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jjr. 226 Sicuc Tageszeirung. teamstog, o«n ZU. tocptemucc 1814 ffeitc 2

Köchstpreile für Getrkidc und Wehl.

DieDeutsche Tageszeitung" berichtet: Vertreter der konservative» Partei sind heute bei dem stellvertretenden Herrn Reichskanzler und bei dem Herrn Handclsministeil für eine Festsetzung von Höchstpreisen für alles Getreide und für Müllcreiprodukte vorstellig geworden. Der An- trag findet in der gegenwärtigen Bewegung der Preise seine Begründung.

Steckbrief gegen Wetterte.

Colmar, 24. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Das Kriegs- gericht erläßt heute einen Steckbrief gegen den katholischen Priester und Redakteur Emil Wetttrlä aus Kalmar, wel­cher flüchtig ist. Gegen Wetterlö wurde die Untersuchungs­haft wegen Kriegsverrats verhängt. Es Nürü ersucht, ihn zu verhaften und ihn in das Bczirksgesängnis Kolniar oder an die nächste Militärbehörde zu weiteren: Transport nns- zuliefcrn. Gleichzeitig ist das gesamte Vermögen, welches der Genannte besitzt, oder welches ihm später ansällt, mit Beschlag belegt worden.

Die Kathedrale von Reims.

London, 25. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) TieTimes" schreiben aus Reims, es scheine gar kein Grund für die Befürchtung vorhanden zu fein, daß die Kathedrale nicht wieder hcrgcstellt werden könne.

Eine an-zkbliche Un»«hnrnq des Papstes.

Köln, 25 .Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) DieKöl- tiische Zeitung" n:cldet aus Berlin, daß die aus französi­scher Yuelle verbreitete Nachricht, der Papst habe bei Kai­ser Wilhelm oder der deutschen Regieriuig Verwahrung wegen der Beschädigung der Kathedrale in -AorpEL<v,;e- legt, unzutreffend ist. Richtig ist, daß durch den?rcnßi- schen Gesandten bei der Krwic der Papst über den wirklichen Sachverhalt unterrichtet wurde und sich über die erhaltene Aufklärung befriedigt geäußert hat.

Rom, 24. Sept. Die Vernichtung dreier großer englischer Kreuzer durch ein deutsches Unterseeboot machte hier uugemein großen Eindruck. Man geht kaum fehl, wenn man sagt, daß dieser Eee-Erso!g für die Bewertung der deutschen Macht­stellung durch die italienische Bevölkerung hoher anzuschlagen ist. als die bisherigen bedeutendsten Landstege. Daß die deutsche Armee die Fähigkeit zum Siege haben würde, wurde hier ernstlich nie bezweifelt. Daß aber auch die Flotte in einer derartigen, England offenbar überlegenen Weise Englands Uebermacht zu schädigen imstande ist, glaubte man hier nicht. Deshalb wird der See-Ersclg in ganz besorrdercr Weise cinge- schätzt und zu Künsten Deutschlands gebucht. Die gestrigen Abendblätter, die die Ereigulfsc noch unler dem Gesichtspunkt de: erste» Auslaudsmcldunge» betrachten, nach welchen fünf Unterseeboote den Angriff ausgeführl haben und dabei zwei gefüllten sein sollen, das Berliner Telegramm, daß nur14 g" gekämpft hat und heil zurückgekehrt ist. kam zu spät für die Abenükommentare äußern sich w:e folgt:Popolo Romano" schreibt: Für unsere Marine hat dies: Tat unter Berllcksichtig- ung unserer maritimen Lage ganz hervorragende Bedeutung. Die Episode ist der springende Punkt des Tages, während noch die Schlacht Mischen den Franzosen und den Deutschen ohne hervorstechende Veränderungen andauert.Vita" schreibt: Der Verlust dieser drei schonen Schiffe ist auch für die grandiose Flotte wie die englische fühlbar. Aber größer wie der mate­rielle Schaden wird für England der moralische Effekt fühlbar sein. Unterseeboote haben diese bre: Kreuzer angegriffen. weit he nichts besseres vor sich Hutten, ober s:c heilten aus dieselbe Weffe die stärksten Linienkrcuzcr oagreijen und in gleicher Weise versenken könne».

