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Nr. 224

Seite 3.

Kronprinz bittet sofort schleunigst umsangreiche Samm­lung und sofortige Abfindung von Rum und Aral in Wege leiten. ' , (gez.) Major ». Planitz.

Unwahre Gerüchte!

WTB. Straßburg. r. G 23. Sept. (Nichtamtlich.) Der stellvertretende Gouverneur gibt bekannt: Es werden in der letzten Zeit wieder eine Unmenge unwabrcr Gerüchte verbreitet, u. a. über die Gefangennahme einer Landsturm- Arbeiterkolonne. über angebliche Erfolge unserer Feinde, und dadurch die Bevölkerung beunruhigt. Ich warne vor der Verbreitung solcher erlogener Gerüchte und werde die Verbreiter und Urheber vor das Kriegsgericht stellen.

Ans Cnfllattd.

Englische Marincossizicrc in Sewastopol.

Koastantinopel. 21. Sept. Die englische Marinernisiion mit Admiral Limpus, welche vor einigen Tagen aus den türkischen Diensten ausschicd, empfing Beseht, sich nach Se­wastopol zu begeben, um der russischen Marine zur Dersllg- »ng zu stehen. In Sewastopol sind bereits auch andere englische Srcossizicrc, von denen ein Teil schon vor dem Kriegsausbruch eintraf, tätig. (England hat also schon vor­her Sccossizicre in das Schwarze Meer geschickt, um die russische Flotte für den Krieg vorzubercitcn. Aber dennoch hat natürlich die englische Regierungalles getan, um den Frieden zu erhalten!" D. Red.)

Kapstadt, 2». Scpt. Folgende weitere Einzelheiten über das Gefecht zwischen dem englischen KreuzerP e g a s u s und dem deutschen kleinen KreuzerKönigsberg" bei Sansibar werden amtlich bekannt gegeben: DerKönigsberg" näherte sich am Sonntag früh 5 lthr mit hoher Geschwindigkeit und machte ein britisches Wachtboot durch drei Schüsse kampsun- sähig. Dann crösfnetc aus etwa 8000 Meter derKönigsberg" «in wohlgezieltes Feuer aus denPegasus" und setzte diese bis aus 6000 Meter Entfernung fort. Die Breitseite desPega­sus" stand unter der Feuerwirkung und wurde in 15 Minuten zum Schweigen gebracht. Nach einer Kampfpause von 5 Mi», crössnete derKönigsberg" von neuem das Feuer, das eine Viertelstunde währte. DerPegasus" war nicht in der Lage, das Feuer zu erwidern. Beinahe alle Verluste der Engländer traten bei den Geschützen aus dem oberen Deck ein. Das Schiss, das mehrere Treffer in der Wasserlinie erhalten hatte, legte sich stark aus die Seite. Die britische Flagge wurde zweimal heruntergeschossen, aber von den britischen Matrosen immer mit der Hand hochgehalten. DerKönigsberg" hat anscheinend leine oder nur geringe Beschädigungen erlitten.

Aus Rußland.

150,000 Russe» umgekommr».

In einem Telegramm des Reichskanzlers an den deut­schen Generalkonsul in Zürich, das die dortigen Blätter ver- öjscntlrchen, Hecht cs über die Kämpfe in Ostpreußen: Von der Armee Sansonows sind die geringen Teile, die sich aus de > schweren Niederlagen bei Tonnenberg retten konnten, in Anflösnng über die Rarew geflüchtet. Die Armee Rennen­kampf (Njemcn-Armee) erlitt eine ähnliche Niederlage süd­lich von Insterburg und konnte das, was ihr noch übrig blieb, nur durch) schleunige Flucht über den Njemen hinter die Festungen Olita und Kowno retten. Nach vorläufigen Schätzungen sind allein bei Tannenberg und in den Masu- rische» Sümpfen 150,000 Russe» nmgekonnnen. Bis jetzt sind in deutschen Lagern untergcbracht: 200,000 Gefangene, davon 5000 Offiziere. Die Gesamtzahl aller Gefangenen übersteigt 300,000 Man», von denen also über die Hälfte Russen sind, lieber 2000 Geschütze aller Art wurden er- beutet.

