Ichütz die Tragfähigkeit ostpreußischer Woordegen erprobte. So habe er sich, raunt es heute noch, eine genaue Kenntnis von allen Seegründen und Morästen verschafft und schließlich mit vieler List und Tücke die Russen hineingetrieben. Viele, viele Tausende der Opfer, versinkende und ertrinkende Menschen und Pferde, hätten so laut geschrien, daß alle, die es hörten, nervenkrank geworden seien und daß Marcell Salzer vor sein Publikum mit einem Gedicht trat, worin viel von jenem Sumpfe die Rede war, der die Russen mit Stiel und, wie schon des Reimes wegen, auch mit Stumpf aus⸗ getilgt habe. 8 2

Nun liegt die Sache so: Die Tannenberger Verluste der Russen sind ganz ungeheuerlich. Aber erstens reisen alte Exzellenzen nicht in Sommerfrischen, zweitens kennen sie das Gewicht des deutschen Feldgeschützes und karren es nicht unnötigerweise zur Ergötzung der Landbevölkerung durch Moräste, über deren Verhältnisse jede deutsche Katasterbehörde gründlich und schnell Auskunft erteilt. Zweitens aber gibt es bei Tannenberg nur sehr wenig Sümpfe, und endlich sind in der dortigen Schlacht nach dem Zeugnis der zu⸗ verlässigsten Augenzeugen überhaupt keine Russen extrunken; wenigstens nicht in Massen. Leute, die Wasser im Rücken haben und unter vernichtendes Feuer genommen werden, pflegen nämlich die Kapitulation einem völlig witzlosen Sprung ins Wasser vorzu- ziehen; und so sind die Riesenverluste der Russen eben Kapi⸗ tulations⸗ und Feuerverluste gewesen.

Aber der Spießer braucht auch für dieses Ereignis die Staffage und die Komparserie des Theaters: den Feldherrn, der alles seit Jahren hat kommen sehen, geheimnisvoll geliehene Kanonen und, weil Ostpreußen weitab liegt und man selbst es nicht mit anhören mußte, schreiende Pferde und Menschen. Und weil er es brauchte, kam eines Tages der Schmock und machte fünfundzwanzig jener aktuellen Zeilen daraus, die die Beschäftigung mit den ehernen und meistens untheatralischen Tatsachen der Geschichte ersparen. So serviert der Stammtisch uns nun in„Verdünnung“ die Ereignisse des Krieges.

Geht's den Figuren dieser Ereignisse etwa besser? Die stellt sich der Daheimgebliebene so vor, wie sie leider durch die Reliefs unsrer vielen Siegessäulen verewigt sind. Junge Männer, die sich beim Ausmarsch so benehmen, wie Disziplin und soldatischer An- stand verbieten. Männer mit Bart in den besten Jahren, die bei der Heimkehr auf offener Straße und mitten in der Marschkolonne ihrer Frau um den Hals fallen und sich regelmäßig' von ihren kleinen Buben das Gewehr tragen lassen. Von diesen metallenen Modellen leitet man sich heute zu Hause den lebenden Menschen ab: den Feldgrauen, der draußen von seinen Kameraden mit„Held“ angeredet wird, ständig nach einer Gelegenheit sucht, den Heldentod zu sterben, anderseits aber in komfortabeln Schützengräben dafür sorgt, daß der„Humor zu seinem Rechte kommt“, und schließlich, wenn er erholungsbedürftig oder verwundet heimkehrt, doch„so rührend bescheiden“ ist, wie der Spießer erwarten darf.

Man kennt das ja alles zur Genüge. Und wo an den Bildern noch Einzelheiten fehlen, zeichnet sie geschwind Ludwig Ganghofer ein, der nach einer gewissenhaften Statistik in jedem seiner Feld- postbriefe durchschnittlich dreimal„in stummer Ergriffenheit die Kappe zog“.— 1

Der Kleinhandelspreis der Kartoffeln. Auf Grund von 83 der Verordnung des Bundesrats über die Regelung der Kartoffelpreise vom 28. Oktober 1915 hat das hessische Mini⸗ sterium des Innern folgendes bestimmt: Der Kleinhandels⸗ höchstpreis darf den Erzeugerhöchstpreis im Großherzogtum Hessen um nicht mehr als insgesamt eine Mark für 50 Kilo- gramm übersteigen. Diese Bestimmung tritt mit dem Tage der Verkündigung(4. November 1915) in Kraft.

