Nr. 240
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troffen. Generalmajor Maes von der Antwerpener Besotz- ing ist nach Köln gebracht worden.
Cjfiit von dtv Dfiitldjfit bflffet.
A in sterdani, 12. Okt Tie deutschen Truppen haben lullte Morgen Gent beseht, llin 10 Uhr kam eine kleine Abteilung Kavalleiie an und ritt nach dem Stadthaus. Ihr Kommandeur begab sich zum Bürgermeister und zu den Schössen, worauf auf dem Rathause die deutsche Flagge gell ßt wurde. Hieraus begab sich die Kavallerieabteilung, ge- t'ill'rt durch die Schössen Anseele und Brnyne, hach dem Pest- und Tclegraphcnmlft, wo einige Befehle i , >lt wurden. Eine gröbere Abteilung deutscher Tr:-- 'rd jeden Augenblick erwartet. Auch längs der hei Grenze
ei Sr!',arte sind die Deutschen im Amuari
Stimmen des Anstands.
Eine schweizer Stimme. Tie katholisch-konservative „Neue Züricher Nachricht", die getreulich den deutschen Standpunkt vertritt und die zu lesen geradezu eine Freude bedeutet, schreiben:
Die Eroberung von Aiüwerpeu durch die Deutschen ist unter die Grotzereignisse dieses Weltkrieges zu reihen. Die Einnahme der für säst uneinnehmbar gehaltenen Feste nach einer Belagerung von kaum vier Wochen gehört zu den grössten Taten im Belagernngskrieg aller Zeiten. Muh der Fall Antwerpens als solcher in England niederschmetternd wirken, so in Paris die Raschheit, mit der derselbe trotz eines Widerstandes von glänzender Bravour erfolgte.
Tie Bedeutung des Ereignisses aus die weitere Entwicklung des deutsch-sranzösiichen Krieges läßt sich zur stunde nicht bestimmen. Tab sie keine geringe ist, liegt aus ;cr Hand. Zwar soll es der Belagernngsarmee gelungen sein, in den Hauptbeständen ans der Festung abzuzieh'.a. Aber entweder hat sie die holländische Grenze zu überschreiten und sich dort internieren zu lassen oder sie wird von eint letzten und dann vollendeten Niederlage ereilt. Den Deist, lchen ist in Antwerpen ein ungeheures'Artilleriematerial in Ke Hände gefallen. Weit wichtiger für sie ist, daß sie nun üuen Teil der Belagerungsarmee an ihren äußersten rechten Flügel in Frankreich nordwestlich Lille werfen können, sofern dort wirklich neue englische Truppen gelandet sind. Noch wichtiger aber, dab der riesige deutsche Belagernngspark jetzt für den französischen Kriegsschauplatz verwendet werden kann. Für Belgien braucht Deutschland keine Belagernngs- gischütze mehr — alle Festungen sind in deutschen Händen.
Auf den Wällen und den öfsentlichen Gebäuden Antwerpens wehen die deutschen Fahnen. Bis Ende des 18. Jahrhunderts waren es jene Oesterreichs. Sie wurden heruntergeholt. Tie deutschen! dürften dort bleibend flattern
und nicht mehr emgezogen weiden. — ---
Ter gernpste russische Adler. Sofia, 12. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Die Zeitung „Kambana" nennt die Erstürmung Antwerpens eines der größten Ereignisse des jetzigen Krieges. Tie Bedeutung dieses hauptsächlich gegen England geführten Schlages bestände vornehn'lich in dessen Folgen für die weiteren Operationen. Ter Kanal, sowie die Hauptstadt Englands sind damit bedroht. Ter Sieg der Deutschen auf dem französischen Kriegsschauplatz sei siaiergestellt. Ter Fall Antwerpens werde aber auch aus das russische Kriegs- theater größten Einstuß ausüben und das Selbstbewußtsein der österreichischen und deutschen Armeen liebe». Tie ohnehin gehörig gerupften Flügel des russischen Adlers würden dadurch noch mehr beschnitten. Tieser beginn.', an mehreren Stellen verwundet, jene Gebiete zu räumen, di: seit einem Jahrhundert für ihre Befreiung vom russischen ^och kämpfen. Der Fall Antwerpens werde zur Befreiung vieler unter dem Joche Rußlands und dessen Berbündeten schmachtender Böller beitragen. „Deshalb" — schließt das Blatt — „&e- * iifieit wir aufs herzlichste den groben deutschen Erfolg."
