tische Propaganda
gebnis:„Es ist unmöglich, der Schlußfolgerung beizutreten, welche der französische Bericht zieht, indem er sagt, daß es Frankreich und seinen Verbündeten zur Er— reichung eines Gesamterfolges genüge, abwarten zu können, daß dieser Erfolg mit unermüdlicher Geduld vorbereitet wer— den müsse und daß die deutsche Defensive ebenso gebrochen werden, wie die deutsche Offensive bereits überall gebrochen sei. Nach unserer Auffassung haben die Deutschen und die mit ihnen verbündeten Oesterreicher die russische Offen⸗ sive gebrochen und der französischen Offen⸗ sive ist es vom 17. Dezember bis zum heutigen Tage nicht gelungen, die deutschen Stellungen zu er⸗ schüttern, geschweige denn die deutsche Offensive zu brechen. Dagegen ist ein deutscher Vorstoß an der Aisne in Gestalt eines Gegenangriffs geglückt und bei der Aufrechnung der gegenseitigen Verluste, von denen in den französischen Berichten überhaupt nicht gesprochen wird, wiegt das Blutopfer der Deutschen bei weitem nicht so schwer, als das der Verbündeten. Das sind allerdings nur Tatsachen, keine Schlußfolgerungen. zieht die Zukunft, ohne daß wir ihnen vorgreifen wollen.“ Die Arileihe der Entente⸗Mächte. 20 Milliarden Fraues.
Kopenhagen, 23. Jan.(Ctr. Frkft.) Politiken erfährt aus Paris: Vertreter der höheren Finanzwelt der Dreiver— bandsmächte werden demnächst in London über den Plan der Emission einer gemeinsamen Anleihe von 29 Milliarden Francs verhandeln. Die Zeichnung soll gleichzeitig in Paris, London, Newyork, Peters⸗ burg, Moskau und Tokio erfolgen; die Anleihe soll in längerem Zeitraum amortisierbar sein. Der genannte Riesen— betrag ist ausschließlich zur Deckung von Mili⸗ tärausgaben vorgesehen.
Der Temps bestätigt, daß eine Zusammenkunft der Finanzminister Englands, Rußlands und Frankreich beabsichtigt ist, behauptet aber, sie stehe nicht im Zusammenhang mit dem Plan einer Anleihe.
Frankreichs Wirtschaftsleben.
Kopenhagen, 24. Jan.(T. U.) Der in Paris veröffent⸗ lichte Rechenschaftsbericht über den Staatshaushalt zeigt einen gewaltigen Niedergang aller Ab⸗ gaben und eine starke Beschränkung des Geschäftslebens. Der Ertrag der Zölle ist um 167 Millionen, der Stempel⸗ ertrag um 44 Millionen, der Ertrag der Registrierungs⸗ abgaben um 219 Millionen, die indirekten Zölle um 151, die Einnahmen der Post um 34, die des Fernsprechwesens um 12,5, der Ertrag der Zuckersteuer um 31,4 und die Salzabgabe um 0,5 Millionen Francs zurückgegangen. Der Rückgang im ganzen beträgt 658 Millionen.
f Mehr Neger.
Frankreich beabsichtigt, eine neue schwarze Armee zu bilden. Der Kriegsminister hat durch den Präsidenten soeben einen Erlaß unterzeichnen lassen, der die Zahl der Bataillone der Senegal⸗
schützen festsetzt. afrika für die Zwecke der nationalen Verteidigung eine große Zahl
Diese
In seinem Bericht erklärt Millerand, daß West⸗
won Senegalschützen zur Verfügung stellen könne, die bereits aus⸗
gehoben seien, oder im Begriff stehen, rekrutiert zu werden. den gegenwärtigen Verhältnisse müsse man diese Kräfte, so gut es geht, benützen. Die Einheiten dieser neuen Formation sollen nach Marokko gebracht werden, wo sie sich am besten hinsichtlich des Klimas für den europätschen Krieg vorbereiten könnten, um dann, sobald es die Witterungsverhältnisse gestatten, nach Frankreich ge— schickt zu werden.
Gegen die Propaganda des Hasses!
Alle französischen Arbeiterblätter stehen auf dem
Standpunkte der Erklärungen ihrer sozialistischen Fraktion.
