Einzelbild herunterladen

N*. 2 »

Seite L

iarkem Winde »nd beträchtlichem Seegang. Das deutsche Geschwader wich dem Kampfe bis Sonnenuntergang aus, x» das Licht ihm einen bedeutenden Vorteil gewährte. Der karnpf dauerte eine Stunde. Auf demGood Hope" und 'emMonmonth" entstand zu Beginn des Kanipfes Feuer, ber die Schiffe kämpften weiter, bis es- nahezu dunkel war. 2a erfolgte die erste Explosion auf demGood Hope", da? Schiff konterte.Monmoutb" änderte leinen Kurs, schien ber nicht wegkommcn zu können. Er wurde Non der .Glasgow" geleitet, die während des ganzen Kampfes unt Leipzig" undDresden" focht. Nun näherte sich der Feind vicder und beschädigte denMonmonth". TieGlasgow" eurdc ebenfalls von den Panzerkreuzern unter Feuer ge- wmnien und zog schließlich ab. Nun griff der Feind wie- 'er denMonmonth" an, mit welchem Ergebnis, ist nicht csier bekannt. Di«Glasgow" ist nicht schwer beschädigt. Jeder derOtranto" nochEanopns" nahincn an deni kämpfe teil. Foreign Office erhielt einen Bericht aus Valparaiso, daß ein Kriegsschiff an der Küste von Chile estrandet fei; es könne derMomuouth" sein. Energische Maßregeln sind ergriffen worden, um die etwaigen Ucber- .bonden zu retten. Die Adiniralität meint, daß die cng- ischen Schiffe sehr tapscr gefachten hätten, aber die Ucber- nacht des Feindes sei infolge der Abwesenheit desEcuw- >us" zu beträchtlich gelvcsc».

Die weltgeschichtliche Bcdcutniig des Siege:. Buda- est, 7. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Tic gesamte Proste jubelt den glänzenden Sieg der deutlchcn Flotte bei Chile id hebt die weltgeschichtliche Bedeutung des Sieges über ! ie englische Flotte in ossener Seeschlacht hervor. Der Pestcr Lloyd" schreibt: Heute darf nian sagen: Es war

inmal eine Zeit, da in der Welt der Irrglaube lebte, die nglische Flotte sei die niächtigstc der Welt; niemand könne r die unbeschränkte Herrschast zur See streitig machen, ieser Glaube gehört seit der Schlacht von Chile der Vcr- ngenheit an, und an dem Zwirnsfaden dieses Glaubens mg ja die Weltmachtstellung Englands in den fünf Weit­sten. Der Faden ist zerrissen, die Weltmachtstellung, die n ihm hing, unrettbar deni Verderben preisgcgeben.

Wien, 7. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Zn dein See­eg an der chilenischen Küste schreibt dieZeit": Bisher

raren cs Minen und Unterseeboote, durch die England ein- fnidliche Schiffsverlustc erlitt: diesmal sind die Engländer acht unter, sondern auf der See geschlagen worden. Die rutschen Schiffskapitäne beweisen den Engländern, daß cs ln cf angeblichen Secherrschast zum Trotz doch noch ein a»S- cichendes Maß von Bewcgungsfreiheft aus allen Meeren ibt und daß ein kühner Unternehmungsgeist sich durch keine iebermacht und keinen Schrecken nidderzwingen läßt.

- ie .Meichspost" führt den deutschen Reim an:Schon

wacher zog zu schlagen aus, und tarn geschlagen dann nach äaus" und jagt: Albion ist in Slmerika von den Deutschen geschlagen worden, das bedeutet, daß die Deutschen auch in er Meinung Amerikas bereits den Sieg über die Briten avongetragen haben. Das fällt schwer ins Gewicht.