Ans Italien. Hanptmann Gatti urteilt im „Corriere dcllg Sern": Die Bedeutung Antwerpens liege darin, daß es als BerernigrmgSplmkt der ans dem Kontinent eintresfen- den englischen Streitkräfte bätte dienen können. Die belgische Garnison, die durch Strapazen und Mißerfolge niedergedrückt sei, könnte den Entente-Heeren in Frankreich nur geringen Zuwachs bringen. Weit bedeutender sei der Vor- 'eil für die Deutschen, welche die 125.000 Mann, die nach Galtis Schätzung vor Antwerpen standen, nach Belieben ir- , iend emem Punkte der Front zusüliren können.
Schmerzlicher Eindruck in Paris. K o p e n h a g e », 12. CIt. (W. B. Nichtamtlich.) „Berlingsie Tideude" meldet a,z Paris: Ter Fall von Antwerpen hat hier einen sehr ckmcrzlick-e» Eindruck gemacht. Die Stinunnng ist die nciche. wie Anfang September, cär- die L.'iikschen Ulanen ich dicht vor Paris zeigten.
Freude i» der Türkei. K o n st a n ti n o vc l. 12. Okt ®- B- Nichtamtlich.) Tie- Blätter begrüße» mit lebhafter Sefriedigung den Fall von Antwerpen und hrörn d.-si.-u Be- xntung hervor.
- i " 4 .. P. Wien, 10. Okt. Da:- „Nene Wiener Tagblatt" Meldet ans Budapest: Im Elnb der nationaieu Arbeiter- Vn-tei erklärte Ministerpräsident Gras Tisza zu einigen sich vidcnprcckenden Blättermeldungcn i'cher die deutsche» Trnp -'e'n folgendes: In diese,» Kampfe Helsen wir einander n-ii ller Anspannung unserer Kräfte und harren bis zum Ab- chlnß des »»»»sbleiblichen Sieges neben einander ans. Nach Besiegln,g der ans dem französischrn Kriegssck^n,platz vereinten feindlichen Koalition vermag Deutschlmid eine immer größere Heeresmacht anck, ans den rusjisckum Krieg:, mhanplatz, zu werfen. Mit dieser bcwnndernngswücdige,! Heeres,nacht verschmolzen fickt unser Heer de» Heldenkamps
9ltnt Tageszeitung. Dienstag, den 13. wttovee 1314
an der Weichsel mit vereinigten Kräften, bis wir dort die
russische Hauptmacht besiegen. Den linken Flügel jener großen strategischen Stellung, aus welckier wir den Ent- scheidimgskampf aufnehmen, bildet naturgemäß Las deutsche Heer, wir aber bilden den rechten Flügel. So schlagen wir uns unentwegt auf einander vertrauend jeder auf seinem Platze. Auf diese Weife kommt die nicht genug zu schätzende Hilfe des deutschen Berbündeten zur Geltung, nicht aber in einer von manchen angenommenen Weise, als ob einzelne deutsche Hilfstruppen zur Derslärkung unserer in Galizien oder den Karpathen nässen kürripfenden Truppenkörper her- überkänicn.
Tie Begeisterung für Tenischlund in Oesterreich. Nach
einer Zusainnienstelliing der „Osid. Rnydsch." sind seit Kriegsbeginn in Oesterreick 32 Stadtbeschlüsse ans Errichtung bezw. Benennung einer „Kaiser-Wilhelm-Straße" und 20 auf Errichtung einer „Bismarck-Straße" bekannt geworden. .In Ungarn sind über 50 Gemeinden mit der „Kaiser- Wilhelm-Straße" bis zuni Ende September gezählt worden. — Die Stadtbehörden von Linz beschlossen, nach Beendigung des Krieges ein LandeSdenftual für die Bnndestrene Deutschlands inkd ein Standbild Bismarcks in Oberösterreich zu crridjtcu.
|1o:i! öüfrrfirijiidjfn f»rirnrt!d}a??plaf?.