Getreidezurückhaltung und Preissteigerung. Die Reichs— getreidestelle bedarf in den nächsten Wochen dringend der Lieferung großer Roggenmengen. In der letzten Zeit sind die Anlieferungen von Roggen an die Reichsgetreidestelle stark zurückgegangen, so daß die Roggenbestände gegenwärtig ungewöhnlich knapp sind. Um zur schleunigen Getreide— ablieferung anzuspornen, hat sich die Reichsgetreidestelle bereit erklärt, für alle Roggenlieferungen bis einschließlich 15. November d. J. die gegenwärtige Gebühr um drei Mark für die Tonne zu erhöhen.

Zur Nachmusterung der Dienstuntauglichen. Das neueste Armeeverordnungsblatt enthält folgende Mitteilung: Zur Beseitigung von Zweifeln wird darauf hingewiesen, daß von dem Gesetz zur Abänderung des Reichsmilitärgesetzes vom 4. September 1915(A.⸗V.⸗Bl. S. 391) alle am 8. September 1870 und später geborenen, als dienstunbrauchbar ausge— musterten und als dauernd ganzinvalide oder dauernd garnisondienstunfähig aus dem Heer und der Marine ent— lassenen Wehrpflichtigen betroffen werden. Von der Nach— musterung befreit sind nur die zum aktiven Friedensstand des Heeres und der Marine gehörigen, dagegen nicht die aus Anlaß des Krieges von der Heeres- und Marineverwaltung in Stellen außerhalb der Front, z. B. als Beamte usw., Mit⸗ glieder der freiwilligen Krankenpflege, des Kaiserlich Frei— willigen Automobilkorps oder des Freiwilligen Motorboots— korps usw. verwendeten Wehrpflichtigen. Soweit solche Per— sonen außerhalb des Heimatgebietes im Dienste des Heeres oder der Marine verwendet werden, ist die Entscheidung über ihr ferneres Militärverhältnis nach militärärztlicher Unter— suchung im Sinne des§ 78,2 der Wehrordnung auf schrift— lichem Wege herbeizuführen. Die militärärztliche Unter— suchung ist von der Dienststelle zu veranlassen, zu der der betreffende Wehrpflichtige gehört. Diese sendet den Befund unmittelbar an das zuständige Bezirkskommando, das die Entscheidung herbeiführt.— Die tatsächliche Verwendung dieser Personen spricht dafür, daß sie mindestens arbeits— verwendungsfähig sind.

Keine Lohnerhöhung in der Holzindustrie. Der Holz— arbeiterverband schreibt uns: Um die Teuerung der not— wendigsten Lebensmittel wenigstens einigermaßen auszu- gleichen, wandte sich unsere Organisation an die Arbeitgeber um Gewährung einer Teuerungszulage von 5 Pfennigen pro Stunde. Die Antwort, welche wir erhielten, hatten wir wahrhaftig nicht erwartet. Die Arbeitgeber-Organisation gab uns den guten Rat, wir müßten uns eben einschränken, sie

der Unternehmer auch nicht auf Rosen gebettet ist. Aber etwas mehr sozjales Verständnis und auch etwas mehr patriotisches Gefühl durfte man schon bei ihnen voraussetzen. Wir sollen uns einschränken? Ja, kann sich denn eine Arbeiterschaft, welche kurz vor Kriegsausbruch eine schwere wirtschaftliche Krise durchgemacht hat, sich noch mehr einschränken?

