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auch, daß damals etwa 25 000 Metzer ausgewandert sind und daß dadurch in vielen Betrieben ein Leutemangel entstanden ist. Auf der anderen Seite ist aber auch einer großen Anzahl von Geschäftsleuten di- fchwere Sorge für ihr überzähliges Personal abgenomme» worden, das draußen in Altdeulfchland anstelle der Eingezogenen nötig gebraucht wurde. Mit den Unansäsfigen haben aber auch eine ganz- Menge Eingeboec icr Metz verlassen. Es waren das die weniger gut situierten Kreise, die bei einer Belagerung alsbald der Stadtverwaltung zur Last gcsallen waren. Sie sind deshalb nach der Lahngegcnd abgeschobcn und hier sehr freundlich ausgenommen worden.

Don Anianwcilcr aus durchquerten wir den nördlichen I:il de» Schlachtfeldes vom t8. August 187V und kamen zunächst in )as hochgelegene Torf Sl. Privat, das damals von den Dar­ben und den Sachse» in blutigem Cturniangrcisf genommen werben mußte, weil sich die Franzosen in langer Front hinter jedem einzelnen Hause verschanzt hatten. Zwei prächtige Denk­mäler, von denen vor allem das Löwcnmonumcnt des 2. Gar­deregiments auch künstlerisch hervorragend ist, erinnern an die Heldentaten der Preußen und Sachsen von 1870. Heute ist das Dorj angcjüllt von deutschen Truppen, die nun ihrerseits den Sturm 'auf die Höhe abwcndcn sollen. Aber es hcrricht eitel Friede. Denn der Feind hat längst die schützenden Forts »»ii Verdun zwischen sich und die Deutschen von 1811 gelegt und erwartet sie zum größten Teil sogar hinter den blaue» Bergen der Lote Lorraine, da, wo Aisne und Oise seit -Lochen bereits unsere Feldgrauen umrauschcnd sic immer weiter zum Westen locken bis nach Paris hinein. Damit ist ein neuer Sturm auf St. Privat ausgeschlossen iy»b beruhigt fahren mir gen Norden weiter. Kurz hinter Mance hat unser Automobil eine Panne und eine Meile scheint cs, als müsse Ersatz aas BAoy beschajst werden und so wandere ich mit unserem Führer ins nächste Tors hinein, Nicht ol>»c den Revolver vorher gc- spannt zu habe». Allein unsere Dorsicht ist ganz unbegründet. Mir sind i» Anoux, wo uns jene Auskunft gern erteilt wird und cs sich zum Schlüsse hcrausstellt, daß fast die ganze Ein­wohnerschaft deutsch spricht. Auch ein 88 Zähre alter Schäfer stellt sich ein und erzählt mir, daß er aus Lützclburg Kamin« and schon 1870 nicht gegen Deutschland mehr zu marschieren brauchte, weil er damals bereits nicht mehr militärpslichtig war. Mit erstaunlicher Klarheit schilderte er mir die Dor- zänge von 1870 in Anoux, ebenso wie die von 1911 und fügt inausgesordert t^inzu, daß er damals und auch jetzt wieder von inseren Soldaten sosorr mit größter Liebenswürdigkeit eb- ,andcll worden sei, als er sic deutsch angesprochen und ihnen tlustunst über das Dorf gegeben habe. So wenig wie oainals ist auch jetzt die Einwohnerschaft in irgend einer Weise behel­ligt »olden und man bietet uns schließlich sogar einen Schoppen Landweür an, mit dem wir dem alten Manne Bescheid tun. Inzwischen haben sich ein paar Schullnaben mit schwarzen lugen und schwarzem Haar zu uns gefeilt und unterhalten sich. 'Iber nicht französisch, sondern italienisch und es stellt sich Her­os, daß sic aus dem »ahcgelcgcnen Bergwerksdorse Moneieul- s stamme», wo nach ihrer Versicherung säst nur Italiener ie- n. Und so kommt es, daß, als wir schließlich zu unserem le­erten Auto zurückkehren, die kleinen Italiener und ich im ein mit den Kollegen aus Wien und Budapest den Drei- d repräsentiere», der durch einige Schokoladctaseln und An- ikartcn eine solidere Grundlage erhält als mancher andere.

> Kollegen, die nicht mit von der Partie waren, haben wir erSchäierstündchcn" in Anoux natürlich etwas anders ge- .idert. Aber im Kriege ist ja manche List erlaubt.

