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mitteln umzugehen; dadurch werde die Aushungerung ver. hindert werden können. Mit der Beschlagnahme der Lebens mittel flammte nun aber in Deutschland auch der Haß gegen die englische Kriegführung lebhaft auf. Die englische Aushungerungstaktik berechtige nach deutscher Auffassung zu jeglicher Gegenmaßnahme. Somit bestehe alle Aussicht auf einen schonungslosen Kampf der Deutschen gegen die Engländer. Das Ende der Getreidesütternna.
Wie notwendig energische Maßnahmen gegen die Verwendung des Getreides zur Viehfütterung sind, geht auch aus folgenden Aus⸗ führungen des Direktors des Statistischen Amtes der Stadt Berlin⸗ . hervor: 1
„Vor dem Kriege wurden% unserer Roggenernte, unserer Gerstenernte und K der eingeführten Gerste und des 1 Mafses an die Schweine verfüttert. So wurden jährlich etwa Millionen Tonnen Roggen, annähernd 3 Milliomen Tonnen Gerste und fast eine Million Tonnen Mais von den Schweinen verzehrt. Mit dem Ausbruch des Krieges mußten wir auf die Einfuhr von
etreide verzichten. Das bedeutet einen jährlichen Ausfall von 3 6 killionen Tonnen Gerste und einer Million Tonnen Mais. Wir hatten bei Ausbruch des Krieges rund 25 Milliones Schweine und haben heute noch etwa ebensoviel. Wenn vor dem Kriege monatlich 50 00⁰ Tonnen Roggen und 250 000 Tonmen eingefführte Gerste und
ais an Schweine verfüttert wurden, so dürften im August, Sep⸗ tember und Oktober v. J. monatlich mindestens je 300 000 Tonnen Roggen verfüttert worden sein. Was das bedeutet, kann man sich daran klarmachen, daß die gesamte Bevölkerung des Deutschen Reiches monatlich etwa 600 000 Tonnen Roggen verzehrt. Während die Menschen monatlich etwa 9 Kilogramm Roggen pro Kopf kon⸗ sumierten, fraßen die Schweine monatlich mindestens 12 Kilogramm pro Kopf unserer Bevölkerung. In Friedenszeiten bedeutet ein erhöhter Verbrauch von Schweinefleisch lediglich eine Verminderung unseres Schweinebestandes. Heute bedeutet er zugleich die Erfüllung einer vaterländischen Pflicht: die Vermehrung des zum menschlichen Verbrauch verfügbaren Getreidevorrats!
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*. Die englischen Verluste in der Seeschlacht.
Amsterdam, 29. Jan.(T. U.) Wie gemeldet wird, finden die Angaben der deutschen Admiralität über Verluste der bei der Seeschlacht westlich von Helgoland beteiligten eng⸗ lischen Kriegsschiffe ihre Bestätigung durch Berichte don Reisenden aus London. Danach waren die englischen Verluste ursprünglich an dem Depeschenaushang der Mor⸗ ning Post selbst bekannt gegeben. Die Veröffentlichung in den Zeitungen wurde aber vom Zensor nicht zugelassen, nach⸗ dem die Zeitungen allgemein angewiesen worden waren, nur den amtlichen Reuterbericht zu veröffentlichen. 6
Ueber die Art der Beschädigungen des englischen Schlacht- schiffes„Lion“ bei der Schlacht in der Nordsee sagt der Daily Chronicle, daß keinerlei höheren Mittei⸗ lungen gemacht würden. Man glaubt, die nötig ge⸗ wordenen Reparaturen in etwa 252 Monaten fertigstellen zu können. Das Schlachtschiff set unter der Wasserlinie ernstlich getroffen worden, da ein Torpedo in die hintere Hälfte der Maschinenräume einschlug. und diese nahezu völlig unter Wasser setzte. Es habe dadurch seine Manövrierfähig⸗ keit völlig verloren. Immerhin könne das Schiff der Marine erhalten bleiben,
ge Sperre des Suezkanals. An igungen des Auswärtigen Amts in Amster⸗ dam beruht die Kuffassung, daß eine Nüllige Sperrung des Suezkanals beabsichtigt sei, auf einer irrtümlichen Uebersetzung einer telegraphisch übermittelten abge⸗
, kürzten französischen Mitteilung der Suez⸗Kanalgesellschaft.
Die falsche Nachricht von rief in der Amsterdamer raschung hervor.
Dem Frieden entgegen.
