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Vtt. 27f

Jltut iBjetjtUnMg. Mittwoch, tan 18. R-v.mtar 191«

Seit» 3.

tcnmal Atem dann zum dritten und vielten Male. Die Meere -«hören «n« und werden uns auch weiter gehören."

Roch ist es nicht jo weit in dieser Welt,

Daß über Recht und Reinheit siegt das Geld.

Noch ietzt man nicht den Diebstahl aus den Thron Auch nicht mit Englandsletzter Million".

Und wird den Heiser, des, die Menschheit harrt.

Als ausgrrnubten Leichnam nicht verscharren Mil jenem Grabscheit. das geschmiedet ward.

England. aus deinemletzten goldnen Barrens Du kalter Spieler IN Europas Haus,

Wi:> deineSilberkritzeln" rechnend au».

Als Staudacdrüscl als zerbrochenes Glück Blakt ü, per deutsche Sturm zu dir zurück, lind ob du hundertmal den Sieg errangst Mit ,enen ...Kugeln". die dir lieblich schwirren An deutschen Mauern, die du nie bezwangst.

Wird dein Dulatenspcer wie Glas zerklirren!

Du bist der Held nicht, der lein Alle, gibt lind mehr die Ehre als sich selber liebt'

Wenn dir lie Angst den müden Atem preßt.

Wirft du dir wahren, was sich wahren läßt.

Doch birgst du auch drin legte» Gold im Stroh.

Zu neuem Siege wird es nimmer irommen

Die Nacht wird sinken wi- bei Waterloo.

Und dich zu retten wird kein Preuße kommen.

Und auchdein" Meer wird dir nicht Schützer jrin Du markst au viel der Leichen schon hinein.

Ui.d auch das Meer ist treu und ift gerecht Und trägt Nicht gern, was morsch ist. saul und schleht Es rauscht empor England, dein Kiel zerschellt - Horst du das Wetter, das du wecktest, grollen?

Die Lüste säubernd, braust es durch die Welt Und deines Schicksals Eisenkugeln rollen.

Ludwig Ganghoser in seinem KriegsliederbuchEiserne Zither", erschienen bei Adels Bonz u. Co., S:ullgorr.

Eilern die Zeit!

Dir »iS die Vorsicht geschmiedet, für blutigen Streit, Doch -olden die Liebe, die uns der Krieg auch geschlissen: Zum Helsen und dienen ift Jeder >m Volle bereit!

So formet das Leben den Menschen. die Seelen und

Herzen.

Tech bildet der Oie ist uns auf wieder das Leben, die Zeit Inmitten des Leides, der Wunden und blutigen Schmerzen Ci» Haitch aus dem höhe reu Leben, der Ewigkeit! Den Kern dieser Zeit, der eisern-gewaltigen, strenger, Q wnbrc ihn dir, mein Volk, o wnhr' ihn dir bcut'I '

Tu merkest, ja! hörst ihn. aus süßen und mächtigen

Klängen,

lind trag' so geduldig den Jammer des Krieges,

d ein Leid! (N..-B.)

(fine lifiüfrkensiwrtf SolWenpretoat.

Einer Predigt Tür Soldaten die nach in tiesem, Frieden, am 21. Juni anläßlich einer alkoholgegnerischen Tagung in der Garnisanekirche zu Oldenburg gohaltcn wurde <von Pastor Rlefsenberg, Hamburgs sind einige Gedankengänge zu entneh­me», die ren allgemeinerem Interesse sind und die ietzt im Krieg« Iiknhie Bedeutung gewonnen haben. Das Soidaten- leben uns rer Tage so kühlte der Redner a»r. tordert den gan­zen Mann: denn die Ansorderungen, die heutzutage gestellt werden. UM mit Ehren die Wasson zu sührcn, sind gewaltig gestiegen Es gibt grundlegende Eigenschaften, die von jeher zu einem li.chtigen Soldaten gehört haben: Gesundheit, Tapier- keii. Trcne: ein gesunder, kräftiger Körper. ein tapseres. uner­schrockenes Herz: treue Anhänglichkeit an den Feldh-rrn und die erorilfene Sache. Es gibt aber auch gewisse feinere gei­stige Eigenschaften. die heute in viel höherem Grade als ehe­dem zu dem nolwcndigcn Rüstzeug eines tüchtigen Kriegers gehören: Kiugheir. weitschauende: Ueberblick, schnelle Ent-

