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Stückchen deutschen Bodens, für die Freiheit und Unabhängigkeit dieser Landschaft, die vor rund 1666 Jahren wiederholten Einsüll«» der Franken ausgesetzt war, 1689 die Sprengung der altrümischen Grundpfeiler ihrer historischen Moselbrücke durch die Franzosen mit ansehen muhte, und in den jüngsten Tagen, sreilich ganz unbegründeter Weise, einen erneuten Einfall von drüben besürchtet hat. Es wäre ja auch gar zu schade gewesen, wen» etwa ein neuer Melac hier an dieser historischen Stätte gewütet hätte. Steht doch hier eine ganze Anzahl von uralten Bauresten, wie sie sonst kein Ort im Norden der Alpen auszu- rrcisen hat. Gerade gegenüber meinem Hotel vor allem die berühmt« Prota Nigra, das Nordtor der römischen Etadtbe- jestigung aus dem dritten Jahrhundert nach Christi, dessen gewaltige Ausmahc noch heute die Bewunderung der Architekten erregen. Dann die Ruine des römische» Kaiscrpalaftes, die nach römischen und pompcjanischen Mustern gehaltene Gcrichts- stätte, deren Mauerwcrl Konstantin der Große zur Schaffung einer Basilika benutzte, und schließlich das römische Amphitheater, das einzige aus deutschem Boden, das unter Kaiser Trajan oder Hadrian erbaut wurde und 8066 Zuschauern Raum tot. Auch weist Trier noch die Feste der römischen Stadtmauer, «roher antiker Bäderanlagen und in allernächster Nähe der Stadt sogar eines der merkwürdigste» Römcrwcrke dieseits der Alpen aus, die sogenannte „Igelcr Säule", ein 23 Meter hohes Ehrcudenkmal der Familie der Secundier aus dem 2. Jahrhundert n. Ehr. Grund genug zu dem Schillcrschen Wunsche: Möge nie der Tag erscheinen, wo des Krieges wilde Horden dieses stille Tal durchreiten!
Eine kriegerische Tragödie hat Trier aber doch schon hinter sich. Tenn am gestrigen Tage haben sie aus dem hiesigen Schiehslande 5 belgische Franktireurs durch einige wohlgczielte Schüße nach stattgchabtem Kriegsgericht vom Leben zum Tode bcsördcrt. Gräßliche Einzelheiten werden auch hier von den Greueln der belgische» Freischärler und ihrer Weiber erzählt.
Langsam zieht der große Transportzug nach Luxemburg aus dem Trierer Westbahnboj hinaus. Er ist vollgcpsropst mit katholischen Ordensschwester» und -Brüdern, die sich zur Pslegc der Verwundeten nach den Schlachtfeldern bei Longwy und darüber hinaus begeben wollen. „Jahrelang, so sagte mir eine :vanpclische Dame in Tri« «ffcnhcrjig, haben wir für Mann, Kind und Haushalt sorgende» Frauen »ns vergeblich gefragt, welchen Zweck den« heute noch die Abschlicßung der Kloster ftauen vom frisch pulsierenden Leben der Ration haben könne Jetzt aber bin ich es zufrieden! Sie glauben nicht, welcher Segen i» diesen Tage» aus de» stillen Räumen der Klöster am Rhein und an bei Mosel für unser ganzes Volk gefloffen ist. Wie die Heinzelniännchc» haben di« Schwestern seit Jahr und Tag unglaubliche Mengen Weißzeng, Strümpfe, Hemden, Binden und Bandagen ausgestapelt und nur selbstgesponnenem Flach» ganze Ballen Leinwand ausgetürmt, mit denen sie unseren Verwundeten zu Hilfe gekommen sind. Di« vorsorgliche Arbeit des Roten Kreuzes und de» Vaterländische» Frauen- »ereins in allen Ehren, aber man sieht es aus de« ersten Blick, wer von unsere» Verwundeten in einem Kloster und wer in einem Lazarett die ersten Handreichunge» erhalten hat. Da ist keiner, der nicht vom Kops bis zn den Füßen gewaschen und mit ftijchcr Wäsche »ersehen worden ist. Und kein Stäubchen ist mehr in der ost zerrisienen «der gar zerschnitten gewesenen Uniform,« sehen. Wenn die Tagesarbeit an den Verwundeten zu Ende war, habe» die Klosterfrauen sich noch hingesetzt und die Uniformen gereinigt und genäht, während in den Lazaretten das nicht immer möglich gewesen sei» mag. Unseren verwöhnten jungen Mädchen hätten wir solche Arbeit nicht gut zumuten können "
