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Hessen und Nachbargebiete.
Gießen und Umgebung. Wo bleiben die Höchstpreise für Marmelade?
9 e für Konsumente uns: Weil Fett und Butter knapp sind, wird; 5 Marmelade und anderer süßer Vtotasstade lee ble früher. Das ist gut so; denn es sind gesunde Nahri b 0 und es ist ein Glück, daß wir in diesem Jahre 5 ai ee reiche Obsternte hatten und daß auch Zucker im We ist. Wir konnten daher große Mengen von Marn de l Obstmus verhältnismäßig billig herstellen, 0 daß 18 118 Verzehr noch ganz gewaltig steigern läßt. Um f sich 80 licher ist es aber, daß die Verbraucher trotz der rene Vorräte ganz ungewöhnlich hohe Preise zahlen müssen 8 die Preise sind noch immer im Steigen begriffen N Zustände sind unhaltbar. Sie drohen unerträglich 18 w 1950 wenn die Regierung nicht sofort eingreift. Warum ist sie unf halbem Wege stehen geblieben? Die Hündesratsverorbn 5 vom 11. November ermächtigt den Reichskanzler Hersteller preise für Obstmus, Marmelade, Honig, Kunsthonig Nüle syrup und sonstige Fettersatzstoffe zum Brotaufftrich fest. zusetzen. Nach ihnen sollten dann die Gemeinden Klei. handelshöchstpreise normieren. Welchen Zweck hat aber 155 solche schöne Befugnis, wenn man keinen Gebrauch von ihr macht? Der Erlaß der Verordnung läßt doch darauf schließen daß die Regierung bereits am 11. November die lieber zeugung hatte, daß auch auf diesem Gebiete etwas getan wer— den muß und seitdem sind die Verhältnisse nicht besser, son⸗ dern nur schlimmer geworden.— Darum ist längeres Ab⸗ warten unmöglich. Die Höchstpreise müssen sogleich fest⸗ gesetzt werden, wenn sie noch Sinn und Zweck haben sollen.
ninteressen schreibt
Der Mangel an Speisekartoffeln.
Dem Vorwärts wird geschrieben: Die Deutsche Desti 8 bespricht in ihrer Nr. 93 umlaufende Gerüchte, 100 were Boie Brennereien für Brennkartoffeln 8—8,50 Mk. bezahlen, während der Höchstpreis für die wertvollere Speisekartoffel zu 5,50 Mk. im Großhandel festgelegt ist. Sollten die Gerüchte auf Wahrheit be⸗ ruhen, so wäre es erklärlich, daß den betreffenden Brennereien ein starkes Angebot in Kartoffeln zuströmt, die den Märkten für Speisekartoffeln entzogen werden.
In der Bewertung der Kartoffeln nahm dte Speisekartofsel von jeher die oberste Staffel ein. Sollte die Brennerei jetzt um 50 vom Hundert höhere Preise zahlen können, dann ist da etwas nicht in Ordnung! Der Eingriff in die freie Selbstbestimmung, und als solcher ist die Festlegung von Höchstpreisen stets anzusehen, hat den alleinigen Zweck, die Bewertung einer für die Gesamtheit unentbehrlichen Ware der Gewinngier zu entziehen. Dieser Zweck würde aber völlig vereitelt werden, wenn die Brennerei oder andere Kartoffeln verarbeitende Industrien 50 Prog. höhere Preise zahlen können als die Reichsbehörde für die Speisekartoffeln fest⸗ gelegt hat. Denn es bedarf leines besonderen rechnerischen Nach⸗ weises, daß die Brennereien nur dann solche Preise für die Kar⸗ toffel zahlen, wenn sie wenigstens ihre Herstellungskosten durch die Verwertung der Erzeugnisse zurückerhalten.
