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Wir gehören nicht mehr unseren lieben, sorgenden Eltern, san­ier" wir sind Söhne des Vaterlandes, Rechnen wir auf unse­re" Allinächligen, in seine Sand legen wir voll und ganz unser Schicksal. Zeder von uns darf beteuern, daß der ii:be Gott ptzen oit, >a immer, unser Gebet erhört und schon manche; Wun- . r hat wirken lassen. Ist das kein Wunder Gottes, wenn eine " t ,il,f Granate in ein« Gruppe von uns krepiert, rechts und :!; röhrt sich Niemand mehr und ich krieche, lebendig begra- :n, aber unversehrt, hervor, Beten wir für unseren lieben Lnzelter und trösisu Sic vor allem seine lieben Eltern, Gott besohle». Ihr I, M.

r-rtts; aus dem Atldc.

Holl prasseln die Jener der Dache Ich sitze sinnend davor Und leise klingt in die Lüste Ter Kameraden Chor,

T"r Schlaf flieht meinen Äugen Ringsum droht die Gefahr.

Von weitem Ionen die Schüsse Der wackere» Kriegcrschar,

Ta rinnt inir heinilich die Träne Und rollt i»'$ Jener hinein Dann seh' ich, Gattin, dich wieder.

Und dich lieb' Herzenskind mein?

Wann wird der Morgen erscheinen An dem cs der Heimat geht zu?

Kops hoch der Feind muss weichen,

Dann hat auch die Landwehr Ruh !

Frfrtberg-Fauerbach, Landwehrm. Gg, Neisel.

z. Zt. anf dm Schlachtseldc Frankreichs.

Wchrtile für Kartoffeln.

Unsere gestrige Mitteilung über die Kartofcln, ist, wt^ «ns von dem hiesigen Kreisamt mitgctcilt wird, nicht ganz richtig. Tic von nns veröffentlichten Preisen sind vom Ministerinni fesigelegt worden als Höchstpreise, über die in: ganzen Grossherzogtnm nicht hinausgegangen werden darf. Dagegen ist cs den Kreisämtern anheimgcstellt, in dem gegebenen Rahmen besondere Preise festznlegen. Für den Kreis Fricdbcrg ist dies, wie folgt geschehen:

1. Denn Dcrknnf durch den Produzenten an

Sri uich Stelle für 100 Kilogramm 6,50 Ml.

dieser Preis schlicht die Kosten der Verladung und dcS Transports bis zur nächsten Verladestelle in sich.

2. Bei freier Lieferung außerhalb des Wohn- «rtes in den Aufbewahrungsraum des Verbrauch­er«

n, durch den Prodnzeiiten für 100 Kilogr. 7,00 Mk.

6. durch den Händler für 100 Kilogr. 7.50 Mk,

3, int Kleinverkanf «. durch den Produzenten für das Kilogr. 8 Pf.,

1i. durch de» Händler für das Kilogr. 9 Pf.

Unter Kleinverkanf ist die Abgabe von höchstens 50 Pfand zu verstehen. Tiefe Festjedungcn bähen nur die Bedeutung einer Lbergrcnzc für die Preise, Es ist selbst­verständlich, dass geringere Preise insbesondere dann gefor­dert werden müssen, wenn die Befchastenheit der Ware oder sonstiac Verhältnisse es angemessen erscheinen lassen.

Tapferkeit-- j^g| Anerkennung.

* Fr,«dberg, II Nov, Dem Ossiziersstellvertretsr Wurm »on brr tu. Kompagnie unseres Bataillons wurde die hessische Tapserleitsmedaillr verliehen.

* vriedöcrg, 11 . Nov, Das Eiserne Kreuz ist wie­derum eiiiei» Jricbbergcr: dem Gesreitcn Sans Loh »cs tm Reserve Infanterie Regiment Rr, 116 verlieh«» worden. Wir beglückwünschen den auf diese Weise Ausgezeichneten und auch leine Eitern. Herrn Amtsgcrichtsdiencr Lohnes und Frau dahier,

* Rechtsanwalt $». Bopp auf dem Felde der Ehre zesallc».