Verlust De» 40 080 Russe»! Wien, 12. Okt. Das „Neue Wiener Tageblatt" schreibt über die Entsetzung van Przemysl: Die Ruhen gelangten nicht weiter als bis zu den Drahtoerhauen und den Gräben der äußeren Werke. Die ganze Festung schien ein einziger srnerspeiender Vulkan, der nach allen Seiten Tod und Verderben hinausdonnerte. Durch die Explosionen von Flatterminen im Vorield ch«den ganze Abteilungen des von ihren Ossizieren wrqttcie- benen Gegners auf einmal zerfetzt. In den Stürmen vom 6. bis 8. Ottober verloren die Rußen bei Przemysl an Toten und Verwundeten nicht weniger als 40 040 Rann, als» rin ganzes Aemeetorps. Przemysl hat sich von strategischem und taktischem Wert sür die Operationen unseres Heeres glänzend bewiesen. Deshalb trachteten die Rußen auch beim Anmarsch der verbündeten deutschen und österreichisch-ungarischen Kolonnen noch im letzten Moment, sich der Festung zu bemächtigen: denn ein weiteres Vorrücken gegen Westen mit einer so ossenen Besatzung dieses jchlagkräsiigen Stützpnnkies im Rücken hätte gewiß für das russische Heer eine äußerst ungünstige Situation bedeutet. Unmittelbar nach dem letzten Angriffe machten stch aber schon die Wirkungen unseres Vorrückens über Rzesicw fühlbar. Während der Feind Przemysl immer wieder vergebens berannte, entsandte er zur Deckung der Sturmangriffe eine starke Abwchrgruppe von sechs Infanteriedivisionen i>nd einer Kosakendioision, mehr als 400 000 Mann längs der Chaussee über Jaroslau b0 Kilometer westwärts. In zwei- täoigcr Schlacht warf unsere von Rzeszow-Bario gegen Lancui- Dynow vorstotzende Armee die feindliche Heeresmacht and verfolgte sie bis an die San.
Der Rückzug der Rußen. Wien, 12. Okt. Die Kriegsberichterstatter melden: Die Rückwürtsbewegung der
Russen sowohl in G -> l iz i e n als auch nördlich der Weichsel daaert unvermindert an. Die österreichisch-ungarischen und deutschen Truppen sind den zurückweichenden Russen unausgesetzt aus den Fersen. Die Verfolgung des Feindes wird auf das energischste durchgesührt, ja in vielen Städten, wo noch vor einigen Tagen sich die russische Besatzung und eine von russischen Generälen eingesetzte Verwaltung breit machic, amtieren wieder die österreichischen Lanbes- bebordcn, deren erste Ausgabe es ist, die Schaden der russischen Episode wieder gutzumachen. Die von den Russen zerstörten Telegraphen, Btticken und Bahnlinien sind repariert, und der Bahiwerkehr funktioniert. Durch die Rückkehr der Beamten ermutigt, suchen viele Flüchtlinge ihre verlassenen Wohnstätten wieder auf. Im großen und ganzen haben die Rußen nicht sonderlich arg geftaust. Die Behörden berichten, daß selbst die Kosaki-P, abgesehen von Schaden der Unsauberkeit, sich menschlich aufgesnhrt habe».
Der Rülltritt Ansienberg's. Wien, 12. Olt. Gemi.il der Infanterie, Ritter v. A > s e n b c r g , ist. weil sein Eosund- beitszustand ihm die Pslicht längerer Schonung auserlcgi. IN den Stand der UeberzähUge» versetzt worden. In einem überaus gnädigen Handschreiben behält sich der Kaiser die Wiederverwendung des Generals vor.
Ans Frankreich.
Das italienische Freikorps in Frankreichs. Mailand,
10. Okt. Der „Eorricrc dclla Serra" erhält aus Südsrank- reich genaue Angaben über das italienische Freikorps. ES ist sowohl ans in Frankreich ansässigen, wie aus von Italien angekommenen Leuten zusamnicngeseht und steht bekanntlich unter dem Kommando Peppino Garibaldis, eines Enkels di's großen Arciicharensührcrs. Sein Ofsizierkorps, teils rranzosisck, teile- italienisch, wird gegenwärtig noch in Ni- mrs, Nizza und Moniclimar ausgcbildek. In Montelimar ellein stehen 1100 Italiener. Besonders stark vertreten unter ihnen ist »as revolutionäre Eleineift. Beispielsweise sind mehrere Häupter der letzten revolutionären Bewegung in der Romagnn, eins der Schweiz, wohin sie geflüchtet >e.v len, in Frankreich ctiigctroffeii, desglcickien der Führer d's italienischen Eisenbahner-Syndikats. Auch zahlreiche rcpu- ll'knnische syndikatliehc Führe,' sind ans Italien in Süd ironkreich giigele.Nz,k.
