Telegramme.
Der österreichisch · ungarische Tages bericht Die Russen weichen aus Polen und Wolhynien.
Wien, 19. Juli.(W. T. B. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver⸗ lautbart: 19. Zuli 1915, mittags.
Russischer Ariegsschauplatz.
Die Offensive der Verbündeten in Polen und Wolhynien wurde gestern fortgesetzt. Westlich der Weichsel wird an der Ilzanka gekämpft. Nordwestlich Jlza eroberten öster⸗ reichisch⸗ungarische Truppen einige feindliche Stellungen. Auf den Höhen westlich Krasnostaw dringen die deutschen Truppen unter schweren Kämpfen siegreich vor. Zwischen Skierbieszow und Grabowiee bahnten sich im Anschluß an deutsche Kräfte öster⸗ reichisch⸗ungarische Regimenter in heißem Ringen über die Volyca den Weg in die feindlichen Höhenstellungen. Dort fielen 3000 Gefangene in die Hände unserer tapferen Truppen. Nordöst⸗ lich und südöstlich Sokal faßten nordmährische, schlesische und westgalizische Landwehr nach wechselvollen Kämpfen am Ostufer des Bug festen Fuß. Unsere vom General der Kavallerie Kirchbach befehligten Kräfte machten hier 12 Offiziere und 1700 Mann zu Gefangenen und erbeuteten fünf Maschinen⸗ gewehre.
Die Erfolge, die die Verbündeten am 18. Juli auf der ganzen
Front errangen, erschütterten die Widerstandskraft des Feindes. Obwohl er in den letzten Tagen und Wochen erhebliche Verstärkungen herangezogen hatte, vermochte er sich doch nicht mehr zu halten. Er trat in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli an der ganzen Front den Rückzug an und räumte das Schlachtfeld den sieg⸗ reichen verbündeten Heeren. In Ostgalizien blieb die Lage im allgemeinen unverändert. Nur abwärts Zalesczsyki wählte der Gegner unsere Dufestrfront abermals zum Ziele hartnäckiger Angriffe. Die Russen rückten in sieben bis acht Gliedern vor. Das erste war schein bar un⸗ bewaffnet und erhob, als wollte es sich ergeben, die Hände. Der feindliche Angriff brach in unserem Feuer unter furchtbaren Verlusten zusammen. Selbstverständlich wurde, wie es in Hinkunft immer geschehen wird, auf die anscheinend unbewaffneten Angreifer geschossen.
Heftige italienische Angriffe zurückgewiesen.
Süd westlicher Kriegsschauplaßz.
Im Görzischen begannen gestern neue große Kämpfe. Zeit⸗ lich früh eröffnete die italienische Artillerie aller Kaliber gegen den Rand des Plateaus von Doberdo und den Görzer Brückenkopf das Feuer. Dieses steigerte sich mittags zu größter Heftigkeit.
Sodann schritt sehr starke Infanterie zum Angriff auf den ganzen Plateaurand. In hartnäckigen, nachtsüber andauernden vielfach zum Handgemenge kommenden Kämpfen, gelang es unseren Truppen, die Jtaliener, die stellenweise unsere vordersten Gräben erreichten, allenthalben zurückzu werfen. Unsere Mörser brachten fünf schwere Batterien zum Schweigen. Heute morgen entbrannte der Kampf aufs neue. Vereinzelte feindliche Vorstöße gegen den Görzer Brückenkopf wurden gleichfalls abge⸗ wiesen. Auch am mittleren Isonzo, im Krugebiet und an der Kärntner Grenze entfalteten die Italiener eine lebhafte Artillerietätigkeit, die teilweise auch nachts anhielt.
Im Tiroler Grenzgebiet wurde der Angriff mehrerer Bataillone gegen unsere Höhenstellungen auf dem Eisenreich⸗Kamm, der Pfann⸗Spitze und der Filmoor⸗Höhe, nordöstlich des Kreuzberg⸗ sattels, abgeschlagen. In der Gegend von Schluderbach räumte eine eigene schwache Abteilung ihre vorgeschobene Stellung. In Südtirol dauert der Geschützkampf fort. Besonderes Lob ge⸗ bührt auch den braven Besatzungen unserer Grenzforts, die in diesen Bollwerken jedem Feuer heldenmütig standhalten.
