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die Interessen
5 des werktätigen Volkes Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.
Die Oberbessische Volkszeitung erscheint jeden We
5 5 5 rktag A Gießen. Der Abonnementspreis beträgt wöchentlich 15 eee
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Nr. 293
Gießen, Dienstag, den 14. Dezember 1915
10. Jahrgang
0 Von Otto Hus. Die Kommission des preußischen Landtags, w
5 n g elche Inde August d. J. eine Besichtigungsreise durch die von b, gegen Ende
; 8 0 8 g dem Kri. mittelbar betroffenen Gebiete Ostpreußens unternahm, 135 nun durch ihr Mitglied, den Abg. Fuhrmann, einen Bericht
erstatten lassen, der zunächst als nichtoffizielle Land zur Verteilung gelangt ist. als sozialistisches Mitglied an der Besichtigungsreise teil;
tagsdrucksache Hirsch nahm Er ho über seine Bericht muß als
Unser Genosse Paul
bereits in einer Anzahl sozialistscher Parteiblätter Reiseeindrücke geschrieben. Der Fuhrmannsche Einleitung zu den in Anfängen wiedergegebenen offiziellen Aeußer⸗ ungen der ostpreußischen Landwirtschaftskammer und der Landréte in den besonders arg verwüsteten Kreisen bewertet werden. Diese
Aeußerungen aber entrollen ein so tief trauriges und auch lehr⸗
reiches Bild von den Kriegswirkungen in Ostpreußen, daß es sich
schon lohnt, die objektiven amtlichen Feststellungen zu Nutz' und
Frommen sowohl der einen wie der anderen te einem möglichst
weitem Kreise bekannt zu machen. 5 ö
Herr Abg. Fuhrmann, der bekanntlich nicht zu den Leuten ge⸗ hört, die wie wir den Kriegs grundsätzlich bekämpfen, faßt seinen totalen Reiseeindruck in die Worte zusammen:
. ne nicht abreißende Reihe erschütternder Bilder war es, diechie Fahrt vom ersten bis zum letzten Augenblick begleitete. Keisie Wiedergabe durch Wort und Bild kann den Eindruck be⸗ schreiben, den man von diesen Trümmerstätten empfing. Dabei muß berücksichtigt werden, daß das unmittelbare Grauen, das die Kriegsfurie hier hinterlassen hatte, bereits wieder verschwunden .
Der Berichterstatter schildert dann weiter, daß bereits umfang⸗ reiche Aufräumungsarbeiten durchgeführt und bedeutende Neu- bauten begonnen seien. Also den ganz frischen Eindruck von den grauenhaften Vernichtungen haben die Reisenden nicht mehr be⸗ kommen und doch ist der ganze Bericht nebst Anhängen eine einzige
Anklage gegen den Krieg! Von den uns früher vorgesetzten Ve
himmelungen des„frisch fröhlichen Krieges“ als einem„Jung⸗
brunnen flür die Völker“ wird man in der Denkschrift nichts sinden;
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auch von„sittlich stärkenden Wirkungen des Krieges“ ist keine Rede. Eine Druckseite nach der anderen ist angefüllt mit Dar⸗
stellungen kulturvernichtender Zerstörungsakte, von denen man die ärgsten nicht auf„Kriegsnotwendigkeiten“ zurückführen Sinnlos, bärbarisch, viehisch hat die Kriegsfurie gehaust. sadistischer Mordlust sind in Fülse vorgelommen. Auf den Men⸗ schen- und Kulturfreund können diese erschütternden Kriegs⸗ dokumente nur als ein einziger Ansporn zur Erhöhung der Kriegs⸗ feindschaft wirken.
Nur ein verhältnismäßig kleines östliches Grenzgebiet hat die Kriegsschrecken unmittelbar zu fühlen bekommen. Und doch sind hier schon 24 Städte und fast 600 Dörfer ganz oder teilweise zeestört worden! Zirka 2000 Zivilpersonen sind von ben Russen e oder schwer verletzt worden durch unsägliche Mißhandlungen. 10 700 Zivilpersonen sind nach Rußland verschleppt. 350 000 bis 400 000 ostpreußische Flüchtlinge haben ihre Heimat dem Russeneinfall Hals über Kopf verlassen müssen; am är während des zweiten Russeneinfalls namentlich gehaust.
kann.
