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Nr. 251

Teile L

jcprficit, daß, wenn der gegenwärtige Krieg sich weiter der- uicfTc, und wenn Persien Neutralität bewahre, Rußland .ine Truppen zuriickzichen und die Unabhängigkeit Pec- ,n-Z gewährleisten werde. Die russische Antwortnote wurde n persischen Ministerrate übel ausgenommen. Der Mini- .rrat bereite eine neue energische Note vor. Die ganze .isiiche Nation billige die Haltung des Kabinetts.

Ter russische Einfluß in Aserbcidschan nimmt täglich ab.

Ans Frankreich.

Ein vernünftiger Vorschlag. Pa riS, 23. Ott. (W B.)

Nichtamtlich).Petit Parisicn" meldet: Der Pariser Depu- erlc Dcsplas habe die Einsetzung einer internationalen Kom­mission zur Jnspiezierung der Gefangenen vorgeschlagcn. Die Kommission, deren Vorsitz der amerikanische Botschafter führen soll, soll Delegierte in die deutschen und französischen Städte ntsenten, wo Kriegsgefangene untergcbracht sind.

Vbsqnth-Bcrbot. Basel, (W. B. Nichtamtlich). Der hier -ingcgangeneTempo" vom 21. Oktober empfiehlt ein Verbot tlbsynth zu verkaufen und seilzubieten, das von dem Pariser Militärgouvcrneur und dem Polizeipräfektelt erlassen worden ist, zur Nachahmung. DerTemps" bemerkt: Diese Maß­regel lann nicht gettug gelobt werden. Es wäre zu wünschen, daß sie aus das ganze Land ausgedehnt und auch nach dem Kriege rürkfichtslos aufrecht erhalten werde. Auch andere von dem Keift der Verteidigung der Nation cingegebene Beschlüsse würden sich als notwendig erweisen, wenn man das Uebel rusrotten wolle, dos die französische Raffe zerfreffe, den Akkoho- lismus. Gleichzeitig mit dem Kreuzzug gegen das Barbaren­tum von außen, mügten die Franzosen den nationalen Kreuz- :ug gegen den Alkohol führen.

Eine Frau erschossen. Straßburg i. Elf., 21. Okt. (W.

Nichtamtlich). Aus Schlierbach im Kreise Mülhansen be­richtet decStraßburger Post": Am 10. August wurde der hie- !gc Förster West und seine Haushälterin von den Franzosen ge­fangen genommen und nach Belsort gebracht, weil West angeb­lich deutsche Vorposten in sein Haus ausnahm, die von hier aus eine iranzösische Patrouille beschoffen. Wie durch eine aus iranzötischer Gefangenschaft entlaffene Frau bekannt wird, wurde die Haushälterin erschoffen und West zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt.

Ans England.

Sie lügen sich selbst was vor. London, 21. Okt, (W. B.

Nichtamtlich). DieTimes" meldet aus Bordeaux: Nach zwei Maaten Ausbildung stehen jetzt neue Truppen bereit, die zu Zossres Armeen stoßen sollen. Die jungen Leute sollen mit Nefercpabteilungen vereinigt werden, die erst jetzt zu den Fah- iteu gerufen werden. Man nimmt an, daß das französische Heer tadurch um eine halbe Million frischer Truppe» vermehr! wird. sNotiz des W. B.-. Hier ist wieder einmal der Wunsch des Gedankens Vater. Die Verbündeten richten sich gegenseitig an den großen Zahlen aus, die sie einander vortäuschen).

Englische Vorsorge. London, 28. Okt. (W. B. Nichtamt­lich), Nach einer Meldung desDaily Telegraph" ist die West- ininstcrabtei für 180 000 Pfund gegen eine Beschädigung durch luslschisse bei Lloyds versichert worden.

Zivilpersonen als Gefangene. London, 28. Okt. (W. B. Nichtamtlich). DieTimes" scyreiben: Bald werden sich alle polizeilich registrierten dienstpflichtigen Deutschen und Oester- reicher i» Gefangenenlagern befinden. Ihre Zahl beträgt 10 000 in London, 70 000 im Vereinigten Königreich.