Aus der Weitersahrt kamen wir dann durch Longuyon, dem > ncn Städtchen im industriellen Tal der Ehiers, von dessen rst völliger Zerstörung ich schon früher berichtet habe. Aber uch hier blüht bereits neues Leben aus den Ruinen, den» die Eisenbahnverbindung nach Longwy-Luxemburg ist seit Mitte September wieder hergejtellt und so kann Bauholz und Eisen ans dem neutralen Ländchen bezogen und der Anfang zur Er­neuerung der Stadt gemacht werden. In naher Zukunft wird die Stadt dann sogar ein wichtiger Punkt für unsere Eistn- bahncr werden, denn hier kreuzen sich die Linien nach Luxem­burg und Metz. Nu» geht es mit voller Kraft Montmedp zu, wo unsere braven Wurttcmbcrgcr zur Zeit rneiites ersten Besuches hausten und ihre Pioniere und unsere Eisen- bahntruppen wichtige Ausgaben zu erfüllen hatten. Aut der ganzen Strecke sind die Bauern mit der etwas verspätete» Ein­bringung der noch brauchbaren Erntcrcste beschäftigt und :>utschc Landsturmleute sind ihnen dabei behilflich. Denn auch assr müssen souragieren und ersparen beim Kaufe hier Zeit and Geld. Am Spätnachmittage kommen wir nach Bozeilles, wo 1870 von der das Dorf verteidigenden französischen Murine- insanterie der letzte Schuß gegen die hcranstürmcnden Baqirn abgcscucrt wurde. Mit derderniere Eartouch'c", die aus ri- ncm Gemälde des berühmten französischen Schlachtenmalers illphouje de Neuville in dem damals allein stchengebliebcnen Dorjwirlshaus verewigt ist, brach das Napvleonijche Kaisertum zusammen, denn am nächsten Tage begannen die Kapitulatiens- oerhandlungen von Sedan, die un» die ganzc französische Armee mit 39 Generälen, 236 Stabsoffiziere», 2600 Siibaltern-isizie- rcn und 83 000 Mann mit sämtlichen Massen, Geschützen usw. in die Hände lieferte dazu den Kaiser selbst. Weicht eine Mcnüung durch Gottes Fügung! so ist man auch heute '"ch ver­sucht auszurufen, wenn man durch das historische Gelände die­ser großen Tage wandert. - Wir besichtigen zunächst das klayerndcnkmal im Torfe, das außerdem ein schönes Monum.'nt ür die gesallencn Franzosen und die Dorfbewohner enthält, toclch' letztere in de» Kämpfen um Sedan zum großen Teil als Franktireurs tätig gewesen sind, dann geht cs hinüber nach Sedan selbst, das heute eine wohlhabende, behäbige Proninz- sladt am Fuße der hier sanft ansteigenden Borhöbe» des Aroen- nerwaldes mit etwa 20 000 Einwohner» ist. Wie »ach ler Uebergabe Anno 1870, so halten auch heute wieder deutsche Sol­daten an den Toren der früher so wichtigen Erenzsestung (nach Belgien hin) die Wacht. Zu Füßen des BronccftanddilScs von Marschall Turenne, der hier i» Sedan geboren wurde, ruhen sich deutsche Landsturmleute von dem schwereit Dienst des sonnigen Herbsttogcs aus, und vor dem Hotel de ville spazieren ebenfalls deuische Landsiurmmäimer als Wachtposten ans und ab Zwischen den Bewohnern »ad de» vielsach schon ganz «auen. Legten unserer Truppe herrscht auscheineud das Neste

