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aufgeben, Przemysl wurde belagert und starke
Februar ein deutsches Heer über die russischen Massen östlich
Oberhe
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Gießen, Samstag, den 31. Juli 1915
10. Jahrgang.
Nr. 177
Fortschritte im Osten am Ende des ersten Kriegsjahres. Von Richard Gädke.
Vor einem Jahre nach einer glänzenden Mobilmachung zogen die deutschen Heere durch Belgien, umfaßten die linke Flanke des franko⸗englischen Heeres und trieben es in ungestümem Sieges—⸗ laufe bis weit über die Marne zurück. Es trat dann ein Rü schlag ein, der uns einen Teil des eroberten französischen Gebietes nahm und unseren rechten Flügel bis in den südwestlichsten Zipfel
Die
Belgiens zurückführte. Gleichzeitig aber wurde Antwerpen ge⸗ nommen und die Küste Belgiens— ein drohendes Menetekel für die Ruhe Englands— in unsere Hand gebracht. So steht die Sache dort seit den letzten Oktobertagen des Jahres 1914. Zwei
Riesenheere liegen, bis über den Kopf verschanzt, einander gegen⸗ über. Tausend Quadratmeilen reichsten und fruchtbarsten feind⸗ lichen Gebietes werden von uns verwaltet und ausgenutzt. Die dreimal— im März, April und Mai— erneuten Versuche Joffres, unsere Front zuerst in der Champagne, dann zwischen Maas und Mosel, und schließlich nördlich Arras zu durchbrechen, sind nach jedesmal mehrwöchentlichen. mit Uebermacht angesetzten, hart⸗ näckig und tapfer durchgeführten Schlachten blutig gescheitert. Unser eigenes Vorgehen hat vor pern und Soissons, in den Ar⸗ gonnen und östlich der Maas, zu schönen Teilerfolgen geführt.
Der Stellungskrieg im Westen ist aber völlig nur zu ver⸗ stehen, wenn man gleichzeitig die Verhältnisse an unserer Ost⸗ grenze berücksichtigt. Das Bundesverhältnis mit England und
Japan gestattete Rußland, die gesamte Kriegsmacht des riesigen Reiches an die Westgrenze zu werfen. Jahrelange Vorbereitungen auf den Waffengang mit den Zentralmächten hatten das Heer ver⸗ stärkt und verbessert, seinen Aufmarsch erleichtert und beschleunigt: das fast unerschöpfliche Menschenmaterial befähigte die Heeres⸗ leitung, ihre Massen zu brutalen Gewaltstößen vorzujagen und doch nach Verkusten. die alles übersteigen, was je für menschen⸗ möglich gehalten wurde. immer wieder zu ergänzen und zu neuem hartnäckigem Widerstande bereitzustellen. Nach alter russischer Ge⸗
wohnheit versuchen sie durch die Masse die Tüchtigkeit zu er⸗ drücken. Ihre anfänglichen Erfolge in Galizien, ihre verzweifelten
Versuche, den Karpathenwall zu durchbrechen, nötigten die deutsche Heeresleitung, mehr und mehr das Gewicht ihrer Kriegführung nach Osten zu verlegen. Aus rein militärischen Gründen erscheint
es gegenwärtig vorteilhafter, zunächst auf diesem Kampfgebiete eine große Entscheidung anzustreben. Im Beginne des Welt⸗
krieges war es umgekehrt. wir durften damals mit vollem Rechte die äußersten Grenzen unserer Ostseeprovinzen der geschickten Ver⸗ teidigung durch geringe Kräfte überlassen. Das führte dann frei⸗ lich dazu, daß starke russische Streitkräfte 12 Armeekorps und 6 Reservedivisionen— die Hälfte der Provinz Ostpreußen mehrere Wochen hindurch sengend, mordend, plündernd, überfluteten. Die unsterblichen Siege Hindenburgs in den letzten Augusttagen
bei Tannenberg und am 10. September an den masurischen Seen ver⸗ nichteten diese russischen Heere und befreiten Ostpreußen von seinem rohen Peiniger. Inzwischen aber mußten die Oesterreicher nach anfänglichen Siegen Lemberg und den größten Teil Galiziens russische Streit⸗ kräfte schickten sich an, über Posen und
die Weichsel Breslau zu bedrohen.