Ja, unsere lieben jungen Mädchen! Sie müssen noch viel, sehr viel in diesem Krieg- und mehr noch aus ihm lernen, selbst diejenigen, welche sich mit anerkennenswerter Bereitwilligkeit in de» Dienst des Roten Kreuzes und des Vaterländische» Frauenvereins gestellt haben. Es ist ja sicher viel hübscher und anregender, mit weißen Kleidern, hohen Frisuren und lokettcn Häubchen aus dem Bahnsteig hin- und herzuwandcln, Ansichtskarten zu verteilen, sich von den Verwundeten Kriegs- »rlebnisie erzählen zu lasten, bis einem die Haut angenehm schaudert, und Erfrischungen zu reichen, als schmutzige Binden gu erneuern und lehmige Uniformen zu reinigen. Immer mehr «rkennt man auch in diesen Tagen wieder die Berechtigung der Forderung nach einem weiblichen Dienstjahr, das vor allem den heilsamen Zwang der Ausbildung in der praktischen Krankenpflege auch aus diejenigen auszudehnen bestimmt ist, die cs auch heule noch fertig bekommen, mit FcderhÄen, durchbrochenen Bluse» und Lackschuhen einhcrzustolzicren, als ob cs sich bei dem Schicksal des Vaterlandes nicht auch um ihr- Zukunft sondern um das Schicksal irgend eines Botokudcnvolkes handelte. Sehnsüchtig blicken sie zu den geschlostcnen Kientöppen ffnüber. ob denn nicht bald die blutig-schaurigen Bilder vom Kriegsschauplatz ihnen im bequemen Parkettsitz geboten werden, üot! sei Dank hat der Große Eenerafftab keinen einzigen der Kurbelonkel zu unserer Armee zugelasten, und auch für die we- -.igcn photographischen Aufnahmen, die gemacht werden dürfen, die allcrstrengjte Zensur eingeführt. Auch die paar Schlachtenmaler. die heute aus Berlin, München und Leipzig kommend, etngcrüüt sind, haben naturgemäß ihre Zeichnungen zunächst vorzulegen. Unter diesen Umständen wird es von Zntercste lein, zu beobachten, wieweit die Heeresleitung des Mutterlandes der Filmindustrie, Frankreich, dieser entgegengekommen sein mag. Biel Erfreuliches werden die Pathe Freres und Ge- nostcn ihren Landsleuten nach dem Kriege ja wohl nicht oor- zujühren haben!
Inzwischen ist unser Zug in Luxemburg cingelaufen. Die smaragdgrüne Mosel, deren sonst von fröhlichen Au-slüglern besetzte Dampfer jetzt in sanfte Fahrt Tausende von Verwundete» nach den rheinischen Kurorten tragen, ist verschwunden und hat der kleinen Alzette und dem Pctrusbach Platz gemacht, in deren kühlen Fluten deutsche Soldaten ihre Pserde baden Ganz Luxemburg steht im Zeichen des Krieges, und allem Anschein nach macht das Land infolge seiner Reutralität glän^nb« Geschäfte, wenn auch offiziell «brr die unvermeidlichen Ver- kthrsbeschränkungen geklagt wird. Auf dem Schloß der jugendlichen Droßherzoain weht die rok-weißchkan« Fahne, ein Zei-
Noue Tageszeitung. Dienstag, den 15. September 1914.
chen, daß die Fürstin mtt dem deutschen Blut in den Adern nicht, wie er die uns feindliche Preste behauptet hat, von unseren Soldaten gefangen genommen oder gar sortgesührt worden ist. Im Gegenteil, mitten unter den Damen und Herren des luxemburgischen Roten Kreuzes, die heute auf dem Haupt- bahnhof die durchfahrenden deutschen und französischen Verwundeten mit Brot und Wurst, Limonade, Kaffee und Zigaretten labten, gingen zwei srcundlichc junge Damen einher, die aus großen Kafscckanncn den braunen Trank der Levante schänkten und durch nichts in Kleidung und Benehmen zu erkennen gaben, daß sie die Eroßhcrzogin Marie Adelheid und Marie Anna waren.
