Ausgabe 
31.10.1914
 
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St*. 256

30. Oktober.*., ; ^

Unsere Angriffe südlich von Nicuport und östlich von. Pipern werden erfolgreich fortgesetzt, dabei wnrden 8 Ma--

schinengewchrc crvbört und 200 Engländer gefnngcn- Jn^. 'lrgonncnnxilde machen unsere Truppen Fortschritte/

Der KreuzerEmden", der sich durch Aussetzen eine? '4. falschen Schornsteines unkenntlich machte, zerstörte in den> englischen Hafen tzinla-Pinang (Indien) den russischen Kc-u-t zerSchemtschug" und einen französischen Torpedozerstöcer.

Russische Torpedoboote suchten die Ausfahrt der türki­schen Flotte ins Schwarze Meer zu verhindern, dabei wur-- den ztvei russische Schiffe zum Sinken gebracht und 30 Russen gefangen. Türkische Kreuzer bombardierten bic russische Hafenstadt Feodosia und Noworosicze.

lur Uirgtllhichte des Wellirnegs 1914.

lion Ferdinand Dreher, griedberg (Hessen).

1833: Bündnis zwischen Deutschland, Oesterreich und Italien: Dreibund". (Lein Gegner später derDreiverband": Eng­land, Nutzland, Frankreich).

1894 März: Französisch-russisches Bündnis, iffl: Die französisch-englischen Gegensätze durch den Sudan- ucrtrag ausgeglichen.

18991902: Englands Raubkrieg gegen die Buren. Deutsch­land lehn! Frankreichs und Rutzlands Anerbieten ab, den Engländer» gemeinschajllich in den Rücken zu fallen.

1901: Eduard VII. König von England. Deutschlands T»d- seiud: Schon 1871 hatte er seinen Pariser Freunden ge­schworen, die Bcschietzung von Paris an den Deutschen zu rächen. _

1904 April 8.: Englisch-französisches Marokkoabkommen (unter Nichtachtung der Madrider Marokkoakte von 1880 und) mit Spitze gegen Deutschland. König Eduard VII. von England beginnt mit seiner Einkreisungspolitik gegen Deutschland. 10041005: Russisch-japanischer Krieg, von England entfacht, um Rutzland zu schwäche».

1005 (Oktober): Streit Frankreichs mit Deutschland infolge des englijch-sranzöfischen Marokkoabkommens von 1004 April 8. Gefahr eines Krieger Frankreichs und Englands gegen Deutschland. England plant mit 100 000 Man» einen Handstreich auf den Kaijer-Wilhelmkanal. Der Friede bleibt jedoch gewahrt, da Frankreich nicht schlagfertig.

1005: Englische Vorbereitungen zum Seekrieg gegen Dcutsch- . laud. Zweiteilung der englischen Flotte und deren Bereit- jchast im Aermelmeer und in der Nordsee. (1912 vollständig durchgesührt).

1900: Algeciraskonferenz wegen Marokko. England hetzt all« Mächte, darunter auch Italien, derartig gegen Deutschland aus, datz Deutschland keine wirklichen Bürgschaften für die Wahrung seiner Rechte in Marokko erhält.

1900: England trifft mit Frankreich und Belgien geheime Ab­machungen für einen Krieg mit Deutschland.

1907 August 31.: England verständigt sich mit Rutzland wegen einer Aufteilung Persiens und der Türkei, und zwar in ücutschseindlichem Sinne.

1908 Juni 9.: König Eduard VII. von England trifft mit Zar Nikolaus in Reval zusammen. Ein Krieg Englands, Rutzlands und Frankreichs gegen Deutschland scheint unver­meidlich, wird aber durch den Ausbruch der jungtürkischen Revolution im Juli 1908 verhindert.

