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Sette 3.

geltbe», Leute, die schon durch ihre gröbere Statur ausfieten, ihre arroorslchtrgen Bewegungen ausserhalb der Deckung tenn- jcichnete sie als neue unerfahrene Feldsoldaten, die unseren ge­wandten Schützen bei den nordcrsten Posten leicht zum Opfer fielen. In Gruppen sahen sie manchmal vor der Stellung rau­chend und schwatzend, bis ein Schrapnell unserer Batterien da­zwischen fuhr und sie unter Berlustcn wcgjagie Auch Indier sollten gesehen worden sein bei einem Angrisse im Moscltale: sie zu Gefangenen zu machen, sei wohl nicht möglich, weil sie auch als Verwundete vor Mut wie Berserker (eien. Uns allen mar abcr vor allem eine gesteigerte Tätigkeit der französischen Artillerie ausgefallen, die anscheinend Geschütze schwcrsicn Ka­libers und Mörser nach vorn in Stellung gebracht hatte und seit Tagen einen ganz bestimmten Teil unserer Linie unter Feuer hielt. Da trat ein Ordonnanzoffizier ein mit einer te­lephonisch erhaltenen Meldung aus der vorderen Linie und ver­las eine geradezu klastische Meldung eines Eesrciten, die sein Dataillenskommandeur Weitergabe drei französische Regimenter seien kurz vor Abcndgraucn vom rechten Flügel nach links ge­zogen wurden, was er durch eine Schneise im Walde, die blick aus die Strohe gewährte, ans mm Meter Entfernung, Ka»>- pagnie iür Kompagnie abzählend, beobachtet hätte. Der schnei­dige Patrouillensührer hatte sich durch feindliche Posten nahe heran- und wieder zurückgeschlichen, die Kolonne soll, wie er inderen Tages erzählte, still und nicht in heiterer Unterhaltung wie unsere Maunschasten dahingezogen sein: ob sie ihr nahes Berhöngnis ahnte?Dem Manne das Eiserne Kreuz?' war unser eiiistiinmiger Ausrus und unser General nickte und freute sich über seine brave»Kerle". Der Marsch der gemeldeten Kolonne vollzog sich ungefähr 4000 Meter vor unserer Front am Südrande des Ererzierplatzes von Pont-a Mousio» und war wohl zu einem bald zu erwartenden Angriffe gegen den von der sranzöstschen Artillerie besonders freundlich acdachtcn Teil unserer Stellung bestimmt, Ra, fie sollen nur kommen! Mit dieser frohen Zuversicht aus einen baldigen ernsten Kamps trennten w>r uns. Die meisten habe» wohl abcr >n dieser Nacht schon ihre Fenster osse» gelasten, um bei Insanrerieseuec in der verdere» Stellung gleich auszuwachcn und sich bereit hal­ten zu lgnne». Das schwere Artiller,eseuer der Franzosen stei­gerte sich »im i» den nächsteu ,zu>ei Tagen mehr und mehr. Das Sliua 1 "SKita! -ba platzenden Gnhsiahlgranaten grohcn K.rlidecs krachte icchts von uns >» dis Waldungen fast ununterbrochene ab und zu (treuten sie auch inii schnell in Deckung vorsahrenden Feldbaiterieii die Umgebuug ab oder beschossen mit F-skmigs- gestbutzkn vo» Atlmi bei Poni-a Mousson aus den Auslade- bahnhos bei Pagne, und die Anmarschstrahen, Unsere Stellun­gen waren gcgee Angrisse wohl vorbereitet; wir sahen unbe­sorgt auch dem Ansturms weit überlsgsnrr Truppen entgegen. Am 2!, nachmittags chatte os-noch ein interessantes Inter- "W gegeben, indem einer der vielen Flieger, der gerade vn- vrrstchiig tief fuhr, aus 700 Meter höhe edgesthonen wordon und MO Nieter vor »»irrer Insantericstellung abgrstürzt mar, Uuicr-Tente bemühten sich, den einen der beiden Ofsiizrre, der noch nicht tot war, r» ihre Gewalt zu bringen, aber heftiges französisches Inianieriescuer crjchwertc es? dis Franzoicn sr- strsbten das gleiche und wurde» durch unser Feuer zurnckgehal te», E- war ein Kamps wie um die Leiche des Patroklus In der v.a ht gelang cs den Franzosen, ihren Kameraden zu ret­te» uno die zerstörte Maschine zu bergen.