Neu« Tageszeitung. Dienstag, den 13. Oktober 191«

Einvcrnehmeir. Die Geschäfte sind säst sämtlich geössnet und überall sicht man die Feldgrauen Lebensmittel und kleine Be­dürfnisse für den Tag einkaufen. Aber wahrend in Sedan kein einziges Haus zerstört ist, sieht cs in dem unmittelbar vor sei­nen Toren nach Westen zu gelegenen Dorse Donchcrq schlimm genug aus. Hier sind die Brücken über die Maas zerstört wor­den, und cs hat ein heftiger Kamps zwischen den über Sedan hinaus vordringcnden deutschen und den ftanzösischen Truppen in den heißen Augusttagen dieses Jahres stattgesunden. Dabei ist der Ort in Brand geraten und fast zu Dreivicrtcilen zerstört worden. Nur das kleine Schlößchen Bellevue, in dessen Räu­men Graf Moltke und der französische General von Wimpffen am Abend des 1. September 1870 mit den Kapitulationsoer- handlungcn begannen, die dann am 2. Sept. vormittags mit der Unterzeichnung des Ucbcrgabeprotokolls endeten, ist unoer- schrt geblieben. Später fand dann bekanntlich in dcinselben Schlosse zwischen König Wilhelm I, und Napoleon eine Zusam­menkunft statt, nach welcher sich der gestürzte Kaiser unter preu­ßischer Eskorte über Belgien nach Wilhelmshöhc begab. Und ich muß in diesem Augenblick an den Tag zurückdcnkcn, da wir Kriegsberichterstatter Kassel passtertcn und Wilhelmshöhe zu uns hcrübcrgrllßte. Und noch ein anderes Bild stellte sich vor mein geistiges Auge: das jenes llcincn Häuschens in Doncherq, vor dem ein toter Schimmel und ein umgestürztcr Eartcnstahl die Stützen für die Bank bildeten, aus der der alte Kaiser, Bismarck und Mollke die Kapitulatioiisverhandlungcn besprä­che» Langssam ist hinter den Ardennen die Sonne nntergc- gangen, und aus den Wiesen, die mit dem Blut der Kämpfer nicht nur von 1870, sondern auch von 1911 gedüngt sind, steigen weiße Ncbelschwadcn aus, während in der Ferne der Kanonen­donner von Verdun langsam verhallt, Wan» und wo wird in diesem Kriege die Entscheidung falle», die vor 11 Jahren hier au? dem dritten Kaiserreich die Republik machte, mit der wir nun in heißer Fehde liegen!

Paul Schweder, Kriegsberichterstatter.

Ans der Heimat.

* Friedbcrg, 12. Okt. (Zentrale für Krieges»!sorge.) Hilfsbedürftige Angehörige von Kriegsteilnehmern, die noch nicht um Unterstützung nachgcsucht haben, können ihre Gesuche Montag und Donnerstag, Vormittags von 1012 Uhr im Geschäftszimmer, Rathaus Nr. 14, münd­lich Vorbringen, Ratserteilung erfolgt dort Dienstag,Nach- mittag von 16 Uhr. Tie Auszahlung an die Unterstützten, die persönlich erscheinen müssen, findet im Geschäftszimmer Mittwoch Nachmittag von 36 Uhr statt,

* Fricdbcrg, 13. Okt. (Eisernes Kreuz). Herrn Major Weyergang von dem liier in Garnison stehenden 168. Jnf.-Regt. wurde von Sr. Majestät dem Kaiser das Eiserne Kreuz verliehen. Ferner erhielten dieselbe Auszeichnung Herr Oberleutnant Q u a d e und Herr Leutnant Kutsch.

* Friedderg, 13. Ott. Ihre Königliche Hoheit die Groß­herzogin haben am 30. September d. I. dem leitende« Vor­standsmitglied des Vorschuß- und Krcditvercins Friedbcrg Jean Dörr daselbst das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienst­ordens Philipps des Großmütigen verliehe».

* Fricdberg, 13. Okt. (Wiederbeginn der Kino-Bor stellungen.) Es dürfte die Einwohnerschaft von Friedbcrg und der Uingegend interessieren, daß Ende dieser Woche das hiesige Kino-Theater seine Worstesiungen wieder eröffnen 1 wird. Das Unternehmen erfreute sich während seiner ! Tätigkeit des Beifalls aller Besucher lind c? wird eifrigsi ! bestrebt sein, die alte Anziehungskraft z» bewahren. Selbst­verständlich wird den Zeitnmständen Rechnung getragen und den Kriegsereignisseil ein breiter Ranni bei den Borst.'Il- - nngen gewäbrt werden. Daß keine ausländischen, sondern

n n r d e u t I ch e F i I mS zur Verwendung kommen, sei noch besonders betont.