Da« Rügen als Befreie».

Prag, 22. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) DasPrager Tagebl." meldet: Verläßliche Nachrichten aus Galizien stim­men darin überein, daß die Russen überall in Galizien, wo sic Ortschaften besetzen, mit systematischer Brutalität gegen die jüdischen Einwohner Vorgehen, die ruthenifche Bauern­bevölkerung gegen die Juden anfhetzen und jüdisches Eigen­tum sowie das Eigentum der zumeist gefluchteten polnische» Gutsbesitzer den riithenischcn Bauern überantworten. Tie von den Russen an jüdischen Einwohnern verübten Gewalt- taten nähmen einen immer größeren Umfang an, wodurch der Ausruf des ZarenAn meine lieben Juden" eine sehr merkwürdige Beleuchtung erhalte.

Aus der Heimat.

Fricdbcrg, 23. Sept. Es empfiehlt sich zu Feldpost­briefen, die Schokolade. Zigarren, Tabak, Strünipse »sw. enthalten, dauerhafte llmschläge aus Pappe oder ans star­kem Papier zu beiiutzen und die Sendungen f e st zu um- jchnürcn. Ter Vielfach benutzte Klammervcrschluß der Feld­postbriefe hat sich nicht immer bewährt, er lockert uiid fcjt sich leicht. Ter Grundsatz, das die Verpackung der ftatnr des Inhalt: und der Länge des Besörderungswegs entsprechen muß, gewinnt bei Feldpvstsendungen, die unter den besonderen Verhältnissen der Beförderungswcise auf den Etappenstraßen zum Teil eine wenig pflegliche Behandlung erfahren können, besondere Bedeutung.

Friedberg Fauerbach, 24. Sept. Mit dem Eisernen Kreuz wurde der Schwiegersohn des Eisenbahn-Werk- sührcrs Adolf Kerii, Herr HeinzKrenier, ausgezeichnet. Kremer, der Unteroffizier der Reserve ist und beim Inf.- Reg. Nr. 8l 3. Conrp. in Frankfurt eingezogen wurde, zeich­nete sich durch TäpfMit aus. Derselbe war früher hier als Lokomotivheizer und wurde kurz vorher nach Frankfurt a. M. versetzt.

Rene Tageszeitung. Donnersrag, den 24. September 191*

* Ruttershausen, 24. Sept. Am 20. September hielt Feuer­wehr-Inspektor Loos in Gießen eine Ucbung der hiesigen Pslichtsruerwehr ab. Das Kommando hatte unser früherer Kommandant, der Vater des jetzigen, der eben im Kriege weilt, übernommen. Da fast die Hälfte der Mannschaften und Führer fehlten, so wurde auf einiges Verzicht geleistet und nur eine kurze Probe im Spritzen vorgcnommen. Rach Been­digung der Hebung hielt Herr Loos eine kurze Ansprache. Er betonte, daß viele Stellen i» der Feuerwehr dadurch nicht be­setzt seien, weil ihre Inhaber sich a» dem Weltkrieg, der über uns hcreingebrochen sei. beteiligten. Er hoffe, daß sich dafür andere Bürger srciwillig melden wurden. Auch das Feuer sei ein Feind, der stets auch bekämpft werde» müsie. Da die heuttge Uebung zu seienr größten Zufriedenheit ausgefallen sei, so sei er auch fest überzeugt, daß sein Wunsch in Erfüllung ginge. Mit einem Danl wurde geschlosic».