Ein englischer Richter. London, 21. Okt. (W. B. Nicht­amtlich). Der Londoner Polizeirichter sagte bei der Vorführung von Personen, die wegen deutschscindlicher Ausschreitungen ver­haftet worden waren, er wolle das Vorgefallcne übersehen, da d»e Art der deutschen Kriegführung die Menschen reize und er­rege. Er fügte hinzu: Wir dürfen aber nicht den Kops ve: Vrcn und müssen uns stets als Engländer betragen.

Aus stußland.

Di Anstände im Lande. K o n st a n t i ii o p c I, 21. Oft. (SB. B. Nichtamtlich.) WieTasvir-i-Efkiar" mel­det, äußerte eine aus Rußland hier eingctroffene vccteau- nswürdige Persönlichkeit, daß die Zahl der vom Kriegs- chaupsatz ins Innere des Landes gebrachten russischen Ver- nundete» ungeheuer sei. Alle Städte und Dörfer von der Grenze bis Moskau feien ein großes Spital. Infolge der Mangelhaftigkeit des Sanitätsdienstes waren Todesfälle mter fern Verwundeten sehr zahlreich. Diese Verluste, die -ic Zahl der auf den Schlachtfeldern erlittenen erhöhten, 'oben eine allgemeine Trauer verursacht. Tie Zahl der Leserteure steige täglich. Die Erhebung der Kriegszu- -chlagSstcucr vergrößere das Elend. Tic muselmanische Be- r-tlerung sei großen Drangsalierungen aue-gesetzt.

Ermunterung zum Meuchelmord. Wien, 24. Okt. K. V. Nichtamtlich.) Ans dein Kriegspressequartier wird in.(lief) gemeldet: Die Methoden der russischen Kriegführung luden durch eine aus zuverlässiger Quelle stammende Nach- >cht ilcncrdings eine Illustration. Hiernach fetzten die Ruf-

ans die -Gefangen,iah»,: »der den Tod eines unserer i '.uppensiihrer einen Preis von 80,000 Rubel. Nun er- !>,>l sich aiich ein Attentat auf einen dieser Kommandanten, 'iS glücklicherweise erfolglos blieb.

iinicllf Wigkkil der Merl keimte.

Kristiania, 21. Okt.Aftenposten" schreibt aus Au- »i> de. Verscnlung des -nglijcheu DampfersElitra" durch -as deutsch- Unterseeboot: Daß Unterseeboote Handels.-

-ampfcr lapcrn und versenken, ist die neueste Seite der Wirl- amteit dieser modernen Kriegswafse. Di- Zerstörung seind- ächer Handelsschiffe war bisher allein Aufgabe der Kreuzer.

Neue Tagesazeitng. MoiUa^'de» 25 . Oktober 1914 .

Vorläufig kann die Episode mit derElitra" ein einzig da- stehender Zufall genannt werden, er deutet aber an, welch'

vielseitige Rolle die Unterseeboote tm Laufe der Zelt zu spie­le» berufen sind. /

m n Schuft.

Mühlhausen (Elf), 23. Okt. Das Kriegsgericht ver­urteilte den Fabrikarbeiter und ehemaligen Fremdenlegionar Rofewary zu 10 Jahren Zuchthaus, weil er den Franzosen bel der Besetzung Mülhausens als Führer gedient hat. In der gleiche» Sitzung erhielt der Gelegenheitsarbeiter und ehema­lige Frcmdenlegionär Vippus wegen versuchten Kricgsverrats drei Jahre Zuchthaus.

Die Krtreldtinagarine in Antwerpen nnverlehrt.

Mannhe im, 22. Olt. DieRhenania"-Speditions- Gesellschaft in Mannheim teilt derBadischen Landeszcitung" mit, daß nach einem ihr zugegangenen Bericht die Getreide­magazine in Antwerpen völlig unversehrt seien. Die Schiff­fahrt sei zwar durch die versenkten Schiffe behindert, doch werde dieses Hindernis schon in nächster Zeit behoben sein, so daß in etwa 10 Tagen die Schisfahrt in Antwerpen wieder frei sein dürste.

lintriüiifuntg der evang. Zttlime im Felde.