Auch nicht ein einziges Blatt, das einige Bedeutung hat, macht davon eine Ansnahm e. Ganz entschieden wird der Wille
zur Niederwerfung Deutschlands auch durch die
syndikalistischen Blätter vertreten. Erfreulicherweise aber hindert das die Bataille Syndicaliste, das Tageblatt der Gewerkschaften, nicht, sich gegen die jetzt betriebene systema— des Hasses zu wenden. Das Blatt bedauert, daß alle gegen Einzelhandlungen des Feindes gerichteten Meldungen immer gleich verallgemeinert werden
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Ein nordischer Roman von Theodor Mugge. 167
Diese Worte wirkten mehr als alles, was der Vogt getan hatte. Sie fürchteten den Schreiber, denn sie kannten ihn. Die Fäuste mit den Messern fielen nieder, es bildete sich ein offener Raum, und Paul sagte mit dem Ausdruck der Teil— nahme:„Das Leben habe ich Ihnen diesmal gerettet, möge Gott mir helfen, Herr Marstrand, daß ich als Richter Sie freisprechen kann.“
Er winkte seinen Gefährten, die den Inuker rasch die Stufen hinunter und in die Jolle des Regierungskutters brachten. Dieser hob dann sogleich seine Segel und lief rasch durch die Wellen.
Eine Stunde später wurde Helgestad denselben Weg hin— ab in sein großes Boot getragen, auf weiche Kissen gelegt und nach Oerenäes gebracht. Er war wieder bei Besinnung, aber er konnte nicht sprechen. Hanna hielt seinen zitternden Kop in dem die Augen nach allen Richtungen flogen und umher zu suchen schienen.
„Das ist ein trauriger Markt,“ seufzte Paul, indem er Ildas Hand drückte.„Sorge für deinen Vaterl Sobald ich hier fort kann, komme ich nach.“
„Gottes Wille wird geschehen!“ antwortete sio gefaßt, wie sie immer war. Eine Woche war vergangen und in Tromss alles zum
Abhalten des Gerichtes eingeleitet. Die Prozedur wurde eilig betrieben, große Vorbereitungen und Weitläufigkeiten waren licht nötig. Die Missetäter, auf welche es abgesehen war— befanden sich im festen Gewahrsam, Zeugen genug waren vorhanden, die sechs Gerichtsbeisitzer ließen sich schnell finden, und die Stimmung der Bevölkerung war zo vortrefflich, wie
Unter
und daß der gegen das deutsche Heer genährte Haß sich gegen das deursche Volk selbst richte. Dieser Zweck werde auch durch die offiziellen Veröffentlichungen über die Greuel in von den Deutschen besetzten Gebieten verfolgt. Es werde dadurch die Meinung verbreitet, als gäbe es jenseits des Rheins nicht die geringste Spur eines menschlichen Gefühls, als seien die Deutschen alle Wilde und Barbaren. Das sei eine lächerliche Annahme, nur verbreitet zu dem Zweck, den Widerstand gegen die Feinde im eigenen Lande bei der großen Masse des Volkes in Haß gegen ein Volk jenseits der Grenzen umzuwandeln. Die Arbeiter aber dürften nie vergessen, daß ihre wahren Feinde das Finanzkapital, die Diplomatie und die Militär⸗ kaste seien. Marokkanische Stämme in Aufruhr.
Wie aus Marokko gemeldet wird, stehen die Stämme der
Branes und Riata in der Umgegend vön Taza noch in voller Re⸗
volte und man befürchtet ihren Angriff auf die Stadt. Die Stämme sollen angeblich von den Feinden Frankreichs über die Ereignisse auf dem europäischen Kriegsschau⸗ platz unterrichtet worden sein. General Henrys, der die kriegerische Operationen in Marokko leitet, hat eine starke
Kolonne unter dem Befehl des Oberst Bulleu: gebildet, die am 18. Januar in Taza konzentriert wurde und bereit steht, den An⸗ griffen der Stämme entgegenzutreten.
Die Abfahrt der„Dacia“.
London, 24. Jan.(Ctr. Frkft.) Aus Galveston wird gemeldet, die„Dacia“ ist am 23. morgens abgefahren, nachdem sie alle Förmlichkeiten erfüllt hatte. Der Kapitän erklärte, er werde die gewöhnliche Route einschlagen, ohne zu versuchen, den englischen Kaperern zu entgehen. Die eng— lische Regierung erklärte, die„Dacia“ werde gekapert, aber ihre Ladung entweder bezahlt oder via Rotterdam an den Bestimmungsort gesandt. Die Frage des Uebergangs von der deutschen zur amerikanischen Flagge werde einem Prisen— gericht vorgelegt werden.