Ganz plötzlich, gegeii ;J 11 Uhr, knatterte es vorne bei der Infanterie, bnld rollte cs längs der Stellung und ArlMerie mischte sich heuern Daun aber krachte es viel bei unseren schneren und schrvcrsten Kallbern, Unler dem Schuhe des Schnellfeuers dc> ganzen französische» Artillerie, das ,ich aus «itziO Meter unserer Stellung konzentrierte und von uns über­legen beantivortcl wurde, wälzte sich der Angriss eines lrauzö- stichc» Kovps gegen eene» schmalen Teil unserer Front, Der Himmel ivar hell aleuchtet von beut Feuer der Hunderte van Geschützen, das Brausen der durch die Luft sausenden, teils me terlangen Geschosse, dos heulende Pfeife« der Fcldgranaten, das uuuntcrdrochvne Tat! Tat! der Maschinengewehre uns das rcllendc Jnsantrr,neuer war eine furchtbare Musiki der Boden zittert,' von der Gowalt der Detonationen, Einem jeoen. der Zeuge dieses Kamvses war, wird er «nvergehlich bleiben. Aber auch ein jeder wird zugleich dem'Freunde wie Feinde seine Be wundcruiig nicht vcr,age» lönuen. Wenn auch in Deckung bis an den Kops, chatten uiiscre Leute doch den suichtlwren Hagel der Granaten auszuhallcn, der sie am Schiusic hindern lallte, »nd der Feind »»begrenzte Hochachtung vor eine- Inien tcric, die, eine solche Hölle durchschreitend, tatsächlich bis zehn Schritte vor unsere Dradihrndcrnissr gelangte, ehe der Angriss «ollstöndig zusamnianbrach, 2 > Oll» Mann grisscn aus einem Rau»>e -von imgesnhr 34000 Metern an, das Dreifache an Zahl, was man sonst dafür berechnete denn der Durchbruch soin. nabedengt gelingen und war .auch srangosischelsetts, wie aus dev' gezuudeaan Koep-.ees-i,? ersehen O'. S.i-pp------

versia't »»gesetzt wordon.

Zwei Stunden dauerte her jurckitbare Kamps, dann wurde gas Feuer aus srauzaiischcr Seite schwächer und unsere Artil­lerie schloji mit iurrötllurou AUvrda» als überlegener Sieger dies gigeniische Konzert. Das schmale Schlachtjeld vor unse­re Front mar i» Walncherl ei» Schtackstseld, Zu Hunderten lagen chingemälit die neuen lapieren Truppen der Franzosen die schon früher im Gefechte gewesenen waren nicht z», BI» grisje zu bewegen und Hunderte von Verwundeten schrieen hcrzzrririsiend aim Hülse,Won Dieu, mo» Di-u" und kind­lichesWamaii, niuuran gellte durch die Rocht, und so weil es Irqglich war im Dunlei -der Lacht, suchte der ritterliche Sieger Hu betfen, ulber als es heller wurde, schonen die F»au,to!e» tute lhandilen ,aus unsere im vermeintliche» Schutze das Roten Kreuzes arbeitend«» Lairrtätsmannschaiten, so das? sie erdigst Lldu.i .suchen mutzte». Der Führer der deulsthe»:ncht,esi mngdtruppen, sendete nun einen Ordonnanzoffizier als Paria mentar hinüber mit dem Anerbieten einer sechsstündigen Waf­fenruhe, um den Irauzosen Zeit zu lasirn, zur Beerdigung ihrer .Toren .und Rettung der Perwundaten Der französische Gene ral wollte von einem Schweigen der Artillerie aber rächt wisicn, so datz de: Dfjizier mti einem .ste propos est restise" girückkam. Die Verwundete» mutzten liegen bleiben dre

ili'eriga» waren fo rn unserer Srellung langst geborgen »

