Ausgabe 
30.9.1914
 
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Jtt. 229

mok ihnen nach Möglichkeit über da» bittere Bewußtsein der Gefangenschaft, fern von der Heimat und den Lieben, hin- wegzuhelicn! Ich schwöre bei allem, was einem jeden ma­kellosen Bürger und Krieger unseres Baterlandes heilig ist, datz ich diese Zeilen aus eigenstem Antriebe schreibe und datz ste vollkommen der Wahrheit entsprechen. Die Freunde und Anverwandte» der in Deutschland gelangen gehaltenen Berwundetcn mögen beruhigt sein über das Schicksal ihrer Söhne, Brüder und Vater: sie alle sehen hier der Heilung entgegen und werden nach Schluß dieses graucnhalten Krie­ges zu ihren Familien zurückkehren mit dem Gefühl tief­empfundener Dankbarkeit und Hochachtung für die wahrhaft ritterliche Art unseres Feindes. Ich sende einen innigen Gruß meinem teuren Botcrlande und küste meine Freunde und Bcrwandten.

Empfangen Sie die Versicherung meiner Hochachtung und Ergebenheit

Lcontij Michailomitsch Matschutadse, Oberleutnant im >70. Infanterieregiment Lid bar rufnsche Blatt das Schreiben veröffentlicht hat, tristen wir nicht

<*m Feldpostbrief.

Von einem in Geldern liegende» Verwundeten, welcher aus der Nähe von Fricdberg gebürtig ist, ist uns folgender Feldpostbrief zur Berfügung gestellt worden:

Gelder», 13. Scpl. 1914. kiebe Eltern und Geschwister!

Ich hebe Euch seither nicht so viel vom Krieg geschrieben, am Euch das Herz nicht noch schwerer zu mache». Da ihr aber, wie ich aus Eurem Briese ersehe, doch etwas davon erfahren wollt, so will ich Euch auch einige» erzählen. Also am Sams­tag, den 22. August. ,l» wir so schön im Biwack lagen, da hör­ten wir plötzlich Gewrhrftucr, vermischt mit Kanonendonner. Der Feldgeistliche hielt noch einmal eine Ansprache mit Lebet, ,n zu Herzen gehenden Worten wies er darauf hin. datz wohl manchem heute di« letzte Stuiche schlagen werde im Feindcs- lund. Dann ging es an die Gewehre und schon nach einer hal­ben Stunde waren wir mitten im Gefecht. Zum ersten Male hörte ich die feindliche» Kugeln um mich herum pfeifen, da wird » einem dock, anders zu Mute. Aber er gab kein zurück mehr, nur immer vorwärts! Durch einen Wald ging es im dichten Kugelregen, kein Franzos ivar zu sehen. Die verschan­zen sich so gut. dag sie die beste Stellung haben, da ste nicht sichtbar sind. Aber unsere Artillerie hatte trotzdem ihre Stel­lung ausfindig gemacht und beschoß den Feind so stark, datz er weichen mutzt«. Wir «erfolgte, die Gegner so unaushaltsam, »atz sie Gewehre und Tornister wegwarsen, um bester kaufen zu können, um so ihr nackte« Leben zu retten. So erfochten wir mit Gottes Hilfe den ersten Sieg über die Franzosen. Bald bekamen wir die ersten verwnndeten und tote Feinde zu sehen. Furchtbar mar die Ernte des Todes aus dem Schlachtfeld, aber «in meisten hatten die Franzosen gelitten. Wir versolgten den Gegner immer weiter, so datz er unter Tag kein« Zeit zum Essen nud zum Sammeln bekam: erst am Abend wurde Halt gemocht. Jetzt ging unfere Arbeit erst los, während nnfere Artillerie die Dörfer, wo sich der Feind festgesetzt hatte, in Brand schätz, oer- schanzten wir uns, für den Fall, datz uns die Franzosen über jallen sollten. Die Arbeit dauerte bis in die Nacht. Es war ein schauerlich-schöner Anblick: ringsum brannten die Dörfer, ihr« hellen Flammen beleuchtete» unsere Gräben. Wir legten uns dann, in unsere Mäntel gehüllt, aus den blanken Boden und schliefen so gut und so fest wie in einem Bett.