Diese Erzeugnisse sind Schlempe und Spiritus. Die Schlempe ist, wie allgemeine bekannt, zwar ein wertvolles Viehfutter, aber der Brennereibetrieb schafft keine Futterwerte, sondern zerstört sie! Aus dem Umstande, daß Riesenmengen heißes, gut aufgeschlossenes Futter von hohem Nährwerte in die Krippen fließen, ist noch keineswegs der Schluß zu ziehen, daß diese Futterwerte in der Brennerei geschaffen werden. Als Unterlage für die Gärung kommt in der Kartoffelbrennerei nur die Stärke in Frage, von der etwa 84,5 Proz. in der festen Kartoffelmasse enthalten sind. Sie wird im Verlauf des Betriebes verzuckert und dieser Zucker unter der Einwirkung der wachsenden Hese in Alkohol und Kohlensäure gespalten, die beide als Nahrungsmittel oder als Futtermittel nicht in Frage kommen. Es bedarf keines zahlenmäßigen Nachweises. daß der ganze Futterstoff einen höheren Futterwert hat als Teile desselben. 8 8 1
Wir hören soviel von der Größe der diesjährigen Ernte! Dies aber gilt auch für die relativen Erträgnisse, d. h. im Verhältnis au dem vergrößerten Bedarf. Nach gesetzlicher Bestimmung müssen bei der Herstellung von Roggenbrot auf 90 Teile Roggenteile 10 Teile Kartoffelwalzmehl verwandt werden. Nimmt man an, daß die Brotkartenmenge dem Brotverbrauche entspricht und daß zwei Drittel des Gesamtverbrauches aus Roggenbrot bestehen, dann sind zu dessen Herstellung rund 450 Millionen Kilogramm Kartoffel⸗ walzmehl erforderlich. Zum Weizengebäck dürfen unbegrenzte Mengen Kartoffelstärke verarbeitet, werden, die Herstellung von Backwerk aus Kartoffelstärke hat sich vervielfacht. Dieser Neuver⸗ brauch von Kartoffeln und Kartoffelpräparaten zu Backzwecken er⸗ reicht eine solche Höhe, daß sie, verbunden mit der noch ungleich größeren Menge von Kartoffeln, die mehr zur Fütterung gelangen, alle früheren Zahlen des Verbrauchs über den Haufen werfen. Der hohe Preis für Brennkartoffeln wirkt mit unfehlbarer Sicherheit auch erhöhend auf die Preise der Kartoffeltrockenerzeugnisse und verteuert die Brotbereitung, Die Surrogate(Kartossel⸗ Trockenpräparate) waren schon nicht, 1 teurer als Weizen⸗ und Roggenmehl selbst, das sie ersetzen do. ö
Sollen die erke hspresse für Speisekartoffeln ihren Zweck erfüllen, dann müssen auch für alle anderen Kartoffeln Höchstpreise festgelegt werden, die etwas niedriger liegen 1 5 5,50 Mk, damit für die Besitzer ein Rei vorhanden ist, sie als Speisekartoffeln an den Markt zu bringen.
Die Bierbrauereien im
— Ein Bierboykott der Wirte. Die Bierb. 1 7 Rheinland und Westfalen beschlossen kürzlich ihre Nee
Bierpreis⸗Erhöhung. Während des Krieges wurde der Heteliterbvelt 0 Mark erhöht. Diese fröhliche Aus- nutzung der Konjunktur hat endlich die Wirte in Harnisch ge— bracht. Die Wirtevereinigungen ia Solingen haben bee schlossen, falls die Brauer auf der Erhöhung beharren, mit dem 15. Dezember den Bierausschank einzustellen und gemeinsam leichten und billigen Wein einzukaufen und erschänken. 5 5 5 barsch ene bei der Hundesteuer. Es dürfte pielen Hundebesitzern nicht unwillkommen sein, wenn 95 an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, daß 1 1 ae dieses Jahres abgeschafften Hunde bis spätestens nen 5 5 zember bei der zuständigen Bürgermeisterei oben 0 50 — Wird die Abmeldung erst nach dem 31. Dezember ewit 1 so ist die Hundesteuer für das folgende Jahr iet e richten.— Wer ferner am 1. Jann selbst 1 0 0 htete 5 0 Hunde im Alter von unter drei Monaten bessf 15 enk. weder gleich oder nachträglich zur Hundesteuer für 11 15 mende Jahr zugezogen. Nur wenn nachge desen. 12155 1 ein junger Hund vor Erreichung des Alters von 3 Monaten,
0 Orten außerhalb des Groß⸗ e We an tritt Steuerbefreiung ein.
1 Vom Zuge totgefahren. Am Samstag nachmittag geriet der Rangierer Pfeiffer von hier auf dem Güter- bahnhofe unter einen Zug und wurde überfahren. Sein Tod trat auf der Stelle ein. Pfeiffer ist etwa 30 Jahre alt.