Die Stimmimg m der Türkei.

Wien» 24. Sept. DiePol- sty« Ko'-spondenz" schreibt aus K o n staut i n o p e l: Die feiu.dselichc Stimmung, die seit dem Ausbruch des Krieges ber de:.> türkisch.n Volte gegen den Dreiverband herrscht und sich in der letzten Zeit noch ver­schärft hat, findet auch in den jüngst «erössenUichten Flugschris- ten gegen Rußland und Frankreich lyrcn Ausdruck. Die Kriegs- nachrichtcn an den Mauern dtr Konsulate des Dreiverbandes erregen bei den Türken Unwillen. Zu geräuschvollen Straßen- lundgebungcn kommt cs jedoch »ich!, »a die Polizeiorgane mit Ruhe die Bevölkerung in Schrau n halt:».

K o n st a u t i » o p c l, 2t. Sept. DerTann! schreibt über den ungeheuren Erfolg der deutschen inneren A n l e i he. daß dieser eine große Bedeutung v: tze und die Bewunderung der ganzen Welt hervorruseu müsse.Diese Nation", sagt der Tanin",die sich im Kriege gegen vier Mach,: besindct, und einer ganzen Welt dank ihrer starken Faust trotz-, hat durch die. Anleihe ein Beispiel der Selbstverleugnung, Vaterlandsliebe und Opserwilligleit gegeben, das allen zur Lehre dienen kann. Man hat geglaubt, daß Deutschland sich im Kriegsfälle in einer schwierigen Lage befinden würde. 2» Wirtlichkeit aber stellt es eine furchtbare Macht bar, während Frankreich infolge der inneren Misere gezwungen ijl, sich au da- Amland zu wenden, um eine Anleihe zur Deckung der Kriegslasten aufzunchmen. Alle Ottomanen haben gewußt, dag die Deutschen große Fori schritte machten, sie kotlnten sich aber niemals denken, daß es zu einer solchen Größe gervr-chjcn sei, wie sie sich im Kriege gezeigt hat. Man erkennt jetzt sic ungeheure Kraft der deutschen Er Lehmig und der deutschen Wissenschaft, die in jedem Punkte »borlegen sind." Der Artikel schließt mit dem Wunsche, daß sie Ottomanen in allem den Dcuischcn nachjolgcn mögen.

|Iur anf uns IM gelltüt!

Die Presse verzeichnet mit e:ncr gewissen Emsigkeit und bisweilen mit unverhohlener Befriedigung jede Stiiunie. die in dein teindlichen Auslände oder in den n,n Kriege

nicht beteiligten Staaten für Deutschland laut wird. Das geschieht selbst dann, wenn die betreffende Stinnne an sich ziemlich bedeutilngslos ist. Nun ist cs gewiß recht erfreu­lich, wenn die Wahrheit sich allmählich auch bei unseren Gegnern und bei den Unbeteiligten dnrchzusetzen beginnt; und wenn wir beobachten und feststcllen könne», daß hie lind da gewisse Sympathien für das deutsche Volk »nd das Deutsche Reich wieder wach und laut zu werden beginnen, so kann uns das zu einer gewissen Befriedigung gereichen. Man überschätze aber diese Stinnncn nicht. Sympathien sind deni Wandel unterworfen und halten selten stich »nd stand. Wenn mau ::»? bezeugt, daß wir den Krieg nicht vom Zaune gebrochen haben, daß wir ihn in einer eines Kulturvolkes würdigen Weise führen, so ist das ein selbst­verständliches Zugeständnis an die Wahrheit, von dem eigentlich nicht viel Aufsehens gemacht werden sollte. Un­sere Befriedigung darüber sollte niemals soweit gehen, daß sic den Eindruck einer gewissen Dankbarkeit machte. Auch bei dc:n Verzeichnen solcher Stimmen sollte immer und immer wieder durchklingen, daß wir, trotz aller gclegcnt- f liehen Freundlichkeilen von draußen, nimmer vergessen, daß wir und das verbündete Kaiserreich nur anf »ns selbst ge­stellt sind »nd nach menschlicher Voraussicht auf uns selbst gestellt bleiben werde».

