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Neue Ta,e»zettung. S»nu«r»t«g, fc«n 12. N»»«md«r l»14

Sette 2.

-eien Operationen teil. Gestern Morgen wurde die Mel- nng empfangen, daß dieEmden" bei Keeling auf den okosinseln angekommen sei und eine bewaffnete Truppen­teilung an Land geletzt habe, um die Station für draht- se Telegraphie zu vernichten und das Telegraphenkabel irchzuschneiden. Hierbea wurde das Schiff entdeckt und rm Kampf mit derSidnetz" gezwungen. Ein heftiger ampf entstand, wobei an Bord derSidnetz" drei Mann tötet und 15 Mann verwundet wurden. DieEmden" urde an die Küste getrieben und sing Feuer. Die Ber­ste, die dieEmden" an Menschenleben erlitten hat, llen nach den Berichten sehr schwer fein. To weit es öglich war, wurden den liebe, lebenden jede Hilfe geboten, it Ausnahme des deutschen Geschwaders, das sich noch an r chilenischen Küste befindet, ist jetzt der gesamte Stifte Indische Ozean von feindlichen Kriegsschiffen gesäubert. Die Adniiralität sandte folgendes Telegramm an die 'arineverwaltnng von Sidnetz und an die Stadtverwal- ng: Das Marine-Ministerium sendet seinen herzlichen

lückwunsch ans Anlaß des ersten glänzenden Auftretens r australischen Marine in diesem Kriege. Ein glänzen- r Dienst ist der Sache der Verbündeten und den fried- äen Ländern durch die Dernichtnng derEmden" geleistet irden, gez. Gre y , Minister des Aeußern.

er ilrrnlrid) dtr npaiirrilrfjfii ßfffditeftärkf.

Der Kamps zwischen derEmden" und derSydney" war I durchaus ungleicher. DieEmden" ist 1908 vom Stapel anfen, sie war 3000 Tonnen groß und hatte eine ffie'djti'im (eit von 24,1 Seemeilen. Ihre Artillerie bestand aus 12

0 Zentimeter beschützen von 40 Kaliberlänge. Ihre Be- nnnng betrug 30 , Mann. DieSydney" dagegen war erst

1 vom Stapel gelaufen. Sie hatte 0700 Tonnen Wasser- Krängung, 20,0 Seemeilen Geschwindigkeit und acht 10,2 Dimeter-Geschütze mit 00 Kaliberlänge, und außerdem noch ' 4,7 Zenliineter Geschütze, sowie eine Besatzung von 400 NN. Auch das Verhältnis zwischen derKönigsberg" und Ehatom" ist kür unseren Kreuzer ungünstig. Die ,-

oberg", die >907 vom Stapel gelaufen ist, Ivar weniger mo- n als dieChatam"", die aus dem Jahre 1911 stanimt. Sie .te 3100 Tonnen Wasterverdrängung, 24,1 Knoten Gsickno,»- keit, zehn 1 0 S> Zentimeter-Geschütze mit 40 Kaliberlänge und ! Monn Besatzung. DieChatam" dagegen hat eine Wos- oerdrängang von 0000 Tonnen und dieselbe Geschwindigkeit 3 Armierung wie der australische KreuzerSydney". Ihre maunung beträgt 380 Mann.

ssin japaMco Torpedoboot yelliiiken.

Tokio, 11. Nov. (Nichtamtlich). Melöung des Reuter- 7« Bureaus. Ern japanischem Torpedoboot ist heute vor .rntschou kreim Minensuchen gesunken. Die Mehrzahl der Be- -ung wuroe gerettet.

(ljiir tirrniinfHiic Wimiuiia.

Ans der Schweiz, 11. Nov Der Kriegskorrespoudent Ne rowilich Dantschenko warnt tu einem Telegramm aus War- IU a» denSlawe", die russischen Wosseniatou z» über- itzen. Der Gegner sei stark geblieben - wen» er ausweiche, te er fiir sich neue günstigere Positionen und erwarte das mdnis mit andern Feinden Rußlands.

flriiüdjifliitis tob m frfüibfin Wunde.

