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9lcue Tageszeitung. Montag, den 21. September 1811
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deutschfeindliches Fahrwasser gelenkte Stockholmer Zeitung „DagenS Npheter" bringt ein Telegramm aus Genf mit der Nachricht, daß man nun mit voller Gewißheit fcststellcn önne, daß Deutschland die Absicht gehabt hatte, nicht nur Belgiens und Luxemburgs Neutralität zu verletzen, sondern mch sich des schweizerischen Gebiets zu bedienen. Es sei Ser Plan gewesen, in Frankreich durch die Schweiz cinzu- dringen und eine Umgehungsbewegung gegen Beifort zu unternehuien. Dieser Plan sei durch die rasche Mobilisier^ uug des schweizerischen Heeres vereitelt worden, die in weniger als zwei Stunden ansgefiihrt worden sei. — Daß die Schweiz ihre zum Schutz ihrer Neutralität ungeordnete Mobilmachung aus der Besorgnis vor einem deutschen Einmarsch begonnen oder beschleunigt lade, ist eine der französischen Lügenmären, denen die Sei eizer selbst mit gerechtem Mißtrauen gegenüber stehen. Gerade beute gelangt ein neuer Beweis hierfür in uns. e Hände: Die hier lingc- troffene Zeitung „Vaterland" in Luzern schreibt unter dem 12. September: „Die fortgesetzte Lügcnho stmeit der Havas- Meldungcn ist einfach schändlich und ni".ß ° .Freund der Wahrheit empören." Das ist gewiß tv
der Britislh-Dkillschm A.i^^.^eskllslhust.
London, 19. Sept. <W. B. Richiamtlich.1 In der gestrigen Generalversammlung der Bril sch-Teutschcn Friedensgesellschaft wurde beschlossen, die Gesellschaft ini Hinblick auf den Krieg aufzulöscn und das Vereinsverniögen zu ^zwei gleichen Teilen dem amerikanischen Botschafter in Berlin zwecks Unterstützung in Not befindlicher britischer lln- tertanen in Deutschland, und den, amerikanischen Botschafter in London zwecks Unterstützung in Not befindlicher deutscher Untertanen in England auszuhändigen.
Dr. ing. v. .Hmdenburn.
Danzig, Lg. Sept. Aus einstimmigen Antrasftlön'.tlicher Abteilungen der technischen Hochschule in Danzig wurde Generaloberst v. H i n d c n b u r g, der Befreier Ostpreußens, zum Dr.-Jng. ehrenhalber ernannt.
liniere Mha»bitzell in
Wie furchtbar die Wirkung der deutschen Feldhaubitzcn »uch auf nahe Entfernungen ist, geht aus folgender Schilderung eines Kriegsteilnehmers hervor: „Am 22. August fing gegen
Lfbcnd 8 Uhr ganz plötzlich, als wir uns gerade ins Quartier begeben wollten, ein Gefecht an, und ehe wir's uns versahen, waren wir mitten drin. Es war ein schneller Sieg. Die Franzosen wurden ganz furchtbar vermöbelt. Die Nacht schliefen «ir im Straßengraben von 2 bis 4 Ahr und deckten uns mit dem Sternenhimmel zu. Es war gemein kalt. Am nächsten Tage ging die Sache weiter. Die Franzosen flohen aus der Straße nach Süden zu. Außerdem sahen wir ganz grauenvolle Bilder, ganz besonders in einem Walde, wo aus einer schnur- graden Straße zwei sranzüsische Feldartillerie-Regimenter gänzlich vernichtet worden waren. Die Geschütze standen da in Marschkolonne. Die Pferde (vor seder Prolle sechs) lagen wie vom Schlage gerührt tot da und ringsum die Mannschaften und Ofsiziere. 28 Geschütze mit de» Protzen und sämtlichen Mannschaften und Osfiziercn waren vernichtet. Das Ganze spielte sich in zehn Minuten ab. Ein Hauptmann Wilhelmi hatte diesen Schlag getan. Er halte die Franzosen überrascht und aus Ivo Meter mit Feldhaubitzcn beschossen. Er selbst erzählte es uns. Er hatte einen Schuß in die Brust bekommen, und ein französischer Offizier, der ganz zufällig abseits gewesen war und nur verwundet wurde, erzählte, es wäre so gewesen, daß man hätte den Verstand verlieren können. Dieses grauenvolle Bild werde ich nie vcrgcsicn. Zwei Kilometer laug nichts wie Geschütze, Leichen und Pserdekadavern!"
