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Aughessisce Vulfgzitun
Organ für die Interessen des werktätigen Volles der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.
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Nr. 199
Gießen, Donnerstag, den 26. August 1915
4 10. Jahrgang.
Bulgarien und Türkei einig!
Lage und Stimmung in Frankreich.
Aus der Schweiz schreibt man uns:
Wer die Stimmung im französischen Volke richtig beurteilen will, darf sich weder durch die Auslassungen der sich immer noch stegessicher gebärenden Presse, noch durch die dröhnenden Redens⸗ arten in der Kammer oder an patriotischen Veranstaltungen, die von der Havas prompt in alle Welt telegraphiert werden, irre machen lassen. In Paris gibt es nur zwei Blätter, die bei aller Geneigtheit, die Sache Frankreichs als die sicherste und gerechteste der Welt darzustellen, gelegentlich oppositionelle Töne anschlagen, vor scharfen Kritiken an der Regierung und an der obersten Heeresleitung nicht zurückschrecken: Clemenceaus Homme Enchainé und Hervés Guerre Sociale. Diese beiden Publizisten haben nur das eine gemeinsam, daß der Geist der Auflehnung gegen jede so— genannte staatliche Autorität, die ständige Kritik und Nörgelei zu ihrem Lebenselement gehören. Sonst aber klafft zwischen Hervs und dem berüchtigten Ministerstürzer Clemenceau nicht nur der Gegensatz des freilich disziplinlosen Sozialisten und des intri⸗ gierenden Bourgeois, der immer noch einen guten Teil des Klein- bürgertums zu seiner Gefolgschaft zählt, sondern noch weit mehr der Gegensatz zwischen dem halbanarchistischen Konfusionsrat und dem Streber, der selbst wieder ans Ruder kommen möchte. Aus beiden Blättern kann man zur Genüge ersehen, daß es mit der heiligen Einigkeit unter der Oberfläche verteufelt schlecht bestellt ist und noch weit mehr kommt diese Stimmung in einem Teil der Provinzpresse zum Ausdruck, die sich von der Zensur weniger einge⸗ schnürt fühlt als die Blätter der Hauptstadt.
Aus diesen freilich ziemlich unregelmäßigen in die Schweiz ge⸗ langenden Zeitungen, ebenso wie aus mündlichen Mitteilungen von Leuten, die aus Frankreich in die Schweiz gelangen, ergibt sich in ganz zweifelsfreier Weise, daß die neuerdings wieder mit beson⸗ derer Heftigkeit ausgebrochene Fehde zwischen einem Teil des Par⸗ laments und der Regierung auf nichts anderes zurückzuführen ist als auf die Mißstimmung und den Pessimismus in breiten Schichten des französischen Volkes, die wiederum ihre tiefste Wurzel in dem vollendeten Mißerfolg aller bisherigen englisch⸗französischen Offen⸗ sivunternehmungen und dem noch handgreiflicheren Versagen des östlichen Verbündeten haben. Ein großer Teil dieser verzweifelten Stimmung der Franzosen macht sich in gepfefferten Satiren Luft, in Galgenhumoranwandlungen, die in der Presse um so häufiger zu finden sind, als die Zensoren für den tieferen Sinn solcher sarkasti⸗ schen Redensarten herzlich wenig Verständnis haben. Aus alledem, was in dieser oder jener Form über die gegenwärtigen Gedanken und Empfindungen der französischen Bevölkerung hierher dringt, geht übereinstimmend die eine Tatsache hervor, daß nicht nur die Kriegsmüdigkeit Tag für Tag größere Kreise erfaßt, sondern in sebendemselben Maße eine verzweifelte, hoffnungslose Stimmung Platz greift, die Ueberzeugung immer allgemeiner wird, daß an deine erfolgreiche Offensive des Vierverbandes heute weniger als je zu glauben sei. Ganz unverhohlen spricht man vom Zusammen⸗ bruch der russischen Militärmacht und der Umstand, daß nur ganz wenige Franzosen jemals einen amtlichen deutschen oder öster⸗ reichfschen Bericht vom Kriegsschauplatz zu Gesicht bekommen, trägt micht wenig dazu bei, den Skeptizismus zu erhöhen..