Südöstlicher Kriegsschauplatz. f Gestern früh erschienen vor Ragusa⸗Vecchia und Gravosa zusammen acht italienische Kreuzer und zwölf Torpedo⸗ boote und eröffneten das Feuer gegen den Bahnhof Gravosa, einige Ortschaften und gegen die Höhe von Ragusa⸗Vecchia. Sie gaben insgesamt 1000 Schuß ab. Es wurden einige Privathäuser leicht beschädigt. Menschenverluste sind nicht zu beklagen; auch Ver⸗ wundete gab es nicht. Um 5 Uhr 45 Minuten früh erfolgte die bereits gemeldete Torpedierung des Kreuzers„Giuseppe Garibaldi“, worauf das jitalienische Geschwader eilends unsere Küstengewässer verließ. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant.
Wird auch Riga geräumt?
Einer Kopenhagener Drahtmeldung zufolge erfolgt die Räumung Rigas in fieberhafter Eile. Sämtliche Maschinen von Fabriken und Werken sind nach dem Innern des Landes geschafft worden. In Kopenhagen eingetroffene Moskauer 0 Zeitungen berichten auch über die Ankunft mehrerer tausend Fabrikarbeiter Rigas in Moskau, nachdem sämtliche Fabriken in Riga geschlossen worden sind.
Ein englischer Bericht zur Lage.
0 T. U. Konstantinopel, 19. Juli. Der Berichterstatter des Daily Chronicle in Petersburg sendet seinem Blatte einen ausführlichen Bericht über die augenblickliche Lage an der russischen Front: Hindenburg arbeitet zusammen mit Mackensen an der gewaltigen Aufgabe, das russische Heer zu vernichten, dessen Hauptkräfte in
Polen konzentriert sind. Man ist hier aber davon überzeugt, daß
es den Deutschen unmöglich sein wird, dieses Ziel zu erreichen. Der Plan Hindenburgs ist, Nowogeorgiewsk zu erobern, während Mackensen zu gleicher Zeit die Linie Brest-Litowsk besetzen soll. Die Deutschen haben die ganzen Vorteile auf ihrer Seite, sie haben ein glänzendes Eisenbahnsystem, das imstande ist, größere Truppen— massen von dem einen Ende der Front nach dem anderen zu werfen. Die russischen Soldaten sind jetzt besser mit Munition versehen und man habe noch nicht alle Reserven an der Front. Das Vorrücken der Deutschen in den Ostseeprovinzen wird nur als Demonstration betrachtet, um die Russen daran zu hindern, Truppen an den Narew— Abschnitt zu senden. Russische Offiziere als Plünderer.
Wien, 19. Juli. Allmählich wird der Umfang der von ruffischen Offizieren in Galizien verübten Plünderungen be— kannt. Auch russische Generale und Stabsoffiziere haben versperrte Wohnungen, deren Einwohner geflüchtet waren, erbrochen und ausgeraubt. Die Russen haben ferner alle Spitäler Lembergs so gründlich ausgeraubt, daß kein Bett, kein Stuhl und kein Strohsack zurückblieb. Auch die Medika— mente der Apotheken wurden von ihnen mit fortgeschleppt.
Der türkische Tagesbericht.
Konstantinopel, 19. Juli.(W. B. Nichtamtlich.) Be— richt des Hauptquartiers. An der Dardanellenfront hat sich am 18. Juli bei Ari Burnu nichts von Bedeutung ereignet. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr griff ein Teil der feindlichen Kräfte mor— gens einige Gräben unseres linken Flügels an; der Feind wurde bis an die Gräben herangelassen und dort niederge— macht. Wir machten einige französische Soldaten zu Ge fangenen. Unsere anatolischen Batterien beschossen heftig die Lager und Landungsstellen des Feindes bei Tekke Burnu. Die Beschießung verursachte einen Brand, der von Explosio⸗ nen von Munition begleitet, eine halbe Stunde dauerte.
An der Front im Irak versuchte der Feind, nachdem er
in der Schlacht bei Kalatulnedjin besiegt worden war, keinen neuen Angriff. Die Ueberführung der feindlichen Verwun⸗ deten in Schiffen nach Süden hat seit zwei Tagen begonnen und dauert fort. 5
An den anderen Front nichts Wichtiges.
