Ausgabe 
24.12.1915
 
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Lgeöberit de Großen Hauptguartierz.

Straße von Salonik nach Seres den nördlichen Teil des Besik

*

Der Hartmannsweilerkopf wieder genommen

Schwere französische Verluste.

W. B. Großes Hauptquartier, 23. Dez., vorm.(Amtlich.

i Westlicher Kriegsschauplatz 0

In heißem Ringen nahmen gestern die tar menter der 82. Landwehr⸗Brigade die Kuppe d weilerkopfes zurück. N

Der Feind erlitt außerordentlich schwere bluti

g 8 zeror denn 0 tige V

and ließ zweiundzwanzig Offiziere, enden e dreißig Mann als Gefangene in unseren Händen. Mit der Aufräumung einiger Grabenstücke am Nordhange, in denen die 8 sitzen, sind wir beschäftigt. 5

Die Angaben in französischen Tagesberichten v fi abend, es seien bei den Kämpfen um den Kopf n N zember dreizehnhundert Deutsche gefangen worden, ist um

tapferen Regi⸗ es Hartmanns⸗

mindestens die Hälfte übertrieben. Unsere Gesamtverluf einschließlich aller Toten, Verwundeten und Vermißten

waren, soweit es sich bisher übersehen läßt, Mann. 8

Oestlicher und Balkankriegsschauplatz. Keine Ereignisse von Bedeutung. Oberste Heeresleitung.

etwa elfhundert

. Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht

Wien, 23. Dez.(W. T. B.) Aumtli 5 . Maenber 1015. ch wird verlautbart:

Russischer Kriegs schauplatz.

Keine besonderen Ereignisse.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Die. 1 et

In In arien kam es auch gestern zu hef schütz⸗ bange, i 8 5 zu heftigeren Geschütz

n der küstenländischen Front wurde auf der Pod der Angriff eines italienischen Bataillons zurück 9 e sch ke 9515

Südöstlicher Kriegsschauplaßz.

Eine in der Gegend von Tepoa noch in den Felsen des nörd⸗ lichen Tara⸗Ufers verborgene kleinere montenegrinische Abteilung wurde nach kurzem Kampf gefangen genommen.

Sonst nichts Neues.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. *

Geschützkämpfe vor Czernowitz.

Czernowitz, 23. Dez. Auf dem Dujestergelände in der Nähe der russischen Grenze herrscht seit einiger Zeit starker Geschütz⸗ kampf. Die Russen scheinen hier ebenfalls wie an der bessarabischen Grenze Verstärkungen herangeschafft und Munitionsvorräte be⸗ kommen zu haben. Der Geschützkampf ist besonders während der Nachtzeit intensiv und andauernd. Während des Nebels der letzten Tage haben sich die Russen unseren Positionen zu nähern versucht, wurden aber regelmäßig zurückgetrieben. Unsere Artillerie gelang es, Teile der russischen Stellung zu zerschießen und in Brand zu setzen, wodurch zahlreiche russische Soldaten getötet wurden.

Um und in Salonik.

In Salonik herrscht unter der Bevölkerung große Un⸗ ruhe. die deutsche und österreichisch-ungari⸗ sche Kolonie hat die Stadt bereits verlassen. Viele Familien sind ihrem Beispiele gefolgt. Nun sind auch die griechischen Truppen einerseits in den Raum von Verria westlich der Wistritza und anderseits nach Sorowitz in den Raum zwischen dem Petersko⸗See und dem Rudnik⸗ See abgezogen.