schlusirob pl--it Wagemut. Willenskraft. Verständnis für ar große Ganze, Beranlwortlichkcitsgcsühl des einzelnen Mannes. In diririi scineren geistigen Dingen sind die Ansoiderungen des heutigen Se:datendicnstes tedcutcnd strenger als die des ftübe- fc» Alle die mannigfache» rasfinierten Hilssmittel modern­ster Kriegst hrnngl Die heutigen Millioncnhecre gegenüber den ::u 00» Sfteitern. die Tcrxes nach Griechenland, den 600 000 Monn, die Napelion noch Rußland führte! Wieviel gründ­licher muh, >n der großen Menge auch der einfachste Soldat gusgebildet werben! Es genügt nicht, daß er im Haufen wit- moischicrt und milschießtl >n seinem kleinen Gebiete muß er oft selbständig cinarciscn, selbständig handeln. Und die es wis- s.-n tonnen, nersichern uns. daß das Fcuergesecht moderner Schlachten a» die Rcrvcnkraft und die Willensstärke unserer Krieger unerhörte Anforderungen stellen wird. Darum ver­langt der Saldatenberus unserer Tage ganze Leute.. Hierbei aber ist die Rüchtcrnhcit unsere treueste Bundcsgenossi». Der Redner erinnerte an die mancherlei Eeiahren. die der Alkohol in sich birgt: Veranlassung unschenrr Austritte, geschlechtlicher Uussckircilu igen und Erlranlungen, von Gchorsamsoccwcige- ck»ng. Schädigung der körperlichen und geistigen Kräfte. insbe- sundere der Rcroenliast. Benachteiligung des guten Geistes in her Truppe Gegenüber alledem »ft mit Durchhaltung streng­ster Nüchternheit eine starke, -st genug verhängnisvolle S:i-,h renguelle -bgeschnitten. Auch wir Dahcimgebliebene sollten au - dicsen Aussührungen eine Lehr- ziehen und bei Abl-ndung von Liebesgaben mit alkoholischen Getränken recht sparsam fein, dafür aber Stärkung-- und Anregungsmittel anderer Art um so reichlicher hinaussenden.

^rio orr Heuuat.

Frirdberg, 18. Nov. Von verschiedenen Seiten wird verbreitet, der Inhaber der bekonnten Kartosfelfirma Stahl habe in der Sitzung, wo über die Festsetzung der Höchst. Preise von Kartosseln in: Kreise Fricdberg beraten wurde, de.bin gewirkt, daß die Preise in der später vcröfsentlichten Höhe festgesetzt worden leien. Wir können mitteilen, dnh diese Ansicht imzutrefscnd ist. Herr Stuhl wnr allerdings in der bctr. Sitzung anwesend, er bat aber den Standpunkt vrrfteten. den auch der P.'«trete: der Handcls'ammer ein­nahm, daß d-e geplante Feftselmng nicht zu empfehlen sei, da sie den 1>ebelständ nur nach vergrößern belse.

* Frietbero, 17 Reo. lSck ssengerschts. Der Geich,'als- reitrnd« Kcnr Surckcl ven' Hanau halle einem hicsigc» Bäcker­meister e'.acn Zentner Butter irr eine Firma verkauft und d«s Geld dakür ohne Pcluonis einkaGert »ud unterschlagen Er wurde wegen Unterschlagung iu sechs Wachen Ecsänanis per- urtcilt. - Ein Kurgast aus Si.'rck war die Strecke von Gießen nach Bad-Nauheim gefahren. webe, er seine» Ueberzieher mit einem geladenen Revolner im Abteil lieaen ließ der aus der Station Friedbcrg gefunden wurde. Wegen Uebertretuna der E-senbghnbrlri-bsordnung erhielt der Kuroast -inen Stralbe- fehl über 111 Marl gcaen den er Einspruch einlea'e mit d-r Be­gründung daß er persönlich die Strecke Bad Nauheim-Fri h berg (n-eaen deren er onaczei^t ists nicht gelobren lei Es rr- folile tabcr Freisprechung. Die Sache gegen einen Zn'!--a-,- tenr von Heldenbergen. weil er seinen Hund nachts f«ei umher- laufen ließ, wurde zwecks weiterer Ermittlung au-gesetzi E,ne Ehefrau von Heldenbereen batte eine Schneiderin apn di bc- einer srühercn Cch-ssenaerichtsvcrhandlung b-l-diat. wes. bald sic heute unter Annahme mildernder u-nständc. m-il sie sich IN großer Erregung befand zu einer Geldstrafe von b .« verurteilt. Der Privatklägerin wurde die Desugnis -uneip«o- chen. das Urteil durch zweitägige» Anschlag an die Geri hr-'aiel bekannt machen zu laste». Der Großh. Forstmeister von Doer- Rosbach Nagte gegen ei» Mitglied des Kriegcrvereins-Fcst- auslchiisscs van da wegen eines von diclcm versaßten ..Einge­sandts" anläßlich des Kricgcrscstes in Ober Rosbach. Der An­geklagte erhielt wegen Beleidigung 100 Mark Geldstrafe. Dem Privatkläger wurde die Befugnis zuerkannt, den entscheidende» Teil des Urteils einmal in derNeuen Tageszeitung" und durch Anschlag an der Ortstafel in Ober Nosbach össentlich be­kannt machen zu lasten.

