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9(tu< Xogtsjfitung. üftmuag. dt« IV. ilugujt 1914
Veit« 8.
1914 („Reichsgefehblatt" Seite 371) wird folgendes zur Kenntnis gebracht:
1. Die nach der Allerhöchsten Verordnung aufgerufenen Londsturmpflichtigen, die sich im Auslande aufhalte», haben die Verpflichtung zur alsbaldigen Rückkehr nach dem tzu- lande, sofern sie nicht auf Grund des 8 100 Ziff. 3 md 4 der deutschen Wehrordnung ausdrücklich hiervon befreit worden sind. Weitere Befreiungen find unzulässig. Die zurllckkehrcnden Landsturmpslichtigen ersten Aufgebots haben sich bei dem Zivilvorsitzenden der Ersabkominifsion ihres Wohnsitzes und bei Ermangelung eines Wohnsitzes bei demjenigen Zivilvorsitzenden zur Landsturmrollc anzumeldeu, dessen Bezirk sie bei der Rückkehr nach Deutschland zuerst erreichen. Die zurückkchrenden Landstiirmpfl'.cbtigen zweiten Aufgebots haben sich bei dem Bezirkskonunando ihres Wohnsitzes und in Ermangelung eines Wohnsitzes bei deni- jenigen Bezirkskommando zu melden, dessen Bezirk sic bei der Rückkehr nach Deutschland zuerst berühren.
2. Die von dem Aufruf betroffenen ehemaligen Offiziere, Sanitätsoffiziere, Veterinäroffiziere und oberen Militärbeamten des Heeres und der Marine haben sich innerhalb 48 Stunden nach Bekanntmachung des Aufrufe? mündlich oder schriftlich unter Vorlegung der vorhandenen Militär- Papiere bei dem Bezirkskommaudo zu melden, in dessen Bezirk sie ihren Aufenthalt haben. Befindet sich der Aufenthaltsort im Auslände, so haben sie sich unverzüglich bei dem Bezirkskommando zu melden, dessen Bezirk sie bei der Rückkehr nach Deutschland zuerst erreichen.
In gleicher Weife melden sich a) dhemalige Offiziere, Sanitätsoffiziere, Veterinäroffiziere und obere Militärbe- amte des Heeres und der Marine sowie Zivilärzte, Ziviltierärzte, und Zivilbeamte, die von dem Aufruf zwar nicht betroffen, aber zu freiwilligem Eintritt in den Landsturm bereit sind. — b) ehemalige Unteroffiziere des Friedens- standes des Heeres uich der Marine, die zwar nicht von dem Aufrufe betroffen, aber bereit sind, zum Dienst au Offi- ziersstellcn freiwillig einzutreteu. Für ehemalige llntec- offiziere des Friedcnsstandcs des Heeres ruid der Marine gilt dieses nur insoweit, als sie mindestens acht Jahre aktiv gedient haben.
Berlin, 1b. Aug. 1914.
Reichskanzler v. Bc-hinan» Hollweg.
Berlin, 16. Aug. Die Einberufung des Landsturms «ich für die inneren Provinzen ist als eine unausbleibliche, mit unserer gesamten Mobilmachung in engem organischen Zusaminenhange stehende Mahrege! erwartet worden: sie erregt daher keine llebcrraschung, sondern man kann ohne jede Schönfärberei sagen: sic erregt Beffiedigung.
Der Aufruf ist eine Ergänzung de? Aiffrnfs voin 1. August, deren tvesentliche Bedeutung darin besteht, das; der Aufriif jetzt auf alle Korpsbezirkc ausgedehnt wird, also auch auf die inuerpreuhffchen Provinzen, für die zunächst der Landsturm noch nicht nusgeboten worden war. Insofern bringt also das Aufgebot für diejenigen Bezirke nichts Rerrcs wo, wie z. B. in Frankfurt, der Landsturm schon aiffgcricken war. Daricber hinaus ober werden jetzt auch die ansgerufe-
ncn Gruppen der Landstnrmpflichtigen in w:0-....., Rahmen
erfasst. Tiefer erweiterte Auffmf bedeutet nun ab"" nicht etwa schon eine Einstellung der Anfgernfenen. sondern vorerst mir eine Personenfesfftclliing und Eintragung in die Listen. Es wurde schon in dem früheren Ausruf gesagt, es sollten zunächst nur inilitäiäsch nrisgebildete Leute eingezogen werden, und zwar sofort ni,r iovicle, als für den zun, Schutze und zur Ueberwackmng des Verkehr? rnnerhalb deS Korpsbezirks eingerichteten Bewachimgsküenst erforderlich sind: vom 15. Mobilmachungstage ab noch so viele als zur Aufstellung der Laiidsttiriusormatioueu erforderlich sind. Tie offiziöic Erläuterung betont dnS nochmals.
