Heinrich Busolds Beerdigung findet am lommenden Sonntag, nachmittags um 3 Uhr in Friedberg von der Friedhofshall' aus statt.
Eisenbahnunglück auf der Streche Berlin— Frankfurt a. M. (Etr. Blu.) Auf der Eisenbahnstrecke Berlin— Frankfurt g. M., dicht vor dem Großen Distelrasentunnel, hat sich am frühen Morgen des Mittwoch ein schwerer Eisenbahnunfall zugetragen. Von einem aus der Richtung Berlin kommenden Güterzuge lösten sich acht Wagen ab, stießen auf einen vor dem Tunnel haltenden Güterzug und stürzten die hohe Böschung hinab. Einige Personen sind dabei verletzt worden, darunter zwei schwer. Der Zugverkehr ist auf der Strecke vorläufig unterbunden. Die Aufräumungsarbeiten sind im vollen Gange. Der Materialschaden ist beträchtlich.
Das Schlachten von trächtigem Vieh verboten. Der stellver⸗ tretende kommandierende General des 18. Armeekorps erläßt folgende Verordnung betr. Verbot des Schlachtens von trächtigem Rindvieh: Für den mir unterstellten Bezirk des 18. Armeekorps und— im Einvernehmen mit dem Gouverneur— auch für den Befehlsbereich der Festung Mainz verbiete ich mit Gültigkeit vom 15. d. M. bis auf weiteres das Schlachten erkennbar trüchtigen
Hessen und Nachbargebiete.
* Gießen und umgebung ⸗
— Der Wochenmarktverkehr. Das stellvertretende Gene— talkommando des 18. Armeekorps hat folgende Verordnung über den Einkauf und Verkauf von Gegenständen des Wochen— marktverkehrs erlassen:
„Im Anschluß an meine Verordnung vom 3. August 1915 IIIb Tgb. Nr. 16445/17337 bestimme ich:
1. Ob auch Gewerbetreibende, welche Wochenmarkts— waren in Ladengeschäften oder im Straßenhandel direkt an die Verbraucher verkaufen, als Zwischenhändler im Sinne der Verordnung vom 3. August 1915 anzusehen sind, bestimmt die Gemeindebehörde.
Dieselbe Behörde kann auch, wenn besondere örtliche
Heinrich Busold 7 0 Fern ab vom blutigen Erntefelde des tobenden Krieges hat der Schnitter Tod gestern ein Leben da hingemäht, das auch eines Kämpfers Leben war: Heinrich Busold ist gestern, am 11. August, in den Nachmittagsstunden einer tückischen, unheilbaren Krankheit zu Friedberg im rüstigen Mannesalter von hoch nicht 45 Jahren erlegen. 0 Schon seit längerer Zeit leidend und doch imme
wieder mit der Zähigkeit des Wetterauer Bauern blutes sich gegen die Vernichtung auflehnend, hat en Fin den letzten Monaten seines Lebens schwer gelitten. So ist ihm, obschon er noch bis in die letzten Stunden
te: Verhältnisse di n 5 0 1 erhältnisse dies angezeigt erscheinen lassen, den Einkauf t Ran n.. Ain dens e f 1 g 0 1 durch Zwischenhändler bezw. den Verkauf an Zwischenhänd⸗“ bewußten Zustandes hinein an seine Wiedergenesung ee eee 1 aaf End des 0 des de mere 1 ö ler von einer früheren Zeit an die 10 Uhr vormittags er- glaubte, der Tod als ein Erlöser gekommen— in g setzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851 mit Ge⸗ * 104 lauben, jedoch nicht vor 9 Uhr vormittags. Nunsere Reihen aber hat er eine schmerzliche Lücke ge- sängnis bis zu einem Jahr bestraft. 10. 2. Marktwaren, die auf dem Wochenmarkte gekauft rissen. 