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Organ für die Juteressen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.
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Gießen, Donnerstag, den 18. November 1915
10. Jahrgang
—— Nr. 271
Von Karl Kautsky. (Schluß.)
Und nun die Schaffung internationaler Preßausschüsse und Nachrichtenbureaus. Eine löbliche technische gabe für unsere Jresseleute. Im Anschluß an das internatnionale Bureau wurde kuch schon etwas derart! geplant. Wenn der Plam noch nicht Lerwirklicht wurde, so lag es nicht daran, daß der jetzige Charakter ger Internationale es verbietet, sondern daran, daß dazu eine Höhe
sozialistischen Tagespresse gehört, die in den meisten Ländern 1 cht ist. Dunkel bleibt, was Cunow unter gegenseitiger Förderung des Zildungswesens versteht. Etwa Professorenaustausch? Hat er aber greifbare Vo ge im Auge, so kann man auch da nur sagen: 6 7 damit!
lich die Errichtung von„soz n Vermittlungs- und Arbe Aus ch un zum Zweck des Zusammenwirkens der verschie⸗ denen sogialis parteien bei wichtigen Gelegenheiten.“
Ja, was ist das anders Jureau? Oder denkt sich Cunow die Ausschüsse anders organisiert?
as schon bestehende internationale
Hat
nicht über allgemeine Redensarten kann man diskutieren.
Eein internationales Sekretariat als Zentvalleitung läßt chließlich Cunow auch gelten: und so entpuppt sich uns die„gang endere“ neue Internationale als das getreue Abbild der bis berigen! 7 Doch ich ine Cunow unrecht. In einem wesentlichen Moment unterscheidet sich ie dritte Internationale von der bisherigen: Es fehltihr der internationale Kongreß. Dieson dat er offenbar im Auge, wenn er sagt, die zweite Internationale ei eine„bloße Demonstrations⸗ und Schauinstitution geworden“. 1 In der dritten Internationale soll nicht mehr rewolutionär emollstriert, sondern nur praktisch„positiv“ gearbeitet werden. Aber warum soll das nur für die Internationale gelten? Warum nicht auch die praktisch„unfruchtbaren“ rteitage in den einzelnen Staaten abschaffen? Warum nicht den Parteiorganssmus
deduzieren auf Fraktion, Parteiausschuß, Bildungs usschuß, Presse ureau und Parteivorstand? Die genügen doch neben den Gewerk⸗
schaft“! g die Parteitage für
chasten als„Aktions- und Arbeitsgem Soll man erst nachweisen, welche Bedeutun 1 ie Partei haben? Ze stärker die proletarische Bewegung werd, esto mehr spezialisteren sich ihre Teile, desto leichter versallen sie
5 inismus bezeichnet, desto größer elnen sich verengt, daß von Klassenkampfes jebes
die Gefahr, daß der Ge 3 en verschiedenen Organen des proletari
Zinheit d amen großen Zielen. a gie und Demonstratio! 5 e raktischen Bedeutung, denn es allein ermöglicht die Eine, und Zielbewußtheit der praktischen Alltagsarbeit der e die boch stets das bestimmte Moment unserer Bewegung sind 1 11 5 Gilt das schon für die einzelnen Länder, so ne e*
die Internationale. Innerhalb eines Landes bieten Presse un pere aönlicher Verkehr doch immer noch Mittel, die ien een zen einzelnen Teilen der Arbeiterbewegung. Für den Zusammenhang der verschiedenen Arbeitsgebiete der on 15 nationale haben diese Mittel nur geringe Bedeutung, Da en ee
keptiker als bloße J es ist von der te
dürsen, daß sich recht erhebliche Ereignisse abgespielt haben.
lauds zu ihren Gunsten ausz
Reise, die ihn bi enden wird.