Paris, 29. Jan.(WB. Nichtamtlich.) Auf dem Bahnhof zu Grenoble beschlagnahmte die Polizei ein Paket Flugschriften, betitelt„Vers la Paix“. Man vermutet das Bestehen einer Organi⸗ sation, die mit dem Feinde in Verbindung steht.(2)
Keine rumänische Anleihe in London.
n Berlin, 29. Jan.(T. U.) Eine rumänische Anleihe sollte einer Reutermeldung zufolge in Höhe von 5 Millionen Pfund in London zum Abschluß gelangt sein. An hiesigen Stellen, die darüber unterrichtet sein müssen, wurde dem Lokalanzeiger auf eine Anfrage erklärt, daß man diese Nach⸗ richt lediglich für eine tendenziöse Erfindung des auf diesem Gebiete genügend erprobten Reuterbureaus hält. Denn alle Votaussetzungen fehlten, um eine solche wegen ihres politi⸗ schen Hintergrundes bedeutsame Meldung als zutreffend er⸗ scheinen zu lassen. 1 Der Lügenfeldzug.
Berlin, 29. Jan.(WB. Amtlich.) Nach Mitteilungen der ausländischen Presse verbreitete die Petersburger Telegraphen⸗ Agentur die Nachricht, daß der russische Minister des Aeußern eine Note an den spanischen Botschafter in Petersburg gerichtet habe, in der auf Grund von Aussagen russischer Soldaten Greuel⸗ taten der deutschen Truppen festgestellt seien. Ver⸗ wundete seien getötet und verstümmelt, besonders Kosaken seien vielfach als Gefangene erschossen oder gehängt, die Bevölkerung au mehreren Orten terrorisiert, katholische Priester mißhandelt, das Zeichen des Kreuzes und die weiße Fahne mißbraucht worden.
Daß es ausgeschlossen ist, auf Grund der in der Veröffent⸗ lichung enthaltenen Angaben die Behauptungen über Vorgänge zu widerlegen, die monatelang zurückliegen, ist der russischen Regie⸗ rung natürlich genau bekannt. Sie kann also mit ihrer Veröffent⸗ lichung nur denselben Zweck verfolgen, den die französische Reaie⸗ rung mit ihrer gleichzeitigen Darstellung angeblicher deutscher Greueltaten anstrebt. Die Gleichzeitigkeit des Vorgehens in den beiden Staaten bestätiat immer mehr, daß es sich hier um den plan⸗ mäßigen Versuch einer Veraiftung der öffentlichen Meinung der Welt zu ungunsten Deutschlands handelt. Die deutsche Heeres⸗ leitung verzichtet auf sede Antwort darauf.
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Tagesbericht hes Großen Hauptguartiers.
Ein neuer Luftangriff auf Dünkirchen.
Neue Kämpfe östlich Lowicz.
W. B. Großes Hauptquartier, 29. Jan., vorm.
Westlicher Kriegsschauplatzz
Bei einem nächtlichen Geschwaderfluge wurden die eng.
lischen Etappenaulagen der Festung Dünk irchen ausgiebig mit Bomben belegt.
der völligen Schließung des Kanals Handelswelt die peinlichste Ueber⸗
(Amtlich.]
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f* **.
Ein feindlicher Angriff in den Dünen nordwestlich Nieuport wurde abgewiesen. Der Feind, der an einer Stelle in unsere Stellungen eingedrungen war, wurde durch inen nächtlichen Bajonettaugriff zurückgeworfen.
1 Südlich des La Basséee⸗Kanals versuchten die Engländer die ihnen entrissene Stellung zurückzunehmen. Ihr Angriff wurde leicht zurückgewiesen. 19. der übrigen Front ereignete sich nichts Wesent⸗ iches. 0 Oestlicher Kriegsschauplatz:
Ein russischer Angriff in Gegend Kussen nordöstlich 8 1 scheiterte unter schweren Verlusten für den Feind. n Im nördlichen Polen keine Veränderung. Nord⸗ östlich Bolimow östlich Lowicz warfen unsere Truppen den Feind aus seinen Vorstellungen und drangen in die Hauptstellungen ein. Die eroberten Gräben wurden trotz heftiger russischer Gegenangriffe bis auf ein kleines Stück gehalten und eingerichtet. Oberste Heeresleitung.
Die Beschießung Noyons.
