten. Zu irgendwelchen Unruhen scheint es bisher nicht gekommen zu sein, dach haben die anglo-indtschen Behörden i» Pischawar. Lokki, Bau- Ny und anderen Plätzen zwilchen dem Indus und der Sulet- mankette mohamedanische Geistliche vcrbaftrn listen, weil diese angeblich da» Fetwa des Scheich-ül-Isloms verkündeten.
Der Bureriansstand.
Rotterdam, lk. Nov. Den Meldungen des Reuterbureaus von den fortwährende» Ersalgcn der Reaierun->s'xnv- pen gegen die aufständischen Buren wird hier kein Glauben geschenkt. well man Rachrichtc» darüber bat, dah der Aukruhr nunmehr nicht nur den ganzen Oranicstaat. ländern auch bereit» den Süden von Transvaal erfaßt hat und stch am Samstag starke Abteilungen berittener Buren zwüiben Pbilivpstswn und Eolcsberg gezeigt haben. Zu gröberen Kämpfen ist es b°s. her nicht gekommen, da General Dewet, der den Oberbelebl führt. Luherst vorsichtig operiert und offenbar bemüht ist. durch stetes Ausweichen und Wiederaustauchen die geaen die Bure» ansaebotenen Strcilkommandos z» ermüden und zu verwirren. Dis Eesechte, die von Erfolgen der Engländer melden, stellen stch durchweg als Uebertrcibungcn dar. es bandelt stch Lobet in der Regel um Borpostengesechte, wobei sa zumeist einige Gefangene gemacht werden. Wie ernst die Lage in Kapstadt beurteilt wird, geht daraus hervor, vaß in der dortigen Prelle bereits die Möglichkeit erörtert wird, die gesamten Trümern im Süden der Kapkolonle zusammen-uzichcn. um bis zum E'n. treffen der nötigen Derstärtungen die Taselbai für das Mutterland zu halten.
General Hertzeg bet Dewet. Rach dem Bericht eines -ng- ltschcn Blattes soll General Dewet den General Hertzog gelangen genommen haben, weil dieser ihn zur Unterweisung unter die Regierung zu überreden versucht habe. — Das wird wohl hcihcn sollen, dah General Hcrtzag, der ein scharfer Gegner über Batha's Politik ist. stch dem Anlltand anaelchlollen hat.
Burcnkämpsc. Amsterdam. 18. Rav. Rach einer Reutermeldung ist General Beyers wieder einmal entscheidend geschlagen morden und zwar diesmal von Oberst Celliers. Beyers soll tällll Mann bet stch gehabt habe». Das Gefecht sei in Bultfontei» im Oranjesretstaat gewesen. Die Ausstönbischen seien vcrsolgt worden, bis die Pferde des Obersten Celliers erschöpft waren, fl) Man wird abwarten Müllen, wann General Beyers wiederum und zwar mit einer noch größeren Trup- pmmasie entscheidend nach den Rcutcrtelegrammcn geschlagen wird.
Aus Bulgarien.
Wien, 18. Nov. lW. B. Nichtamtlich). In der ..Reichs- post" schildert ein Mitglied der bu'.garilchen Sobranjc. Dar- lalow. die Eindrücke, welche er während seines dreiwöchigen Aufenthalts in Deutschland und Belgien empfangen habe. Er hebt den unbeschreiblichen Patriotismus und die grenzenlose Opserwilligkcit des dcutjchen Volkes heroor. Alle Schichten der Bevölkerung seien von der Ueberzcugung durchdrungen, dah Deutschland unbesiegbar sei. Zu dieser natürlichen Erkenntnis lamme ncch die ungeheure Kraft, die strasse Ordnung und die glänzende Organisation, welche die Deutschen so besonders uns- zeichnet. Ich konnte seststcsten, dag infolge der durch die Staatsverwaltung getrofsencn gründlichen Vorsorgen der gewaltige Apparat des deutschen Wirtschastsbetriebes noch immer tätig ist und aufrecht steht, dah das deutsche Volk, mag der Krieg noch so lange dauern, einmütig entschlosten ist. durchzii- haltcn bis zum Ende und aus seiner glänzende» große» Men- lchensiille Soldaten zu geben, welche die Waisen mit Begeisterung sührcii werden. Wie berechtigt der unerschütterliche Glaube des deutschen Volkes an die eigene Kraft sei, zeige auch die von der dcnischen Miliiärverwaltuu „ n Belgien vollbrachte Arbeit, wo in allen ncubejctzten Stäe f das normale Leben wieder cinkehrcn konnte.