* fremden Eroberer gehorchte, der nur eines vergleichsweise winzigen Herres bedurfte, um seine Herrschaft zu sichern. Wäre es noch eine e
segensreiche u me Regier. N ie si Ji 1 275 8 85 5 18 2 5 5
segensreiche und humane Regierung— aber wenn sie sich auch sicher keinesfalls der Weg sind, Schwedens ehrliches Streben nach
(Eduard Douw
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die Hilflosigkeit es auszeichnete, für lange hinaus tatsächlich nichts da man vermute, daß deutsche Spione im Einverständnis mit den
anderes als ein Chaos. Wer die Wiederbelebung der zweiten verhindert die Wiederbelebung der Internationale überhaupt. *
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Indien.
„Die Nachrichten von Unruhen und inneren Kämpfen in Inden häufen sich. Daß in der Tat etwas vorgeht, ist durch die amtlichen englischen Depeschen von Kämpfen im nordwestlichen Grenzgebiet gegen den Stamm der Mohmands erwiesen. Wurde hier sogar schon mal ein Rückzug amtlich zugegeben, so wird man gewiß annehmen Dazu kommt nun, daß die Afghauen um deren Hochgebirgsland seit Jahr⸗ zehnten der Intrigen- und Bestechungskampf zwischen Petersburg und London ging, nicht abgeneigt sein dürften, eine Schwächung Eng⸗ nutzen. Der Aufruf des Padischah zum heiligen Krieg wird langsam, aber sicher seinen Weg auch zu den Millionen und Abermillionen der indischen Moslemin gemacht haben. Und so ist es l
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erst nach Mudros geführt hat, in Bombay Vielleicht soll der Bezwi der Besieger der Buren hier abermals das Imperium
Sudan und
r eine wirksamere Organisationssorm im Auge? Dann muß man retten— r, wo das Höchste auf dem Spiele steht. zochmals sagen: Hevar mit! Nur über greifbare Vorschläge, Es ist ja in der Tat fast nicht zu begreifen, wie diese ungeheure
enschenmenge von 400 Millionen sich bisher um ihre staatliche und zirtschaftliche Selbständigkeit hat bringen lassen, wie sie einem
gar nicht unglaublich, daß Lord Kitcheners
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zerbricht, was eigentlich der Anlaß 31
Staaten außerordentlich bloßstellt.
Kabylen an der Küste von Ceuta und in der Nähe von Velez
Internationale stört, der deutsche U-Boote mit Lebensmitteln und Petroleum versorgen.
Englische Drohungen gegen Schweden.
Aus Stockholm wird der Frankf. Ztg. vom 16. Nov. ge⸗ schrieben:
Drohende Aeußerungen der Times, die gestern den Abendstunden bekannt wurden, exregten das größte Auf sehen, umsomehr, als man sich in schwedischen Kreisen den Kopf der anmaßenden Sprache sein könne, die England als den angeblichen Beschützer der kleinen Wahrscheinlich ist es nicht Zu⸗ fall, daß sich die Times den Tag der Ankunft des deutschen Prinzen Max dafür ausgedacht hat, diesen Meinungskampf vom Zaune zu brechen, der diesmal aber den wenigen Englandfreunden, die Schweden noch vorhanden sein mögen, schwere Verlegenheiten be⸗ reitet. Man weiß, daß sich die in dem Times⸗Artikel zutage treten⸗ den Anschauungen gründen auf einen kürzlich erschienenen Aufsatz in der Fortnightly Review und auf den Stimmungsbericht des amerikanischen Korrespondenten Wasburn, der von einer ansehn⸗
Times, um Warnungsrufe über Kriegsabsichten auszustoßen.