London, 25. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Die Daily News meldet aus Washington: Die Ei gentümer der„Dacia“ haben es durch Vermittlung von Deutschen erreicht, daß ihr Schiff versichert wurde. Sie beschlossen, daß die„Dacia“ Kohlen ein⸗ nehmen und von Norfolk nach Rotterdam abreisen soll.
Haag, 24. Jan.(T. U.) Die Pariser Ausgabe des New— Nork Herald meldet, daß die Beziehungen zwischen Amerika und England gespannter werden. Die neue ameri⸗ kanische Note, die die Mindestforderungen der Vereinigten Staaten enthalte, dürfte noch im Laufe dieser Woche in Lor⸗ don überreicht werden.
3 Die„Karlsruhe“.
Paris, 24. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Nach einer Blättermeldung aus Port⸗au⸗Prince konnte sich der deutsche Kreuzer„Karlsruhe“ an der Mole von St. Nicholas bei Haiti verproviantieren und dort eine Basis errichten. Dampfer aus New⸗Nork und New-⸗Orleans laden Kohlen, um die„Karlsruhe“ damit zu versorgen.
Ein Anutfalkoholgesetz in Italien. Gestern trat in Italien ein neues Gesetz zur Bekämpfung des Alkoholismus in Kraft. Das Gesetz führt eine Lizenz für den uk von Likör und Branntwein ein, verbietet den Verkauf von Spirituosen an Festtagen und bei Wahlen und untersagt die Abgabe jeglichen Alkohols an Jugendliche unter 16 Jahren sowie an Trinker und Geistesschwache. Ferner wird die Fabrikation und Ein⸗ fuhr von Absinth verboten. Die deutschen Verluste.
Berlin, 24. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Das Berliner
Unsere Gegner nehmen es mit der Wahrheit niemals recht genau. Am schlimmsten wird es, wenn sie mit Zahlen arbeiten. Sie begnügen sich dann meist damit, irgendeine ihnen vorteilhafte Angabe als wahr in die Welt zu setzen, ohne auch nur den geringsten Versuch zu machen, Belege dafür beizubringen. Solche Angaben sind offenbar nur dazu da, die sinkende Zuversicht neu zu beleben. Anders ist es wenigstens kaum zu erklären, wenn kürzlich in der Presse des feindlichen Auslandes allen Ernstes behauptet wurde, Deutschland habe an Toten, Verwundeten und Gefangenen 1200 000 Mann verloren, und wenn ein ganz besonders gut „unterrichteter“ Gewährsmann sogar von 2 Millionen wissen
n unseren Gegnern empfehlen, unsere
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man sie wünschen konnte. Der Gerichtstag, nach alter Sitte der Freitag, wurde mit Ungeduld erwartet. Erbitterung und Rachelust hatten eher zu-, wie abgenommen, und die Kunde von den Ereignissen auf dem Lyngenmarkt verbreitete sich durch das ganze Land mit Zusätzen, die wohl gemacht waren, um die normannische Bevölkerung aufs äußerste zu reizen.
Die Lappen sollten in großen Scharen bewaffnet er— schienen sein, um alle Kaufleute zu ermorden. Was Afrajas Gehirn mit sich umhergetragen, wozu er geheime, langjährige Vorbereitungen gemacht hatte, wurde als schon halb aus⸗ geführt erzählt.
Die Verhöre der Gefangenen hatten alles klar und ge— wiß gemacht, was man wollte. Zitternd vor Angst und Schreck gestanden sie, was der Schreiber wünschte. Afraja hatte Zusammenkünfte abgehalten, hatte Haß und Verachtung gegen die fremden Eindringlinge ausgestreut, hatte die Lappen zu Widersetzlichkeiten verleitet, und endlich war die große Ver— schwörung dahin gelangt, daß sie auf dem Lyngenmarkt aus⸗ brechen sollte.