Unter dem Vorsitze des bekannten Pastors D. Weber in M.-Gladbach ist ein Ausschuß zusammengetreten, deffen Zweck ist, die Tätigkeit der Feldpredigcr in aller und jeder Weife zu unterstützen. Es sollen de» Feldpredigern zunächst fromme und vaterländische Schriften zur Verteilung zugeführt werden. Später sollen womöglich die anzusammelnden Mittel auch dazu verwendet werden, eine weitere Vermehrung,der Feldprediger über den jetzigen Stand hinaus durchzuführcn. Gaben sind an den gcfchäftsführendcn Ausschuß für die Unterstützung der evan­gelische» Militärsceisorger im Felde nach Köln, Postscheckkonto 22260 zu richten.

Tchivittigkeit der KrikOhrW peit Mivtstasrika.

Ans Südafrika geht demNieuwe Rotterdamfche Cour" ein Artikel seines Johannesburzer Korrespondenten zu, der auf die erheblichen Schwierigkeiten hinwcist, die sich einem Erobe- rungsseldzug gegen Dcutsch-Siidwestasrila eiitgegenstellen. Es heißt darin:

Da stehen nun unsere Truppen an dem unwirtlichen , Strand von Angra Pequena, jetzt Lüderitzbucht genannt, oder liegen in der Kalahari und haben zu tun, um die An­griffe deutscher Patrouillen aus die Polizeistationei» der Union zurückzuweisen. Einer dieser Posten wurde bereits überfallen und die kleine, sieben Mann starke Besatzung ver­trieben. Bevor die Deutschen wieder abziehen, schütten sie die Brunnen zu oder weisen wohl gar Aas (?) hinein und machen auf diese Weise das Waffer ungenießbar. Gerade wegen des Wassermangels stehen die Anführer unserer Truppen vor einer mühevollen Ausgabe. Haben doch die Deutschen deswegen Jahre gebraucht, um den Ausstand der Herero niederzuwerfen. Die Möglichkeit ist durchaus nicht ausgeschloffen, daß in Europa Friede geschloffen wird, lange bevor unsere Truppen Herren von Deutsch-Südwestasrika sein werden."

(*iit dentfchcr Kriegsgefangener

schreibt seinem Bruder über die Behandlung der Gefangenen in Frankreich folgendes:

Am 11. September wurde ich mit vielen anderen Ver­wundeten und Krauten kricgsgesangen und in.drei Tagen »ach Limoges Uber Epernay transportiert. Von dort kamen die dann noch Transportsähigen über Lahors nach hier, Toulouse. Wir, drei Offiziere und ein Feldwebelleutnant, kamen zusammen hier i» das Karmeliter-Kloster. Wir ha­ben ein lleines Zimmer mit mehreren Bund Stroh zum Schlafen, daneben ein größeres zum Wohnen. Einrichtung besteht aus Binsensitzstühien und Schnlschreibpulten als Ti­sche:- und zum Untcrbringcn unserer geringen Habe. Durch die Anstrengungen des Transportes und die veränderte Le­bensweise bekamen wir alle heftige Diffenterie: das brachte uns sehr herunter: doch die französischen Mcdecin-majors

nahmen sich unser sehr an. Jetzt geht cs uns wieder ge­sundheitlich normal.

Das Essen wird aus einem Hotel geholt, mittags 1 Uhr: Suppe, Fleisch mit Gemüse oder Kartoffeln, Trauben oder Käse: dazu Milch. Nachmittags 8 Uhr Abendessen': Eemüsegang mit Pudding, Früchten und wieder Milch dazu. Der Landwein, der bisher-geliefert wurde, bekam uns ickcht. Wir haben uns auch eine Petroleumlampe lausen dürsen. Morgens 8 Uhr Aufstehen, 7 Uhr Frühstück: Kaffee, einen Liter Milch und Brötchenpistolet" zu 18 Centimes das Stück. Wir dürsen uns Schokolade, Butter, Käse, Früchte usw. auf unsere Koste» hole» lasscii. Wir erhalten keine Zeitungen oder andere Nachrichten vorn Kriege: es ist uns auch streng verboten, etwas über de» Krieg zu schreiben.

