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Organ für die Interessen des werktätigen Volkes 0 der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.
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Nr. 208
Gießen, Montag, den 6. September 1915
10. Jahrgang
Das Wunder.
Von Dr. Paul Lensch. Deer Einblick, den uns die Veröffentlichungen aus den belgi⸗ chen Gesandtenberichten in das Wesen der englischen Weltpolitik gegeben haben, beweist von neuem, wie kindlich es ist, die Ent⸗ scheidung über den„Schuldigen“ abhängig zu machen von dem Ver⸗ halten der Großmächte während der letzten 8 Tage vor Ausbruch des Krieges. Acht Jahre hindurch hatte Eduard VII. mit einer unbeirrbaren Zielsicherheit die Einkreisung des Deutschen Reiches vorbereitet.
Er hatte zu diesem Zwecke die fast erloschenen Re- vanchefunken in Frankreich zu neuen Flammen angeblasen, hatte
das schler Unmögliche fertig gebracht und die beiden Todfeinde, England und Rußland, vereinigt, er hatte den Dreibund gelockert 9 und Italien schon vor langen Jahren auf die englische Seite ge— zogen. In der ganzen Welt hatte die englische Presse das Deutsche Reich als eine gemeine Gefahr für die Sicherheit aller Völker in allen Himmelsstrichen hingestellt. In Zentralasien wie in Süd⸗ amerika, allenthalben waren englische Agenten am Werke, die die Regierungen in Schrecken setzen sollten vor angeblichen deutschen
1 Eroberungsplänen. Mit alledem wurde eine Atmosphäre ge— schaffen, deren Stickluft wir im August vorigen Jahres zu spüren bekamen, als sich nahezu der ganze bewohnte Erdkreis gegen das
Deutsche Reich, sei es mit den Waffen, sei es mit moralischer Ent— rüstung, erhob. ö Immerhin wäre es falsch, wollte man annehmen, daß dieser Beltkrieg nun just das Ziel des verstorbenen Königs von Eng⸗ land gewesen sei. Im Gegenteil, die Annahme ist berechtigt, daß er ihn gerade durch seine Einkreisungspolitik vermeiden wollte. Das wirtschaftliche Erstarken Deutschlands schien ihm und der herrsch⸗ gewohnten englischen Bourgeoisie wie eine freche Anmaßung eines Verachteten rohen Emporkömmlings, und der Eintritt des Deutschen Reiches in die Weltpolitik nur gar war ihm unerträglich. Anfangs Hersuchte er, sich Deutschlands im englischen Interesse zu versichern und dem Deutschen Reiche eine ähnliche Rolle zuzuschieben, wie sie jetzt zu seinem eigenen Eutsetzen Frankreich übernommen hat: nämlich die Rolle des starken aber dummen Kerls, der Englands Schlachten zu schlagen und seine Gegner niederzuzwingen hat. Als diese Versuche auf unfruchtbaren Boden fielen, galt Deutschland in London schlechthin als der Feind, dessen Einfluß auf allen Gebieten zu brechen sei. Dieses Ziel suchte das englische Kabinett durch die Einkreifungspolitik zu erreichen. Ihr Inhalt war, gegen Deutsch—⸗ land eine derartig starke Koalition zu Stande zu bringen, daß jede Aussicht, einen bewaffneten Konflikt gegen sie bestehen zu können, von vornherein als ausgeschlossen erscheinen mußte. Also nicht durch strieg, sondern nur durch die Drohung mit dem Kriege, und zwar nit einem für Deutschland total aussichtslosen Kriege, sollte das Deutsche Reich gedehmütigt und Englands Weltherrschaft vor jeber Gefahr gesichert und neuer Erweiterung entgegengeführt werden. Diese Spekulation ist insoweit geglückt, als es in der Tat ge⸗ lang, eine derartige Koalition gegen das Deutsche Reich zu Stande ju bringen, daß in der ganzen Welt die