Franzosen
fähig. Von den 1911 Behandelten Waren es noch 66 Prozent und von den 1912 Behandelten noch 83 Prozent. Auch die Dauererfolge haben sich im Laufe der Jahre gebessert. Es ist anzunehmen, daß mit der zunehmenden Behandlung der Krankheit gleich im Anfangsstadium schließlich wenigstens zwei Drittel aller behandelten Schwindsüchtigen definitiv ge⸗— heilt werden. Damit würden sich aber die Aufwendungen der Kassen auch vom rein rechnerischen Standpunkt aus recht⸗ fertigen, da ohne diese Kuren die Kranken und mit ihnen ihre Familien unter Umständen der Kasse jahrelang zur Last fallen. Bei den Lupuskranken wurde für 88 Prozent, bei den übrigen Kranken für 91 Prozent ein Anfangserfolg
erzielt.
Tahesberichte des Hroßen Hauptguartiers
Im Westen Einzelerfolge. Lage im Osten unverändert. W. B. Großes Hauptquartier, 9. Jan. vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz:
Die ungünstige Witterung— zeitweise wolkenbruch— artige Regen mit Gewitter— hielt auch gestern an. Die Lys trat an einzelnen Stellen über ihre Ufer.
Mehrere feindliche Angriffe nordöstlich Svoissons wurden unter erheblichen Verlusten für die Franzosen zurück⸗ geschlagen.
Ein französischer Angriff bei Perthes, nördlich des Lagers von Chalons, wurde unter schweren Verlusten für den Feind abgewiesen.
Im Ostteile der Argonnen machten unsere Truppen einen erfolgreichen Sturmangriff, nahmen 1200 Franzosen gefangen und erbeuteten einige Minenwerfer und einen Bronzemörser. Schlesische Jäger, ein lothringisches Batzillon und hessische Landwehr zeichnete sich hier aus.
Ein vorgeschobener, von uns nicht besetzter Graben bei Flirey wurde in dem Augenblicke gesprengt, in dem die von ihm Besitz genommen hatten. Die ganze französische Besatzung wurde vernichtet.
Oestlich und südlich Sennheim änderte sich nichts. Die Franzosen wurden aus Ober-Burnhaupft von den vorgelagerten Gräben in ihre Stellungen zurückgeworfen und ließen über 190 Gefangene in unseren Händen.
Oestlicher Kriegsschauplatz:
Die Lage im Osten ist bei anhaltend schlechtem Wetter unverändert.
Unsere Beute vom 7. Januar hat sich auf 2000 Ge⸗ fangene und 7 Maschinengewehre erhöht.
* W. B. Großes Hauptquartier, 10. Jan., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz:
5 Das schlechte Wetter hielt auch gestern an. Die Lys ist an einzelnen Stellen bis zur Breite von 80 Meter über die Ufer getreten. Feindliche Versuche, uns aus unserer Stellung in den Dünen bei Nieuport zurückzudrängen, schlugen fehl. 5
Nordöstlich Soissons wiederholten die Franzosen ihre Angriffe, die gestern sämtlich unter großen Verlusten für sie abgewiesen wurden. Ueber 100 Gefangene blieben in unserer Hand. Die Kämpfe dortselbst sind heute wieder im Gange.
Westlich und östlich Perthes(nordöstlich des Lagers von Chalons) griffen die Franzosen erneut heftig an. Die Augriffe brachen unter sehr schweren Verlusten für die Franzosen zusammen. Wir machten etwa 150 Gefangene.
In den Argon nen gewannen wir weiter Gelände. Hier wie in der Gegend von Apremont, nördlich Toul, dauern die Kämpfe noch an.
Am 8. Januar abends versuchten die Franzosen erneut das Dorf Ober Burnhaupt im Nachtangriff zu nehmen. Der Angriff scheiterte gänzlich. Unsere Truppen machten weitere 230 Franzosen zu Gefangenen und erbeuteten ein Maschinengewehr, sodaß sich die Beute von Ober-Burn⸗ haupt auf zwei Offiziere, 420 Mann und ein Maschinengewehr
erhöht. Die Franzosen hatten auch hier scheinbar schwere Verluste. Eine große Menge an Toten und Verwundeten
liegen vor der Front und in den angrenzenden Wäldern.
Gestern fanden nur kleine Gefechte im Ober-Elsaß statt. Gegen Mitternacht wiesen unsere Truppen bei Nieder— Asbach einen französischen Angriff ab.
Oestlicher Kriegsschauplatz:
Die Witterung hat sich noch nicht geändert. Auf der ganzen Front blieb die Lage unverändert. Kleinere russische Vorstöße südlich Mlawa wurden abgewiesen.
Oberste Heersleitung. Russischer Bericht.