Don der
Berlin, 15. August. Die ausländischen Rachrich an über gröbere ftnmpfe sind falsch. Die deutschen Truppen bestanden eine Reihe ktciucrcr Gcsechtc siegreich. Zwei russische Kaoalleriedivifionen. gefelgt von Infanterie, gingen vor und schien dos dicht an der Grenze gelegene Städtchen Marggralwwa (Ostpreußen) in Brand: sie sind heute wieder über die Grenze zuriickgegangcn. Ein bei Mtawa (im russi- ich-.-n Gouvernement Plozkj stehendes russisches Kavallcriekorps ist vor einer deutschen Kolonne nach Süden ausgcwichen. Nicht eine einzige fcindtiche Maßnahme konnte bisher die beut- che» Maßnahmen beeinflussen oder airshalten.
du Anmsrch ia Sribirn.
Wien, 14. dlngust. Unsere Truppen sind an mehrereii Puntten in Serbien eingerurtt und haben die dortige» Stteitkräjte des Feindes zurückgonorsrn. Atze von unseren Truppe» unternommenen Aktionen waren crselgreich. Scha- datz ist in unserem Besitz.
Oefterreichisihc
Budapest, tu. August. Nach hierher gelangten Meldun- 0 * hoben sich die Truppen der Me i richie in der Schlacht bei Lchadatz überaus tapfer gcholien. Tao C plänkcl begann 4m 1L. August in den jriitze» Morz-r.siunde.i >..it dem Ueber- fetzen einiger Bataillone über di- Leee, die der Mitte des Flusses augelangt, aon einein Kugelregen i b-rschütt-t wurden. Der Hebergang der Truppen über die Save wurde in größter Ordnung vollzogen, worauf der Strirm c: i Schabaß erfolgte und mtt einem glanzenden Sieg unser.r Truppen endete, »eiche >iur geringe Dcrlustc hatte».
Wien, 18. August. (Amtliche Meldung!. Unsere Truppen habe» an, 14 August nach hastigen Kämpfe» den Feind aus einer seit langer Zeit beiestigten, stark besetzten Ausstellung aus den östlichen Ujerhöhe» der Dring nächst Ljesnira gewor- fC41. Hier sowohl wie bei Schadet! wurde» am 1!. August
nachmittags und in der Nacht zum 12. August zahlreich« «it > großer Tapferkeit geführte Gegenangriffe der Serbe» ti< , gewiesen. Heute haben unsere Truppen das Borrücken jj fortgesetzt: eine Fahne, zwei Geschütz« und zwei Maschi »engewehre rourdeu erbeutet. Die Bertuste de« Feindes find schwer, doch auch unsere Verluste sind nicht unbeträchtlich. Montenegrinische Strettlräfte, die aus unser Gebiet einzudringen versuchten, wurden allenthalben zurückgcwprfen.
Im Norden gingen unsere Truppen westlich der Weichsel vor. Auch östlich der Weichsel sind wir bereits im Vordringen begriffen.
S ch a b a tz, die Hauptstadt des serbischen Kreises Po- drinje, liegt 8b Kilometer westlich von Belgrad an der Save, die hier die Grenze zwischen Ungarn und Serbien bezeichnet. Die Stadt deckt den wichtigsten Uebergangspunkt über diesen Fluß, über den hier eine Eisenbahn führt. Sie hatte 1981:
12 871 Einwohner.
Ein Maiiidjfr iiMtdojäm nelunkn.