Als wir am Margen erwachten, mutzten wir sofort in den

Schützengraben: aber wer nicht kam, das waren die Franzosen. Sa mutzten wir bum am hellen Sonntag weiter marschieren, mir liefen den ganzen Tag, ohne datz wir die Franzosen zu scheu bekamen. Am Abend übernachteten wir mitten im Balde ganz in der Nähe der Feindes. Das Lager war die krdc. der Tornister diente als Kopfkissen. Am anderen Mol­zen ging es wieder weiter, bi« wir an ein Dorf kamen, wo wir uns etwas zu erholen gedachten. Es sollte Wasfcr geholt werde», kaum waren wir im Ort, da schosten auch schon die Einwohner aus UN», so datz wir wieder zurück mutzten. Nun fuhr unsere Artillerie auf und schätz die verdächtigen Häuser in Brand. Wir gedachte» letzt, sicher zu sein und die vordersten Regimenter waren schon durch das Dorf, ihnen folgte di« Ar­tillerie und zuletzt unser Regiment. Plötzlich mitte» im Orte rrhirlteu wir au der Kirche, wohin sich ave» geflüchtet hatte, rin mörderisches Feuer, das bald allgemein wurde, aus allen Dächern kracht« es, doch wurde» nur wenige verletzt, da die Kugeln zu hoch jlogen. Wir machten am Ausgang des Dor­fe» Hai! und dann ging cs wieder in das Dorf: was die Ar­tillerie »ersihoul hatte, wurde in Brand gesteckt. Zn die Kirche wurde eingedrnngen und die Mordbuben hrrausgeholt, die aus einen Haufe» gestellt und standrechtlich crschosten wurde». Un­ter einige« Artillericjeucr marschlerlen wir 33 Tage, ohne eine« Französin zu sehen. Während der vier Tage hatten wir lein Brot z» essen. Wäger war uuscre einzige Nahrung. Wo­chenlang sind uns die Kleider nicht vom Leibe gekommen: das sind Kriegszellcn! Es war am 2S. August früh morgens, als wir die Maas übersetzte». Kaum drüben, begrühtcn uns auch die seinbkichen Granaten »nb Geschosse. Der Feind hatte ei­nen steilen Berg besrtzt, er gedachte uns zu schlage» und in die Maas zu werfen, was ihm oder nicht gelingen fällte. Zwar -nutzten wir datz es einen harten Kampf kosten werde, denn der FBnd hntte »ine gedeckte Stellung inne und war unsichtbar jür uns. »t-.-r es folgte Schlag auf Schlag, fürchterlich tobte Vx Kampf Schon bedeckten viele Kameraden, tot und ver- stzundrt den Boden, in das Krachen der Gewehre und der Ka- llonen mifchte sich das Jammern der Schrververwundeten. Ich selbst dachte: heut« bist du verloren, fo furchtbar sausten die

Kugeln. Di« Franzosen lämpilkn verzweiselt unb wollten nicht weiche«. Es wurde Mittag und immer »ach leine Eni scheidung. Endlich, gegen 2 Uhr. wichen sie unsere« Granaten und slohen. Ich wor (träfet in einem Dorfe, wo di« Gefchosic wie Regen aroen hie Häuser »logen. Ta kn» hie Kugel gefto-

Reue Tageszeitung. Mittwoch, den 20. September 191«

gen, die mich treffen sollte, am Arm wurde ich verwundet. Es war der heitzeste Kamps, de» ich miigcmachi hatte, aber Gott sei Dank, der Sieg ist unser geblieben: Notdürftig verbunden kehrte ich aus die nächste Berbandftaiion zurück und dann inar- schierten wir drei volle Tage durch Feindesland, bis wir an die nächste Bahnstation lamen. es folgte »och einen Tag Bahn- jahrt, in all' dieser Zeit hat niemand »ach der Wundc ge­sehen. Nach achtlögigcr Reise kamen wir in Rödingen an und dann gelangte» wir nach Geldern, wo wir uns in sehr guter Pslegc befinden.

Feldpoltpnkcte.

Bekanntlich ist es der dringende Wunsch vieler, an die im Felde sichenden Jomiliciimitglieder imd Bckaiinte Pa­kete mit warnien Unterkleidern, Wasche, Eßwarc», Zigarren usw. senden zu können. Tie Feldpost befördert aber nur Samniluiigen bis z»in (Gewichte von 250 (stramm.