Niederlage Deutschlands für ausgemacht galt. Von den rund 1600 Millionen Menschen, die die Erde bewohnen, stehen über 700 Millionen im Kriege gegen die 65 Millionen des deutschen Volles, also nahezu die Hälfte, und die andere Hälfte sympathisiert mehr oder weniger mit unseren Feinden. den 3 Millionen Quadratkilomefern, die das Deutsche Reich samt einen Kolonien umfaßt, slehen 65 Millionen Quadratkilometer der eindlichen Gebiete gegenüber. Diese entsetzliche Situation ist zu Beginn des Krieges häufig genug in England als die sicherste Garantie für einen überwältigenden Sieg bezeichnet worden und gilt eilweise bis zur Stunde noch dafür. Auf die Verbündeten des Deutschen Reiches, auf Oesterreich-Ungarn und die Türkei hatte nan von vornherein mit grenzenloser Verachtung geblickt und sie aum einer ernsthaften Beachtung für wert gehalten. Man kann also sagen, daß die Pläne Eduards VII., was den Umfang seiner 0 ee geplanten Koalition angeht, in einem ausschwei⸗ en 15 e gelungen sind. Und trotzdem sind sie zu anden geworden. Jetzt nach 13 Monaten Krieg sind es Fur die Zentralmächte, die auf Erfolge blicken können. Die sicherste ler Niederlagen ist ausgeblieben. Das Einmaleins des„gesunden Renschenverstandes“ scheint nicht mehr zu gelten. Jn der Tat scheint es ein Wunder zu sein, w ine Umwertung oller Werte und eine Umprägung a Anschauungen über Weltmacht und Weltpolitik. Wie ab Wunder“ zu erklären?—„„ Man kann diesen Krieg als die Rebellion der Produktivkräfte segen die vorhandenen Produktionsverhältnisse bezeichnen, wenn Han mit Marx unter Produktionsverhältnissen nur den juristischen Ausdruck für die Eigentumsverhältnisse versteht. Die Produktiv⸗ kräfte des deutschen Kapitalismus waren in der Tat so gewaltig an⸗ leschwollen, daß sie in einem stets größeren Umfang dem freien Geltmarkt zustrebten. Im Jahre 1913 hatte der deutsche Außen⸗ sandel den ungeheuren Betrag von 22½ Milliarden Mark erreicht. Er umfaßte nahezu 13 Proz. des Gesamtaußenhandels, gegen 16,0 Brozent, die auf Großbritannien, und 28 Proz., die auf England und seine Kolonien entfielen. Ze mehr aber der deutsche Kapitalis⸗ nus des freien Weltmarktes bedurfte, desto mehr hörte diesor Welt⸗ markt auf, frei zu sein. Die Eigentumsverhältnisse verschoben sich, ler Imperialismus führte zur Gründung großer Weltreiche, deren 1 Narkt man möglichst der eigenen Industrie und dem eigenen beinanzkapital vorzubehalten suchte. So lange leine Konkurrenz ir England zu befürchten war— bis ins letzte Drittel des 19. sahrhunderts— betrachtete man in London die Kolonien als eine kast und man dachte daran, sie teilweise aufzugeben. Sobald se⸗ loch die Kontinentalstaaten sich konsolidierten und die entfernteste Naöglichteit bestand, daß sie als Kolonialmächte in Frage kommen Bunten, erfaßte die englische Bourgeoisie ein wahres Annerions⸗ eber. Von den 30 Millionen gem, die jetzt das englische Weltreich mfaßt, wurden ungefähr 15 Millionen in den letzten wier Jahr-
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Frankreich folgte diesem Beispiel und schuf sich in seinem größer ist als Frankreich. Ueber Rußlands rastlose Eroberungen braucht man kein Wort verlieren. Auch der deutsche Kapitalismus trat in die Annexionspolitik ein; brachte es jedoch nicht über ein Gebiet von rund 2½ Millionen qbem, fünfmal größer als Deutsch⸗ land, kam also den großen Kolonialmächten gegenüber überhaupt nicht in Betracht.
