Ausgabe 
23.1.1915
 
Einzelbild herunterladen

Organ für di der Provinz

9

e Interessen des werktätigen Volkes Oberhessen und der Nachbargebiete.

N de Oberbessische Bolkssettuns erscheint seden Werktag Abend in Liezen Der Abonnementspreis beträgt wöchentlich 15 Pfg., monatlich Sta emschl. Brineerlobn Durch die Wost begogen vierteljäbrl. 1 80 ME

Redaktion und Expedition Gießen, Babnbofstraße 23, Ecke Löwengasse. Telephon 2008.

Inserate kosten die 6 mal gespalt. Kolonelzeile oder deren Raum 15 Wia. Bei größeren Aufträgen Ra att. Anzeigen wolle man bis abends 7 Abr für die folgende Nummer m der Expedition aufgeben

Nr. 19

Gießen, Samstag, den 23. Jaunar 1915

10. Jahrgang

Soissons und Warschau.

ö Von Richard Gäd ke.

Nicht, ohne Stolz legt der deutsche Generalstab unserem Volke 2 Berichte über die Schlacht bei Soissons und über den Feldzug i Polen vor. Man darf diesen Stolz als berechtigt anerkennen.

war wohl die allgemeine Auffassung in Deutschland daß die ütsche Heeresleitung im Westen eine Offensive größeren Stils ucht aufnehmen würde. ehe nicht die Dinge im Osten zu einem Lissen Abschlusse gediehen wären. Bei der Zahlenüberlegenheit, 4 unsere Gegner auf den drei Fronten in ihrer Gesamtheit über * sere Streitkräfte naturgemäß besitzen, durfte es ja von vorn⸗ ein als unwahrscheinlich gelten, daß wir in Ost und West gleich⸗

Gage ichtigen Wie die

Eeignisse der fünf Kriegsmongte gezeigt haben, die nun hinter 2 liegen, hat man anfänglich offenbar eine rasche Entscheidung 0 U

1 0

getig einen wuchtigen Angriffsstoß versuchen würden.

Westen angestrebt, um erst später mit unseren östlichen 0 Egnern abzurechnen. Die Ereignisse in Ostpreußen und Galizien ben diese Absicht durchkreuzt.

Zen, 0 Die Russen waren doch mit be⸗ ächtlichen Teilen überraschend frühzeitig kriegsbereit und traten Vonders unserem Bundesgenossen Oesterreich in tatkräftigem und krschlossenem Angriff gegenüber. Gestützt übrigens auf eine er⸗ ckende Uebermacht, da Oesterreich-Ungarns rechter Ellenbogen buch den tapfer fechtenden serbischen Gegner gefesselt war! Hindenburgs Siege schienen dann in der Mitte des Oktober A Doppeloffensive gegen alles Erwarten dennoch zu gestatten. Per die Verhältnisse erwiesen sich stärker als die todesverachtende Dpferkeit unserer Truppen. Wir mußten uns mit dem Beginn ies Oktober darauf beschränken zunächst einmal den näheren und ährlicheren Gegner zurückzuweisen. Allmählich verschob sich uhr und mehr das Schwergewicht der Kämpfe nach Osten hin. Janzosen und Engländer zeigten sich unfähig, den eisernen deut⸗ hen Ring in Belgien und Nordfrankreich durch eine groß ange⸗ tte Angriffsbewegung zu sprengen. Diese Periode gehört nicht