1008 Oktober ».: Entsprechend den Beschlüssen des Berliner Kongresses von 1878 verleibt Oesterreich sich Bosnien und die Herzegowina ein. England und Frankreich fordern im Einverständnis mit Rutzland eine Konferenz zur Eenehmig-

Reue Tageszeitung. Samstag, den 31. Oktober 1311

ung hierfür. Statt der von England erhossten diplomati- schcn Niederlage Oesterreichs und Deutschlands gelingt es den beiden Verbündeten vielmehr, die Bosnische Frage in hinein für Oesterreich günstigen Sinne zu lösen. Der von 4-- England beabsichtigte Krieg gegen Deutschland und Oester­reich unterbleibt, da Rußland durch den Krieg mit Japan / (190405) noch nicht angrisfsbereit ist.

Wüste englische Pretzhctze gegen Deutschland.

1909 Februar 9.: Frankreich verbürgt Deutschland die Wah­rung der deutschen Interessen in Marokko. (Marokko ist ein unabhängiger Staat und die wirtschaftlichen Jntcresien aller Mächte sind dortselbst gleichberechtigt).

Herausfordernde Auslastungen im englischen Parlament betreffs der deutschen Flotte. (England wurmt es, daß der deutsche Handel unter dem Schutze der erstarkenden Kriegs­flotte gedieh: daß Deutschland mit Hilfe der Kriegsflotte seine Kolonien und die Auslanddcutschen erfolgreich schützte und dank seiner Kriegsflotte wirklich auswärtige Politik zu treiben vermochte).

1910 Mai 0.: König Eduards VH. Ende.

1910 Juli 0.: Unter dem Vorsitz des Erzbischofs von Eonter- bury tritt ein Ausschuß zwecks einer deutsch-englischen Ver­ständigung ins Lebe».

1911- Frankreich tritt die deutschen Jntercsten in Marokko mit Füßen. Bei den noch Ankunft des deutschen Kanonenbootes Panther" in Agodir (am 1. Juli) einsetzenden Verhand­lungen m-.jcht sich England unter Drohungen gegen Deutsch- lano ein. Die Kriegsgefahr hält 3 Monate an. Der von England im Einverständnis mit Frankreich und Belgien ge­plante Uebersall aus Dentschland unterbleibt, da die eng­lische Transportslotte in ungenügendem Zustand.

1911: Umfangreiche Spionage Englands und Frankreichs in Deutschland (French, Brandon,' Lux). Deutschland soll da­durch wehrlos gemacht werden. England hofft, die deutsche Ftottr bei der ersten Gelegenheit zu überrumpeln.

1911 September: Türkisch-italienischer Krieg. England, Frank­reich, Rußland wissen, daß 1) Deutschland die Freundschaft der Türkei verliert, wenn cs Italien freie Hand läßt oder daß 2) der Dreibund gesprengt wird, wenn Deutschland Ita­lien in die Arme fällt. Deutschland erklärt seine Neutrali­tät und verliert »orerft fast jeden Einslutz in Konstantino­pel, ein großer Ersolg des Dreiverbandes.

1912 Mai: Freiherr Marschall von Bieberstein wird deutscher Botschnjtcr in L-»don. Seine Ausgabe: Herstellung guter deutsch-englischer Beziehungen.

1912 September 30.: Balkankrieg.Probe"-Mobilmachung

Rutzlands gegen Deutschland und Oesterreich. Aus Veran­lassung von England, Rußland und Frankreich reißen die Balkanstaaten (Bulgarien, Serbien, Montenegro, Griechen­land) die europäische Türkei in Stücke. Oesterreich soll da­durch eingekrcist und für Deutschland als Bundesgenosse wertlos werden. Ebenso soll die Türkei, ans deren Hülse Deutschland im Falle eines Krieges mit dem Dreiverband rechnete, zu völliger Ohnmacht verurteilt werden, indem der Dreiverband auch noch die astatische Türkei unter sich auszu­teilen gedachte, wie es schon 1907 geplant war. Das Ver­langen Serbiens (das heißt Rußlands!) nach einem Hasen am Adriatischen Meer bedroht Oesterreich und Italien der­artig, datz ein Krieg des Dreibundes und Dreiverbandes vor der Tür stand. (Eine Entspannung trat erst im Mai 1913 ein).

1912 Oktober 16.: Fürst von Lichnowsky wird deutscher Bot­schafter in London. Er tut alles, um veetraucnsvolle Be­ziehungen zu England herzuftellcn.