— Im Stadttheater wurde gestern abend ein Werk des vor reichlich 5 Jahren im hohen Alter verstorbenen bedeutendsten nor⸗ wegischen Dichters Björnstjerne Björnson aufgeführt. Das Stück„Ein Fallissement“ ist bereits im Jahre 1875 ent⸗ standen; der Dichter geißelt darin den Schwindel und die Hohlheit des kapitalistischen Systems. Vielleicht hat ihm der im Anfang der 7ber Jahre in Deutschland und anderwärts grassierende Grün⸗ dungsschwindel mit seinen furchtbaren Zusammenbrüchen den Vor⸗ wurf zu dem Stück gegeben.— Die Handlung ist kurz folgende. Der Großindustrielle Tjälde in einer norwegischen Hafenstadt besitzt aus⸗ gedehnte Fabrik- und Handelsanlagen. Die Krise packt aber seinen Betrieb und nur durch gewagteste Spekulationen vermag er sich noch über Wasser zu halten. Natürlich führt er auch großes Haus, be⸗ sitzt ein Reitpferd im Werte von 50 000 Kronen, einen adligen Schwiegersohn, der ihm schwer auf der Tasche liegt usw. Die Diners und Festessen nehmen kein Ende. Auch dann noch nicht, als der Tag der Bankerotterklärung herangekommen ist. Im Gegen— teil, als Tjälde vor dem unvermeidlichen Zusammenbruch steht, läßt er die Honorationren des Ortes zu einem fürstlichen Essen zusam⸗ menrufen, um neuen Kredit bei einem Konsul Lind flüssig zu machen. Der aber beauftragt den Advokaten Berent, die Werke der Tjäldeschen Unternehmungen auf ihre Reellität hin zu prüfen. Resultat: Unterbilanz von 800 000 Kronen, während Tjälde einige Hunderttausend zu seinen Gunsten herausgerechnet hatte. So unter⸗ nehmungslustig und kühn nun Tjälde als Großkaufmann ist, so feig ist er als Mensch. Er, der kalten Blutes achtbare Menschen zu sträflichen Wechselunterschriften veranlaßte, hat nicht den Mut, die Konsequenzen aus seiner Handlungsweise zu ziehen. Nicht einmal wagt er seiner Familie sich zu erklären, während er selbst vor dem Morde nicht zurückschreckt. Der Advokat sagte Tjälde auf den Kopf zu, daß dieser ein Schwindler sei, daß Lind seine Verhältnisse genau kenne und daß er auf dessen Hilfe— trotz Festessen, Böllerschüssen und einem halben Dutzend Trinksprüchen und Sympathieerklärun⸗ gen für das fallite Haus— nicht mehr zu rechnen habe. Er solle durch Unterschrift seine Insolvenz erklären. Dazu fehlt dem Unter⸗ nehmer wiederum der Mut; das Gerede von der„Rücksicht auf die Tausende von Arbeitern, die er vor dem Brotloswerden bewahren will“, ist wieder nur Heuchelei. Schließlich bettelt Tjälde den Advo— katen um Nachsicht. Der hat nur immer ein schroffes Nein, und so bleibt dem Kaufmann nichts anderes übrig, als die Bankerott⸗ erklärung zu unterschreiben. In der Not finden sich dann die Fa⸗ milienglieder zusammen, die bisher innerlich einander entfremdet waren. Der auf die Mitgift spekulierende Tagedieb von Schwie⸗ gersohn nimmt Reißaus, als er sich in seinen Hoffnungen getäuscht sieht, und Sannäs— der Prokurist von Tjälde, ein schüchterner, kreuzbraver Mensch mit einem reichen Talent und roten Arbeits- händen, die des Kaufmanns eingebildetes Töchterlein bisher hoch- näsig zurückgewiesen hatte— wird Schwiegersohn des gedemütigten Hauses Tjälde. Die Mutter fleht den Segen des Herrn herab, Signe, die zweite Tochter, schwingt in Zukunft den Kochlöffel, Wal⸗ borg führt dem Vater die Bücher, und so ist der bald wieder ein gemachter Mann ohne Schulden. Alles löst sich in Freude auf, an der sogar Berent, der Advokat, teilnimmt, dem Tjälde bereits ein- mal den Revolver auf die Brust gesetzt hatte. Und Jakobsen, der biedere Braumeister, der Tjälde nach dem Zusammenbruch nicht oft genug„Schuft“ nennen konnte, attestiert diesem jetzt die Ehren haftigkeit.— Die Aufführung des Dramas, die unter Dwor⸗ kowskis Leitung stand, ist nur zu loben. Wilhelm Hellmuth gab den Unternehmer Tjälde und wußte den angsterfüllten, ge— wissermaßen auf dem Pulverfaß sitzenden Spekulanten recht lebens⸗ wahr darzustellen. Dworkowski als der vornehme, nicht zu täuschende Advokat und Vertreter der Banken, bot eine vorzügliche Leistung. Die beiden Damen Rubens und Else Burghoff als Töchter von Tjälde, fanden sich mit ihren Rollen sehr gut ab: ausgezeichnet war auch Herr Goll als Braumeister Jakoben. Zu nennen sind noch Ernst Theiling als Prokurist Sännes und Auguste Funzel als die Frau Tjäldes. Das Haus war gut be— setzt und spendete reichlich Beifall.