Ans Frankreich.

Rom, 25. Sept. Ein Mailänder Blatt brachte die Nach­richt, daß zwischen der italienischen »nd sranzösischcn Regierung aus Anregung der englischen Regierung Verhandlungen zum Zwecke der Intervention Italiens in dem gegenwärtigen euro­päischen Kriege stattsündcn. Diese Nachricht ist, wie dieAgence Stcsani" nritteilt, durchaus unbegründet.

London, 25. Sept. (W. 58. Nichtamtlich.)Times" melden an? dem Nordwesten Frankreichs: An: 22. Sep- tcinber bat eine Abteilung Ulanen nachmittags die Brücke bei Mireanont zwischen Annens und Arras gesprengt.

Wie sich die sranzäsischea Reservisten von der Vaterlands» Verteidigung drücken.

Unter dieser Spitzmarke schreibt die Newyorker Zeitung Deutsches Journal" in der Nummer vom 21. August d. I. fol­gendes:Der vielgepriesenePatriotismus" der Franzosen scheint, soweit diese Reservisten in Newyork sind, oberfaul zu sein, wie aus den zahlreichen Cerichtsfällcn hervorgcht, welche jetzt das Tribunal für eheliche Zwistigkeiten beschäftigen, und die weidlich belacht und bespöttelt werden. Die Frauen lasten ihre Ehemänner, die wehrpflichtig sind, unter dem Vorwände, daß sie nicht sür sie sorgen wollen, weil sie nach der Heimat ab- zusahren bereit sind, nach dem Gericht zitieren, wo ihnen dann gerichtlich aufgetragen wird, weiter den Untekhalt der Familie zu bestreite». Mit diesem Eerichtsertenntnis in der Tasche rönnen sie sich dann bei einem Besuche der alten Heimat vor der Bestrafung wegen Fahnenflucht herausrede!

Eine Fahrt durchs Elend.

Köln, 23. Sept. In einem Pariser Briefe, den dieReue Züricher Zeitung" veröffentlicht, heißt nach derKölnischen Zeitung": Bei meiner Fahrt von Bern nach Paris hielt der Zug anf jeder Station. Uebcral! sah man neues Elend. Die Warlesäls waren Lazarclte für Schwerverwundetc, und die Berwuudeteuzügc waren endlos.

Ans England.

London, 25. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Wie die Times" melden, sind am 22. Sept. 400 deutsche Gefangene nach Irland befördert worden.

England ins Stammbuch-.

Kristiania', 2!!. Sept. In einer hiesigen Zeitschrift ver­öffentlicht der Historiker Dl. Anders Hansen einen Aufsatz von vierhundert Seiten Lexikonsormat:

Der Weltkrieg und seine Ursachen. In diesem Aus­satze kommt er zu dem Schlüsse, daß der Bruch der Neutrali­tät Belgiens kaum der Grund für die Einmischung Englands sei. Die starken Worte von der Heiligkeit der Abmachungen seien unecht bei den englischen Staatsmännern, die sehr oft vertragliche Gelöbnisse unter veränderten Verhältnissen ge­brochen hätten. Zweifellos hätte ein französischer Durch­marsch durch Belgien keine englische Kriegserklärung ge­bracht. England wollte seinen Rivalen zur See, Deutsch­land, vernichte». Der Bund mit Rußland und Japan sei unnatürlich. Wem: srcisinnige Slaalsmänncr Englands und Frankreichs sagten, cs gelte die Rettung der Freiheit Europas vor den: preußischen Militarismus, so sei das nichts als eine Phrase. Sollte jetzt Deutschland besiegt wer­den. so würde es für Westeuropa um so schwerer sein, in dem nächsten Welllriege, der ganz zweifellos gegen Rußland würde geiühr. werden müssen, die Kultur der Rationen £8 sirnropa», ihre Freiheit und ihr Sclbstbestimmungsrccht, Englaichs mit eingcrechncl, zu behaupten."

