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Hossen und Nachbargebiete.

SGießen und Umgebung.

* 2 Krieg und Krüppel.

Tausende und Abertausende hat der rie Krüppeln gemacht, Tausende werden noch zu K den. Da ist es wohl an der Zeit, dafür zu f stens die junge Generation zu gefunden, Menschen wächst.

Gar viel können in dieser Beziehung schon die E 5 tun. Jeder Mensch ist als Vierfüßler 11 7 5 915 und Rumpf bilden einen nach hinten konvexen Bo en die Extremitäten(Beine und Arme) sind wie beim Vierfüßler in allen Gelenken gebeugt und in diese Vierfüßerstellung Feen die Gelenke und die Wirbelsäule bei irgend welchen Krank. heitsstörungen oder bei Ermüdung leicht zurück. Darum heißt es für die Eltern, in dieser Beziehung vorsichtig zu sein Man darf die Kinder nicht zu früh aufsetzen, nicht eher als bis die Muskulatur genügend gekräftigt ist. Noch schlimmer als das Setzen ist das frühe einseitige Aufnehmen der Kinder weil infolge des schräggehenden Armes der Mutter leicht eine Schiefstellung des Beckens und damit eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule möglich ist. Die natürliche Lage des Sutz lings ist die Bauchlage. Sie garantiert am ersten eine ge⸗ sunde Entwicklung der Muskeln und des Skelettsystems. Aus dieser Lage wird der Vierfüßergang des Kindes, aus dem dann von selbst der aufrechte Gang und Stand entsteht.

Leider wird in dieser Beziehung von den Eltern noch viel gefündigt. Und wenn man früher annahm, daß die Schule uns die Skoliose(Verkrümmung) in so erschreckendem Maße gebracht hat, so hat man jetzt festgestellt, daß jene Skoliose durch die unnatürliche körperliche Er⸗ ziehungdes Kindes mit in die Schule gebracht worden ist und daß die Schule im allgemeinen nur die bloßen Haltungsanomalien und die leichteren Skoliosen schafft.

Das aber legt auch unseren Kommunen neue Pflichten auf. Sie haben orthopädische Fürsorgestellen zu schaffen, die jenen Gefahren vorzubeugen haben durch Auf⸗ klärung und vorbeugende Behandlung. Das Gebiet der Säuglingsfürsorge muß damit spezialisiert werden. Ohne eine derartige Frühbehandlung werden wir auf diesem Ge— biete schwerlich zu einer Besserung gelangen.

Dann muß natürlich auch auf eine Beseitigung jener Schäden Bedacht genommen werden, die uns die Schule bringt. Haltungsunregelmäßigkeiten und leichte Rückgrats⸗ krümmungen dürfen in den Schulen nicht mehr möglich sein. Das Turnwesen in unseren Schulen hat eine entschiedene Besserung zu erfahren. Das Turnen muß mehr System zeigen, vollkommen im Sinne jenes Zweckes gestaltet sein und auch auf die individuelle Leistungsfähigkeit. Rücksicht nehmen, was bisher wenig oder gar nicht geschieht.

Jeder Tag bringt unserem Volke in diesem Kriege neue Krüppel. Da dürfte es wahrhaftig angebracht sein, daß man

0. bereits zu rüppeln wer⸗ orgen, daß wenig⸗ gerade gebauten

eine derartige Vorbeugung des Krüppeltums mit aller Ent⸗

schiedenheit betreibt. Herabsetzung der Schweinefleischpreise.

Mit der letzten vom Bundesrat erlassenen Verordnung über die Einschränkung des Fleisch- und Fettverbrauchs sind, wie bürgerliche Blätter melden, die geplanten Maßnahmen auf dem Gebiet der Fleischversorgung noch nicht abgeschlossen. Denn die bis jetzt vorgenommene Regelung bezweckt lediglich eine Einschränkung des Verbrauchs an Fleisch und Fett, durch die Ersparnisse an den vorhandenen Vorräten gemacht werden sollen. Eine nennenswerte Einwirkung auf die Preise wird diese Verbrauchseinschränkung jedoch nicht haben. Um diese zu erreichen, steht der Erlaß einer neuen Bundes⸗ ratsverordnung bevor, die voraussichtlich noch in dieser Woche bekanntgegeben wird. Sie bezweckt, den Kleinhandelspreis

für Schweinefleisch so zu regeln, wie die Rücksichten auf die

eer zustande kam. Bei Aktiengesellscha

1680 00 Mk.(600 000 Nek.) erforder

Ernährung der Bevölkerung es erfordern. Der Kleinhandels. preis für Schweinefleisch dürfte dabei gegenüber den Preisen

der letzten Zeit ziemlich erheblich herabgesetzt werden. Eine Regelung der Preise für Rindfleisch ist einst⸗ weilen noch nicht in Aussicht genommen.