Amsterdam, 16. Aug. Der englische Torpedojäger „Bull- finch" stieß in der Nordsee infolge falschen Manöoerierens mit dem holländischen Dampfer „Kinderdyk" zusammen. „Bullfinch" sank, ein Teil der Mannschaft ertrank, (Die „Bullfinch" gehört zu einer Klaffe von Torpedobooten, die aus den Jahren 1895 bis 1981 stammen, Länge zwischen 84 und 69,3 Meter, Besatzung 60—72 Mann, D, Red ),
Ein Dampfer auf dem Rjasia-See ansgeaangen,
Rom, 15, August, Aus London wird gemeldet, der englische Kreuzer „Gwendolccn" habe ans dem Njaffa-See den deutschen Eouvcrnementsdampser „Hermann v, Wißmann" ausgesirngcn und die Besatzung gefangen genommen,
Italiens freundliche Gesinnung.
Berlin. 15, August, Mit Rücksicht auf hier umlausende Gerüchte, daß Italien gegenüber Deutschland und Oesterreich-Ungarn eine wenig srenndliche Haltung einnchme, Hai die italienische Negierung den hiesigen Geschäftsträger beauftragt, diesen falschen Gerächten entgegenzntreten. Der Geschäftsträger hat in Erfüllung dieses Auftrages das Auswärtige Amt ersucht, diese Ausstreuungen fiir unbegründet zu erklären,
ßft]fi!!mnia kr ICnaarn fiir Pknlllhlllnk
Budapest, 15. August, Die Begeisterung für den deutschen Bundesgenossen und den Kaiser Wilhelm kommt hier und tm ganze» Land fortgesetzt zum Ausdruck, Heute wurde beschlossen. eine Hauptverkehrsstraße in Budapest Kaiser Wil-
helui-Berievard zu nennen.
Die Haltung Japans.
Rom. 1-6. August. Nach einer in Rom verbreiteten Ha- vas-Meldung aus London sollte Japan an Deutschland den Krieg erllärt hoben. Hiergegen erklärt die japanische Botschaft ia Rom, der Dündnissall mtt England liege noch nicht vor. Er trete erst ein. wenn Deutschland die englischen Beziehungen im fernen Osten bedrohe oder faapnffche Intereffen verletze.
Wkchlkt im Miniriiiiilifii KritMinißtmiii.
Stockholm, 13. August. Der Ltaatsminister Ham- marskiöld reichlc jeine Enllaffung als Kriegsminister ein. Der Minister ohne Portefeuille, Oberst Mocrckc, wurde zu seinem Nochsolger ernannt. Hammarskiöld bleibt Ministerpräsident.
Berlin, 16. August. Der Rücktritt des schwedischen Staarsrniuistcrs vom Amte des Kriegsministers und seine Ersetzung durch de» Obevften Moercke ist nicht ohne politische Bedeutung. denn der jetzige Kriegsminister Oberst Mocrcke ist der, der zusammen mit Sven Hedin die Warnungsruse vor einem russischen Ueberfall erhoben und darauf gedrungen hat, daß oic Wehrkraft Schwedens verstärtt und ausgebaut werde.
(% neuer Balkanvnnd.
Bulgariens Sympathien auf seiten Deutschlands und Oesterreichs.
München, 18. August. Die „Münchener Zeitung" meldet aus Wien: Rach einer Meldung der „Südflavischen Korrespondenz" ist ein neuer Balkanbund aus Bulgarien, Rumänien und der Türkei im Entstehen begriffen: er stellt eine Wehrmacht von l‘A Millionen Mann auf.