9t?ic geht es den Brüdern und Vettern? Allgemeines dürft Ihr über sie schrcibcii, aber nichts über den Krieg, / sonst erhalten wir die Briese nicht."

Wir verössentlichen gerne diese Mitteilungen, weil sie gegenüber de» sonstigen französischen Schlech.igkeiten vielleicht manchem Angehörigen von deutsche» Kriegs- esangcnen zum Tröste gereiche» könnten.

Abnahme des amerikanijchrn Außenhandels.

Berlin, 23. Ott. Der Außenhandel der Vereinigten Staate» von Nordamerika betrug im September 1911 in der Einfuhr 189.2 Millionen Dollar (171 Millionen im gleichen Mona! des Vorjahres), in der Ausfuhr 1882 (218.2), sodaß der

I Gejamthandel 298.4 (389.2) Millionen betrug. Ties bedeutet eine Abnahme in der Einfuhr um 31.8, in der Ausfuhr um 82. im Gesamthandel um 93V Millionen Dollar. Die Verei­nigte» Staaten lönne» sich für diesen Rückgang des Außenhan­

dels, der namentlich die Ausfuhr stark betrisst, bei England be­danken. deffen piratenhafte Kriegführung einzig und allein d!« Schuld an der Schädigung der neutralen Länder trisst.

Der Wert der Mt» Milien Armee.

Man kann wohl ohne Uebcrtreibnng sagen, daß die Armee, die bereits unter der monarchischen Regierung recht wenig neu

zeitlichen Ansprüchen an ein Kriegsheer genügen konnte, jetzt in ihrem Werte noch wesentlich tiefer gesunken ist. Die repu­blikanische Regierung hat weder die Macht, noch die Energie, andere Verhältnisse zu schassen. Es kommt hinzu, daß die po­litische Agitation in der Armee nach dem Sturz des Königs- tums keineswegs nachgelaffcn hat, Uiid daß die finanziellen Schwierigkeiten derart gewachsen sind, daß auch hier Schäden entstehen, die sich im Heere bemerkbar machen. Man istin der Ncorganisation begriffen" aber diese ist keineswegs ausge- führt. Das ganze Heerwesen ist mehr oder weniger aus dem Milizsystem aufgebaut, und eine kurze, ungleichmäßige Aus­bildungszeit, sowie die schwachen bestehenden Kaders laffen mit Recht Zweifel zu, ob die auf dem Papier stehenden Streit- kräftc tatsächlich mit der erforderlichen Gesechtskraft an den Feind gebracht werden können. Der Dienst im aktiven Heer« sieht eine Rekrutenschule von 18-, 20-, 28 oder Mwöchtcntlich r Dauer, je nach der Waffengattung oder dem Hilfsdienstzweig vor. Für . ;:e gewisse Anzahl von Mannschaften b,-siebt eine einjährige Dienstzeit, z» der zunächst Freiwillige herangezozen werde». Der Rest wird von den Mannschaften, die die Rekru tenschule durchgeniocht haben, durch das Los bestimmt. Wrr die poutugicsischen Militärverhültniffe aus näherer Anschauung kennt, der weiß, wie unendlich lax der Dienst tatsächlich g.-- handhabt wird. Abgesehen von ein paar Truppenteilen in Lissabon selbst, herrscht Jndisziplin und Bummelei in hohem Grade vor. Wie beobachtet werden konnte, erscheinen die Mannschaften sogar halb in Zivilkleidung !m Dienst. Im gan­zen sollen im Mutterlande 30 080 Mann, di», in 8 Divisionen cingctcilt sind, vorhanden sein. In Wirklichkeit wird dieie Zahl niemals erreicht. Die Kolonialtruppen haben einen Fricdensstand, der zwischen rund 7000 u. 12 000 Mann schwanU: zur Hälfte sind es Eingeborene. Im Kriege sollen im Mutter lande Truppen mit einem Gcsechtsstand von rund 22008) Mann und 480 Geschützen ausgestellt werden, welche Ställe aber wohl kaum erreicht werden dürste. Alle» In allem ein gewiß nicht gefährlicher Gegner, deffen langsame Mobilmach ung auch die Schlagfertigkeit wesentlich herabmindert.