Kirche und Wucher. Der Reichsbote veröffentlicht einen Ar⸗ tikel aus Pfarrerkreisen, der den Synoden und anderen kirchlichen Vertretungskörperschaften empfiehlt, scharf gegen den Wucher mit Lebensmitteln Front zu machen, weil dieser Weg geeignet erscheine, eine Aussöhnung der Arbeiterschaft mit der Kirche anzubahnen Wir entnehmen dem Artikel folgende Stelle:

„Die kirchlichen Kreise müssen gerade jetzt ein tiefes soziales Verständnis zeigen. Sie müssen es praktisch betätigen und sich auswirken lassen an den Fragen, die der Krieg auf die Tages- ordnung setzt. Eine dieser Hauptfragen ist der Wucher in jeder Gestalt; mag er sich auf den vaterländischen Boden richten oder auf Nahrung und Kleidung. In der Beurteilung und Auf⸗ fassung dieses Zusammenhanges gewaltig einschneidender Fragen stehen sich zwei Auffassungen schroff gegenüber: der schranken— lose Individualismus und der gewissenhafte Sozialismus. Jene erste Richtung mißbraucht das heilige Recht der Freiheit, um sich an den wurzelhaften Lebensrechten des Volkes zu bereichern, jede Konjunktur für diesen Zweck auszunutzen und das eigen- süchtige Ich allein auf seine Rechnung kommen zu lassen. Wahr⸗ haft soziales Denken will und muß gewisse Dinge vom Schacher des Marktes ausgeschlossen wissen, weil die Zukunft eines Volkes damit steht und fällt, daß alle seine Glieder am heimatlichen Boden selbst und an dem, was er trägt, einen angemessenen und preiswerten Anteil haben. Hier ordnet sich der Gedanke an das Ganze dem eigensüchtigen Ich machtvoll und beherrschend über.“

Gegen die Wucherer. Trotz Mahnungen und Warnungen hatten sich die Kartoffelverkäufer in Münster i. W. nicht abhalten lassen, übermäßig hohe Preise für Kartoffeln zu fordern. Dieser Tage forderten verschiedene Abgeber für Kartoffeln wieder 5,50 bis 6 Mk. für den Zentner. Hiergegen schritt der Magistrat unver- züglich ein und setzte den Höchstpreis auf 4 Mk. fest. Als die Ver- käufer sich weigerten, die Waren zu diesem Preis zu veräußern, wurden die Kartoffeln kurzerhand größtenteils beschlagnahmt und an die Bevölkerung zu 4 Mark verkauft. So ist's recht!

Unterschlagungen. In schwerwiegender Weise hat laut Mainzer

Journal ein Wehrmann von Bürstadt das ihm geschenkte Ver⸗ trauen seiner vorgesetzten Militär-Behörde mißbraucht. Er fand,

nachdem er aus dem Felde verwundet zurückkam, nach seiner Heilung Verwendung bei den Kammerarbeiten in Offenbach. Von hier aus ließ er längere Zeit fast täglich Pakete seiner in Bürstadt wohnenden Familie zugehen. Diese Sache schien ver— dächtig. Dieser Tage wurden nun durch die Militärbehörde und die Gendarmerie umfangreiche Haussuchungen vorgenommen, deren Ergebnis überraschend war. Eine Menge neuer Sachen wie

Kammerverwaltung wieder zugestellt. Er dürfte eine Bestrafung entgegensehen. 1 5 7 Zur Technik der Preiserhöhungen. Kürzlich wurden 1 10 preise wieder um 5 Prozent erhöht. In dem Rundschreib dem dies den Abnehmern, das sind die Detailgeschäfte, mitge⸗ Wird, heißt es:„Wir werden dafür sorgen, daß dieser Aufschlag Verbraucherkreisen hinreichend bekannt wird, indem unser glieder ihren Abnehmern gelegentlich der ersten Sendung die Pre aufschlagsankündigung sowohl in Plakatform zum men i Laden, als auch in Zettelform zur Beigabe in Rechnungen i

reichender Menge liefern werden. In dieser Ankündigung ist di Erhöhung mit rund 10 Prozent genaunt worden, um Ihnen ohne

Verlust Spielraum bei Abrundung der Preise nach unten zu ge⸗

statten und Ihnen von vornherein einen Ausgleich zu bieten fl jene Artikel, bei denen festliegende runde Münze die Verrechnung des Zuschlags nicht zuläßt.“ Während die Preiserhöhung für den Handel 5 Prozent beträgt, wird dem Konsumenten Mitteilung vo einer Erhöhung um 10 Prozent gemacht, um dem Handel einen Ausgleich zu bieten. Das gilt nicht nur für die Tinte. 7

Mreis Friedberg⸗Büdingen.

Bad⸗Nauheim, 6. Nov. Bis zum 4. November 1915 22 106 Kur⸗ N 4

gäste angekommen. Bäder wurden bis dahin 295 541 abgegeben.

Von Nah und Fern.