Italienische Prcßstimmeii. R o m, 7. Nov. Die Er- clge der deutschen Flotte an der Küste von Chile nnd in der Nordsee werden von den Abendblätter» mit großer Aner- cnnung besprochen. TicTribuna" bebt hervor, die Schlacht an der chilenischen Küste habe die Ueberlegenheit der wutschen Schisssartillcrie und Schnelligkeit erwiesen, was- ine Lehre sowohl für die Offensive wie für die Defensive ei. Der deutsche Sieg war in dem Stärkeverhältnis ge- echtfertigt: aber cs- verdiene hervorgehoben zu werden, daß ie Deutschen, die erst vor wenig Jahren auf See gekommen kac Ueberlegenheit zu benuhen mußten wie eine alte see- ewobute Nation.Giornale d'Jtalia" schreibt der Aus- rhrt der Nordsee flotte imd dem Bombardement der eng. scheu Küste eure große moralische Bedeutung zu, weil sic :. wieder einmal als englische Illusion erweise, durch pas- ve wachsame Haltung die Herrschaft zur See aufrechter- ulten zu können.

Keine Verluste unserer Marine.

W. T. B. Rotterdam, 7. Nov. Zuverlässigen Nachrichten «folge haben nach Nachricht des de«tichen Admirals die deutschen -chisse tu dein chilenischen Seegefecht keine Verluste crliUcn. Hut einige Leute sind leicht verwundet.

(fiiif btsrriendt (ut für ssulöpii

ici.nc- dieZüricher Neueste,, Nachrichten" die Beschießung de: niglischne Küste durch deutsche Kriegsschiffe. Das schweizer Platt schreibt:

Wir habe» ein Verständnis für die Freude in ganz Deutsch 'und ob die,er Bravourtat der deutsche» Marine

Seit den, denk würdigen SO. Juni 1067, da die Holländer mtcr ihnen! großen Seehelden Admiral de Ruyter in die dhemsc eiulicsen und im Angesichte Londons dreizehn englüche schifte vernichteten und acht lagerten, ist es das ersten,al, daß bieder ein scindtichcs Geschwader an der englischen Küsie aus- vucht, um dieselbe zu beschießcu.

Das deutsche Geschwader hat mit seinem Erscheinen vor -armouth zunächst seinem Lande eine» mächtigen Erfolg ein, iebracht, zugleich aber auch eine dcjreicnde Tat für Europa aerübt.

Auch da man die einstige Liberalität Englands, als leine Leitung »och in den Händen großer Männer lag, im Seeweg, recht danlbar l,n Gedächtnis behält, ist doch die Art uns Weise, ane das fetzige eugtrfche Regiment seit Kriegsausbruch aus de» Meeren schatict und waltet, zum unerträglichen Anrecht ge worbe». Diese Art bedeutet nicht mehr bloß den Krieg init ocn Machten, mit denen cs sich im Kriegszustände befindet, 'onberr juu, Teil auch einen wirtstifastllchen Krieg gegen die leu traten »nd die Geltendmachung von Herrenrechte» Küpen ü ber Rationen, denen gegen, ber England abfolnt feine

Neue Tageszeit»«,. Montag, den 9. November 1914

solche besitzt. Man sehe nur die Klagen der Vereinigten Staa- : ten. Hollands, von Dänemark, Schweden und Norwegen, Auch j die Schweiz hätte solche anzubringen.

» Die englische Regierung ist wahrlich nicht gick beraten, da I sie glaubt, den Beweis erbringen zu fallen, daß sie, wenn cs darauf aniommt, den ganzen Erdball in ihren wenigstens in­direkten Dienst lind in Mitleid, uisachjt zwingen will, schon da- rru» nicht, weil das Bewußtsein dadurch immer mächtiger aus. däimncrl, daß der Tag für Europa und die übrige Welt ein gesegneter sein wird, von dem an die Meere der Erde nicht inchr de», Szepter eines Einzigen werden unterworfen Sein, jonocru Gemcinherrichast der Böller sind.

t?rr Jnlnmmfnbnirij des fronj. Krikgsplanks.

