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Verfügung gestellt, deren Verwendung dem Tekanatsausschuß überlassen wurde,
* F'iedbcrg, 29. Scpt. Reinigt die dcutche Sprache von unnötigem fremdländische» Zeug! Es ist schon der Vorschlag gemacht worden, statt des faden „Ad,-!" beim Abchicdnrhmen di- urdeutsche Ausdruckswe.se: „Behüt Sott!" zu gebrauchen, wozu man als Antwort verschiedene Redeweisen anwenden tonnte,
B. Gott befohlen, In Gottes Namen oder auch Gott mit uns! Ein solcher Vorschlag ist jedem ehrlichen Deutschen aus dem Herzen gesprochen. Dabei ist cs aber zu bedauern, dost man an einer anderen, noch sadercrn Ausdrucksweise als „Adjc" mit einer Zähigkeit s-sthält, die einer besseren Sache würdig wäre. Wir meinen das Tatarische „Hurra" statt des urdcut- fchcn „Hoch . „Hurra" stammt von den Tataren und wurde dann von den Russen und Franzosen und zuletzt auch vom deutschen Michel bei seiner Sucht nach sremdländischen Ausputz übernommen. In Wirtlichkeit bedeutet der Ausdruck: Schlagt zu! oder Henkt ihn aus! Es erklärt stch „n Munde eines Kosaken, wenn er einen <yetnb überwältigt hat; bei den Gelegenheiten, bei welchen es sich jetzt in Deutschland eingebürgert hat, wo man jemand „hochlebcn" lassen will, paßt es wie eine Zaust auf das Auge. Also fort mit diesem russisch-französischen Aufputz und zurück zum urdeutschen ..Hoch?"
* Fricdbcrg. 29. Sept. Sanitäts-Brze-Feldwebel I a a t b dom Jnf.-Regt. 2ir. 108 3. Bat. 11. Komp, in Friedbrrg wurde auf dem Schlack'tselde in Frankreilh mit dem Eiseren ltren,; ausgezeichnet. Tie gleiche Auszeichnung wurde auch dem Feldwebel K a r » z» Teil.
* Frirdbrrg, 29. Sept. (Zcnlralk für Kricgssül sorge.) Nachdem die Hallssammlung nahezu abgeschlossen ist, >vi>d die Zentrale für striegssürsorge ihre Geschäftsstelle »ä.hstea Nlonlag, de» 28. September i>» Zimmer Rr. 14 des Rat- hauseö eröffnen. Hitssbediirstige Angehörige von Kriegs- keilnehniern können dort ihre Gesnche »in llnterslälziing Werktag-; während der vorläufig mif 10— 12 Uhr Vormittag? festgesetzten Geschästsstnnden mündlich Vorbringen. Mittwoch Nachmittag von 4-0 Uhr wird de., erwähnten Versalien im Geschäftszimmer Rat in Rechts- und sonstigen Angelegenheiten erteilt.
* Rodheim v. L. H., 29. Scpt Seit Beginn des Krieges
sind in unserem Orte aus Anregung eines Ortskomitces durch die liebenswürdige Mitwirkung von Schulkindern und jungen Mädchen nachstchendc Liebesgabe-! gesammelt und an unten- xenannte Aoreßc» verschickt worden: Am 13. August wurden
abgcsandt an die Zentralstelle für das Rote Kreuz in Darm- strdt' 2 Kisten Fußlappen. Am 27. August: 2 Kisten: Inhalt 8 :) Hemden und IR Bettücher. Am 31. August: 1 Kistc: Inhalt 42 Hemden und 13 Bettücher. Am 19. September an die Annahmestelle für Liebesgaben in Frankfurt (Carlton Hotel): 1 Kiste:Inhalt geräucherter Speck. 8 Schinken im Gewicht voll zirla 1 Ztr.: 1 Kiste mit Wurst im Gewicht von 80 Pfd.: eine Kiste mit Tabak und Zigarren: 1 Kiste mit Tafelobst: 1 Kiste mit Spczcrciware»: 2 Kisten mit U<>4 Stück Eier: 1 Kiste mit 76 Hemden und 14 Bettücher. 13 > Handtücher, 4 Dutzend Ver- bandsbinden, 23 Paar Strümpfe und Fuhlappen: 2 Säcke mit 33 Laib Brod. Am 24. September »ach Darmstadt (Artilleiie- kascrne): 1 Kiste tntt 44 Hemden, 10 Unterjacken. 28 Paar Unterhosen. 33 Paar Pulswärmer und 20 Paar Strümpfe.