4 Wirtshausstreit. Am Samstag abend kam es in einer hiesigen Wirtschaft zum Streit zwischen zwei Soldaten, wobei der eine mit dem Seitengewehr auf seinen Gegner ein— drang und diesen verletzte.
E die Gewinne einer Zuckerfabrik. Die Zuckerraffinerie Halle gibt ihren Aktionären für das Geschäftsjahr 1914/15 trotz erhöhter Abschreibungen und Rüickstellungen eine Dividende von 25 Prozent gegen 10 Prozent inn Vorjahre. Obgleich die ver⸗ arheitete Menge Rohzucker von 1290 000 Doppelzentner im Jahre 1913/14 auf 856 896 Doppelzentner im Jahre 1914/5 zurüickge⸗ gangen war, stieg der Ueberschuß aus Zuckerlieferuugen von 3717017 Mk. auf 5 483 799 Mk. Alls dem Vorjahre stand ein Vor⸗ trag von 4454 Mk.(17 662) zur Verfügung. Die Unkosten haben sich gegen das Vorjahr baum geändert, sie betragen 2802 819 Mk. 2813 211). Die Abschreibungen werden von 200 500 Mk. auf 334 682 Mk. erhöht. Der Ueberschuß übertrifft das Vorjahr um vund 4,0 Millionen Mark und stellt sich auf 2951071 Mk.(720 909). Mit ähnlichen Ueberschsissen haben im allgemeinen die Zucker⸗ raffinerien. gearbeitet. Trotzdem hat der Verein der deutschen Zuckerindustrie beim Reichsamt des Innern eine weitere Erhöhung des Rohzuckerpreises beantragt. Die Profitsucht kennt doch beine Grenzen!
— Die Sorge um— den zweiten Schuh soll jetzt den, Krsegs⸗ verletzten abgenommen werden. Bei den Verletzten mit einem künstlichen Beine hatte darin ein etwas merwürdiges West e bestanden. Mehrfach ist es vorgekommen, daß sie zwar für des künstliche Bein den bekannten besonderen Schuh erhielten, für das gesunde aber selber sorgen mußten, was bei den gegenwärtigen hohen Preisen gar nicht so einfach ist und vielfach eine Härte für die Leute bedeutet. Das Kriegsminksterium hat in dieser Ange⸗ legenheit jetzt die Verfügung erlassen,„daß die zum Tragen ortho⸗ pädischen Fußzeuges genötigten Kriegsverletzten zwei Paar Schuhe— also auch die Bekleidung für den gesunden Fuß— kostenlos geliefert erhalten, soweit sie zu den Löhnung beziehen⸗ den Unterklassen gehören. Unteroffizieren und Mannschaften, die in der Vergangenheit ungünstiger abgefunden wurden, werden die fehlenden Stlicke auf ihren Antrag nachgeliefert. Die Anträge sind beim Ersatztruppenteil, von den bereits Ausgeschiedenen beim zu⸗ ständigen Bezirkskommando anzubringen.“
— Konsumverein Gießen. Die gestern nachmittag im Saale des Gewerkschaftshauses abgehaltene außerordentliche Generalverf ammlung war nur mäßig besucht, was wohl in der Hauptsache auf das überaus schlechte Wetter zurückzuführen war. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Vetters, eröffnete die Versammlung kurz vor 4 Uhr, wohei er bemerkte, daß die Ver⸗ sammlung sich durch Neubesetzung des Geschäftsfülhrerpostens not⸗ wendig gemacht habe. Und bei dieser Gelegenheit solle zugleich den Mitgliedern ein Bild von der gegenwärtigen Schwierigkeit auf dem Waxenmarkte gegeben werden. Zu diesem Zwecke sei der Ge— schäftsführer des Frankfurter Konsumvereins, Liebmann, zu einem Vortrage gewonnen wordennz da es aber Liebmann nicht möglich wax, zu kommen, sei Genosse Meißner aus Mannheim. an seiner Stelle erschienen. Weiter bemerkte der Vorsitzende, daß man einen neuen Geschäftsführer an Stelle Keßlers zu wählen habe. 5 Dessen Weggang bedauere die Veerwaltung; er habe jahre⸗ lang im Verein gearbeitet, jederzeit seine Schuldigkeit getan und an der Entwicklung des Vereins habe er