Einzelbild herunterladen

Dummer 251

Montag, den 2^. Oktober 1U14.

7. Iahrgane

Uene Tageszeitrrn

?!' IC5C " SL '"! t#n - «»«rlm-big. Beilagen ..per K-«er aus 1, essen". ..Sie Splnukulle". Semgapeeia- B-, den Postans.alten vi-r.el a,»ick> o.H

genten «n*a trut Voitgt buljt -de. Tr-g-.l-hn. An,-,ne... G.nndieil°A.Pjg. l-lal- 15 P,g An,-.gen °°n ---wärt- werden »mH Vorn...*.,.-ob.

_ ttnullunflsortnedberg. Schr.Me.lnny »nd Verlagrieddirg ,Hegen,, Hanauer trage 12. F-rmprcch-r 48. Posticheck-Conta Sir. 4859, Ami Sronlfntl 0 . M.

Der Hper Mer-Kanal überschritten.

Vorschreiten der Lchlacht in Flandern. 500 Engländer und IHOö Russen gefangen.

Die Haltung Portugals.

Der deutsche Generalstab meldet: :_____

(W. T. B.) Großes Hauptquartier, 24. Oktober, vormittags. Amtlich.

Tie Kämpfe am Ascrkaualavfchnitt sind außerordentlich hartnäckig. Im Nor­den gelang cs uns mit erheblichen Kräften den Kanal zu überschreiten. Oesttich Upern «nd südwestlich L'illc drangen nnserc Trup­pen in heftigen Kämpfen langsam weiter vor. Ostende wurde gestern in völlig Meck­loser Weise von englischen Schiffen beschossen.

Im Argonncnwaldc kommen unsere Trup­pen ebensall's vorwärts. Es wurden nichrcre Maschinengewehre erbeutet und eine Anzahl Gefangene g.macht. Zwei französische Flug­zeuge wurden hier heruntergeschofsen. Nörd­lich Toul bei Flircy lehnten die Franzosen eine ihnen vou uns zur Bestattung ihrer in großer Zahl vor der Front liegenden Toten und zur Bergung ihrer Berwundeten ange­botene Waffenruhe ab.

Westlich Augnitowo erneuerten die Russen ihre Angriffe, die sämtlich abgeschlagen wurden.

WTB. Großes Hauptquartier, 25. Okt. vormittags.

Der Nser-Aper-Kanal ist zwischen Nie« port und Dixmuiden nach heftigem Kampfe am 24. Oktober von «ns mit weiteren starken Kräften überschritten worden.

Oestlich und nordöstlich von Npern hat sich der Feind verstärkt. Troßdenr gelang cs unseren Truppen, an mehreren Stelle» vorzndringen. Etwa 5(SO Eng­länder, darunter ein Oberst und 28 Offi­ziere wurden gefangen genommen.

Im Osten haben nufere Truppen die Offensive gegen Angustolvo ergriffen. Fn der Gegend Jvangorod kämpfen «nfere Truppen Schulter an Schulter mit den österreichisch-ungarischen Truppen. Tic machten Illütt Gefangene.

» - . !- r

Der deutsche Admiralftaü - meldet:

Berlin. 24. (OUt. (Amtlich.) Die bereits früher »icljiamtiich gemeldete am 13. Gilt, mittags erfolgte Dernichtung des englilchen KreuzersKawlie" durch ein dcntiches Un­terseeboot wird hierdurch amtlich teilütigt. Das Unterseeboot ist wohlbehalten ;r:riick-

gekomme».

Am 20. (Oktober ist der Dampfer Glitra" an der norwegischen Küste von einem dentschc» Untcrleeboot durch Ncssnen eines Ventils versenkt worden, nachdem die Kesahung anf Anffordcrnüg den 5chi lsboden verlassen hatte.

Der österreichstttj^ Lrneralftab H meldet: ==-

SB i c n, 25. DH. Amtlich wir» ojr!-'jt5.irt: 25. Oktober Mittags. Sluj dem nordöstlichen Kriegsschauplatz stehen Krüslo in einer sajt ununterbrochene» Front, die sich oo» bcn Roebad- lällc» der «stlicke» Korpalhe» über Liar, Eomboe. da, ö:t!:ckr«

Bsrgclände der Fcjtung Pezcmysl, den unteren San und dos

polnische WcichseUand bis i» die Gegend von Plozk erstreckt. Fm Kampsc gegen die Hauptmach- Lee Russen wurden auch ihre laulasijchc», jibirijchen und tnrlcstansschen Truppe» hcrange- jühet. Unsere Dljenssoc über die Karpathen Hut starke feind­liche Kesijtc aus sich gezogen. In Mittelgulizirn, wo beide Gegner beseitigte Stellungen i»nc haben, steht die Schlacht im allgemeinen. Süüüs.lich Przemhsl und am unteren San er­rangen unsere Truppen auch in den letzten Tagen mehrfach Ek. folgc In Russisch-Polen wurden beiderseits starlc Kräste cin- gcscgl, die seit gestern südweftliq der SBcichsclstrcckc Iwango- rod-Warschau kiimpscn.