Ans Frankreich.
Eine Ancriciinung deuähor Flieger.
Basel, lg. Sept. Die „Gazette de Lausanne" enthält in Telegramm aus Toulouse über de» Bericht cince französischen Offiziers, in welchem cs heiß!: Auch unsere haben au»
dem letzten Kriege ihre Lehren gezogen. Sie unlerhaltcn den bcstorganisirrien Nachrichtendienst, der sich über die ganze Weit erstreckt und sic mit ziemlich genauen Beobachtungen versorgt. Wir haben nicht geglaubt, daß die deulschen Flieger so zahlreich seien. Ganze Schwärme lun.dstha.lt.. : ::nir.:e Sellu:gcn ans. Wenn einer heruntergesihosi.:, wurde, erschienen fünf andere, die höher slogcn. Das können tausende von Zeugen versichern. Die Flieger ließen rote Kug:ln h.r.'bs:.!'. Unsere Soldaten aearse» sich >u Boden, denn sie erwärmten eine Explosion: aber nichts erfolgte, nur eine weiße Raurlksrhn: stieg empor. Ein paar Minute» später aber sauste ein Hagel von Granaten und Schrapnells über uns her. Ti- deutsche Artillerie zielt UN»
trijst genau, wenn sie uns auch an
Material
i:ad Munition
nicht gleichlommt. Ter Plan, das
^\zl durch
Fiicger maikie-
ren zu lasten, ist eine geniale Idee.
Der fxniff
> ! nun entdeckt,
ibcr er hat genug genutzt.
Eine Mahnung z::r
Paris, 20. Sept. Eine Rote
i’ : :rs bringt
)ie Verpflichtung, den Lew allen S\
TirrnfccUa
t ic sorgfältigste
pflege angedeihen zu lasse», in Er!
n.ierunz.
Es sei dies eine
ebretcrischc Pflicht, die durch die i.Mcruo. ,ii.e Gesetzgebung, ic Briiimmunge» der löenser Konv.-ntio:! >: id iusbesonder.- urch i .-5 Geruht Ser Meuschensreundlichlrit sestgelcgt sei. Man tusje .m .-liiere,ie per in Dcutjchlau.d gejangenea Franzosen eünscheu, daß dieses Gefühl aus G.-zenseitigreit beruhe. Der Minister erNärt, überzeugt zu sein, daß Aer.ste und Sanitäts personal den deutsche» Verwundeten gegenüber ihre Pjltcht mit wünschenswerter Hingebung erfülle», und er werd: u::v:rzüg- iich diejenigen ihres Amtes entheben, die Verwundete» uno Gesungenen gegenüber gegen die von der Eenser Konvention festgesetzten Regeln der Menschlichlcit verstcßen.
Bezeichnend ist es, daß der Paiiaeiagauner Clerncnceau sich o^gcn diese Verordnung wendet und de» sranzöstschc» Kranken
schwestern Anerkenliung zollt, die sich geweigert haben, deutsche Verwundete zu pflegen. Die französischen Radilalen scheinen sich durch die Bank aus den gemeinsten Verbrechern zusammenzusetzen.
Die Verwüstung in Frankreich.
