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Mittwoch, den 14. Oktober 1914.
7. Iichr-any
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Di7^.r!k»c Cacr«">1ung " er cheint ,-d-n Werttag. Regelmabige Beilagen „Per 0n»cr nuo tzellr»". ..Sie Spiiiiillnbr". üc!»oiopr-i» i Be, den Pol,anstatten oierieliuhllich Mt. 1.0b l ei den Agenten monailich 50 Psg. Hinzu tritt Postgebühr oder Ilägerlohn. Aineige»: Erend-eile 20 Bf«.. totale 15 Pt«» An,eigen von auswärts werden durt, Po tnachnahme erhoben ErsiiNungsort Friedberg. SchriNleituna »nd Verlag Friedde:g IH-ä-r». Knauer «ratz« 12. Fern prech.-r -l l. Po Ijäieck-Conio Nr. ,<-!>. Am! Fra->!i»tt ■lt.
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rnmv Lag- ^Frankreich. WUer^m
gefangen
Die Kriegslage.
lW. T. B.) Groszcs Hauptquartier,
13. Lktvbcr, vormittags. Amtlich.
Vom tvcstlichcu KriegSschauplat; liege» Nachrichten von Bedeutung nicht vor. Heftige Angriffe des Feindes östlich Loiffons sind abgelviesen worden. Im Argonncn- walde finden andauernde und erbitterte Kämpfe statt. Unsere Truppen arbeiten sich in dichtem Unterholz und äußerst schwierigem Gelände mit allen Mitteln des Festuugskricges Lchritt für Schritt vorwärts. Dir Franzosen leisten hartnäckigen v him den Bäumen u.
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— Wieder 17 -OO Rußen
I buscn durch einen Torpedoschus; Linken gebracht worden
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rnffifche Gericht.
itlich). Roch uns varllcgcn- ruisijihe amtliche Tclegraicii-
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punkte eingerichtet.
Jh«. skSNZ-sifchen Heeresleitung
mitgeteilt worden, die Deutschen seien geschlagen und mehrere Forts von Metz bereits gefallen: Tatsächlich haben unsere dort fechtende Truppen an keiner Stelle Gelände verloren. Etain ist nach wi' vor in unserem Besitz. Die jetzigen französischen Angriffe gegen uaseee Stellung bei St. Mihiel sind sämtlich abgewiesen worden.
Unsere Kriegsbeute von Antwerpen läßt sich mich heute noch nicht übersehen-
Die Zahl der in Holland CutwaSfnelc» ili auf 2804)0 Man» gestiegen. Uach am - lichrn Meldungen und niederländischen Nachrichten befinden sich hierbei 2000 Engländer. Scheinbar haben sich viele belgische Soldaten in Zivilkleidnng nach ihre» Heimatorten begeben.
Ter Gebäude- und Materialschaden in Antwerpen ist gering. Tic Schleusen und Fährcnanlageu sind von» Feinde nnbranch- bar gemacht worden. In« Hafen befinden sich 3 englische, 2 belgische, ein französischer, ein dänischer, 32 deutsche und zwei österreichische Dampfer und 2 deutsche Lc- gelschrfie. Lowcit die Tchiffc bisher in tcrsncht worden find, scheinen Sic Kessel unbrauchbar gemacht worden zu sein.
Auf dem öftlichcn Ariegaschanplatz verlief der 1l. Gbiober im alloome'.ur» rui.ig. Am 12. Oktober wurde ein erneuter Um- iassun'.svcrsnch der Unffe» bei )chirwi«Le abgemieicn. Sic verloren tabci 1-00 t.c- fangcnc und 20 Geschähe. Zn Sndpolen wurden die rnlftschen Korlrrpor» sn-lich von Marschau durch unsere Truppe» ;nr«rü- geworfen. GiuKlebergangrverfuch dcrLlulsen über die Mcichlcl südlich von Ovaugorod wurde unter Verlusten für die Aussen verhindert.
Oberste jjttikslk'illins. t^:n ruistllher flallrerkreujer orsfrafcL
^VTR. Berlin, 13. Okt. Amtlich. Gr»» russischer Panzerkreuzer der Bajanklaffe ist an» 11. Lktober vor den» finilische»» Meer-
Der
Derliu. 13.