Diese Zerschlagung der Welt in einzelne Reiche und die damit, Hand in Hand gehende Ausschließung oder Benachteiligung des fremden Handels in diesen Reichen war für keine Volkswirtschaft empfindlicher, als für die deutsche, weil eben sie sich im gewaltigen
Aufschwung befand und am meisten auf Erleichterung der Absag⸗ erhältnisse im Weltverkehr angewiesen war. Denn es ist nicht
wahr, was so gern behauptet wird, daß in den englischen Kolonien dem nichtenglischen Handel die gleichen Möglichkeiten geboten sind, wie dem englischen. Im Gegenteil! Schon vor 10 Jahren konnte
Professor Schulze-Gävernitz in seinem Buche über den britischen J or 4 6 0 0
Imperialismus sagen:„Nirgends in der Welt spielt der Handel der übrigen Industriestaaten eine so geringsügige, nirgends der
britische Handel eine so herrschende Rolle, als auf dem Boden der britischen Kolonien. Die britische Flagge ist ein Hindernis für die Ausbreitung fremden Handels, weshalb die europäischen Industrie⸗ staaten die ungeheure Ausdehnung des britischen Reiches gerade in den letzten Jahrzehnten als Benachteiligung empfinden mußten.“ Hier setzte leise die Rebellion der Produktivkräfte besonders des deutschen Kapitalismus gegen die Eigentumsverhältnisse in der imperialistisch verteilten Welt ein. Die englische Kolonialpolitik, die einst als eine ganz hervorragende Entwicklungsform der Pro⸗ duktivkräfte gewirkt hatte, schlug jetzt in eine Fessel derselben um. Freilich gelangen dem deutschen Kapitalismus noch Fortschritte auch in England und der englischen Kolonialwelt, aber unter welchen Schwierigkeiten! Das Verhängnisvollste aber war, daß England mit seiner Einkreisungspolitik dem deutschen Kapitalismus alle Ventile zu verstopfen sich anschickte, und so die Katastrophe selber heraufbeschwor. Es unterschätzte die lebendige und nicht zu bändigende Naturgewalt, die in den Produktivkräften des deutschen Kapitalismus vorhanden war, und die sich ihren Weg ebensowenig verrammeln ließ, wie das fließende Wasser oder der brausende Sturm.
Und so brach dann in der Gestalt des Weltkrieges die Epoche der Revolution über uns herein, in der wir zur Zeit noch stehen, die aber jetzt schon kräftig dabei ist, den ungeheucren geistigen Ueberbau umzuwälzen, der sich auf der Grundlage der alten Macht⸗ verhältnisse aufgebaut hatte, und die so wenig die Feuerprobe des Krieges bestanden haben. In der Mitte der verflossenen Jahr⸗ zehnte hatten sich die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Machtver⸗
hältnisse der Großmächte untereinander total verschoben. Wie wenig sie aber bereits den politischen Gewaltverhältnissen in der
Welt entsprechen, das hat freilich erst der Krieg zutage gefördert. 2 6
„ Der Seekrieg. Das Motnatsresultat.
Nach der Daily Mail wurden im August 68 mpfer mit einem Gesamtinhalt von 84 117 Tonnen von deutschen Unterseebooten versenkt oder durch Minen zerstört. Dabei verloren 1178 Menschen das Leben, darunter allein 1011 bei der Versenkung des Transportschiffes„Royal Edward“ im Aegäischen Meer. Insgesamt wurden 58 Segelschiffe mit 4206 Tonnen versenkt und hierbei 21 Mann getötet.
Das riesige deutsche Tauchboot.