Mailand, 4. Nov. ZmEorriere della Sera" veröf­fentlicht der bekannte italienische Publizist Angela Götti rine aussehcnerrcgcnd« Artikelserie, welche das Jittereste aller Kreise aufs lebhafteste in Anspruch nimmt, da seine Artikel den unausblctblichen Zusammenbruch der Kriegspläne Joffres klar darlcgcn. Der Sinn der Artikel ist folgender: Der deickjche

Genius hat sich auf den jetzt geführten großen Krieg bester vor­bereitet als der französische. Wenn cs mich elnzclne Momente gab, in denen der Kricgsplan Josfres die bis dahin erreichten Vorteile der Deutschen zunichte machte, so wurde das Gleichge­wicht durch die wohldurchdachten Vorbereitungen, mit denen die Deutschen in den Krieg zogen, wieder hergestcllt. Die mo­mentanen Eingebungen des französischen Genius tonnten kurze Erlotge ernten, doch haben die durchdachten Vorbereitungen des deutschen Geistes dauernde Resultate. Die militärische Loge der Frmizoscn war für sie vorteilhast, doch war dieser Vorteil durch öle mangelhaften Vorbereitungen der Franzosen ausge­glichen und der Kampf begann unter gleichen Bedingungen. In den Operationen Joftres fehlt nunmehr die zur Aktion- ttge Energie. Der fetzt geführte Krieg bezweckt nur, die Deut­schen möglichst zu ermüden. Der Kampf tobt mit einem nega­tive» Ziele, was nur dann einen Zweck hätte, wenn nicht Dcnlschland, sondern Frankreich über große Reserven verfügte. Wenn dir Deutschen nicht anfangs September einen großen Teil ihrer Armee gegen Rußland mobilisiert bätten, so wäre Paris schon längst in deutschen Hände». Die französisch delghch- engtischc Allianz hat nicht eine so große Bedeutung, wie cs die Franzosen meinten. Die Belgier haben die Deut­sche» viel lürzere Zeit aushalten können, als man cs gedacht hatte, und auch die Intervention der Engländer bcduetet keine reale Hilfe. Wenn auch der englische Soldat ein sehr guter Kämpfer ist, so ist es zweifellos festgcstellt, daß England bisher höchstens 100,000 Mann stellen konnte und nunmehr lange Zeit hindurch keiu Militär mehr an Frankreich licsern kaun. Die AusbiUning von Rekruten hat zwar »I England begonnen, cs gibt aber keine Offiziere und Unteroffiziere, die aus den Re­kruten Soldaten niachen können. Ein großer Fehler der eng- liichcn Armee war bisher auch der Mangel an Disziplin und anmilitärischen Geist. Auch ist die französische Armee nicht ge­nug stark, wen» auch die Franzosen begeistert sind, so fehlen ihnen die Mittel zu einem siegreiche» Erfolge. Die Soldaten, die im September cinberusen worben sind, können noch heute nicht ins Feld geschickt werden, cs mangelt an Ausrüstung, Deutlicher als dies sprechen aber die Zahlen, Frankreich hat 40, Belgien 5, England 40 Millionen Einwohner, Diese 01 Millionen Menschen stehen den 08 Millionen Deutschen gegen­über und können zu keinem Resultate kommen, obwohl die Deuts he» gleichzeitig auch mit der riesigen Ration der Rassen de» Kamps ausnehmen mußten. Der Kriegsplan Joftres ist zu Ende, der dcutjche Kriegsplan beginnt sich jetzt zu entfalten. Scho» find die Deutschen über den kritischen Punkt hinaus und ihr Sieg ist nur eine Frage der Zeit.

Sfitraa ;urbelMen Jlfntrnüffir.

Berti n, 0. Nov. (SB. B, Amtlich). DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung' bringt ein Faksimile eines mit dem Stem- pcl der englischen Gesandtschaft in Brüssel versehenen Formu­lars, das folgenden Text auswcist:

E.-M. de l'armee anglaise Le soussigne Dale Long, Attache a lE. M. Requisitons ................................................

A........... Ie ............................. 1914.

DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" bemerkt hierzu: Von dem eben adgcdruckte» Formular wurde ein ganzes Paket in der Schreibstube der englischen Spionagezentrale in Brüssel ausgifundcn. Schon lange per dem Kriege war bekannt ge- wrrde», daß ein gewisser Dal- Long in Brüstet wohnte und Spionage gegen Deutschland für England trieb. Es war auch gelungen, eine ganze Reihe feiner Agenten dem Richter zuzu- führcn. Ta konnte denn sicher festgestellt werden, daß Dale Long zum englischen Gencralstab gehörte. Aus dem aujgefun. dcucn Fotuuilai gehl aber h.roor, daß Dale Long im Kriegs­fälle zum englischen Eriieralstab treten sollte, daß er als Mit- glied des englische» Heeres in Belgien berechtigt war, Requi­sit,onen zu stellen und daß dies.' Berechtigung durch die engiilche Gesandtjchnst in Brüssel bescheinigt worden ist, wie der Stem- pel beweist. Das Vorhandensein eines ganzen Stoßes INI aus gestillte! Foeinulare dieser Art beweist seiner in völlig zweifels­freier Weise, daß es sich hier um eine Mobilisationsmaßregel handelt, die ohne Zustimmung der belgischen Regierung gar- nicht denkbar ist.

Wmkilh löili laiibftf Avbrit m5'trbir«i!chMii.

Budapest, 8. Nov. Unsere in Serbien operierende Armee beabsichtigt, noch vor Eintritt des Winters eine» entscheidenden Schlag gegen die Serben zlt führen. Hier- Wni gibt auch ein vom Feldzeitgmeister Potiorck an die ihm uuter stehen den Truppen gerichteter Tagesbefehl .KeilnLiis. :n dem die Trnppen alftgefordert werden, die letzte Kraft des Feindes zu brechen und den Feldzug nockf vor Eintritt des Winters zu beenden.

JtMens answiirtige Politik.

Italiens auswärtige Politik. Berlin, 8. Nov. (SB. B. Skichllniitlich). Die .Fiordd. AUg, Ztg." schreibt: Der Eintritt des belanntcn italienischen Staatsmannes Sonnino als Nach­folger des verstorbenen Marchese di San Giuliano in die Lei­tung der auswärtigen Politik Italiens ist von unsere:' Presse IN'! dcm Ausdruck der Wertschätzung dcjrpochen worden, diedcm Minister Sonnino nach seiner politischen Vergangenheit und »ack> dem großen 'Ansehen, das er genießt, überall entaeqenge- brach! wird, Was über leine persönlichen Anschauungen und ferne politische Richtung b,:her bekannt geworden ist, berech­tigt zu dem Vertraue», daß er als hervorragender Mitarbeiter de: verdienten Ministerpräsidenten Salandra die von San Gln- lianc eiugeloitete Politik einer wachsamen u, besonnenen Neu­tralität jorlsetzen wird,

Der braüdjf (frfola in Sübturflafrika.

Rotterdam, 7. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Der Nicuwc liiottcrdamsche Courant" veröffentlicht einen Brief seines Korrespondenten in Johannesburg vom 8, Oktober, in dem es u. a. heißt:Daß die Deutschen bei dem ersten Treffen zweihundert Mann gefangen nahmen, diente nicht dazu, die Begeisterung für den Krieg zu wecken. Nur lang- fern kommen Einzelheiten von dem Treffen bei Rands»,'» lein, wo fast zwei volle Schwadronen des ersten Rcginienis berittener Kapschützen nnd eine Abteilung der Transvarl- Artillerie in die Hände der Deutschen sielen. Mittags war die Munition verschossen, die Stellung unhaltbar, die bei­den Kanonen unbrauchbar geniacht und Engländer und Afri­kaner hißten die Weiße Flagge, Oberst Grant fiel ver­wundet in die Hände der Deutschen, die erst unsere Toten begruben, dann die ihren und alle Verwundeten gut behan­delten. Zwei Schwadronen, die vom Hauptquartier zn Hilfe geschickt wurden, wurden von den Deutschen unter hef­tiges Maschinengewehrfeuer genommen: sie gaben den Do'> niarsch auf, als sic einige Dcrlnstc erlitten hatten. Das ist alles, was die Zensur durchließ." Zum Schluß heißt es in deni Brief:Die Zufuhr frischer Mannschaften fiir die Ar­mee ist ein schwieriges Problem. Die letzten Reserven be­stehen ails Wehrfähigen von 40 bis zu GO Jahren. Vorläu­fig will inan es init Freiwilligen versuchen. Wirtschaftliche Gründe erschweren die Lage. Botha hat bisher 2000 Frei­willige, 313 berittene Schützen und 1800 Infanteristen auf- gerufcnl jetzt fängt man mit dein Aufruf berittener Kom- niandos an und hofft, tausend berittene Schützen zu erhal- ten, die Transvaal und der Oranje-Frcistaat anfbrinzen scllen,"

Der Burenaufstand.