* Frankfurt a. BI., 24. Sept. Auf dem letzten Fruchtmarlt ist eine weitere nicht unerhebliche Steigerung der Gctrerdr- preise zu verzeichnen. Machte doch der Weizen einen Prcis- lprung aus 2626.50 Mark, Roggen einen solchen auf 22.5023 Mark. Die Preissteigerung beruht nach dem Urteil Sachver­ständiger in dem Mißverhältnis zwischen Angebot und Nach­frage infolge des Ausbleibens ausländischer Zufuhren. Trotz dieser Sprünge ist man in Kreisen des Handels gegen eine Fest­setzung von Höchstpreisen für Getreide, da diese de» legitimen Handel unmöglich machen würden. Der Handel will aber energisch einer Preistreiberei cntgegenarbcitcn. Bei diesem Steigen der Getreidepreise wird mit einer weiteren Hcraussetz- ung der Brotpreise gerechnet werden müsien, trotzdem diese schon seit einigen Wochen eine respektable Höhe erreicht haben. Zahlt man doch bereits z. B. in Gießen für vier Pfund Schwarz­brot 60 Psg,, in Gelnhausen für 354 Pfund Schwarzbrot 58 Psg,, in Marburg für ein Vicrpsündcr Schwarzbrot 54 Psg,, in Wiesbaden pro Pfund Schwarzbrot lg Psg, Die Bäcker schieben die Schuld für diese Brotpreise von sich ab und den süddeutschen Handelsmühlen zu, die mit den Mehlprciscn sprunghaft in die Höhe gehen. Haben bie Mühlen doch am 23, September eine weitere Erhöhung des Preises für Weizen­mehl 0 um 50 Psg, auf 40 Mark für 100 Kilogramm eintreten lassen, nachdem stc erst am 18, September eine Erhöhung um 50 Psg. aus 39.50 Mark bekannt gegeben haben,

* Franksurt a. M 24. Sept. Aus dem Kartoffelmarkt in Frankfurt a, M. wurde im Großhandel nur 4,505 Mark pro 200 Pfund Kartoffel gezahlt, das sind gegen die Vorwoche 1 bis ly, Mark weniger für dieselbe Menge,

* Frankfurt a, M 24, Sept, Aus dem letzten Hauptvieh­markt waren 976 Stück Rinder ausgetrieben, darunter erstmals eine erheblich« Zahl ausländischer Zucht, nämlich 77 Stück aus Holland und 100 Stück aus Dänemark, Trotz dieser Zufuhr war kein Preisrückgang aus dem Rindermarkte, der rege ver­lief und geräumt wurde, zu spüren, Ochsen zogen sogar etwas im Preise an.

Hissen-Nassau.

* Höchst o. BI,, 24. Scpt, In der schändlichsten Weise hat sich am 30, August der aus Zotzenbach im Kreise Heppenheim gebürtige Arbeiter Georg Ewald in Zeilsheim an einem noch nicht schulpslichtigen Mädchen vergangen. Die Wiesbadener Strafkammer belegte den Unhold mit einem Jahr Zuchthaus und 3 Jahr Ehrverlust.

* Okriftel, 24, Sept. Mehrere junge Leute aus Okriftel wollten am 20. September in einem Kahne den auf einem Schiffe vorbeifahrenden verwundeten Soldaten Erfrischungen und Liebesgaben überbringen. Bei diesem Liebcswerk kenterte der Kahn, sämtliche Jnsasien stürzten ins Wasser, Der 22 Jahre alte Arbeiter Heinrich Rink aus Okriftel ertrank. Seine Leiche wurde bald daraus geborgen.

* Wiesbaden, 24. Sept, Um in den jetzigen Zeiten das Sparen von Etallfuttcr zu ermöglichen und dadurch die Erhal­tung des Biehstandcs zu erleichtern, hat der Landwirtschafts­minister die Königliche Regierung angewiesen, die Abgabe von Walsstreu aus den Staatsforsten und den Eintrieb von Rind­vieh und Schweinen in dieselben zu erheblich ermäßigten Sätzen in möglichst weitem Umsange zu gestatten,

* Wiesbaden, 24. Sept, Daß Frankreich geraume Zeit vor Kriegsausbruch den Krieg beabsichtigt hat, geht auch aus ei­nem Brief vom II, Jul! 1914 hervor, den Füsiliere der fünften Kompagnie des Infanterie-Regiments Rr, 80 nach den Kämp­fen in Belgisch-Luzemburg bei einem toten französischen Kor­poral fanden. In dem Briese machte des Korporals Bruder die Mitteilung, daß er (der Bruder) am 12, Juli sich stellen müsie, um längere, größere Manöver an der deutschen Erenze mitzumachcn.