Zu allen diesen Plänen war Mortuno ein tätiger Gehilfe gewesen, und nur sein jäher Tod hatte den Erfolg verhindert. Paul Peterfen, der mit eigener größter Gefahr die Ver— schwörung aufdeckte und den gefährlichen Lappen fing, erschien überall im Lichte eines kühnen, entschlossenen Mannes, der seinen Mitbürgern die größten Dienste geleistet hatte. Seiner Klugheit allein verdankte man die Rettung aus schwerxen Ge⸗ fahren, seiner unerschrockenen Vaterlandsliebe die Verhaftung des dänischen Junkers, der mit den Verrätern gemeinschaft⸗ liche Sache gemacht hatte.
Was den letzten Punkt betraf, so gab es allerdings auch einzelne Ungläubige. Daß ein Edelmann, ein Offizier der Garde sich gegen König und Krone erheben, mit einem elenden Volke sich auf ein Unternehmen einlassen sollte, das jeder
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Verständige Unsinn und Wahnsinn nennen mußte, schien doch
manchen unmöglich zu sein. Aber dieser Junker hatte, so lange
* sehr gewissenhaft aufgestellten Verlustlisten zu studieren werden sich dann zu ihrem Schmerz von der völligen Un⸗ haltbarkeit dieser Ziffern überzeugen. Es ist nicht nötig, hier alle feindlichen Uebertreibungen zu entkräften. nur eine ganz besonders dreiste Entstellung sei herausge⸗ griffen. Durch die Presse ging die Meldung, Rußland habe bisher 1140 Offiziere und 134700 Mann von uns zu Gefange⸗ nen gemacht. Demgegenüber konnte unsere Heeresleitung feststellen, daß die Zahl unserer Vermißten auf dem östlichen Kriegsschauplatz im Höchstfalle 15 Prozent, also nicht ein⸗ mal ein Sechstel dieser Summe beträgt. Wenn wir, wie es nicht anders zu erwarten war, in diesem gewaltigen Kriege erhebliche Verluste hatten, so kann das bei der kodesmutigen Betätigung des Angriffsgeistes unserer Truppen nicht über⸗ raschen. Es steht aber fest, daß unsere gesamten Verluste an Toten, Verwundeten, Kranken und Vermißten kaum die Ziffer der in Deutschland keiegsgefangenen Franzosen, Russen, Belgier und Engländer ü bersteigen. Listen viele T
Tause jetzt längst zur Fr inzwischen sogar schon zum und da sie somit doppelt in den Listen erschienen sind, bleibt die wirkliche Zahl unserer Verlustliste also erheblich hinter der zurück, die sich durch eine einfache Addition ergeben würde. Der Prozentsatz der felddienstfähig wiederhergestell⸗
ont zurückgekehrt sind. Viele davon sind
ten Verwundeten ist überdies dank unseren vorzüglichen Sanitätseinrichtungen außerordentlich hoch. Die Hoffnung
unserer Feinde, daß Deutschlands Widerstandskraft durch seine Abgänge mehr geschwächt sei als die seiner Gegner, ist also trügerisch. Schon der Umstand, daß unsere Feinde allein an Gefangenen fast ebensoviel eingebüßt haben, wie unser Gesamtverlust beträgt, läßt klar erkennen, auf welcher Seite man in Wirklichkeit Grundhat, mit ernster Sorge in die Zu⸗ kunft zu blicken.