* Rendel, 29. Scpt. Bei den Sammlungen für da? Rote Kreuz sind bi; jetzt dahier cingegangen 1889 Mk. Kriegs- perficherungen wurden 18 angemeldet: die Sammlung am Sonntag für Ankauf, von Garn, Hemden, wollenen Unterjacken und dergl. siir die Soldaten im Felde, ergab die Summe von nahezu 300 Mark : vorher wurden schon viele Bekleidungsstücke von Lrtsbürgeru gespendet lind durch Herrn Pfarrer Teile an die Geschäftsstelle des Roten Kreuze? besörderl Geiaugverein, Kriegerverein »nd Tnrnver- ein bewilligten Gelder für da? Rote Kreuz. Dieser Tage wurden nun weiter voll den Dereilien an die Feldzngst.ül- nehnier, einerlei ob Mitglied oder nicht, Kistchen mit Zigarren und Tabak gesandt. Ailch gewährt der Kriez-rvei- eili an bedürftige Familien der im Felde stehenden Soldaten Geldunlerslntzungei-. Der Bauernverein bewilligte 109 Mark siir die Landstuniilcute des Bataillon? Friedberg in Markirch 511111 Ankauf von Lebensmitteln. Tie Salliiu- kungen werden w.iter fortgesetzt. Wollen lvir hoffe», das, dieselben immer ein schöne? Resultat ergeben, damit die Soldaten im Felde, die »ns Ha»? und Hof. Weib und Kind, geschützt habe», nicht darben müssen.
* Rendel, 29. Seist. In Anbetracht der obwaltendeen
Verhältnisse fällt in diejem Herbst der eigentliche Bezirks- Kriegertag zu Vilbel 1111 b Umgegend au: Statt dcis.-n
findet nach der Herbstarbeit, etwa Ende Oktober, eine Ver- saminlnng der Vorsitzenden der Kriegervereine statt, in ivel- cber Be -band?, nub Bezirksangelegenbeiten beraten und die Bonifikationen verteilt werde». Alle? nähere wird noch bekannt gegeben.
' Büdesheim, 29. Scpt. Ter Sohn des früheren Gräfl. Knt'cher? Schmidt, Lehrer in Tietzenbach. siel am 28. Aug. aus'dem Felde der Ehre. Alle, die ihn kannten, werden den, lieben jungen Freunde ein ehrendes Andenken bewahren. Friede seiner Atckie.
» Franlfurt o. !v>„ 29. Scpt. Die „Süddeuliche Mählenoer- ciniaung" Hot vom 2«. September eine weitere Erhöhung des Mehlpreises für W-tzenmch! 0 um 30 Pfg. aus 40.30 Marl pro lOR Pfund cintieten laiicii. Am 48. September stieg der Preis >.r 200 Pfund um 30 Pig. auf 39.30 Marl, am 23. September »-.f 40.— Marl.
* Kietze», 28. Sept. „Ich will dcutsch werden" steht in gro- fjcn Lettern mit Kreide aus einem Wagen dritter Klag-, der aus der Strecke Kietzen—Alsfeld—Fulda läuft. Sieht man näher hin, so gewahrt Ulan eineil belgischen Eisenbahnwagen, der dort eingestellt und auf den ein Witzbold diese Worte geschrieben hat. — Das Eiserne Kreuz wurde dem Hauptmann » Peutz vom hiesigen Kaiser Wilhelm-Regiment verliehen.
* Die Bogelsbergb-hn. Di- l-ndespoliz-ilich- Prüfung der Strecke Großenlüder—Weidenau der projektierten Babn.
Neue Tageszeitung. Dienstag, den 28. September 1814.
die den Bogelsberg endgültig erschließen soll, hat am 24. d. M.
stattgefunden.
Hrsseil-Nassau.
* f. Usingen, 29. Scpt. Der seitherige kommiffarischc Verwalter des hiesigen Landratsamtes, Regicrungsasfessor Bar- Meister, ist zum Landtat des Kreises Usingen ernannt. Der neu ernannte Lanbrat ist zur Fahne cinbcruscn und steht zur Zeit als Kompagnieführcr beim Königlichen Jnsantcric Regiment Nr. 143 in Feindesland. — Der Landbrlefttägcr Fritz Buhl- niann hier beging sein 23jähriges Dicnstjubiläum beim hiesigen Postamt.