Aus den mündlichen und schriftlichen Schilderungen französischer Soldaten, so wird uns erzählt, empfange dieser schwarze Pessimis⸗ mus täglich neue Nahrung. Gerade jene Leute, die mit den Zu⸗ sständen an der Front und den Verhältnissen im Heer aus eigenster Anschauung vertraut sind, seien die letzten, dem Dogma vom end⸗ lichen sicheren Sieg des Vierverbandes zu größerer Kursfähigkeit zu werhelsen. Und mit dem Vertrauen auf den Enderfolg beginne all⸗ mählich auch der bisher unerschütterliche Glaube an die absolute Ge⸗ mechtigkeit der französisch⸗englischen Sache ins Wanken zu geraten, beginne die Formel vom Verteidigungs⸗ und Befreiungskrieg ihre Zugkraft zu verlieren. Gar mancher werfe sich in letzter Zeit die werfängliche Frage auf, ob der Dreiverband denn auch wirklich am Husbruch des Krieges so ganz und gar unschuldig sei, ob Frankreich nicht am Ende durch das Bündnis mit dem russischen Zarismus in die Katastrophe hineingerissen wurde und ob es mit der englischen Selbstlosigkeit wirklich so bestellt sei, wie man dem Volke dies⸗ und jenseits des Kanals seit mehr als einem Jahr vorzutäuschen sucht. 7 15 f
Der Reflex aller dieser Volksstimmungen ist die wachsende Un⸗ zufriedenheit auf der linken Seite der Kammer, genährt durch fast Inglaubliche Mängel in der Armeeversorgung, namentlich aber im Sanitätswesen, denen tausende französischer Soldaten, die in zen Schlitzengräben verwundet lagen, zum Opfer gesallen sind. Bei bjeser Opposition handelt es sich nicht nur um Millerand, den sie Radikalen wegen seiner Intimität mit den Kreisen der dunkelsten Ind gefährlichsten Reaktion aufs gründlichste hassen, sondern auch um Boincaré und Joffre. Ersterem wirft man mehr oder weni⸗ zer offen Staatsstreichnelgungen im Interesse der kleri⸗ alen und monarchistischen Rechten vor, letzterem Günstlings⸗
virtschaft, das heißt Zurücksetzung der republikanischen Gene⸗ zale zugunsten der Offiziere, die sich aus den Kreisen der Monarchi— fen und übrigen reaktionären Cliquen rekrutieren. 0
0 Das türkisch⸗bulgarische Abkommen.
Aus Berlin wird der Frankf. Ztg., geschrieben:. 5 Zur Stunde ist noch keine der amtlichen Stellen in Berlin,
zu denen natttrlich auch die türkische Botschaft und die bulgarische esandtschaft gehören, im Besitz einer Meldung, daß das bul⸗ garisch⸗türkische Abkommen unterzeichnet sei. Wohl aber immen Berichte und Auskünfte darin stberein, daß die Verstän⸗ zügung zwischen der Türkei und Bulgarien erzielt ist und da⸗
ber der Abschluß und die Unterzeichnung des Vertrages, wenn nicht
ganz Unterwartetes noch dazwischen käme, sehr nahe bevorsteht. Auf (trund dieses Standes der Sache wird das Abkommen von einzelnen
Llättern bereits wie eine Tatsache angesehen und gewilrdigt.