Während der langen, ereignisreichen Kriegsdauer ist eine der⸗ artige Herausforderung eines neutralen Landes, das allerdings den englischen Forderungen gegenüber Rückgrat be⸗ wiesen hat, noch nicht vorgekommen. Die Zeitungsqußerungen lassen erkennen, daß die schwedischen Politiker aller Richtungen darin inig sind, daß derartige Einschüchterungsversuche Englands
angebliche schwedische
stark gewandelt haben wird, sie ist doch belastet mit den unendlichen Aufrechterhaltung der Neutralität bis zum Ende des
Schandtaten ihrer Vorgängerin, der Ostindischen Handelskompa in der einst alle Brutalitäten des frühen Kolonial⸗Kapitalismus ihren Höhepunkt erreichten. Das war nichts spezifisch Englisches allerdings— wir wissen, wie die Spanier des Cortez und der an⸗ deren Conquistadoren in Amerika gehaust haben, und„Multatuli“ es Dekker) hat uns Schauderhaftes genug aus dem holländischen Kolonsalreich berichtet. Und wie lange ist es her, daß die Kongogreuel und die Schrecken des Putumayo in Südamerika alle Welt auspeitschten.
Aber litten unter diesen Zuständen zumeist wilde Völkerschaften, Neger und Indianer, so handelt es sich bei den Indern doch um ein uraltes Volk von ungewöhnlich wertvoller Kultur.
Freilich, es kann fast kaum von einem Lindischen Volke“ ge⸗ sprochen werden. Diese Hunderte Millionen Menschen sind höchstens eine Rassengemei waltige Verschiedenheit der Sprachen und der Sitten, selbst durch starke äußerliche Unterscheidungen und— wenn ein Vergleich erlaubt ist— zw ünfstromlandes,
Schweizer. Dazu kommen noch die stark mongolisch gemischten Berg⸗
r des Nordostens, die malaiisch beeinflußten Bewohner der en Reiche usw.— Vor allem aber bestand der Gegensatz
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Aber das große Erwachen des Ostens, das in Japaus unvoer⸗ gleichlichem Aufstieg seinen blendenden Ausdruck fand, scheint auch Indien stark beeinflußt zu haben. In den letzten Jahren vor dem Kriege hörte man mehr und mehr von selbständigen Parteibildu gen in Indien— wie in Aegypten— von Attentaten auf englise Beamte und Polizisten: man erinnert sich des Bombenwurfs gegen Lord Hardingue beim feierlichen Einzug in Dehli. Es wurden auch immer mehr Verfolgungen und Hinrichtungen gemeldet, die aber den
5 ro er We 2 ongresse erst recht unersetzlich, um zu den Massed der Welt zu pprechen, um Einheitlichkeit und Zusammenhang iu d inzelnen internationalen Organisationen e 15 a die Teile in der Hand, aber es fehlt ihnen eue de eistige Band. b Dieses Band will Cunow zerschneiden. Organe der Internationale dadurch zu stärke naß er ihnen das nimmt, was erst ihr zwecke 1 Zusauunenwirken ermöglicht und durch das d Organen erst als Organismus sich betätigt: den
1a 5 zu schaffen, soll die be⸗ And um für diesen kopflosen Rumpf Platz zu schaffen, ttehende Internationale beseitigt werden 1 Cunow scheint freilich zu meinen, eine Funktionieren zu achaffen, sei leichter, als die bestehende ee schr ringen. Er erinnert daran, daß die erste 117715 8 jetzt auch die den mußte, um der zweiten Platz zu maallele etwas bewiese, so iweite verschwinden. Aber wenn 190 955 zicht das, was Cunow beweisen will. n Zwies nach dem alls die de Internationale an innerem wsofort gie dwelte Ariege von 1870 zugrunde giug, folgte i ner Stagnatson außer⸗ Interugtipnale, sondern eine Periode allgenanmenhanglosigkeit, und galb Deutschlands und internationaler Zuse bolich, eine neue In⸗ arst 1889 wurde es mit unsäglichen Mühen N 1 zernationale zu schaffen.
