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Nr. 28»

Seit« L

durch sein« Gegner und auch durch bezahlte Kerle unterurolhen. Schon zu Beginn der Versammlung machten sie großen Lärm in de», Sitzungssaal und die Versammlung mußte dann nach dem Platz vor der Kirche verlegt werden. De Wet drohte ihnen am Schluß mit den Worten:Ihr seid die Ursache, wenn heute Abend noch Blut fließt!" Nach de Wet redeten noch etv>a fünf Männer, worauf da»» eine Protesterklärung gegen die Expedition nach Deutsch Südwestasrika mit großer Mehrheit angenommen wurde.

Vergebliches Liebeswerben.

Ter Athener Korrespondent desVerl, Lol.-Anz." erfährt aus gu> unterrichteter Quelle, daß die Diplomatie des Drei­verbandes iyie Anstrengungen tu den Balkanhauptstädtcn schei­tern sreht. Derselben Stelle nach lehnte es Bulgarien ob, sich gegen die Tiirlei zu tztldmr, trrtzd»» 'hm als Lohn vom Drcirervandc Thrazien mit Adrianopel versprochen "aide. Dies wird als Beweis dafür angesehen, daß das Einverständ­nis der Türkei mit Bulgarien tatsächlich ist, Trotz der Ruß­land nicht abgeneigte» Stimmung gewisser Kreise Rumäniens be'vegt sich das Kabinett Bratianu, das das Heft in Häirdcn hat, in reu Anschauungen des Heimgegangenen Königs, oer in einer solchen Abenteurerpolitik den Untergang des Königreichs erblickte, Wie derRieuwc Rotterdamsche Courant" meldet, hat in R u m a n i e n ein aus Sofia singcgangener Bericht, Rußland wolle für den Fall, daß Bulgarien mit Serbien ein Bündnis gegen Oefteiieich-Uttgarn und die Türkei schließe, Bulgarien euren Teil Mazedoniens und außerdenr auch derr im Frieden von Bukarest an Rumänien abgetretenen Teil der Dobrudscha verschaffen, Aufsehen und groß- Erregung verur­sacht. Die Politiker, die für Deutschlaud und die Donau­monarchie erutreten, stützen sich auf diese Nachricht, um nachzu­weisen, daß Rumänien von russischer Seite nichts zu erwarten habe, daß im Gegenteil Rußland Bulgarien selbst aus Kosten Rumünieus bereichern wolle.

Aus Frankreich.

Ein gewaltiger Held. Von einem fabelhaften Helden läßt sich derMattino" aus Paris telegraphieren. Dort befinde sich ein belgischer Soldat, der allein eine Batterie schwerer Artillerie vernichtet, nicht weniger als 43 Artilleristen getötet, eine Fahne erobert, den Husaren-Ober- stcn Holle verwundet und damit noch nicht zufrieden, 40 Gefangene gemacht habe. Man wird verstehen, daß der Held von solche'» Taten auszuruhen ein Bedürfnis hat: er ist nach Paris zurückgekehrt. Wir können demMattino" weiter verraten, daß der Held während feiner Kriegszeit täglich 10 deutsche Infanteristen zum Frühstück, 10 Artil­leristen zu Mittag und zu Abend 10 Kavalleristen mit sicht­lichem Wohlbehagen verzehrt hat.

Tie belgische» Truppen unterwegs »ach Paris. Ber­lin, 0. Rov. TieDeutsche Tageszeitung" ersähet aus Brüssel: Ans den: Brief eines belgischen Soldaten a» feine hiesigen Eitern geht hervor, daß die Ucberrcste der belgi­sche» Armee in diesem Augenblick in das Pariser FestnngS- zebiet dirigiert werden, uni an der eventuellen Borteidig- >!»g der französischen Hauptstadt teilzunehinen. Die 6. Div. hat bereits ihre Winterquartiere im Fort von Bmennes bei Paris bezogen, König Albert wird sich bei seinen dortigen Tinppen befinden, die vollständig dem Oberbefehl des Pa­riser Gcneralgguverncurs Gallieni unterstellt werden.