hervorragenden Anteil. Er habe auch keine Veranlassung gehabt, seinen Posten zu ver⸗ lassen, niemand habe ihm etwas in den Weg gelegt; er habe den Beschluß der letzten Generalversammlung, den Vorstand auf 5 Personen zu erweitern, als Mißtrauensvotum gegen den Vor⸗ stand aufgefaßt und dieserhalb gekündigt. Daß dies nicht der Fall und nicht beabsichtigt war, ist bekaunt und wurde auch in der letzten Generalversammlung ausdrücklich erklärt. Doch war anderseits die Gesamtverwaltung nicht in der Lage, etwas an der Sache selbst zu ändern.— Hierauf ergriff Genosse Meißner das Wort, der ein reiches Material vorführte, das den Hörern den Be— weis lieferte, welche ungeheuere Schwierigkeiten heute auch die Konsumvereine bei der Warenbeschaffung zu überwinden haben, vielfach gar keine Waren bekommen. Die Spekulation übersteigt alle Vorstellungen, der Käufer wird oftmals direkt betrogen und er kann sich dagegen nicht einmal wehren. Was g. B. heute manchmal als Seife angeboten wird, sei gar leine solche, sondern ein Produkt, das mit Seife nur äußere, Aehnlichkeit habe. Daß da⸗ gegen nicht von den Behörden eingegriffen werde, sei bedauerlich. Seise mit 17 Prozent Fettgehalt zu verkaufen, müßte verboten werden, normalerweise habe die Seife 60 Prozent Fettgehalt. Der Laie, welcher nicht wisse, daß er wertloses Zeug kaufe, sehe meist nur nach dem Preise und frage dann, warum der Konsumverein (der solchen Schund nicht verkaufe) sie nicht ebenso billig abgebe. Von den Produkten, die beschlagnahmt sind, müsse der Konsum⸗ verein die Waren nehmen, wie er sie bekomme. Oft sei die Ver⸗ teilung sehr mangelhaft. Als Beispiel führte Redner an, daß sie in Mannheim genligend Weizenmehl, aber zu wenig Roggen⸗ mehl hätten. Ueber der Rheinbrllcke, in Ludwigshafen, sei das Gegenteil der Fall, aber mit dem dortigen Verein einen Austausch zu bewerkstelligen, sei untersagt, weil Ludwigshafen bayerisch, Mannheim badisch sei. Redner führte noch weitere Tatsachen dieser Art an und meinte zum Schluß, daß die Konsumgenossenschaften sich in diefen Zeiten als notwendige und gemeinnützige Organi⸗ ationen Anerkennung auch in Kreisen erworben haben, die früher davon nichts wissen wollten. Tatsächlich sei auch überall ein Steigen unserer Mitgliederzahl zu verzeichnen. Hoffentlich halte diese Erkenntnis auch nach dem Kriege noch an, denn die Genossen— schaftsbewegung habe noch große Aufgaben zu erfüllen, besonders bedarf die Eigenproduktion noch weiteren Ausbaues. Dazu nach Kräften mitzuhelsen müsse jedes Mitglied für seine Aufgabe halten. — Eine kurze Besprechung, an der sich Bräutigam, Koppe, Vetters, Röpke und Schimmel in zustimmendem Sinne beteiligten, schloß sich an den beifällig aufgenommenen Vortrag.— Hierauf wurde zur Wahl des Geschäftsführers geschritten, als welchen die Verwaltung den Genossen Röpke, bisher Geschäftsführer in Mittweida in Sachsen, vorschlägt. Der Vorsitzende bemerkte dazu, Röpkes bis⸗ herige Tätigkeit bürge daffir, daß er seiner Aufgabe vollkommen gerecht zu werden in der Lage sei, man dürfe hoffen, daß er zur weiteren günstigen Entwicklung des Vereins nach besten Kräften beitragen werde.— Die durch Stimmzettel vorgenommene Wahl ergab bei 59 abgegebenen Zetteln 57 Stimmen für Röpke, 2 Zettel waren unbeschrieben. Der Vorsitzende stellt die damit erfolgte Wahl Röpkes fest und schließt unter Dankesworten a die Er⸗ schienenen die Versammlung.