5 5 2 5. de e der mit dem che i a i 1 Um Heinrich Busold trauern die Gefährtin seines 20. Juni d. J. sein 14. czeschäflsjahr beschloß, hat— wie man ans eder ind 3 rr 9 Lebens 155 falne e 0255 99050 15 mitteilt— auch im verflossenen Kriegsjahr einen erheblichen Auf * den, außer auf en von der Gemeindebehörde für den— N 1 5 1 8 0 schwung sowohl an Mitgliedern wie auch bezüglich des erzielten 1 Kleinverkauf bestimmten Plätzen. trotzdem das öffentliche Leben ihn so sehr in Anspruch Umsatzes genommen. Bemerkenswert dabei ist, daß ein großer au 3. Die Verkäufer auf dem Wochenmarkt, welche ihre nahm, allezeit ein liebevoller, treubesorgter Gatte und 717 5 1 auf Arbeiter und Beamte J und 9 5 g ö 5 f 5 Pater gewesen ist. Eisenbahn entfällt. Bekanntlich ist im vergangenen Jahr das so dun Waren im kleinen verkaufen, sind. 50 ihren 7 f 1 Aenne Busold trauern seine Freunde lange Zeit unberechtigterweise bestandene Verbot, wonach Arbeiter N Verkauf aufgestellten Waren den Verkaufspreis in deutlich 5 0 1 aue eine Freunde. und Beamte der Post und Eisenbahn dem Konsumverein Gießen gu, lesbarer Schrift zur Kenntnis des Publikums zu bringen. Denn wenn er auch im Streite der Meinungen ge— und Umgegend als Mitglieder nicht angehören durften, durch die schlen 4. An den Hauptmarkttagen sind von der Gemeinde— legentlich, einmal zu weit gegangen sein und dem ee 5 4 1 worden.— Der Verein Men. e; 7 einen od andere in Inre 1 erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz im eigenen N behörde die von ihr als angemessen erachteten Kleinhandels⸗ 1 Ubderen ert 1 recht getan haben e Geschäft von 673 634,76 Mk. hiervon entfallen auf die Bäckerei a preise an dem Publikum leicht zugänglichen Stellen der mochte, so trug er doch niemals nach und war bemüht, allein 246 712,32 Mk. Außerdem wurden im Lieferanten⸗ hicht 1 Marktplätze anzuschlagen und, soweit möglich, sofort der nach Kräften gut zu machen, wenn er sich überzeugt geschäft, also bei den mit dem Konsumverein im Rabattver⸗ ein Tagespresse bekannt zu geben. hatte, daß er sich geirrt und einem anderen wehe ge- hältnis stehenden Firmen, deren Waren im Konsumverein nicht schen 5 3 5 3. lan hatte geführt werden, 90 777,.— Mk. umgesetzt; mithin beträgt der Ge⸗ 144 Die Gemeindebehörde kann festsetzen, daß für gewisse. 8 5 1 samtumsatz im letzten Geschäftsjahr 76440 8,76 Mark. Ge⸗ 4 Gemüse der Verkauf nur nach Gewicht stattfinden darf. g Um Heinrich Busold trauern viele Arbeiter und wiß eine schöne Summe, von der die Mitglieder auch dieses Jahr ulsc h Zuwiderhandlungen gegen Ziffer 2 und 3 unterliegen Kleinbauern Oberhessens, für die er bei ihren viel wieder die übliche Rückvergütung von 5 Prozent in bar ausbezahlt f erhalten. Die Bäckerei produzierte, trotz der durch die Kriegslage
J gestaltigen Nöten und Anliegen stets einen praktischen
% gleichfalls der Bestrafung nach§ 9b des Gesetzes über den aktisch Rat hatte und denen er oft genug durch sein Ein—
geschaffenen und gerade diesen Betrieb einengenden Verhältnisse u. a. 308 911 diverse Brote, 186 734 kleine Weißbrote(300 Gramm),
* ö Belagerungszustand vom 4. Juni 1851.“ 15 5 5 W Ein Rahmverbot. Der stellvertretende kommandierende greifen zu ihrem Recht verholfen hat. 94597 Brötchen, 8015 Zwiebäcke usw. An Mehl waren hierzu er⸗ gib 6 8 k; Um Heinrich Busold aber trauern nicht zuletzt forderlich 10036 Zentner, an Salz 14 525 Pfd. an Hefe 2385 Pfd., eneral des 18. Armeekorps erließ folgende Verordnung betr.. N 5 77 1 5 1 an Schmalz und Butter 3925 Pfd Zuck 1 1825 Pfd Milch 1 Verbot der Verwendung von Rahm: Für d 5 1 1 seine Parteigenossen, die Sozialdemokraten Fried— an Schmalz und Butter dis id uin gute oe e 8 1 erbot der Ver g von Rahm: Für den mir unterstell- e 3 8 Nad 8 12 300 Liter usw. Zur Heizung der zwei Doppeldampföfen wur⸗ tribe: 5. 