Das Elend hintcr der französischen Front. Roosen- daal, 10, Nov. I» Albert verbrannten 1200 Menichc». Beim ersten Angriff des Stätchens sielen etwa 200 Häuser den Flamme» zuni Opfer. Ta niemand die Löscharbeiten vornehmen konnte, blieb von den i» Brand geletzten Häuser nichts mehr übrig. Vier Spinnereien, die über 0000 Men­schen beschäftigten, wurden in Grund und Boden geschossen, .Und das alles haben die Franzosen getan!" rief ein zum Bettler gewordener Familienvater aus. Er verhehlte nicht, daß von den sranzösischen Soldaten keiiie Rücksicht auf das Privateigentuni genommen wird. Es gibt keine Requisi­ts: iisbons, kein Bargeld: sic führen das Vieh ans den Stäl­len, holen ans den Keller», was z» holen ist. Verlangt man eine Entschädigung, io wird entweder auf den Offizier !>cr- wieseii, der bezahlen soll (der Oskizier bezahlt aber nicht), »der es heißt, die Lebensinittel müßte» fartgeschaiit wer- den, damit den Deutschen iiichts Genießbare,- in die Hände falle. Das Elend der gänzlich ansgeplünderten Menschen ist iiniagbar. Sie leben von den Abfällen der Feldküchen, vo>' Hunde» und Katzen, Händler, die mit gewissenlosen Soli aten unter einer Decke stecken, verkaufen Pserdeleichen an dl' nach vorhandenen Bewohner der verwüsteten Geg­end. Viele folgen öen Tli>ppli ::::: ::>ck>> <»oa» ;n ver­hungern. Ehrbare Frauen werden z» Prosiitnierten, brave Arbeiter leben von Diebstahl und Leichenslehdern, Ein verwahrlostes Nänbervolk umschleicht die Berpflegnngs- kolonnen und Sanitätszüge, Es wird straflos gemordet, Ach selbst habe gesehen, wie ein französischer Sergeant eine Frau erwürgte, weil sie seinen Wünschen nicht nackgebcn wollte", erzählt derselbe Mann. Kein Minister verirrt sich in das Gebiet, Vielleicht weiß man nicht einmal, daß 24 Dörfer vom Erdboden gänzlich verschwunden sind. Der Flüchtling teilte noch mit. daß kurz vor sei,:-:,» Auszüge ans Albert G3 n, enternde französische Soldaten kriegsrecht, lick, erschossen lvnrden. Bei Albert verbrannten die Frau- losen hanfenweise ihre Toten, weil es ihnen nicht niöglich war, Massengräber anszmverfen.

Aus England.

Schlechter Erfolg der englischen Rekrutierung, A in

sterdain, llt. Notx DieTimes". kl a«xt iibsr die iuemger günstigen M-sielkat» bei der R>-frnkierni,g. Die Anzahl der

rageszeiiung. Mittwoch, den 11. Rovemver

Rekruten ist in der verflossenen Woche mit jedem Tage ge-

I ' ringer geworden. Nach derTimes" ist diese Tatsache dar­auf ziirückzuführcn, daß man sich nicht genug den Ernst der Verhältnisse vor Augen führt. Man hofft, daß die Parla­mentssitzung in dieser Woche den nationalen Pn!s etwas schneller schlagen lassen würde, wenn die Minister erst den Zustand näher auseinandergesetzt hätten.

Wie »ia in England über die allgemeine Wehrpflicht denkt. London, 10. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Der Arbciterabgeordnete Barnes hielt eine Rede in Birming- Ham, in der er sagte: Es geht viel bedenkliches Gerede über die allgemeine Wehrpflicht »m. Wenn die Konskription als praktische Frage in die Politik cintrete, werde die Nation sofort in zwei feindliche Lager geschieden sein. Diele junge Leute würden denken, daß dann Amerika der letzte Zu­fluchtsort der Freiheit sei. Viele würden dahin auswan- bern, M& man könnte sie nicht einmal tadeln.

llebtt die knglillhkn Dl»n-I>uniütllholsk

schreibt ein Stabsarzt Dr. W. folgendes:

Ennetiercs b. Lille, den 31. November 1914. ......Gestern morgen suchte ich verlassene Schützen­gräben der Engländer nach Dnin-Dnin-Geschossen ab und machte dabei eine wunderbare Entdeckung: An jedem eng­lischen Gewehr befindet sich eine Platte von Eisen, die man heraus- und hineinschicben kann, und an ihr ein Trichter, wie zum Zigarrenabjch,leiden. Kein Mensch wußte bisher, wozu das diente. Ich fand nun den Zweck dieser Vorrich­tung. Der Bleikern des englischen Geschosses ist quer ge- teilt, ohne daß man das von außen sieht, da der Stahlman- tcl de» ganzen Kern umhüllt. Oben an der Ocfstzung des besagten Trichters ist ein mesierscharser Rand. Der Eng­länder steckt nun die Spitze der Patrone in den Trichter und dreht einigemale hin und her, bis die Spitze mit dem ab- geteilten Bleikern abbricht. Tie Ocffnung des Trichters paßt genau, sodaß das Geschoß gerade bis an die Stelle hin­einreicht, wo der Bleikern geteilt ist. Mit diesem Dum- Dum-Gcschoß werden furchtbare, meist tätlich» Verletzungen hervorgebracht. Ich habe unserem Divisionsgeneral das Abbrechen der Gcschoßspitzen selbst vorgemacht. Es war das bisher nirgends bekannt. Unsere Leute sind deshalb rasend vor Wut.

Zeitliche Feid^riefe.

Ein Friedbcrger stellt uns nachfolgenden intereifan- te» Brief zur Verfügung:

Lieber Onkel und Tante!

Bi» noch gesund und munter, hasse es auch von Euch al­len, Wir sind hier am Argonnenwald tätig, cs geht wohl langsam, aber sicher und es gibt schon täglich viele Gefangene, welche vor Hunger sich ergeben. Es war für die deutschen Planiere eine gesahraolle Arbeit, Aber es ist für uns vor­über und die Artillerie und Infanterie sind jetzt an ihrer Ar- bei> Graf Hacselcr ist tagtäglich der uns und ist sehr tapfer »nd kaltblütig. Am t, September schlugen wir eine Brücke über die Maas, da war unser Haeseler an erster Stelle Wir wurden dauernd von französischer Artillerie beschossen. Der Alte saß auf einem Stnhl dicht bei uns. Ans seinen Knieen hatte er die Karte und in der Hand die Uhr, aus einmal schlug vcr seine» Füßen eine Granate ein, zum Glück ein Blindgänger, er lächelte und sagte: Wartet mir noch 5 Mi­nuten ihr Franzosen, dann wird'? euch schon a»ders werden, und wirklich in ö Minuten war miscre Artillerie anwesend und wi! hatten Ruhe, er wandte keinen Blick von seiner Karte und studierte weiter bis die zweite Granate kam. Er lächelte wicd-r, und sagte- jetzt gehe ich erst recht Nicht weg und mit 5 Uhr abends war schon eine ganze Division über die Brücke »nd die Franzosen lagen hausenweise tot aus der anderen Seite, Das machte uns Milt, Wird Frankreich auch solche Helden von Ossizieren im Felde haben und ist es möglich, daß Deutlchlana bei solchen Führern vertiert?! Nein! Es gehr bei »ns immer vorwärts und wenn der letzte Mann da­rauf geht. Das wissen die Franzosen auch recht gut und auf das critc Hurra lausen sie wie die Hasen, Jetzt sind wir mir dem Nurmachen von Kartofieln beschäftigt, dieselben gehe» alle »ach Deutschland, Wir stechen sie mit dem Spate» aus und die par zurückgebliebenen Weiber mästen sie zusammenle- sen, Dasür bekommen sie ihr Este», sonst müßten sie ver­hungern Cs find aber meist alle Weiber von 70 bis 9» Jah­ren, die andern sind aiirgcrisstn. Das viele schöne Biel, brau­chen wir alle sür uns, was zu jung und übrig ist, geh! nach Deutschland zu »Nieren armen Ostpreußen, Die Frucht, welche cinge'ahrcn ist, wird von unserer Kovaltcrie gedroschen, »nd man meint, cs wäre» lauter Drcschmafchinenbesitzer zusammen, so tlappt alles. Das Holz -um Brennen ist alle und es lammt wenv's xicisicrt, der Pflug und die Egge und die Feusterlädev aas? Feuer, dem: wir mästen doch abends unsere Briese und Z-iung lesen, und Petroleum gibt's keins mehr, da könnt Ihr Euckr on Bild machen, was Urig bleibt, und wie wäre es erst iu Dciiischland geneideu? Also, cs fehlt bei uns nichts, alles ist d- und wem, es wieder weiter ge,>>, gib: cs auch wieder Wein, der ist hier alle geworden, Pu Zigarre» fehlt es, eie müssen wir hier teuer bezahlen.