Er glaubt die einzelnen n, aber er sieht nicht, und einheitliches
Vereinigung von
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eue Juternationale zu
Weit schwieriger auer verschiedenen Län⸗ die versehsededen Eleente des Prolelce a der großen tallischen,
ber under einen Hut zu bringen, angesiche Gegensätze, die der Hrgantsatorischen, grundsätzlichen, nationale Weltkrieg zwischen ihnen aufgerissen hat. derbelebung der Inter⸗ Diese Gegensätze sind es, die eine Winan könne ihrer leichter nationale so erschweren. Glaubt Cunow, e e e Herr werden, wenn man auf die besteheuga ngen? Leichten Herzens um auf einer neuen Basis von neuem Wange! Aber wenn die ruft Cuno: Es lebe die dritle Nene; sondern ein halb
Zweite fällt— dann folgt ihn Nen beanspruchen wird, die
Dutzend Juternationalen, von eil. Das„neue stärkere einzig wahre dritte Juternateo ale zur deshalb selbst, wenn nicht Gebilde“, das Eunow anstrebt, wäre schon deshalb,
as Wirken der Ohne sie
auglo!
opf, den Geist.
texroristischen. Kampf der indischen Nationalisten nur zu steigern
schienen. In diesem Zusammenhang mag auch das rscheinen in⸗ discher Abgesandter au opäischen Sozialistenkongressen und die mutige Agitation des jüngst verstorbenen Keir Hardie gegen das
System erwähnt sein.
Inwiefern die Hinopferung Tausender und Abertausender Inder für Englands Interessen auf den Schlachtfeldern von Flandern und Gallipoli die Erregung in Indien gesteigert hat, ist zurzoit noch nicht zu erkennen.
War so schon genug des Zündstoffs aufgehäuft und gingen in den Bergen nördlich Peschawar die Gewehre und Kanonen von selber los, so brauchte das alles noch nicht allzuhoch eingeschätzt zu werden. Nun aber will die Frankf. Ztg. erfahren haben, daß das japanische Kabinett sich mit der indischen Lage befaßt habe, und daß dies die englische Regierung um so mehr beunruhige, als sie wisse, daß die Unruhen in Indien von japanischen Agenten geschürt werden.
Das mußte in London freilich blasses Entsetzen hervorrufen— moralisches über das Verhalten des Bundesgenossen und materielles wegen der ernstlichsten Bedrohung der englischen Herrschaft in Indien.
Es mag schon unheimlich sein, hinter dem Autlitz des Brahma die bekannte lächelnde gelbe Maske auftauchen zu sehen. Sie könnte die Friedensgeneigtheit auch bei den anderen Leuten als bei den Lords Loreburn und Courtney erwecken.
Englisch⸗sranzösisches Ge chwader vor Malta f unter Dampf. T. U. Rotterdam, 16. Nov. Exchange Telegraph läßt sich
schwader vor Malta unter Dampf liege.
Auf der Suche nach den U⸗Boot⸗ Stützpunkten. Französische Blätter melden nach dem Madrider Im pareial:
Eugland ersuchte die Madrider Regierung um eine schärfsere Be⸗
wachung der spanischen Küsten, vornehmlich der Küste von Marokko,
einschaft; sie sind voneinander getrennt durch eine ge⸗
aus Paris drahten, daß nach dort eingelangten Mitteilungen ein aus mächtigen Kreuzern bestehendes englisch⸗französisches Ge⸗
lie, Weltkrieges zu erleichtern.