Ans Frankreich.
Beginnende Kriegomüdigfeit. Wir wollen keineswegs die Nachrichten, die ans Frankreich konnnen und die eine gewisse Kriegsii'iidigkeit verraten, überstlzätzen. Jmmerhm ist es aber doch boinerenSwert, daß derartige Stimnicn bei unserem aufgeregte» Nächste.rvolke überhaupt laut werden und in den Zeitungen Aiifnahine finde» können. So schreibt der „Petit Parisien" »nd viele französische Zeitungen drucken cs nach:
Wie lange werden wir noch für England und Rußland die Kastanien ans dein Feuer holen-' Wie lange kämpfen wir nocki für die Interessen anderer und verbluten »ns, wo wir einen ehrenvollen Frieden habe» könnten?
Ferner ist aus Fesdbriesen, die in Panier Blättern rr- schiencn sind, leicht hcrauszulesen, daß die Truppen des Lebens in de» Laufgräben müde sind. Ein Professor der Rechtssaknltät schreibt: Wir leiden vor allem unter der
Kälte. Ei» Soldat schreibt: Das Lebe» in den Lansgräben ist furchtbar: es sind feuchte Erdlöcher, wo mail ißt, schlätt und häufiger tvacht, nnd aus denen heraiiszngehen unklug ist. da inan sonst sofort aufs Korn genonnnen wird von
feindlichen Laufgräben ans, deren genaue Lage wir nick>t kennen. Der Krieg ist furchtbar. Der Mut, den nian zeigen kanii, ist nicht glänzend, sondern passiv. Ich habe den verschiedensten Operationen beigewohnt und habe trotzdem
die Deutschen nur einmal gesehen bei einem Pakrouill-n- gang: Es waren graue Schatten in 100 Meter Enjfernung hinter einer Hecke, von wo sie uns überraschen wollten. Der Tod koinint unsichtbar. Seit einem Monat sehen wir keine Zeitung mehr. Das Land ist verwüstet, das Vieh irrt a»f den Feldern umher, nnd überall herrscht ein Höllen- regen von Geschossen. Leider fehlen öffentlich, Mittesl- ringen darüber, wie die farbigen und Kolonialtrnppen das nordische Winterklima vertragen.
Die Einbrrusung drr französischen Kammer vertagt. Bordeaux, 17. Nov. (W. T. B. Nichtamtlich) Die Regierung hat über den Zeitpunkt der Einberufn-rg der Kammer noch keinen Beschluß gefaßt. Es gilt aber ,ür sicher, daß die Kammer zwischen dein 15. und 20. Dezember zlilammentreten wird. Aiich ist noch nicht bestimpit ruid hängt von der militärisch-» Lage ab. wann die Reg-ernig nach Paris zririickkehrl. Der „Temps" meint, die R ick ehr werde einige Tagcr vor dem Zusammentritt der Kammer ei folgen.
Tie Franzosen wollen sich bessern. Daß Deutschland
ongerru-ls der unwürdigen Bchaiidiung der internierten Deutsch.:, niit gleichen Maßregeln zu antworten droht, scheint den Pariser Blättern Eindruck zu machen. Der .Temps" publiziert Zuschriften, die erklären, die Franzosen seien in Deutschland tadellos bchandolt worden »nd versengt deshalb mehr Menschlichkeit. Andere Blätter entfalten ebenfalls eine rege Tätigkeit. Der „Matin" gibt zu, daß die Pariser Präfektur am Mobilmachungstage absickst- lich die Bahnhöfe sperrte, um alle Fremden zu fangen. Das wäre notwendig gewesen, da die Spionage unmöglich eingc- dämmt werden konnte (?) Neue Vorschriften wegen besserer Kost und Pflege der Internierten ständen bevor.