In anerkennenswerter Weise nehmen die in deutscher Sprache erscheinenden luxemburgischen Zeitungen Stellung gegen die Havaslügcn der uns feindlichen Auslanbspreste und zeigen sich bemüht, der deutschen Invasion die beste Seite ab- zugcwinnen. Bunt gcnug hat sich ja das Leben in der ohnehin pittoresken Stadt durch das Heerlager gestaltet, das unscre Truppen notgedrungen hier haben ausschlagen müsten. Besonders auf dem Bourbonplatze — nonien cst omen! — fallen die dort errichteten braunen Lagcrzcltc ins Auge, unter denen ein ganzes Kavallerieregiment mit seinen Pferden bequem Unterkommen kan». Automobile, die noch vor wenigen Wochen in dem Dienst eines großen Berliner Warenhauses standen, Leiterwagen Thüringer Bauerngüter und Hamburger Fremdcn- vcrlchrsautomobile rolle» hintereinander die Rue de la Libcrte hinauf und hinunter, deren zweisprachige Straßenschilder auch die deutsche Ucbcrsetzung aufwcisen. In den schönsten Anlagen am Petrusbach ruhen sich einige Thüringer Landsturmlcute von dem Postenstchen in der glühenden Mittagshitze aus. Ihr urgemütliches Gebühren hat die Luxemburger offensichtlich sür unscre Truppen eingenommen, denn am Abend sehe ich sie überall mit ihren Wirtslcutcn vor den Türe» sitzen. Da erzählen sic denn von der seinen waldgiüncn Heimat und singen die schönen Volksweise», die dem durch Clairontrompetenge- schmertcr und Eabarettgedudel verdorbenen Luxemburger Ohr ganz seltsam klingen müssen. Und wenn man diese braven blonden Mannen aus der Wartburggcgend sieht, muß man unwillkürlich an stille Thüringer Bauernhäuser denken, vor denen erwartungsvoll die Alten sitzen und aus neue frohe Kunde harren am Tage vor Sedan!
Ans der Heimat.
* Friedbcrg. 14. Sept. (Amtliche Verlustlisten.) Sei.
(ens des Großh. Kreisamts sind weiter die Nr. 8—20 der amtlichen Verlustlisten überlassen worden und liegen diese ini Lesezimmer de- Dolksbildungsvereins (Haazstr.) zur Jedcrinanns Einsicht offen.
Die amllichen Verlustlisten sind genau, und übersichtlich geordnet und nach den einzelnen Regimentern zusam- viengestellt. Die Listen können auch für monatlich 60 Pfg. durch die Post bezogen werden.
* Friedberg, 14. Sept. Der hiesigen Sanitätskolonnc vom „Roten Kreuz" sind zwei weitere Krankcnfahrstühle zur Benützung überlasten worden und zwar turn Herrn Kaufmann Sulzmann (Schuhhaus Weckerling) in Friedberg und Herrn Oekonomierat Alles in Nieder-Florstadt. Für die gütige Ueberlassung sei herzlichst gedankt. Die Fahrstühle babrn bei imseren Verwundeten bereits gute Dienste geleistet. Damit ist das Bedürfnis für Fahrstühle, fiir die Sanitätskolonne vorerst befriedigt.
* Friedbcrg, 13. Sept. (Rotes Kreuz). Wie in den hiefigen Blättern schon mitgetcilt wurde, hat der Zweigvercin vom Roten Kreuz am 4. September eine größere Sendung Liebesgaben nach Frankfurt a. M. gesandt, von wo dieselben an die Truppen des 18. Aimcelorps weiterbefördert wurden. Da derartige größere Sammelsendungcn immer längere Zeit gebrauchen bis sie in den Besitz der Truppen gelangen, aus allen Meldungen aber hervorgeht, daß unsere tapferen Krieger ost bittere Rot an den allernotwendigsten Dingen leiden, haben verschiedene hiesige Herren Automobilbesitzer sich in dankenswerter Weise bereit erklärt, eine weitere Sendung von Liebesgaben, die das Rote Kreuz Ende dieser Woche absenden wollte, persönlich in das Etappengebiet zu bringen. Dieses hochherzige Anerbieten hat den großen Vorteil, baß die Liebesgaben innerhalb weniger Tage sicher in die Hände unserer Tapferen kommen. Während die erste Sendung zur Verfügung des 18. Armeekorps stand, soll die voraussichtlich Samstag, den lg. oder Sonntag, den 26. September abgehende Sendung für unsere Hesi. Division bestimmt sein. Für alle, mögen sie Lieben draußen im Felde haben, oder mögen sie unsere Krieger im allgemeinen Liebesgaben zuweiscn wollen, wird diese Mitteilung von größtem Interesie sein, haben sie doch di« beste Gewähr, daß die auf diese Weise befördernde Sendung auch sicher an ihren Bestimmungsort gelangt. Die Geschäftsstelle vom Roten Kreuz, Haagstraße 16, nimmt alle für diese Sendung be- stimnften Gaben gerne an. Geeignete Liebesgaben find: Wollene und baumwollene Hemden, Jacken und Unterhosen, woll. Strümpfe, Leibbinden, Fußlappen (weiß. Flanell), Taschentücher, Zwieback, Bisquits, Wurst, Schinken, Schokolade, Tee, gemahlenen Kaffee, Würfelzucker, Zigarren, Zigaretten, Tabak und Seife.