An die Tabalarbeiter und Arbeiterinnen von Gießen und Um⸗ gegend! Kolleginnen, Kollegen! Wir brauchen dringend das Material von sämtlichen Zigarrenfabriken ber die Akkordlöhne für Roller, Wickelmacher, Sortierer usw., unter Angabe der ein⸗ zelnen Sorten, auch sind die Löhne für alle, welche im Taglohn oder Wochenfohn arbeiten, erwünscht. Wix ersuchen, diese Angaben sofort im Bureau Schanzenstraße 18 J. abzugeben oder brieflich eingu⸗ senden. Die Ortsverwaltung für Gießen und Umgegend.
Von Nah und Fern.
Frankfurt a. M., 13. Dez. Diebstahl e ines Ge— mäldesvon Spitzwegim Städelschen Museu m. Zwischen dem 10. und 11. Dezember wurde im Städel das Gemälde„Forellenbach“ aus dem Rahmen geschnitten, Beschreibung: Wildbach in einer Talschlucht mit fischendem Franziskanerpater, neben dem ein Knabe steht. Lins unten bezeichnet. Oelgemälde auf Leinwand 37:29 em. Von dem Täter hat num noch keine Spur.
In den Flammen umgekommen. u Altendiez ist die 28 Jahre alte Ehefrau Elisabeth Diehl elendiglich ums Leben gekommen. Beim Schlachten machte sie sich am Wurstkessel zu schaffen, wohe! ihre Kleider Feuer fingen. Ehe man der Bebauernswerten Hisse bringen konnte, stand sie in hellen Flammen und hatte derartige Brandwunden erlstten, daß sie nach einigen Stunden starb. Der Gatte, der im Felde steht, und drei kleine Kinder trauern um die Verunglückte.
Eine entsetzliche Bluttat ist, wie aus München berichtet wird, in dem Orte Dörfl, der zur Gemeinde Pergkirchen gehört, be⸗ gangen worden. Die Agjährige Häuslerin Schiitzenhöser hat ih ve sseben Kinder im Alter von 2 Monaten bis 14 Jahren, vier Mädchen und drei Knaben, dadurch getötet, daß sie ihnen den Hals bis zur Wirbelsäule durchschnitt. Darauf ermordete die Frau auf die gleiche Weise ihre Mutter. Nach der, Tat beging die Mörderin Selbstmord. Sie jagte sich eine Kugel in den Kopf. Anscheinend hat die Frau die Tat, in einem Anfall von Wahn⸗ sinn verübt; sie sollte demnächst in eine Irrenanstalt übergeführt werden.
Tahesberichtedes Großen Hauptguartiers.
Französischer Angriff auf Höhe 193 abgewiesen
Zusammengebrochener Augriff der Russen.
W. B. Großes Hauptquartier, 11. Dez., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz
Auf vielen Stellen der Front lebhafte Tätigkeit der beiderseitigen Artillerie.
Nach starker Feuervorbereitung griffen die Franzosen abends unsere Stellungen auf und östlich der Höhe, 193(nord östlich von Souain) erneut an. Der Angriff ist abgeschlagen.
Die Stellung ist genau so fest in unserer Hand, wie sie uns auch durch die kühnsten gegenteiligen Behauptungen in den französischen Tagesberichten der letzten Zeit nicht hat ent— rissen werden können.
