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den Zusammenkünften i 0 a . N ten im Börsengebäude nicht gan 95 kolportiert und im Publikum 10 0 N ande verbreitet worden sein. der 15 Zu⸗ wir
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8 künfte im Börsengebäude zu befürchten steht.“
Der reguläre Börsenverkehr ist seit Kriegsaus. schlossen. Seit Monaten hat sich 1 5 0 ee Geschaft im sogenannten freien Verkehr entwickelt, das 86 reits zu ansehnlichen Kurssteigerungen für bestimmte Werte geführt hat. In engem Zusammenhang mit dieser' Neu. belebung der spekulativen Tätigkeit hat aber auch die Ge⸗ rüchtefabrikation wieder einen Umfang angenommen, der
jetzt zum Eingreifen der Polizei geführt hat. Kürzlich wurde
übrigens festgestellt, daß die Börsianer von einem käuflichen Pressevertreter auch regelmäßige Berichte aus den Reichs. tags⸗Pressekonferenzen erhalten.. Die Beschäftigung der Kriegsgefangenen. Vn der ersten Zeit des Krieges war vielfach davon die Rede, durch die Kriegsgefangenen große Strecken Oedlandes kultivieren zu lassen. Diese Absicht scheint aufgegeben zu sein, weil die Ueberwachung der zu solchen Arbeiten verwen— deten Gefangenen auf ganz erhebliche Schwierigkeiten stößt. Trotzdem wird man darauf bedacht sein müssen, für die Ge⸗ sangenen Beschäftigung zu finden und es wird vielleicht doch nichts weiter übrig bleiben, als zu dem erstgehegten Plan zurückzukehren. Der größte Teil der Gefangenen würde es sicher mit Freuden begrüßen, in der Arbeit eine willkommene Ablenkung zu finden. In der Tat leiden die Gefangenen am allermeisten unter der erzwungenen Nicht⸗— tätigkeit. Die Schwierigkeiten der Ueberwachung sind gewiß groß, aber doch nicht so groß, als daß sie nicht überwunden
werden könnten.
Zwangsverwaltung für russische unternehmungen in Deutschland.
Wie die Tägl. Rundschau erfährt, ist schon in den nächsten Tagen eine Verfügung zu erwarten, durch die auch die russischen Unternehmungen im Deutschen Reiche unter Zwangsverwaltung gestellt werden. Die Zahl der russischen Unternehmungen in Deutschland ist nicht groß, und man hätte vielleicht von einer der⸗ artigen Maßregel gegen sie abgesehen, wenn nicht das Vorgehen Rußlands gegen das Privateigentum der in Rußland ansässigen Deutschen, besonders gegen deren Grundbesitz, so gehässig wäre, daß sich eine Vergeltungsmaßregel als angebracht erwies.
Schlechtes Wetter in West und Ost.
Von der belgischen Grenze meldet die Vossische Zei⸗ tung nach der Times: Fortwährende Schnee- und Regen⸗ fälle haben den Kampf zwischen den Schützengräben seit einigen Tagen so gut wie unmöglich gemacht. Auf beiden Seiten mußte man sich darauf beschränken, die Lauf⸗ gräben wasserdicht zu halten. Nur die Artillerie blieb den ganzen Tag über bei der Arbeit.
Von der galizischen Front heißt es in einem Draht⸗ bericht des Kriegsberichterstatters der Vossischen Zeitung: In Südpolen, Galizien und in den Karpathen läßt das gegenwärtige schlechte Nebel⸗ und Regenwe tter Ope⸗ rationen nicht zu. Vor Przemysl herrscht völlige Ruhe.