„Reelle“ Geschäftsgewinne. Jede Hausfrau weiß, wie rapid der Preis für Speiseöl in die Höhe geht. Weder der Produzent noch sonst jemand will Urheber dieser Teuerung sein. Mangel an Rohstoffen wird vorgeschützt, wie wenn die Quantität sich vermehrte, wenn der Preis sich ins Unge⸗ messene steigert. Wo die Urheber der Teuerung sitzen, wird allgemach bekannt. Es sind die Spekulanten, die dem Volke den Beutel leeren, und wer aus Spekulationsgeschäften Vor teile zieht, das wollen wir nachstehend an einem von den vielen Fällen zeigen. Den genannten Zahlen wolle man allergrößte Beachtung schenken. Der Verein Deutscher Oel⸗ fabrikanten Mannheim erzielte für 1914/15 einen Fabri. kationsgewinn von 3 236 321 Mark(im Vorjahre 2294 485 Mark), wozu 231536 Mark(181 482 Mark) Gewinnvortrag und diesmal auch 34 321 Mark Zinseneinnahme abzüglich der Ausgaben für Obligationen, Kontokorrent und Wechsel⸗ zinsen, Bankprovisionen, Wechselstempel und dergleichen treten, während im Vorjahre außer den Einnahmen für diese Zwecke noch 265 238 Mk. an Zinsen aufzuwenden waren. Die Generalunkosten haben sich vermindert; sie erforderten 379 323 Mk.(430 225 Mk.) und Verlust auf Ausstände 13 755 Mk.(21 862 Mk.), so daß sich ein Bruttogewinn 15 3109 009 Mk.(2 388 643 Mt.) beziehungsweise e 25 Mark(542 948 Mk.) Abschreibungen ein Reingewinn 115 b i 1 53 M Divi„ Prozent(im Vorjahre 8 Prozent) 5 d diesmal 14. lf lionen Aktienkapital, gegen 12 Millionen Ma 10 W Daran teilnahmen. Der außerordentlichen Rück 5 12 115 281 Mk.(43 210 Nek.) zugeführt. Dieser chan

AVV 0 cher haben gespürt, wie eee alten läßt sich der Ge⸗

winn öffentlich nachweisen, nicht aber bei einfachen Handels gesellschaften. Abschlüsse, wie der obige, zeigen aber, daß an der allgemeinen Auswucherung auch durchaus„anständige“ Unternehmungen beteiligt sind und es eine undankbare Ar— beit ist, den„reellen Handel“ von Sünden reinwaschen zu wollen. Sie nehmen alle, wo sie es kriegen können.

Mahnung an Kartoffelproduzenten. Amtlich wird mit⸗ geteilt: Wie sich aus verschiedenen Anzeichen ergibt, bestehen im Publikum vielfach irrige Auffassungen über die neue Ver⸗ ordnung betr. Regelung der Kartoffelpreise vom 28. Oktober 1915. Die Produzentenhöchstpreise gelten für alle Sorten Kartoffeln, also auch für Saat⸗, Salat⸗, Eierkartoffeln und dergleichen. Sie gelten auch nicht nur für die bis zum 29. Februar 1916 für die Kommunalverbände zu reser⸗ vierenden Vorräte(10 Prozent), sondern für die gesamte Kartoffelernte. Sogenannte Reports, Verwahrungs⸗ gebühren usw. gibt es nach der neuen Verordnung nicht. Es ist also ratsam, die Kartoffeln so rasch wie möglich an den Markt zu bringen, da ein längeres Aufbewahren keinerlei Vorteile, sondern Nachteile für den Landwirt bringt.