Oestlicher Kriegsschauplatz. 5
Die Lage bei den Heeresgruppen der General-Feld märschälle von Hindenburg und Prinz Leopold von Baye ru ist unverändert..
Heeresgruppe des Generals v. Linsingen.
Ein russischer Augriff brach nördlich der Eisenbahn Kovel⸗Sarni verlustreich auf der österreichisch-ungarischen Linie zusammen. Nördlich von Czartorysk wurden auf das westliche Styrufer vorgegangene Aufklärungs⸗Abteilungen des Feindes wieder vertrieben.
Balkan.
Keine wesentlichen Ereignisse!
Ueber die bulgarischen Armeen noch nicht vor.
liegen neue Nachrichte Oberste Heeresleitung.
2 Niederlage der Fransosen und Engländer. W. B. Großes Hauptquartier, 12. Dez., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. 0
Oestlich von Neuve⸗ Chapelle(südwestlich von Lille) scheiterte vor unserem Hindernis der Versuch einer kleineren englischen Abteilung, überraschend in unsere Stel⸗ lung einzudringen.
In den Vogesen kam es zu vereinzelten Patrouillen⸗ gefechten ohne Bedeutung.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Schwächere russische Kräfte, die in Gegend des Warsung⸗ Sees(füdlich von Jakobstadt) und südlich von Pinsk gegen. unsere Stellungen vorfühlten, wurden zurückgewiesen.
Balkankriegsschauplatz.
Den in den albanischen Grenzgebieten verfolgenden öster⸗ reichisch-ungarischen Kolonnen fielen in den beiden letzten Tagen über sechstausendfünfhundert Gefangene und Ver, sprengte in die Hände. Zwischen Rozaj, das gestern ge. nommen wurde und Ipek hat der Feind vierzig Geschütze zurücklassen müssen. Nach ents chei denden Nieder lagen, die die Armee des Generals Todor ow in einet Reihe kühner und kräftiger Schläge während der letzten Tage den Franzosen und Engländern beibrachte, befinden sich 105 in kläglichem Zustande auf dem Rückzug nach det griechischen Grenze und über dieselbe. Die Ver lu ste der Feinde an Mensschen, Waffen und Materialallet Art sind nach dem Bericht unseres Verbündeten außer
ordentlich schwer. 1 Oberste Heeresleitung.
Der österreichischungarische Tages berichl Der Feldzug gegen Montenegro.
Wien, 11. Dez.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart. 11. Dezember 1915.
Russischer Kriegsschauplaß.
Bel Czartorysk haben wir russische Aufklärungsabteilunges vertkieben. Sonst Ruhe an der ganzen Front.
Italienischer Kriegsschauplaßz.
Die Geschlitztämpfe in Judlearsen dehnen sich nun 05 auf den Raum westlich des Chiese-Tales aus. Im Abse nitt Ei diesem und dem Concei⸗Tale wurden unsere vorgescho enen Posten auf dem Monte Vies vor überlegenen feindlichen Kräften zur genommen. Schwache Angriffe der Italiener in den Dolomiten gegen die Sief⸗Sattel, im Görzischen, gegen den Nordhang de, Monte San Michele wurden abgewiesen.
Südböstlicher Kriegsschauplag. Nachhutkämpfen auf montenegrinischem Ge biel würden neuerlich über 400 Gefangene eingebracht. Der Stellvertreter des Chess des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. * 0
In den
Ereignisse zur See. Am 10. e eg hat ein Geschwader unserer Sagal in Ancona Bahnhof, Eletkrigitätswerk, Gafometer und militär! 05 Objekte sehr erfolgreich mit Bomben belegt. Troß des Schrapnell seuers aus mehreren Geschüten und der sehr ungünstigen Witterung sind alle Flugzeuge unversehrt esugerückt. Flottentommando. *
Wien, 12. Dez. Amtlich wird verlantbart 12. Dezember 1915.
Rufsischer Kriegsschauplaß.
(W. T. B.)
Slellenwelse Geschühleuer, Keine besonderen Ereignisse.