Ein 16jähriger Mutter mörder. Dresden, 2. Nov. Der 16 Jahre alte Mechaniker Paul Kurt

Vogel aus Dresden wurde heute nachmittag vom hiesigen Jugend⸗ gericht wegen Ermordung und Beraubung seiner leiblichen Mutte zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Er zertrümmerte seine Mutter mit zwölf Beilhieben den Schädel und fuhr mit dem ge⸗

raubten Wirtschaftsgelde nach Berlin und verpraßte es dort in

einem Tag. 5 Ein Polizeibeamter erschossen.

Elberfeld, 3. Nov. Als gestern nachmittag der Polizeibeamte

Luedecke im Bureau des Polizeigefängnisses zwei Einbrecher ve nahm, die in Essen 1100 Mark gestohlen hatten, feuerte plötzlic einer der beiden Burschen drei Revolverschüsse auf den Beamten ab, die ihn auf der Stelle töteten. Die Verbrecher versuchten zu ent⸗ fliehen, wurden aber noch im Hausflur des Gebäudes festgenom⸗ men. Die Burschen, die 15 und 18 Jahre alt sind, geben sich als Gebrüder Neumann aus Essen aus..

Aesberitt des Großen Huuptkunrtiers.

Graben⸗ und Handgrauatenkämpfe im Westen Schwere Verluste der Russen. Erstürmung weiterer Orte in Serbien. W. B. Großes Hauptquartier, 5. Nov., vorm.(Amtlich) Westlicher Kriegsschauplatz, 5 Der von den Franzosen noch besetzte kleine Graben nord⸗ östlich von Le-Mesnil(vergleiche Tagesbericht vom 26. Okt,) wurde heute nacht gesäubert. N von unseren Truppen gestürmten Graben nördlich von Massiges wurde blutig abgeschlagen; am Ostende des Grabens 1 wird noch mit Handgranaten gekämpft.

Ein Gegenangriff gegen den

Die Zahl der„

fangenen ist auf drei Offiziere, neunzig Mann gestiegen

acht Maschinengewehre, zwölf kleine Minenwerfer wurden erbeutet. Der englische Oberbefehlshaber French hat in seinem amtlichen Teil behauptet: J 1 Auf den Verlustlisten von sieben deutschen Bataillonen die an den Kämpfen bei Loos Teil genommen haben, g hervor, daß ihre Verluste ungefähr achtzig Prozent ihrer

Stärke betrugen. Diese Angabe ist glatt erfunden. Oestlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschallxs

v. Hindenburg. g Ohne Rücksicht auf ihre ganz außergewöhnlich hohen Verluste haben die Russen ihre vergeblichen Angriffe am Swenten- und Ilsensee sowie bei Gateni fortgesetzt. Bei

Gateni brachen wiederum vier starke Angriffe vor unseren Stellungen zusammen. f

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls

Prinzen Leopold von Bayern. 185

Es hat sich nichts von Bedeutung ereignet. 5 Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Nordwestlich Czartorysk wurden die Russen nach einem kurzen Vorstoß über Koszuichnowka auf Wolczek wieder in

ihre Stellungen zurückgeworfen. Oestlich von Budka machte unser Angriff Fortschritte. nördlich von Komarow wurden abgeschlagen.

Mehrfache russische Gegenstöße f

Bei den Truppen des Generals Grafen— mer hatten unsere Angriffe gegen die noch einen Siemikovce haltenden Russen Erfolg. Aber zweitausend Gefangene in unsere Hand. Balkan.

ls fielen

Im Moravica-Tal wurden die Höhen bei Arilje in Besitz genommen. Südlich von Cacak ist der Kamm der Jelica-

Planina überschritten. Beiderseits des Kotlenik⸗Berglandes haben unsere Truppen den Feind geworfen und in der Ver⸗ folgung das Nordufer der westlichen Golijska-Morawa beider⸗ seits von Kraljewo erreicht. Sie nahmen zwölfhundert Serben gefangen. Oestlich der Gruca haben die Truppen des Generals von Gallwitz den Feind über die Linie Godacica- Santarowae zurückgeworfen, haben die Höhen südlich des

Lugomir gestürmt und im Morawatal die Orte Cuprija, Tresnjevica und Paracin genommen. Fünfzehnhundert Ge⸗ fangene wurden eingebracht. Oberste Heeresleitung.

müßten es auch tun. Wir geben gern zu, daß ein großer Teil! Schuhe, Mäntel und Hosen wurden zutage gefördert und der —————— 2 BBB e e 9 —— 2 N 7 2„Unsere 2. 22 72 5 * 4 4 3 9— N 2 7 6* 4 2 0 00 7 6 5 Desk Pf. C IL 1 f 6 este 2Pf. Cigarelte 9 N Deutsches Fabrikat- Truskfrei 0 GEORG M GTZ AKTIENSESETLSCHAFT n

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