DieFrank». Zig." teilt nach Erkundigungen an zu­ständiger Stelle einen Weg mit, Pakete an die Feldtruppen gelangen z» lassen:

Für das XVIII. Armrckerps.

Für den Bereich des 18. Armeekorps ist, wie schon wic- derholt bekannt gegeben, cm besonderer Paketdienst einge­richtet worden. Solche Pakete dürfen einen beliebigen Um­fang haben, sic dürfen aber das Höchstgewicht von 5 Kg. nickst übersteigen. Tic Verpackung ist besonders sorgfältig hcrzustellcn, da die Pakete starke» Druck anshalten müssen, ohne dabei Schaden zu leiden. Vor allen Dingen aber mutz, wie bei allen Sendungen sür das Feld, die Adresse deutlich geschrieben, fest auf dem Paket angebracht und peinlich ge­nau sein, auch vollständig ausgeschrieben sein. Also keine Abkürzungen fürRegiment",Bataillon" »sw. Leicht verderblickle Waren dürfen nicht beigepackt werden. Pakete für Einzel-Empfänger folgender Abteilungen des l8. Ar- ineekorps und des 18. Reserve-Armeekorps, nämlich: die Infanterie- und Landwebr-Regimcntcr Nr. 80, 81. 87, 88, Illanen-Regiment 6, Fcldartillerie-Rcginwnt Nr. 21 und 63, Moniere Nr. 21 und Nr. 25, Feldartillcrie-Regiment Nr. *, Fußartillerie-Negiment Nr. 3, Eifenbahn-Regimmt Nr. 2 und 3. Landsturm-Bataillon Hanau, Wetzlar, Ober­lahnstein und Frankfurt a. M.: ferner für die dem 18. Ar­mee-Korps und Rcierva-Armeekorps angehörenden fclbft- stäudigen Maschinengewehr-Abteilungen. Munitions-Kolon­nen, Proviant-Kolonnen, Brücken-Train, Fuhrpark-Abteil­ung. Saniläts truppen, Feld-Lazarett, Scheinwerfer-Abteil­ung, Feldtelegraphcn-Fcldtelcphon, Feldpost, Keaftfahr- zcnge-Abtcilung

werden angenoinnien täglich von vormfttags 8 bis 12 Uhr, sowie von nachmittags 2 bis 7 Uhr in den zum Ver­sand errichteten Baracken der Etappcn-Kommandanten I und II dcS 18. Armeekorps am kstütcrbahnhof, Ecke Schwei- zerstraßc und Mörfcldcrlandftraße in Frankfurt. Diese haben in den letzten acht Tagen bereits 14,000 Pakete und 300 Kisten zum Versand gebracht!

Die dem 18. Armeekorps angehörendcn Regimenter, die vorstehend nicht aufgesührt sind, gehöre» zur Etappcn-Kom- mandantur 111 in Darmstadt, Hauptbahnhof. Paketlief.'r- ungcn für diese erfolgen also dorthin.

Leider ist aus dieser Anweisung nicht ersichtlich, wie die Pakete bis Darmstadt zu befördern sind. Auch die Angehörigen der in hessischen Regimentern dienenden Krie­ger, möchten der Mahnung der Militärbehörden, der Bitte des Kronprinzen, die Soldaten draußen im Felde mit warmein Unterzeug zu versehen, gerne Nachkommen; sie möchten sich ihnen außerdem erkenntlich zeigen dafür, daß die Wackeren draußen in Sturm und Wetter, in den Schützengräben und auf dem Marsche ihr Leben »nd ihre Gesundheit daftir aus's Spiel setzen, damit uns die Seg­nungen des Friedens wieder zuteil werden möchten. Gerne hätten wii ihnen daher den Weg dazu gewiesen, wie dies zu bewerkstelligen sei. Wir haben uns deshalb mit der Bitte an den hiesigen Postdirektor gewandt, uns eine dies­bezügliche Anweisung zu geben. Da wir von ihm die Ant- wort erhielten, dafür habe er keine Zeit, so sind wir leider nicht in der Lage weitere Aufklärung zu geben.

(kiiit ittulinung fiir die öfntntfn.

