8 Telegramme.
Teberiht ee Grofen Hauptsuntttng
Keine Veränderung in West und dst.
1 In Serbien weiter vorwärts.
W. B. Großes Hauptquartier, 29. Okt., vorm.(Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. 5
An einzelnen Stellen der Front lebhafte Artillerietätig⸗
da keit, Minen⸗ und Handgranatenkämpfe; keine Ereignisse von N 1 4 5 1 Bedeutung
1 Oestlicher Kriegsschauplatz Die Lage ist überall unverändert. . 5 Balkan.
Bei Drisnsko(südlich von Visegrad) wurde der Gegner geworfen, östlich davon über die Grenze zurückge⸗ drängt. 5
Westlich der Morawa ist die allgemeine Linie Slow kovica—Rudnik—Cu mic—Batonica erreicht.
Südöstlich von Svilajnac wurden die feindlichen Stellungen beiderseits der Reseva gestürmt. Ueber ein— tausenddreihundert Gefangene fielen in unsere Hand.
Vor der Front der Armee des Generals Bjodjanoff ist der Feind im Weichen. Die Armee verfolgt.
Oberste Heeresleitung.
* 52 2 5 4 2 Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Erfolglofe Stürme der Italiener. Wien, 29. Okt.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: Russischer Kriegsschauplatz,. Nichts Neues. Jtalienischer Kriegsschauplatz.
Gestern nahmen die italienische zweite und dritte Armee den allgemeinen Angriff mit aller Kraft von neuem auf. Die Schlacht war somit an der küstenländischen Front wieder im Gange. Den Infanterieaugriffen ging eine Artillerievorbereitung voraus die sich in mehreren Abschnitten bis zum Trommelfen er steigerte und namentlich gegen den Gör zer Brückenkopf eine noch nicht dagewesene Heftigkeit erreichte. Aber weder dieses Feuer noch die folgenden Stürme vermochten unsere Truppen zu erschüttern. Abermals wiesen sie den Feind an der ganzen Front blutig ab und behaupteten ausnahms⸗ os ihre vielfach zerschossenen Stellungen. Drang der Gegner da vder dort in einen Graben ein, so wurde er durch unverzüglichen Gegenangriff wieder daraus entfernt. Dem schweren Tage, der mit einem vollen Mißerfolg der Italiener endete, folgte eine ruhige Nacht. Auch an der Dolomitenfront dauert
— e eee
—— 5 AW——————————
die feindliche An⸗
e inz l. 8 5
roche? kriffstätigkeit unvermindert fort. Hier richtet der Gegner seine mlung 1 seftigsten Anstrengungen gegen den Col di Lana, vor dem nun aum u schon so viele und auch gestern zwei neue Angriffe zusammen⸗
bo rachen. 5 Ein italienischer Flieger bedachte das Schloß Miramar mit
Homben. Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Die südöstlich von Visegrad auftretenden montenegrini⸗ ichen Abteilungen wurden bei Drinsk und auf der Suha Gora ge⸗ chlagen. Die deutschen Divisionen der Armee des Generals non Köveß drangen in die Gegend von Rudnik vor. Oesterreichisch⸗ Ingarische Kräfte dieser Armee überquerten im Angriff die durch undauernden Regen fast ungangbar gewordenen Niederungen an ber bbersten Rara, warfen in erbitterten Kämpfen den Feind von ber Cumisko⸗Höhe und erstürmten die Kirche und das Dorf Cumie. Die Armee des Generals von Gallwitz überschritt im Raume von apovo die Lepenica und machte südöstlich von Spilejnac weitere Fortschritte.
Die bulgarische erste Armee eroberte Pirot; der Feind hat vor ihrer ganzen Front den Rückzug angetreten.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant. *
Der bulgarische Bericht.