N

der Kriege überhaupt. Und so weit man urteilen kann, wird sie ao reizvoller und spannender erscheinen, je mehr die Akten von iiden Seiten sich der Oeffentlichkeit erschließen werden. Der Imerälstabsbericht gibt bereits jetzt einen Vorgeschmack davon. Inzwischen haben nun unsere Truppen im Westen bewiesen, auch sie zu kräftigen Angriffsstößen stark genug sind. Aller⸗ ligs hat der französische Generalissimus sein Mißgeschick selbst tausgefordert; denn letzten Endes fallen die Tage von Soissons uhr auf seine eigenen verfehlten Maßnahmen als auf die Irr⸗ üer seines Untergebenen, des Armeeführers Maunoury. Das Stem bald hier, bald da kleine Vorstöße zu machen, um einige beter Raumgewinn zu kämpfen, einige feindliche Schützengräben zerstören dem Feinde ein strittiges Gehöft abzunehmen, kann uchl gelegentlich zu geringfügigen örtlichen Erfolgen führen: es ß aber notgedrungen Rückschläge bringen, sobald der Geg⸗ ie ihm eine tatkräftige entschlossene gut vorbereitete und rasch wackende Abwehr entgegensetzt. Muß schließlich deshalb miß⸗ cken weil ihm überall die nachhaltige Kraft und die Ausdehnung fllt, die den Gegner auf langer Front gleichzeitig anpackt und han der rechtzeitigen Heranführung von Verstärkungen hindert. des Verfahren Joffres sollte schließlich sein Land nur darüber mwegtäuschen, daß er selbst seine Streitkräfte nicht für uürk und tüchtig genug erachtet, im allgemeinen Anstur m en Gegner zu werfen oder seine Linie zu durchbrechen. n hält die fiebernde Erwartung seines Landes mit diesen kleinen Affechten in Atem, zufrieden ihr Tag für Tag ein Stückchen Zucker⸗ gut vorwersen zu können. Und so ist er diesmal hineinge⸗ selllen. Die Deutschen begegneten seinen Nadelstichen, die in e. Gegend von Soissons aus allgemeinen strategischen und ört⸗ hen Gründen besonders lästig empfunden wurden, mit einem nahlgegliederten Gegenstoß. Entgegen Joffres Ausreden, hat gan nach den deutschen und auch französischen Berichten den Ein⸗ nick, daß die allgemeine Zahlenüberlegenheit auf den 12 bis 5 Kilometer breiten Gefechtsfelde nicht einmal auf unserer Seite ewesen ist, wohl aber an den Punkten, wo unser Stoß die Ent⸗ eidung suchte. Das Kennzeichen jeder gut angesetzten Offensive! dährend die Franzosen auf der Hochebene nördlich Soissons lang⸗ min Richtung auf Laon Raum zu gewinnen suchten, sind sie un ganz hinuntergeworfen worden und auf das südliche Ufer der sisne beschränkt. An anderen Stellen, östlich wie westlich, be⸗ n sie sich bekanntlich gegenwärtig teils noch auf den Hängen, auf der Hochebene selbst. Ob der Sieg von Soissons auch auf ihre Verteidigungsstellungen nördlich des Flußlaufes eine Wirkung ausüben wird muß abgewartet werden.. wenn sie das Nordufer des Flusses überall geben müßten, darf man die Bedeutung unseres Erfolges nicht slerschätzen. Unsere Stellung gegenüber Soissons ist un⸗ weifelhaft günstiger geworden; aber die französische Verteidi⸗ igslinie im großen ist weder bedroht noch erschüttert: sie muß slmehr immer noch als sehr stark gelten. Die erheblichen icterlellen Verluste, die die Franzosen in den letzten vier Wochen kitten haben, werden natürlich schwer ins Gewicht fallen: doch zird man annehmen müssen daß auch sie, durch Ersatz und durch allische Verstärkungen noch gedeckt werden können. Das Ein⸗ rlifen der großenneuen Armeen Joffres und Kitcheners, an eren sich die Hoffnungen der Franzosen empor ranken, wird man lerdings je länger je mehr, mit einem Fragezeichen versehen dür 75 Das Hauptergebnis des Sieges bei Soissons bleibt aber der kcralische Eindruck auf die Herzen des französischen Volkes. n ist dessen Stimmung zurzeit recht gedrückt, und das bis⸗ unbedingte Vertrauen auf Joffre beginnt zu schwanken. Schon 1 5 sie nicht mehr an einen Sieg durch die Gewalt ihrer giffen sondern sie setzen ihre ganze Hoffnung auf den Hunger uh die wirtschaftliche Not, die uns allmählich bezwingen sollen. Aus dem Bericht über den polnischen Feldzug glaube ich Leonders die Angaben über die Stärke des russischen Heeres her⸗ borheben zu sollen. Auf 45 Armeekorps mit zahlreichen Reserve⸗

uche Aber selbst dann.

