Der (Weltkrieg.
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So ist es denn da. das Furchtbare, an das jeder gute Mensch mit Schauder und Grausen als an etwas Unmög- lichcs gedacht, da» eine dreiundvierzigjährige Friedenspolitik Deutschlands immer wieder verhindert hat — er ist zur Wirklichkeit geworden — der Weltkrieg.
All die letzten 10 Jahre hindurch hat der sogenannte Dreiverband Frankreich- Rußland —England eine Politik betrieben, die es auf die Einkreisung Deutschlands absah. um eS dann bei passender Gelegenheit erdrücken zu können.
Frankreich trieben Rachegelüste. England Krämernetd auf unfern stark emporstrcbenden Welthandel, und Rußland war ergrimmt, daß das Kulturvolk der Deutschen seinen panslawischen Ideen überall im Wege stand. Aber alle Bemühungen des sauberen Dreiblatt». Deutschland die Kriegsfackel ins Land zu tragen, scheiterte» an dessen unerschütterlichen Friedensliebe.
Man erinnere sich an dt« Marokko-, man denke an di« bosnische Krise.
Schließlich aber packten sie Deutschland an seiner empfindlichsten Stelle, an seiner Ehre, seiner Treue. Rußland hetzte serbische Mordbuben in das unS stammverwandte Habsburger Land, und als diesen feigen Schurken der künftige Herrscher Österreich- Ungarns, Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin zum Opfer gefallen waren, da war der casus belli gegeben. Österreich mußte Genugtuung von Serbien für jene Schand-
tat fordern. Serbien verweigerte sie und Rußland wollte da» auch nicht zugeben, somit hatte die uns verbündete Monarchie zwei Feinde gegen sich, was für da« Deutsche Reich Veranlassung sein mußte, dem Freunde an die Seite zu treten. Das war nun für Frankreich und England Grund genug, den Zertrümmerungsversuchen Rußlands ihre Hilse zu leihen. Diesen drei Großmächten trat schließlich noch Belgien bei. weil Deutschland aus strategischen Rücksichten Truppen durch belgisches Gebiet geschickt hatte.
Deutschland wurde von Rußland und Frankreich.
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de» erste an der «estirenze gefallene Offizier
ohne daß diese beiden Staaten offiziell den Krieg erklärt hätten, angegriffen, und da trat nun das ein. was Bismarck in jener denkwürdigen Retchstagssitzung de» Jahre» 1888 inbezug auf einen solchen Angriff gesagt hatte: .Das ganze Land vo« der Memel bi» zum Bodenfee wird ausbrennen wie eine Pulocrminc und wird von Gewehren starren!" Alle Partet- untcrschiede waren verschwunden, alles, Hoch und Niedrig, Arm und Reich, eilte mit gleicher Begeisterung zu den Fahnen und nach den Grenzen in Ost und West.
Der Vorsprung, den sich unsere Feinde durch Lug und Trug heimtückisch gesichert hatten, war bald eingeholt, und schneller als diese e< sich vermutet hatten und als es ihnen erwünscht war, fielen die ersten deutschen siegreichen Sckläge.
Schon am 7, August: der herrliche Tag von Lüttich. Dann Söblag auf Schlag, am 10, und 11. August die Siege bei Mühlhausen und L a g a r d e.
Wie 1870 die Väter, gingen heute die Söhne drauf: Sieg oder Tod! Viele Gefangene wurden gemacht, viel Geschütze und Munitien und die erste französische Fahne erobert.
Und wie im Westen fehlt es auch im Osten nicht an Ersolgen: Bet Soldau wird eine mit dummer Tollkühnheit vorgehende Kavallerie- Division von der sie ruhig erwartenden deutschen Infanterie zum großen Teil vernichtet, die Grenze wird mit zäher Energie Schritt für Schritt von den moskowitischen Eindringlingen gesäubert, sie wird überschritten, und bedeutende Plätze wie Kalisch. Bendzin und Czenstochau werden besetzt. Und während der Deutsche Kaiser ins Feld zieht, verkriecht sich der Zar aller Reußen im Innern Rußlands, im sichern Moskau — derselbe Mann, der in verbrecherischer Leichtfertigkeit und Dünkelhaftigkeit den Weltbrand entfacht hat! — So triumphiert jetzt sch»« deutsche mannhafte Ehrlichkeit über slawische und welsche hinterlistige Niedertracht! Wir kämpfen eben einen guten Kampf!
rum trnen äeimcde» Sieg »der sie Tranzoren, Panorama von mühlhaustn I. E.