Der Oranjcsreistaat ertläet sich für ielbständig. Berti»,

7. Ro». Stach einer Depeiche derDeutsihen Tageszeitung" aus Antwerpen haben sich die Buren des ganze» Oran- jesrcisiaates dem Ausstand angeschlossen. De Wct habe die S c l d st ä » d i g k e i t der Republik erklärt.

Tatiglcit der Ausitändigcn. Slinsterdam, 8. Reo (W. B. Nichtamtlich).Nieuws van den Dag" meldet aus Johan­nesburg vom 7. Noveiliber: Slebellen, die durch Reglcrungs- trnppcn verfolgt werden, sind in den Oranje-Freistaat einge­fallen. General Beyers scheint sich bei ihnen zu befinde». Sie haben die Brücke über den Sandfluß bei Virginia zerstört. Truipcn de Weis haben an verschiedenen Stellen die Eisen­bahn nach dem Freistaat zerstört.

Die Buren in Slatal. Amsterda m, 8, Rov, Aus einem Reutericlegramnr aus Pretoria geht noch hervor, daß die Slufttändischen bereits in harryiniilh, also in S! a t a I find.

Eine Siede de Wct's. Pretoria, 5. Roo,( W. B, Nrcht- amilich). De Wet ritt am 20, Ottobrr kn Dl cd e im Frei­staat ein. In einer Rede bezeichnete er den Einsall in Dcutich- Südwestasrika als einen felgen Akt und als eine Räuberei, De Wci jagte weiter:Ein Freund riet mir, etwas länger zu warten, bis England stärkere Schläge erhalten habe. Aber cs ist unter meiner und meines Volkes Würde, einem toten Hund einen Fußttitt zu geben, England hat die Hände voll genug. Ich haste die Lüge, die beständig verbreitet wird, daß Taufende van Australiern, Canadiern und Indern gesandt werden ton­nen, um gegen uns zu lämpsen. Woher soll England sie neh­me»? England hat genug zu tun, um seine eigenen Schlach­ten ZU schlagen. Ich werde jetzt weiter vorrücken ZU Marttz, wo wir Waffen und Süunition cmpsangen werden. Ich gehe iogar nach Prc toria, um die britische Flagge herunter- zu reiße» und eine freie südafrikanische Rc»»- b l > k auszurufcn. Alle die, welche sich um die Regierung icha- rcn wollen, sollen dahin gehen. Ich unterschrieb den Vertrag zu D-rcciiiging und schwor der britische» Flagge Treue, aber vur >lnd derartig nicdergetreten worden durch dies« Scktädlinge v»n Engländern, daß wir es nicht länger aushalten tonnenk" SBenu man alles zusammensaßt, f» geht daraus deutlich her­vor, daß der Aufstand, der ursprünglich lediglich gegen die Re­gierung Bolhok gerichtet war, eine Wendung ninrmt und die Erkämpsung der Unabhängigkeit der früheren Burenrepubltten zur, Ziele hat.

Der Krieg im (Orient

»>e Ankunft der Ukrainer. K o n st a n l l n o p e l, 7. Nov. (SB. B, Nichtamtlich). Zu der bevorsiehetlde» Aniunft der uiraiuijlhc» Adgeerdnetell schreibt derJeune wurc . Die Abgcianvten werde» zweifellos hier sympathisch ausgeuomnu-n. de. die Jiilrusjen der Ukrainer mit denjenigen der Türkei i» ui.! verknüpft sind. Ein ukrainischer Staat, wie ihn die Ukrai­ner beanjpruchc,,, würde die nichttürtischen Gestade des Schwar­ze» Meeres von Rußland lostrennen. Die Errichtung eines uichlruisifcheu slawischen Staates würde der Türkei die Potitft der Intrigen und Begehrlichkeiten »es Zarenreiches, da- da- rauj abzielt, sich Konstantinapeis und der Meerengen z» be- müchtixe», vom Half« schaffen.