#U«t Tag««««ituiitz. Donueraiag, oen 12. Stoaemdrr 1314

starben eines «lenden Todes, Wir wollten uns ei» Urteil über die Haltung der französischen Führer sparen, aber das? sic keine Leute mehr zum Angiifsc unter denen finden werde», die ein

mal im Feuer gewesen, ist wohl verständlich. Aus aller Welt »iustco sic sich bald ihr Viatcrial zusammcnsuche», den» der ,elnn" der Tcrritorialtruppen ist jetzt bald ganz gebrachen, Im­merhin habe» sie zwei Tage nachher über das Lcichcnseld »och einen ncuei, halbstündigen Angriss versucht, aber da genügte schon schwächeres Feuer, um sic zurückzujagcn. Die An-rkiU nung, die der 6:cget dem Mute der durch eine Hölle von Feuer vornäitsstürzenden Angreifer zollt, ist nicht geringer als das Lob, das der Oberkommandicrcnde unseren braven Truppen heute IM Armeebefehle spendete? Führung und Truppe hatten wieder gezeigt, datz unser endgültiger Sieg uns nicht -»triste» > werden kann. Wie sicher die Leitung ihrer Anordnungen »nd ihrer Truppen war, möge daraus ersichtlich sein, das? von de» ! nicht direkt beteiligten, nur einige hundert Meter seitlich !ie- ! gcnden Truppe» auch nicht ein Mann in die Kampssekt'.ou xc- ! zog;,a, nicht ein Schusi abgegeben wurde und in den nahen - Orartieien der anderen Truppen niemand auszriiückcn i-esvch'- ; fontcni alle als unbeteiligte Zuschauer an einem »nvcrgetz- ? lichen Drama i» voller Seelenruhe vor ihren Hauser standen, ! 800 Franzosen sollen gefallen sei», auf unserer Seite deckten ein ' Offizier und 25 Mann das Feld der Ehre.

Aus einem Korpsbeschlc, der bei c»>em gefallenen sra»- zöstsche» Obersten gesunden wurde, war ersichtlich, datz untere Gegner zwei neue französische Divisionen waren, datz die Artil­lerie planmäßig seit Tagen die Durchbcuchstclle vorder?itet hatte »nd datz inan mit solcher Sicherheit ans de» Sieg rech­nete, das. schon Anordnungen gegeben worden waren, wie man sich in den neuen Stellungen cinrichtcn sollte. Da französische Optimismus hat auch hier wieder ein Fiasko erlitten. Möge auch dasdebacle" nur noch eine Frage kurzer Zeit fern!

Vom Felde jjsj|j!S] * fV

Leutnant nnd Kompngni-sührcr Fritz Schmitt vom 168, Jusautcric Reguncnt geiaiien. Jni ersten Monat des KrrcgeS beachteten wir, daß Leutnant Schmitt von dem Friedbaga Bataillon, den Heldentod inr's Vaterland ge- fcllen sei. Wir freuten und, diese Nachricht berichtigen ?» fi'Tiurn und knüpften daran die Hoffnung, daß dein Totge­sagten ein langes Leben bclchieden n. er sieggekrönt ans dem Feldzug beiinkehrcn möge. Leider bat sich diele Hoffnung nicht erfüllt? zwar hat fich Schniitt noch die höchste AuSzeickp m»g des dentschai Soldaten, das Eiserne Kreuz errungen, aber, wie uns (rin Data Regiernngsrat Schinitt zu Worms heute mrtteilt, hat ihn da Tod dock) aus dem Felde da Ehre aeilt.