hinüber
So zog Hindenburg mit einem Teil seiner Kräfte nach dem westlichen Polen ab und warf im Verein mit den Oesterreichern
die nordringenden Russen in seinem Oktoberfeldzuge bis zur Linie Warschau—Iwangorod zurück. Dort aber kam er vor weit über⸗
legeney Massen zum Stehen, während die Oesterreicher zwar Przemysl entsetzt hatten, aber darüber hinaus keinen Raum ge⸗ wonnen. So zog der deutsche Feldherr die berühmte„Um⸗
gruppierung“ seiner Streitkräfte vor— ein Schlagwort, das die Russen seitdem— aber nur auf dem Papier— geistlos und glück⸗ los wiederholt nachgesprochen haben. Ein erzentrischer Rückzug nersammelte seine Scharen im nördlichen Polen auf der rechten Flanke des russischen Heeres und im November holte er aufs neue zu gewaltigen Schlägen aus. Bei Wloklawec, am 13. und 14. No⸗ vember, und bei Kutno, am 15. November, bei Leutschitza, Sdunska⸗ Wolga, Alexandrowo. Petrikau, vor Ldz, Lowitsch, Brzeziny schlug er sie wiederholt aufs Haupt, und gelangte Ende Dezember an den Bzura⸗ und Rawka⸗Abschnitt, nur noch 40 Kilometer vor Warschau entfernt. Auch die Oesterrescher, die in die Gegend von Krakau gezogen waren, griffen erneut an, und sie siegten südlich der Weichsel bei Bochnia und im Verein mit deutschen Truppen bei Limanowa und drängten die Russen langsam bis an die Nida nördlich und an den Dunajec südlich der Weichsel zurück. Das seit Anfang November erneut belagerte Przemysl aber vermochten sie nicht zu entsetzen.
Noch war die zifsernmäßige Uebermacht der Russen zu groß, die militärische Kraft Deutschlands und Oesterreichs, die unsere
Feinde bereits erschöpft glaubten, noch nicht einmal voll entwickelt.
Eine neue 10. russische Armee wurde gebildet, mit 10 Armee⸗ korps und 4 Reiterdivisionen ging sie erneut gegen die ostpreußische Ostgrenze vor, während etwa 4 Armeekorps gegen seine Südgrenze anrückten. in Polen standen etwa 25 Armeekorps und weitere mächtige Heere rückten gegen die ganze Ausdehnung der Kaxpathen bis zur bessarabischen Grenze vor.
5 Ein Streifen Landes an der preußischen Ostgrenze östlich der Linie Gumbinnen Darkehmen—Lötzen mußte dem, Gegner noch⸗ mals überlassen werden, in Polen behauptete er sich um Warschau und versuchte im äußersten Süden die Karpathenpässe zu stürmen.
Inzwischen aber hatte die deutsche Heeresleitung neue Kräfte bexreitgestellt, um eine entscheidende Wendung in die Kämpfe des Ostens zu bringen. In überraschendem Ansturm brach am 105 er Angerapp und Schaschuppe herein, warf sie auseinander, jagte sie über den Niemen zursick und nahm ihnen außer einem reichen Material 100 000 Gefangene ab. Seitdem blieben die deutschen
Grenzen vom Feinde verschont, mit Ausnahme des kurzen Plün⸗ derungszuges, durch den russische Banden von Libau aus Memel verheerten.