Kopenhagen, 10. Jan.(T. U.) In dem letzten des russischen Generalstabes heißt es:
Auf dem linken Ufer der Weichsel nehmen die Kämpfe auf der Linie von Sucha bis zum Gutshofe Moghely einen immer hart⸗ näckigeren Charakter um. Die Deutschen greifen an verschiedenen Punkten unsere Stellung trotz der ernstlichen Verluste, die sie er⸗ leiden, hartnäckig an. An verschiedenen Stellen gelaug es dem Feinde, sich vorübergehend einiger unserer vorgeschobenen Lauf⸗ gräben zu bemächtigen.
Die Kriegslage. Oesterreichische Stimmen.
Die Wochenrückblicke auf die Kriegslage konstatieren das Scheitern aller Offensivversuche der Franzosen und Russen und durch die Witterung zwar gehemmte, aber doch unauf⸗ haltsame Fortschritte der deutschen Offensive gegen Warschau, wo die Entscheidung für den ganzen östlichen Kriegsschauplatz fallen müsse. Streffleurs Militärblatt berichtet von einer Ermattung der Russen in der Gegend von Dukla und Schwierigkeiten des Nachschubs westlich von Przemysl.
Ein Schweizer Urteil.
Der Berner Bund schreibt zur Kriegslage: Nach und mach sind vier Trotzstellen an der deutschen Front sichtbar ge— worden: Lombardtzyde Ypern, Lens Albert, Perthes— Jemesnil und Flirey—Cirey, aber stärker als die Kämpfe
Commumique
an diesen Punkten, wo ein Durchbruch geplant oder gewisser⸗ maßen vorerokiert schien, spielt sich der erzentrische Kampf um Steinbach ab, der vermehrte Aufmerksamkeit fordert.
Zu dem Vorstoß der Deutschen am Sucha⸗Abschnitt schreibt das Blatt, daß dieser Kampf die Entscheidung der Schlacht vorbereite. Jeder Streifen, welcher hier von den Russen abgeschält werde, entblöße und schwäche ihren rechten Flügel und mache das dahinter liegende Warschau sichtbarer und verwundbarer. Der Bund hält daher die strategische Lage der Deutschen und Oesterreicher im Osten für gesund und vielversprechend, die der Russen für weniger günstig, ohne daß schon eine Entscheidung nach irgendeiner Seite ge⸗ fallen wäre.
Der Abnützungskrieg.
In einem Artikel über die Entwicklung des Krieges schreibt der Temps: Der Krieg hat einen Charakter ange⸗ nommen, den man nicht erwartet habe. Man müsse jetzt mit einem Abnützungskriege rechnen und deshalb die gefährliche Ungeduld vermeiden. Deutschland könne trotz großer Menschenverluste noch viele Reserven aufstellen. Die Ver⸗ bündeten könnten den Sieg nur um den Preis härtester Opfer erringen. Deutschland sei noch nicht am Ende. Die großen Schwierigkeiten würden im Frühjahr beginnen, namentlich wenn die Neutralen hart blieben. Der Krieg, den Frankreich augenblicklich führe, sei eine harte Prüfung. Die Ungeduld wünsche eine Beschleunigung der Operationen, aber es sei Geduld nötig.
Oesterreichisch⸗ungarische Tagesberichte.
Wien, 9. Zaun.(W. B.) Amtlich wird verlautbart: 9. Jan., mittags. In Westgalizien, wo sich die Gegner zumeist bis auf die nächsten Distanzen gegenüberstehen, wurde gestern ein Nacht ⸗ angriff des Feindes auf den Höhen nordöstlich Zak⸗ liezyn abgewiesen.
Nördlich der Weichsel dauert der Geschützkampf an. Die Kirche einer größeren Ortschaft in Russisch⸗Polen mußte gestern in Brand geschossen werden, da die Russen auf dem Kirchturme Ma⸗ schinengewehre eingestellt hatten.
In der südlichen Bukowina und in den Karpathen nur Plänkeleien
Wien, 10. Jan.(W. B.) Amtlich wird verlautbart: 10. Januar: Die allgemeine Lage hat sich nicht geän⸗ dert. Südlich der Weichsel beschossen die Russen gestern unsere Stellungen ohne jeden Erfolg; sie richteten ihr Feuer namentlich gegen eine von uns besetzte Höhe nordöstlich von Zaklicezyn. Nördlich der Weichsel stellenweise heftiger Geschütztampf Ein Ver⸗ such des Gegners, mit schwächeren Kräften die Nida zu passieren, mißlang.
In den Karpathen herrscht Ruhe. Zwei Aufklärungs⸗ detachements des Feindes, die sich in der Bukowina zu nahe an unsere Vorpostenlinien heranwagten, wurden durch Artillerie- und Maschinengewehrfeuer zersprengt.
Am südlichen Kriegsschauplatz kurzer Geschützkampf bei den östlich Trebinje bis an die Grenze vorgeschobenen eige⸗ nen Stellungen.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant.,
Der Krieg im Orient. Türkische Erfolge. Konstantinopel, 10. Jan.(Ctr. Frkft.)