Ein Kamerad des verstorbenen jimgen Held-n, gibt in einen, Feldbries aus Enuntiere unterm 30, Llt nähere Mitteilungen dariiba, Ta Brief lautet:

Liebe Eltern!

Vorgestern war rck, mit meinem Hauptmann im Schütz m- grabcn des Jnf-Regts. Nr, 168 »nd dort erfuhr ich, das; Leutnant Fritz Schmitt von Fricdbag laus Worms) ge selten nnd bereits beerdigt sei. Er siel bei einem Itachia» griss oii der Spitze feiner Kompagnie, dir er znm Stnru, ausührtc. Sein Tod geht mir sehr nahe, 'Ich sah ihn verhältnismäßig oft und stets freute er sich sehr, wenn a uns traf. Zum lctztcnMale traf sth ihn in La Mons, Dort hebe ich gemeinschrastlich mit ihm gcsrühstückt.^und da da Tabak bei mir sehr knapp v.'ar, gab er inir 3 Paketchi'ii mit. Er erzählte mir dabei freikdestrasisend, das; er Koni- pagniesübrer da lL, Kompagnw n»d bemerkte dabei stelz?Wenn ich Doneiärts! komniandicre bleibt Keina zurück!" Ich sab da auch ein schönes Lagcrbild, diiS so recht fein Verhältnis rn seinen Lenicn kennzeichnete, Ter Markctcndervva?wn des, Bataillons war geschloffen, und t>cr- fch!ed"ne feiner Leute wellten nach Tabak haben. Ta ging er selbst hin uiid vernh»»kte alle?, was noch ausgegebe» werden dnrffo »»»? Leute, d-e dann freudestrahlend znm Laacrseiier xnriickoingen. - Als ich vorgestern nach ihm fragte bei seiner Kompagnie, sagte mir ein Sold-at:Er war mein Lentnant, er hat mich auSgcbildct", nnd er tvard dabei lief trnmig,

Eiern tvckre ich an sein El-vb gegangen, um ein Vater- wnjcr daran zu bete», aber der Krieg kennt nur eiserne Pflicktersülliing und keine Sentinienlalilät,

Elire dem Andenken de? Tapferen, er wird auch in Friedbag, wo er beim Heere und in der Bürgerschaft allbe­liebt war, ewig nnvergesse» bleiben,

' Södel, 12, Rov, Kürzlich sind zwei weitere Kämpfer aus unserer Gemeinde mit demEisernen Kreuz" ausgezeich­net werden? Feldwebel Wolf von der ll, »nd Unteroffizier R c c b von der 8, Kompagnie des Grosih, Hesi, Infanrerie- Slciumc.its Nr 116 Der zuletzt Genannte lieg» znr Zeit schwer, aber nicht lebcnsgestzhrlick, verwundet, in einem Feld­lazarett in Frankreich, Wir bringe» de» Tapferen und ihren Aiigehörigen herzliche Glückwünsche dar, Gott jchcnlc den Ber- wundctco baldige Genesung!

Torheim, 12. Noo, Herr Wirt Schutt vo» hier, der llnterossizier im Fuhariillerie Regimen! Nr, 14 3, Mun'tions lolonue) ist, erhielt das Eiserne Kreuz,

Ans der Heimat.

* Si Ariedbcrg, 12. Nov, Jung mehr. Die Iuuqwehr Friedberg Hot sich bis jetzt reckt erjreulich entwickelt. Sie ist in drei Kw.zpaginen eingeteitt und zählr rund 240 clnge'chrie- bene Riitglieder, Wiederholt bat auch schon die Gruppe Rie­der Rosbach mit »ns geübt. Es stehen in unseren Rethen Schüler des Lchrersenrruars, der Augustinerschule, underer Schale», Kausleute, Landwirte, Gewerbetreibende, bandwer­ter, von den letzteren stad wohl alle Berufe vorhanden. Alle Glaubensbekenntnisse sind vatreten. Die Iungwehrmanns hast

ist zun? grösiten Teil 1V18 Jahre alt. Aber es will uns de- dünkru. dasi »ock inancher, der in den Jahren 1806 und stüher