An der Befestigung der neuen Hauptfront der Verbündeten wird ununterbrochen gearbeitet, und obgleich sie sich etwa 35 Kilometer nördlich der Stadt hinzieht, be⸗

fürchtet die Bevölkerung, daß auch die Stadt in die Kampf⸗

zone einbezogen werde. Die neue Hauptstellung beginnt bei Karasuli am Wardar, wo die Bahn nach Demirhissar von der Hauptbahn im Wardartal nach Nordosten abzweigt, und läuft im allgemeinen in östlicher Richtung über die Höhen von Kukutsch bis nach Samanli im Tschirnalgebiete, wo sie bis zum Sirt Dere reichen soll. Diese Stellung soll nun noch durch eine zweite etwas zurückgezogene Ver⸗ keidigungsstellung verstärkt werden, die bis zum 633 Meter hohen Sattel von Lahana reichen soll, wo die

ü eitet. 3 ichen Mazedonien beginnt sich eine starke Gärung gegen die Entent e bemerkbar zu machen. Die Engländer und Franzosen verfügten die Räu⸗ mung von bisher zwanzig größeren Ortschaften aus strategischen Rücksichten zwischen dem Langaza⸗See und dem Galiko⸗Fluß. Darunter befinden sich b hende G 5 meinwesen wie Baltsa, Purnar, Utli, Ginvana, Zowati und Langaza. Die Räumung mußte innerhalb 48 Stunden erfolgen. Die griechische Bevölkerung versuchte 5 Stellung zu nehmen und er bat den S 8 1 5 5 Athener Regierung. Die Ententevertreter 3 15 jedoch, daß sie bei der Weigerung der e e 1 sitze zu verlassen, gewaltsame Mittel zur Anwendung

. Meldungen sind bereits seit e keine direkten Nachrichten aus Athen in Salonik 1 0 N Auch zwischen Athen und Salonik 1 1 1 bindung gestört. Allgemein ist man überzeugt, da 5 1010 länder und Franzosen Salonik von der Außenwelt völlig abgeschlossen halten. i g König Peter in enen, 1 Nach einer Sofioter Meldung des 7 ee Salonik eingetroffen, wo er mit dem bien e

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in

Der Getreideantauf in Rumänien.

Nach mehr als einmonatigen Verhandlungen ist zwischen den deutschen, österreichischen und ungari⸗ schen Getreidezentralen einerseits und der rumänischen Verkaufskommission für Getreide anderseits der Vertrag über Getreideverkauf abgeschlossen worden. Vor⸗ läufig bilden 50 000 Waggons verschiedener Zerealien und Hülsenfrüchte das Objekt des Kaufgeschäftes; nach dessen zufriedenstellender Abwicklung ist der Kauf eines weiteren Quantums von 50000 Waggons einverständlich vorgesehen. Zugleich ist die Abfuhr und der Abtransport aller Zerealien und Hülsenfrüchte gesichert, die aus älteren Käufen noch in Rumänien lagernd verblieben sind. Der Abtransport der neuen und alten Käufe wird teils mit der Eisenbahn, teils auf dem Donauwege erfolgen. Es sind alle Maßregeln ge⸗ troffen worden, um diese schwierigen Manipulationen mög⸗ lichst rasch und glatt zu bewerkstelligen. So werden speziell für den Eisenbahntransport Waggons in genügender An⸗ zahl von den Käufern beigestellt werden.

Neue dringende Note der Entente an Rumänien.

T. U. Budapest, 23. Dez. Der Konstantinopeler Iklam meldet aus Bukarest: Die Entente richtete neuerdings eine dringende Note an Rumänien, eine kurzfristige Autwort fordernd, daß den russischen Truppen freser Durchmarsch durch rumänisches Gebiet gestattet werde.

2 Diphtherietis unter den Ententetruppen.

T. Ul. Bukarest, 23. Dez. Dimineata meldet, daß in der Um⸗ gegend von Sinai Azuga und Predeal eine Diphtherieseuche, die be⸗ sonders unter dem Militär viele Opfer fordert, ausgebrochen ist. Es wurden bereits Maßnahmen getroffen zur Auswechselung der Grenzwachen. Für die Entente wurden Seuchenspitäler errichtet.

8 Der türkische Kriegsbericht.

Konstantinopel, 23. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit:

An der Irakfront ist die Lage unverändert.

An der Kaukasusfront versuchten im Abschnitt von Milo russische Abteilungen an uns heranzukommen; ihre Vorhut wurde nach zweistündigem Kampfe verjagt. An anderen Teilen der Front dauern die Patrouillenkämpfe an.