Anotaiisch srr.nzös,scher und dentscher Kriegoo.efangcnrr. Paris, It. Olt. Wie das „Petit Journal" ans Bord.",,'' meldet, wird der Austausch von Gefangene» ztvische» F .,•*« reich und Deutschland nunmehr tatsächlich vor sich g.-li-n. Die französtsche Armccverwaltung hat auf dem Itiiiwrg über die Schweiz das erste Verzeichnis französischer Kriegs- gefangener ans- Tentsckiland erhalte». Tie verschiedenen Tr,ippenkörp.r.prüfen diese Listen und werden zunächst die-
jenigen Gefangenen bezeichnen, deren Auslieferung ge wünscht wird. Der Austausch erfolgt über Pontarlier.
Analphabeten im französischrn Hrrrc. Ta von einer strengen Durchführung der allgemeincu Schulpflicht i»
Fiankreich auch heute noch nicht die Rede sei» kann, trotz den, der Schulzwang nebi! -er Unentgeltlichkeit d linier
richtS dort seit etwa 30 Jahren gesetzlich eilig- führt ü* ?o fniden wir im französischen Heere trotz der allerbesckeiden'is i Anforderungen der Schule noch mehr als 4 Prozent Aua! pl'nbeten. Nack einer einwandsreieN fiatini'cken mmistellum-z ist sogar die Zahl der Rekniten ohne Schnlbildi-ng in der Zeit von 1000 bis 1006 in etwa 10 Departements ; k» ge- stiegen, zumal von den Geistlichen mit allen Mitteln gegen dis tentelsionslofe „Alheistenschule" agitiert wird und die Regierung nicht wagt, die durch das Gesetz : . gesehenen Zwangsmaßregeln anziiwriideii. So hatte das sr -nzosische Heer nach einer Angabe des „Matin" vom 16. Juli 101t >>>-t-.r 665,163 Soldaten noch 33,1 l0 Analphabeten.'
Italien und die Entente.
Mailand, 12. Ott. Zu der droheiidcn Sprache, oi.. neuerdings die Entente gegen Italien ansöliigt, bemerkt die „Perscveranza", diese sei nur einer Folge der Erschütterung des Vertrauens in einen Sieg aus eigener Kraft,' deshalb svck- ten die Italiener neben Indern, Marokkanern, E-Meg-l.ün und Kanadiern sür die Interessen Englands kämpfen. Di« uationalistisehe „Jdea Razionale" bemerkt, der Sieg bei Au ,n- siowo l? D. Red.) scheine den Rußen zu Kops gestiegen zu sein.
Znm Tode König Karol's.