zu den intereffantesten des gegenwärtigen Krieges, sondern

orwärts in Ost un

Divistonen beziffert es unser Generalstab. mit alsund lesen zu sollen. 45 Armeekorps mit allem Drum und Dran an Reiter⸗Divisionen, schwerer Artillerie technischen Truppen und Troß bedeuten eine Stärke von Millionen Men⸗ schen.Zahlreiche Reserve⸗Divistonen ergeben mindestens noch % Million, vielleicht mehr. Man wird das ganze Feldheer Ruß⸗ lands gegen Ostpreußen, in Polen und Galizien daher auf 2% bis 29% Millionen Köpfe berechnen dürfen. Das ist auch für die heuti⸗ gen Zeiten eine bedeutende Macht: sie läßt begreifen warum unsere Bundesgenossen so schwer in Galizien haben ringen müssen und warum auch unserem stürmischen Vorgehen ein so verzweifelter Widerstand entgegengesetzt werden kann. Im Verhältnis aber zu der Bevölkerung des weiten Reiches ist es eigentlich nur eine mäßige Leistung, die von unserer eigenen Kraftanstrengung bei weitem überboten wird. Dabei muß man bedenken, daß sie ihre Streitmassen auch aus den entferntesten Grenzgegenden herange⸗ zogen haben. Von jenseits des Baikalsees her und vielleicht von den Gestaden des stillen Ozeans. Auch im Kaukasus haben sie offenbar nur das notwendigste zum Schutze des Landes gegen die Türken zurückgelassen. Es ist daher nicht erstaunlich daß sie neben den schon im Frieden vorhandenen Armeekorps noch neue bilden konnten. Wenn sie uns durch ihre Masse nicht einfach erdrücken konnten, wie Franzosen und Engländer bis Ansang Dezember ver⸗ gangenen Jahres fest erwartet haben, so ist das kein gutes Zeichen für die innere Kraft des Reiches, für Ausbildung und Geist ihrer Truppen. Aber eine erfreuliche Vorbedeutung für uns; auch diesmal wieder wird der tote Stoff durch die sittliche und geistige Ueberlegenheit unseres Volkes überwunden werden.

Fast scheint es übrigens, als sei die russische Schlachtreiße westlich und südlich der Weichsel bereits erschüttert, wenn es sich nämlich als wahr erweist, daß ihre Massen in Galizien rückgängige Bewegungen angetreten haben oder doch im Begriff sind, sie anzu⸗ tveten. 1 5 5 5 Alles. in allem darf man wohl als Ergebnis des Feldzuges in ber ersten Januarhälfte feststellen, daß unsere milttärische Lage in Ost und West sich als eine weit stärkere erwiesen hat, als unsere Gegner irgendwie annahmen. Die Enttäuschung ist bei ihnen allen daher recht groß.

Der Luftkrieg gegen England.

Eine ernste militärische Angelegenheit wie der erste Luft⸗ angriff auf England wird von einem Teil der Presse in einer sensationellen Art behandelt, die den deutschen Interessen kaum entspricht. Aus den amtlichen Meldungen geht deutlich hervor, daß ein Angriff aufeinige be⸗ festigte Plätze beabsichtigt war. Unterwegs wurden die Luftschiffe beschossen und warfen zur Erwiderung bei Nacht und nebligem Wetter Bomben ab, durch die auch Privateigentum zerstört und Nichtkom⸗ battanten getötet oder verwundet wurden. Die wirkliche Bedeutung des Angriffs liegt aber in dem Versuch, militärische Einrichtungen des Gegners zu zerstören und erst wenn der Umfang dieser Zerstörungen festgestellt ist, wird sich beurteilen lassen, welchen Erfolg der Angriff erzielt hat. Nach der Höhe des angerichteten Sachschadens und der Zahl der getöteten oder verwundeten Privatpersonen läßt sich aber der Erfolg nicht abschätzen. Man wird viel⸗ mehr in diefen Schäden eine Be gleiters cheinung des Angriffs erblicken müssen, die von menschlichem Standpunkt aus zu bedauern ist und nur bedingt dazu beitragen kann. die Ziele der Kriegführung zu erreichen. 5 0