— Kartoffel⸗Höchstpreise. Für die Stadt Gießen sind nunmehr Höchstpreise für Kartoffeln im Kleinhandel sestgesetzt. Danach darf bei Abgabe von Mengen bis 20 Pfd. nicht mehr als 4 Pfg. für das Pfund gefordert werden; bei größeren Mengen bis zu 10 Zentner 7,50 Mk. für den Malter frei Keller des Verbrauchers. Für den Großhandel, das heißt den Verkauf von größeren Mengen als 10 Zentner durch andere Personen als den Erzeuger erklärt die Preis- prüfungsstelle 6,70 Mk. für den Malter als angemessenen Preis. Wohlgemerkt: die angegebenen Preise sind Höchst— preise, über die nicht hinausgegangen werden darf; es ist damit nicht gesagt— wie es vielfach fälschlich aufgefaßt wird — daß diese Preise als die normalen zu gelten hätten. sind im Gegenteil in Anbetracht der reichen Ernte viel zu hoch.

— Vom städtischen Wildfleischverkauf hört man wenig Erfreuliches. Von seiten der Stadt waren bekanntlich mit einer Anzahl Jagdpächter Verträge abgeschlossen worden, nach welchen das erlegte Wild zu festgesetzten, mäßigen Preisen an die Stadt geliefert werden sollte. Metzgermeister Schreiner hatte die sachgemäße Zerlegung des Wildes und den Verkauf übernommen und es war alles ganz vortrefflich geregelt. Es kam aber anders, als es gedacht war. Die Wild- lieferung war nämlich so kümmerlich spärlich, daß mit dem Verkauf überhaupt nicht begonnen werden konnte. Wie kam das? Gab's auf einmal so wenig Wild, wegen dessen Ueber⸗ handnahme doch aus allen Ecken geklagt wurde, oder waren die betreffenden Jäger so wenig glücklich, daß sie nichts er⸗ wischen konnten? Nein, es gab genug und wurde auch viel geschossen. Aber die Wildbrethändler, die mehr be⸗ zahlten als die Stadt, bekamen es und letztere hatte das Nachsehen. Die Händler finden sich in der Regel auch gleich mit den Wagen zu den Jagden ein, um das gekaufte Wild gleich abfahren zu können. Für die Jagdpächter ist dies erstens sehr bequem und zweitens bekommen sie ihre Beute besser bezahlt. So wurde die schön ausgedachte Sache, womit man die Fleischversorgung der städtischen Bevölkerung zu unterstützen hoffte, zu Essig.

— Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten. Wehrmann Friedrich Walker aus Leun, Inf.-Regt. 80.— Musketier Karl Schmirmund aus Rainrod b. Alsfeld, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116.— Musketier Karl Valentin aus Oberlemp, Kr. Wetzlar, Inf.-Regt. 166.

— Beim Kartoffelkauf tut der Käufer gut, auch auf das Ge⸗ wicht zu achten, wenn er seine Karoffeln nicht von jemand bezieht, auf den er sich unbedingt verlassen kann. Es dürfte noch in innerung sein, daß voriges Jahr über Mindergewicht öfter Klage geführt wurde, einige Bauern kamen deswegen auch vor das Ge⸗ richt. In Darmstadt erlebte, wie unserem Frankfurter Partei⸗ blatte berichtet wird, ein dortiger Metzgermeister einen drastischen Fall. Er hatte 10 Malter Kartoffeln erhalten und es stellte sich Nie daß bei jedem Sack ein Manko vorhanden war, das zu⸗ ammen ein ganzes Malter ausmachte. Der zuerst in Verlegen⸗ heit geratene Landwirt gab den Schwindel erst zu, als man mit der Polizei drohte. Er behauptete:„Mei Weibsleit hawe die Kartoffel gewoge!“ Als er sein Geld hatte, erklärte er:„Wann ich mei Kartoffel nur noch emal auf meim Wage hätt!“ In einem anderen Fall fehlte an dem zu bezahlenden Quantum ein Gewicht von etwa 70 Pfund. Als der entsprechende Betrag abgezogen werden sollte, fand das Bäuerlein plötzlich auf dem Wagen unter den leeren Säcken noch einen gefüllten Sack, den er angeblich vergessen hatte und nun das fehlende Gewicht genau ergänzte.— Zahlreiche ähn⸗ liche Fälle ereignen sich: lelder werden sie nicht alle bekannt.