Kriegsarenel in Polen. 7 Amsterdam, 8. Jan.(T. U.) Wie aus Petersburg berichtet Wird, hat das Dumamitglied Ognerew die ganze Gegend in Polen zwischen Lodz und Warschau besucht und darüber einen Be⸗ richt veröffentlicht. Danach ist beinahe ganz Polen verwüstet. Was durch die Flammen nicht zerstört wurde, ist der Plünderung zum Opfer gefallen. Kein Dorf ist ohne Schaden davongekommen. Die russische Regierung hat deshalb strenge Maßnahmen gegen die Plünderer ergriffen. Sieben, die bei Cziernewize ein Schloß aus⸗ raubten, wurden stehenden Fußes erschossen. Cziernewize ist nur noch eine Ruine. Deutsche Flugzeuge bombardierten Warschau, das an drei Stellen Feuer fing. Alle Schlösser in Westpolen sind geplündert und viele Bauernhöfe in Trümmerhaufen verwandelt. Alle Vorräte wurden weggeschleppt. Die Felder sind auf Hunderte
von Meilen von Laufgräben durchschnitten. Gauze Wälder sind abgeholzt worden. um die Verschanzungen zu verstärken. Es wer⸗
den Brücken gebaut, um die Verbindungen wiederherzustellen und damit die Kanonen transportiert werden können.
Meuterei in der Schwarzen Meer⸗Flotte.
Mailand, 8. Jan.(T. U.) Die Sera meldet über die revo⸗ lutionäre Bewegung in der Schwarzen Meer⸗Flotte noch folgendes: Bereits Rgitte Dezember wurden im Hafen von e⸗ bastopol vier russische Schiffe entwaffnet. Die Ursache war nicht in Erfahrung zu bringen. 10 Tage darauf verurteilte das Marinekriegsgericht in Sebastopol 12 Leute wegen Meuterei z u m Tode. 65 andere Matrosen und 12 Offiziere erhielten bisher noch unbekannte Strafen. Soweit die Todesstrafe in Be⸗ tracht kommt, wurde ihre Vollstreckung bereits amtlich be⸗ kannt gegeben.
Der Krieg im Orient. Neue türkische Erfolge.
Konstantinopel, 8. Jan. Die Operationen der Türken in dem Gebiete des Urmia⸗Sees schreiten weiter günstig fort. Im Weslen des Sees drangen die Türken gegen Salmas vor. Oestlich des Sees bedrohen die türkischen Truppen, die sich, wie gemeldet, in der Nähe von Sausschbulag des Ortes Mejanduab bemächtigt haben, die Straße nach Täbris. Die Rückzugslinie der Russen von Mejanduab nach Täbris wird auch dadurch beunruhigt, daß die Türken sich der Fahrzeuge auf dem Urmia⸗See bemächtigt haben und so auch Herren der Ostseite des Sees sind, wo die Straße nach Täbris ziem⸗ liche nahe vorüber führt. 5 1
Die in der Provinz Aserbeidschan operierenden türki⸗ schen Truppen haben durch die Einnahme von Midan Duabi einen großen Erfolg über die Russen davonge⸗ tragen. Viele hundert Kosaken wurden in den Urmige es getrieben. Mehrere Kanonen und 8 Maschinengewehrt wurden erbeutet.
Chinesisch⸗japanische Differenzen. 1 l
Kopenhagen, 8. Jan.(J U.) Einer Nachricht der Petersburger Nowoje Wremja zufolge sind zwischen der chinesischen und japanischen Regierung Meinung ver- schiedenheiten entstanden, weil China die Besetzung von Tsingtau nachträglich von der Zustimmung des chinesischen Parlaments abhängig machen wolle: Auch lehne es China ab, die deutschen Bahnkonzessionen in China für nichtig zu erklären.
Amerikanische Schisssankäufe. Rotterdam, 8. Jan.(TU.) Der im Senat eingebrachte Antrag auf Ankauf deutscher Schiffe, die in ameri⸗ kanischen Häfen liegen, ermächtigt die Regierung der Ver⸗ einigten Staaten, für den Ankauf und den Bau von See— schiffen 120 Millionen Mark aufzuwenden.
Feuer in der New Yorker Unter rundbahn.
Der Daily Telegraph meldet aus Newyork: In der Untec⸗ grundbahn unter dem Broadway brach morgens, als der stärkste Verkehr zur Geschäftsstadt stattfand, infolge von Kurzschluß Feuer aus. Plötzlich wurde ein Knall gehört; alle Züge hielten in der von dichtem Rauch erfüllten Dunkelheit an. In den überfüllten Zügen, auch fern von der Unfallstelle, brach eine fürchterliche Panik aus, weil die Passagiere fürchteten, sich nicht retten zu können. Schließlich wurden die Kamine, die die Straßen mit dem Untergrund⸗Tunnel verbinden, geöffnet, Feuerwehrleute stiegen ein und holten bisher 20 Tote und 300 durch Einatmen von Rauch Ohnmächtige heraus. Das Feuer ist gelöscht, aber es sind noch nicht alle Passagiere herausgeholt.