An der Dardanellenfront versuchten fünf Tor⸗ pedoboote und ein Kreuzer des Feindes sich Saros zu nähern, mußten aber, nachdem eines unserer Geschütze den Kreuzer traf, sich wieder entfernen. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr richtete der Feind am 22. Dezember ein anhaltendes Ar⸗ tilleriefeuer gegen unseren rechten Flügel. Unsere Artillerie zerstörte mehrere Schützengräben und Bombenlager des Feindes und brachte durch drei Treffer eine feindliche Hau⸗ bitzenbatterie zum Schweigen. Unter der noch nicht aufge⸗ zählten Beute von Ari Burnu wurden auch mehrere Minenwerfer, Pontons und Decauvillewagen gefunden. Ein feindliches Flugzeug, das am 22. Dezember Bir⸗ seba überflog, wurde von uns heruntergeschossen. Einer der Insassen wurde gefangen, der andere ist tot.

2 Krieg ist Krieg.

Von der englischen Front in Frankreich wird gemeldet: Aus Anlaß des bevorstehenden Weihnachtsfestes haben die militärischen Behörden die Truppen ersucht, nicht zu ver⸗ gessen, daß der Krieg Krieg sei, daß es keinen Waffenstill⸗ stand gebe und daß kein Austausch von Herzlichkeiten erfolgen dürfe. Man müsse überdies einem entgegenkommenden Ver⸗ halten der deutschen Soldaten nicht trauen, da das immer verdächtig sei. Diese Verhaltungsmaßregel soll von den eng⸗ lischen Soldaten zu Herzen genommen worden sein, sagt die Agence Havas.

* Der Seekrieg. Ein feindliches Trausportschiff in der Nordsee gesunken. Amsterdeun, 23. Dez. Ein großes Trans poetschiff ist zwei Seemeilen südlich von Sunderland auf eine Mitie gen

laufen und gesunken. 4

T. U. Kopenhagen, 23. Dez. Der dänische DampferHeini, mit einer Eisenerzladung von Schweden nach Raumo unterwegs, wurde von einem deutschen Torpedoboot angehalten und als gute Prise nach Stettin gebracht.

DieBerliner Revolution.

Das Berliner Tageblatt bringt diesen Bericht:

Englische Korrespondenten, die in Kopenhagen und in Amsterdam sitzen, erzählen dem Publikum ihrer Blätter jetzt täglich, daß bei uns so halb und halb die Revolution ausge⸗ brochen sei. Sie schildern, wie Ströme von Blut durch die Berliner Friedrichstraße fließen, und berichten über Straßen⸗ schlachten mit vielen hundert Toten und zahllosen Verwun⸗ deten. Herr Fitz⸗Maurice, der sogenannte diplomatische Mit⸗ arbeiter des Figaro, legt diesen Nachrichten einen solchen Wert bei oder er tut doch so daß er sie zu einem Artikel verarbeitet, der die flammende UeberschriftDie Emeute in Berlin trägt. Der Artikel beginnt mit den tragischen

Worten:In Berlin ist Blut geflossen, und dann heißt es darin:

Fünfzigtausend zur Verzweiflung gebrachte Männer und Frauen, sagen die uns aus Holland und Dänemark zugehen den Depeschen, haben das Reichstagspalats zu stür⸗ nen versucht, um die dort Beratenden, die den Lügen des Reichskanzlers Beifall gespendet hatten, zu zwingen, sie anzu⸗ hören. Als diese wlitende Menge sich weigerte, den Anforder⸗ ungen der Politzisten zu folgen, hat die Polizei geschossen. Es hat Tote und Verwundete gegeben. Dann ist die Menge zum Schloß gezogen... g

Was dort vor dem Schlosse alles geschehen ist, kann ma gar nicht nacherzählen. Aber der geschichtlich bewanderte Mitarbeiter des Figaro versichert, diese Vorgänge erinnerten an die ersten Tage unserer großen Revolution...

Ein japanischer Dampfer versenkt.

Malta, 22. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Der japani sche DampferSac Maru ist am 21. Dezember im östlichen Mittel⸗ meer durch ein feindliches Unterseeboot versenkt worden. Die Hafenbehörde von Alexandria wurde durch Funkspruch benachrichtigt und sandte Hilfe.