Man schreibt der Frankf. Ztg. aus dem Felde:
Wenn zwei dasselbe tun, so ist es nicht dasselbe. Das ist eine alte Erfahrung; aber es führt doch manchmal zu argen Wider⸗ sprüchen. Wenn wir die Festung Reims beschießen, dann sind wir Kulturbarbaren, weil zufällig eine Kathedrale in der Festung steht. Wenn unsere Luftschifse Bomben auf die Stellen werfen, von denen aus sie beschossen wurden, dann verletzen sie natsürlich das Völker⸗ recht. So lassen sich viele Beispiele anführen, wo uns etwas zur Sünde angerechnet wird, was unsere Feinde ungestraft tun zu können glauben. Wie wenig unsere Gegner Anlaß haben, in dieser Hinsicht gegen uns Vorwürfe zu erheben, dafür möchten wir ein Beispiel anführen, das bisher wohl noch kaum erwähnt ist. Die Stadt Noyon enthält eine Kathedrale von bemerkenswerter Schön⸗ heit; sie liegt reichlich 10 Kilometer von der französischen Linie entfernt, also in einer Entfernung, woselbst für die beste Artillerke ein sicheres Treffen ausgeschlossen ist. Zudem enthält die Stadt vielleicht die doppelte Anzahl von Einwohnern wie einquartierte Truppen. Trotzdem ist bis vor kurzem die Stadt fast täglich mit schwerer Artillerie beschossen worden, unbekümmert darum, wie viele der eigenen Landsleute hierdurch getötet oder zu Krüppeln geschossen wurden, wievielen ihr bißchen Eigentum völlig ver⸗ nichtet wurde. Wenn wir das täten, ja, dann wäre es etwas ganz anderes.
Französische und russische Friedens⸗ strömungen.
Der offiziöse Temps hält es wieder einmal für nötig, gegen die Unge duld zu predigen, mit der das französische Volk den Friedensschluß herbeiwünscht. Er schließt seine Bemerkungen mit den Worten:„Jedes Wort der Klage über die Länge des Krieges muß streng verurteilt werden. denn es enthüllt eine Erregung, die unserer Sache nur schaden könnte. Die Ungeduld stellt den Sieg öfter in Frage als sie ihn herbeiführt.“
Die Humanité kommt auf die von der französischen Regierung als Repressivmaßregel beschlossene schlechtere Behandlung der deutschen Kriegsgefange⸗ nen zurück und bezeichnet sie als einen Fehler. Man müsse sich fragen, ob die Regierung nicht den Aufforderungen gewisser Zeitungen gewichen sei, die es sich zur Aufgabe machen, den Haß zu säen und jede Aeußerung der Humanität als Dummheit und Schwäche zu behandeln. Im neutralen Ausland werde die Maßregel der französischen Regierung gewiß keinen guten Eindruck hervorbringen.
Der russische Abgeordnete Sawen EO schreibt im Kielwljanin über den Engländerha ß wörtlich:„Die Agitation zugunsten einer Kapitulatio n vor Deutschland ergreift Kreise, die sich bisher mit ihrem Patriotismus brüsteten und ihn als ihr Monopol betrachteten. Ich habe ihre zur Unterzeichnung aufgelegten Listen gesehen, die in Petrogra d auch tatsächlich starken Erfolg erzielten.“
Lufttorpedo.
Amsterdam, 29. Jan.(T. U.) Der Korrespondent des All⸗ gemeenen Handelsblad schreibt in seinem Bericht vom 24. Januar aus Veurne: Ich habe etwas neues gesehen: man nennt es Luft⸗ torpedo. Ich darf diese neue Erfindung nicht beschreiben, kann aber feststellen, daß diese Dinger eine verwüstende und verwir⸗ rende Wirkung auf den Feind ausüben. Man sagt mir, daß der Erfolg sicher sei und daß es sich um einen bedeutenden Fortschritt
der Technik handle. 5 f Russisches.
Der Militär⸗ Gouverneur von Warschau hat nach Meldungen russischer Blätter angeordnet, daß alle alten Leute und Kinder aus der Stadt ent fernt und nach Südrußland gebracht werden. Nach russischen Zeitungen wurden in Warschau alle 5 deutschen Vereine volizeilichaufgelöst. Die Regierung verbot für ganz Rußland sämtliche periodisch in deutscher Sprache erscheinen⸗ den Schriften und Zeitungen. Da im kurländischen Gouvernement eine große Anzahl für Militärzwecke aus⸗ gewählter Pferde nicht abgeliefert bezw. verborgen gehalten werden, hat der Vorsitzende der Remontekommission des Gouvernements, Baron Rautenfeld, den Abschied erhalten. Die deutschen Kolonisten in Wyschegrad erhielten Befehl, nach Zentral-Rußland abzureisen. Für die Regelung ihrer An⸗ gelegenheiten erhielten sie 6 Tage Frist.