* Friedberg-Fauerbach, 15. Sept. Unter deutschen und russischen Sommerarbeitern aus dem Fauerbacher Hos wurden durch den Aufseher Erundmann 36 Mark gesammelt und dem Roten Kreuz überwiesen. Wie es von dem Scherffein der Witwe in der heiligen Schrist heißt, so kommt auch diese Gabe aus vollem Herzen und ist besonders hoch anzurechnrn.
* W. Bruchenbrücken, 14. Sept. Aus unserem Orte hat jetzt der Krieg auch ein Opfer gefordert. Friedrich Röder, der 25jährige ©oljn des hiesigen Landwirts Wilh. Röder, ein braver, leutseliger und allzeit gegen jedermann gefälliger junger Mann, ist in Frankreich den Heldentod fürs Vaterland gestorben. Die Familie wird allgemein sehr bedauert, zumal vor kaum 9 Wochen die Mutter rasch und unerwartet ihrem Sohn« im Tode doranging. Nr sollte der tzro^e Schmer, erkpart Weif*«. Doch wer den
Tod im heiligen Kampfe fand, ruht auch in frcuider Eide iin Vaterland. Dem tapferen Gefallenen wird die ganze
Gemciiide ein bleibendes Andenken bewahren.
* Lich, 14. Sept. Gestern Morgen um 6 Uhr wurde die Einwohnerschaft durch Feueralarm aus dein Schlafe geweckt. Bei dein Zimmermeister Hrch. Ehr. Schmidt, Balni- bofstraße brannte ein Schuppen und die Maschinenhalle. Die hiesige freiwillige Feuerwehr beschränkte ü, kurzer Zeit den Brand auf feinen Herd. Während der Schuppen fast ganz nicdcrbrannte, wurde die Halle und die Dampfuia- schinc nur wenig beschädigt. Die Entstehungsursacke ist noch nicht bekannt. Bei dem herrschenden Sturm hätte das Feuer leicht gröberen Umfang annehiuen können. — Ten Heldentod fürs- Vaterland fand der an der hiesigen landwirffchaftlichen Wintcrschulc tätig gewesene und in der Umgegend gut bekannte Landwirtschastslebrer Tamm. — Ter erste Derwnnbeten-Transport (Sachsen) nach hier ca. 20 Mann traf an, Samftag rin. Sie fanden in der alt Lazarett eingerichteten landwirtschaftlichen Winterschule Aufnahme. Ein zweiter Transport traf gestern ein.
* Frankfurt a. M.. 15. Sept. Der hiesige „Landwirtschaftliche Verein" hat für die Rot in Ostpreußen 2666 Marl ge spendct.
Hesse».Nassau.
* Wiesbaden, 15. Sept. Der 16jährige Schuhmachcrgchilse Julius Weber aus Mcijcnheim war bis vor kurzem bei», Schuhmacher Schuch in Biebrich a Rh bcdicnstet. Als dieser am Sonntag, den 12. Juli mit seiner Familie eine» Ausflug machte, benutzte Weber diese Abwesenheit, um einen Einbruch bei seinem Brotherrn auszujühren In einer Schublade, die er gewaltsam öffnete, fand er 116 Mark. Mit diesen wußte er nichts besseres zu tun, als schnurstracks »ach Erbcnheun zu den Rennen zu fahren, zu wetten und zwar mit dem Ersolg, daß er nach Schluß der Rennen gerade noch das Fahrgeld »ach Hause hatle. Die Sache wurde ruchbar und Weber von der Stras- kaminer, trotzdem seine Mutter inzwischen de» Schaden sogar mit 146 Mark gutgemacht hat, zu 1 Monaten Gefängnis »er ui teilt.