Ob in dem Abkommen, nachdem Bulgarien auf Kirkkilisse ver⸗ zichtet hat, wirklich Karagatsch, eine Vorstadt Adrianopels, die den Bahnhof enthält, an Bulgarien abgetreten wird, oder ob ein früherer Vorschlag einer Umgehungsbahn in den Vertrag auf⸗ genommen ist, scheint mit Sicherheit noch nicht bekannt. Jedenfalls gelangen die Bulgaren in den Besitz der bisher auf türkischem Gebiet laufenden Strecke der Bahn nach Dedeagatsch, und damit erhält dieser kleine, bereits im Besitz der Bulgaren befindliche Hafen erst seine richtige wirtschaftliche Bedeutung und Entwicklungsmöglich⸗ keit. Sind die Meldungen richtig, daß Karagatsch abgetreten ist und nicht von einer Bahn umgangen wird, so ist jetzt die Maritza die Grenze, und auch ein Teil des östlichen Ufers zur strategischen Sscherung der Bahn. Es sind Zugeständnisse von türkischer Seite, die sich nur erklären durch die Gewißheit, daß Bulgarien min⸗ destens eine unbedingte Neutralität innehalten und die Türkei nicht auf der berühmt gewordenen Tschataldscha⸗Linie an⸗ greifen werde. Der politische Charakter des Abkommens ist der einer dauernden freundlichen Nachbarschaft.
Darüber hinaus sagt man nicht zu viel, wenn man annimmt, daß mit diesem Abkommen die Hoffnungen der Tripel⸗ Entente, die Balkanstaaten auf ihre Seite zu ziehen, als gescheitert angesehen werden müssen. Mögen die Ver⸗ handlungen der Tripel-Entente, die Bulgarien alles Mögliche an⸗ geboten hat, was sie nicht besitzt, formell noch weitergehen, den von ihren Urhebern erwarteten Erfolg können sie, wenn Verträge über⸗ haupt noch einen Wert besitzen, nicht mehr haben. Um so weniger, als Serbien und Griechenland nicht daran denken, die ihnen zugemutete Gebietsabtretung zu machen. Mit dem Abschluß des Vertrages hat sich Bulgarien jedenfalls dahin entschieden, nicht auf die Seite der Tripel⸗Entente zu treten. Daraus können sich weitere Konsequenzen ergeben, die zutage treten würden, wenn Bul⸗ garien aus seiner passiven Haltung auf dem Balkan heraustritt. Das sind Möglichkeiten, sogar naheliegende, die man abwarten kann. Die Befreiung der in dem jetzt ser⸗ bischen Mazedonien lebenden Bulgaren bleibt jedenfalls das nationale Ziel des Königreiches, und darauf mag es sich vielleicht beziehen, daß der neue bulgarische Kriegsminister einem österreichischen Journalisten erklärt hat, das bulgarische Heer erwarte kalblütig den entscheidenden Augenblick, und es würde seine Pflicht erfüllen.
Ueber die politische Bedeutung äußert sich im Lokalanzeiger eine mit dem amtlichen Bulgarien in engster Fühlung stehende Per⸗ sönlichkeit wie folgt:„Dieses diplomatische Ereignis ist nach drei Richtungen hin bemerkenswert: Zunächst beweist es, daß das mili⸗ tärtüchtigste Land des Balkans vom Siege der Zentral⸗ mächte überzeugt ist, ferner hat Bulgarien damit gezeigt, daß es, abgesehen von Serbien, keinen anderen Balkanstaat zu fürchten glaubt, und endlich drittens, daß man in Sofia ein nicht mehr zu fernes Ende des Krieges voraussieht.