Ein deutsches Marine⸗Luftschiff vermisit.
W. B. Berlin, 29. Jan. Wie wir erfahren, ist am 25. Janugr ein deutsches Parseval⸗Marineluftschiff von einem deutschen Cstseehafen zu einer Unternehmung gegen den russischen Kriegs⸗ hafen Libau aufgestiegen und bisher nicht zurückgekehrt. Nach einer Meldung des russischen Marine⸗Generalstabs vom 25. Januar hat ein deutsches Zeppelin⸗Luftschiff Libau überflogen und Bomben abgeworfen; es sei beschossen und getroffen worden, sei in die See gestürzt und von russischen Fahrzeugen vernichtet, die Pesatzung aber gefangen genommen worden. Die russische Angabe, daß das Luftschiff ein Zeppelin gewesen sei, ist also nicht richtig.
Der„Tiger“ gesunken?
Kiel, 29. Jan.(T. U.) Die Kieler Neuesten Nachrichten erhalten aus Amsterdam folgende Drahtmeldung: Nach An⸗ gabe des Kapitäns eines Handelsdampfers wurde in der Seeschlacht in der Nordsee am Sonntag der englische Schlacht. kreuzer„Tiger“ von einem deutschen Torpepoboot durch
einen Torpedoschuß zum Sinken gebracht.
Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht
Wien, 29. Jan.(W. VB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver⸗ lautbart: 29. Januar 1915, mittags. Starker Schneefall ist eingetreten. In Westgalizien und Polen nur Rekognos⸗ zierungen, Patcouillengefechte, und wo es die momentanen Sicht⸗ verhältnisse zulassen, Artilleriekämpse.
In den Karpathen wurden westlich des Uzsoker Passes russische Angriffe unter schweren Verlusten für den Gegner zurückgeschlagen. Vei Vezerszallas und Voloves sind die Kämpfe beendet der Feind auf die Paßhöhen zur ück⸗ geworfen, neuerdings 400 Gefangene eingebracht. In der Bukowina herrscht Ruhe.
Der Stellvertreter des Chess des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Die Erfolge in den Karpathen.
Vudapest, 29. Jan.(Ctr. Frkst.) Ueber die Kämpfe in den Karpathen liegen heute bereits Einzelheiten vor. Die auf der Linie Voloc—Vezerszallas im Unger⸗Komitat operierenden russi⸗ schen Truppen wurden zum Nlickgug gezwungen, wobei mehrere russischen Batterien durch unser Granatfeuer vernichtet wurden. Auch im Ung⸗ und Lynatal haben wir, bedeutende Fortschritte zu verzeichnen, besonders bei Malomnet, Fenysvesvölgy. Am Sonn⸗ tag wurden die Russen aus ihrer Deckung beim Gyilokberg herausgeschossen und diese wichtige Posttion von unseren Truppen besetzt. Die Russen mußten auch die Linie Fenysvesvölgy— Tila aufgeben und sich auf der Serpentinen⸗Straße zum Uzsoker Paß auf der galizischen Seite zurückziehen. Auch von der Klivahöhe wurden die Russen nach erbitterten Artilleriekampf und Sturm⸗
angriff unserer Infanterie geworfen, wodurch unsere Truppen in eine dominierende Stellung gelangten. In den viertägigen
Kämpfen verloren die Russen zahlreiche Gefangene, Geschütze und/ Munition und hatten viele Tote..
Der Krieg im Orient. Die türkische Offensive im Kaukasus. Konstantinopel, 29. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Das
Große Hauptquartier teilt mit: Auf der kaukasischen Fro hat sich nichts Nennenswertes ereignet. Unsere Truppen die in der Richtung auf Olty die Offensive ergriffen, machten 300 Russen zu Gefangenen und erbeuteten eine Menge Ge⸗ wehre und Kriegsmaterial. Die seit einer Woche in Aser⸗ beidschan im Gange befindliche Schlacht in der Umgegend von Choi gegen die feindlichen Hauptkräfte wird zu unseren Gunsten fortgesetzt. Choi ist der letzte Zufluchtsort der Russen in Aserbeidschan. Am 27. Januar nahmen unsere Truppen im Süden von Choi die erste Linie der befestigten feindlichen Stellung, die aus mehreren Linien besteht.