Der Landrat von Zedlitz im Kreise Waldenburg (Schlesien) hat einen beherzigenswerten Erlaß herausge- geben. Er macht bekannt, daß ihm Klagen und Beschwer­den darüber zngekommen seien, daß Frauen, deren Ehe­männer zur Fahne cinberufcn seien, bei Gcsilchcn an die Behörden teilweise in schroffer oder sonst iinnngemesfencr Weise behandelt worden seien. Dieses Brrfahreu sei nicht geeignet, die bisherige Begeisterung »»d Opserwilligkeit in toi c kcvv kernng wachzuhallen und sei deshalb cutschikdc» zu verurteile». Der Landrat fordert deshalb alle ihm unter­stehenden Beamten auf, daß nicht nur allen Angehörigen der Krieger in wohlwollender Weile cntgegenznkommen sei, sonder» ihnen auch in wciigchciidstem Maste zur Seile gr- trele» und geholfen werde.

Diese Mahnung wäre allerorten am Platze.

Ans der Heimat.

* Fricdberg, 30. Scpt. Gestern kamen abermals drei größere Verwundctentransportc hier durch, wovon in die hiesigen Lazarette eine Anzahl Verwundeter abgegeben wurden, die meistens ans der Ilnigegend stammen. Auch eine größere Anzahl verwundeter Franzosen wurden zur Pflege in der hiesigen Militärinusikschnlc nntergcbracht

* Reichelsheim i. d. W 29. Sept. In unserem Genesung« lazarett ist bereits der 33. verwundete oder kranke Soldat ein aetroffcn: IN konnten bereit« als aebeilt in die kdroni beuv

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mit kurzem Urlaub in ihre Heimat entlassen werden. An un­serer werktätigen Licbcsarbcit dahier beteiligen sich fast alle biefigcn Familien durch Darreichung von Lebensmitteln, Klei- bungsstückcn und Geld. Auch von Blofeld, Bingenheim. Heu- chelhcim, Grund Schwalheim und Melbach wurden wir mit Gaben bedacht. Dem Beispiel des Mäniicrgesangverc.iis da­hier folgten in hochherziger Weise der Geslügclzuchtvcrein mit einer Spende von 130 Mark und der Turnverein mit 100 Alk Unsere im Felde stehenden Krieger aus der Gemeinde und deren Angehörigen werden ebensalls, soweit dies crsorderlich erscheint, mit Geldspenden und Kleidungsstücken bedacht. Die hierzu notwendigen Beträge werden durch ivöchcntliche Haus sainmlnngen ausgcbracht. In diesen Tagen erhielten wir-tote erste Nachricht, datz ein geborener Rcichelsheimer, Herr Oder lörstcr Leo Bogt, den Heldentod fürs Baterland gestorben lei. Nächsten Sonntag um 1 Uhr soll ein Gcdächinisgottes- dienst ihn, zu Ehren stattfindcn.

* Langsdorf, 30. Seht. Don dem Reservisten Adalbert Köhler, dem Sobn unseres srühcren Bürgermeisters, Reichs- und Landtagsabg. Köhler, der den Feldzug in Frank­reich nritmachte, ist längere Zeit keine Nachricht eingetroften so daß die Fanrilic in schwerer Sorge sich um ihn befand Dieser Tage erhielt seine Mutter endlich die langcrsehnle Nachricht von ihrem Sohne: er teilt darin mit. daß er vor- wnndet worden und in französisckic Gefangenschaft geraten sei. Er befände sich in guter Pflege.

» Franksurt a. M.. 2g. Scpt. Die Bclanntmgchung des Reichskanzlers vom ll. September d. I. bctrefscnd das Bcrbot des vorzeitigen Cchlachtcns von Bieh Kälber unter 73 Kg. Lebendgewicht und Rinder unter 7 Jahren wurde gestern aus dem hiesigen Dich,nackt erstmalig praktisch gehandhabt. Die Preise für Ochsen, deren Handel lebhaft war, bliebe» gegen die Borwoche nnvcrändert, während die Preise für Kühe bei flauem Geschäftsgang 62 Psg. pro Pfund Schlachtgewicht heriinier- gmgen. Kälber, die anfangs lcbhnst, später langsam geha» »clt wurden, gingen im Preise pro Pfund Schlachtgewicht im Durchschnitt um 0 Psg. in die Höhe. Aus Holland waren 32 Rinder angetriebcn.

