Ausgabe 
6.12.1915
 
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Ltganisation, die da werden will.

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mur erst ein Teil der Geschäftsmöglichkeiten

f Zugleich aber beweisen die Ausführungen der Rhein.⸗Westf.

wecken,

lismus, bekämpfen wir aber unsern deutschen Kapitalismus, wenn it sich ähnlich imperialistisch betätigen will?

pollen. Ist das aber sozialistisch?

id Kon sumgenossenschaften bekämpfen.

N i 0 1 stehen. b f 8 1 n e e e zialisten nicht gerade das

rgan für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.

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Nr. 286

Gießen, Montag, den 6. Dezember 1915

10. Jahrgang

Nationalismus Imperigliemns- Sozigliemns ö I iglismus In einem norddeutschen Parteiblatt fand sich dieser e ei lingerer Auszug aus einem Artikel der Nheinisc⸗ Westsaneschen zeitung, der die Aussichten darstellte, die dem deutschen Kapital sus der Bundesgenossenschaft mit der Türkei blühen, und der das kbhafte Interesse Deutschlands an dem Bestand einer ungeteilten srojekte geschildert, die in der Türkei in Zukunft der Verwirkli atgegengehen. Und dann fügt das Parteiblatt der 0 ie folgenden eigenen Worte zu: a Es ist klar, daß auch mit der Verwirklichung dieser Projekte 5 5 für das deuts . Kapital erledigt wäre. Jeder Bahnbau in wirtschaftlich ih nicht erschlossenen Gegenden führt zu erhöhter Aus⸗ beutung des Bodens, zu neuen Siedelungen, macht eine ganze Reihe von technischen Einrichtungen notwendig. Für den Bahn⸗ bau in den obenerwähnten Gegenden kommt überdies in Betracht, daß das Gelände, durch das die Bahnen geführt werden sollen, N gebirgig ist und infolgedessen alle technischen Maßnahmen zur N Herstellung des Schienenstranges, Sprengungen, Tunnelbauten, Brückenbauten, Viadukte usw. erforderlich macht. Das alles bietet dem deutschen Kapital eine solche Fülle von Betriebsmöglich⸗ keiten, daß man wohl verstehen kann, welch eminentes Interesse es an einem siegreichen Ausgang des Krieges hat.

Itg. auch, was es mit der friedlichen Durchdringung auf sich hat, bon der besonders die imperialistischen Ideologen vom Schlage Nohrbachs reden, die den Imperialismus mit dem Humanismus zu versöhnen trachten und daburch in dem unkritischen und mit dem Wesen des Imperialismus nicht vertrau geser die Illusion als sei die Expansionspolitik des Finanzlapitals im

4 . N Grunde doch eine ganz friedliche Angelegenheit, die selbst, mit dem Sozialismus Berührungspunkte ausweist. Auch die fried⸗ liche Durchdringung, diese neue Form der Kolonjalpolitik, muß zu Reibungen der imperialistischen Staaten untereinander führen. ö Es ist allgemein bekannt, wie gerade der Bau der Bagdad bahn die Spannung zwischen England und Deulschland aufs höchste gesteigert hat, so daß Englands aktives Eingreifen in den Welt⸗ zrieg nichts Ueberraschendes haben konnte. Und dieser Bahnbau war an sich doch ein ganz friedliches Unternehmen. Ebenso aringen die oben skizzierten Bahnbauten Reibungen mit Italien und den Vereinigten Staaten hervor. Der Imperialismus führt in allen seinen Formen zu Konflikten; darum sind Rüstungen und Kriege seine unvermeidlichen Bundesgenossen. Wer die friedliche Durchdringung will und propagiert, der muß auch alle anderen Konsequenzen des Imperialismus mitmachen. Wer ihm den kleinen Finger veicht, wird bald ganz in seinen Klauen sein. 1 Was soll denn nun damit gesagt sein? Los vom Imperialis⸗ zus, auch vom wirtschaftlichen Imperialismus, denn er führt zu iegerischen Konflikten? Bauen wir keine Bahnen, erschließen ir keine neuen Getreideländer, lassen wir die Erze in der Erde, enn das führt zu Spannungen, zu Konflikten? Kasteln wir uns t die gegebenen Staaten ein, verzichten wir auf die Steigerung der roduktipn, auf die Ausbreitung des Kapitalismus, denn das führt t erhöhter Ausbeutung? Oder aber überlassen wir diesen Im⸗ erialismus dem englischen, französischen oder amerikanischen Kapi⸗