* x Schmitten, 29. Scpt. Die mit Vorräte» stark gefüllte Scheune des Easthosbcsttzcrs Ochs, sowie eine angrenzende Remise brannten vollständig nieder, ebenso das Wohnhaus von M-z.
* f. Oberems, 29. Scpt. Hier wurde ein Zwcigocrcin des Vaterländische» Frauenoerciiis gegründet, mit bis jetzt 40 Mitgliedern. — Die Sammlung von Geld bei Umtausch von Papiergeld ergab in unserem Ort die Summe von nahezu 2000 Mark.
* z Schmitten, 28. Sept. Ein nachahmenswertes Beispiel treuer Kamcradschast hat der hiesige Kricgcrvcrci» gegeben, indem er jedem seiner eingezogencn Mitglieder, 17 Mann, einen Anteilschein der Rassauischc» Kricgsvcrsichcrung angclaust und dafür geworben, datz auch die Angehörigen der im Feld Kämpfenden ihrerseits »och Anleiltchcine erwerben.
* %. Arnoldshain, 28. Scpt. Die aus Veranlassung unseres Fraucnvcrcins IN Arnoldshain, Schinitten und Oberreisenberg j bisher fiit unsere Soldaten angescriigtcn Liebesgaben sind i» umsangreichrn Sendungen a» die Eammeistelle» abgegangc».
* x. Ricdclbllch, 28. Scpt. Die Gemeinde sandte an die Sammelstellc des „Roten Kreuzes" zu Franlsurt einige Dutzend Hemden, Bettücher, Strümpfe, Handtücher und einen von vri- ualct Seite gesammelten Betrag von 84 Mark.
Der Krieg
hat die Zeitmig für jodernrann unentbehrlich gemacht niid gezeigt, das; eine gntunterrichtete Tageszeitung die beste u. zuverlässigste 3!achrichtenvermittlerin ist. In den Tagen der Spannung erwartete jeder mit tlngednld die Zeitung. Wenn sie frohe Kunde von großen deutschen Siegen brachte, dann erhöhte sich das Vertrauen lind die Zuversicht ans der Seite der Zurückgebliebenen und frohen Mutes blickte inan in die Znkiinft.
Sei Beginn des großen Krieges hat sich die
„Neue Tageszeitung"
zur Pflicht geniacht, alle Sensationsnachrichten lind unwahrscheinlich klingende Meldungen nicht zu veröffentlichen. Trotzdem hat hierdiirch die Reichhaltigkeit des Inhaltes ilnserer Zeitung nicht gelitten.
Von jeher ist gerade im Winterhalbjahr unsere Zeitung besonders gehalten worden. Gerade jetzt, wo in der Kriezs- zeit ein Jeder aus Nachrichten von den Fortschritten unseres Heeres im Feindeslande gespannt ist, dürfen wir daher die Erwartung nnsspreckieii, daß »ns nicht nur unsere alten Freunde die Treue bewahren werden, sondern daß
neue Bezikhn.zu ihnen in Mer Zchl
hinzukonnnen werden.
Wir bitten alle Agenten und Freunde unserer Zeitnlig dahin wirken zu wollen, daß sich in den
kommende Winterhalbjahr
der Leserkreis unserer Zeitung ganz bedeutend vermehrt. Wir unsererseits werden unablässig beniühl sein, unseren Lesern das beste und lps reichhaltigste zu bringen.
* Wiesbaden, 29. Scpt. Bei einer Schlägerei im Gasthaus „Zum Posthorn" in der Bahnhofsstiatze wurde dem 38 Jahre alten Taglöhner Michael Eecklcr aus der Ludwigstratze ein ge- sührlichcr Mesjersttch in die linke Brustseitc versetzt. Eecklcr kam ins städtische Krankenhaus.