In» Darms! adt konunt die Trauerbotschast, dast auch Rechts- «nwalt Tr. Bopp sein Leben dem Vaterland« geopfert bat, ider Gefallene war als Führer der im Entstehen begriff »en fsrettuntervative») Rrichspartei in Hessen belannt. der er ieine Ijanze Tertrusl gewidmet hat: auch in der juilgdeutschen Be­

wegung tu* er sich eifrig hervor. In den weitesten Kreisen war

lclanut durch seine Beteiligung an sportlichen Bejtrebun- ge». Beuu he, ckscheu Reiteroerein, bei Flugtage», bei Schwimm veranstalturige;- hat er sich hervorragend« Verdienste erworben. Rackste:» durch n uchcrtri Gerüchte schon zu Beginn des Feld- zuaes sein« «ngeviichc Gcscurgennahme verbreitet war, koiintc . er jeut zur deutschen Regierung nach Brüssel versetz,.- .stegie- euugsrat Dr. Kranzlüihler jeftstellcn, dast Dr, Bopp »hon om ,1 ttugust bei Viltiers sur Sellc gejallen und auch dort beer- , wurde, Ehre seinem Angedenken!

Ans der Heimat.

* rtueöü<r$ ,u. 3lao. Lntyrrscier. Es wird gebeten zu der leute Mittwoch abends 8 Uhr in der Etadttrrche -Int!fin­denden Luihcrsrrer die Gesangbücher '.nllzubringen.

* cilbcrne Hochzeiten. Morgen, den 12. d. M. feiern die Eheleute Hojbäckcr ^arl Engel uitf> ^rau Marie, geb. Klein vor» Friedberg und die Eheleute Postsekretär Hebbel und Freu Elisabeth, geb. Speyer in Nieder Wöllstadt das Fest der filbfuicu Hochzeit.

* Friedberg. 11. Nov. Don fetzt ab gelten neue Lin.;ab »lungrkurfe kür Postamveimiraen nach Niedersand 100 Gulden

-lene Tageszeitung. «ittwach. den » 1 . November I8i4

138 nach den Vereinigten Staaten von Amerika 100 Doll, = 458

* Fiieaberg, 10 . Nov. Von den zu den Fahnen geeilten

hessischen Lehrern sind auf dem Felde der Ehre gefallen: Adler Biblis, Becker-Nieder Rosbach. Gengcubach Rcunkirchcn i. Ob,, Hcldman» - Hergersdors, B-ier - Osfenbcch a, M, Poetwich- Schottcu, Limbcrgcr-Airlenbach. Reumann lüriedcl. bosmencr- Sladecken, Rohrhe-mer - Biblis. Mörschel - Crumstadt. Krast Worms, Bergmann - Mainjlingen. Krämer - Mainz. Geißler Stammhcim. Schmidt-Darmstadt. Lenz-Gedern. Bord - Mainz. Schnatz.Kicinwelzheim, Sch-pp Giessen, Berg-Dorndicl. Müller W-inshcun bei Worms, Lehr Kölzenhain. Frciling-Rcndcl und Schmid! Södel. - Mit dem Eisernen Kreuz dekoriert wurden von de» hessische» Lehrern: Disqrie-Mmpscn, Epvle-Ricder-

Rodcn. Hcst-Stcineu i, C., Mann Osfcnbach a, M. Machcnier Sprendlingen. Braun Holthausen v, d, H,. Sander-Fischbach b, Alsfeld, Langsdors- Fricdbcrg , Hilgcr - Altenschlirf, Mohr- Mainz. Roos-Langenschwalbach,