* Landmirtsiyaftskammer für das Großherzoglum hcsicn. Versorgung der Städte mit Kartosseln. I» den Städten wird die Klage über ungenügende Anfuhr von ^pcise- karteskeln immer wieder, und in einzelnen Stadtbezirken sogar in verstärktem Maße erhoben. Die städtische Bevölkerung un­terschiebt den Landwirten eine absichtliche Zurückhaltung der Kartosseln aus Spekulationszwecken. Wenn wir auch diesen Borwurs nicht für berechtigt halten, da vielfach wirtschaftliche Grunde die Landwirte zwingen, nicht mit sehr großen Mengen aus den Markt zu kommen, andererseits die Nachfrage e>ue außergewöhnlich große ist. so fordern wir dach unsere Landwirte nochmals aus. möglichst alle für Verkausszwecke versügbare» Kariosseln sosort zum Markte zu bringen bezw. jetzt abzugsbcn. Die Landwirtschaft will u. muß zeigen, daß sie mit der Sladt- bevölkcrung einig bleiben will.

* Bad- Nauheim, 17. Nov. lieber ungleichmäßige Ver­teilung der Verwundeten von Seiten des SanitätsamteS wird in der Bürgerschaft lebhaft geklagt. So sind nament­lich die Offiziere, welche 6 Mark Pension täglich zahlen, ausschließlich in 2 Privatbäusern untergebracht. Alle ande­ren zahlreichen Hotels und Logierhäuser sind unberücksich­tigt geblieben. In Bad-Kissingen hat man 2100 und in dem kleinen Bad Orb 1600 Betten sofort der Militärver- wnltiing zur Verfügung gestellt. Eine Folge davon ist. daß während des Winters in beiden Plätzen außerordentlich viel Verkehr und Gelchästsumsab herrschen. Im großen Bad-Nauheim hat man nur etwa 800 Betten zur Verfiiguna mit 20 ordinierenden Badeärzten mit 15 Mark Honorar täglich. Hiervon könnte die Hälfte als felddicnsttauglich in der Front Verwendung finden, deren Ersah durch noch unb"'chäftse>te Om«"-''« «--schlich ausgefüllt n-ü«de.

* Gießen, 17. Nov. Ein hervorragender Pacdagogc, der Obeilchrcr a» der hiesigen Oberrealschule, Dr. Hermann Knöl- lrnzer. gebürtig aus Groß-Gerau, der sich vor allem als Leiter der akademischen Fortbildungskurse sür Arbeiter einen Namen gemacht hat. fand als Vizeseldwrbel im Infanterie-Regiment 9fr. 11G bei None den Heldentod, nachdem er vorher durch das Eiserne Kreuz ausgezeichnet wurde.

* Frankfurt a M.. 16. Nov Aus dem hiesigen Friedhof wurde der erste englische Kriegsgefangene der hier versiocbcn ist. bestattet und zwar der englische Offizier William Fostcr. Eine Osfiziersabordnung des Standorts Frankfurt a. M. und ein Zug Musketiere erwiesen dem Toten militärische Ehren.