Der bulgarische Gesandte in Rom sagte in einer llnierre- ng >n dem Vertreter desBert. Lok.-Anz.", wie de, Krieg h aussalle, kein Freund und Feind Deuischlands könne der leheuren moralischen Kraft und der erstaunlichen Kriegs bereiiung Deutschlands seine Bewunderung versagen, Be- ders bezeichnend fei vie geradezu verblüsfende Tatsache, daß , Geheimnis des Vorhandenseins der grotzen 2ftörs:r jahre- Ig bewahrt worden sei. Was Deuischland geleistet habe, 1 Ingl-ch ncch leiste, sei beispiellos in der Weltgeschichte.

irr Krieg im Orient.

Tic revolutionäre Bewegung in Aegypten. M a i l a n d,

Nor. (W B. Richiamilichs. Roch demCorrwre deila ra" hui die revolutionäre Bewegung in Aegypten stark zeit, »Minen Der Augenblick sei sur die unlernehmungslnsti- > Beduinen günstig. Die Regenzeit schütze vor einem W.,s- nongrl uno die Feldarbeiten seion beendet. Hinzu!,rinnie von Enver Pascha etngesührle miiilärlsche L-rganisation, nie die reichliche» Eeldunterstützungen der ägyptischZiota- n. Ruß« Beduinen des westlichen Niitairs bis zur renat.a leiert auch die EtärSl»".' jenseits des Nils enipörlliigs- ceit.

Dos Eingreisen der Senusst. K o » st a n l i n o p c 1, 11. v. Die durch den Botschaster 9!ab> Bey i» Rom und die ichzeitig hier diirch den Grohwestr Prinzen Sri» Ha'.in dem lienisltzen Botschafter Marguis Garoni abgegebenen Erklä­ngen habe», wie ich ertahre, bei der Coiisiilla de» beste» »druck hervorgerusen. Die iiirkilchen Blätter vrisen daraus dost der Scheck der Senussi in Kriegszustand getr.-len t|t; bezeichnen diesen Schritt als sehr bedeuiungsvoll. Die mii= en Senusii-Truppei, müssen eine wichtige Tioersisn jcitiäcn; werden die englischen Besatzungsiruppen in Aegypten zwin i, nach zwei Fronten gegen tap-ere Gegner za kämpteii. Das ist dm Besreirmg Aegyptens wesentlich beschleunigen. Die itscheiduiig oes Schecks der Senussi, die englischen Unierdrü'- : zu bekrieg««, und sich gleichzeitig ,edwed-n Einsalles in das -lieniiche Territorium strikte zu enthalte«, sind pra»i.chr Akte, r-n Wicht,gleit ,» die Augen springt. Nach dieser Seite srei, rde Italien .daraus rechnen iönnen, die Besetzung «,-n Tri- li» zu konsolidieren. Iialie» wild nicht aus der Suite nnse - Feinoe etjäierne». Jetzt, da es ein wichtiger Staat m»i aseimanischeii Interessen geworden ist, wird Italien la-ue elitil der Ilaietdriakung des Islams »nd des Hasses gegen » Kaliiat versolge» wollen. Italien wird mit de- Türkei

. und Ihren Alliierten fein. Die Intervention der Senusti in diesem Kriege bedeutet vom allgemeinen Gesichtspunkt ein Er­eignis von kapitaler Bedeutung.

Rußlands Gewaltpolitik gegen Persten. Wien, 11. Roo. (W B. Nichtamtlich). Die KorrespondenzRundlckaii" mel­det aus Konstantinopel: Der russische Miniftcrrat hat die Forderuiig der persischen Regierung, die russstchen Truppen aus Persien abzuberusen, abgelehnt. Damit hat Ruhiand die persische Reuiraliiät verletzt. Es verlautet, datz Persten noch die Vermittlung Englands ungeraten und betont Hai, datz cs genötigt sein werde, mit bewafsneter Hand seine Neu­tralität zu schützen und die russtschen Truppen aus den persi­schen Städten zu vertreiben, aber auch der Türkei keinen Wi­dersinne en.geaensthen könne, wenn List- zur Unterstützung der peiiischrn Ri.zieru.ig otremanische Truppen nach Pulsten ent­sende. E-- beißt. ratz En-and Len tetztun Passits der persischen Siaie lern,standet und erwidert habe, unter diesen Umständen ke.ne Beimittlung übernehme» zu können. Es er­regt die grötzte Erbitterung in Teheran, daß Rußland bereits den Befehl zuin Vormarsch aus Teheran gegeben hat.