Ter Stellverlrcier des Chefs des lücneralsstabes: von H ö s e r, <5tncialmaj«r.

SB i c n, 24. Cft. (SB. B. Nichtomtluh.) SlmAich loird lorlantbnrt: 23. Cft.: Xic starken serbischen und montene- lninischen Kräfte, die seinerzeit über die von Truppe« ent- biöhte» südöstlichen Grenzteile im östlichen Bosnien cingc- drungcn waren und die einheimische muselmanische Bevöl­kerung auch mit einer zügellosen Horde von plündernden und mordenden Frcischaren heimgesucht haben, sind ani 22. Oktober nach dreitägigen erbitterten Kämpfen im Raume beiderseits der Siraßc Motro-Regaiica geschlagen und zu eiligem Rückzuge gezwungen worden. Tic Details des TtesscnS, in welchem unsere Truppen unvergleichlich bra­vourös gekämpft, und den Gegner ans mehreren hinter einander gelegene» bcsestigtcn Ttellungen mit dem Bajo­nett wiederholt geworsen habe», werden wegen den im Inge besindlichen weiteren Aktionen der nächste« Bericht­erstattung Vorbehalten.

Gez. Potiorck Fcldzeiigmeister.

F ranzösische Niederlage b. Toul.

Aus Noscndaal berichtet beiBerliner Lolalanz": Privat bricse aus Frankreich von unbedingter Glaubwürdigkeit erzäh­len von einer Niederlage der sranzössschen Truppen unter den Generälen Sarrail und Cnstclnau aus der Linie zwischen Toul und Chalons. Es handelte sich um einen Slngriss aus die zwischen St. Mihic! und Thiaucourt stehenden deutschen Trur- pen. Die 'Franzosen unternahnirn den Angriff, nachdem sie durch eine Erkundung von Fliegers sestgestcUt hatten, daß die deutschen Stellungen len auswicsen. Aichcrdem erhielt:» sic vom Generalissimus Icssrc die Weisung, »»bedingt vorzu- gchen und ihre Stellungen uri jeden Preis zu behaupten. Sie gelangten nach Gewaltmärsche» mit ihren Vortruppe» in Sie Gegend von Flirey, südlich von Thiaucourt. Alles schien gut zu gehen. Als aber plötzlich die deutsche Artillerie mit Era- natjeucr einsctzte, wurden die sranzösischcn Spitzen weggemäht. Mitten in einem mörderischen Feuer hielten die sranzössschen Truppen, der Weisung des Oberbefehlshabers entsprechend, stand, bis sie einsahe», daß der Angriff gescheitert war. Ihr Rückzug artete an mehreren Stellen in eine heftige Flucht aus, und sie liegen zahlreiches Artiliericmaterial und andere Wai­sen zurück. 2» Toul ries die Niederlage der als äutzerst tüch­tig und schneidig gerühmten Truppen eine surchtbare Enttäu­schung hervor. In der Stadt tauchten bereits Hiobsposten we­gen der Einnahme von Verdun durch die Deutschen auf. Wegen der Unzuverlässigkeit des Erlundigungsdienstes herrschte allge­meine Erbitterung.

Es handelt sich ossenbar, um den vom deutschen Eencral- stab gemeldeten Ausfall bei Toul, wo die Franzosen unter schwersten Verlusten zurückgeworsen worden seien.

Die 3al)l dkl GksllMiitn in DeilWand.

Berlin, 25. Oktober. (SB. B.) Bis zum 21. Oktober waren in deutschen Krieg-gesangciienlagern untergebrach!: Franzosrn 2472 Osfiziere, 148887 Mann: Russen: 2484 Ossizi-re und 184 524 Mann: Belgier: 547 Ossizlere, ZI 378 Mann: Eng­länder, 218 Offiziere, 8868 Mann, darunter find 8 sianzösisch: und 18 russische Generale (einschließlich zwei kommandie­renden Generälen) und 3 belgische Generäle. Alles in allein also bis zum 21. Oktober 238 888 Eejangene.

Diese Zahlen dürsten nicht ganz mit denen am l. Septem­ber gemeldeten stimmen.

Frankreich n. DHan- int Schleppen England.

SBicn, 24. Olt. (Nichtamtlich), DieReichsposl" meldet aus Sofia: Die letzte Nummer der In Petersburg ersche,- nenden ZeitungNewojc Zwono" belichtet, das! vor einigen Togen auf Verlangen Englands eine neue englisch franzüsisch- russiiche Marinekonventio» abgeschlossen worden ist, der zufolge der Obrrbri-bl über die russische BaUuche und SLwarze-Meer

Flotte den Engländern übertragen werde. Erossb.I..' nie» verpflichte sich gleichzeitig, die Flotten durch eigene G. schwadcr zu verstärke». Das Blatt fügt hinzu, dost die Ford, rungcn Englands nach unbedingter Untcrordnuiig der stanze s'sche» und russischen Admirale unter dem englischen Floticn loniinaiidanken von Frankreich anfangs bekämpft worden st. Riitzkand habe dein Vorschlag sogleich zugestimmt.