W. T. B. telegraphiert: Bei dem Newyorker Untergrundbahn⸗ Unglück wurde 1 Person getötet, 700 wurden bewußtlos. 500 Züge mit zusammen 300 000 Fahrgästen waren auf der Untergrundbahn zurzeit des Unglücks unterwegs: sie blieben sämtlich in den voll⸗ ständig verfinsterten Tunnels stehen. Die Panik war die größte seit Bestehen der Untergrundbahn.
Parteinachrichten.
Keine Ausnahmebehandlung der Sozialdemokratie unter dem 5„Burgfrieden“. Das Hamburger Echo teilt in einer Erklärung mit, daß die
Hamburger Polizeibehörde mit dem Verbot der sozlaldemokratischen Vezirksversammlungen keine ungleichmäßige Behandlung der zarteien beabsichtigt habe. Das Verbot sei aus einer irrtümlichen Auffassung des Stellvertretenden Generalkommandos ergangen. Es seien Verhandlungen im Gange, die die künftige Wiederzu⸗ lassung der Bezirksversammlungen erhoffen lassen. In dieser Er⸗ wartung nimmt das Echo seine gegen die Polizeibehörde erhobenen Vorwürfe zurück. Parlaments⸗Jubilare.
Am 20. Februar 1915 blicken einige Mitglieder des Reichs tags auf eine ununterbrochene 25jährige parlamentarische Tätig⸗ keit zurück. Es sind das die Abgg. Stadthagen, Geyer, Stolle und Vollmar ferner Dr. Pachnicke CFortschr. Volksp.), die früheren Demokraten Haußmann und v. Payer, Graf Carmer(Kons.) und Werner⸗ Hersfeld(Antis.)— Genosse Vollmar und Stolle gehörten beide dem Reichstage aber bereits von 1881-1887, Genosse Geyer von 1886-1887 an. Bei 85 Faschingswahlen von 1887 unterlagen sie dem Ansturm der
egner.
Telegramme.
Uaoberict des Grofen Haupthnttrr.
Teilerfolge in West und Ost.
W. B. Großes Hauptquartier, 8. Jan. vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz:
Der andauernde Regen sumpfte das Gelände in Flan⸗ dern mehr und mehr an, sodaß die Operationen arg be⸗ hindert werden.
Oestlich Reims versuchten die Franzosen heute nacht uns einen Vorgraben zu entreißen. Durch einen sofort an⸗ gesetzten Gegenangriff wurden sie in ihre Stellung zurück⸗ geworfen und verloren 50 Gefangene an uns.
In der Mitte von dem Ostteile der Argon nen mach ten unsere Truppen wieder Fortschritte.
Ein nächtlicher französischer Angriff gegen unsere Stel⸗ lung am Buchenkopf südlich Diedolshausen (Vogesen) wurde abgewiesen. Wiederholte Angriffe der Fran⸗ zosen auf die Höhe westlich Sennheim brachen in unserem Artilleriefeuer zusammen. Wir machten 2 Offiziere und 100 Mann zu Gefangenen. Um den Ort Ober⸗ Burnhaupt südlich Sennheim wird zur Zeit noch gekämpft.
Oestlicher Kriegsschauplatz:
Auch im Osten herrschte ungünstige Witterung.
An der ostpreußischen Grenze und im nörd⸗ lichen Polen änderte sich nichts.
Oestlich der Rawka schritten unsere Angriffe fort. 1600 Russen wurden gefangen genommen und 5 Maschinen⸗ gewehre von uns erbeutet.
Auf dem öst lichen Pilica⸗Ufer fanden nur Artilleriekämpfe statt. Oberste Heeresleitung.
Joffres Absichten?
London, 8. Jan.(T. U.) Aus Boulogne berichtet die Daily News, daß die Franzosen in befestigten Lager von Chalons große Truppenmassen zusammen ziehen, um auf die deutsche Front zwischen Reims und Verdun einen erheblich slärkeren Druck als bisher auszuüben, durch die Zurück. werfung der Deutschen auf das rechte Aisneufer, möglicht bei Rethel. Hierdurch hofft General Joffre die Verbind⸗ ungslinie der Deutschen auf der Strecke Soissons-Compiegne⸗ Noyon ernstlich zu gefährden und die deutsche Heeresleitung auf dieser Strecke zur Zurücklegung ihrer Front veranlassen zu können.