T. U. Christiania, 3. Sept. Samstag abend gegen 7½ Uhr wurde von Stavanger aus ein großes deutsches Tauchboot vor der Jaederenküste beobachtet. Es war ein Boot von riesiger Dimension. Plötzlich entdeckte es einen Dampfer, der nordwärts fuhr. Das Unterseebvot, welches mit voller Fahrt ging, jagte dem schwedischen Dampfer nach, ließ es aber unbehelligt weiterfahren, als es seine Nationalität erkannt hatte. Täglich passieren U-Boote die Igederen⸗ küste, das zuletzt gesehene übertreffe aber alle anderen an Größe.
Gesunken!
Von der Insel Grip, zwei Seemeilen von Christian⸗ sund entfernt, sah man am 27. August einen Dampfer mit einer Holzladung südwärts fahren. Als der Dampfer soweit gekommen war, daß man nur noch den Rauch sehen konnte, hörte man kurzhintereinander vier Schüsse. Am Freitag nachmittag trieb eine Menge Grubenholz vor Christiansund an Land. Auf denselben fand man eine Unzahl Eisensplitter und Kupferstücke, die von Granaten herrühren können. Man nimmt an, daß ein mit Holz beladener Dampfer auf der Reise von Archangelsk versenkt worden ist.
Der norwegische Generalkonsul in Archangelsk teilt mit, der norwegische Dampfer„Helga“ ist am 30. August im Weißen Meer auf eine Mine gestoßen. Der Dampfer wurde vollkommen zerstört und ist gesunken. Drei Mann der Bo⸗ satzung sind umgekommen—
Arzneimittelnot in Italien.
Nach dem Handelsblatt Sole leidet Italien infolge Aufhörens der deutschen Zufuhr, worauf es angewiesen, solchen Mangel an wichtigen Arzneimitteln, daß die Apotheker manche Präparate kaum beschaffen können. Die Preise haben phantastisch aufgeschlagen, bei⸗ spielsweise Karbolsäure und Salicylpräparate gegen Rheumatis⸗ mus um 1200 Prozent, Bromkali um 800 Prozent, Phenazetin. um 600 Prozent, andere Fiebervräparate wie Antipirin sind gleichfalls
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kuapp: auch chirurgische Hilfsmittel wie Verbau batis, Binden, Thermometer, Spritzen sind um 50 bis 200 Prozent gestiegen.
Augst vor dem Frieden?
Die Kreuzzeitung bespricht in ihrer Ausgabe vom Frei⸗ tag abend an leitender Stelle die Mitteilung an die ameri⸗ kanische Regierung, nach der Passagierdampfer nicht ohne vorherige Warnung und ohne daß das Leben der Nicht⸗
E kombattanten in Sicherheit gebracht ist, versenkt werden
sollen. Diese Mitteilung erfüllt das konservative Blatt mit leb⸗ hafter Besorgnis und schweren Bedenken. In
dem Artikel heißt es dann weiter:
„Das Lob, welches man Deutschland spendet, läßt darauf schließen, daß man die Bedeutung des U-Bootkampfes gegen Eng⸗ land als wesentlich geschwächt ansteht. Darüber hinaus ist ein gut unterrichtetes englisches Blatt, der Londoner Economist, der Meinung, daß die„Besserung in der Behandlung der Kriegs⸗ gefangenen, Greys Bemerkung über die Freiheit der Heere und die Modifizierung des deutschen E-Bootkrieges guf eine Verx⸗ ringerung der Spannung zwischen Eugland und Deutschland zwecks hochdiplomatischer Absichten“ hindeute. Damit soll augenscheinlich eine Neigung zu Friedensverhand⸗ lungen angedeutet werden. Die Aeußerungen Greys sind nun freilich in keiner Weise geeignet, eine Grundlage für Friedens⸗ verhandlungen zu bieten, die für Deutschland auch nur der Er⸗ örterung fähig wäre. Es kann im Gegenteil nur als Hohn aufgefaßt werden, wenn Grey anbietet, daß die Freiheit der Meere durch Abkommen, Konferenzen und Begriffsbestimmungen