Englische Willkür gegen Neutrale.
Die Stimmung in Norwegen.
Aus Kristiansa wird der Frankf. Ztg. geschrieben:
Wenn die norwegische Presse auch in dieser Zeit fast täglicher Augriffe der englischen Kriegsfahrzeuge vor der norwegischen Küsste und meist in den norwegischen Gewässern sich die größte Zurück⸗ haltung auferlegt, so ist nicht zu verkennen, daß sich in maßgebenden hiesigen Kreisen eine immer größer werdende U nzufrieden⸗ heit und Unruhe England gegenüber geltend macht, wozu nicht unwesentlich der Umstand beiträgt, daß die Londoner Re⸗ gierung es immer noch nicht für nötig hält, wegen der bewiesenen Neutralitäts verletzung innerhalb der norwegischen See⸗ hoheit eine Entschuldigung auszusprechen, obwohl seit den Vorfällen bereits über vierzehn Tage verflossen sind, was hier— milde aus⸗ gedrückt— äußerst verstimmend wirkt. Mit ganz besonderer Genug⸗ tuung begrüßt man deshalb jene Ansprache, die gestern der schwedische Ministerpräsident Wanberger an das Friedenskomitee richtete, worin bekanntlich der Regierungschef demonstrativ betont, daß Schweden nicht um jeden Preis sich an die eingeschlagene Neutrali⸗ tätspolitik gebunden fühle. Diese Kundgebung geht natürlich an die englische Adresse. Man hat es in Skandinavien all⸗ mählich satt bekommen, die sich häufenden englischen Schikanen, wenn auch murrend, einzusterken. Mit Befriedigung notiert man hier deshalb auch die Washingtoner Times⸗Depesche, daß ebenso die amerikanischen Handelskreise die Meereskontrolle und die Unterbindung des neutralen Handels durch England nachgerade satt bekommen haben. Dem hiesigen Publikum wird es allmählich klar, daß es nicht Deutschland ist, welches sich gegen die skandina⸗ vischen Interessen versündigt. Dieser Standpunkt Skandinaviens zu dem englischen Ausfuhrtrustangebot, sowie der Hinweis in der hiesigen Presse, daß England die norwegische Küste tatsächlich blockiert, sind beachtenswerte Momente, die keimen Zweifel zu⸗
lassen. Wie Bulgarien behandelt wird.
Aus Konstantinopel berichtet die Frankf. Ztg.:
Die englische Regierung gibt nunmehr die beschlossene Ver⸗ gewaltigung Bulgariens unumwunden zu. Ich berichtete in der vorigen Woche, daß England Bulgariens einzigen Zufuhr⸗ hafen im Aegäischen Meere, Dedeagatsch seit dem 10. Juli blockiere. Jetzt übergab die englische Regierung eine Note in Sofia, in der sie die Gründe der Blockade zu begründen suchte. Der erheblichste Teil der in Dedeagatsch zur Ausschiffung gelangten Güter sei Konterbande für feindliche Staaten gewesen. Das Foreign Office kündigt in dieser Note an, daß nur italienischen, französischen und englischen Schiffen zur Landung von Post und Passagieren das An⸗ laufen in Dedeagatsch gestattet werde. Dieser Willkürakt Englands macht in Bulgarien einen sehr schlechten Eindruck. Man ist in Sofia überzeugt, daß England nur aus Mißvergnügen über die neutrale Politik Blgariens, die allen englischen Verlockungen gegenüber stand⸗ haft bleibt, zu dieser Willkürmaßnahme gegriffen habe.
Eine neue Vierverbands⸗Konferenz
steht in Calais bevor. Es soll die französisch-englische Ver⸗ einbarung über die Kriegführung einer nochmaligen Be⸗ sprechung unterzogen werden. Vermutlich haben die Vor— gänge in Rußland einen Strich durch den englisch⸗französi⸗ schen Kriegsplan gemacht. Auch ein Vertreter der italieni⸗ schen Heeresleitung soll diesmal an der Besprechung teil⸗ nehmen.
Die Kohlennot der Gegner.
Verbot der englischen Kohlenausfuhr.