Gleichzeitig aber wurde ein anderes deutsches Heer zur Unter⸗ stützung der Oesterreicher an die Karpathen gesandt, durch dessen Unterstützung die siegreiche Behauptung des schützenden Gebirges gelang, wenn es auch den Fall von Przemysl durch Hunger am 22. März nicht zu verhindern vermochte.
Dann kam der Monat April und die furchtbaren Osterstürme des russischen Heeres, das ohne jede Rücksicht auf Verluste in der Duklasenke und am Uzsokerpaß die Stellung der Verbündeten zu durchstoßen versuchte. In diesen Kämpfen sank die Blüte der russischen Truppen dahin, ihre Kraft wurde gebrochen, ihr Ver- trauen erschüttert; ein ausgebildeter Ersatz war nicht vorhanden,
und bald fehlte es ihnen sogar an Waffen. Sie waren reif zur Niederlage geworden Im berechtigten Vertrauen auf die Tüchtigkeit der eigenen
Truppen im Westen, die auch der feindlichen Uebermacht siegreich Trotz bleten würden, stellte die deutsche Heeresleitung ein neues Heer in Galizien auf. Dank der Leistungsfähigkeit unserer Bahnen und der geschickten Anordnungen des Generalstabes gelang zum fünften Male der Ueberraschungsschlag. Am 2. Mai brach Mackensen von der Linie des Dunasee auf, und mit der vernichten⸗ den Wirkung seines schweren Geschützes bahnte er seinem Fußvolk den Weg zum Siege. In einem über alle Maßen glänzenden Feld⸗ zuge von 9 Wochen wurde Galizien bis auf seinen östlichen Raum hinter dem Bug vom Feinde gesäubert. Przemysl im Sturm zu⸗ rückgewonnen, Lemberg erobert: 520 000 Gefangene und ein uner⸗ meßliches Kriegsmaterial ließen während der Monate Mai und Juni die Russen in den Händen des Siegers.
„ Die Verhältnisse hatten es ausgeschlossen, schon jetzt in einer Umfassungsschlacht die größte Entscheidung zu suchen. Aber das hartnäckige Verweilen starker russischer Heere in Polen westlich und östlich der Weichsel, ihr starrsinniges Stehenbleiben und ihr Versuch, keine Niederlage einzugestehen, boten endlich im Juli die Gelegenheit dazu. Die österreichische 4. Armee des Erz⸗ herzogs Joseph Ferdinand und Mackensens sieggekrönte Scharen schwenkten nach Norden ein, vom Westen her drängten die dort verbliebenen deutschen Kräfte gegen die Weichsel und im Norden bildete das deutsche Hauptquartier vor der Narewfront zwei neue Heere. Die Gesamtmasse setzte sich um die Mitte des Monats in Bewegung, während eine andere deutsche Armee im äußersten Nor⸗ den vordrang und die Verbindung Petersburg—Warschau schwer bedrohte.
So steht die Sache jetzt. Fast das ganze Gebiet der verbün⸗ deten Mächte ist frei vom Feinde, unsere Heere aber haben ausge— dehnte Räume russischen Landes fest in ihrer Hand. Im Monat Juli haben die Russen bereits wieder 175 000 Gefangene verloren. Ihre Gesamtverluste während des ersten Kriegsjahres werden vier Millionen Menschen näher kommen, als drei Millionen. Das ist ein Aderlaß von einer Furchtbarkeit, wie er auch an dem n des ruffischen Reiches nicht spurlos vorübergehen ann.
Niemand weiß, wie die größte Schlacht der Weltgeschichte aus⸗ gehen wird, denn nichts ist ungewisser als das Schicksal einer Schlacht; auf Dutzenden ihrer Blätter beweist es die Kriegsge—
schichte Aber die Vorbedingungen zu einem glänzenden Ausgange hat die deutsche Strategie unleugbar geschaffen, und ein Ahnen kommenden Unheils geht durch die Reihen unserer Feinde. Wenn
der Stoß Hindenburgs von Norden her glückt, wie ihm bisher alles geglückt ist, dann sollte ich meinen, daß große Ergebnisse zu er— warten sind.