Wie von verjchiclsenen Seiten gemeldet wurde, soll seitens der russischen Regierung in den letzten Tagen ein starker Druck aus Bulgarien dahingehend ausgeübt worden worden fein, Bulgarien solle sich dem Dreiverbände anschlie- ßen. Dazu erfahren wir aus Berliner bulgarischen Kreisen das Folgende: Bisher ist eine Bestätigung dieser Meldung hier
nicht cingelaufen. Dag Rußland versucht, Bulgarien für sich und s.-ftie Berbiindeteu zu gewinnen, ist sehr wahrscheinlich. Allein cs büffle sich dabei um ein absolut vergebliches L>eb:swerüen de: russischen Regierung handeln, denn ein Anschluß Bulgariens an den Dreiverband ist gänzlich ausgeschlossen. Soweit man in Berliner bulgarischen Kreisen in- formirrt ist, steht die gesamte bulgarische Dolksstimmung mehr de»» je auf seiten Deutsch! an ds und Oesterreichs, so daß die Meldung von der Bildung des neuen Balkanbunder durchaus auf Tatsachen beruhen dürste.
Daß lebhafte diplomatische Unterhandlungen gepflogen werden, beweist sosgknde Depesche:
Berlin, 16. August. Der „Lokal-Anzeiger" hört aus Konstanttnapel. daß der Minister des Innern Takaat und der . Prüs.dent der Kammer Halit nach Bukarest gereist sind. Ferner börl der „Lokal Anzeiger" aus Bukarest, daß der deutsche Gesandte i» Belgrad, Frhr. v. Griesinger, über Sofia und Bukarest nach Siiraia gereist ist, wo er vom König Carol in Audienz ea-psangen wurde. Don dort wird er über Budapest nach Wie» und Berlin zurückkehren. — Jedenfalls fühlen sich England und Feantreich bereits beunruhigt
Der Wunsch nach Aufklärung.
Rom, 15. August. Rach dem „Eorriere d'Atalia" erhielten die offiziellen Kreise leine Betätigung von dem an die Türkei gerichteten französ.-ch-engUschev Ultimatum. Es handelt sich
dabei nur um ein Ersuchen um Aufklärung.
Wieder ein russischer Gewaltakt.
Wien, 16. Aug. In Petersburg wurde der zürn Schutze des diplomatischen Archivs der österreichischen Botschaft zurückgebliebene Vizekonsul Hoffinger, dessen Sicherheit vom russischen Ministerium garantiert wurde, als Kriegsgefangener verhaftet. Zuvor wurde auch der Deauttc der B»iick>affs- kanzkei Laster verhaftet. Ter Protest des amerikanischen Botschafters, der bekanntlich den Schutz der österreichischen Interessen übernominen hot, blieb ohne Erfolg. Die öster- reichisch-ungarische Regierung sah sich veranlaßt, diesen russi- scheu Gewaltakt mit Repressalien zu bekämpfen und ließ den hiesigen russischen Kanzleibeamten Stolkowsky und den in Budapest weilenden russischen Konsul von Sarajewo Jarl- strocm verhaften.
Belgische Gefangene.
Berlin, 16. Aug. Der „Lokalanzciger" meldet: Im Truppenübungsplatz Senne-Lager bei Paderborn sind 4000 belgffchc Kriegsgefangene eingetroffen. Fünfzig gefangene Offiziere gaben ihr Ehrenwort ab, keinen Fluchtversuch z» lmternchmcn, und genießen daher Erleichterungen: ein jian- zösifcher Offizier, der auf einem Patrouillenriit bei Saar- burg gefangen genommen wurde, verweigerte sein Ehren- loort und wird streng bewacht. Die Kriegsgefangenen ar- beiteu an Chausjeebauten.
f)on kr Zchlacht bei Mlhiuiltn.
Don der Baseler Grenze her wird aus Erzählungen voll Schweizern und Elsässern bekannt, daß die Esiässer aiff der Seite Deutschlands stehen Fälle von sranzösijchffeundlicher Stimmung bilden dir Ausnahme. Im Spital zu Sierenz liegen einige bei den Patrouillengefechten vom Sonntag verwundete Deutsche und Franzosen. In Habsheim ist nach der Schilderimg eines Elsässers der Anfang des eigentlichen Schlachtfeldes bei Mülhausen, da? sich durch den Hardtwald bi? fast nach Banzenheini über Napoleon?insel und Reich- weiler crnsdehnt. Die Deutschen hatten die Franzosen fast ganz umzingelt. Mülhausen war der Mittelpunkt. In Habsheim muß ein schrecklicher Nnhkampf stattgefnnden haben. Man sieht zerschossene Eisenbahnwagen, die von den Franzosen als Barrikaden benutzt worden waren. Einige Häuser sind fast ganz von Kanonenkugeln zerschosien. Auf dem Wege nach Mülhansen liegen französische Tornister, zerfetzte Uniformen, da und dort der Kadaver eines Pferdes. Die Ortschaften Jllzach und Kingersheim Ifften weniger, beide wechselten zweimal den Besitzer. Am Morgen varen die Franzosen, am Abend die Deutschen da. Dem Elsässet begegneten auf der Heimfahrt zwei deutsche Patrouillen mit französischen Gefangenen, die, Irsie bemerkt, unvorteilhaft nb- stachen, von den vollständig neu gekleideten deutschen Soldaten.