* Aus dem Liindchcn, 13. Sept. Die Stürme in der letzte» Nacht haben in den Gemarkungen des Ländchcns stark« Verwüstungen an den Obstanlagen, die schwer beladen mit Fräch ten, die zum Teil erst ihrer Reise entgegen gingen, angerichtet. Zentnerweise liegt das Obst, vor allem Kernobst, am Boden.
Starkcnburg.
* Dnrmjtadt, 15. Sept. Schwer verunglückt ist am Sonntag abend ein junger Kaufmann dahier, der mit einer in feinen Besitz gelangten französischen Patrone spielte. Die Patrone er- plodierte und dem Menschen wurde ein Teil der Hand wcgge- risien und beide Augen verletzt, auch die andere Hand wurde bc- schädigt, sodaß er in ärztliche Behandlung genommen werden mußte. Es ist dies eine Mahnung, mit derartige» Eeschosien ehe sie entladen sind, sehr vorsichtig z« fein.
Perlnstliste.
(schvw. — schwer verwundet, lvw. — leicht verwundet, um. — . vermißt).
Bom Füsilier-Regiment Rr. 16, Rastatt: Karl Schaffer,
Seckbach, Kr. Frankfurt a. M. verw. — Vom Insa-'icric Regiment Nr. 131, Mörchingcn: Peter Heschcr, Sindlingen, Kleff Höchst, tot. — Maschinengewehr Kompagnie: Leutn. Bruno
Höpfner, Höchst a. M., schvw. — Von, Jägcrbataillon Nr. II Marburg: Hauptm. Frhr. v. Harnier, Echzell, schvw. — Wilh. Küster, Ehringshausen, Kr. Alsfeld, schvw. — Bon der Kaiserl. Marine, II. Werstdivision: Heizcr Johann List, Höchst i. Odw., tot.
Kriegstrophäe».
Aus die in vcrschiedenen Blättern (auch im „Gicßencr Anzeiger" erfolgten Wünsche betr. die Ausstellung der von unseren Baterlandsoerteidigern eroberten Geschütze an den einzelnen Earnisonsorten wird uns von maßgebender Stelle mitgetcilt, baß während der Kriegszeit anßer in Tarmstadt noch in einer westdeutschen, sowie in einer ostdeutschen Stadt sogen. Kricgs- beutesammelstellen bestehen, nach welchen alle vom Feind er oberte, rejp. zuriickgelasiene Geschütze, sonstige Waffen, Muni, tionsvorräte und sonstige Kriegsgcräte vorläufig gebracht und aufbewahrt werden. Alle aber persönlich im Sturm erbeutete» Geschütze, Waffen usw., die mit der Hand dem Feinde di- rekt abgcrungen wurden, werde» zunächst in Potsdam gesammelt. Wünsche nach der Aufstellung derartiger Beuten werden meist mit Beendigung des Krieges auf Anordnung der Garnisonen oder sonstiger Faktoren erfüllt.
Hilfsverein deutscher Frauen
zum Besten der Kinder im Felde stehender Männer
sucht im ganzen Reiche, in Stadt und Land, freiwillige Helferinnen als Vertrauenspersonen zur Errichtung von Zoeigstcllen und als Mitarbeiterinnen. Meldungen erbeten an die Vorsitzende Frau Elfe von Rothe, Berlin W. 66, Preußisches
Herrenhaus.
Kirchliche Anzeigen.
Gottesdienst IN dec Stabtkirche.
Mittwoch, den 16. Sept., abends 8J4 Uhr: Kriegsbittan-
bacht: Herr Pfarrer Dicht.
Gottesdienst >m Staditeil Fauerbach.
Mittwoch, den 16. Sept., abends J49 Uhr: Kriegsbitt»»
dacht: Herr Pfarrer Zatzmann.
Frankfurter Wetterbericht.
Borousfag«: Wollig, meist trocken, mäßig warm, westliche Winde.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirschei. Friedberg: kür den Anzeigenteil: K. Schm i dl, Friedbcrg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeit»»,", «l. G, Frirdberg i. H.