Kriegsindustrie und Arbeiterinnenschutz. Je mehr die Frauen⸗ arbeit in den für die Kriegsbedürfnisse arbeitenden Fabriken sich ausdehnt, um so weniger ernst glauben es manche Unternehmer mit den Bestimmungen zum Schutze der Arbeiterinnen nehmen zu dürfen. Darum ist es gut, wenn die Gerichte diese Leute von Zeit zu Zeit in die gesetzlichen Schranken zurückweisen. Das hat z. B. dieser Tage das Frankfurter Schöffengericht getan. In der Gra⸗ natenfabrik, die der Kaufmann Karl Mayer, der Privatmann An⸗ selm Wolf und der Kaufmann Ludwig Strauß zusammen mit einem Vierten, der sich jetzt im Felde befindet, eingerichtet hatten, hat man sich um die Vorschriften der Gewerbeordnung blutwenig gekümmert. Am Frankfurter Schöffengericht wurde festgestellt, daß die Ar⸗ beiterinnen länger als zehn Stunden am Tage gearbeitet haben, daß die einstündige Mittagspause nicht gewährt wurde, daß an Tagen vor Sonn⸗ und Festtagen länger wie 8 Stunden gearbeitet wurde, daß die Nachtarbeit von 8 Uhr abends bis 6 Uhr morgens dauerte und daß einer jugendlichen Arbeiterin die Frühstücks⸗- und Vesper⸗ pause beschnitten wurde. Die Gewerbeinspektion nannte dieses Ver⸗ fahren einen krassen Fall von Ausbeutung menschlicher Körper⸗ kräfte. Das Gericht erkannte wegen Vergehens gegen die Gewerbe— ordnung auf je 120 Mark Geldstrafe für Mayer und Wolf und auf 60 Mark für ihren Werkmeister Emanuel Stephann. Strauß, der sich nur um die kaufmännischen Angelegenheiten zu kümmern hatte, wurde freigesprochen.

— Oeffentliche Bücherhalle. Im Oktober wurden 2630 Bände ausgeliehen. Davon kamen auf: Erzählende Literatur 1477, Zeit⸗ schrüften 263, Jugendschriften 215, Gedichte und Dramen 55, Lite⸗ raturgeschichte 21, Länder⸗ und Völkerkunde 38, Kultrgeschichte 32, Geschichte und Biographien 156, Kunstgeschichte 40, Naturwissen⸗ schaft und Technologie 130, Heer⸗ und Seeewesen 39, Haus⸗ und Landwirtschaft 16, Gesundheitslehre 29, Religion und Philosophie 59, Staatswissenschast 24, Sprachwissenschaft 14, Fremsprachliches 28 Bände. Nach auswärts kamen 50 Bände.

64 000 Mark Goldeinnahmen bei den Rennen in Neuß. Die Goldsammlung bei den Eintrittsgeldern bei den letzten Reunen in Neuß ergab 15000 Mark. Au den sechs Reuntagen konnten ins⸗ gefsamt 64000 Mark in Gold der Reichsbank zugeführt werden.

Sie

FIr⸗ r⸗

Daraus ersieht man wieder, daß es immer noch eine große Augahl

von ängstlichen Gemütern gibt, die sich von ihrem Gold nicht trennen

können. Das Festhalten der Goldstücke ist töricht und beeinträchtigt

nur die deutsche Wirtschaftskraft. Daher muß auf diesem Gebiete

fortgesetzt aufklärend gewirkt werden. 7 Nreis Friedberg⸗Büdingen.

Schwerer Unfall bei der Arbeit. In einem Steinbruch bei Ebers⸗Göns wurden am Dienstag gegen Abend drei dort beschäf⸗ tigte Arbeiter, A. Schepp und A. Volk aus Pohlgöns und Fr. Rühl aus Kirchgöns, von herabfallendem Gestein getroffen und zwar so unglücklich, daß Rühl, dem durch einen Stein der Kopf zer⸗ schmettert wurde, sofort tot blieb, während Schepp auf dem Trans⸗ port nach dem Krankenhause in Niederweisel starb.— Die Leute arbeiteten erst einige Tage in diesem Steinbruche.

Kreis Marburg⸗ Kirchhain.