Nach zuver⸗
schon vor einiger Zeit das Stadtgebiet von Täbris verlassen hatten, jetzt auch dessen Umgebung und zogen sich mit ihren Besatzungsabteilungen nach Dschulfa zurück. Die Russen ver⸗ sammeln dort größere Streitkräfte, um den Uebergang über den Araxes zu verteidigen. Die Preisgabe der Interessen⸗ zone in Nordpersien vollzieht sich für Rußland unter ehernem Zwange: Auf der einen Seite rückt die türkische Armee siegreich vor, auf der anderen Seite haben sich die Schach se—
wennen, der mächtigste Kriegerstamm Persiens, jetzt ein⸗
mütig gegen die russischen Bedrücker erhoben und machen gemeinsame Sache mit den Türken.
Deutscher Sieg in Ostafrika.
Aus den Mitteilungen des Reichskolonialamts ist schon bekant geworden, daß die Engländer in Deutsch-Ostafrika eine empfindliche Schlappe erlitten haben. Nun wird der Morgenpost ein Bericht zur Verfügung gestellt, dem folgende interessante Einzelheiten zu entnehmen sind: Die Kämpfe in unseren Kolonien sind fast durchweg siegreich für uns ver— laufen. Der größte Sieg wurde in Tanga erfochten. Dort landeten die Engländer und Inder in einer Stärke von 8000 Mann. Die Deutschen, höchstwahrscheinlich nur 2000 Mann stark, lockten sie in eine Falle und brachten ihnen am ersten Tage einen Verlust von 600 Mann an Toten und Verwundeten bei. Am nächsten Tage erhielten sie Verstärkungen und schlugen die Engländer vollständig. Diese verloren insge— samt 3000 Maun und flüchteten auf ihre Transportschiffe zurück. Unsere Verluste waren verhältnismäßig gering.
Kämpfe in Kamerun.
Der Gouverneur von Westafrika telegraphiert: Die Deut⸗ schen haben mit starten Kräften Edeg in Kamerun heftig ange⸗ griffen. Sie wurden mit beträchtlichen Verlusten zurückgeschlagen. 10 Europäer und 34 eingeborene Schützen wurden auf dom Felde gefunden. Wir haben ein Mnuschinengewehr und 50 Gewehre er⸗ beutet. Unsere Verluste sind ganz gering.
Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen.
Verlag von Krumm& Cie., Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M.
Wochen marktpreise in Gießen
am 9. Januar 1915
Butter per Pfd. 1.05—1.20 Mk.] Schweinefleisch ver Pfd. 80—96 Pfg. Milch Liter 22 Pfg.] Hammelfleisch per Pfd. 70—90 Pfg. Hühnereier Stück 12—13 Pfg Kartoffeln p. Malter 7.00 Mk. Gänseeier Stück— Pfg.] Kartoffeln Pfd. 4 Pfg. Käse Stiick 6—8 Pfg. Zwiebeln per Pfund 12—15 Pfg. Käsematte 2 Stück 5—6 Pfg.] Blumenkohl per Stck. 15—30 Pfg Tauben ver Paar 0.80— 1.20 Mk Kohlrabi Stck. 5— 10 Pfg. Hühner per Stück 1.20—1.80 Mk.] Weißkraut p. Haupt 8—12 Pfg. Hähne ver Stück 1.50—2.50 Mk.] Rotkraut p. Haupt 15—25 Pfg. Gänse ver Pfund 0.80—0.90 Pfg.] Wirsing vp. Haupt 10—20 Pfg. Ochsenfleisch per Pfd. 0.86—0.94 Mk.] Aepfel ver Pfund 12— 20 Pfg. Kalbfleisch per Pfd. 70—80 Pfg.] Birnen Pfund 10 15 Pfg. Kuh⸗ u. Rindfl. per Pfd. 80—84 Pfg.] Nüsse 100 Stück 40—50 Pfg
Verstorbene. Georg Schultheis in Gießen, 82 Jahre alt. — Wilh. Weitzel, Lehrer in Lollar, 50 Jahre alt.— Balthasar Mootz 2. in Großen-Buseck, 72 Jahre alt.— Eduard Nix, Korb⸗ machermeister in Alsfeld, 66 Jahre alt.— Marja Zinn, gab. Dörr, in Eifa b. Alsfeld, 73 Inhre alt.— Anna Margaretha Steuernagel, geb. Heddrich, in Rainrod b. Alsfeld, 37 Jahre alt
a 85 2 Vergebung von Sielbauarbeit Die Sielbau arbeiten für die Herstellung der 0 zwischen Kaiser⸗Allce, Licherstraße und Alter Steinbacherweg sollen Montag, den 18. Januar dieses Jahres, vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Die Bedingungsunterlagen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote nuf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum ve N Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, an uns einzureichen.— Zuschlagsfrist 5 Wochen.. Gießen, den 8. Januar 1915. t Städtisches Tiefbauamt.
Braubach.
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