Geld gab ich >ür Eisen. In de» Tage» der Erhebung des ! preußischen Volckfs, nachdem die Hand des Eroberers schwer , auf dem Land- gelastet hatte, haben Frauen und Iungfianc» ihre» Schmuck, oder wenigstens einen Teil derselben, auf dem | Altar der Vaterlandes geopfert. Damals war Preußen ein armes Land, jede Gabe wurde danlbar in Empfang genommen und den Spendern dafür ein eiserner Reis gegeben mit der Inichiist: Gold gab ich für Eisen. In dem Kriege 1870 71 ick man nicht aus de» Gedanken einer Erneuerung dieler vu.crlnn- diichen Mildtätigkeit gekommen, dagegen fand man es dieses Jahr für angebracht, a» die graste Zeit der Befreiungskriege auch in dieser Beziehung zu criunein und hat cntsprcchei-d.- Mastnahmcn getrosten. Fehlte dem ganzen Gedanken, als einer Rachchmung, schon die Eigenart und die Bodcnwucht aus dem Jahre 1813, so wurde man durch die Ausmachung noch mehr tu der Aussasiung bestärkt, dast cs sich mehr um eine Mach.- ge wisser Kreise handelt. Schon der Ausruf, der »on den ver­schiedensten Damen der Haute finance unterzeichnet war. »ürkte nlcht gerade begeisternd, noch mehr aber stöstt die Ausführung des Unternehmens ab. So wird uns von verschiedenen Orten mitxcteilt, dast auf der Annahmestelle nur solche Spenden ge» wördigt werden, die über 4 Gramm wiege». Ein Gramm Gold kostet 3 ,tt, cs wäre also einen Mindcstwert von 12 oder die Legierung abgerechnet, etwa 10 .0 als Eesch.-nl für das Dclcrland vorgcschriebcn. Will nun ein armes Mädchen ihr Ftnzcrringelchen. oder seien es auch zwei, opfern »nd es fehlt nur H Gramm, wie dies norgelommen ist. so wird die Gabe für das Baterland geringschätzig abgcwiesen mit dem Vermerk: zu leicht! Mit anderen Worten: schlichte, ein­fache Leute werden ausgeschlossen, dagegen wird die Wohl- tiitigkei* der Frau Kommerzienrat, die aus der Fülle ihre» Schmuckes für mindestens 18 .0 opfern kann, gcwisiermastcn durch die Abgabe eines eisernen Schmuckstückes abgestempeit: Gold gab ich für Eisen, Wir wollen uns nicht in Erörterun­gen darüber cinlassen, welche Gabe hoher cinzuschLhen ist. das Rciflein, das den einzige» Eoldschmuck einer armen Nähe- rii, bildet, das aber abgewtese» wird, weil es nur 3?» Gramm wiegt, oder die das zehnfach wiegende Spende der Frau Kommerzienrat, die sie aus ihrem in die Hundcrttausciide wertende» Schmucke als überflüssig ciltnommcn hat, Tas Gleichnis Christi vo» dem reichen und armen Mann gibt da­rüber die richtige Auskunft, Im übrigen wünschen wir dem Vo-.hebcn de» beste» Erfolg, mögen recht zahlreiche Gabe» cia- gehcn. Das schlichte und einsache deutsche Volk aber w rd gut tun. die Herrschasten unter sich zu lassen. Wer eine Eoldsache opfern will, verkaufe sie einem zuverlässigen Goldarbeiter und helfe i.iit dem Erlös Wunde» heilen und Tränen -rocknen Im Heizen wird ihm dieselbe Genugtuung werden, auch wenn er nicht am Bosen die plutokratisch abgestcmpclte Anerkennung seiner Wohltätigkeit tragen kan».

Ans dcni Kreise Haiia».

* Lisch-stsheim (Kr, Hanau), 11, Nov, Als verschiedene Landwirte gewohntermasten ihre Kariosteln »ach Offen!>ach fahren rollten. wurden sie von den Behörden, mit dem Be- merl daran verhindert, dast aus dem Kreise Hanau keine Kar­tossel» >» das Großhrrzogtum Hesse» dürste». Hier herrscht die grösste Auslegung über diese Massnahme, deiiii feit Jahr­zehnten ist man hier gewohnt, di« Kartosseln nach Ossenbach zu verkaufen, Man kau» nicht verstehen, wie bravsten im Felde alle deutschen Stämme den harten Krieg vereint kämpfen und i>n Iitncru des Landes will man zwischen de» vcrsiluede- en Stuateii künstliche Schranleu errichte», Nachschrift der S ch r i s t l c I t UN g : Wir können uns nicht denken, dost diese Verfügung aus landrätliche Veranlassung getrauen kein sollte. Wir vcrnluten, dast es sich um ein Versehen unte-ge- ordncter Behörde» handelt. Aus alle Fälle wäre eine solche Verordnung durchaus zu verwerfen,

Hrssen-Nasja».

* Rödelheim, 11. Nov, Im Garte» des Gräflich Solms- NLdelheim'schcn Schlosses dahier wnrde einHindenburg Ge­denkstein" zur Erinnerung an die graste Schlacht bei Tonnen- bci>, eiiigcweiht, der folgend« Ausichrift trägt:von Hinde»- . diiig, Tanuenbcrg, 29. August 1914 92 000 Russe», Gewidmet von den ucrwundcte» Krieger»!" Aus das a» den Gencral- obcrft v, Hindenbarg gesandt« Huidigungstelegramm lief fol­gende Antwort ein,Ihnen »nd de» im Sck!"staarten zu Rö­delheim Bersamuiellcn herzlichen Dank für freundliches M:-n- gedcnkcn. Den Verwundeten wünsche ich baldige W-edrrher- stelluna v, Hiiidenbiirg,"