Eil! vernichtendes Urteil über die englischen Werbungen.

London, 22. Sept. DerDaily Chronicle" richtet einen scharfen Angriff gegen das Kriegsamt. Die Rekruten sür die »cuzubildende Armee würde» abscheulich behandelt. Das Kriegsamt zeigte sich seiner Ausgabe nicht gewachsen. Die Er­höhung des Körpermaßes aus 5J2 Fuß macht die Relrulierung n> Wales unmöglich. Nicht eine Beschränkung der Körper­maße tue nol, sondern bcstere Organisation.

Ans Rußland.

Tie Finnländer «nd der Lrieg.

Obgleich die Bevölkerung Finnlands seit der Auflös­ung der nationalen Truppen vom Militärdienst befreit ist und dafür eine jährliche Entschädigung a» die russische Reichskasse zahlt, tritt jetzt immer bestiiiiinter das Gerücht auf. daß die Wehrpflichtigen des Grokkürltentuiiis znm

Militärdienst hcrangezogcn werden sollen. Wie es heißt,

wäre die EinbÄufung der Jahresklassen 10001902 be­absichtigt, um damit einen Teil der in Finnlaild stehenden russischen Truppen zn ersetzen. Tie ehemaligen Offiziere des aufgelösten sinnischcn Heeres waren bereits beini Kricgsansbrilch einberusen worden und wurdest mit den riissischen Rcservetrnppen nach dem östlich:» Kriegssch.iu- platz geschickt, wo schon verschiedene gesallen sind. Wahr­scheinlich wird Rußland es jetzt bereuen, daß cs seinerzeit das finnische Heer aufgelöst hat.

Fürst Radziwill von de« Russeu vcrhastet.

Aus Budapest wird gemeldet: Tie russische Regierung hat demPestcr Lloyd" zufolge den Führer der Polenpar­tei ini Deutschen Reichstag, Fürst Radziwill, dessen Verhaf­tung in Wolhynien in den ersten Augnsttagcn gemeldet worden war, nach Petersburg gebracht, wo seine Aonrteil- img wegen Spionage erfolgen soll.

Russische Schandtaten.

Wien, 25. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Da?Wiener Korcsp.,Dur." meldet: Russische Truppen drangen in da? Spital von Kossow ein und rissen den Derwi'.nd.ren die Verbände ab.

Uom Kalkau.

Berlin, 22. Sept. Die58. Z. o. RI." mclbet aus Wien: Einer Zeitung i» Budapest wird ans Sosioter Regier-iNLskeei» jeu mitgctcilt, daß die bisherigen serbischen Bcrlujte an Ver­wundeten, Toten und Cholcrakrankcn über G 0 0 0 0 Mann betragen.

Die Katastrophe in Serbien.

Wien, 25. Sept. DieSüdslawische Korrespondenz" meldet aus Sofia: Die bulgarische» Blätter berichten au» Risch daß die Ereignisse auf dem österreichisch-serbischen Kriegsschau­plätze in allen serbischen Kreisen »»verhehlte Bestürzung her- vorruscn. Der vollständige Mißcrsotg der serbischen Offensive gegen die Monarchie macht« alle »och gehegte Hoffnung sür den Ausgang de» Krieges zunichte.Kauibana" sagt: Rach der Vernichtung der Timoldivision erlitt jetzt die Schumadioisio», dir man den Ocsterreichcrn entgegenwars, die surchtbarstcn Ver­luste. Der serbische Größenwahn ertrinke in einem wahren Blntstrome.

England »nd Bulgarien.