1912 Oktober 19.: Der Dreiverband treibt durch Vermittlung Frankreichs immer noch umfangreiche Spionage in Deutsch-

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land: Verurteilung des Franzosen Bauchcli» und seiner Genossen.

1913 Februar 17.: Poincarö wird Präsident von Frankreich. Er schickt den Deulfn cnftcsser Teleas- als Botjchasler nach Petersburg.

1913 Mai 30.: Wie Frankreich im Westen, so unterhält Ruß­land im Osten eine ungeheure Spionage, um Lcutschlain- Oestcrreich beim beabsichtigten Kriegsausbruch l»hmzuleg::>. Fall des Ecneralstabsobersten Redet!

Poincarö hrsst, das politische Testament Körrig Eduards Vli. von England zu vollstrecken:Nieder mit Deutschland!" Berhetzung der Volksmassen. Daher die Austritte bei Not­landung des Zeppelin IV in Luneville 1913 April 3 ., die empörende Mißhandlung Deutscher in Rancy 1813 April 13 . und die Ausschreitungen gegen Deutsche in Luneville 1913 August 11.

1913 Oktober 1.: Die durch die politische Lage notwendige Heeresver,nehrung gelangt in Deutschland zur Durchführung, allein Frankreich überbietet Deutschland vurch seinDrei- jahrgcsetz" wesentlich.

1914 Januar 10.: Infolge bedrohlichen Druckes von Rußland, Frankreich und England muß der oon Deutschland entsandte General Lima» von Sanders seine Stellung nls Komman­deur des 1. türkischen Armeekorps ausgebcn.

1914 Mai: Frankreich und Rußland mobilisiere» heimlich, um zusammen mit England bei der ersten Gelegenheit über Deutschland herzusallen. Rußland Hot von Frankreich im Lause der Jahre über 20 000 Millionen für Rnstungszweck« erhalte». Spätestens 1918, wo Frankreich vier Jahrgänge unter den Fahnen hat, will man losschlagen.

1914 Juni 28.: Mordanschlag auf das österreichische Thronfol­gerpaar, im Einverständnis mit der serbischen Regierung. Der Dreiverband versucht, Oesterreich an einer geziemenden Bestrasung der Mordbube» zu hindern und damit Oester, rcich-Dcutschtand cine diplomatische Niederlage beizubringc». Deutschland steht unbedingt zu Oesterreich. .

1914 Juli 7.: Der Kaiser tritt seine Nordlandreise an.

1914 Juli 19.: England mobilisiert seine gesamte Flotte. Probe"-Mobilmachung! Der Dreiverband ist znm Kriegs sest entschlossen und Belgien ebeasalls bereit, am Kumps gegen Deutschland teUzunehmen. England will noch vor Kriegsausbruch russische Truppen aus Handelsschiffen nach Pommern bringen und die Feindseligteiten mit einem lieber' fall aus Wilhelmehaocn und Kiel und mit der Landung von 180 000 Mann in Antwerpen erösfnen. Die französischen u. russische" Heere sollen Deutschland oon West und Ost Uber­rennen und sich in Thüringen die Hand reichen.

1914 Juli 25.: Rückfahrt des Kaisers von der Rordlandreise. Allo seine Friedensbemühungen vergeblich.

Kirchliche Anzeigen.

Evangkllschc Gemeinde.

21. Sonntag nach Trin., 1. November. Reformationsscst.

Gottesdienst in der Stadtkirche Dorm. 9K Uhr: Herr Pfarrer Dicht.

Mitwirkung der Kirchengesangvereins.

Anschließend Beichte und hl. Abendmahl.

Abends 8 : /i Uhr: Herr Pfarrer Ritter.

Gottesdienst i» der Burgkirchc.

Vorm. 11 Uhr: Kindcrgottesdienft: Herr Pfr. Ri t Irr. Nachm. h'Ä Uhr: Herr Kandidat Heiland.

Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach.

Dorm. 10 Uhr: Herr Pfarrer Zatzmann.

In allen Gottesdiensten Kollekte sür die Gustav Adols- Stistung.

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