1 Der Feind überall geworfen. Sofia, 29. Okt.(W. T. B.) Amtlicher Bericht über die Freignisse am 27. Oktober:
Nach viertägigen hartnäckigen Kämpfen schlugen unsere Truppen im Timok⸗Tale und vor Pirot operierende serbische Urmeen auf der ganzen Front. Die Serben befinden sich ett imallgemeinen Rückzuge in westlicher Richtung, Wir verfolgen energisch den Feind. Wir sind schon im gesitz von Negotin und Brza⸗Palanka(auf dem echten Donauufer, wo unsere Kavallerie mit den verbündeten Truppen in Berührung kam), Zajecar, Knjazevac und zahl⸗ zeichen Dörfern im Timok⸗Tale. Wir erbeuteten auf ieser Front 16 Geschütze, große Mengen Munition und viel Proviant. 5 Im Tale der Nischawa erstürmten unsere Truppen ie füdlichen Werke der Festung Pirot und gelangten bis zur Stadt selbst; aber die Nacht unterbrach die Operationen. Der Feind wird auf der ganzen Front verfolgt. Die Einwohner der Städte Negotin, Brza⸗ galanka, Zajecar und Knjazevac bereiteten mseren siegreichen Herren begeisterte Hu 1 d i gun 95 Diese Städte sind mit bulgarischen Fahnen beflaggt. Die Zevölkerung begrüßte unsere Truppen mit Rufen:„Es lebe zer Zar Ferdinand! Es lebe Bulgarien! Es lebe die tapfere zulgarische Armee!“
Vn der Ebene von Kossovae 5 ie Gegend nördlich Katschanik und die obere
stlich Gilani. 1
Die durch reguläre serbische Truppen gegen die m garische Bevölkerung von Uesküb bei der Räumung dieser Stadt begangenen Greueltaten wurden gestern von zen Behörden festgestellt, die darüber in Gegenwart der konsuln von Rußland und Griechenland und 5 e chen Mission unter Lady Paget und zahlreicher e eiten dieser Stadt ein Protokoll aufnahmen. Es 15 5 hotographische und kinematographische Aufnahmen dee Zreuel gemacht.— Die französischen Truppen, 3 talandowa gegen Tschepeli⸗Balkan vorgingen, wurden din 5 zie Bulgaren mit großen Verlusten gestern zurückgeschlagen.
rreichten unsere Truppen Morawa
0 ö
beschoß es während zwer Stunden. Zur gleichen Zeit warfen drei Wasserflugzeuge Bomben auf die Stadt; ein feindlicher Flieger wurde getroffen. Neun Einwohner wurden getötet, darunter drei Frauen, neun verletzt.
Serbische Verzweiflung.
100 Die Südslawische Korrespondenz meldet aus Bukarest: Ueber en vor etwa zehn Tagen erfolgten Rücktritt des serbischen Geweralisstmus, des Woiwoden Putmik, erfährt man von unter⸗ richteter Seite: Die Angabe, als ob Putnik aus Gesundheitsrück⸗ sichten seine Stellung niedergelegt habe, ist unrichtig. Die Gründe 892 den Rücktritt Putmis waren die, daß Putnik infolge der Haltung des Vierverbandes, insbesondere durch den Verlauf der Landung in. Salonik, die Putnik im letzten Kriegsrat als eine mili⸗ täris che Komödie bezeichnet hat, die weitere Verantwortung für die Führung der serbäschen Armee nicht tragen wollte.
Verläßliche Informationen diplomatischer Kreise besagen, daß in Ser bien die Haltung des Vierverbandes, insbesondere das Vorgehen Rußlands, eine derart schwere Enttäu⸗ s ch u ug hervorgerufen hat, daß man mit allen Möglichkeiten rech⸗ nen muß. Es wird offen erklärt, daß Rußland und die Alliierten
schen fliehen über die Grenze nach Rumänsen Das Elend unter den Flüchtlingen ist sehr groß. Nach einer Meldung des Vilag soll König Peter nicht mehr in Serbien weilen. In den letzten Wochen sei der König von Melancholie befallen worden, und man habe ihm geraten, eine ausländische Kuranstalt aufzufuchen. Der König habe den Weg über Albanien genomanen.
In das Herz Serbiens.
und Griechenland.
langer festzusammenhängender Front in das Herz Serbiens vor. Im Westen, im bosnischen Grenzgebiet, westlich der oberen Drina, wo die serbische, die montenegrinische und die bosnische Grenze einen Winkel bilden, wurde der Feind in neuen Kämpfen über die serbische Grenze geworfen. Gegen Osten dringen die zur Westgruppe der Armee des Generals von Köveß gehörigen österreichischen Truppen im Gebiete von Valjovo vor. Die Armee Gallwitz führt erfolgreiche Kämpfe südlich Svilajnac durch.