ssin Aufruf der Liöliilimerwkltt von polen und Gutlen.
Posen, 13. August. Die Bistumsv?rweser von Posen uni Enesen erließen am 1. August in Posen und Enesen solgenden Aufruf au die Geistlichkeit u»d die Gläubigen beider Diözesen
Geliebte Diözesanen! Ein überaus ernster Augenblick, wie bis dahin kein anderer in der Weltgeschichte, ist es, i» welchem wir unser Hirtenwort an Euch richten. Die (beschicke der Böller, also auch unseres Dolkes, harre» der Folge» schwerer Entscheidungen. In ganz Mitteleuropa lodert die Kriegssackel, an- gefacht durch die russische Regierung, unter deren Grausamkeiten unser Volk in religiöser »d nationaler Beziehung über hundert Jahre hindurch schmerzlich gelitten hat. Es ist Euch, ge liebte Diözesanen, doch nicht unbekannt, wieviele Millionen der mtt usn verbrüderten Unirten mtt Gewalt und barbarischer Un Menschlichkeit der russischen Orthodoxie zugesührt wurden, wir viel Tausende von Söhnen unserer heimatlichen Erde ihrer von den Bätcrn ererbten Habe beraubt und nach Sibirien verkleben wurden, wo sie zum Teil der grausigen Kälte zum Opser sielen. Ihr wißt auch sehr gut, unter welchem Druck noch bis jetzt die katholische Kirche im Bereiche von Kongreßpolen und Littauen seufzt. Die unserer Nation und unserer Kirche feindlich gesinnte Regierung hat hinterliftigerweise die größte Hälfte Europas in einen feurigen Kriegsherd verwandelt und unseren allergnädigften Landesherrn, den Verbündeten des greisen Kaisers von Oesterreich, gezwungen, mit Waffengewalt di« gerechte Sache und jein Land zu verteidige». Ohne Zweisei ist jeder Krieg ein großes Unglück, aber es ist manchmal uuver meidbar: denn in den gegenseitigen Beziehungen der Staaten treten ab und zu wichtige Lebensfragen aus, die nur durch die Schärfe des Schwerks entschieden werden lömre». Eine solch. Stunde hat jetzt für uns gejchlagen. Jeder Krieg ist ein Unglück, den» er entfesselt Ströme von Blut und Tränen, er fordert große Opfer an Leben »nd Gut. Vielleicht hat noch kein Krieg früherer Jahrhunderte solch schwere Opser verlangt wi> der. welcher gegenwärtig sich zwuche» den mächtigsten Reichen abspielt. Auch Ihr. Geliebte, seid nun als Untertanen des deu!;che» Kaisers und König» »an Preußen berusen, an diesen Lpscrn teilzunehmen. Eure zu den Fahnen einberusenen Ehemänner, Brüder und Söhne haben schon angesangen. zu kämpfe». urd sie werden Weiler fechten gegen die verbündeten Feinde Deutschlands und Oesterreichs, besonders aber gegen die Feinde jenseits unserer nahen Ostgrenze, gegen Rußland. I» diejem Kaamie wird so niancher von ihnen sein Leben hinopsern. Aber möge Euch für alle Opser, groß und klein, das Bewußtsein kästen, daß Ihr sie darbringct für eine gerechte Sach«. Ich weiß wobt, daß insalge der Ausnakmooeietze, deren Wirkung»» «vir