" Maiiischissahrt und Eetreidehöchstiireise. Die Maiinchüs sahrt trug in den Novemberwochrn ein lebhafteres Gepräge. Die hauptsächlichsten Güter, die vom Rhein den Main berg­wärts liefen, waren meist Kohlen. Durch Festsetzung der Ee- treidehöchstpreise macht sich aber schon eine Abschwächung der talwärts zu verfrachtenden Gctreidemengen bemerkbar.

Hesfen-Nasiau.

* Wiesbaden 17. Non. In der am 16. November in Bier­stadt abgehaltcne» Versammlung des landw. Bezirksvercins für den Stadt- und Landkrei» Wiesbaden verbreitete sich Landrat Kainmcrherr v. Heimburg-Wiesbaden über Kartosselmangel und die hohen Kartosfelpreise. Er ging von einer Veroifent lichung des Konsumvereins Biebrich und Umgegend aus. in der daraus hingewiescn wirb, daß trotzdem die Kartofselerntc in diesem Jahre gut ausgefallen ist, e, »usgeschtosien sei. Kartas- seln z» bekomme». Die Landwirte hielten die Kartoffeln all­gemein zurück aus Spekulationszwecken. Mit der Höchftprers- feslsetzung müsse auch der Verkausszwang verbunden werden, sonst seien aus dem Gebiete der Kartosselerwerbung noch man­cherlei Dinge zu erleben. Bon einer allgemeinen Zurückhal- tuoj der Kartosjel«, s» führte der Borftagenb« au», könne über­

haupt und auch nicht im Landkreise Wiesbaden di« Red, fein. Wucher könne man den Landwirten nicht zum Vorwurf mache». D-r ietzt im Landkreise Wiesbaden sestgesetzte Hochstpr.-is von

6 .« pro Doppelzentner. 7 Pjg. pro Kilo im Kleinverkauk. sei sür die Produzenien ein angeineffencr, andererseits von den Verbrauchern auch zu tragen. Um sich das geringe Kartofsel-

angcbot zu erkläre», sei zu beachten, daß die diesjährige Kar- tosfelerntc höchste-is als eine gute Mittelernle anzufprechcn fei. Gegen das Vorjahr betrage der Kartosselcrnteaussall 60 Mill. Dvppilzcnlner Dazu lamme, daß dir Einsuhr. die 1912 bei­spielsweise 7 Millionen Doppelzentner ausmachte, vollständig fehle in diesem Jahre. Weiter spreche der vermehrte Perbrauch in diesem Jahre - im Wiesbadener Landlreise }. B. dnrck Mt* Massencinauartierungen und den Mangel an Frühlartoi'eln größere Emdeckung mit Kartosseln von Seilen der Pr,n>»leu»e mit. die sich of! mit '/, mehr als in sonstigen Jahren versehen hätte». Ein gewichtiges Moment bei dem geringeren Karlas. felangcbol bilde das gewaltige Ansteigen der Futtern,Ittel« preije. Der Landwirt sei deshalb gezwungen jiir dcn «iaenen Bedars. vor allem zu Fülterungs,wecke cinzulegen. Di, Kck-r- tasfelernke im Landkreise Wiesbaden ist nicht ausreichend, um die mit ihm zusammenhängenden Städte genügend mit Kartot- k-l'i »u versehen, auch nicht in Norn-.oljghrcn. Seine Produk­tion Icmme daher auch nicht sür dcn Handel in Betracht. Die Baiwürfe. die man de» Landwirten mache, seien daher durch­aus unberechtigt, ,m Gegenteil sei es ihnen nach hach nnz-irech- »en. daß sie trotz der ungünstigsten Fuiterverhällnisie die Milch beispielsweise noch zu allen Preisen lieferten. Es besi.-he w- dann noch weiter die große Gefahr, daß die Kartosselzufuhr durch Frosteintritt ohgeschnitten werde» kann und daß da-m ,in völliger Mangel an Kartvsieln für den Handel eiatritt Die Regierung müsse Helsen, durch Bereitstellung gedeckter Waggon, sür Transparte. Herausholen von Kartossclvorräten. die >n >pc kulolivcr Absicht zurückgchalten werden. Festsetzung von Höchst­preisen sür dcn Großhandel. Futtarmittelhechstpreise, auch für b » Handel und Beschlagnahme der Barrnte. Diesen Aus- sährungcn trat die Versammlung bet und wies die gegen die Landwirte erhobenen Vorwürfe einmütig zurück.