Eefanaenenlaaer in Hcllen-Dassau.

In das größte Kriegsgeiongenenlager der Provinz Hessen Nassau zu Niederzwehren wüldeii 2000 russische Gefangene ein- gelieserl, von schlesischen Landslärmern eskortiert. Die Gefan­genen, die in den ersten Schlachten in Ostpreußen in Gefangen­schaft geraten sind und fast durchweg die grüngraue Felduni­form trugen, kamen aus dom Gefangenenlager des Truppen­übungsplatzes Neuhammer, wo sie bereits sieben Wochen inter­niert gewesen. Alle Truppengattungen sind bei den 2000 Rus­sen vertreten, nur Kosaken fehlen. Hie und da gewahrte man auch Infanteristen mit dem NamcnszugW. R." vom 88. zn- santeric-Regiment Wyborg, dessen Chef unser Kaiser war. In dem Lager sind nunmehr Franzosen, darunter Turlos und Zuaven, Belgier, Rusien und Engländer, insgesamt gegen 17000 Mann untergebracht. Zum Kommandanten des Gefangenen­lagers bei Limburg a. d. Lahn ist Generalmajor Einer er­nannt worden.

Der Friedensfahrplttn.

Vom 2. Novenibcr ab tritt der Friebcnsfuhrplan in Kraft. Wenn er auch gegen früher viel Einschränkungen enthalten wird, jo spricht es doch für die günstige Lage, daß ein besserer Verkehr Platz greisen kann.

* Rekruten haben jetzt freie Fahrt. Minister von Brciten- bach hat verfügt, daß Rekruten gegen Vorzeigung ihres Ge­stellungsbefehls bis auf weiteres freie Fahrt aus ltz-n preußisch hessischen Staatsbahncn haben sollen, und zwar vom Heimatorle bis zum Earnifons- oder Ecstellungsoitc. Seither mußten Rekruten Fahrkarten lösen.

Höchstpreise für Kartoffeln.

Das Kreisamt in Fricdberg gibt bekannt, daß aus Grund des 8 1 des Gesetzes, betr. Höchstpreise, vom 4. Aug. 1914 die Hoch st preise für Kartoffeln wie folgt

festgesetzt werden:

1. für beste ausgelcsene Speisekartosfcln d. Doppclztr. 5 Mt.

2. für geringere Ware d. Doppclztr. 4 Mk.

3. bei freier Lieferung in den Aufbewahrungsraum des Käufers »nd bei Verkauf auf den Wochennlürkten eine Mark mehr, wie unter 1 und 2 angegeben.

Die Feslfetziiiig hat nur nach oben Geltung, geringere (!) Preise dürfen gee... .aen werden.

Die Maßnahme >>l jo »iigcheuerlich, daß wir uns vor- rrst eines jeden Urteil? enthalten, umsomehr als wir fest davon überzeugt sind, daß sich diese Vcrsiigiing nicht halten lassen wird.

Wir haben schon oft hervorgehoben, daß wir grundsätz­lich auf deiil StandpniiU stehen, daß im Interesse der Volks- ernährung H ö ch st p r c i f e festgesetzt werden müssen. (Nebenbei gesagt soll man sich von der praktischen Wirkung nicht allzu viel versprechen.) Diese, dürfen sich nicht auf ein Produkt beschränken n. müssen einheitlich festgesetzt sein. Es ist erforderlich, datz man derartige Maßnahmen nicht ain grünen Tisch verfügt, sondern Männer der Praxis dazn- zicht und den tatsächlichen Verhältnissen Rechnung trc^t. Wie wenig das bei der obigen Verfügung der Fall ist, geht daraus hervor, daß im benachbarten Kreis Gießen die Preise um 1 Mk. höher ailgcsetzt sind. Daß inan gewohnter- inaßen in Preußeii den landwirtschaftlichen Verhältuiffeii »irbr eutaeaeukommt. wie in Helsen gebt daraus hervor,