* Frankfurt a. M., 29. Sept. Während auf dem Lande die Schwcinepreise sehr niedrig sind, sodatz der Landrat des Krei- scs Gelnhausen in Anbetracht dieser niedrigen Preise »ach An­hörung von Sachverständigen bei Festsetzung von Höchsipreisen vor einigen Tagen für das Pfund Schweinefleisch 03 Psg. und der Landrat des Kreises Schlüchtern den Höchstpreis sür du« Psund Schwcineslcisch auf 70 Psg. scstsetzen konnten, machten heule auf dem Hauptviehmarlt in Frankfurt die Preise für Schweine wider Erwarte» einen nanihaften Sprung nach oben. Das Pfund Schlachtgewicht stieg gegen die Vorwoche um 3ü Pfg. in allen Qualitäten.

Starkenburg.

* Darmstadt, 29. Scpt. Totgesahre» wurde am Donnerstag auf der Landstraße in der Nähe von Sprendlingen ein 23jäh riger Reservist aus Heidelberg durch ein Automobil der Flic, gerabteilung Darmstadt, der auf seinem Rad trotz wiedeiholtei Warnung allzu nahe an das schwerdeladene Automobil heran- suhr, als er einem entgegenkommenden Fuhrwerk ausweiche» wollte. Schwer Lützen mutz ein jetzt für de» Kriegsdienst ei»' gezogener Landwehrmann aus Dreieichenhain eine in angehei tertem Zustand geschehene Aeutzerung gegen einen Vorgesetzten, die er vor dem Abrücken des Ersatzbataillons in Ojsinback: machte und die jetzt vor dein Kriegsgericht aus dem Truppe»- übungsplah in Griesheim zur Aburteilung kam. Die Reser visten und Landwehrmänner hatten vor der Einkleidung noch einen Abschiedsichoppen getrunlcn und kamen bei der Auffiel- lung mit einem jungen Ofjizier in Konflikt, der die Reihen folge anders cingcteilt hatte. Hierbei soll der Landmchrman» nach Aussage der andere» Offiziere die Aeutzerung gela» ha­ben:Warte Bürschchen, wir sehen uns noch!" Der Angeklagie leugnet zwar, hie umstehende» Mannschaste» haben angeblich auch Nichts gehört, doch wird er zu sechs Monaten Eejängnis verurteilt, die er alsbald verbüßen »nutz: ins Feld kann er nicht ausrllcken. Der Vertreter der Anklage hatte 1 Jahr Gesang »is beantragt.

* Darmstadt, 29. Sept. Der geschäft-führende Tiiek- tor des Verbandes der hessischen landwirtsll>astlichrn Ge­nossenschaften, Dr. Fitting, der als Rcsclvcosfizier -ruf dem Felde der Ehre geblieben ist, wurde gestern auf dem hiesig'» Friedhof beigesetzt. Im Namen des Verbandes widm-'lc Ockononiicrat Walter-Lcngfeld dem Verblichenen sür keine Verdienste um das Genossenschaftswesen warme anerkenn­ende Worte und legte einen Kranz am Grabe nieder. Im Namen der Hessischen Centralkassc sprach Direktor Mager, für die Centralgenossenschaft Direktor Berg, für die Ve>- bandsbeainien Revisor Lauber. Auch verschiedene lnilit.ir- ischc Kollegen begleiteten den Verstorbenen auf seinem letz­ten Wege.

Fronksurter Wetterbericht

Boraussage: Wechselnd bewölkt, trocken, tagsüber wärmer, nachts kühl, nördliche Winde,

Die amtlichen Verlustlisten

liegen in vnserem Geschäftszimmer zu Jedermanns Einsicht auf.

Wer nicht genau Bescheid weiß, wie die Adressen an Angc hörige des Heeres (Truppenteil, Rcgiemnt, Kompagnie usw) bei Feldbriesen anzugeben ist, dem geben wir gerne Auskunst und sind bereit die Adresien zu schreiben.

Echristleitung derNeuen Tageszeitung".

Römerbrunnen "

Hervorragendes Tafelwasser.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto H i rschel. Friedbcrg: für den Anzeigenteil: K. Sch midi. Fricdberg. Truck und Verlag derNeuen Tageszeitung 81 . G , Frieddeea > H.