Akte
daß manche russische ber um so barbar⸗⸗ Jast
Truppen sich menschlich verhielten, ander scher an Leben und Eigentum der Zivi die ganze Bevölkerung der besonde auf die Flucht begeben, zehntausende n, Me Männer, Greise, Frauen und Kinder(die mil ärpflichtigen bevölkerten nun
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treibung der Russen den teilweise weit bis veystreuten ostpreußischen Flüchtlingen militäresch nan zie geim⸗ laubnis zur Heimkehr gegeben werden durfte, da kamen sie„heim
75 1 1 Höhle: das
zu den ausgebrannten Trümmerstätten, e e ee f Wi Tieren gleich mußten 1 Zählkre
Grausen wohnt. Wilden Tieren gleich Erd ahlen uw. kam⸗
Heimgekehrten in schrecklichen Gelassen, in 92 5 bis erst notdürftig eine bessere Un en konnte. e
Unwfllkürlch fallt einem beim Lesen dieser, Seen 9 l ein, was Karl Kautsky so treffend 1911 f er 1 950 1 stimmung beim Ausbruch eine ⸗ e i 9 Einbruch hat:„Nichts fürchtet ein Volk mehr als einen feine 1 111 über seine Grenzen!“ Die uns vorliegende, eichen. e mal vollständige Leidensgeschichte der ostpreußiscken 9 läßt nicht nur die von Kautsky damals Ae dure begreif⸗ Panikstimmung namentlich der Grenzbevölke ru zie miu in lich erscheinen, sondern wir verstehen nun 110 z den e kritischen Augusttagen 1914 auch Parkeigenosesied 10 h Iced fätzlich für die Budgetablehnung sind e 0 2
terkunft geschaffen wer⸗
8; 5 r a ben, parlamentarisch tätige Parteivertreter W 89 doch ja die Kriegskredite zu 5
7 8 f i ver⸗
Gegenteil würden auch die ostpreußischen dae e
stehen. Gerade wer auf die Berüchsichtigung erienen Tagen auch
hohen Wert legt, der muß die Voltestimmung an 9 1 115 in sein parteitaktisches Kalkül einstellen, at 597„
zwischen wieder zur Intransigenz zumgele rn pie Russenherrschaft
In dem Bericht über den Kreis Ly ck, 1 0 75 192 5 300 givil⸗
am längsten besaß(130 Tage) wird ee ee und Kinder,
personen ermordet und etwa 1000, daruntee 17 0
0 f 1 00 Wohnhäuser ö as 200 Air ches werden nlauammengeschossen und nie⸗
als 2000 Wirtschaftsgebäude wu 1 5 d⸗ unt, minbsestens ebensoviel beschädigt. 10 e bewohner gerieten in russische Gefauagnschach ß wurden diese Leute von Russen nich in dieser Zeit man⸗
nur die Mädchen und jungen Frauen hatten
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sche Rriegsgreuel.
ortsanwesend hielt und sie ihr stärkerer Drang nach der
Lande, ganz außer Acht lassen.