* Zur Lindernng bet Arbeitslosigkeit in Hessen. Mitglieder aller Parteien der Zweiten Kammer des Landtages haben, um der drohenden Arbeitslosigkeit in Haste» loobnende Arbeitslose herangezogen werden. Tie tcl, der dabin geht, alle int Hauptvoranschlag 1914 vorge­sehenen Unterhaltungsarbeiten, soweit sie noch nicht ansac- fiibrt sind, tunlichst in den Wintermonaten zur Ausführung i zu bringen und die einleitenden Schnitte baldigst zu vernn- > lasten. Ferner möge die Großherzogl. Regierung dahin wir ken. daß bei allen von ihr anSznführenden Arbeiten nur in -Gesten wobnenede Arbeitslose heran gezogen werden. Die Regierung soll sich zu Meiern Zweck mit Senf Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverband in Frankfurt zwecks Zuweisung Ar­beitsloser ans dem Großherzogiuni in Verbindung setzen. Sogenannte Notstandsarbeilen würden in den einzelnen Landesteilen nicht zu um,"Ge,i fps,,. Die Vorbereitungen hierzu niützten alsbald erfolgen, damit die Ausführung der Arbeiten in den nächsten Wochen i.icM aufgehalten würde. Tie Antragsteller bitten daher, für weitere Rotstandseirbei- tei: in den einzelne» Landesteilen Versorge zu treffen und die hierfür erforderlichcn Kredite bereit zu stellen.

* Okarben. 12 Okt. (Auszeichnung). Dem Pionier Heinrich Geibel von hiir wurde das Echerne Kreuz ver­liehen.

* Klein-Karbe», 10. Ort. Bei t:r am 13. September 1013 hier stattgefundenen Oleuueind-ucntreterlvahl erhielten 3 Sozialisten die höchste Stinliuenzah!. Hiergegen erhob der Bürgerverein Einspruch: die Wahl wurde vom Kreisausschnß in Friedberg und dem Peovinzialausschnß i» Gieße» für un­gültig erklärt. Tie sozialdemokratische Parteileitung wandte sich an die böchste Instanz nach Dcrrnistadt. Hier wurde die Wahl am 26. September für gültig erklärt.

* Rendel, 13. Ort. Verflossenen Freitag wurden ans hiesiger Gemeinde 60 Malter Kartoffel an das Landsturm- Bat- in Markirch gesandt. Von Seiten des Kriegeroerein? gingen 60 Kistchen Zigarren an die Soldaten im Felde ab: ebenso wieder einige .Säcke init tvarmen Kleidnnasstiicken.

' Ruppertsburg. 13. Olt. Daß die ersten Nachrichten Übel Verwundungen usw. aus dem Felde nicht immer zutrefsend sind, geht aus zwei Fällen in unserer Gemeinde hervor Der Reservist Wilhelm Port ist in der Verlustliste II. Bat. Ink- Regt. Nr. 116 vom 7.-9. 10. 11 als vermißt gemeldet, derselbe ist jedoch verwundet am 8. 9. 11, war zuerst in Trier, dann in Frankfurt a. M. und jetzt in Laubach im Lazarett, eben.. r- hicltcn die Angehörigen des Eefr. Otto Port eine Ka:. der Bemerkung vom 17, 9. zurückverwundet". Letzterer . "

jedoch erst am 20. 9. verwundet, kam in ein Loz.ircit nag Kassel und bcjindet sich jetzt ebenfalls im Lazarett in L .. '

* Gießen, 13. Olt. Ein wie kostspieliges Din' der > ist, geht daraus hervor, daß das hier in de! Entstehung n sene Barackenlager zur Unterbringung von G ' ebenen seiner inneren Ausstattung die Summe von i>; Miktonc-i erfordert. Dasselbe war erst mit großen Zelten nejy'", aber jetzt sind bereits 59 Holzhäuser für je 200 P-rse-i.-n ij- gestcllt, von denen einige schon mit Dachpapp': äs-rn per! :i sind. Dann ist der ganze Platz mit Kanalisation »nd V , lcitung versehen worden und an jeder Baracke werden m ;.» zwei Wasserzapsstellen angebracht. Um bei einer evtl. I chenden Meuterei jederzeit Herr über die lOOoO Insassen : ,.i bleiben, ist außer der Bewachung von Infanterie auch nach eine Abteilung Artillerie vorgesehen. Drei Geschütze zind >>n Lause der vorigen Woche eingetrossen und vorerst in der Halle dcr Maschinengcwehrabteilnng untergebracht. Unsere Stadl ist somit auch Artilleriegarnison geworden, wenn auch nur aon 38 Mann. Diese werden bei Ankunst dcr Gefangenen mit ch-.-n Geschützen aus dem Lagerplatz Posto fassen und als me ncttlo niori jeden Unzufriedenen vor Gewalttätigkeiten warnen.