Mit Gruß K7 K,

Bon dem 4t, Brigade-Ersatz-Bataillon crhaiten wir folgen den Fcldbries:

Bois de Morte Marc, de» 23. ltz, 11, An dieNeue Tageszeitung" in Friedberg t, H,

Nachdem unser Bataillon am 2b, 8, 14 bei Serres und am 23, !>. II bei Semecourt tapfer gekämpst hatte, bezog es am dp, 14 eine Stellung am Rand des Bois de Mont Mace, Das Bataillon als Glied der , . , Ersatz-Division hatte mit »io Aus­gabe. diese Stellung zu halten. Zu diesem Zwecke wurden rchützengrübe» »n» Unterstände hergerichtet, Bon der frauzäst- lckzen Ariillerle wurde unsere Stellung bald erkundet nnd als­

dann systematisch beschossen. Wahrend schon.vom 10. aui den 11. Oktober eine sehr starte Beschießung einsetzte, steigerte sich die­selbe vom 20. auf den 21. Oktober, daß man es ruhig als einen Gcsiboßhagel bezeichnen lann, welcher aus die Stellung nieoer- ging, Ilntersiützt durch das Artilleriefeucr versuchte starte feindliche Infanterie einen Angriss, der aber i» der Frühe des 2t. Oktober auf der ganzen Linie abgeschlagen wurde. Die scindlicheu Verluste waren bedeutend" die der Deuischea gering.

Die Mannschasten- des Bataillons, vorwiegend Hesten bo- ben sih wahrend der etwa 20 Tage, die die Besetzung gemäht Hot, besenders aber während des fürchterliche»^ »nbeschreiüb-,-rcn Artillericseucrs hervorragend vkhalten, so daß ihnen von S-- ten des Tivisionstommaudcurs ein Lob aus'gesprochen wurde worin der 21. Oktober als einen Ehrentag des B a t a i l l o n s bezeichnet wurde,

W-, Bizeseldwebel aus Reichelsheim, Gefreiter D, aus Fiied- berz, Gesr, St, und llnteross, Th, aus Friedberg-Faacibacki,

llntcross, Sch, aus Dorheim, Res, D, aus Steinfurth.

Aus Langsdorf wird uns geschrieben:

Welcher Geist bei unseren tapferen Truppen drvißen im Feindesland herrscht, zeigt folgender Felddrics eines h.ciigen Artilleristen, den er als Pserdcbursche an die Frau i.ines Hauptmanns geschrieben hat. Die Frau hat den Brios den El­tern des Soldaten zugeschickt. Er lautet:

Sehr geehrte Frau Hauptmann!