ge⸗ sichert werden solle. Gewiß werden nach Friedensschluß Abkom⸗ men und Begriffsbestimmungen wieder ihre Rolle spielen. Wenn dieser Krieg uns aber eins gelehrt hat, so ist es das, daß solche Veranstaltungen flir Deutschland Bindungen bringen, an denen es bis an die äußersten Grenzen des für seine Existenz Möglichen, wenn nicht darüber hinaus, festhält. Für England dagegen be⸗ deuten sie zwar einen Schleier, hinter dem es seine Absichten, Deutschland zu vernichten, verbirgt, wenn es das für praktisch hält, dagegen keinerlei Bindung gegenüber irgend einem Staate, der nicht die Macht hat, die Besolgung dessen, was vereinbart ist, auch zu erzwingen. Aus diesem Grunde sind Friedensver⸗ handlungen mit England undenkhar die uns nicht eine wesentliche reale Verstärkung unserer Machtstellung gegen⸗ über diesem Feinde bringen, und deshalb ist es eine der dringend⸗ sten Forderungen, daß wir jede der Waffen, die wir gegen Eng⸗ land in der Hand haben, auch voll ausnutzen.“
Päpstliche Friedensbotschaft an Präsident Wilson.
Newyork, 3. Sept. Kardinal Gibbons überreichte dem Präsidenten Wilson eine auf die Möglichkeit einer Friedens⸗ aktion in Europa bezügliche Botschaft des Papstes. Die Blätter meinen sehr optimistisch, der Augenblick sei günstig für einen solchen Versuch und Amerika der natürliche Ver⸗ mittler, da es mit Deutschland wieder freundliche Beziehungen hergestellt habe und auch mit allen anderen Kriegführenden in einem freundschaftlichen Verhältnis stehe. Die Evening Post nennt Wilsons Erfolg in der„Arabic“-Frage„eine Kulturtat ersten Ranges“.(Frankf. Ztg.)
Das Schicksal der Geiseln in Deutschland und Frankreich.
Basel, 3. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die Basler Hilfsstelle, die seit Monaten erfolgreich bemüht ist, die Lage der Geiseln in Frankreich und Deutschland zu verbessern, hat dieser Tage einen Abgeordneten nach Bern entsandt, um mit Vertretern der benachbarten kriegführenden Staaten die Frage der Freilassung der elsässischen Kriegsgeiseln zu be⸗ sprechen. Leider hat sich ergeben, daß zurzeit die französische Regierung darauf nicht eingehen kann. Es scheint, daß die Erwägung den Ausschlag gegeben hat, daß Deutschland die gesanite Bevölkerung der besetzten Departements in Gewalt hat, während Frankreich nur wenige Geiseln besitzt, die es durch den Vorstoß ins Elsaß gewonnen hat. Es befürchtet nach deren Freilassung keinerlei Einfluß mehr auf die Be- handlung seiner Staatsangehörigen unter deutscher Ver— waltung zu besitzen. Die Delegation hat den Eindruck ge— wonnen, daß neue Vergeltungsmaßregeln von der einen oder anderen Seite nicht zum Ziele führen würden.
Die finanziellen Folgen der Mißernte in Frankreich
Edmond Thery, der Direktor des Economiste Européen be— aiffert im Matin den durch die Mißernte in der Getreideversorgung Frankreichs bis Herbst 1916 entstandenen Ausfall auf 20 Millionen Zentner und die dadurch bedingte Notwendigkeit der Goldausfuhr auf nahezu 700 Millionen Frances. Daher seien einschneidende Er sparüngen im Staatshaushalte, selbst auf militärischem Gebiete, so⸗ weit die nationale Verteidigung nicht gefährdet werde, erforderlich.
Der Bergarbeiterstreik in Südwales.
London, 8. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die Morning Post schreibt in einem Leitartikel: dem Kohlen-
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