cherlei aus zustehen“. In anderen Teilberichten werden] neuen Schritte sollen in einer Note und in Zwangsmaßregeln
weniger zurückhaltend barbarische Schändungen Mädchen und Frauen mitgeteilt. Sodann heißt es über Lyck: „Seit dem 14. Februar hat sich Stadt und Land allmählich wieder angefüllt und werden heute über 35000 Menschen im Kreise anwesendnd sein. Die Zahl wird sich bald mehren, so⸗ bald Lyzeum und Gymnasium in Betrieb gesetzt und die Wohnungen einigermaßen wohnbar gemacht werden.“
Mit anderen Worten: Die besser situjerten Bepölkerungskreise haben sich haup aus dem K gebiet entfernt und sind noch draußen geblieben, während die ärmere Bevölkerung sich mehr heimat⸗ lichen Erde am ehesten wieder heimtrieb. Ist es nicht auch aus Bel⸗ gien und Nordfrankreich bekannt geworden, daß sich das vermö⸗ gende Bürgertum meist in das innere Frankreich und nach England begab, um dem unmittelbaren Wüten des Krieges zu entgehen; und daß umgekehrt eine auch relativ größere Menge des Proletariats in
von
den„respektive hierher zu⸗ rüickkeh 5 Verhalten der politischen arteien in Sachen der Vaterland teidigung nicht nach billigen
Schlagworten zumal solcher Parteigruppen in neutralen Ländern bewertet werden, die sehr weit vom Schuß die natürlichen Empfind⸗ ungen einer Bevölkerung in dem von der Kriegsfurie bedrohten Wie jene ostpreußischen Partei⸗ genossen, die unserer Fraktion die hochkritische Situation in ihrer Heimat anschaulich dargestellt haben, so kaun auch Schreiber dieses aus persönlichen Unterredungen mit zahlreichen im rheinisch⸗west⸗ fälischen Industriegebiet untergekommenen ostpreußischen Flücht⸗ lingen bestätigen, daß der Volksteil, welcher die Kriegsschrecken unmittelbar in der Heimat erlebt hat, es absolut nicht verstanden hätte, wenn sich die sozialdemokratische Reichstagsfraktion am 4. August 1914 anders als geschehen verhielt. In die Gefühlswelt dieser hunderttausender ostpreußischer Flüchtlinge, die eben das nackte Leben retteten, die zahlreiche nächste Verwandte und Freunde verschleppt, mißhandelt, geschändet und ermordet wissen, in die Gefühlswelt dieser Menschen muß man sich versetzen, wenn man sich vorstellen will, wie auch die Arbeiter massen politisch reagierten, wenn Deutschland überhaupt der Hauptkriegsschauplatz geworden wäre und unsere volitischen Gegner dann die Möglichkeit hatten zu behaupten, durch die verneinende oder auch durch eine passive Haltung der Sozialdemokratie sei Volkseinigkeit zerstört, damit unsere Abwehrkraft entsprechend geschwächt worden. Was daraus für die Zukunft auch der sozialistischen Bewegung in Deutschland für Folgen entstanden wären, das liegt für jeden, der praktisch mitten in der Arbeiter⸗ bewegung steht, auf der flachen Hand.
Was der Krieg ist, das haben die
armen Ostpreußen, von
deren furchtbarem Leiden und barbaxischer Vergewaltigung merk⸗
in der angeblich„für Freiheit und Kultur“ streiten⸗ resse Notiz genommen ist, ein gerüttelt volles Maß 1 7
ten und Kriegsgegner werden durch jene
Massacres und Zerstörungen bestärkt in unserer prinzipiellen
Kriecsgegnerschaft, ohne daß wir die Greuel als spezifisch„russisch“ 98
r sich nicht prinzipiell gegen den Krieg als einen Rlickfall der Menschheit wendet, der mag allerdings die es Wütens der Kriegsfurie als„besondere Auswüchse“
us ist den oscpreußischen Berichten zu entnehmen: Boreits
Mobi chungsag brachen die Russen in den Kreis
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0. Juli ein und bereit
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i rirgallen. 8„ Kriegsmärchen a la„Kochmer Tunnelsprengung“, te Tat ö f st 1914 sozusagen, im Zustand der
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ch, nicht etwa m1 gung gegen unseren 113 e befanden! Dieser Gegner hat dann mona nordöstliches Grenzgebiet teilweise bis nahe an König g gehalten und, wie die ausgedehnten Trüümmerhaufen noch im Sommer 1915 bewiesen, schrecklich v stet. Angesichts dieser Wirklichkeit ist die Frage, ob wir uns in einem Verteidi⸗ gungskrieg— dessen wie immer geartete geheimdiplomatische Vorgeschichte angesichts des feindlichen Eir übruchs neben⸗ sächlich wurde— befinden, zu entscheiden. Daß es uns gelungen ist, im Ssten wie im Westen unsere Greuzen zu sichern, das darf uns nicht bewegen, die Anfangsstation des Krieges, dessen unglück⸗ liches Opfer Ostpreußen in wahrscheinlich noch weit höherem Maße als Belgien geworden ist, zu ignorieren. „ 0 0
Verzweifelte Lage des Exveditionskorps.