dem Kabinetts überreicht. Poincaré hat die Demission an⸗ genommen und de
nen n Havas folgende Note: Herr Briand verwenbete k 10 Serbien zum Opfer bringen und es zwecklos verbluten lassen. Wenn nerstag, um bei den bedeutenbsten politischen Persönlichkeiten vor-
auf die dringende Bitte V Werk zu verwirklichen, das infolge gewisser Schwierigkeiten von Viviani selbst nicht zu einem konnte. Briands handelt es sich darum, in der Regierung, die sich einzig mit der nationalen Verteidigung beschäftigen soll, die bestqualifizierten Vertreter des Landes zu vereinigen, tis Meinung sei. Briand hat sich bereits die Mitarbeit der ehemaligen Ministerpräsidenten Freycinet, Leon Bourgeois, Com⸗ bes und Mélines, sowie des Abgeordneten Den ys Cochin
Bulgarische Vergeltung gegen die Entente. Das Organ des Ministerpräsibenten Radoslawow, Naraduf
Prava, deutet an, daß die nach der Kriegserklärung in Bulgarien verbliebenen englischen und sranzösisch und in Städten der Aegäischen Küste untergebracht werden.
en Staatsbürger internier:
(Die bulgarischen offenen Küstenstäbte sind kürzlich von der
Ententeflotte völker rechtswidrig beschossen worden, wobei mehrere bulgarische Zivilpersonen ums Leben kamen.)
Das Ende der französischen Ministerkrise.
Briand Ministerpräsident. Paris, 29. Okt. Der Ministerpräsident Viviani hat heute Präsidenten Poincaré die Demission des
herigen Justizminister Briand abinett betraut. 2
Ueber die gestrigen Schritte Briands verbreitet die Agenge ganzen Don⸗
mit der Neubildung des
die serbische Armee auch bis zuletzt sich auf das tapferste wehre, so zusprechen., Dieselben Besprechungen wurden vor einigen Tagen geschehe dies doch ohne Hoffnung. In Serbien herrsche Pank, schon von Vivian unternommen, um das inett aufrecht zu er⸗ am Hofe und bei der Regierung Verwirrung. Tausende von Men⸗ halten. Sie werden jetzt von Briand weitergeführt. Es geschah
ipianis, daß Briand versuche, dieses
geführt werden, nach derjenigen
glücklichen Ende Nach der Ueberzeugung Vivianis wie
was auch deren politische
er 176 8 9 driegsyresse ter 7 9 72 2 79 1 7 5 472 f
1 Berl. Tagebl. wird aus dem Kriegspressequartier gesichert. Er wird von den bisherigen Ministern Viviani, gemeldet: Die unter der Führung des Generalfeldmarschalls[ Ribot, Sembat, Guesde, Malvy und Doumergue von Mackensen stehenden verbündeten Truppen dringen in beibehalten.
28
Die französische Kammer zur Lage.
T. U. Paris, 29. Okt. Die Sitzung der Kammer wurde um einen Tag verschoben, um der neuen Regierung Gelegen⸗ heit zu geben, sich zu konstituieren. Verschiedene Abgeordnete, die die Regierung zu interpellieren wünschten, protestierten gegen diese Vertagung.
9 Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen.
Verlag von Krumm& Cie., Gießen.
Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M
Herren-
billigen Preisen.
Stoffe
führe ich sümtliche Unterkleider etc.
. Am 27. Oktober erschien die russische Schwarze Meer- lotte mindettens 15 Einbeiten stark, vor Warna und
finden Sie in drei Stockwerken:
u. Rnaben-Kleider
in allen erdenklichen Ausführungen zu alten
Damen- u. Mädchen-Mäntel
in grosser Auswahl zu wirklich billigen Preisen
Kostüme Kleider Blusen Unterröcke
Besätze— Spitzenkragen.
S lde Daumual Maren
alte Vorräte, weit unter heutigem Preis.
Für unsere Krieger
Qualitäten und verkaufe diese, dem Zweek ent- sprechend, denkbar billig.
Lichspiehaus
Giessen Bahnhofstrasse 34 Tefephon 2077
G Erösstes, elegantestes und modernstes Lichtspiel-Theater am Platze. 8
08
Jeden Mittwoch u. Samstag Programmwechsel.
lle
Vorräte
Kleider- Stoffen Blusen-Stosfen Kostüm Stoffen Seiden- Stoffen „ Sammeten: Viele Reste
von Woll- und Bama- wollstoffen
noch sehr billig
Lina Denar
„Bismarekstrasse 6. 1
in nur besten
D n Hautkranke Flechten, Ausschlag, Jucken, Krätze, offene und geschwollene Beine, Hämorrhoiden, Magenbeschwerden teile ich schriftl. oder mündl. mit, wie sich jeder davon befreit. Frau John, Herford 115, Steinstr.!
* 9 22 9 Schöne 3 Zimmer⸗Wohnung 2. Stock, mit allem Zubehör auf 1. November zu vermieten.
Sonnenstraße 5. 1. St.