Ein Korrespondent der „Daily News" erzählt feinem Blatt aus der Gegend zwischen M c a u x und 3 m a y, daß er dort einen jammernden alten Bauern getrofjen habe, deffcn ganzes . Anwesen verwüstet sei. Ei» französischer Ncgierungsbcamter, der aufgeregt verbsigegangen sei, habe dem Bauern zugerusen: „Schweige, die Franzosen tun uns mehr zu leid, als die Deutschen". Das englische Blatt knüpft daran die Bemerkung, der Borsall zeige, wie sehr die nichtkämpfcnde Bevölkerung aus dein Gleichgewicht geraten sei. (Wir selbst sehen in dem Borfall auch eine Bestätigung der Behauptung, daß unsere Truppen die Schuld nicht trifft, wenn die Kampfplätze dieses Krieges verwüstet und geplündert sind. Gerade die Franzose» haben auf ihrer Flucht durch ihr eigenes Land alles zerstört, um den Deutschen nichts zurückzulasien, was ihren Vormarsch crleichtcr» könnte. D. Red.)
Eine neu: Art, zu lügen.
Berlin. 20. Sept. Der Lügenfeldzug, mit dem das offizielle Frankreich die Siege der deutschen Waffen auszugkeichcn oder wenigstens das unglückliche Voll über die Wahrheit hin- wcgzutäusihen hofft, ha! das sranzöstschc Nachrichtenwesen dermaßen dislrcditicrt, daß cs zu dem niederträchtigen Mittel greisen muß, die Depeschen des „Wölfischen Bureaus" zu sälfchen. Am tv. September hat das „Walsffche Bureau" aus dem Großen Haiiptgnarticr gemeldet, daß der rechte Flügel der deutschen Armee nach erfolgreichem Kampfe zurückgenommcn worden sei, als der Anmarsch neuer starker feindlicher Kolonnen gemeldet wurde. Dann wurde gemeldet: „Der Feind solgte an keiner Stelle. Als Siegesbeute dieser Kämpfe sind bisher 50 Geschütze und einige tausend Gefangene gemeldet. Die westlich Bcrdun kämpfenden Heeresteile befinden sich in fortschreitendem Kamps." Diese Meldung ist von den amtlichen französischen Stellen in ihr direltes Gegenteil verwandelt worden. Denn cs findet sich in den hier cingetrosfenen sranzösischen Bläftcrn, gleichlautend abgedruüt und als amtliche Berliner Wolffnach- richt mit der Unterschrift des Eeneralguarticrmeisters v. Stein versehen, eine Fasiung der Meldung, in der es heißt: „Unser
Flügel ist zurückgenommen worden und von ihnen — den französischen Kolonnen — verfolgt worden. Die im Westen von Verdun kämpsenden Abteilungen haben nirgends Fortschritte gemacht." Der Absatz über die Sicgesbeute ist natürlich weg- gebliebcn. So muß die französische Regierung diese Lügen über fremde Meldungen cinschmuggcln, weil sie selbst allen Glauben cingebüßt hat.
Ans Belgien.
Brüssel, 20. cpt. Gestern ist der Rest der ausgehängten belgischen Fahnen aus Druffel verschwunden. Der Befehl des Gouvernements hierzu ist durch Maueranschlag von dem Bürgermeister Max erläutert worden. Im übrigen hat bisher die städtische Polizei mit unseren Truppen gemeinsam gut gearbeitet. Infolgedeffcn ist bisher nur ein einziger Angriff von Zivilisten aus einen Posten vorgekommen. Der Täter wurde scldgerichtlich zum Tode verurteilt. Der Bürgerschaft wurde dies durch Maueranschlag bekannt gegeben. — Die Meldungen, daß Bürgermeister Max össentlich provokatorisch ausgetreten sei und bewußt falsche Kricgsnachrichten verbreitet habe, sind bisher nicht bestätigt worden. Sollten dem Bürgermeister Intrigen gegen die deutsche Militärgewalt nachgcwiesen werden, so würde er sosor! entfernt werde».
ARS England.
Eine englische Thronrede.
