Ausgabe 
7.8.1914
 
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..r. 181

Mette 4.age*iei»ng. JfteUOR, »e» 7. Di|t|t 1914

ßotldiflft dkg tymmtn Drr ftaurößllhtll tfeX KkpllbliK.

Paris, 4. August. Der Präsident der Republik hat an hie Kammern eine Botschaft gerichtet, worin er erklärte,

Frankreich sei das Opser eines Angriffes. Seit mehr als 40 Jahren hätten die Franzosen in echter Friedensliebe auf den Wunsch berechtigter Wiederherstellungen verzichtet und das Beispiel einer großen Nation gegeben, die ihre neuerstarkte Macht nur im Jnteresic des Fortschritts und der Humanität ausnätztc. Man könne Frankreich seit Beginn der Krise keinen Alt, keine Teste, kein Wort vorwersen, das nicht entgegenkom­mend und friedlich gewesen wäre. In der Stunde ernster Kän pfe dürfe Frankreich feierlich darüber Rechenschaft ablegen, I daß es bis zum letzten Augenblick die äußersten Anstrengungen gemacht habe, den Krieg zu vermeiden. Die mutige Armee er­hob sich, m die Ehre der Fahne und den Boden des Vaterlan­des zu verteidigen .....

Die Nation werde heroisch von allen Söhnen verteidigt werden, die geeint seien im Abscheu gegen den Angreifer und im gemeinsamen patriotischen Vertrauen. Treu sekundiert von dem verbündeten Rußland und unterstützt von der loyalen Freundschaft Englands sehe Frankreich von allen Orten der zi- vilisicrten Welt Sympathiestimmen ihm zukommen, denn es repräsentiere heute mehr denn je vor dem Weltall dic-Freiheit, die Ecrcchtigkeit und die Vernunft.

Man kann diese Botschaft getrost ein Meisterwerk politi­scher Verlogenheit und Unrechtlichkeit nennen. Mit keinem Wort wird aus den Anlaß des Krieges, auf dis serbischen Um­triebe, die mit der Ermordung des österreichischen Thronfolgers gekrönt wurden, hingewiesen. Mit einer Unverschämtheit, die ihres gleichen sucht, stellt sich der Friedensbrecher als die ver­folgte Unschuld hin: ein Vorgang, der nur zu deutlich an die Fabel von dem Lamm und dem Wolf erinnert.

Die Botschaft versichert am Schluffe, daß Frankreich im Namen der Freiheit, Ecrechtigkeit und Vernunft für die Zivi­lisation kämpfe «denn man sein« Bundcsgenosien sieht, das frcihertinordende Rußland und das heuchlerische England, dann kann man über dieser Versicherung der Botschaft nur ein Hohn­gelächter anfchlagcn!

(fnnlanti der Irene llftiiiinMf Gemens.

In der serbischen Skuptschina gab der Kronprinz eine Er­klärung ab, worin dieser Ehef aller Meuchelmörder es wagte, von einer gerechten Sache Serbiens zu sprechen und England neben Frankreich und Rußland als den treuen Verbünde­ten feierte. England kann stolz auf diesen Ruhmestitel fein!

Kliegsiimiistkr Kitlhentr.

London (über Kopenhagen), 6. Aug. Feldmarschill Lord Kitchener ist zum Kriegsminister ernannt worden.

Asquith trat von diesem Posten zurück, behält jedoch das Amt des Premierministers.

flrrpinitifn |iir rngliiihtii Krikggttkliiriiiig.

In derDeutschen - Tageszeitung" wird gesagt: Die Deutschen können wieder einmal sagen: Feinde ringsum.

Nur in einer solchen Lage hat sich, lvie die ganze Geschichte zeigt, die deutsche Kraft voll entfalten können. So wird es auch diesmal sein. Die deutsche Flotte aber brennt vor Be­gierde, dein deutschen Volke, das sie init so vieler Liebe und so großen Opfern geschaffen, zu zeigen, daß sie dieser Liebe und dieser Opser würdig ist.

Mit Recht sagt dieKrenzzeitung",die Verletz- ung dieser Neutralität durch Frankreich, die nachweislich seit Jahren geplant war, England veranlaßt, an die Seite Deutschlands zu treten?"