Nach Pariser Blättermeldungen ist die Lage des sransösisch⸗ englischen Expeditionskorps ern st. Die Feinde tragen gegen die französischen Stellungen einen u mfassen den An griff vor, der zugleich am linken Flügel(Doiran), dem Salonik zunächst liegenden Punkt des Schlachtfeldes und am Zentrum der Front der Entente angesetzt wurde. Man befürchtet einen starken Angriff des feindlichen rechten gegen den linken Flügel der französisch⸗eng⸗ lischen Truppen. Falls die Franzosen in die letzten um Saloni! angelegten Verteidigungslinien gedrängt würden, müßten sich die französisch⸗englischen Operationen auf die Verteidigung der Stadt beschränken, deren Widerstand auf der freien Ver⸗ bindung mit dem Meere beruht. Man fürchtet jedoch, daß dieser Trost, die Beherrschung der See durch die Flotte der Entente, ab⸗ geschnitten werden kann.
Griechenland und die Entente.
Ein neuer Schritt des Vierverbandes in Athen?
Der Sonderberichterstatter des Petit Journals erfährt aus guter Quelle, daß eine neue Intervention der Verbündeten bei der griechischen Regierung be absichtigt sei, die direkt und energ isch aufgeforde t werden soll, auf Ausflüchte endlich zu verzichten und ihre übernommenen Verpflichtungen zu halten. Die
htigsten ang unser rg baosetzt
noch jetzt.
eine russische Patrouille einen Teil
bestehen. 25 Die Herren von Saloniki.
T. U. Budapest, 12. Dez. Az Est meldet aus Sofia: Die Eng⸗ länder nahmen Saloniki in Besitz. Sie besetzten das Post⸗ und Telegraphenamt und die übrigen Verkehrsanstalten und verfügten den Belagerungszustand öber die Stadt. Die englisch⸗französische⸗ Truppen verschanzen sich immer mehr in Saloniki.
Die Lage in Saloniki.
T. U. Sofia, 12. Dez. Eine diplomatische Persönlichkeit, die gestern aus Saloniki hier eingetroffen ist, bestätigt, daß die Eng⸗ länder und Franzosen sich tatsächlich zu den Herren von Saloniki gemacht haben, auch wenn die Gerüchte von der Verhängung des Belagerungszustandes durch die Engländer über die Stadt offiziell noch keine Bestätigung erfahren habe. Der griechische Charakter Salonikis, berichtet dieser Diplomat, tritt der englisch⸗französischen Herrschaft gegenüber immer mehr in den Hintergrund. Vor einigen Tagen haben die Engländer sogar die Einstellung des Trambahnverkehrs von 3 Uhr nachmittags an verfügt, weil eines ihrer Kriegsautomobile, die unablässig die Stadt durchrasen, bei einem Zufammenstoß mit einem Trambahnwagen verunglückt ist Englisch-französische Patrouillen durchziehen unablässig die Straßer und den Hafen, wo ständig zehn bis fünfzehn Kriegsschiffe sowie drei Lazarettschifse liegen, während man von dem hohen dickleibigen Blutturm, das Wahrzeichen Salonikis, an dem fernen Horizont die Rauchfahnen anderer Kriegsschiffe sehen kann, die die Einfahrt in den Hafen vor dem Angriff deutscher Unterseeboote beschützen sollen Die im Hafen von Saloniki gelandeteten Truppen scheinen mit keiner großen Vegeisterung an die Front zu gehen. Man hat den Eindruck, daß sie bereits wissen, welche Zukunfk sie erwartet und
wie hoffnungslos die Sache ist, für die sie kämpfen. Die paar
tausend junge Serben, die sich nach Saloniki gerettet haben und die mit der Sprache und den Verhältnissen des Landes besser ver⸗ traut sind als ihre eigenen Leute, werden von den Engländern als Spione und Detektive angestellt. Tag und Nacht kann man diese verdächtigen Gestalten jetzt die Konsulate Deutschlands, Oesterreich⸗ Ungarns, Bulgariens und der Türkei umschleichen sehen.
