Ausgabe 
8.8.1914
 
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Neue Tageszeitung, sainstag, de» 8. »vzsst

Aufruf.

«eite 4.

Infolge des uns von England erklärien Krieges ,vird uns unsere Nahrungsmittelzusuhr stark gefährdet, wenn nicht gar vollständig abgcschnittcn- 2m Einver­ständnis mit der Landwirtfchaftskammcr für das Groß herzogtum Hessen und der übrigen hessischen Handels­kammern bitten wir dringend, die irgend wie entbehr­lichen Arbeitskräfte in Industrie uns Handel der Land- wirlschast zuzuführen, damit sie dort die so überaus wichtige Ernte bergen Helten. Nähere Auskunft erteilt das zuständige Kreisarbcitsamt istädt. Arbeitsamt.)

Wir erwarten, daß alle Firmen unseres Bezirks bei dem großen Ernst der Lage sich ihrer vaterländischen Pflichten bewußt sind und unserem Ersuchen so weit wie möglich entsprechen.

Friedberg, den 6. August 1914.

Erohherzogliche Handelskammer für die Kreise Friedberg, Büdingen, Schotten.

H. L. Langsdorf Rechtsanwalt u. Notar A. Stahl

Zuvcrl. verh. Mann mit sämt- ltchen landw. Maschinen vertraut, sucht Stellung als

Vermalter

oder Vertrauensposten. Kaulion iann gestell: werde». Offen, unk. E. M. B an die Exp. der Neuen Tageszeitung.

Vorsitzender.

Syndikus.

Dekarrrrtmachrmg.

Die große Zeit stellt auch an uns ältere Aerzte, die wir allein Zurückbleiben mussten, große Anforderungen, die wir gern auf uns nehmen in einer Zeit, wo es gilt, daß jeder seine volle Kraft einseht.

Wir können indeß die ärztliche Versorgung der Stadt und der zugehörigen Ortschaften nur gewährleisten, wenn wir von der Bevölkerung in Maß und Form unserer Beanspruchung unterstützt werden.

Kranke, die gehen können und solche, die Auskunft haben wollen, sollen sich in die Sprechstunde begeben. Für die Besuche bei den Kranken ist es wichtig, wann und wie wir bestellt werden. Von Notsällen abgesehen, sind die Bestellungen vor Ablaus der Sprechstunde zu machen, so daß die Zeit, die für Besuche zur Verfügung steht, planmäßig ausgenutzt werden kann. Nur in wirk­lichen Notfällen verlange man sofortige Besuche. Man sei deshalb zurückhaltend mit dem Ruf:gleich kommen".

Auch das segensreiche Telefon darf nicht zunr Miß­brauch verleiten.

Nachtbesuche sind möglichst zu beschränken.

Bei Verletzungen und besonders dringenden Not­sällen sind auch die Aerzte des Krankenhauses und Herr Dr. Nebel, (Weedgasse 3,1) zur Hilfeleistung bereit.

Dr. Weckerling, Mainzertoranlage, Sprechstunde vor 9 Uhr vorm., 23 Uhr nachmittags.

Dr. K. Becker, Bismarckstraße 5,

Sprechstunde 79 Uhr vorm., 13 Uhr nachmittags.

M. Mrckr

bei hoher Provision und sonst günstigen Bedingungen von be­deutendster 6; cjic.lfabrif (ür ^aucbaifäftii, Näucheranperatc eie. gci'vch!. Herren, welch.' im Besuche der Landbevölkerung cr- lahren sind, und gute Erfolge Nachweisen können, bevorzugt. Schriftliche Angcboie unter W.

an Hoasenllcin A* Kogler. Ä. 05., Karlsruhe i. K.

Heiiillkn Zit nicht

bevor über zukünftige Person | und Familie, über Vermögen, Mitgift, Ruf, Charakter, Vor­leb. etc. genau informiert sind. 8 Diskr.Spetialauskünft. überall I Globus Weltauskunftei und! Deteltiv-Jnslitut Berlin W35, J Potsdamcrstr. 114.

MulitNIillhUNg.

Die städt. Brllckenwage kann wieder benutzt werden. Friedberg, 5. August 1914. Der Bürgermeister. Stahl.

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in jedem Goldgehalt und Fastan. Graaierenund Verändern gratis.

Bekanntmachung.

Es herrscht vielfach die Ansicht, daß mit Ausbruch des Krieges die Verpflichtungen gegen öffentliche Kaffen ruhen.

Dies trifft nur für Kriegsteilnehmer bezüglich der Steuern vom 1. August ab zu, soscm deren Einkommen in Wegfall gekommen ist.

Alle übrigen Etcucrpflichligcn sind auch weiterhin zur Zahlung der städtischen Umlage und der sonstigen Gefalle verpflichtet.

Reklamationen sind jedoch vorerst bei Er. Finanzamt nicht zu erheben, denn es wird bei der nächsten Mahnung der Gemeinde­steuer des I. und 2. Zieles, die bis zum 14. b. Mts. bezahlt sein tnüssen, sestgestellt werden, für wen Steueipflicht vorliegt.

Zugleich wird unter Bezugnahme aus den Vermerk aus dem Stcucrzettel daraus hingewiesen, daß unter Ausschaltung des Bar- gcldverkchrs direkte Uebcrweisung von Einlagen beim Vorichuß- und Krcdilvercin auf das Konto-Korrent-Konto der Sladlkaffe erfolgen kann.

Es wird erwartet, daß Jedermann in dieser schweren Zeit die Erfüllung seiner Zahlungsoeibindlichkciten auch als vater­ländische Pflicht betrachtet, da jür die Folge große Ausgaben von ier Stadt zu ersüllen sind.

Friedberg, den 7. August 1914.

Der Bürgermeister.

Stahl.

Ziehung am 12. August.

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Auf der Geschäftsstelle des Uvten Kreuzes über den städtischen Pfeideställen sind etwa 200 Laib Brot zu 30 Pfg. das Stück in den Stunden von 912 Uhr und von 36 Uhr abzugcben.

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Durch die Mobilmachung ist ein grober Teil unseres Personals und unseres Fuhrwerks eingezogen und sind wir hierdurch gezwungen unseren Geschäftsbetrieb auf das Notwendigste zu beschränken. Der Uerkauf kan« nnr in kleineren Mengen «nd gegen sofortige Kar- Zahlung geschehen.

Wir bitten unsere verehr!. Kundschaft hier­von Vormerkung zu nehmen und uns durch fteundl. Entgegenkommen in dieser kritischen Zeit zu unterstützen. Non einem größerem Aufschlag sehen mir. solange noch Vorrat, vorerst ab.

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