! L o n d o n , lg. Sept. Im Obcrhause wurde gestern bei der Vertagung des Parlaments eine Thronrede verlesen, in der cs heißt: Meine Regierung hat jede mögliche Anstrengung gemacht, um den Weltfrieden zu erhalten. Sie wurde zum Kriege gezwungen durch den absichtlichen Bruch von Vcrtragspjlichtun- gcn, durch die Pflicht zur Beschirmung des Rechts in Europa und der Lcbcnsiniercsjcn des Reiches. (Die Veröffentlichungen der deutsche» Regierung, naincntlich des Dcpcschcnwechsels zwischen dem deutschen Kaiser und dem König von England, haben den Gegenbeweis geliefert. D. Red.) Mein Heer und meine Flotte unterstützen mit Wachsamkeit, Mut und Fähigkeit in Gemeinschaft mit den tapferen und treuen Bundesgenossen die gerechte und ehrliche Sache. In jedem Teile des Reiches schart inan sich spontan und begeistert unter der gemeinsamen Flagge. Wir kämpfen für ein würdiges Ziel und werden die Massen nicht nicderlcgen, ehe das Ziel vollkommen erreichtest. Ich vertraue vollkommen aus die loyale einträchtige Unterstützung alles meiner Unteriancn und bete, daß der allmächtige Gott seinen Segen gebe. »
Um den Sii; : zu verhindern, entzündet England den Weltkrieg.
R v in. 12. Sept. „Gicrnale d'Italia" bringt ein Interview mit t.vi Senator Grasen di San Martina, der von einer Reise durch England und Frankreich zurückgelehrt ist, aus dem tolgends Sätze besonders interessant sind: Am 22. Juli hat ei» Diner stattgcsunden, an dem Erey. Goschen und der frühere Echatzininistcr Murray teilnahmcn. Grcy hat dabei geäußert, daß er die Vorgänge in Irland gar nicht vergleiche mit dem Konililt, der Europa drohe. Lady Murray, eine eifrige Parieigiin zeein Ulsters, sprach über die Schwierigkeiten in Irland und sagte, niemand sei gewillt, nachzugeben. deshalb war die Konfce.uz beim Königs vergeblich. Ter Kamvl wirb täg- ) lich heftiger: wir stehe» vor dem Biirgcririege. Ich sehe nur einen Ausweg. Rur ein Krieg mit O c u t iI a n a kan» noch alle wieder einigen.
Schwarze und Engländer.
Lin Millämpser schreibt »ach Hause:
Tie schwarze» sranzösischen Soldaten sind die übelsten Leute, welche die Wett je gesehen hat. Sie siechen alle Verwundeten
nieder und dabei gibt es noch Menschen, welche diese Gesellschaft schonen wollen'. Wir hoffen hier alle, daß man zu Hausi- die Schwarzen ordentlich arbeiten läßt und st- nicht zu gut verpflegt. Man sollte sie mit den Engländern, deren Wassenbrii- der sic ja sind, zusammenspcrrcn, damit sie auch in der Gesa» geulchaft immer recht nahe beieinander bleiben und die Meißen sich au die Wohlgeriiche der Schwarzen gewöhnen. Wenn man das durchführt, meldet sich in England sicher lern Mensch mehr zum Eintritt in das Heer. Es muß nur in England be- kGnnt werden, daß Engländer und Schwarze »edenelnaiidec sitzen. Das genügt.
Maorikriegcr stir Aegypten.
200 neuseeländische Maorikrieger sollen für den gillitäri- scheu Dienst in Aegypten Verwendung sindcii.
Ans Untzltmd.
Di« silberne Bowle.
Berlin, 19. Sept. Das stellvertretende Gucralkm- nrando des 6. Armeekorps vcrösscutlicht folgende Mittung: „Die Nachricht, daß in dem Automobil eines niss scheu Generals die dem Landrat von Neidenburg, gehörige silberne Bowle gefunden wurde, ist richtig. Der kriegSgesang» cne General Marios bittet um Bekanutmachung, daß dieses Autoniobil nicht das seinige gewesen ist. DaS hat auch tatsächlich nicht festgestellt werden können."
General Marios.
Der gefangene General Martos, der bekanntlich den Besch! gegeben hat, alle männlichen Einwohner Ostpreußens uicderzuschicßeu, und der dieserhalb por das Kriegsgericht gestellt worden ist, konnte noch nicht zur Aburtcilmig kcm- men, weil er leugnet, der General Martos zu sein.
Russische Offizicrc berauben ein österreichischer Postzug.