Anderes können doch die obigen Bemerkungen nicht besagen Uns kommt es ähnlich Mittelständler Warenhäuser Es hat sozialdemokratische haben: Gründet keine flikt mit Parteigenossen,

seinlich und engherzig vor, wie wenn

leinhändler gegeben, die auch geschrien onsumvereine, denn das bringt uns in Kon de Kleinhändler sind..

Es gibt Sozialdemokraten, die sich emein bemein weise vorkommen und doch unglaublich. klein, 0 om Wesen des Sozialismus nur denen egativen Begriff ah saß sie ihn als Antikapitalismus auffassen ae daß sollten die, die sich als Marxisten fühlen, am ehesten e 5 5 bir nur über einen äußerst entwickelten Kapitalismus zum So⸗ zalismus kommen.

Kriege erzeugt der Imperialismus? griege gegeben? Auch der Nationalismus 0 lat aber auch ee dee beseitigt. onen des Deutschen Reiches in ewigem Frieden 17 7 bar's anders. Im Mittelalter prügelte sich jede h anderen, Fürst mit Fürst, Junker mit Städbere. 10 1 1 15 Kriege werden wahrscheinlich 120 Millionen der 15 elf 15 110 1 nelleicht bald 200 Millionen von Mitteleuropa sich Zu 1 rieben einigen. Gewiß, aus den heutigen. wie ee Zeltkrieg entsprungen, es wäre festere wirtschaftlichen Vepürfuis (itsprechend werden muß, aus weiser Abmessro men are nleressen, in edler Verträglichkeit zustande ge. e 1

innen? Der Frieden zeugen. her will das erzwingen? Der Friedan de Auch der braucht Zeit

ungemein radikal und un⸗ geistig sind, die

Aber hat es früher keine at Kriege erzeugt. Er Heute sind die 70 Mil⸗ jeden geeint. Noch 1866

Wi ö 5 So N 7 7 e erde ist. Der Krieg ist

sondern eine katastrophale t möglich macht, aber auch Der wirtschaftliche Handels⸗

em Kapitalismus tadeln, was sein ir den Imperialismus auch kein Ziel ztörung, die gewiß 1 1 7 sewaltige Rlickschritte in sich schließt. 0 95 rieche ernaktnaliemus wird mit schweren Wunden i lervorgehen. Aber wenn sich durch diesen Krieg znftteleuropäfsches chen und dem russischen Imperium lt sebnis, das durch perium bilden sollle, so ist das doch erf abt worden wäre. erhandlungen auf Kongressen vergeblich erstr technisch⸗ndustriele

Es ist ja eine trostlose Anschauung, 2 150 1 der entwicklung nur unter dem Gesichtspunkt 7 5 ist 50 der das Eriegsmöglichkeiten zu betrachten. Umgeke ta mpfe, der heute die vahrhaft Tröstende in diesem gigantischen 1 5 in aller und jeder mropäfsche Menschheit durchtobt, daß er doch Ziel des Kampfes,

wirtschaftlichen Streben das erforderliche Fundament nötigen Rahmen gibt. Imperialismus ist ein Fortschritt doch zum Sozialismus.

rkei in helles Licht rückte. Es wurden die erheblichen Eisenbahn⸗ auf weitere Versuche, Rumänien zu einer neut ralitäts⸗ widrigen Haltung zu bestimmen, verzichtet.

tionen an der bulgarischen Grenze für die Ein⸗ und Ausfuhr von Getreide aller Arten geöffnet.

a und den Der Fortschritt vom Nationalismus zum

**

Nutzlose Bemühungen Rußlands. Genf, 3. Dez. Ein Telegramm des Petersburger Temps⸗ Korrespondenten kündigt an, daß das Petersburger Kabinett

Man sei in Regierungskreisen der Ansicht, daß Bratianu an

seiner strengen Neutralitätspolitik festhalten werde und fin⸗

det eine Bestätigung hierfür in der Thronrede des Königs.