Kristiania, 19. Juli. Der norwegische Generalkonsul in London meldet dem hiesigen Ministerium des Aeußern, daß nach einer Meldung des Vizekonsuls in Cardiff wegen der Kohlenarbeiter⸗ streiks die Kohlenaus fuhr, ausgenommen nach Frankreich, verboten worden sei.
Kohlennot in Paris.
Zürich, 19. Juli. Aus Paris wird gemeldet: Der Seinepräfekt genehmigte die Ausgabe einer Anleihe der Stadt Paris von 160 Millionen Frank, wovon 40 Millionen zur Aufspeicherung von Kohlenvorräten für den Winterbedarf reserviert wer⸗ den. Laut Matin hat die Kohlennot bereits jetzt beängstigenden Umfang angenommen. Die Kohlen sind für Private selbst zu den teuersten Preisen nicht aufzutreiben.
Der Bergarbeiterstreik in Südwales.
Aus London wird der Frankf. Ztg. geschrieben: Reuter meldet: Heute hat sich die Lage in dem Konflikt in Südwales merklich geändert. Die Unterhandlungen werden mit der Aussicht auf guten Erfolg wieder aufgenommen.
London, 19. Juli.(W. B. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Lloyd George ist heute nach⸗ mittag in Begleitung von Henderson und Runciman nach Cardiff abgereist, wo er heute abend eine Be— sprechung mit den Vertretern der Bergarbeiter haben wird.
Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M.
Soeben erschienen!
Neueste Kriegskarte!
Bekanntmachung.
Nachstehende Bekanntmachung des Großh. Kreisamts bringe ick zur öffentlichen Kenntnis. 65 Gießen, den 17. Juli 1915. N Der Oberbürgermeister: 5 Keller. e Betr.: Verkehr mit Brotgetreide und Mehl aus dem Erntejahr 1915: hier: die Selbstversorger. i„ Auf ee 5 59 Ministeriums des Innern wird hiermit bestimmt, daß als Selbstverforger im Sinne des 5 6 Abs. 1a 75 Bekanntmachung in obigem Betreff vom W. Juni 1915 nur die⸗ jenigen Unternehmer landwirtschaftlicher Betriebe zu gelten haben, deren Vorräte an Brotgetreide und Mehl zu ihrer Versorgung und zu dersenigen der in§ 6 Abs. 1a weiter aufgeführten Personen bis mindestens zum 31. Dez. 1915 ausreichen. Ueber diesen Zeitpunkt hinaus können das Recht, als Selbstversorger anerkannt zu werden, nur diejenigen geltend machen, die das erforderliche Brotgetreide für sich und die in ihrer Wirtschaft weiter in Betracht kommenden Personen für einen vollen Monat oder für mehrere weitere volle Mongte verfügen. f f 5 171 Hiernach können diejenigen Landwirte, die mit ihren Vorräten aus der neuen Ernte nicht mindestens vom 16. August bis zum Jahresschluß ausreichen, das Recht, als Selbstversorger aufzutreten, nicht in Anspruch nehmen. Diese Landwirte werden vielmehr dem⸗ nächst dem Kommunalverband ihre gesamten Vorräte, für den sie beschlagnahmt sind, auf Anfordern anzugeben haben und dafür zum Brotmarkenempfang berechtigt sein. Gießen, den 12. Juli 1915. Großh. Kreisamt Gießen. gez.: Dr. Usinger.
Bekanntmachung. 5 Nachstehende Bekanntmachung des Großh. Kreisamts Gießen
bringe ich zur öffentlichen Kenntnis.