Der Bmermrrfstariv.

Wie demBell. ok.-Anz." aus Rotterdam gemeldet wird, gibt es Anzeichen dasiir, datz der Aufstand der Buren unter den besten Elementen der holländischen Südafrikaner on Bo­de» geiolnnt. Dewet wird allgemein als großer Führer und Redner anerkannt, der sich zur Verteidigung der holländischen Kultur gegen, das Aufgehen in dem britischen Impeiiakisinus erhoben hat. Mehrere Pastoren haben zugunsten des Aufstau des gepredigt.

Aus Frankreich.

Paris als offene Stadt. Nach Berichten desCorriere dela Scrra" aus Bordeaitx soll die französische Regierung l-eschlosien haben, falls die Deutschen weiter vorrllcken soll­ten, Parte als ossrar Stadt zu erklären und nur Lrn allster- ftcn Festungsgürtel zu ucrtcidigen.

Entpvlkcrung von Brrduu. Dar der beginnenden Be­schießung der Festung flüchten die Einwohner. Die Be­völkerung der Stadt ist von 18,000 auf 2000 herabgesnnken.

Ritterliche Kriegführung. Berlin, 11. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Als ein crfteulickn-s Beispiel ritterlicher Kriegführung, die sich von uranckicm Akt der Härte oder gar der Grausamkeit gegenüber den deutschen Kriegsgefange­nen und ihrem Pflegepersonal rübnilich abhcbt, wird be­richtet: Der Feldunterarzt Dr. Schiller von der 2. Sans-- tätskompagnic des 12. Armeekorps war am 10. Iiovcurber in Lenkarrea in Gefangenschaft geraten. Dir französischen Ossiziere imd Mannschaften, in deren Gewalt er sich befand, haben ihm eine durchaus gerechte Behandlung zuteil wer­den lasiea, die fvgar eine knmeradschastliche Form annnhm. Auch gege» die deutschen Verwundeten benahmen sich die Franzosen zuvorkormnend. Dieses Verhalten der französi­sch»'« Truppe wurde seitens der deutschen Behörden durch Gcgciunahregrin anerkannt, dasi das zurstckgehaltene Per­sonal der französischen Ambulanz 13 -ohne Rücksicht auf die Entbebriichkeit sogleich über Gent nach Frankreich zurück- geschickt wurde, mit dem besonderen Hinweis auf das gute Verhalten der Anibulanz gegen unsere Verwundeten in Vcrtns.

Ans England.

Aus dcr «ngllsche» Rangiitzr grstricheu. London, 2. 9u>to. Die.item' englische .Rangliste ist gestern erschienen. Sie enthält nicht mehr den deutschen und den österreichischen Kaiser als Feldinarschälle. Diese Mitteilung ist insofern irreführend, als Seine Majestät der Kaiser am 4. August abends, wie damals gemeldet wurde, seinen Flügeladjutat- ten zu dem britischen Botschaster schickte, der nu Aufträge Sr. Majestät erklärte, der Kaiser lasse mittcilen, er sei bis­her stolz gewesen auf seine Würden als englischer Feldmar­schall und englischer Großadmiral, jetzt aber lege er diese Würden nieder, linier diesen Umständen konnte natürlich der Kaiser gar nicht mehr in der neuen englischen Rang­liste geführt werden. Will man trotzdem von einer Streich­ung reden, so hat sich der Kaiser selbst gestrichen.

800 Pferde verbraunt. Amsterdam, 11. Nov. Ans Norfolk (Birginia) wird gemeldet, daß 800 Pferde an Bord des. DampfschissesRembrandt" von der Brazil jwd River Frankreich bestimmt waren, jämmerlich verbrannt sind. Der Kapitän des Schiffes behauptet, daß deutsche Spione den Schiftsbraud verursacht hätte». Es seien bereits Troh- ungeu gegen ineReuibrandt" geäußert worden, als da? Schiff am Samstag Baltimore verließ. Das Schiff war 200 Meilen non diesem Hafen entfernt, als der Braud aus- ltrach. ca keärte sofort zur Reparatur wieder zurück.

Drnllche Frldbriefe.

Bon einem Friedberger Bürger wird uns folgender Fr'.s- bties zu: Beringung gestellt:

St. Thomas, (30 Km. südl. Sedans, 17. Sept. 1914.