Kinder mit Schußwaffen. In Weidenhausen bei Mar⸗ burg wurde am Montag das achtjährige Söhnchen der Eheleute Thomas beim Spielen mit einer Schußwaffe von einem anderen Kinde so in den Kopf getroffen, daß es in der Marburger Klinik

st a r b. Von Nah und Fern.

Monzernheim, 4. Nov. Seinen Bruder erschlagen. Am 29. Oktober wurde der Handarbeiter Johann Schmitt in seiner Scheuer tot aufgefunden. Da er dem Trunke ergeben war, nahm man an, er wäre von der Scheuerleiter abgestürzt und hätte sich dadurch so schwer verletzt, daß der Tod eingetreten sei. Das Gut⸗ achten des Kreisarztes Med.-Rats Dr. Schäffer ging aber dahin, daß kein Unglücksfall, sondern ein Totschlag stattgefunden habe. Bei Vernehmung seines Bruders Konrad Schmitt gestand dieser ein, daß er seinen Bruder mit einem Karst erschlagen habe. Sie seien in Wortwechsel gekommen, worauf er seinem Bruder zweimal mit dem Karst auf den Kopf und in das Gesicht geschlagen hätte. Schmitt wurde verhaftet.

Uugeöbrict des Hrofen Hunptzunrtier.

Im Westen ein französischer Graben genommen. Russische Angriffe erfolgreich abgewiesen. In Serbien weiterer Vormarsch. W. B. Großes Hauptquartier, 4. Nov., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz.

Nördlich von Massiges stürmten unsere Truppen einen nahe vor unserer Front liegenden französischen Graben in einer Ausdehnung von 800 Metern. Der größte Teil der Be⸗ satzung ist gefallen. Zwei Offiziere(darunter ein Major) und fünfundzwanzig Mann wurden gefangen genommen.

Oestlicher Kriegsschauplatz. 55 Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls, v. Hindenburg. 0

Vor Dünaburg wird weitergekämpft. An verschiedenen Stellen wiederholten die Russen ihre Angriffe. Ueberall wurden sie zurückgeschlagen. Besonders starke Krüfte setzten sie bei Garbunowka ein. Dort waren ihre Verluste auch am schwersten. Das Dorf Mikulischki konnten sie im Feuer unferer Artillerie nicht halten. Es ist wieder von uns besetzt. 5 Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls

Prinzen Leopold von Bayern.

Keine wesentlichen Veränderungen.

Heeresgruppe des Generals v. Linsingen.

Die Russen versuchten gestern früh einen Ueberfall auf das Dorf Cuphoska⸗Wona. In das Dorf eingedrungene Abteilungen wurden sofort wieder hinausgeworfen. Ein aber⸗ maliger Versuch des Feindes, durch starke Gegenangriffe uns den Erfolg westlich von Czartorysk streitig zu machen, scheiterte. Bei den vorgestrigen Kämpfen wurden insgesamt fünf Offiziere, elfhundertundsiebenzehn Mann als Gefangene und elf Maschinengewehre eingebracht. Bei den Truppen des Generals Grafen von Bothmer wurde auch gestern in und bei Siemikowea gekämpft. Die Zahl der bei den Dorfkämpfen gemachten Gefangenen hat sich auf dreitausend erhöht, Russische Angriffe südlich des Ortes brachen zusammen.

Balkan.

Gegen zähen feindlichen Widerstand sind unsere Truppen beiderseits des Koslanik⸗Berglandes(nördlich von Kraljevo) im Vordringen. Oestlich davon ist die allgemeine Linie Zakuta⸗Vk. Celien⸗Jagodina überschritten. Oestlich der Morava weicht der Gegner; unsere Truppen folgen. Es wur⸗ den sechshundert Gefangene gemacht.

Die Armee des Generals Bojadjieff hat Valakonje und Boljevac(an der Straßse bei Bajecar-Parcin) genommen und im Vorgehen von Syrljig auf Nisch den Kalaft(10 Kilo⸗ meter nordöstlich von Nisch) erstürmt. Oberste Heeresleitung.

Kriegs-Kornfranck ist ein vorzüglicher und billiger Ersatz für Bohnenkaffee. Das große Paket kostet 50 Pfennig. Kriegs-Kornfranck schmeckt schr gut; er hai eine schone Kaffee- Farbe.