Ecillaux und Frau in besonderem Anstrage nach Bra- silicn ahgcrrist. Rotterdam. 16. Nov. Pariser Blätter teilen mit, daß Caillaux mit seiner Gattin gestern nach Südamerika abgercist sei, um Untersuchungen darüber on;u- stcllcn, ob nicht die Möglichkeit gegeben sei, in Brasilien einen Ersatz für Frankreichs Handel z» finden. Eine recht faule Ausrede für den bestraften französischen Zahlmeister.
Aus England.
Ein „frommer" Wunsch! Die Blätter melden, Lord Durham bedauerte in einer in Sunderland gehaltenen Rede, daß die Zeit ans den Fußball verschwendet würde. Es wäre ihm lieber, wenn die Fußballspieler in Sunderland Khaki trugen statt des Fnßballdrcß. Er wünschte last, daß die Deutschen auf die Fußballspieler eine Bombe Iier- abfollen ließen, und glaubte, daß dies die beste Methode wäre, die jungen Männer zur Besinnung zu bringen. Es sei keine eitle Drohung, zu behaupten, daß England in Gefahr sei.
Englands Verrat an der weiße» Rasse. Zur rechten Zelt erinnert die „Kölnische Zeitung" an ein Urteil, das ein englischer Teilnehmer in dem Feldzuge geaen den aroßcn tnbit-ten Ausstand von 18!>7 über die Weißen fällte die damals gemeinsam mit den Farbiaen gegen die Engländer sachten. Dieser Engländer, der die Berteidigung von Lucknow mitgcmachl hat. schrieb in einem 1888 erschienenen Buche:
„Sie packten uns von allen Richtungen an. Rottenfeiler und Liniensalven wurden uns von überall ber zuae'chickt. Bombe aus Bombe barst innerhalb unserer Werke, und die Geschütze brüllten dazu obnc Unterlaß. Die seinblichr Artillerie wurde ossenbar noch immer von einem gewandren Ossizicr bcsehligt, wahrscheinlich von einem Europäer, denn wir konnten deutlich einige in ihren Reihen entdecken. Wie es weißen Männern möglich ist. mit schwarzen Mordbrennern gemeinschastliche Sach« zu machen, mit Barbaren die Krieg führen wie wilde Bestien und nicht wie Menschen, kann ich nicht begreifen. Keine Züchtigung scheint mir groß genug für so niederträchtige Verräter ihres eigenen Landes."
Jetzt sind es die E n g I ä n d e c, die Schulter an Schuuer mit denselben „schwarzen Mordbrennern" und „wilden Bestien" gegen ein noch dazu stammverwandtes weißes Volk kämpfen. Uns scheint, daß in diesem Falle nach mehr als damals ..»«ine Züchtigung groß genug wäre für so niederträchtige Verräter ihres eigenen Landes!" ,
Ans z'.ntziand.
Vielleicht nicht nach Berlin. Der „Progres" (Lyor)
»:eldel, daß in Paris Unzufriedenheit bezüglich der bisherigen ruj[iid)en Erfolge bestehe. Nicht Berlin dürfe daS Ziel bilden, ebenso wenig wie Krakau oder Prag, sondern Breslau und die ganze Provinz Schlesien. England dagegen inusie Hamburg und Bremen bombardieren und dann Westfalen nehnien. Das seien die beiden Lungenslüzel Preußens, nach deren Zerstörung es alsbald ersticken werde. Die übrigen deutschen Staaten verdienten Mitleid, besvi- ders Bayern und Württcnibcrg. weil ihnen der Krieg auf- gezwungen worden sei.
Wir Deuljchen können uns niit diesem Programin von ganzem Herzen einverstanden erklären, glauben aber, dah die Rusien der französische Tadel zt, Unrecht trifft: sie :va- rcn durchaus entfchlosfen, Breslau und Schlesien zu nehmen. Unglücklicherweise sckzcincn sich der Ausführung dieses Entschlusses unerwartete Hindenburgs — wollen sagen: Hindernisse, — in den Weg gestellt z» haben, und wir ftirch- ten, daß das Lyoner Blatt jetzt nach der Kunde von dem dcutsckrcn Siege in Russilch-Polen noch unzusriedener mit dem russischen Bundesgenossen sein werde, als gestern.