* Wiesbaden, 24. Sept, Generalmajor z, D, Constantin v. Bonin, der hier im Ruhestande lebt, ist »ach kurzer Krankheit im 72, Lebensjahre verschieden. Der Verstorbene gehörte lange Jahre dem Füsilier-Regiment v, Eeisdorff (Kurhessisches) Rr, 80 an und war Ehes der 8, Kompagnie, deren Standort da­mals Hanau, dann Marburg gewesen. Sein ältester Sohn steht als Hauptmann im Jnfanterie-Leibiegiment Großherzo­gin Rr, 117 . *

* Wiesbaden, 24. Sept, Die Ehefrau Reumann in Gries­

heim a, M. hatte vor kurzem von der Mainwiese, wo die Bür­ger Griesheims in der Regel ihre Wäsche bleichen, ein Bett- laen wcggenommen, Bor der Strafkammer erklärte sie, aus Rot gehandelt zu haben. Das Gericht konnte bie Feststellung, daß die Angeklagte in Rot gehandelt hatte, nicht treffen. Das Urteil lautete, weil die Angeklagte räcksällige Diebin ist, aus 3 Monate Gefängnis. Das Gericht empfahl der Verurteilten jedoch, auf dem Wege der Gnade eine Herabsetzung der Strafe z» erwirken, > * -*'*> '

* Wiesbaden, 24. Sept. Der 4X Jahre alte Sohn des im Feld« befindlichen Gastwirt» Gustav Leichtfuß in Wiesbaden wurde überfahren und trug derart sthwere^Kopsverletzungen da­von, daß er bald darauf starb. '' S\

* Ban, Rhein, 24. Sept. 31791 Gefangen«: Franzosen, Bel­gier. Engländer und Franttireur» haben bis zum 20. September b. I. den Bahnhof Rieder lahustein iw der Richtung Rüdes- heimSranAurt^und^GiHenRastel beim/ Fulda palnert, um 1

in die verschiedenen Gefangenenlager oder soweit sie verwun- det, in die Lazarette überführt zu werden.

Starkrnburg.

* Darmstadt, 24. Sept. Der erste Engländer, d. h. engl. Gesangenc, kam am 22. Sept. hier durch. Im gleichen Abteil wurden auch zwei französische Gefangene transportiert, doch war für die Begleitmannschaste» recht charaltcristisch zu beob­achten, daß die Franzosen vo» ihrem englische» Wajsciibrnder absolut keinerlei Rottz nahmen,

* Darmstadl, 24. Scpt. Eine Diirgcrwchr soll dahier aus Bcranlasiung des stellvertretende» Gcncrallommandos des 18 Armeekorps ausgestellt werde». Bei dem Präsidiuin der Ka­meradschaft Hassia wurde angesragt, wieviel Unteroffiziere unt Soldaten in nicht mehr landsturmpslichtigcn Alter gestellt wer­den lönne». Die vereinigten Kriegcrvcrcinc fordern ihre Mit­glieder zum Beitritt aus und sind, wie wir hören, schon zahl­reiche Anmeldungen erfolgt.

* Darmstadt, 21. Sept. Ein Sahn des früheren hessischen Final,zministers Dr. G I, a u t h , der Großh. best, Regicrungs- baumeistcr Adolf Enauth, Leutnant der Reserve im hiesigen Reserve-Fcldartillcric Regiment Rr. 25 ist bei de» Kämpfen an der Maas am 15, September gefallen,

* Reinheim i. Od 24, Scpt, Die Sorge» um ihren im Feld stehenden Eheniann haben anscheinend de» Verstand der Ehe­frau Fr, Becker getrübt. Am 22. Scpt, nachts gegen 3 Uhr brach in der Hoftcitc der Leute Feuer aus. das mit Mühe von der Feuerwehr auf seinen Herd bcschräntt werden konnte. Man fand indesien die Leiche der unglückliche» Frau im Bett halb verkohlt vor. Wahrscheinlich hat sie das Feuer selbst verur­sacht.

Abgabe von ausrangiertc» und Bciit.pserdcn.