8 5 bergs, Oberhessens und des ganzen Großherzogtums 0 3 pp fel b ten Bezirk des 18. Armeekorps und— im Einvernehmen mit] Denn ihnen w A fen he eu den 3620 Zentner Briketts gebraucht. Auch die Mineral⸗ gehal dem Gouverneur— auch für den Befehlsbereich der Festung 15 ee 1 e Jahren treubewähr⸗ 10 1 Auebin le dse i ai 8 2. g 3910 2 5 Kurz, Ausbruch des Krieges K e Ver gung ausge⸗ f Mainz bestimme ich: Der Verkauf und die gewerbsmäßige Bodenständi 5 9 r für die Partei sprochen, daß der Konsumverein nicht mehr in der Lage sei, seinen — odenständig war er dort, wo er für die Partei roche der Ke 0 1 1 Verwendung von süßem und sauerem Rahm(Sahne) wird.. 5 1 Mitgliedern die übliche Rückvergütung zu gewähren; wie unbe⸗ „ 8;; gewirkt und gekämpft hat. Zu Nidda war er am 1. 0 9 0 1 5 mit Gültigkeit vom 15. d. Mts ab hiermit verboten. Ausge- Dezember 187 e n laründet diese Schwätzereien waren, beweisen zur Genüge die vor⸗ f nommen von dem Verbot ist der Verkauf von Rahm an Wezember 18770 geboren, bier und in den adesen e enen mae eee en eee Abschreibungen und 5 8 2 Wetteraustadt Friedberg hat der wohlbegabte Knabe trotz der im Oktober stattfindenden Auszahlung der Rückvergütung Krankenanstalten, ferner die Abgabe für Kranke auf Grund. 35 5 i 3 55 5 Proz; 997 der err a . 5 8 die Volksschule besucht; hier hat er das Schreiner— von 5 Prozent wird auch dieses Jahr der Reservefonds erheblich ärztlicher Bescheinigung, die auf Name und Menge zu lauten 5 5 er Geselle und seit 1897 gestärkt werden können. Dies alles ist erreicht worden und zwar hat. Der für diese Zwecke freigegebene Rahm muß minde⸗ 0 ist. bis ih. Täti b it für di te nicht durch unerhörte Preissteigerungen, wie solche besonders an⸗ ö stens 20 Prozent Fettgehalt haben. Zuwiderhandlungen Meister, bis ihn seine eifrige T igker für die Partei fangs des Krieges in vielen Konkurrenzgeschäften zu verzeichnen i 5 15 dazu brachte, Hobel und Kehleisen hinzulegen und im waren. Der Konsumverein Gießen und Umgegend kann für sich das 0 werden auf Grund des§ 9 b des Gesetzes über den Belage⸗ 55 8 a 1 5 2 1 Verdienst in Anspr 6 e a 13 8 5 5 2 85 8 Jahre 1909 als Partei- und Arbeitersekretär für Verdienst in Anspruch nehmen, in dieser schweren Zeit preis⸗ rungszustand vom 4. Juni 1851 mit Gefängnis bis zu einem 80 heimatlichen Wahlkreis Friedberg⸗Büdi regulierend gewirkt zu haben, zum Nutzen der Allgemeinheit. u Jahr bestraft. enen heimatlichen Wahlkreis Friedberg⸗Bü ingen i offentlich bringt auch das neue Geschäftssahr den Konfumverein a n? Vom Leb ittelmuch 8 5 Jganz in den Dienst der Arbeiterbewegung zu treten.] Gießen weiter vorwärts. An alle die aber, die dem Konsum⸗ in— Vom Lebensmittelwucher. Aus Oldenburg wird ge. Als Parteisekretär, als Agitator, Volksmann und I verein noch nicht angehören, ergeht die Mahnung: Zögert nicht . schrieben:„Beschlagnahmt sind in der hiesigen Klosterbrauerei Parlamentarier— in all seiner öffentlichen Tätigkeit mehr, tretet ein in den Konsumvarein, es liegt im Interesse eines Im 6 nicht ee an so% Pfund 2 utter auf Grund der war unser Busold durchaus Kämpfer. Grundsatzfest, ee 1 eb Bundesratsverordnung vom 23. Juli, wonach die Entziehung manchmal vielleicht dank seinem Bauernblute etwas T 1 von Nahrungsmitteln, die zu unlauteren Zielen angesammelt starrköpfig und doch viel zu klug, als daß er aus e egramme. 1 werden, ermöglicht wird. Der Vorrat wird von der Stadt i Prinzipienreiterei Zugeständnisse abgelehnt hätte 8 1 f . und dem Amt Oldenburg verkauft werden, so daß damit statt wenn er sich überzeugen mußte, daß der Partei und F Ta coberi. des Gro Ell au lartiers einer Preistreiberei eine Ausgleichung des Preises erzielt des Volkes Wohl das verlangte. 1„