* Wiesbaden, 28. Sept. Geheimer Regicrungs- und Forstrat a. D. Elze in Wiesbaden, der aus dem Gebiete der Fischerei sich eine» Namen gemacht und früher Inspetkionsbeamter der Forsttnspellion Wiesbaden gewesen, vor einiger Zeit aber in den Ruhestand trat, hat jetzt während der Kriegszcit mit Genehmigung des Ministers v. Schorlemer wieder die Dienst- gcfchästc der Königlichen Regierung in Wiesbaden übernommen, und zwar für die Forstinjpcktionen Äiicsbad»- und Ra stättcn, da nur zwei Injpettionsbcamten Dienst tun, die anderen zu den- Fahne» cinbcrufen sind. — Dem Oberlehrer an der Realschule in Kassel, Dr. Küster, der zur Zeit verwundet hier liegt, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Er hielt als Kompagnieführcr mit feiner Kompagnie in mörderischem Feuer eine Hohe bei Bar le Duc.
* Wiesbaden, 28. Sept. Am 23. September wurde erstmalig aus dem hiesigen Biehmarlt die Bctanntmachung des Reichs- lanzlcrs vom II. September d. Js. betrcsfend das vorzeitigschlachten oan Vieh gehandhabt. Rach dieser Verordnung ist das Schlachten von Kälbern unter 73 Kilogramm Lebendgewicht sowie von Rindern unter sieben Jahren, ausgenommen von Weidcoieh aus bestimmten Gegenden, vor allem Rord- bcutjchland verboten.
» Aus dem Rheingau, 29. Sept. Bei den Untersuchungen der Weinberg- nach der Reblauskrankheit wurden im Jahre 1312 13 neue Reblausherde im Rheingau entdeckt, von denen 14 auf die Gemarkung Lorch mit 1324 kranken Stöcken und eurer mit 7 kranken Stöcken auf die Gemarkuna kia-bbeim ent
fallen. Auf einer Fläche von 4,8397 Hektar wurden 07 932 Rebstocke vernichtet. Bei den im Jahre 1913 vorgcnommeneii Untersuchungen entdeckte man sechs neue Reblausherde und zwar 4 in der Gemarkung Lorch und je einen in den Gemarkungen Ocstriib und Winkel. Die Vcrnichlungsarbcitcn in Lorch und Hochhcim auf der 48,397 Hektar fafiendc» Ecamtslöchc verursachte» 31019,00 Marl Ecsamtkostcn, davon entfallen auf die c-gentlichc Vernichtung 22 88 k, 17 Mark und 28 738,43 Mark Entschädigungen. Es stehl zu erwarten, daß bei einer noch mehrjährigen Fortsetzung der Untcrjuchungsarbcitc» in dem Umfange der letzte» Jahre besonders in der Gcmarlung Lorch wie in sämtlichen verseuchten Ecniarluitgen des Rheingaues ein Zurückdrängcn der Reblaus aus ein erträgliches Maß und endlich im Lause der Zeit auch eine völlige Vernichtung des Schädlings erreicht werden wird.
* Von der Rbön, 28. Scpt. Die Verwaltungsbehörde in Hammclburg gibt bekannt: „Zur Vermeidung der Ucbcrtrag- ung von ansteckenden Kranlheiten ist nach bezirksiirztlichcm Gutachten dringend geboten, ausländisches — insbesondere sranzösischcs Geld auszuiochcn, d. h. durch Auskochenlasjcn zu dcsinjizierc»!"
Starkkiiburg.
* Darmstadt, 23. Scpt. Der Großhcrzogiichc Hosmarschall KaiNiucrhcrr Major Freiherr von Ungerii Stcrnberg, der vor ungefähr 14 Tagen als Kommandeur eines Ersatz Bataillons des Jus. Rcgls. Rr. 113 in das Feld rückte, ist, wie seine Gemahlin dem Großh. Hose Mitteilen ließ, aus dem Felde der Ehre erlegen. Seine Frau ist die Tochter eines inzwischen verstorbenen englischen hohe» Ossizicrs, der lange Jahre hier lebte, v. U. war vor seinem Ucbcrtrilt in de» Hosdienst Koni» pagnicchcf im Insantcric Regiment Rr. >1 dahier. — Dr. Hcrm. Fitting, der nach dem Tod de; Geh. Rat Haas zum Direktor des hessische» Landw. Gciiosicnschajlsverbandes civtthlt wurde und in der schweren Zeit seine ganzen Kräfte mit hohem Erfolge zur Lösung der schweren Krise cinsetzte, ist den Helden, tob fürs Vaterland gestorben. — Ein Verwundeteuznz mit nahezu 430 teils schwer, teils leicht verwundeten Vaterlands- Verteidiger traj vorgestern aus dem Vahnhosc ei». Rach kur. zer Stärkung wurden die Tapferen nach de» verschiedeiieii La zarcttcn gebracht.