Das Kriegsministerium hat angeordnct, daß nicht mehr krauchbarc Militär- und evtl, auch Bcutepferdc de» Land wirtschaftskammcrn zur Abgabe an Landwirte überwiesen werden sollen. Die Pferde werden zu einem von zwei Sach verständigen festzusetzenden Schätzungswert abgegeben. Die Abgabe der Pferde erfolgt in der Reihenfolge de- An.-eldung bei der Landwirlschastslammer. Die Bezahlung der ' V erfolgt bei den stellvcrttetenden Intendanturen,

Verkauf von Rindvieh.

Das Viehdcpot des Reserve Magazin Wcsthasc» i , surt a. M, (Landw. Halle) verkauft freihändig gegen bo- 139 Zugochsen

37 junge Ochsen zur Aufzucht 261 ttächtige Kühe, Rinder und frischmelkende Kühe '62 junge Rinder.

Landwirte aus seuchenfreien Gegenden haben in der Zeit vormittags von 9541154 und nachmittags von halb 3 154 Uhr Zutritt zu den Ställen.

An die Keßnaelttichter und Gkßüaelruljitiier- ki'ne in Merhessen.

War machen wir mit dem Ueberschuß an gurcm Jui-gge stügel? Das ist IN der Kriegszeit für mele Züchter eine crnstl Frage. Die Geflügel Ausstellungen fallen für das Winlerhaib jahr 1914-15 voraussichtlich alle aus. Die Preise für Futter­mittel steigen. Doch ist anzunehmen, daß Gebrauchseier bald mehr begehrt und bester bezahlt werden, (Ausbleiben vieler Auslandstiere, Knappwerden der Lebensmittels,

Will der Züchter seine guten Tiere, besonders die Hähne, billig verlaufen? Bester bringt er sie dem Vaterland zum Kriegsopfer, indem er sie Kranlenhäuser» zur Pflege der Ver­wundeten stiftet. Damit werden die Tiere zu einem edlen Zweck verwendet.

Die Kriegszeit geht vorüber, und es kommt dann voraus­sichtlich für Deutschland eine Zeit des Ausstiegs auch für un­sere Geflügelzucht, Darum: Kopf hoch, Ihr Geilügelzüchier

und Vereine!

Beratet in Euren Versammlungen und Zusammenlünsten! Sorget in selbstloser Weise dafür, daß die Zuchten der in das Kriegsfeld Gerückten erhalten werde»! Unterstützet mit Geld in Rot geratene Züchter!

Hier finden besonders die Gc-lügelzuchtvcreine vornehmste Arbeit,

Helfet und unterstützet, um Gutes zu erhalte»!

Der Verband der oberhesi, Eeslügelzuihtverelne,

Eingejandt.

(Füi Aitilel unter dieser Rubrik übernimmt die Schiislleitung nur die picßgesetzliche Verantwortung),

Ihre Aiitteilung, daß ein deutscher Stationsvorsteher es wagte, deutsche Verwundete aus einer Eisenbahnabteilung I Klasie zu entfernen, um verwundete französische Ossiziere hineinzusetzen, hat wohl tn jedem Ihrer Leser den heftigsten Zorn entslammt. Hiermit allein ist cs aber nicht getan, man inuß den Namen dieses Mannes seststellen und ihn der Ocsscntlichkeit preisgeben. Auch wird es am Platze sein, daß die Vorgesetzte Behörde sich mit diesem Fall beschäftigt und die­sen Herrn auf einen Platz setzt, wa er nicht mehr in der Lage ist, derartige Verfügungen treffen zu können, A, W,

ßlirchliche Anzeigen.

Gottesdienst in der Stadttirch«.

Freitag, den 25. Sept,, abends 854 Uhr: Kric ' b d-cht. Herr Direktor S ch o e l l, \

- - d- h

Franks, irier Wetterbericht Borausjage: Heiter und trocken, nachts kalt, tags ziemlich warm, ruhig, ,4^ . ' \ MM,--..'.. "

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: O t t r Hirschel. Friedbcrg: für den Anzeigenteil: K. Schmidt, Frkedbera. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitung", «k. ®.. Friedüera i. L