Sofia, 24. Sept. In Besprechung des jüngsten Vortrages des Präsidenten des Balkankomitces, Vuxton, in welchem die­ser sagte, er sei zu seiner Herreise von dem Gedanken bewogen worden, daß Bulgarien, welcher alle Sympathien Englands be­sitz«, vielleicht in die Reihe der Gegner Englands treten könnte, sagt diePolitika": Wir erinnern uns, welche Rolle England bei der Vereinigung mit Ostrumelien spielte, nachdem cs aus dem Berliner Kongreß zur Zerreißung der bulgarischen Länder beigetragen hatte. Es wäre auch interesiant zu wißen, warum Grey trotz seiner Sympathien sür Bulgarien die »cuerliche Zerreißung der bulgarischen Lande auf der Budapcster Konfe­renz duldete, und den Vorbehalt Oesterreichs und Rußlands be­züglich der Revision des Budapcster Vertrages nicht unterstützte, sonder» mit der ihm eigenen Kaltblütigkeit erklärte, wer die Revision wolle, mllsie sie mit den Waffen erzwingen Beschießung »o» Cattaro.

Bordeaux, 25. Sept. Augagneur teilt dem Ministerral mit, daß die Flotte in Antivuri mehrere Batterien schwerer Artillerie sowie ein Artillcrickorps ausgcschifft habe, die vom Lootschen aus die Forts, die Stadt und den Haien von Cattare beschießen sollen.

Urteil über die denlkchen Greuel.

Rewyorl, 2. Sept. DieStaatszcitung" schreibt: Die

täglichen Klage» hier über die Ereueltate» und die Barbarei der Deutschen sind von der englischen Heuchelei diktiert. Wie steht cs mit den Ereueltate» in eurem eigenen Hause? Kehret vor eurer eigenen Tür. Dann könnt ihr Heuchler die Barbarei anderer kritisieren. Ist schon das Rot vor Scham aus euren Wangen vergangen über die Greuel und den Raub in der Ver­waltung der Ncwhaven Railroad Company?

Pariser Verkehrslcben.

Von Julius Adler, Fricdbcrg.

Ein Teil des Pariser Straßenlcbrns, insofern cs sink nämlich aus die Verproviantierung der Riesenstadt bezieht beginnt naturgemäß bereits in aller Frühe. Schon die ganze Nacht hindurch ziehen längs der nach den Haupt-Markthallen im Stadt-Zentrum führenden Straßen, Wagen mit Lebensmit­teln, einer hinter dem anderen, in endloser Reihe. Sie brin­gen aus den im Umkreis von Paris gelegenen großen Gärtne­reien und Höfen: Gemüse, Obst, Blumen und Mollereiproduktc von den Bahnhöfen und Bootsstationen: gleiche Produkte aus der Provinz sowie Fluß- und Seefische vom Mccresstrandc heran. Alles in Ricsen-Ouantitäten. Der Graßvcrkauf in den Markthallen nimmt schon um 4 Uhr früh seinen Anfang. Das Beste und Schönste von dem, was ganz Frankreich an Le­bensmitteln erzeugt, strömt auf dem Pariser Markt zusammen; dort ist alles dermaßen zentralisiert, daß es keine Seltenheit ist, wenn z. B. der Obstbedarf einer reichen Obstgcgend aus Paris, wohin erst alles Obst verschickt wurde, gedeckt wird, oder aber wenn Hotels au Seeplätzen mit reicher Fjfchausdeute ihren Fischbedarj von Paris zurllckkommcn laßen!

In den Straßen u»> die Markthallen herum herrscht also frühzeitig reges Lebe», das dann nach und »ach auf die Lebcus- mitlelgcschäjle in der ganze» Stadt übergeht, in erster Linie aus die Milchläden, die teilweise schon um 5 Uhr morgens ge­öffnet sind und mit ihrem hellblauen äußeren Anstrich und hel­len, inneren Kachel-Belag einen recht anheimelnden Eindruck machen. Ucbrigcus stammt die Idee dieser sieundlicheu Aus­stattung der Milchläden von einer deutschen resp. schweizerische» Grüiidung, der Maggi-Milch-Eesellschast, die einen koloßalen Aufschwung nahm, viele hunderte von Läden, über ganz Paris »crsireut. besitzt und autc reine Milch zu verhältnismäßig htl-j