Von englischer Seite wird der Vorgang so dargestellt, als ob die Vernichtung von Privateigentum und friedlicher Menschenleben der eigentliche Zweck der deutschen Luft⸗ expedition gewesen wäre. Auf diese Weise will man zweierlei erreichen: man will die Deutschen als Bar bar en hinstellen, die sinnlose und völker rechtswidrige Ver⸗ wüstungen anrichten und man will dem englischen Volke das Gefühl einer allgemeinen und unmittelbaren Be⸗ drohung beibringen, was in einem Lande ohne allgemeine Wehrpflicht nicht ohne Bedeutung ist. In diesem Sinne wurde auch die Beschießung von Scarborough und Hartlepool aus- gebeutet und nachher konnte die englische Presse stolz be⸗ richten, daß diese Affäre der englischen Armee hundert⸗ tausend neue Freiwillige eingetragen habe.

Schon aus diesen Gründen, von völkerrechtlichen und allgemein menschlichen ganz abgesehen, wäre es völlig ver⸗ kehrt, in den Begleiterscheinungen der deutschen Luftexpedition die Hauptsache zu erblicken und über die Zahl der nicht militärischen Opfer des Angriffs Gen ugtu ung zu äußern. Aus den deutschen amtlichen Berichten geht klar genug hervor, daß nicht die Absicht besteht, solche Gefühle der Genugtuung zu provozieren. Durch die Expedition sollte allerdings den Engländern gezeigt werden, daß sie in ihrem Lande nicht mehr un angreifbar sind, aber der Angriff sollte nur den militärischen Einrichtungen gelten. Ein Versuch, die Engländer durch massenhafte Ver⸗ nichtung von Privateigentum und durch Dezimierung der nicht Waffen tragenden Bevölkerung von der Luft her zum

Ich glaube dieses

Frieden zu zwingen, war nicht beabsichtigt, er ist auch

weder völkerrechtlich zulässig, noch technisch ausführbar. Aller⸗ dings, wäre die Technik der Luftschiffahrt weiter entwickelt und beiden Parteien gleich zugänglich, dann wäre es äußerst fraglich, ob völkerrechtliche Bedenken für die Ausführung eines solchen Planes genug hohe Schranken böten, und der Krieg würde sich dann für alle beteiligten Völker noch weit grauenvoller gestalten, als er es heute schon ist.

Eine Unterredung mit dem Reichskanzler.

Der Berliner Vertreter der Associated Preß, Mister Conger, hat in Berlin eine Unterredung mit dem Reichskanzler v. Beth⸗ mann⸗Hollweg gehabt. Einen Bericht, der darüber in den Zeitun⸗ gen des Konzerns der Associated Preß in Amerika erschienen ist, entnehmen wir, daß der Reichskanzler sich über die Hilfsaktion, die von Amerika unternommen wird, um der notleidenden belgischen Zivilbevölkerung Nahrungsmittel zuzuführen, ferner über die Frage der Konterbande, über die Art und Weise, in der sich die deutsche Industrie dem Kriegszustand angepaßt hat, über die Gefühle Deutschlands seinen Feinden und Amerika gegenüber und über die Verantwortlichkeit für den Krieg, die er England zu⸗ schreibt, geäußert hat. Der Kanzler erklärte, daß Deutschland genug Kupfer, Oele, Gummi und ähnliche Hilfsmittel habe, obwohl Eng⸗ land den Ozeanhandel behindere, und daß es genug Mittel besitze, um den Krieg bis zum Ende durchzuhalten. Der Kanzler be⸗ dauerte, daß infolge der englischen und französischen Kabelzensur der deutsche Standpunkt in den Vereinigten Staaten nicht ebenso kräftig zur Geltung gebracht werden könne als der feindliche. Er bezeichnete dies als eine große Ungerechtigkeit. Sodann sagte der Kanzler, daß in der nächsten Zeit ausführliche Berichte über die ersten Schlachten veröffentlicht würden. Auf die Bemerkung des Besuchers, daß im Auslande über die Schlacht bei Tannenberg wenig bekannt geworden sei, fiel der Kanzler schnell ein:Eine der größten Schlachten der Weltgeschichte, eine d größten! Die größte, darf ich wohl sagen..