Qlt. <Nichtam!lich). vcrbreitct Li:
den Telegrammen. - ....
amtlich gemeldeten Untergang des ru,,i,chen Pan-
^ Uhr nachmittags (rujUichcr Zeit» gr,s;c»
8lgentur zum ------ ~
zerkreuzers folgende Nachri6)t:
gleich Lie Kreuzer > 0,0 - , , ein TorpeLa gegen
gclan» es gleichwohl «.neu. Unte r . Ein: Explosion
L Dchatzun« ...ikr-ch. in
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vom Stapel gclaujen. D. Rcd-)
feilte Tande über Paris.
warf sechs Bomben ab. Eine durchschlug das Glasdach des Rordbahnhofcs und fiel zwischen zwei Waggons', die andern fielen in die Nue Pouchet, Nne CauchoiS und auf den Boulevard Clichy, ohne Schaden anznrichten. Fünf französische Flugzeuge nahmen die Verfolgung des deutschen auf. Es werden neue Fluggeschwader in den Ticnst gestellt werden, »in den weiteren Tanbenangriffen cntgcgcnzutreten.
Der Kreuzer „Cmden".
Ter Kreuzer „Emden." Nach den Meldungen holländischer Blätter ist die „Eniden" seht im nialaischen Archive! tätig, wo sie bereits eine Anzahl lapanischcr Reisboote in den Grund gebohrt hat. Das englische Kriegsschiff ..Triumph" und die satanischen Kreuzer ..Rischin" und „Ka- sngn" seien abgeganaen, INN Jagd auf die „Emden" zu machen.
flic Wandelen in Sedriinnnis.
Unter dieser.Ueb-rschrist bringt die „Frankfurter Zeitung" folgendes Telegramm ihres Berichterstatters:
Amstckan,, 13. 0(t. Durch Len Besitz von Ee»t ver- siigt Deutschland über Le» r.- etigstc» Eisenvahn-Kn-Sieiip'-nilt -i-'ch hi«h:r grl-e Berich!eit geschieht der Vormarsch aus Le- ganze» Strulc von Eourtran über Eent bis Selzactc, Les euch in deutschem Besitz iji. Der Versuch des Restes der belgischen Heeres, der durch Abteilungen englischer und sran- zos,scher Morineseldatc-i verstärll ist, zu der verbündeten Armee in Frankreich durchsten, ist jetzt als misiglüüt anznjehe». I" Iireüd die Ui,!jchlieg»»go»p»ratiane» sich autimattsch vollzieh« n.
Dkl iliiilijü!} der OilOäiider lind Stlgicr.
Das „Aicuws van de» Tag" berichtet. Latz gestern in Kwad- rech't zwischen deutschen und englischen Truppe» gekampst wurde. Die Engländer zogen sich aus Gent zurück in der Richtung nach Secbriigge. Die telegraphische Verbinoung ist unterbrochen »nd der Zugverkehr nach den niederländische» Wrcnjoric» Hai ausgchört. Auch St. Nicolas ist durch die Deutsche» besetzt, »nd aus dem Bahnhossplatz wurden Kannisn und Mitrailleuse» ausgestellt.
Aus Vlisstngcn berichtet der „Rieuwe Rotterdan-.che C-iirant", dast gestern nachmittag wieder ein Schisi mit cag- listecn Matrosen angelommen sei, die cbensalls in Holland in tciniert wurden.
Die Vefetzmrg von Selzactc.
Amsterdam, 13- Oll- „Tclegraas" meldet aus aas '.an van gestern: Die Besetzung van Selzactc lau "er Nord grenze Belgiens) verlief ruhig. Nur gegen Abend wurden einige Schüsse aus Peisone» abgegeben, die an der Eisenbahn entlang schliche», lieber den Einzug der Deutschen in Eem cr- fahrt man, ratz stc mit klingendem Spiel crsolgte, nrchdem , letzten Engländer die Stadt verlassen hallen. Sesor! wurden das Stadthaus, die Pvstamlcr und die Stationen in Desttz gc-
nemmen Die Postkasse wurde beschlagnahmt und die teastche Flagge stall der sranzastzchen. englischen und belgisch «*■
Durch eine Prolla,nativ» wurde bekannt gemacht, rag, rer i-.-utc Montag und Dienstag die Stadt verlassen wolle, islw tütfe! Später würde keine Erlaubnis erteilt werden. -Jic„ wunderte von Belgiern verlieben die S'adt.
Die Deutschen vor Ostcave.
Noch dem „Loial-Anz-.ger" erzähle» aus Eent gekvmm-ur Ftnchtling«, Lab di- belgisch-englischen Truppen de. llo-.-er-n nahem e.usqerieben worden seien. Der Rest habe sich n> Osten», zurückgezogen, wo bereit» deutsche Vorhut -.»gr.-°.,rn
Nach Rotterdam wird gemeldet, da« die Dcutschcn auch In der Richtung Ostende Vordringen. Tie Uebcirciie der belgischen Armee machen nach °c-zw-is-lt° U 3 erfu 4 ,e t.e a'w^u- «alten wobei stc schwere Berit,st-, bejanders an «nvallc ric erleiden. Falls cs den Ueberrcsten der vcidundcten Ar- Öeen nicht gelingt, Ostende an Bord der Schisse zu Verlagen s lensen sie E-inhr, .zwischen den Deutschen in Belgien und .-er Deutschen in Nordsranlielch in -ine Klemme zu geraten.