Amsterdam, 23. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Eine Reutermeldung zufolge heißt der versenkte japanische Dafnp⸗ ferYasaka Maru. Er faßt 12500 Tonnen, wurde 1914 gebaut und gehörte der Nipon Jusen Kaishar.

London, 23. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Den Zei⸗ tungen zufolge ist die Vernichtung des PostdampfersPasak n Maru der größte Ver lust, den die Versicherer seit Kriegsbeginn zu verzeichnen haten. Der Schaden dürfte etwa 25 Millionen Franken betragen. ö

*

Tortosa(Spanien), 23. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Ein framzösischer Dampfer, der vor einem Unterseeboot, das ihn zu torpedieren versuchte, flüchtete, strandete bei der Ebromündung. Man hofft, die aus Zucker be⸗ stehende Ladung retten zu können.

Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. N..

Bekanntmachung.

Die Stadtverordneten⸗Versammlung hat in ihrer Sitz ung vom 9. Dezember 1915 beschlossen, vom 1. Januar 191 den ermäßigten Fahrpreis von 5 Pfennig wie in anderen Städten nur noch den Militärpersonen bis zum Offizier⸗ Stellvertreter einschließlich zu gewähren..

Gießen, den 23. Dezember 1915.

Der Oberbürgermeister. Keller.

Bekanntmachung.

Es wird wiederholt darauf hingewiesen, daß An⸗ und Abmeldungen beim Bezuge von Brotmarken lediglich bei den einzelnen Brotmarkenausgabestellen(Bezirke) zu erfolgen haben und nicht etwa bei dem Großh. Polizeiamte.

Bei Neuanmeldungen ist eine Abmeldebescheinigung der früheren Ausgabestelle vorzulegen. Bei Abmeldungen ist stets der Umschlag des Brotmarkenheftes und die nicht ver · brauchten Abschnitte zurückzugeben.

Es ist öfters festgestellt worden, daß Abmeldungen ver⸗ spätet erfolgen oder daß Personen(Lauffrauen, Aushilfen) die bereits ein Brotmarkenheft erhalten, seitens der Dienst⸗ herrschaft nochmals angemeldet werden.

Bei Zuwiderhandlungen wird unnachsichtlich vorgegan⸗ gen werden. 9 0 4

Gießen, den

4. 22

23. Dezember 1915.

Der Oberbürgermeisten. Keller.

N 1 Bekanntmachung Die Auszahlung der Familienunterstützungen für 1. bis

Januar an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufen findet statt: 5

a) Reichs⸗ und Kreisunterstützung. An diejenigen, deren Namen beginnen mit A Mittwoch, den 29. Dezember 1915, IN Donnerstag, den 30. Dezember 1915, 82 Freitag, den 31. Dezember 1915. p) Städtische Unterstützung(Mietszuschuß). AH Montag, den 3. Januar 1916, IR Dienstag, den 4. Januar 1916, 82 Mittwoch, den 5. Januar 1916, c) An Vermieter, die Mietbeträge abholen. Donnerstag, den 6. Januar 1916. Die Auszahlungen finden von 81 Uhr vormittags im Stadt⸗ haus Zimmer Nr. 7 statt. Die Unterstützungen dürfen nur an den vorgenannten Tage. abgeholt werden. Gießen, den 22. Dezember 1915. Der Oberbürgermeister. Kalles

D. Kaminka, Gießen Marktplatz II. Ubrmacher und Goldarbeiter.

Reichhaltiges Lager in Uhren, Gold⸗ und Silberwaren. Lieferant des Konsum⸗ Vereins Gießen u. Umg. und des Eisen · bahn⸗Konsumvereins.

Man verlauge Rabattmarken.

5 konfbrierte und die serbischen König be⸗ 7 5 e ne e deer K blen.%%!) n ũa. zbsichtigt angeblich, vorläufig in Salonik an 1 TUS TTuE II Od A. AAN r EZELlLSCHIAE T enkel

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