*
England und die Neutralen. Ein wertvolles Eingeständnis.
In einem Leitartikel des Manchester Guardian wird darüber Klage geführt, daß die diplomat ische Auf⸗ gabe der Engländer soviel schwieriger sei als die der Zentralmächte. Diese suchten die neutralen Staaten lediglich zu veranlassen, an ihrem neutralen Standpunkt festzuhalten, während England jeweils verlangen müsse, daß die neutralen Staaten sich an dem Kriege an der Seite der Engländer be— teiligen.
Es ist erfreulich, daß von berufener englischer Seite der krasse Egoismus der englischen Politik den Neutralen gegenüber an Hand der Balkanfrage ruhig zu— gegeben wird. Daß die englische Politik darin besteht, neu— trale friedliebende Staaten in den Krieg hineinzuhetzen, ist ja seit langem bekannt, nur in England suchte man diese Tatsache bisher durch wohlklingende Phrasen zu verbergen, in denen von der Freiheit und dem Glück der Völker die Rede war. Das Zugeständnis, daß das sogenannte militärische Deutschland davon absehe, andere Staaten zum Kriege zu veranlassen, daß es vielmehr lediglich eine friedliebende, wirk— lich neutrale Politik vertrete, ist besonders interessant, von berufener englischer Seite bestätigt zu hören.
Ein Engländer über Deutschland.
In einer Reihe von Artikeln im Labour Leader führt der Quäker bekannte Schriftsteller Genosse E. D. Morel den Beweis: 1. daß Deutschland keine größere Schuld an dem Kriege trage als die übrigen Mächte; 2. daß die Kriegsrüstungen Deutschlands und Oesterreichs ge- ringer waren als die Rußlands und Frankreichs; 3. daß
als
Monat
Ueltkrieg.
die Befürchtungen Deutschlands, es könnte von der riasisch⸗
französischen Machtentfaltung überfl ügelt werden, durchaus begründet waren. Im einzelnen führt er aus:
1. Es war seit Jahren allgemein bekannt, daß— falls der russisch-österreichische Gegensatz auf dem Balkan zu einem
Kriege führt— Frankreich sich Rußland an⸗ schließen und den günstigsten Zeitpunkt hierfür
wählen wird; es war ferner bekannt, daß Deutschland hier⸗ durch gezwungen sein wird, an zwei Fro nten zu kämpfen und deshalb wahrscheinlich durch Belgien gegen Frankreich marschieren wird. Der deutsche Einfall in Frank⸗ reich war also nicht leichtfertig und auch nicht ohne Ursache. Er bildet noch keinen Beweis, daß Deutsch⸗ land nach der Oberherrschaft Europas strebte.
2. Der Militarismus ist kein ausschließ⸗ liches Erzeugnis Deutschlands. Mit Ausnahme eines Kleinkrieges in Südwestafrika hat Deutschland 43 Jahre den Frieden gewahrt, während sämtliche F einde Deutsch⸗ lands in jenen Jahren mehrere Kriege führten und ihre Reiche erheblich vergrößerten oder zu ver ⸗ größern suchten. In diesen 43 Jahren haben Rußland und Frankreich rund 160 Millionen Pfund Sterling(3200 Millionen Mark) mehr auf Kriegsrüstungen aus- gegeben als Deutschland und Oesterreich. An Größe der Armeen waren jene ebenfalls überlegen. Und in dem⸗ selben Zeitabschnitt haben die Russen und Franzosen 70 Mil-
lionen Pfund(1400 Mill. Mark) mehr auf ihre Flotten
Lausgegeben als die Deutschen und die Oesterreicher. Fügt man noch die Flottenbudgets Englands denen der Russen und Franzosen hinzu, so haben die Feinde Deutsch⸗ lands rund 462 Millionen(9240 Millionen Mark) mehr auf ihre Flotten ausgegeben. g
3. Vor dem Kriegsausbruche haben englische und fran⸗ zösische Staatsmänner und militärische Schriftsteller zu ge⸗ geben, daß die militärische Macht Rußlands und Frank⸗ reichs die starke Tendenz zeigte, die der deutschen zu ü ber ⸗ flügeln. Wäre Deutschland darauf ausgegangen, Europa zu unterwerfen, so hätte es den Versuch dazu in den Jahren zwischen 1903 und 1907 gemacht, als England vom Buren⸗ krieg und Rußland vom japanischen Krieg geschwächt waren; damals wäre es für Deutschland ein Leichtes ge⸗ wesen, Frankreich niederzuwerfen und die europäische Oberherrschaft zu gewinnen.