Auch ein Min isterwechsel im Sinne einer Aenderung

der rumänischen Politik werde als unwahrscheinlich betrachtet. Numänische Getreide Verkäufe.

Bukarest, 3. Dez. Die rumänische Regierung hat alle Sta⸗

Man erwartet, daß die großen

Kornvorräte binnen einer Woche verschickt sein werden. Die für den Verkauf an die Mittelmächte in Frage kommenden 50 000 Waggons Getreide verteilen sich wie folgt: 20000 Waggons Weizen, 10000 Waggons Mais, 7500 Waggons Gerste, 5000 Waggons Hafer, 2500 Waggons Erbsen, 5000 Waggons Bohnen. 5 a Der Independance Roumaine zufolge studieren die rumänische und bulgarische Regierung die Möglichkeit, die für Rumänien in Saloniki liegenden tausend Waggons Waren über Adrianopel nach Rumänien gelangen zu lassen. f Schlimme Lage des Expeditionskorps. Der Berichterstatter des Temps in Salonik, der die französi⸗ schen Stellungen in Mazedonien eingehend besichtigte, erklärt die Lage des Expeditionskoros der Verbündeten für schwierig. Ein konzentrischer Angriff der verbündeten Deutschen und Bulgaren aus Westen, Norden und Osten stehe bevor. Der Golf von Salonitk selbst könne gegenwärtig vom Feinde durch Minen und Unterseeboote ge⸗ sperrt und das Landungskorps vom Meere abgeschnitten werden. Da die Alliierten Salonik, das für sie einen wichtigen Schlüssel und ein Pfand bedeute, um keinen Preis aufgeben dürften. müßte zur Sicherung von Salonik eine andere Operations basis ins Auge gefaßt werden. Der Temps⸗Berichterstatter schlägt Wolo vor, das sich wegen seiner strategischen Verbindungen mit Ober⸗ mazedonjen am besten hierzu eigne. Kitcheners schnelle Rückkehr nach Hause. Rotterdam, 3. Dez. Aus London wird berichtetdaß alle politischen Kreise über die unerwartet schnelle Rückkehr Kitcheners bestürzt sind, nicht zum wenigsten die Regierung selbst. Es heißt, daß Italien die vor 14 Tagen gegebene Zu⸗ sage einer Beteiligung an dem Balkanunternehmen nicht habe erfüllen können, weil Meinungsverschiedenheiten zwi⸗ schen König Viktor Emanuel und dem Kabinett entstanden sind. Der König war für sofortige Absendung der Truppen, zu der die Dampfer schon bereit standen, Cadorna glaubte aber die erforderliche Truppenzahl von 120 000 Mann nicht entbehren zu können. Das Kabinett unterstützte seine Auffas⸗ sung. In Paris fand Kitchener die gleiche Abneigung gegen das Balkanunternehmen. Man riet ihm, die Balkanerpedi⸗ tion aufzugeben und einen neuen Plan zu entwerfen, in dem der größte Anteil an den Operationen Rußland zufallen soll. Der gemeinsame Kabinettsrat, der diese Woche in Paris stattfinden sollte, ist abgesagt; dafür soll am Donnerstag in London ein Kriegsrat stattfinden. **