Als die Russen in Podwoloczyska eindrangen, fuhr ein österrcicher Postzug durch die Station. Die Russen beschossen sofort mörderisch den Zug und brachten ihn zum Stehen. Sofort stürzten sich die Offiziere auf den Zug, nahmen zu- nächst den Barbestand der Post an sich und nahmen dann den Passagieren 1. und 2. Klasse das Geld weg. Die Sol- daten plünderten nnterdeß die anderen Waggons, wobei sie unter sich in blutige Raufereien gerieten. : , u
Maxim Gorki. Zr 1
Maxim Gorki, der Verfasser des „Nachtasyls" lind anderer Bühnenstücke, dieser von deutschen Zeitungen hochge- feierte Russe, der als Märtyrer des russischen Despotismus allen deutschen Micheln zur Anbetung vorgestellt wurde, hat sich als Freiwilliger bei der russischen Armee gestellt, lind wenn der gleichfalls von jenen Blättern hochgerühmte Leo Tolstoi noch lebte, würde auch dieser vom Hl. Synod geinaß- rcgelte Russe deni Zaren Hand und Knie küssen.
Jlie peß im pttdinffr.
Basel, 19. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des „Journal de Geneve" aus Neapel ist in verschiedenen Mittelmcerhäfen die Pest festgestollt.
Amsterdam, 19. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Wie nach deni „Rotterdamsche Courant" ans Gibraltar verlautet, beginnen die llllarokkaner sich entlang der ganzen Küste zu rühren. Nach demselben Bericht verließen Tausende Tan ger und dessen Umgebung und setzten nach Algeciras übe, aus Furcht vor einem marokkanischen Aufstand.
Die Haltung Spaniens.
Ter „Jmparcial" nieldet: Tic Radikalen von Barcelona und die Arbeiter und Sozialisten von ganz Spanien haben sich in großen Friedens-Mectings cinniütig für die strengste Neutralität Spaniens erklärt, an deren Bewahrung durch die Regierung trotz aller Zugeständnisse und Versprechungen Frankreichs nicht der geringste Zweifel besteht In Oviedo war das Meeting von 40,000 Arbeitern besucht : es klang in ein Hoch auf die Bezwinger des Zarentums, auf die Deutschen auS. .In Ferrol wurde Dr. Jglesias ausgc- psiffcn, der erklärte, Spanien müsse auf der Seite Frankreichs stehen. — Die „Epoca" teilt ein Witzwort des Königs Alfons mit, der, über seine persönliche Stellungnahme den politischen Ereignissen gegenüber befragt, zur Antwort gegeben haben soll: „Mein Herz ist mit Frankreich, tnein Verstand ist mit Toutschlnnd und mein sich nach Begnemlich- keit sehnender Leib ganz entschieden für die Neutralität!" Tie Haltung eines Helden ist dies gerade nicht: aber uns soll's recht sein-
(fine ptf Ausrede iß drei Lalien luerh
Paris, 20. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Ans London wird gcnicldct: Der Prinz von Wales trabe die Erlaubnis erbeten, das englische Expeditionskorps begleiten zu dürfen Lord Kitchener ließ jedoch den König wissen, der Augenblick sei für den Prinzen noch nicht gekommen, in die Front zu gehen, da der Prinz seine militürische Ansbildung noch nickst beendet habe.
Eine tmliilche Stimme über AMmch-AiiMp.
K 0 N st a » t i N o pe l, 19. Sept. Der „Tanin" bespricht fci: Operationen der österreichisch-ungarischen Armee und stellt je ', daß der Krieg das Gegenteil der Behauptungen erweise, netz denen diese Armee, weil sic aus verschiedenen sprachliche» El: menten bestehe, zerfallen mäffc. Die Armee habe sehr beden tende Schlachten gegen einen mehrfach überlegene» Feind geii: feil, Siege errungen und den heftigsten russischen Anglisten d: avundernswerten Widerstand entgegengesetzt. Aus diese WeH: lei erwiesen, daß der das Land verw»ltcnde Geist vollendete Systeme hervorgebracht habe und daß die Slawen dem Hause Habsbura ebenso treu ergeben seien wie die Deutschen. Das