Gießen, den 12. Juli 1915. 5
Der Oberbürgermeister: Keller. 7
Betr: Die Brotgetreideernte 1915: hier: die Mischfrucht. 5
Nach der Bundes ralsbekanntmachung über den Verkehr mit Brotgetreide und Mehl aus dem Erntejahr 1915, vom 28. Juni d. J. (R. G. Bl. S. 363) ist sämtliches im Bezirk des Kommunalverbandes (Kreises) Gießen gewachsene Brotgetreide in dem Augenblick der Trennung vom Boden zugunsten des Kommunalverbandes beschlag⸗ nahmt. Als Mischfrucht ist hierbei nur solche Frucht anzusehen, die gemischt gowachsem ist und demzufolge auch nur gemischt abgeerntet werden kann. Nicht dagegen ist es zulässig, abgeerntete Frucht nach erfolgtem Ausdrusch miteinander zu mischen, wie dies beispielsweise häufig mit Roggen und Gerste gescheben ist. Wer dies tut, nimmt eine Veränderung an dem beschlagnahmten Getreide vor, die nach §2 der obengenannten Bekanntmachung ohne Zustimmuna des Kom⸗ munalverbandes nicht gestattet ist und, falls sie trotzdem erfolgen sollte, nach§8 9 jener Bekanntmachung mit Gefängnis bis zu einem Jahr oder mit Geldstrase bis zu 10 000 Mark bestraft wird. Die Landwirte werden bei dieser Sach⸗ und Rechtslage in ihrem eigenen Interesse dringend davor gewarnt, Mischungen verschiedener Ge⸗ treidearten nach deren Aberntung vorzunehmen. Diesenigen Grund⸗ stücke, die Mischfrucht tragen, sind bekannt. Zuwiderhandlungen wer⸗ den deshalb unschwer festzustellen sein. 5
Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, daß sich die Vorschriften der mehrfach erwähnten Bundesratsbekanntmachung auch auf Ge⸗ tveide beziehen, das etwa, wie Sommergerste, vereinzelt schon vor dem 1. Juli d. J. abgeerntet worden sein sollte.
Gießen, den 8. Juli 1915.
Großh. Kreisamt Gießen. gez.: Dr. Usinger.
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Plockischen Stiftung für Rechnungsjahr 1915 liegt vom 20. Jul 1915 ab eine Woche lang zur Einsicht der Beteiligten auf dem Städtischen Armenamt, Asterweg 9, offen.
Gießen, den 15. Juli 1915.
Der Oberbürgermeister: Städtisches Tiefbauamt. J. A.: gez. Schenck zu Schweinsberg.
Bekanntmachung.
Die Verglitungen für die im Monat Juni in Bürgerwohnun⸗ gen untergebrachten Mannschaften der Landsturm⸗Infanterie⸗Ersatz⸗ bataillone Gießen werden bezahlt:
an die Empfangsberechtigten deven Namen beginnen mit: A—F am Mittwoch, den 21. Juli 1915, GK am Donnerstag, den 22. Juli 1915, LR am Freitag, den 23. Juli 1915, S8—2 am Samstag, den 24. Juli 1915, jedesmal von 8—12 Uhr vormittags und 2—5 Uhr nachmittags. Die Zahlstelle ist im Stadthaus, Zimmer Nr. 4. Es wird dringend er⸗ sucht, die Beträge an den genannten Tagen abzuholen.
Gießen, den 19. Juli 1915.
Der Oberbürgermeister: Keller.
Bekanntmachung.
Die öffentlichen Impftermine für die Erstimpflinge in der Stadt Gießen, welche jeden Mittwoch, nachmittags von 5—6 Uhr, in der Turnhalle der Stadtmädchenschule(Schillerstraße) stattfinden, wer⸗ den nur noch im Monat Juli abgehalten.
Wer die Termine nicht benutzen will, muß sein impfpflichtiges Kind auf eigene Kosten impfen lassen.
Gießen, den 15. Juli 1915.
Der Oberbürgermeister: Keller.
Techosköchacen 1 8
Für nur 40 Pfg.
Von maßgebender mililär. amtl. Stelle geprüft und genehmigt Jedermann daheim und unsere Truppen im Felde wollen wissen:
Wie steht der Krieg!
Die rascheste und zuverlässigste Auskunft darüber gibt die von masigebender amtlicher militärischer Stelle geprüfte und genehmigte Kriegsoperationskarte als Feldpostbrief
So steht der Krieg
am 12. Juli 1915
hat Jedermann in farbigen Karten, Texten und Bildern einen Rück⸗ u. Ausblick in überraschend anschau⸗ licher Weise über alle Kriegsschauplätze der Welt!
Buchhandlung Oberhess. Volksztg. Bahnhofstraße 28. 3 Tinoxa ist d 5 Miltes genere Motten eren Brut. Adl.⸗Drog. Seltersweg 39 Otto Schaaf.
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