Geborenen sich sernhält. Gerade für diese soll die Iungwchr

sei». Auch wer vo» den Zwanzigjährige» und den Aeltercn nicht zun- Nkilitar einrsickeu Mi, 8, soll sich bei der Jungwehr

melden, Eltern und Lchrhcrrn sollen ihre Söhne und ipiicu rnoaltoiitc« Jünglinge zur Teilnahme anhaltcn. Der Eintritt la»» jederzeit erfolgen. Bis jetzt halten mir orci Vcrtragsabende? Herr Oberlcutuant Ouadc sprach über Marsch und Fcldwachdienst, Herr Obalehrer Dreher Über die Vorgeschichte des eben tobende» Weltkrieges? am l:tz!en Mittwoch kamen durch die Herren Helmke, Dreher, Olinde »nd Schock I Feldbriese vo» »nd an Friedberger zur Verlesung, Unserem unvergleichlichen Heere brach!? die Iungwehr a» diesem Abend ein begeistertes dreifaches Hurra aus. An einem der nächstai Abende will die stenvillige Sn- nitaisioleune uns ihre Tütiglcit in Uebungen voriührcn Diese Vortragsabende, mit vaterländischen Liedern ei »gelei­tet, und geschlossen, sindcn i» der Turnhalle der 2l»e»stincr- Ickulc statt, wegen Niangel an Raum haben n»r die '»??>,Ii<?. der der I»»gwcpr Zui.i.t, Henpuachlich abcr war.» wir praltlsch tätig? wir haben marschiert und czerzie,!, im 7chul- hose, aus den Cf£ei 3 icrplälicii und im Gelände, De- leige Emnstng sah uns aus einer Marschubung am Wiiitersieia Es stinz bergauf und bergab, bald aus Wegen, bald quer drrch den hgald, die gesamte Iungwehr hielt sich durchaus brav, Ihre Leistungen lasten für die Zukunft das Beste erhoijen. Aus dem Heimweg von dicsa Uebung konnte»' wir die l-tzeen Otockrichten vom Kriegsschauplatz, porgclese» aus der lsie.sbncher Landfirotze beim Sä,eine der Laianen eine« Autos, !re?id!q begriitzen. Der Leiter da Iungwehr und die 3 Kompagnie- siihrcr werden von einer grötzcren Zahl hiesiger Herren aus al­len Stünden t» bereitwilligster Weise «niterstützl. Sie alle haben sich begeistcei in den Dienst der guten Sache gestellt, die ei» Dienst fürs Vataiand ist. Die nächste Ucbnng sinder am Sonntag, den 15, November, nachmittags 2 Ilhr, statt? Samm- luog tin Hefe der Augustinerschule, Der Eintritt in die Inng- wehr ist für alle noch nicht Mililürpslichtigc» eine Ehrensache, heran also, wer »och fehlt, am nächsten Sonntag!

- Friedberg, 12 , Nov, Die Schncckcnplagc ma?hi sich, wie ans laudwirlschasilichen Kreisen mitgeLKt wird, a» de» Saa­ten in diesein Herbst besonders bemerlbar. Auch unter dem Mäusefrasi leiden die Ländereien,

* Schoteen, 12 Rov, Das Fest der goldenen Hochz?nt be­ging vier der Kauiman» Solomon Hetz und Ehefrau,

Ans dem Kreiie Haua»,

* r ?Honau, 12. Rav lieber das Kleinbahuprajett 5?>ana>l- Bichingcn äutzert fich der V-rwaltungsbericht des vanakrcises Hanau Die Verhandlungen über die Ausführmig des Pro­jekts sind v-ege» der veränderten Slellnngnahme der Staat Bi'tingen auf das rot« Gleis geschoben morden, sodasj dos Piojeki als gescheitat betracht«! werden lann. Es wird nnn- mchr i» Erwägung gezogen werden müsse», ob sich mit der bemnächstigcn elektrischen Krasioersorgung der Gemeinden die Anlage einer «lekirische» Bahn ermvglick>e» lösit, damit den in Ibrcn Hessnungen getäuschten Bewohner» der beteiiiglk» Orte eiuc bessere Berkehrsmöglichkeit gebot«» werden lann,

Htsteii-Nasta».