* Wiesbaden, 8. Ra», Gestern Vormitiag gelangt-: a»i Station Wiesbaden ein Lazarettzug an, der 320 vcrnmndete Krieger darunier zahlreiche Schwerverwuadete aus den Gefech­ten südwestlich von Ppern brachte Davon wurde» 100 Brr wup.dele den hiesigen Lazarette» überwiesen, i>0 gingen mit dem nächsten Zuge »ach Langenschwalbach, um dort »ntcrge bracht » werde» und der Rest kam nach Mainz, um in den dertlgrn Lazaretten Aufnahme zu jinden. Der Lazaretizug bestand aus 50 Eifeubahnwagc», darunter 38 Krankenwagen,

2 Krankcnpsicgerwagcu, ein Krantenpslegerinnenwagen, ein Ehefarztwagen mit Operationsraum, ein Wage» für weitere dre: Acrzte, ein Apoldeker- »nd Berwalrungswagen mit einer A-oihek», ein Kuchenwagen, in dem für sömilich« Verwundi-t-

gelocht wird, zwer Vorratswagcn, ei» Magazinwagen, «in Brcnnmatcrialicgwagen, ein Gepäckwagen, ein Gepäckheiwagen.

Den Zug begleiteten vier Acrzte, zwei Feldgeistliche, 20 Kran^ kenpflegcr, 4 Rote-Kreuz-Schwestern, ein Apotheker, ein Ver­walter, ein Koch, 2 Hilsskräftc für den Koch, ein Schlosser und ein Wagcuwärter, Während der Fahrt diesesrollenden La- .tareit-- wurden verschiedene Operationen an den Schwervcr- wundcren im Operationsraum vorgcnommc»,

» Wiesbaden, 9, Nov, Der praktisch- Arzt Dr, mcd, Paul ^laivitz aus Ostpreußen gebürtig, ließ sich vor nunmehr neun Jahren in Brcithardt bei Langenschwalbach nieder. Seine i-rnn-; blühte recht auf, zumal er oo» der Gemeinde Breilhnrdt als Genie,ndearzt durch Vertrag angcsicllt wurde. Im Sept. 19(8. verstarb nun m Holzhausen a. d, Aar die Ehefrau Korol, Esche lauer geb, Cloll a» einer Bluiocrgisimig, Ihr Bruder, der Gemciüdesörsiei Sioll in Vrciihardi gab dem behände-io.' de->- -lrzi Dr. Scheidt au dein Tode seiner Schwester die Schuld und mach!« dem ihm befr-undctcn Dr, Slawih dagun Keniit- »>'. Vo» diesem erhielt Sioll die Adresse des Aerzte-Ehrcnge, richls tu Kassel, woraus er eine Beschwerde an diese; gegen Dr, Scheidt richlcle. Später trat zwischen Dr, Elawstz und Stall eine Entsreindung ein. Dazu kam, daß dlc Ecne-lnde Vre-ilhardl den Vertrag mit Dr, Slnwitz aus de» 1, I nunr 10,:! lüiidigle, weil er tu verschiedcncu Fallen gröblich ,-in, Pfl.chl verletzte. Da nun Brelthardt ohne Arzt war, di: >üc- ineiiideglieder immer mehr von Dr, Elawitz abiückicn. biidete sich bald cl» uncriräglicher Zustand, dem abMhelse», ein neu. gegründeter Verein zur Wahrung der ärzilichcn Inieressen öie- Ile-N iollic, dem auch Stall aiigehörte. Dieser suchte Iiiin einen Aist der Nachbarorte als Gemeindearzt für Breithardt zu ge >r>nn«n. Alle Acrzte unter ihnen, auch Dr, Scheidt, lehnrcn dies aber aus kollegialen Gründen ab. Um nun aber bei Dr, Tcheidl die allein inastgcbcndcn kollegiale» Bedenken zu beici. tigcn, gab Stall eine cidcsstattliche Versicherung, in der er er­klärte, er habe i», Jahre ISO« die Anzeige ans Eh.-engcelcht nur auf Betreiben Dr, Slawitz erstattet, der ihm auch die Adresse aiigcgcbc» habe mit dem Bemerken, ihn jedoch nicht zu vrrruliii, da er (Dr, Slawitz) sonst deswegen vor das Ehren­gericht gestellt würde. Diese eidesstattliche Versicherung tat ihre 2st>>kiing, Dr, Scheidt nahm die Praxis in BceHharai auf, Dr. Siawitz wilrde kaitgeftellt u. hat jetzt noch eine Praxis gleich null. Das ärztliche Ehrengericht, dem Kenntnis vor diefc-n Vorjall wurde, veranlasti« Dr. Slawitz zur Erhebung einer Belcidigungskiage gegen den Förster Sioll, der iiach 2- iägiger Berhaiidlung vom Schöffengericht zu 20 .« Geldstrafe verurteilt wurde. Die Strafkammer Wiesbaden kam zur Frei frpechuneg Siolls, da er in Wahrung eigner Interessen und an­derer gehandkit habe. Objektiv liege zwar eine Beleidigung vor. Der Wahrheitsbeweis fei nicht als gcsiihri anzufche». Nun kam die Straikammcr nach erneuter Verhandlung das Oberlandcsgericht Frankfurt hatte das Urteil aufgehoben zur Vestätigruig des Schöffenurteils