T. U. London, 3. Dez. Reuter meldet: Die Frage, ob die britische Regierung beabsichtige, über die Reise Lord Kitcheners, sowie über die Lage der englischen Truppen auf Gallipoli und dem Balkan wünschenswerte Aufklärungen zu geben, soweit militärische Interessen dadurch nicht berührt werden, wurde von Kitchener in verneinendem Sinne beantwortet. Eine derartige Erklärung sei in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Kitcheners Mission in Rom. Aus Amsterdam, 3. Dezember, wird der Frankf, Ztg. telegraphiert: Von wohlunterrichteter Seite höre ich, daß Kitchener in Rom darauf drang, daß Italien, da ja im Winter keinerlei Erfolge gegenüber Oesterreich erzielt wer⸗ den könnten, seine Offensive im Norden aufgebe und die Truppen, die hierdurch freikämen, nach Libyen schicken solle, um, wie es heißt, diese Kolonie für Italien zu retten, in Wirklichkeit aber, um die⸗ Senussen unter Zwang zu halten und zu verhindern, daß sie vom Westen gegen die Engländer in Aegypten vorgingen, während eine türkisch⸗deutsche Offen⸗ sive, die erwartet wird, vom Osten aus eingeleitet werde. In englischen militärischen Kreisen soll über diese Möglich⸗ keit ziemliche Besorgnis herrschen. Die italienische Regierung verwies Kitchener an den König und an Cadorna. Die Reise Kitcheners nach dem italienischen Großen Hauptquartier hatte den Zweck, die Ausführung dieser englischen Kombi⸗ nation durchzusetzen.: Die Offensive im Frühjahr 1916. riegsmini zallieni hat nun, wie der Korrespondenz Heer und e Einziehung der Jahresklasse 1917

im Frühjahr 1916 notwendig sei. Am 5. Januar 1916 wird die

Jahresklasse 1917 laut einer telegraphischen Mitteilung eingezogen

werden. Schon aus mehreren früheren Aeußerungen Kitcheners

und Briands konnten wir erkennen, daß die Vierverbandsleute für

den März 1916 eine große Offensive vorbereiten. Bis zu dieser

Zeit sollen die bekannten 10 Millionen englischen und russischen

Mannschaften vorbereitet sein und man hofft, daß bis zu diesem

Zeitpunkte eine genügende Menge von Munition vorrätig sei, um

die deutschen Linien zu zerschmettern. Nun kommt die Jahresklasse

1917 hinzu. Es sind dies die im Jahre 1897 Geborenen, deren Zahl

bekannt ist. Insgesamt hat Frankreich im Jahre 1897 eine Zahl

von 813 000 Geburten aufzuweisen gehabt, von denen 367 000

Knaben waren. Wenn man die Sterblichkeit in Frankreich bis zum

18. Lebensjahre berücksichtigt, nach der von 1000 lebend geborenen

Knaben nur 730 die Altersgrenze von 18 Jahren überschreiten

dann ergibt sich daraus, daß die Jahresklasse 1917 ungefähr 255 000

Mann stark ist. Auf große Abgänge durch Untaugliche und für

Hilfsdienste Eingezogene wird man nicht mehr rechnen können, da

die Grundsätze des neuen Kriegsministers General Gallieni der⸗

artige Berminderungen des Heeresersatzes nicht begünstigen. Schon

früher war die Grenze der Untauglichkeit im französischen Heere

sehr weit gesteckt worden, und jetzt, bei dem großen Mangel an

Mannschaften, gibt es nach Ansicht der französischen Fachleute Un⸗

taugliche fast überhaupt nicht mehr. Da auch alle Begünstigungen

durch Abgeordnete und so weiter angeblich fortfallen, so dürfte die

Jahresklasse 1917 das französische Heer um rund 250 000 Mann

vermehren. Es ist ein kleiner Ersatz, der kaum die Verluste der

letzten großen mißglückten Offensive Frankreichs ausgleicht. Es

kommt dazu, daß das französische Offizierskorps bisher Gesamtver⸗

luste von fast 35 000 Mann erlitten haben soll. Mit der Einbe⸗

rufung der Jahresklasse 1917 macht die völlige Verblutung Frank- reichs weitere Fortschritte, da Frankreich nicht in dem Maße vom Vevölkerungszuwachs begünstigt ist wie Rußland und sogar Eng⸗ land. Man bedenke, daß die Bevölkerungszunahme in Frankreich