Was die Meinung betrifft, Serbien werde bei einem Vorgehen Bulgariens keine militärische Unterstützung finden, so gründet sich diese Anschauung auf zwei Momente: einmal glaubt man der grie⸗ chischen Neutralität sicher zu sein, und sodann ist man über⸗ zeugt, daß, wenn sich Griechenland ferunhält, Rumänien zu Hause bleiben wird. Aber selbst, wenn Rumänien marschieren sollte, so hegt man in Bulgarien keine Besorgnis, da man seine Armee nicht für vollwertig erachtet. Ueber Griechenlands Haltung glaubt man in Sofia beruhigt sein zu können, zumal da man, auch wegen Kawallas, eine freundschaftliche Lösung erhoffen darf. Ein Bulgarien aber, das auf keinen Teil des griechischen Be⸗ sitztums Anspruch erheben würde, kann, so sollte man meinen, selbst für eine so ententefreundliche Regierung, wie die des Veniselos, nicht zu einem Gegenstand des Angriffs gemacht werden. Aber selbst, wenn man sich in Athen gewisser Bundespflichten gegen Serbien erinnern und ihmmilitärische Hilfe bringen wollte, so würde diese zuspät kommen.“
Aus den Ländern der„Freiheit“.
Die Bat. Synd.(11. August) beklagt bitter, daß die Sol⸗ daten an der Front nuͤr noch offene Briefe in die Hei⸗ mat senden dürfen.
Eine Reihe von Organisatoren der bekannten irischen Freiwilligen wurden zu je zwei bis vier Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie entgegen den Befehlen der Militärbehörde ihr Land nicht verließen. Die Zahl der Ausweisungsbefehle wächst.(Herald vom 14. August.)
In Sheffield wurde ein Mitglied der J. L. P. zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt, weil es verwundeten Soldaten Absätze aus dem Friedensaufrufe der deutschen Sozialdemokratie vorlas und ihnen sagte, daß sie nur für die herrschenden Klassen kämpfen. Seine Familie mußte das lange Jahre bewohnte Haus, in dem sie ein Ge— schäft gegründet hat, sofort räumen. Labour Leader vom 12. August.)
Wie der Labour Leader mitteilt, erhielten kürzlich vier bekannte irische Nationalisten den Ausweisungs- befehl. Da sie demselben nicht nachkamen, wurden sie verhaftet und sehen nun der Aburteilung entgegen. Aus Cock wurden ein Sozialist und ein anderer ausgewiesen.
Wegen Beteiligung an Streiks erhielten 103 Arbeiter der Maschinenfabrik Erikson und 9 Arbeiter der Newa— Schiffswerft in Petersburg auf Anordnung des Stadt⸗ hauptmannes, des Fürsten Obolenski, je drei Monate Gefängnishaft. Auf Befehl des Militärkommandanten wur⸗ den sie wieder entlassen.
In Turin ist das Mitglied des italienischen Me⸗ tallarbeiter⸗Verbandes, Sobrito, verhaf⸗ tet worden, bei dem schon nach den großen Mai⸗Unruhen öfters Haussuchungen abgehalten worden waren, die aber keinerlei Beweismaterial dafür zutage förderten, daß Sobrito sich bei irgend einer neutralistischen Kundgebung oder am Generalstreik beteiligte. Nachdem man aber bei der letzten Haussuchung eine alte und verrostete Schußwaffe bei ihm vorfand, wurde nunmehr zur Verhaftung geschritten.
Ein Ehrenwortbrecher.
Der französische Flieger Gilbert, der in Andermatt (Schweiz) gegen Ehrenwort interniert war, ist von dort ent⸗ flohen. Agence Havas bestätigt, daß Gilbert bereits nach Paris zurückgekehrt ist.
Zu seiner Flucht schreibt das Berner Tagblatt:„Ein franzö⸗ sischer Offizier hat es mit seiner Ehre vereinbar gehalten, das in reichstem Maße gewährte Vertrauen einer befreundeten Nation auf nichts würdige Art zu verletzen. Der Leutnant Gilbert drückte sich wie ein Dieb in der Nacht. Nur sein geschändetes Ehrenwort hat er zurückgelassen und nicht einen Augen⸗ blick daran gedacht, wie sehr er mit der Preisgabe seiner kleinen Ehre die Ehre der französischen Armee durch seine Flucht be⸗ schimpfte. Der Fall Gilbert wird zweifellos von der fran⸗ zösischen Regierung in befriedigender Weise geregelt wer⸗ den.“ Das Tagblatt hofft, die französische Armee werde Gilbert unzweideutig abschütteln. Darin irrt es freilich sehr. Aus Paris wird berichtet: Kriegsminister Millerand umarmte den sich zum Wiederantritt seines Dienstes meldenden Aviatiker Gilbert. Die Pariser Presse feiert Gilberts Verschwinden aus Hospental, läßt aber unerwähnt, daß der dort interniert gewesene Gilbert auf Offiziers⸗Ehrenwort beurlaubt war.