Die Haltung Portugals.

Französische Meldungen besagen, daß Portugal vor de: Mobilisation stehe. Portugiesische Osfiziere seien bereits nach London gereist, um mit dem englischen Gene- ralstab in Verbindung zu treten. In Portugal herrsche Begeisterung (?) Unterdessen hat die verluderte republi­kanische Regierung mit allen möglichen inneren Schwierig­keiten zu kämpfen. Tie Erhebung der Royalisten, die nach amllichcn Meldungen niedergeschlagen sein sollte, nimmt immer weiter an Umfang zu. Es ist zu neuen Zusammen- stösicn gekommen, und »msangreickie Bewegungen gut be- wassncter Insurgenten werden von den verschiedensten Sei­ten gemeldet. In der Lissaboner BevAkerung herrscht große Erregung. Die Rcdaktionsräumc der monarchisti­schen Blätter wurden vom Pöbel zertrüniniert.

In Masra beschlagnahmte ein wegen feiner mackckicht- stischen Gesinnung bekannter Offizier mit etwa 100 Zivili­sten die Waffenvorräto in der Militärschnlc und versuchte, die Soldaten zum Slusstand zu bewegen.

Von Lissabon sind Trnppen nach, Masra gesandt wor­den.. In Santarow wurde die Eisenbahnlinie zerstört, sodaß ein Zug entgleiste. In Braga ist ein ähnlicher Ver­such mißliingen. Mehrere Derhaftungen sind vorgenoni- men worden.

Dazu wird noch das Auftreten der L » n g c n p e st ge­meldet. Schon wurde am II. Oktober durch den Inspektor des Gesundheitsdienstes der spanischen Grenzprovi»; Bado ,oz der Regierimg in Madrid berichtet, daß die in Lissabon berrsch-ende Epidemie Lungcnpcst sei »nd daß sie einen leb' ernsten Eharatter trage.

Alls dtt Welt drs Zsillms.

Freude übet deutsch österreichische Siegt. Tie türkische Presse bebt neuerlich mit Ausdrücken der Bewunderung die Erfolge der Anuecn Teutschlands und Oesterreich-Ungarns hervor, besonders in Galizien »nd Polen, Sic betont die S'riiderlichkrit der beiden Mächte und wünscht ihnen nO» gültige» Erfolg.Tasvir i Estiar" sagt: Dieser Er­folg wird der uiuselnittnischcn SLclt Heil bringen, aber noch mehr als durch die Hossiiiiug hieraus werde» unsere Wünsche für den Erfolg Teutschlands und Oesterreich-Ungarns durch den gußergcwöhnltützin Heroisinus erweckt, den sie im Känipse gegen gierige Feinde Europas »nd Sliiens beweisen.

Ei» Slnsrns a» die »lohnmmrdanischrii Triipprii Frank rcichs. B e r l i n, 24. Ott, TicB. Z. a M." meldet nns Wien: Türkische Blätter verössentlichen einen Ausrns an die mohammedanischen Truppen Frankreichs, der in ganz Slcgypten, Fez, Sllgier und Tunis verbreitet wird. Es heißt darin: Alle Unglücksschläge, die über den Isla», gekommen sind, haben England, Frankreich und Rußland verursacht, Tie Zeit der Empörung ist gekommen! Mohammedaner, die an der Seite unserer Glanbensfcinde kämpfen, fordern den Zorn Gottes heraus!

Slberkcnnung des sranzösischrti Protektorats. Berlin, 24. Okt. TasBeil. Tagcbl." meldet aus Wien: Wie tür- tische Blätter Mitteilen, beabsichtigt die türkische Regierung, das französische Ptte'te-rckt über Christen in Orient nicht mehr anzncrkcnne». Sie bat den Behörden bereits diesbezügliche Befehle gegeben.

Englands Gcwalthcrffck.ast in Aegypten. K o n st a » t i ,icpcl, 21. Okt. (SB. B. Nichtamtlich.) Hur ist bclannt. daß die Engländer vorgestern für einige Stunden den Sn z- kanal gesperrt ballen. ..Tasvir-i-Efkiar" bemerkt dazu: Tie Schließung d-s Siiezkanals bedeutet eine Berlehnng des internalionalen Rechts.

"'k -c d - rnsjischcn l-inflnsscs i» Perssr». lt o a st a n t i n o p e l. 2-1. Okt. (SB. B- 'Nichtamtlich.) Das per fj'ch: PlattHäver" erfährt aus Teheran: Der russische Ge- sandte hat bei der Uebcrreick.nna der russischen Antwortnote. i der mitgcteilt wird, daß Rußland seine Truppen ans 2:i. rd: :d'.b u uick:t ^urückaieben temnc, die Erklärung ab-