Hrsscii-Nassa».

* x. Erävenwicsbach, 12. Okt. Ein hartes Geschick hat die Familie des hiesigen Försters Trushcim betrofsen.Rachdeni erst vor zwei Jahren die einzige Tochter im blühenden Alter non 20 Jahren gestorben war, ist jetzt IM Krankenhaus zu Aach, II der einzige Sohn an den Folge» der in dcr Schlacht empfange- ncn schweren Wunden verschieden. Der Verstorbene stand im Alter van 25 Jahren und genügte gegenwärtig seiner einjähri­gen Militärpflicht im Infanterie Regiment Nr. 87. Bar sei­ner Militärzeit war er Lehrer in Tringcnstein und Philipp­stein. Für feine Tapferkeit im Felde war er mit deni Eiser­nen Kreuz ausgezeichnet und zum Unterossizier befördert u ar- dcn.

De? Dank der 168er.

Die 10. Kompagnie des Infanterie Regiments Vr. 164 stattet ihren Dank für empfangene Liebesgaben und ihre Grüße an die Heimat in folgenden wohlgclungencn Versen ab, die Herr Michael Maringer, Offtzicis-Stcllvcrtrcter 1>1. Komp. Jnf.-Regt. 168 verfaßt und uns zum Abdruck -iber'.-.i- fen hat:

Dem Feinde nah, im Schützengraben,

Begrüßen wir die Liebesgaben,

Die uns von liebevoller Hand Aus Friedbcrg wurden zugesandt.

Nicht leicht sind des Soldaten Pflichten,

Wenn, um den Gegner zu vernichten,

Er. Wetter, Not, Entbehrung trägt

Und auch den eignen Vorteil wägt.

Dach leichter wird des Kriegers Bürde,

Er trägt fein Los mit höherer Würde,

Weil er des Landes Liebe kennt,

Dis er mit Stolz die Heimat nennt.

Drum all' den Freunden und Bekam'!.

Die uns die Liebesgaben sandten.

Mit Scholalade und Kaffee,

Mit Zigaretten, Tabak, Tee,

Und auch sogar mit CognacScher.r".

Bon dem man gern säh', wenn es mehr .

Und sonstigem allerlei beglückt Sei Dank und Freude ausgcdrllckt.

Nur mit bezug auf die G e t r ä n rr.

Sowie mangelnden Zucker lenke Der Geber freundlich seinen Blick,

Damit sei größer unser Glück.

Und er verzeih' uns uns're Bitten,

Venn wir in unseren Schützenhüttcn Vermissen dies und das gar sehr,

Derweil zu Haus das anders wär'.

Wir werden uns're schweren Pflichten,

Auch weiterhin mit Freud' verrichten,

Wir danken Euch im Pulvcrdampf,

Und schwören Sieg nach hartem Kampf.

Den bisherigen und noch folgenden Spendern aus der Oe den engeren und weiteren Heimat als Dank mit Gruß gowid ine! von den Offizieren, Unteroffizieren und rund 130 Mann schäften der 10. Kompagnie Jns.-Regts. 108.

H a r t m a n n , Leutnant d. R. und Kompagiiicsllhrer. M a- ringer, Offiziers-Stellvertreter und Verfasser. üß'um, Offiziers-Stellvertreter feit 1. 10. 14. Karn, Offiziers Stellvertreter.' Jäger, Ojsizicrs-Stelloertr. Schäfer, Vizefeldwcbel.

Kirchliche Anzeigen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst in der Siadtkirche.

Mittwoch, den 11. Oktober, abends 8X Uhr: Kriegsdilt-

aiidacht. Herr Pfarrer D i e h l.

Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach

Mittwoch, den 11. Oktober, abends !.:9 Uhr: Art:.'

andacht. Herr Pfarrer Z a tz m a n n.

Franksnrter Wetterbericht Boraussag«: Ziemlich bewölkt, zeitweise R

wärmer, südwesiiichc Winde.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil O i - H i r s ch e I, Friedberg: für den Anzeigenteil: K. S ch,u i 7 i Friedbera. Druck und Verlag derNeuen Tagoszei!:: '-:> A. G. Friedberg i. H.