489 730 Verwundete in 2% Monaten.
Nach einem Bericht des Chefs des französischen Sanitäts⸗ wesens an den Heeresausschuß der Kammer sind, wie wir der Münch, mediz. Wochenschrift entnehmen, in der Zeit vom 15. Sep⸗ tember bis 30. November 489730 Verwundete in französischen Lazaretten behandelt worden. Von diesen sind 54,5 Prozent an die Front zurückgegangen, 2.48 Prozent sind ge⸗ storben. Der Prozentsatz der Sterblichkeit sei der niedrigste, der in modernen Kriegen festgestellt worden ist.
Sechs neue englische Heere!
Das jetzt in Le Havre erscheinende belgische Blatt Ving tieme Siscle bemerkt zu der Ankündigung sechs neuer englischer Heere, es wäre ein schwerer Irr⸗ tum, anzunehmen, daß deren Eingreifen genüge, um die Partie für die Verbündeten zu gewinnen.
Unser Kampf in Polen.
Kristiania, 8. Jan.(TU.) Aus Petersburg wird ge— meldet, man wisse, daß Feldmarschall Hindenburg im nörd— lichen Polen eine große Anzahl schwerer Artil⸗ lerie zusammengezogen habe, welche für die Be ⸗ lagerung von Warschau benutzt werden soll.
Nu sischer Munitiousmangel.
Die Reichspost meldet vom nördlichen Kriegsschauplatz: Den Russen seien an manchen Stellen die Schrapnells ausgegangen, sodaß sie ausschließlich mit Granaten feuern. Die österreichisch⸗ ungarische schwere Artillerie hat sich verstärkt. Die Zahl der russischen Ueberläufer mehre sich auffallend.
1„ 22 0 7 De österreichish⸗ungarische Tagesbericht
Wien, 8. Jan.(W. B.) Amtlich wird verlantbart: 8. Januar 1915. Die allgemeine Lage ist unverändert; keine an⸗ dauernden Kämpfe. In den Ostbeskiden wurde ein über die Höhen östlich Czeremcha von starken russischen Kräften eingesetzter Vorstoß durch Gegenangrisse weit zurückgeschlagen. Hierbei wurben 400 Gefangene und drei Maschinengewehre ein⸗
ebracht. Auf dem südlichen Kriegsschauplatz scheiterte ein
Nachtangeiff auf unfere Vorpostenlinien bei Aotovgc vollkommen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Tie Kämpfe in den Karpathen.
Budapest, 7. Jan.(Ctr. FIrkft.) Vor dem Duklapaß ist die Situation unverändert. In den Reihen der Russen ist keine Bewegung bemerkbar. Es ist bisher nur zu unbe⸗ deutenden Zusammenstößen gekommen. Der Regen hält ununterbrochen an, die Schützengräben sind bereits voll mit Wasser. Unsere Truppen befinden sich in sehr vorteilhaften Stellungen. Im Unger Komitat hat sich die Situation wesentlich gebessert; die Eisenbahn verkehrt bis Nagyberezna. Unsere Truppen haben günstige Positionen im Ungtal, wäh⸗ rend die Russen im Lyntatal bei Malomret und Havaskoez stehen. Die Ortschaft Csontos wurde von den Russen auf⸗ gegeben, wobei unsere Truppen zahlreiche Gefangene machten.
Der Krieg im Orient. Türkische Erfolge.
Konstautinopel, 8. Jan.(W. E.) Amtlich wird ge⸗ meldet: Unsere in der Gegend von Aserbeidschan operieren⸗ den Truppen haben Kotur besetzt; der Feind hat auch diese Gegend verlassen und sich in der Richtung auf Salmas und
Choi zurückgezogen.— Unter den in den Kämpfen bei Mianduah Gefallenen befindet sich auch Groß für st Alexander Michailowitsch, der Generaladjutant
des Zaren, und der russische Konsul von Sautsch Bulak.