Heute am 17. 10. die mir von Ihnen zugcsandtcn Zigarren erhalten und mich sehr gefreut, daß Ihr Alle unsere.' gedenkt, die wir aus Frankreichs Boden stehen und kämpfen sür das Wohl dis deutschen Vaterlandes und derer, die zu Hause und: ich spreche deshalb meinen besten Dank aus. Unser Quartier ist sozusagen ein Standquartier, wir liegen schon hier seit dem 7, Oktober und suhlen uns ganz heimisch. Wir haben auch ein größeres Rind geschlachtet und leben gar nicht schlecht. Sine Kuh haben wir im Stalle stehen, deren Milch auch verwendet wird, Herrn Hauptmann, E , . . und mir, sowie unseren Pfer­den geh! es, Gott sei Dank, noch recht gut und wir wollen auch solches von der Zukunft hoffen, E . . . und ich wolle» auch bestrebt sein, das Beste für unseren Herrn Hauptmanu zu tun. Wir stehen uns eben hier in seste» Stellungen gegenüber, leine Macht will weichen, aber fest wollen wir stehen wie Fels im Meer »nd nicht einen Finger breit zuriickgchen. Unser Lo­sungswort mag sein, bas einstens Fürst Bismarck gesprochen hat: Wir Deutsche fürchten Gott und sonst nichts aus aieser Welt: als Soldat soll einem keine Liebe heiliger sein, als die Liebe des Baterlandes, keine Freude süßer, als die Freude der Freiheit, wir wollen als Deutsche auch nicht vergessen, daß wir als Sotdate» auch »och Menschen v-b Christen sind. Wir wol­len deshalb schonend sein gegen den Wehrlosen, uns den Ver­wundeten gegenüber helfend und gütig zeigen und nur gegen das Schwert das Schwert zu gebrauchen. Aber die charakter­losen Franzosen hätten was ganz anders verdient. Ist es doch schon vorgekomme». daß sie verwundete deutsche Soldaten n.it Bazonettstichen getöet und daß französische Verwundete auf deutsche Truppen geschossen haben. Aber trotzdem muß bei uns deutschen Truppen die Manneszucht die strengst« sein, denn es ist doch unlödlich. wenn ein Volk, dessen Väter wegen Ehrbar- keil, Frömmigkeit und Treue gepriesen werden, sich durch wüste unmeas hliche Taten beflecken wollte. Eherne Manneszucht nach außen und heilige Selbstzucht nach innen, möge unseres deut­schen Bottes und seiner wackeren edlen Söhnen Ruhm und Ehre bleiben, dann wird unser Eewisien rein bleiben und die deutsche Zucht über alles in der Welt sein. Mögen deshalb auch alle die, welche für den Krieg gerüstet sind, gütig und mild fern, vor allem gegen wehrlose Greise, Frauen und Kinder, die in ihren Dörfern zurückgeblieben sind und ihr Heim nicht ver- lalsen wollen. Aber wenn der Feind naht, dann wollen wir ihm schon zeigen, wie gewaltig und feurig wir sein können, denn die deutsche Freiheit soll uns werter »nd heiliger sein als unsir eigenes Leben: deshalb woblauf du treuer und redlicher Deutscher, stehe aus sür dein Vaterland und zittere nicht anier feindlichcin Kugelregen, denn unsere Gegner wollen die Grcech- tigteit vertilgen und Wahrheit und Freiheit morden. Darum frage auch nicht, ob du wieder nach Hause kommst, sondern höre alle n das Gebot deines Gottes, als ehrlicher Soldat für die Deinen im Felde zu stehen und laßt uns im Gottoer trauen kämpfen i» diesem Kriege, der so Gott will zugunsten für uns Deutsche nusgehen wird, Gott mit uns!

Hochachlnngsooll grüßt und dankt nochmals besten»

Ihr ergebener.......

Denselben herrlichen Geist atmet ein zweiter Brief, 'n dem ein-m hiesigen Lehrer der Heldentod des Ossiziers-Stelloer.ee- ters Jean Engelter mitgeteill wird. Unter Weglassung eini­ger persönliche» Angelegenheiten lautet der Blies:

Zwischen Lille und Calais, den 28, Ott, 19t l. Sehr geehrter Herr P. . . .!

Anläßlich eines sehr traurige» Schicksalsschlages, van dem mein besler Kriegskamerad, Jean Engelter, getrosten wurde, ist es mir c>» unbedingter Herzensbedürfnis, einige Zeilen an die Herren der katholische» Vereinigung zu richten. Wie schon so viele Kameraden aus dem Felde der Ehre gesallen sind, so muß- ten v ir in der Nacht vom 24, aus den 27>. Oktober bei einem | Stärinongiiii aus eine scste englische Stellung wiederum man- cyev taj>|cu;i Kameraden zurilitlassen. Ich mußte am anderen Tag ersahre -, daß auch mein lieber Jean nicht »lehr zurückge- kcmmeil ist. Leider war cs nicht möglich, in der Nacht die Verwundete:. zu hole», da wir von, feindlichen Insantcriesmer übersüt wurde» »no nicht vorkonnten. So mußte» denn die ar­men Keile liegen bleibe» und das ist manchem Kameraden Tad grs ese», denn am anderen Tag habe» die Englän­der wie wahnsinnig aus die Verwundeten ge: schossen. Davon konnten wir uns am übernächsten Tag bei» Vorgehen übeizeugen, nachdem es gelungen war, den Feind aus seiner Stellung herauszubrinqeir. Einen Toten rit einem Schlitz gib es nicht, nein 40 Schüsse! FÄd- webel Leutnant Engelter fand ich unmittelbar vor de« feind­lichen Schützengraben. Wie ei n Held ist er gefalle».

Wir müssen nn» in dieser schweren Zeit i» alle«