F, E. Wieeblideii, 10. Nov, Zn den zur Front nl>gestcn-

den Liebesgoden der Stadt Wfesbäde'n, die für die beiden hier iiärnisonierenden Regiineorter, Füsiiia-Neqiincni von Kersdorff st!r, 80 nnd Feldnrtillerie-Regiinent Nr, 27 be- siiiiiiut sind nnd durch von der Stadt chereitgestellte 10,000 Mk. erworben wurden, gehören auch 4 Zentner Dörrfleisch und l> Zentner Wiirstwnren, die von hiesigen Metzgern rrstviide» wurden. Die hiesigen Metzger Inchen bei der Ab- licseriing am Montag und Dienstag zu de» bestellten 10 Zentnet Flcisck>wai'eii noch weitere 0 Zentner Fleischiv>rre» freiw'llig gejpendet,

I, E, Wiesbaden, 10, Nov, Die Fleischer Innung Wiesbaden Hai eiuein gesasiten Beschlust gemätz 600 Mark der Kriegsinrsorge überwiesen, 300 Mark dein Roten Kreuz gespendet, 200 Mark für die (tzejchödigten in Ostpreutzen ruid 10t> Mark iür die in Elsajj-Lokhringeii bereitgesiellt-

F, E. Wicsbadcu, 10. Nov, DaS Weitzkraut steigt. Der Zentner Wcisjlrant, der bis vor knrzei» mit 2,60 Mk, notiert wurde, stiegt aus >1 Mark.

* Wiesbaden, 11. Nov, Rcchuungsrat, Oberpollsekretär Greulich, wurde, als er Verwandte an die Buhn begleitete, plöutich vom Schlage gerührt und war sofort eine Leiche, Der Versiorbene war hier 27 Jahre im Postdieast tätig,

* Wiesbaden, 11 8!ov Leutnant o, Buttlar von der 2, Schwadrou des HumrenregimentsLandgraf Friedrich lI vo» Hesse» Homburg" hat aus einem Patrouiltenritt südlich von Pper» mit 15 Husaren einen englischen Oberst nebst 00 Mann r.ofjij/v'u genommen und zwei Maschinengewehre abcntct,

* Wiesiurde». II. Noo, Bo» de» hiesigen selbständigen Metzger« sind bis jetzt 35 zu den Fahnen einberujen, 'Rach den letzt cinqetrojscncn Meldungen ist vo» diese» am 15, Septem­ber aus französischem Bode» da Metzgccmeista Hamann Zuck- schwerdt vom tödlichen Blei getroffen worden

* Wiesoade», 11. Nov, Den Heldentod fand bei den Stür men a»; Housioie der Osiizterstelloertretcr Lehmann rwn der 5 Kompagnie des Resave-Insanterie-Regnnents Rr, >!->, S>ck- retor bei der Laubcsdirektion in Wiesbaden,

I, E, Bad Orb, 10, New, Ans dein Truppenübnngs- plätz Orb werden in jtürze vorläufig >800 Kriegsgefongeni' und zwar in den dort gelegenen gcrüninte» Ort«, Letigen- 6ru»n nnd Billbach vnteigebrncht werde».

Kirchliche Anzeine»,

Gottesdienst >» der Siadtlirch«,

Freitag, de» 13, November, abends Hy, Uhr? Krieg-Hir anbacht Herr Pfarrer Kleberger,

Berantroortlich für den politischen und lokale» Teil: Otto Hirsches, Friedbecg? für den L»zeqcnt«il? K, Schmidt, Friedberg, Druck mid Lerlag derNeuen Tageszeit, mg" A, G Friedbera i. L-