* Wiesbaden. 17. Nov. Sämtliche landw. Bezirk saercin« im Regierungsbezirk Wiesbaden sind dem Beschlüsse des 16. landw. Vczirksverein lWiesbaden-Stadt und Land! gesala: und hab.'n dre rbncn iillsährlrch vom Hauptverein, dem Ber-i:r nos- saiiilcher Land- und Forstwirte überwiesene» 6ÜN .II Ven be­drängte» und notleidenden Landwirte» Ostpreußens s»r dieies Jahr überwiesen. Der Hauptvercin hat diese zusammeng.-l-i-.ch'e Summe auf >2 606 ,le vollgemacht.

* Hünfeld, 17. Noo. Dem Pater Johannes Drover Feld- acistlichcr auf dem westlichen Kriegsschauplatz bei der 66. Re­serve-Division wurde für seinen Eifer und seine Todesverach­tung bei Erfüllung der pricsterlichen Pflichicn das Eif-rnc Kreuz verliehen, ebenso dem Bruder Paul Dresel auf dem öst­lichen Kriegsschauplatz. Beide gehörten der hiesige» Kov-unilät der Oblate» an.

pereiii Krieashilse der (ijeinrin&r Reichelshei ni

Die Gemeinde Reichelsheim <Wetterau) hat bis jetzt 66 Kiiegetrilnehmer gestellt. Hiervon wohnen 22 auswärts. Bis jetzt sind verwundet: 13. gefangen und vermißt: 3, krank: 3 und den Hcidcntod fürs Vaterland starben: 4. Bon den Bewoh­nern wurden treiwillige, fortlaufende Beträge gespendet. 1166

cinmgligc Beträge: 468 Zusammen 1623 !l. 'Außer­dem wurden noch Socken, Etrümpse, Pulswärmer, Kopuzen, Tafchculüchcr, Seife, Zigarren und Tabak reichlich gespendet. Von einer Familie wurden 26 Pakete Tabak für die wackere,, Krieger gegeben. 'An die Krieger wurden bis jetzt in Pukelen durch die Post abgesandt: Hemden 63 Stück, Untcrhoien3 Stück. Strümpfe und Socken 68 Paar. Tasche,Nüchei 166 Stock. Pulswärmer 38 Stück. Seife 29 Stück, Tabak 166 Pakete und viele Zigarren. An unterstützungsbedürftige und verwundete Krieger wurden bar gesandt oder von ihnen abgcholt 176 K. An hilfsbedürftige Frauen und Eltern von im Felde stehende» Soldalen wurden gezahlt: 160 ,li. Auch unserer blauen Jungen wurde gedacht und an den Marine Verein Gießen gesandt: 706 Jl. Darunter eine freiwillige Gabe von 6 .6 von einem alten Marincsoldaten. Für dasRote Kreuz" wurde eine G b- durch Bürgermeister Schmidt nach Fricdberg abgeliefor:- 300 M. Für Anlauf von Hemden. Unterhosen, Tabak usw. wurden an bicsigc Geschäftsleute verausgabt: 366 ,8. 1 Waggon Kar- tofrel wurde in hiesiger Gemeinde gesammelt und für das Landsturm-Jnsanlcrie-Batailloii Fricdberg gesandt. Weiter soll eine Sammlung sür die schwer betrosf-"ien Familien in Ostpreußen ins Werk gesetzt werden und ist hierzu eine beson­dere Kommission gewählt worden. Ganz besonders muß her- vorgeboben werden, daß der Ortsvorstanü ein großes Lirbes» werk verrichtet hat, indem er olle Ncichelsheimer Krieger I» dieHessische Kricgsversicherung" hat ausnehmen lassen, llehee jede Einnahme und Ausgabe wird später Rechnung gestellt und zur Kenntnis gebracht. Allen Spendern einstweilen herzlich­sten Dank.

Reichelsheim (Welterau), 14. November lOl«

S ch m r d, Bürgermeister.

..Rpmerbmnnen

Hervorragendes Tafelwasser.

FranfsnNkk Wetterbericht.

Voraussage: Ziemlich heiter, trocken, kälter, Rachrfeoste,

nordöstliche Winde.

Verantwortlich sür den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsches. Fricdberg', für den Anzeigenteil: K. Sch inid t. Fricdberg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitnua'' A. Et.. Fricdberg i. H.