* Darmstadt, 20. Scpt. Von einem Herrn, der dieser Tage von der Senne, wo er dienstlich zu tu» hatte, zurückgelehrt ist. hören wir ein die englischen Gcjangcne» charallcrisieicndcs Stückchen. Einer der dort zahlreich untcrgcbrachten Engländer, die entgegen der auswärtigen Presse jedenfalls dort gut verköstigt werde», hatte dort ein Stück Brot gesunden, dos jedenfalls ein übersatter Kollege von ihm wcggcworfen hatte Der Englishmann hatte nichts besseres zu tun, als mit diesem Knüppel Brot (er muß ziemlich groß gewesen sein) seiner unbezwingbaren Sportlust zu sröhne» und damit Fußball z» spielen, da er jcdensalls auch eine bessere Beschäftigung nicht hatte. End lich wurde dies einem unserer wackere» Landwchrlcute, welch- die Bewachung der Gefangene» haben, zu dumm und da e> sich nicht besser verständlich machen konnte (jedenfalls sprach er englisch), verwies er dem Freund das Ungehörige feines Benehmens mit dem Gewehrkolben. Als hieraus ein andercr Angehöriger des Gauncroolles Miene machte, seinem Freunde Hülse zu leisten, hatte er aus Versehen cbensalls den Kolbe» des Landwchrmanncs derart zu spüren, daß er bei seinem Kollegen glatt am Bode» lag. Die Spielwut wird wohl beide-, vergangen sein.
* Grotz.-Gerau, 28. Scpt. Der Aussichtsrat und die Direktion der Heloetia-Konseivensabrik i» Groß Gerau beichloß, den verheirateten im Felde stehenden Beamten 30 Prozent, dc-i ledigen 33 r /t , den Frauen der cinberujenen Arbeiter 3 Mk. und für jedes Kind 1.23 Mark die Woche zu geben. Außerdem sind Beamle und Arbeiter bei der Kriegsversicherung versichert. Dem „Roten Kreuz" wurden sofort 130 Betten und für später noch weitere 43 Betten zur Verfügung gestellt.
AuS Mcinhcssin
* Mainz, 29. Sept. Am Freitag passierlen fünf teils vor. dem Mainschifscroerbandc, teils von der Univcrsiiät Wiirzburg ausgerüstete Lazarcttschissc mit 2 CKi vcrwuudetcn deutschen Kriegern »nd zwölf sranzösischcn Ossizieren von Straßburg kommend die Stadt. Rach kurzem Aujeuthalt, während dessen den Schisss-Insasscn Kassee, belegte Brote, Zigaretten usw. gereicht wurden, ging die Fahrt weiter dem Main hinaus, um die Verwundeten in die verschiedene» Lazarette am Main zu verbringen.
Des Landsturms Dank.
Während unseres 17tägigc-> Aujenthaltcs in Ober- Ros b a ch sind wir von unseren Ouartrergebcrn aus das zuvorkommendste behandelt worden, so daß es uns schwer gefallen ist, von Obcr-Rosbach zu scheiden. Für die guten Ouarticre sprechen wir hiermit unseren
herzlichsten Dank aus und hegen die Hossnung, daß uns in Friedenszciten der Weg recht oft nach dem uns lieb gewordenen Ober Nosbach führen möge!
Aus gesundes Wiedersehen!
Viele Landsturmmiinner.
Kirchliche Aiizeiae».
Eottcsdicnjt i» der Stadtlirche.
Mittwoch, den 30. September, abends 8 -, Uhr: Kriegsbitt- andacht: Herr Pfarrer Dicht.
Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach.
Mittwoch, den 30. September, abcuds 8'4 Uhr: Kriegsbitt« andocht: Herr Pfarrer Zatzmann.
Franksurtrr Wetterbericht.
Boraus-agc: Bcwöllung abnehmend, trackcn, tagsüber mäßig warm, nachts Abkühlung, nördliche Winde.
Verantwortlich für den politischen nnd lokalen Teil: Otto Hirschek. Friedberg: siir den Anzeigenteil: fl. Schm i b t. Friedberg. Trnck und Verlag der ..Neue» Tageszeitung", A. G. Friedberg i. H-