* Die Seeschlacht bei Helgoland. Preßstimmen. Die gestrige schwere Seeschlacht ist, wie 5 0 Tageblatt schreibt die erste große Auseinandersetzung zwischen deutschen und englischen Streitkräften in den europäf⸗ schen Gewässern gewesen, nächst dem Gefecht vom 25. August 1913. Wie damals waren auch diesesmal die Engländer in der Ueberzahl. Daß wir den Engländern trotz ihrer Ueberlegen⸗ heit den gleichen Schaden zufügen konnten, wie sie uns, ist erfreu⸗ lich. Gleichwohl werde es schmerzliches Bedauern wecken, daß unser Panzerkreuzer„Blücher“ in die Fluten sank. Daß die Engländer sich schließlich hätten zurückziehen müssen,
das Berliner
lasse darauf schließen, daß das deutsche Feuer ihnen schwerer zu⸗ gesetzt habe, als nach ihren Schiffsverlusten zu erkennen sei. Der
Vorstoß der deutschen Streitkräfte sei wiederum ein Beweis un⸗ feres unverminderten Angriffsgeistes, und dieser Geist werde auch durch die natürlichen Verluste, so betrübend sie auch seien, nicht beeinträchtigt werden. 0
Im Berliner Lok.⸗Anz. wird gesagt: Wenn die Briten trotz ihrer Ueberlegenheit das Gefecht abgebrochen haben, so ist das ein Beweis dafür, daß unsere Artillerie sie gehörig mitgenommen hat. Unsere Seeleute haben— das geht aus den knappen Worten des amtlichen Berichtes hervor — wiederum ihre volle Pflicht und Schuldigkeit getan und aber⸗ mals bewiesen, daß auch ein weit überlegenes britisches Geschwa⸗ der nicht in der Lage ist, einem kräftigen Vorstoß der Unserigen standzuhalten, geschweige denn, sie einfach zu überrennen. 0
Die Voss. Zeitung hebt hervor, daß nicht die briti⸗ sche Flotte die Angreiferin war, sondern daß u nsere Schiffe einen Vorstoß machten gegen einen weit überlegenen Feind, der nach mehrstündigem Kampf das Gefecht abbrach. Die von den Engländern abgebrochene Schlacht werde den Kampfesmut unserer Flotte stärken, aber in England nicht beruhigen über die aus der Luft und unter dem Wasser drohenden Gefahren.
Die englischen Heeresve stärkungen.
Nach übereinstimmenden Mitteilungen verschiedener Berliner Morgenblätter erhält der Nieuwe Rotterdamsche Courant von seinem Berichterstatter aus Le Havre zensu⸗ rierte Mitteilungen über starkeengli ssche Truppen, die in der letzten Zeit in französischen Häfen gelandet seien. In einem einzigen Hafen trafen angeblich während 24 Stunden 28 Schiffe ein. In wenigen Tagen seien auf diese Weise mehrere hunderttausend Mann in Frankreich gelandet worden.
er im Lande war, für die Lappen gesprochen. Er war jeden⸗ falls ihr Freund und Beschützer. Er hatte eine Liebschaft mit einem Lappenmädchen angefangen und war, was die Ver⸗ höre als gewiß herausstellten, bei Afraja in der Kilpisjaure
gewesen, als der kühne Sorenskriver dort erschien.*
Ueber seine Verhältnisse zu Helgestad und von seinem Treiben am Balsfjord wurde das Abschreckendste erzählt. Der
schändlichste Undank und die größte Tollheit wurden ihm vorgeworfen. Mit Verrat hatte er die Freundschaft belohnt,
die ihm entgegenkam, Helgestads Tochter suchte er in seine Netze zu ziehen, die Heirat Björnarnes zu stören und diesen endlich mit der Dirne, die ihm selbst heimlich anhing, in eine schmähliche Buhlschaft zu verstricken. So suchte man den Schandfleck zu bemänteln, der von Helgestads Haus nicht fortzuwischen war; daß der verunglückte einzige Sohn des reichen Gaardherrn eine verdammliche Leidenschaft für Gula gehegt hatte, war nicht ganz abzuleugnen.
Helgestads Une gab dabei ein neues Feld von An⸗
klagen, die hauptsächlich wieder auf Marstrand fielen, uns
wie viele Neider und geheime Widersacher der schlaue Kauf: mann auch hatte, als er stolz auf seinen Füßen stand, jetzt kam allein der Schmerz und Jammer des Vaters in Betracht, der krank und tiefgebeugt daniederlag. 1 Ge den Schluß der folgenden Woche waren in Tromsö die Akten fertig, die Beisitzer einberufen, der nächste Tag war der Tag des Gerichts. Paul Petersen saß am Abend noch in seiner Schreibstube im Amtshause und ordnete Hefte und Schriften. Dann und wann hielt er ein, horchte auf den Wind und fiel mit einem leisen Stöhnen in den Arm sessel zurück; aber er unterdrückte dies sogleich und fuhr fort zu arbeiten, selbst als draußen Lärm entstand, als Menschen kamen, deren Stimmen er kannte, und als Schritte dicht vor seiner Tür vorübergingen, denen er mit einem dieren,
spöttischen Lächeln nachhorchte. (Fortsetzung folgt!)
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Auch darf man nicht vergessen, daß unsere 2 nde von Leichtverwundeten enthalten, die
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