seit dem Friedensschluß im Jahre 1871 kaum 1% Million Menschen betrug, während die Bevölkerung in Deutschland um 35 Millionen Menschen im selben Zeitraum zunahm. Da die Verluste Frank⸗ reichs bisher 1 Million Menschen bei weitem übersteigen, so ist die Bevölkerung Frankreichs heute bereits wieder auf dem Standpunkt angelangt, auf dem sie im Jahre 1870 war. Diese Verblutung des Landes kann durch keinen Sieg wieder gut gemacht werden, von dem heute noch der Vierverband vielleicht zu träumen wagt. Sie trösten sich mit der Offensive im März 1916 und verschieben darauf alle ihre Hoffnungen. Glauben sie denn, daß Deutschland und seine Verbündeten nicht Zuwachs an Kräften erhalten? Wenn die große Offensive im Oktober d. J. trotz der ungeheuren Uebermacht des Vierverbandes nicht nur keinen Erfolg bringen, sondern auch nicht einmal unseren gewaltigen Vormarsch gegen Serbien im ge⸗ ringsten aufhalten konnte, wie soll eine Offensive im Frühjahr 1916 ihnen den gewünschten Erfolg bringen, wo Serbien längst abgetan ist, und unsere starken und vollaufgefüllten Armeekorps, mit allem Notwendigsten auf's Beste ausgerüstet, in voller Kraft den Stoß erwarten!

Die Verluste der englischen Dampfschiffahrt.

London, 3. Dez. Der Board of Trade berichtet, daß wäh⸗ rend des Monats November 646 Personen auf britischen Dampfschiffn umgekommen sind, wobei sich 495 Personen auf Schiffen befanden, die durch deutsche Unterseeboote in den Grund gebohrt wurden. 315 Personen waren auf der Ramazen und 167 auf dem DampferMarquette. 58 Personen befanden sich auf Dampfern, die durch Minen, 20 auf Dampfern, die durch deutsche Unterseeboote oder durch Minen versenkt wurden. 53 Dampfer mit insgesamt 61 072 Tonnen gingen während des Monats November zu Grunde, von denen 20 Dampfer mit 48 523 Tonnen durch deutsche Unterseeboote, 10 Dampfer mit 4654 Tonnen durch Minen und ein Dampfer von 864 Tonnen durch Unterseeboote oder Minen vernichtet wurden.

Die Teuerung in Rußland. Kaufleute aus Südwestrußland berichten, nach der Frankf. Ztg.,

Roggenmehl sei wegen der schlechten Roggenernte nicht erhältlich. Lebendes Vieh werde zum größten Teil von der Militärbehörde aufgekauft. Der Zuckermangel sei sehr stark fühlbar. Wegen der schlechten Transportverhältnisse seien die Produkte aus Nordrußland schwer erhältlich. Leinen waren fehlten ganz, nur ganz grobe Tuche seien erhältlich. Die Preise für feinere Webwaren seien unerschwinglich. Import⸗ produkte aus dem Westen fehlen ganz. Das Unterbleiben der Ex⸗ porte aus Deutschland sei ungemein fühlbar. Ein Kaufmann er⸗ klärte mir:Die Engländer haben Deutschland boykottiert und wir empfinden den Boykott.

Keine Verlängerung der Wehrpflicht. Berlin, 3. Dez.(W. T. B. Amtlich.) Das gegenwärtig wieder umlaufende Gerücht von einer in Aussicht stehenden Verlängerung der gesetzlichen Wehrpflicht entbehrt jeder Be⸗ gründung.

Pie Lebensmittelversorgung vor der Haushaltskommi sion des Neichstags.

(Sitzung vom 3. Dezember.)

Staatssekretär Delbrück macht zunächst eine Reihe vertrau licher Mitteilungen. Die sachgemäße Regelung der Lebensmittel⸗ versorgung ist vielleicht die wichtigste Frage, die ihrer Lösung harrt. Die öffentliche Kritik hat im Ausland falsche Vermutungen ausge⸗ löst und Verbitterung unter den einzelnen Ständen in Deutschland geschaffen. Wucher mag vorgekommen sein, aber diese Fälle waren die Ausnahme.(2) Die Schwierigkeit einer befriedigenden Lösung

50 Prozent gestiegen seien.

Linsich inste Tollheit ist, sondern daß das ede 4500 ne besen llc Bedeutung gibt, 1 Organisation ist, die dem mit dem gewa

in Frankreich vom französischen Parlament bewilligt erhalten, da er Alürt halte, daß sie für die neue Offensive des Vierverbandes

liegt in der Sache selbst. Im Ausland liegen die Verhältnisse

daß die Preise für Weizenmehl, Fleisch, Maismehl um