Ist es wahr, fragte der Besucher, daß Deutschland die Ver⸗ schiffung von Lebensmitteln für die Bevölkerung Belgiens ver⸗ hindert, und wie stellt sich Deutschland überhaupt zu dem ameri⸗ kanischen Hilfswerk für Belgien? Wir tun alles, sagte der Kanz⸗ ler, was in unseren Kräften steht, um die Hilfsaktion zu unter⸗ st ü tz en, und wir geben sogar von unseren eigenen Lebensmitteln dazu. Wir sind den Amerikanern für ihre Hilfsaktion dankbar, da wir mit den Belgiern in gewissen Sinne Mitleid empfinden. Was die Neutralität von Belgien betrifft, so habe ich mich darüber ausführlich im Reichstage geäußert. Sie haben die Dokumente ge⸗ lesen, die in der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung veröffentlicht worden sind und die beweisen, daß Belgien seine Neutralität selbst aufgegeben hat und daß England und Frankreich schon vor dem Kriege darin einig waren, die belgische Neutralität zu vergewaltigen.

Die Unterredung wandte sich sodann der Erörterung der Empfindungen Deutschlands gegenüber seinen Feinden zu. Der Kanzler erklärte, daß gegen die Franzosen nur wenig Haß bestehe. Im Gegenteil, die Mannschaften an der Front ständen geradezu auf freundschaftlichem Fuße mit den fran⸗ zösischen Soldaten, die ihnen gegenüber lägen. Wir Deutsche, sagte der Reichskanzler, pflegen den Haß nicht. Es ist keine deutsche Eigenschaft, zu hassen. Während der ganzen fünf Jahre meiner Kanzlerschaft habe ich beständig ein gutes Verhältnis zu Eng⸗ land herbeizuführen mich bemüht. Aber alles war vergebens und nicht etwa die Folge von Fehlern, die ich gemacht hätte. Der Reichskanzler bedauerte zum Schlusse, daß vielleicht auch einige Amerikaner bei einigen Gelegenheiten Unannehmlichkeiten durch Deutsche ausgesetzt gewesen seien. Das hätte vielleicht eine Ver⸗ stimmung hervorgerufen. Aber Krieg sei Krieg und bedauerliche Fehler würden immer wieder gelegentlich vorkommen. Die Ge⸗ fühle der deutschen Regierung und des deutschen Volkes gegen die Amerikaner seien freundschaftlich und die Amerikaner würden uns stets willkommene Gäste sein.

Enalisches Kanonenboot schwer beschädigt!

Konstantinopel, 21. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Das Haupt⸗ quartier meldet: Nach Erklärungen von Gefangenen, die während des gemeldeten Kaanpfes am Schattel Arab gemacht wurden, heißt das Kanonenboot, das sich unter unserem Feuer zurück⸗ ziehen mußte,Espiegle. Es wurde schwer beschädigt und sein Kommandant, Fawler, zwei Offiziere und 17 Mann der Bo⸗ satzung getötet.

Englands Versorgung mit Lebensmitteln.

London, 21. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Nach dem Zu⸗ sammentritt des Parlaments am 2. Februar wird die Ar- beiterpartei an die Regierung die dringende Auf⸗ forderung richten, schärfere Maßnahmen zur Verforgung der Bevölkerung mit ausreichen den Nahrungsmitteln zu vernünftigen Preisen zu treffen. Die Natur der vorzuschlagenden Abhilfe wird in einem Bericht dargelegt, der von dem Unterausschuß des nationalen Arbeiterkomitees vorbereitet und heute veröffent⸗ licht werden soll. Er wird der Regierung vorschlagen, alle vorhandenen Vorräte an inländischem Weizen zum Preise von 35 bis 40 Schilling für das Quarter aufzukaufen, ihn: zu Marktpreisen zu verkaufen, bei Erzielung eines Gewinnes dem Produzenten eine Prämie von 5 Prozent zu gewähren und den Rest dem Schatzamte zu übergeben.

Me

Die deutschen Gefannenen auf Gibraltar.

Berlin, 21. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Die Nordd. Allg. Air. schreibt: Auf Vermittelung einer neutralen Macht her das eng liger

.