Ein deutscher Tag in Amerika.
Amsterdam, 24. Aug.(W. B. Nichtamtlich.) Aus San Francisco wird gemeldet: Die Deutsch⸗Amerikaner feierten auf der Panama⸗Pacific⸗Ausstellung einen deut⸗ schen Tag. Sie veranstalteten einen feierlichen Aufzug durch die Stadt und erschienen mit einer Parade vor den hervorragenden Deutsch-Amerikanern und dem deutschen Konsul Franz Bopp. Die Lieder„Deutschland, Deutschland über alles!“ und„Star⸗Spangled⸗Banner“ wurden von vielen Tausenden gesungen. Die Nachricht von dem Falle Warschaus wurde mit Jubel begrüßt.
Der Kampf um Brest⸗Litowsk.
Ueber die Bedeutung von Kowel heißt es in einem Tele⸗ gramm des Berliner Tageblatts aus dem k. und k. Kriegs⸗ pressequartier: Die Sensation des heutigen Tages und gleichzeitig ein bedeutender Fortschritt in der Offensive gegen Brest⸗Litowsk ist, daß k. und k. und deutsche Kavallerie der Armee Puhallo den Bahnknotenpunkt Kowel erreichten. Dies bedeutet die Trennung der direkten Verbindung der russischen Armee zwischen ihrer nördlichen und südlichen Gruppe. Vor der Westfront der Festung Brest-Litowsk haben sich die Be lagerungstruppen stellenweise etwas näher herangearbeitet. Längs der Kobriner Straße und zwischen dieser und dem Bug hat der rechte Flügel Mackensens nicht unbedeutenden Vorsprung bekommen. Trotz der raschen Offensive und des schwierigsten Vormarsches ist die Verpflegung der Truppen und die Stimmung der verbündeten Truppen ausgezeinchnet und voll Zuversicht. 8
Zur Lage im Osten.
Nach einem Telegramm der Kölnischen Zeitung spricht sich der holländische General van der Goes im Arnheemschen Courant etwa folgendermaßen über die Kriegslage im Osten aus: Es ist kein Zweifel mehr, daß das russische Heer als Ganzes sich in völliger Auflösung befindet. Daher sei auch keine Aussicht vorhanden, daß es vor der Bahnlinie Minsk⸗Nowno standhalten könne. Im Bezirk von Kowno und Kurland könne man in nächster Zeit wichtige Ereignisse erwarten. Ebenso ist es unmöglich, das Unglück, das Rußland betroffen hat, länger vor dem Volke geheim zu halten. Die Millionen Flüchtlinge und Verwundeten, die bis Petersburg und weiter östlich kommen, verbreiten nicht allein das Geschehene, bilden viel⸗ mehr eine ergreifende Illustration der entsetz⸗ lichen Niederlagen, die dazu führen muß, in ganz Rußland Angst und Entmutigung hervorzurufen.
Der Plan der italienischen Heeresleitung. T. U. Wien, 25. Aug. Die Reichspost meldet aus Lugano: In italienischen Generalstabskreisen erklärt man, die ita⸗ lienische Heeresleitung haben den Plan eines Durchbruches der Görzer Stellung durch einen Frontalangriff auf- gegeben, dagegen wurde der Plan einer Offensive gegen das obere Drautal und die Wochein gefaßt.