5 Bureau- und Paragraphenmensch war der Partei- sekretär Busold auch nicht. Er faßte seine Tätigkeit nicht so auf, daß ihm Register, Aktenmappen, Zirku⸗ lare und Schriftwechsel die Hauptsache oder gar 855 Selbstzweck gewesen wären. Ihm war das lebendige Wort von Mund zu Mund das gegebene Werkzeug 155 seiner agitatorischen und organisatorischen Betätigung. 5 Unermüdlich suchte er in den Dörfern der Wetterau und des Vogelsberges die für unsere Be—
In den Argonnen kleine Erfolge.
Vom Narew zum Bug unaufhaltsam vorwärts W. B. Großes Hauptquartier, 12. Aug., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz.
In den Argonnen eroberten wir nördlich von Vienne⸗ le⸗Chateau eine französische Befestigungsgruppe, das MNartinswerk, machten 74 unverwundete Gefangene, darunter 2 Offiziere, und erbeuteten 2 Maschinengewehre und
von Nahrungsmitteln auf der Spur.“— An wie vielen an⸗ deren Stellen noch mag ein gleicher Wucher getrieben werden? So wird es gemacht, um die Preise zu steigern. Die neue Bundesratsverordnung bietet die Möglichkeit, gegen die Lebensmittelverteurer vorzugehen. Hoffentlich wird die Verordnung überall— auch bei uns in Gießen— rücksichts— dos durchgeführt.
— Der städtische Kartoffelverkauf findet, wie der Ober—
wird. Man ist noch andern gesetzwidrigen Anhäufungen 1
10 bürgermeister bekannt macht, jeden Dienstag, Donnerstag wegung in Frage kommenden Arbeiter und Klein⸗ e e 5 05 5 9 und Samstag von 8—12 Uhr Seltersweg 11 statt. Es wer-“ bauern auf. Mündlich verständigte er sich mit ihnen 7 Minenmerfer, Der Feind erlitte große, blutige Verluste. 11 1 den Mengen bis zu 25 Pfund zum Preise von 7 Pfennig über das, was zu tun war, und eine Freude war es, Bei der Wegnahme eines feindlichen Grabens nördlich 0 vro Pfund abgegeben. ihm zuzuhören, wenn er in seinen Volksversamm— Haraze fielen n Gefangene 25 Hand. Unter lungen den Zuhörern mit oft derbem Humor und 0 Zurücklassung von 40 Toten floh der Rest der Besatzung.
— Die Auszahlung der Familienunterstützung an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen für 16. bis Ende August findet statt für diejenigen, deren Namen mit AK beginnen am Montag, den 16. August, für diejenigen, deren Namen mit I- beginnen, am Dienstag, den 17. August. Die Auszahlung erfolgt von 8—1 Uhr im Stadthaus, Zimmer Nr. 16.
Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg.
In Kurland und Samogitien ist die Lage un⸗ verändert.
Südlich des Niemen schlugen die Truppen der Armee des Generals v. Eichhorn einen mit erheblichen Kräften am
drastischen Vergleichen das Wesen der kapitalistischen K Ordnung aufdeckte und sie die Wege des Sozialismus gehen lehrte. 5 7 Und weil die Leute fühlten und merkten, daß! Jer ganz Fleisch von ihrem Fleische und ganz Blut von! ihrem Blute war, deswegen brachte der praktisch kluge Mann die Bewegung in Oberhessen auch vor⸗ F
ü 1 Wurde.. 92 55 1 Ves wvpärts wie kein zweiter vor ihm, so daß es sogar ge— Bawinaabschnitt unternommenen Angriff blutig ab. eite 4 auf eliefert Biber Aba die Beo 5 5 11 0 daß lang, ihn selbst im Jahre 1910 bei der Nachwahl für Der Gegner ließ 700 Gefangene in unserer Hand.