Konstantinopel, 8. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Der Vormarsch der türkischen Truppen im persischen Aserbeidschan wird als überaus bedeutsam betrachtet, denn die osmanische Armee wird auf diese Weise beständig durch tausende von kurdischen und persischen Freiwilligen verstärkt. Die Russen verloren bereits die wichtigsten Punkte des von ihnen besetzten Gebietes und zogen sich nach Merache(an der Straße nach Täbris) zurück.
Russischer Völkerrechtsbruch.
Der Große Generalstab teilt mit: Die russische Flotte beschoß entgegen dem internatianalen Recht heute die offene Stadt Sinope und beschädigte dabei zwei Häuser leicht. Verluste von Menschenleben sind nicht zu beklagen. Vier Barken sind gefunken. Hingegen be⸗ schossen kürkische Schiffe mit Erfolg krussische Truppen, die in und nördlich von Makriali an der rufsischen Küste sich besanden. Am 5. Januar machte ein englischer Kreuzer östlich von Mersina einen Lan- dungsversuch. Das Feuer unserer Küstenwachen zwang den Feind, sich zurückzuziehen. Er ließ vier Tote zurück.
Der Heilige Krieg. Konstantinopel, 8. Jan.(T. U.) Der persische Kurdenführer Omar Khan, der bisher auf russischer Seite kämpfte, ist mit 250 Mann zu den Türken übergegangen. An der ägyptischen Grenze haben sich indische Reiter der türkischen Armee angeschlossen. Sie erzählen, daß viele Reiter nur auf die Gelegenheit warten, ihnen zu folgen. Aus Bagdad wird gemeldet, daß 3000 Krieger mehrerer Stämme eingetroffen seien, um mit den Türken nach Bassorah zu fliehen. 5 Ru'si che Uebergriffe gegen S hweden. Dem Stockholmer Aftonbladet werden nach der Frankf. Zig. aus Luleo folgende bedenkliche Uebergriffe der Russen im Grenzort Karungi gemeldet, die die Befürch⸗ tungen, daß von russischer Seite dort die Einrichtung eines unerlaubten Transithandels versucht wird, be⸗ stärken. Die Meldang lautet: 8
„Obwohl die in Karungi vorhandenen Fuhrgelegenheiten für. den normalen Verkehr völlig ausreichen, hat die russisch⸗finnische Speditionsfirma Bostroem auf Vermittlung des von der Russenpartei beherrschten finnischen Senats hin 150 Zugpferde für den zu erwartenden großen Transitverkehr von der schwedi⸗ schen Seite über den zugefrorenen Fluß nach der neuen russischen Anschlußbahn neu eingestellt. Diese russische Maßnahme erweckt Argwohn. Außerdem hat sich in Karungi ein russisches Bureau mit zahlreichem Personal aufgetan, angeblich als Auskunftei für Flüchtlinge. Diese neueingerichtete russische Organisation scheint aber, so sagt das schwedische Telegramm weiter, eine viel um⸗ fassendere Tätigkeit auszuüben..
In schwedisch Karungi erregt es Befremden, daß russische Offiziere sich ungeniert in voller Uniform auf schwedisches Gebiet begeben und dort mit Interesse die Anordnungen für den Verkehr, insbesondere das Fortschreiten des schwedischen Bahn⸗ baues, studieren. Die schwedischen Ortsbehörden haben sich ver⸗ anlaßt gesehen, den russischen Offizieren die Aufenthaltserlaub⸗ nis auf schwedischem Boden auf 24 Stunden zu beschränken. Schwedischen Offizieren ist eine derartige Lizenz, sich auf russi⸗ schem Boden aufzuhalten, niemals gegeben worden. Gegen das vorerwähnte russische Bureau ist bislang von schwedischer Seite nichts veranlaßt worden. Es heißt, daß der Leiter dieser Agentur, ein gewisser Bervinsky, besonders hohe und wirksame Empfehlungen habe.“ 5
Die schwedischen Bahnen nehmen bis zum 15, Januar keine nach Karungi bestimmten Frachtgüter an. Erst von diesem Tage ab wird der Weitertransport von Karungi mit der russischen Anschlußbahn nach Rußland hin freigegeben. Schon jetzt lagern ganz enorme Waren massen in schwedisch Karungi, die für russische Rechnung
bestimmt sind. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen. Offenbach a. M.
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