England und der russische Henker.
Die Justice, das Wochenblatt der Britischen Sozialistischen Partei, schreibt unterm 22. d. Mts:„Zu unserem Bedauern hören wir, daß Sir Edward Grey in vertraulicher Weise seinen Einfluß geltend macht, um Mitglieder des Parlaments zu verhindern, die Handlungsweise der russischen Regierung gegenüber Katholiken, Polen, Juden und Ruthenen öffentlich zur Sprache zu bringen Grey würde weiser tun, wenn er seinen Einfluß geltend machte, die sch mach vo blen Hand⸗ lungen zu verhindern. Sie machen einen sehr schlechten Ein⸗ druck auf die neutralen Mächte und werfen auch ein schlechtes Licht auf uns als die Verbündeten Rußlands.“
Englische umtriebe im Orient.
Meldungen aus Kairo und Alexandrien ist zu ent⸗ nehmen, daß die Engländer unter den Scheikhs und arabischen Muftis Syriens eine große geheime Propaganda entfalten, um einer Aufstandsbewegung zu veranlassen, deren Zweck der der türkischen Regierung und die Einsetzung einer rein arabisch⸗syrischen sein soll. In Beirut, Damaskus und anderen Orten werben englische Emissäre vergebens Anhänger. Jetz: suchen sie eine Stütze am Scheik Hazol Khan, der als autonomer Herr eines kleinen Gebietes an der türkisch⸗persischen Grenze seinen moralischen Einfluß auf die Araberstämme geltend machen soll. Ein englischer Ossizier gegen die Greuelgeschichten.
Der Labour Leader hat von einem Offizier nachstehende Zu⸗ schrift erhalten:
Nach meiner neulichen Rückkehr nach zehnmonatigem Dienst auf dem Festland besuchte ich mit meinem Bruder, der gleichfalls Offizier ist, das Palladium in London und hörte Herrn Ben Til⸗ letts Rede. Wir waren verblüfft und angewidert, Herrn Tillett erklären zu hören, daß er mit eigenen Augen die Körper von Frauen und Kindern gesehen habe, die deutscher Bru⸗ talität zum Opfer gefallen waren, und Haarbü schel und Ge⸗ hirne von hingeschlachteten Kindern.
Da Herrn Tilletts Erfahrungen, nach seiner eigenen Angabe, sich auf einen ziemlich flüchtigen und durchaus ungefä rlichen Be⸗ such der britischen Linien in Flandern und der französischen Linien bei Reims beschränken, ist es unbegreiflich, wie er Zeuge von etwas Derartigem gewesen sein soll. Es ist natürlich möglich, daß Frauen und Kinder durch Geschützfeuer bei pern oder Reims ge⸗ tötet worden sind, aber nicht das, was Herr Tillett seiner Zu⸗ hörerschaft im Palladium mit Vorbedacht glauben machte. Möchte Herr Tillett nicht Zeit⸗ und Ortsangaben über seine„Haarbüschel⸗
und Gehirn“⸗Geschichte machen? Die auswärtigen Aemter Euro⸗ pas haben die Nationen in diesen furchtbaren Konflikt gestürzt,