* ihres J 0 iebesgobensendungen erbrochen e, weise den verunglückten Grafen Oriola in der Stichwahl Die Armee des Generals v. Scholz nahm den Brückenkopf 11 es Inhaltes beraubt worden waren. Am Donnerstag gegen den Vertreter des Bundes der Landwirte zum von Lipna und warf südlich des Narew den Feind über
morgen gelang es nun, den Täter— einen Unterbeamten— auf frischer Tat zu ertappen. Aus einem Versteck beobachtete nämlich ein Vorgesetzter, wie der Betreffende den Paketen 0 Zigarren, Schokolade und andere nützliche Sachen entnahm
und verschwinden ließ. Der Mann wurde sofort vom Dienst suspendiert und in Untersuchungshaft genommen. Wie wir erfahren, hat sich der Betreffende schon früher an einem an⸗ deren Ort Unregelmäßigkeiten zuschulden kommen lassen, weshalb seine Versetzung nach Gießen erfolgte.
19 8 Keine Drachen steigen lassen! Das Aufsteigenlassen größerer Drachen soll kürzlich zu Verwechselungen geführt und Anlaß zur Beunruhigung des Publikums gegeben haben. Der Kommandierende General hat deshalb für den Bezirk des 18. Armeekorps das Aufsteigenlassen von Ballons und Drachen jeder Art verboten. Verstöße gegen dieses Ver- bot werden bestraft.
— Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten, Wehrmann Johannes Klingelhöfer aus Daubringen, Landwehr ⸗Inf.⸗Regt. 87.— Garde-Schütze Wilhelm Meyer aus Staufenberg, Garde-Reserve-Schützen-Bataillon.— Musketier Karl Zell aus Klein-Altenstädten, Res.⸗Inf.⸗ Regt. 204.
den Gaz⸗Fluß.
Seit dem 8. August machte die Armee 4950 Mann, dar- unter 11 Offiziere, zu Gefangenen und erbeutete 12 Ma⸗ schinengewehre.
Die Armee des Generals v. Gallwitz stürmte Sa mbo wo und drang weiter südlich unter stetigen Kämpfen über Anzejow in südlicher Richtung vor.
Vor Nowo-Georgiewsk nichts Neues.
Eines unserer Luftschiffe belegte den Bahnhof Bialy⸗ stok mit Bomben. Größere Explosionen wurden beobachtet. Heeresgruppe des Generalfeldmarschal!s Prinzen Leopold von Bayern.
Unter vielfachen Kämpfen mit feindlichen Nachhuten wurde die Verfolgung fortgesetzt und der Mucha uka- Ab schnitt überschritten. Lukow ist besetzt.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen.
Nachdem die verbündeten Truppen an mehreren Punkten in die zähe verteidigten feindlichen Stellungen eingebrochen waren, sind die Russen seit heute nacht auf der ganzen Front zwischen Bug und Parezew im Rückzuge.
Oberste Heeresleitung.
N Reichstagsabgeordneten für den stark agrarisch durch⸗ setzten Wahlkreis Friedberg-Büdingen zu machen
Es ist hier nicht Ort noch Stunde, zu untersuchen, warum infolge anderer Parteikonstellation der Wahl. kreis 1912 uns wieder verloren ging. Aber es darf Jgesagt werden, daß Busold auch während der kurzen Tätigkeit im Reichstage das in ihn gesetzte Vertrauen nicht enttäuscht und daß er namentlich in der Kom—
mission für die Reichsversicherungsordnung manches
Gute geleistet hat.
Auch als Landtagsabgeordneter— er war am 85 17. November 1911 für den XVII. Wahlbezirk Vilbel gewählt worden— und ebenso als Stadtverordneter bon Friedberg— 1901 wurde er als erster Sozial- demokrat dort gewählt— hat Heinrich Busold eine rege, fruchtbare Tätigkeit entfaltet.
Nun hat er ausgekämpft als Mensch und ausge kämpft als Mann des Volkes und als Parteigenosse.
Heinrich Busold ist tot. Die Arbeit seines? Kämpferlebens aber wird noch lange wirksam unter uns fortleben.
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