Konftantinopel, 12. Ott. Di- Nachricht von den T-de des Königs C a r o l hat hier di- tiefste Anteitnahnie her- rorgerufen. Die gesamte Presse hebt einmütig die Bcbeuranj des Ereignisses hervor, die durch den gegenwättigen Zeitpunkt noch gesteigert werde. Der Hingang des Königs sei ein l.-er- setzlicher Verlust für Rumänien, das dem Verblichenen alle Erfolge, die es erreicht habe, verdanle. Die Blätter schildern du Tugenden des Königs, insbesondere seine mit Energie gepaa't, Klugheit, mit der er namentlich in der letzten Zeit viele sür die Zukunft Rumäniens gefährliche Intrigen und Tendenzen durchkreuzt habe. — Der „Tanin" schreibt: Für uns rmseren Balkanstaaten ist die Nachricht von dem Tode des Königs sehr bedeutsam. Der Friede auf dem Balkan war dank seinen Be- niühungen gesichert. Wenn er wahr ist, daß der neue Herrscher die Ideen des verblichenen Königs vollkommen teilt, so !st c« sick-er, daß die Rumänen ihr Land nickst einer großen Krise aus- setzcn werden und es dürfte kein Grund zur Besorgnik ;<ic der Balkansrieden sein. — Der „Iidam" druckt seine Bewunderung für die Kaliblllttgkeit aus. mit weicher der König sogar »nler Gefahr für sein Leben sich' künstlichen Strömungen entgegen, stellte, die man schassen wollte. Das Blatt gibt der Hoijnung Ausdruck, daß der neue König die von seinem Oheim befolgte Politik fortzusetzen und dadurch die Wohlfahrt Rumäniens sickern werde. — Der „Osmanifche Lloyd" hebt den aufrichtigen Schmerz der Deutschen angesichts des Hingangs des großen Hohenzollern hervor, der ein Verbreiter deutscher Kultur var. Wir können, sagt das Blatt, znm rumänischen Volke das Vertrauen haben, daß es die Politik des großen Königs sorisegen wird, ohne sich durch extravagante Leute und Schreier beirren zu lassen.
Deutsche Kriegsbriefc.
Von unserem Kriegsberichterstatter. *)
XII.
Großes Hauptquartier, 3. Ott. 14 Von St. Privat nach Sedan.
Die große Heerstraße von St. Privat bis Sedan ist seit dem Kriege von 1870-71 die via Appia deutschen Heldentums. Aber auch in diesem Kriege ist sie fast in ihrer ganzen Ausdehnung von den deutschen Heeressäulen, zum Teil in hartem Kampfe überschritten worden und eine nachdenkliche Wanderu-ig ans ihr muß dem Deutschen mindestens so unvergeßlich sein wie em Frühlings- oder Herbstausflug auf der alten römischen Gräber- straße. Schon gleich hinter Metz beginnt die heroische Land- schajt. Wir hatten die stolze Feste am grünen Moseljtrand in aller Morgenfrühe verlassen, um uns zunächst die angeblich schon von Drusus angelegte, 24 Kilometer lange Wasserleitung in dem Dorse Jouy-anx Archer am rechten Moseiuser näher anzuschen, die, bei Eorze beginnend, über die Mosel weg das Wasser nach Metz leitete und von der noch 17 Bogen gut erhal- ie» sind. Sie verstärken de» gewaltigen Eindruck, sie di» ganze Gegend aus den zu den Ruhmesstätten unserer Väter Wandernden macht und bilden gewissermaßen das aniite Ein- gangstor zu den Schlachtjeldern von 1870-71, der via ?uu'n- phatis der großen Zeit, auf der nun auch das Blut der Helden von 1014 gestoßen ist. Schon gleich hinter den sruchtgeseg. nete» Weinbergen des tllkoseltales beginnen die lriegrrische« Zeichen unseres eisernen Jahres. Ueberall in den Dörfern diesseits und jenseits der nahen Grenze wimmelt es von Landwehr- und Landsturmleuten, Proviant- und Munitionslolonnen und als wie bei Amanweiler, der letzten deutschen Eisenbahn- stalton, die Grenze überschreiten, merken wir deutlich, daß unser Etappenschutz, wie überall an der Westgrenze, so auch hier, sehr schars gehandhabt wird. Er gilt vor allem Metz, bas 1870 durch uns berannt wurde und das in den letzten Oltobrrtagen vor 14 Jahren mit 180 000 Mann, 800 Kanonen und 800 Fest- nngsgeschützen iapitulierte. Seit dieser Zeit haben wir es z« eine!» ganz uneinnehmbaren PlStz gemacht, an den sich unsere Gegner denn auch in diesem Kriege überhaupt nicht herange wagt haben. Trotzdem ist natürlich nichts außer Acht gelassen worden, um Metz gegen fede Ueberraschung zu schützen um» so kar.ii heute weder Jemand in die Stadt hinein, der nicht einen besonberen Ausweis hat, noch war es Leute», die nicht länger als sechs Monate darin gewohnt hatte», gestatt»», nach der Mobilmachung in ihren Mauer» »» verbleibe». So kam e, be.rv
') Genehmigung zur Verösientllchuna crt»u« am 3. 10. 14.
Oiroßer Generalllab des Feldheeres.