Die Einnahme Ochridas. a
Das Echo de Bulgarie schreibt zu der Einnahme von Ochrida: Die Heimat des heiligen Clemens von Ochrida, des Gründers der bulgarischen Nationalliteratur, die Stadt, die unsere nationale Kultur verkörpert, kehrt nach langen Jahren der Fremdherrschaft wieder in das bereits geeinte Bulgarien zurück. Für unsere Väter und für das Ausland gab es, als sich die bulgarische Frage der Diplomatie zum ersten Male aufdrängte, nur ein bulgarisches Land, das sich von Ochrida bis zum Schwarzen Meere ausdehnte, aber die Berechnung und die Eifersucht der Mächte verstümmelten diesen Organis⸗ mus, und die Folgen dieser Verstümmelung spürt unser Land Heute ist die bulgarische Einheit wiederhergestellt. Bulgarien, das alle Kräfte wiedererlangt hat, wird für Süd⸗ osteuropa ein wertvolles Element der Ordnung und der wirt⸗ schaftlichen Wohlfahrt sein.
Ferniprechverbindung Berlin— Sosia.
Die telephonische Verbindung zwischen Ber⸗ lin und Sofia, die durch ein Gespräch beider Kriegs- minister eröffnet wurde, hat in allen bulgarischen Kreisen ungeheueren Eindruck hervorgerufen. Die Presse betont, daß das Land stolz sein könne auf die täglich neuen Erfolge, die Bulgarien gemeinsam mit den Bundesgenossen auf den Schlachtfeldern wie auf dem Feld der Kultur erringe.
Zwei rufsische Dampfer durch rumänische
Kriegs schisse angehalten. a
T. U. Bukarest, 12. Dez. Der Universul meldet aus Sulina: Die von der russischen Regierung angekauften belgischen Dampfer „König Albert“ und„Tigris“ verließen vorgestern mit der Be⸗ mannung den hiesigen Hafen, um nach Odessa zu fahren. Vor dem Verlassen der rumänischen Wasserzone wurden sie von rumänischen Kriegsschiffen angehalten. Beide Dampfer sind nach Sulina zurück⸗ gebracht worden.
Die türkischen Kriegsberichte.
Konstantinopel, 12. Dez.(W. T. B.) Amtlicher Bericht des Hauptquartiers: An der IJrakfront bemächtigten sich unsere Truppen durch energischen Angriff der vorgeschobenen Stellungen des Feindes bei Kut⸗el⸗Amara. Der Feind wurde in seine Hauptstellung zurückgeworfen. Die Verluste des Feindes in diesen Kämpfen betrugen mehr als 700 Mann, die unseren an Toten und Verwundeten noch nicht 200.
Au der Kaukasusfront im Abschnitte von Milo warfen wir mit Verlusten für den Feind einen Angriff gegen unsere vordersten Stellungen, der zwei Stunden dauerte, zurück. 8 An der Dardanellenfroutbei Anaforta hielt das übliche Artillerieduell an. Unsere Artillerie traf zwei⸗ mal ein feindliches Schiff und dreimal ein Panzer⸗ schiff bei Kemikliliman. Bei Ari Burnu heftiger Bom⸗ benkampf. Drei Kreuzer, ein gepanzerter Ponton und die Landbatterien eröffneten ein Feuer, das ohne Unterbrechung eine Stunde währte, aber nur unbedeutenden Schaden ver ursachte. Unsere Artillerie erwiderte das Feuer und traf zwei⸗ mal einen Kreuzer, der gezwungen wurde, sich zu entfernen, und zerstörte feindliche Bombenwerferstellungen bei Kanlisirt.
Bei Sedd⸗ül⸗Bahr brachte unsere Artillerie das Schleu—