Ihr Lieben Alle!

Cs sind nun feit meinem letzten Briese schon einige Tage uevmifu» und ist mir heute die Möglichkeit gegeben, meine linkstandige .Korrespondenz zu «ledigen. K's. Karte habe ich eihaktrn und mit derselben auch die Adreste von G. Run sind ja stl'ou etliche Wochen seit der Kriegserklärung vergangen und mrauhe beiße Schlacht Hai stattgefuuden. alle durch Gottes Güte s-.ygtoich sur uns. Dem Herrn fei Darck dafür, datz er »Niet Volk gchegtwt bot und als Deutsche sieuen wir uns alle aus Herzensgrund. Jedoch u>ns für Opfer gebracht w«den müssen, davon habt Ihr zu Hanse keine Ahnuna. Kck, will er.nO

auch die Schrecken des Krieges nicht schisdern, davon, so Gott will, spater. Für uns Christen sind es andere Punkte. Re in Frage kommen, nämlich die Frage, was koinmi für die Eqig- ieii für die Christen dabei heraus. Es ist für uns Chrckien vor allem eine Zeit des Leidens und bringt eitel Traurigkeit mit sich und Leiden: wer will dies gerne, jeder siräubt sich da­vor. Jedoch wie heilsam ist es, wenn NINN nicht wider den Stachel locket, dann kommen Früchte von Ewigkeitswert dabet heraus. Vor allem Geduld, ja die lernt man jetzt mit llch und seinen Kanieraden, Liebe, die auch etwas entbehre: kann zu Gunsten des Nächsten, Müll nlichk eit, dir auck den Ted nicht scheut, Genügsamkeit, daß man auch mit den wenigsten auskommen kann und »och st, vieles, was «an vor her nicht gekannt hat. Wie froh ist man jetzt für eia Stück trockene? Kammisbrot und einen Schluck Kaffee, oft mui. Was­ser. Es schmeckt wie Kuchen, denn der Appetit ist groz. Ja früher, was sollte da alles ans dem Tische sein. Und venn wir auch schmal geworden find, so sind wir doch zum qrofrcn Teck gesund. Ja man kan» mit wenig, sehr wenig auskommen und glücklich sein, datz man noch unter den Lebenden sit.

Aber auch weiche Greuel bringt der Krieg. Ich kann Euch nicht schreiben, was ich schon sehen konnte! Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras! Und die Rot. die überall eniilebt. Die fliehenden Menschen, verbrannte Dörscr, Elend, Jammer und Herzeleid wo man hinsieht. Danket dem Herr»>,s den Knien, daß Ihr von diesem Elend verschont seid bis zu Meiern Augenblicke und bittet, 'daß er uns weiter verschonen möge Wir wollen ja nicht bester sein als unsere Feinde: ich meine uns in unseren Tugend mit ihnen messen. Doch kann inan das sagen, daß die Verderbnis hier in Frankreich groß 'st. Ueberall wo man binsiehi, bis in's kleinste Arbeiierhaus kann maiüs beobachten. Wenn man nun überall das Elend, Jam wer und Sünde sicht, den der Egoismus d« Menschen hervor- gebracht hat, dann freue ich mich, votz >ch doch zu Hause vom Bat« von einer Zeit auf Erden höre» durste, wo dieses Elend iiiüii sein wird, wo Friede und Freude die Fülle sein wird und liebliches Wesen. Ach Ihr Liebe», wie werden einem diese Gedanken- so mächtig, und wie sehnt ma» sich nach diesen Zeiten. Es wird einem Bedürfnis und der Rus:Komm He« Jesu und mach olles neu!" wird dringlich«, als je zuvor. itrA weil dem Kommen des Herrn erst solche Zeiten voraus geh«, imiisen nach d« Schrift, so wollen wir stille halten in den Drangsale», datz wir bestehen, so wie wir im Glaube» geprüft werden. Wie danke ich nicht meinem Heiland, Dir lieb« Va­ter, datz Du den Gedanken an das kommende Königreich Jesu aas Erken in uns geboren und genährt hast, man steht ganz onders in dir Zukunft und richtet sich ans das, was kommen kann, ich möchte mit Zagen sage» mit Freuden:

O, Herr, hilf, daß wir Tellhäb« sind an diesem Reiche bas ist auch meines Herzens innerst« Wunsch, und da kann Mich auch alle Politik und all« war geschehen wird, »echt weht irre machen, das Ziel d« Weltgeschtchtr kenne» wir, aas die­ses Ziel wird alles losfteurrn und Niemand wird es o- lhal­ten was geschehen soll. Doch haben wir als Goiteskinder da« Recht, den, Herr» um feinen Schutz zu bitten und dürfen .hm im Glnuben Zutrauen, daß « rms nm Leben «hält, damit wir uns« Leben ausleben könne« und nicht im frühen. Alt« ft«- ben mästen, datz wir also ein volle» Mannesalter -erreichen Das ist vuck, täglich meine Sitte:Herr, laß mich rin volles Alter erreichen, datz ich Dir zu Ehren noch lebe» dar!." Der Herr kann und wird diese Bitte erfüllen, wenn es sein Wille ist. Dasselbe möge auch Eure Bitte für mich sein, nich!, daß ich vor Rot und Elend bewahrt bleibe, nein, dadurch leiden und lernen wir und das sollen wir hi« aus Erden, von dem, dutz wir uns« Lebe» ausleben und Früchte für die Ewigkeit bringen, das soll das Ziel und der Zweck unserer Bitte fein.

Ich habe Euch nun geschrieben, was für Gedanken mich hier alle bewachen und weiß, daß Ihr -mich v«ftel>i, wäre auch Vater, oder wer es ist, sehr dantbar für einen Vlies. Seid nicht so sparsam im Schreiben, mich interessiert alles, was zu Hause vorgeht und in Gedanken bin ich stets bei Euch. Denkt daran.

Run will ich Euch auch noch etwas Mitteilen, wie er kommt datz wir heute etwas Zert haben. Wir sind nach lan­gen Gejochten mit unjerer Armee bei R. vorgerückt gew-cken, stießen jedoch dort auf solch starke seindliche Kräfte, daß es trotz aller Tapserkeck nicht möglich war, weiter zu kommen »nd mutzten wir uns bis dicht vor St.mM südlich Sedan iw- riickziehen und hoben anscheinend den Auftrag, den Gegner sestzuhalten. Aus diesem Grunde haben wir uns verjchanzl und liegen schon vier Tage in den Schützengräben, es sollen, wie wir hören, noch drei dazu komme». Uns ist heute der Auftrag geworden, in Deckung in Reserve zu liegen und abzu- warten der Dinge, die da kommen sollen. Deshalb die Zeit zum schreiben. Neben uns liegt zirka 100 Meter ein Regi­ment Artillerie im F«,er. die Granaten schlagen ein und die Schrapnells platzen, vorne plänkelt die Insanterie und ich kann 100 Nieter davon meinen Brief schreiben, wofür ich fehr dank­bar bin. Hier konnren wir uns auch mal tüchtig «usichlafen, was uns sehr dimilich war. da wir in fas, sechs Tagen keine 10 Stunden Schlaf hatten. Gut, daß dre Not alles lehrt. Es regnet täglich, doch sind oben t»isere Grüben abgedeckt >ind wir sitzen >: Trocknen. Wie lauge wird es so bleiben? Ru» habe ich einen langen Brief geschrieben, ich hofle, datz Ihr Euch re- vonchiett. 'Bin für aller dmtlbar. Ich bejehle Euch alle un­ter dem treuen Schutze unseres himmlischen Bat«s, er mutz und w,rüns beu-ahren und behüten ,mch seinen, Willen.

Euer dankbarer Sohn und Bruder F.

Dkl Ausfall von Aonl am 22. (Oktober.

Si e 1 1 , 7- Nov. Aus dem Feldpostbriefe eines Ukrtgkie- deo der Rednkttoi, entninnni dieKreuzzettung" nachftehenbe»

Berühr

Wir Osfrzrere. die gerät»« nicht die Rocht in -her Stölln, g, zubruigen mutzten, waren ein« Siniadung -unser« Generalr- zu ei len, Glase Bi« gefolgt -und sah»,, rn lebhaftem Gesgräihe. ur-sree Leabachtnngen austauschend, zusamn»«»,. Man Hatto rin her r-rroerou üme der tranzäsischeu Stellung rrhrbo 'Swami