* Wiesbaden, 9. Nov. Die Eröffnung der Landwirifchasi- liche» Wlnterjchuie zu Hof Geisberg bei Wiesbaden findet nunmehr bestimmt am Montag, den 10, November d, I,, vor­mittags l0 Uhr statt,

* Wiesbaden, 9. Nov, Die Maul- und Klaueiifeuchc, jene Geisscl der Landwirte, greift weiter und weiter im Regie­rungsbezirk Wiesbaden um sich. Am 3, November waren vcr feucht die Gemarkungen: Biebrich, Erbenheim. Wcikbich und Eddersheim, Mittelheim, Hallgarte» und Winkel, Frantfiirt a. M.-Prciingesheiin-, Okriftel, Unterliederbach, Sindlingen, Haiiershcii», Nied und Zeilsheim, Oberursel und Eronberg, Selters und Montabaur,

Starkenburg.

* Darmftadt, 6. Nov. Etwa 20 cnglische llnt -rtanen, fficist Leute im Alter von 18 bis 30 Jahre» die meist in SteUnng waren, wurden heute auf Grund der neuen mili­tärischen Gegeiuuassregelir sestgcnoumie» »nd unter mili- tärischc-i und polizeslichcr Bedeckung vom Polizeigesängiiis aus durch die Strassen der Stadt nach deui Hafiptbahfihos gebraüst, von ivo sic zunächst nach Giessen ifiid von dort nach Ruhlebc» bei Berlin überführt werden, Bei der jetzigen Gelegenheit, in der man ziemlich energisch von allen Seiten gegen das Ausländertum kämpft, dürste es angebracht sein, auch gegen die am hiesigen Hose und solchen Kreisen, die gern die Hossitte nachahmcn, bestehende Sitte anzrikänipsen, die darifi besteht, dass nachher unter der Grossherzogin Alice augeordfieteii Beslinrurung, sämtliche Dienerschaft ohne Bart, also kassiert im ganzen Gesicht ihrer Tätigkeit obliegen ii'uss, Anstelle der scithrr vor dem Denkmal des Gross- Herzogs Ludwig IV. am Rcsidenzschloss ausgestellt gewesenen drei sranzösisckfen 8 Ctm.-Geschühen wurden heute dort un­ter Leitiffig des Hauptmann Rcyser und des Schirrmeiste:s Huppel verschiedene bei Maubeugc durch unsere Truppen eibcutetcn Geschütze zur Aufstellung gebracht, und zwar eine schwere 12 Ctin.-Kanone mit hoher Lafette und zwei eben­solche 0 Ctm.-Kanoiicn. Von Interesse ist hierbei, das auf deif, grossen Geschütz mit einem Nagel eingravierte Datum, a» welchem der erste Schuss aus dem Geschütz abgegeben wurde mit dem Namen der Nicht- und Bedienungsmann­schaft. Zwei weitere dieser 9 Ctin.-Festungskanonen wurden vor dem Museum aufgestellt.

Fic.7fkfvvier Wetierbericbt.

Boiaussage: Trüb, zeitweise Niederfchläge, witrmer, frisch«

westliche Winde.

Rpmerbmnneti"

Hervorragendes Tafelwasser.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto H i r s ch e l, Friedberg-, für den Anzeigenteil: K. Sch irr i d t, Fricdberg, Truck und Verlag derNeuen Tageszeitnag"

A Friedberg i. H