Russi che Diebe.
Kopenhagen, 29 Jan.(W. B. Nichtamtlich)) Nach Mel⸗ dungen rufsischer Blätter kamen in Wilna landwirtschaftliche Ge⸗ räte und Maschinen an, die in Ostpreußen pen gestohlen worden sind, im Werte von siber 100 000 Rubeln. Da die meisten Maschinen reparaturbedürftig sind, ist in Wilng eine Maschinenwerkstätte eröffnet worden. erw weitere Transporte gestohlener ostpreußischer Maschinen. 7
Feindliche Unterseeboote in der Ostsee.
Zu der Meldung, daß englische Unterseeboote in die Ostsee gelangt seien, vielleicht durch den Sund, vielleicht auch durch den Belt, schreibt die Deutsche Tageszeitung:
Ihre Stützpunkte haben sie naturgemäß in russischen Häfen. Vor einigen Monaten wurde Helsingfors am Finnischen Meerbufen genannt, jedoch ist wohl anzunehmen, daß sie auch süd lichere russische Häsen nunmehr benutzen. Be⸗ günstigt wurde die Kriegführurn dieser Unterseeboote bisher in unerwartetem Maße durch die Milde des Winters. Russische Häfen, die bei gewöhnlichem Verlaufe des Winters seit einer Reihe von Monaten durch Eis geschlossen sein müßten. sind in diesem abnormen Winter offen und die Gewässer für die Unterseebootsschiffahrt möglich geblieben. So muß man da⸗ mit rechnen, daß die britischen Unterseeboote alles tun werden, um in der deutschen Ostsee und an den deutschen Ostsee⸗ küsten usw. sich geltend zu machen. Der deutschen Ma⸗ rine ist das Vorhandensein dieser Fahrzeuge natürlich nichts Neues, und daß sie auch in der Ostsee auf dem Posten sein werde, ist selbstverständlich. Peinlich ist die Angelegenheit ohne Zweifel für Dänemark und Schweden, denn deren neu⸗ trale und durch Minen gesperrte Gewässer haben die englischen Unterseebogte passiert, mithin die Neutralität diefer beiden Mächte verletzt. Unter diesem Gesichtspunkte und im Hinblick auf eine Reihe von Konsequenzen. die unter Umständen daraus erwachsen könmen, gewinnt die Anwesenheit der englischen Untersechoote in der Ostsee an Bedeutung, auch abgesehen von ihrer Eigenschaft als rein militärischer Faktor.
Die„Karlsruhe“ versenkt weiter!
Petersburg, 29. Jan.(Ctr. Bln.) Nach einer Meldung aus Tokio hat der deutsche Kreuzer„Karlsruhe“ in den amerikani⸗ schen Gewässern wieder zwei englische und ein ir enen sches Dampfschiff versenkt.
Die Haltung Rumäniens. g
Wien, 29. Jan.(Ctr. Frkft.) Der österreichisch-ungari⸗ sche Gesandte in Bukarest, Graf Ottokar Czernin, der vor⸗ gestern hier eingetroffen ist, wurde heute vom Kaiser in Audienz empfangen. Er hatte gestern eine längere Be⸗ sprechung mit dem Minister des Aeußern, Baron Burian. Wie verlautet, hat sich in den allerletzten Tagen in Rumänien eine ganz bestimmte Wendung zu⸗ gunsten der Zentralmächte bemerkbar gemacht.
Rumänisches Getreide für Deutschland.
Bukarest, 29. Jan.(W. B.) Halbamtlich wird gemeldet: Der größte Teil der in den letzten Monaten für Deutschland ge⸗ kauften Getreidemengen konnte wegen Wagenmangels nicht, ausgeführt werden. Die rumänische Eisenbahnverwaltung hat nun den Vorschlag der deutschen Ragferung angenommen, daß sie den dazu notwendigen Wagenpark selbst nach Rumä⸗ nien senden werde.
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Neichstagsnachwahl in Hamburg III.
Hamburg, 29. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Bei der heutigen Reichstagsersatzwahl im 3. Hamburger Wahlkreis wurden für den sozialdemokratischen Parteisekretär Heinrich Stubbe 40 705 Stimmen abgegeben; 70 Stimmen waren zersplittert, 349 ungültig. Es fehlt noch das Resultat eines Bezirkes. Stubbe ist gewählt.
Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M. 6 Aena
Verschwendet kein Brot! 1 Jeder spare, so gut er kaun.
von den russischen Trup⸗