Amsterdam. 13. Olt. „T-l-graas" m\M a»5 *4»» mm 1" Ovcb-r: Ein- Abteilung von „00 dt-tze.'..-.
Ehasscurs überschritt die hallandiiche Grenze M Sou^ute «.t bei Philippinc in Flandern. Sie wurden entmann.t.
1« ..<<><>« 11-»niorliitii tindl ÖOlllCOIlS
Scrlin, 13. Ott. Das „Berliner Tageblatb^mewer rus Nelterdam: Der „Nicuwe Raltcrdamsche Courant" beringet. Nach einer Alcldung aus zuverlässiger belgischer Quelle ist die belgische Regierung nach Bordeaux verlegt morden.
Die belgische Negierung mag sich nach Bordeaux zurüa'.ic- zogen haben, der Sitz der Regierung von Belgien ober ist Berli n.
filills ilflll AlltlÜtt?ri!S.
Der Einzug i» Antwerpen. Amsterdam, 13. Olt. Der .Maasbodc" hat das Antwcrpencr Eemeinderatsmiig'ied Stroum über de» Hergang des Einzuges der deutschen Truppen besragt. Stroum üuberlc sich jolgendcrmaben: AI» der dentsche Parlamentär am Freilag aus das Stadthaus 'am, n-a- r-i> »ur fünf Schössen und einige Ecmeindcralsmiigliedcr anwesend: der Bürgermeister und die anderen Mitglieder -aar.-n dem Parlamentär entgegcngegangen, dach sie hatten einen ' er- lehrten Weg genommen. Als der Parlamentär die E:.».>inae. rntsmitglicder sah, erklärte er, dab er nicht mit Bürgern nn- techandcln wolle: er verlangte den Milttärgauveriieur ,» sprechen. doch dieser war weder bei dem Zivilgvuvcrneur, nach lonsl irgendwo zu finden. Der Parlanicntör erklärte darauf: „Dann bleibt nichts anderes übrig als eine Fortsetzung der Beichics,- ung! Doch vielleicht ist nach ein anderer Weg zu finden, nämlich Latz unsere Truppen in die Stadt cinrücken." Dtis g.-ichah den» auch An der Spitze der Truppen ritt Herr v. Mattinck- rodl, eine in Antwerpen sehr bekannte Pcrsönlichkcil. Cr ritt nach seinem eigenen Haus, wo das Dienstmädchen an ü:r Tür stand, das nicht, wenig erschrak, als es plötzlich seinen eigenen Herrn vorbcikammen sah." — Dag die Zustände in Anttoerpcn gut zu sein scheinen, geht für den Berichterstatter des erwähnten Blattes auch aus der Tatsache hervor, daß Stroum ihm ein Telegramm für seine Familie mitgab, die nach Holland geslüch- tci war: er depeschierte, da« die Familie so schnell wie möglich nach Antwerpen zurückkommcn solle, da die Verhältnisse in Antwerpen gut seien.
Ecriiige Beschädigung der Stadt. Amsterdam, 13. Ott.
„Nicuws va» den Dag" melden aus Breda vom 12. Oktober: Ein Holländer, der gestern noch Antwerpen rodelie, erzählte, dab ihm die geringe Beschädigung der Stadt ansgesallen ‘-ei Die zerstörten Häuser mühten gesucht werden. I» den Dockt ist dir Zahl der Schisse aussallcnd: sic sührlen ieiue Flaggen, nur einige die aincrikanische. Eanz unbeschädigt sind aas grobe Soipital, der Königspolast, die Zentralstation nd die Fraucnlirche. Bei dem Stadthause sind nur an den eic'ien- slügckn die Fenster zerbrochen. Im ganzen sind nach Meldungen aus gurer Quelle nur 200 Häuser beschädigt worben l!n- zutrcsscnd ist Las Eerücht. nach dem die deutsche Derwoltrn; die Männer von 1', bis zu 30 Jahren aufgcrufen habe, um n< .beiten zu lassen. Ganze Karawanen van Flüchtlingen ' ■ bereits -urückgekchrt, cs geschieht ihnen kein Leid und stc froh, zurück zu sein. Tausende deutscher Matrosen und Inkuv tcristen durchziehen singend die Stadt) sie sahen vortrcfsli, aus 7'uf ollen Häusern weht ungehindert die belgische Flagge