1 Die Times trifft mit der Berührung der innerpolitischen Angelegenheit die empfindlichste
Stelle des Volksempfindens, wo die ausländische Einmischung leicht zu Folgen führen kann, die den beabsichtigten Wirkungen entgegen⸗
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ch auch den Engländern 185759 die Nicderwerfung des heiten abwarten,
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erklärlichem Zynismus die Rechte der Neutralen verletzt,
gesetzt sind. Svenska Dagblad nennt den Aufsatz eine Phantasie und eine Drohung in schöner Mischung und erinnert an die ten⸗ denziös entstellenden Auslassungen der Times über die Invaliden⸗ transporte, die seinerzeit durch die Erklärungen des Prinzen Karl als Vorsitzenden des schwedischen Roten Kreuzes abgetan wurden. Stockholms Dagblad erwähnt die in den Ententeländern herrschende fixe Idee von der deutschen Propaganda, während tatsächlich weit⸗
aus der größte Teil der Literatur, womit man die öffentliche Meinung zu bearbeiten suche, der Entente entstamme. Die Times spiele sich als Retter Schwedens und ganz Skandinaviens
vor der angeblichen Kriegsgefahr auf, eine Rolle, die ihr nicht zu⸗ komme. Als ein Gefühlsausbruch und als ein Zeichen, was man in England zu wissen glaube, verdiene immerhin die Aeußerung Aufmerksamkeit.
Amerika und die Versenlung der„Ancona“.
Newyork, 16. Nov. Washingtoner Regierung be⸗ trachtet die italienische Veröffentlichung über die Versenkung der„Ancona“ als ungenügend und will ausführlichere Einzel⸗
bevor sie bei Oesterreich⸗Ungarn Protest erhebt. Die Zeitungen äußern sich ruhiger. ö Roosevelt über die Haltung Amerikos.
T. U. Paris, 16. Nov. Der Expräsident Roosevelt hat in einer Unterredung mit dem Newyorker Korrespondent des Petit Journal uch über die Haltung der Vereinigten Staaten während des jetzigen Weltkrieges ausgesprochen. Merkwürdig sind, abgesehen von seinen bekannten Ausfällen gegen Deutschland, die nur mehr wenig versteckten Angriffe gegen den Präsidenten Wilson, die deutlich er⸗ kennen lassen, daß Roosevelt erneut bei den Präsidentschaftswahlen als Bewerber um die höchste Würde aufzutreten beabsichtigt. Er sagt: Ich selbst habe deutsches Blut in meinen Adern und bin auch ein überzeugter Bewunderer der deutschen Wissenschaft und der Organisation. Aber nach der Verletzung der Neutralität Belgiens und den Vorfällen von Löwen, Dinant und Reims, sowie den Luftangriffen auf Paris und London, ferner der Torpedierung der „Lusitania“ bin ich bekehrt worden. Die Deutschen haben mit un⸗ die zu schützen, die Unionsregierung auf sich genommen hat. Die Ver⸗ einigten Staaten haben ihre Pflicht, die sie durch die Unterzeichnung der Haager Konvention übernahmen, nicht erfüllt. Wenn ich zurzeit der„Lusitania“⸗Angelegenheit Präsident der Vereinigten Staaten gewesen wäre, so würde ich mich entschieden an unsere Verpflicht⸗ ung gehalten haben. Der jetzige Präsident hat die Gelegenheit, eine große und würdige Rolle zu spielen, unbenutzt gelassen.
Neue russische Fenauzechwierigkeiten.
Amsterdam, 16. Nov. Die russische Regierung hat sich neuerdings an England gewandt, um eine Anleihe oder ein größeres Darlehen zu erhalten. Die 86 Millionen Rubel, die England vor einigen Wochen an amerikanische Lieferanten für Rußland bezahlt hat, haben die russischen Finanzverhält⸗ nisse natürlich nicht aufbessern können. Das beschaffte neue Artilleriematerial ist jetzt an der deutsch-russischen Front ein⸗ getroffen, doch weist Rußland in seiner neuen Forderung an England auf den Ernst der Lage hin, betonend, daß es dringlich erforderlich, ihm die Mittel zur Fortsetzung des Krieges zur Verfügung zu stellen. Bark hat sich Politikern gegenüber geäußert, daß er und auch noch andere Minister ihre Entlassung nähmen, wenn die Verbündeten Rußland die Hilfe versagen.
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1 N ichen aktivistischen Minderheit in S redet. Das genü 15 er des Mahdi⸗Aufstandes im lichen aktivistischen Minderheit in Schweden redet. Das genügt der