Die freisinnigeVoss. Zeitung": Auf sovieke aber, die niemals an einen Krieg zwischen England und Deutschland glauben konnten wirkt die Kriegserklärung wie das schreck­liche Erwachen aus einen! schönen Traum und sie werden mutlos werden. Dazu ist kein Anlaß gegeben. Auch der Kampf mit England ist von eherner Notwendigkeit. Und es ist besser, daß wir ihn jetzt zu bestehen haben, als daß er uns, wie sicher zu erwarten geivesen wäre, nach Monaten aiifgezwungen worden wäre, wenn wir, vielleicht erschöpft von den bisherigen, nur schwer den Aufschwung zu einem neuen Krieg hätten nehmen können.

Die aus der äußersten bürgerlichen Linken stehendeMor­genpost" bezeichnet es als etwas Ungeheuerliches, Naturwidri­ges, daß England, das Mutterland des Parlamentarismus, die Eeburtsstättc der bürgerlichen Freiheit, an der Seite Rußlands stehe, diesem Lande mittelalterlicher Barbarei, dieser Brut­stätte der Unfreiheit und drr Unkultur.Hat die Geschichte der Menschheit je eine solche Schmach, eine solche widernatürliche Paarung gesehen? Und dann fährt das Blatt fort:

Sei es denn! Vielleicht ist es an> besten so. Der Tag der große» Abrechnung ist über Europa hcreingcbrochcn. Ta mag cs uns, da mag cs vielen Generationen ein Segen sein, wenn überall um uns Klarheit gcschasjen wird. Nicht länger die Zweideutigkeit, die nur aus die Gelegenheit lauere, uns an die Gurgel z» springen. Es ist besser, wir habe» wie der Große Friedrich gegen eine Welt von Feinden zu kämpfen, als daß wir in jedem Augenblick im Leben unseres Reiches eines tücki­schen Uebcrsallcs gewärtig sein müßte». Friedrich der Große ist mir ihnen fertig geworden. Auch wir werden es! Ruhig, ohne Ucberhebnng, im Gesühl unserer Kraft werden -vir un­seren Feinden entgcgentrete», und cs mag der Tag kommen, da die Engländer es tief bereuen wcrden, daß sie sich Schulter Sn Schulter mit den moe-kowittschen Barbaren entgcgenstelltcn!

Zum Schluß sei noch die Ansicht derVolksstimme" mieder- gegeben:

p Aber düster und gewittcrschwer ballen sich rings die Wol­ken. Gestern abend hat auch England an Deutschland den Krieg erklärt! Das ist hart; doppelt hart, da nun veu.sche .Sozialisten gegau ein Land und ein Volk kämpfen müssen, das ihnen neben Frankreich als Hort bürgerlicher Freiheit und

, Auf dem Balkan stritten seit Jahrzehnten österreichische und russische Jnteresien. Solange der russisch- «nglische Gegensatz bestand, der England zur Ausrechterhaltung einer leidlich selbständigen Türkei nötigte, lag di« Bestie r.n der Kette. Dt« Furcht vor dem imponierenden AuWeg der deut­schen Volkswirtschaft ließ England sich Frankreich und Rußland nähern. Rußlands Raubgier und Englands Ausbeutungsver- lange» fanden sich zur Aufteilung Persiens. Und seitdem hing die Drohung in der Luft, es werde ein großer Krieg England an der Seite Frankreichs und Rußlands finden. Die redlichen Bemühungen auch bürgerlicher Friedensfreunde in Deutschland, Frankreich und England vermochten die Lage nicht dauernd zu besiern.

Aufruf drr deiitlcheu Zludtnlkn.

Deutsche Brüder!

Das Vaterland ist in Eesahr!

Der Feind bedroht unser deutsches Land!

Der Krieg ward unserm Fricdenskaiser von den russischen Machthabern ausgezwungen.

Wir wollten Frieden, aber unsere Gegner wollten Krieg, und Schmach ward unserm Kaiser, unserm Lande angetan!

Deutsche Männer!

Dos Heiligste der deutschen Nation die Ehre ward be­schmutzt.

Der Väter Erbe Deutschlands Freiheit, Deutschlands Einig­keit bedroht von unsren haßerfüllten Feinden!

Brüder!

Einhundert Jahre sind vergangen, daß deutsche Männer, nach Zeiten fürchterlicher Not, durch Drang und fremde Herr­schaft sich wieder auf das eigne deutsche Ich besannen, des deutschen Landes Urkraft aus den Fesseln sprengten, mit Gott und fürchterlicher Wut das Ucbermenschliche bekämpf­ten - und es gelang! Die deutsche Kraft und deutsche Einigkeit befreite deutsches Land die Enkel aber jener großen Zeit, die gaben uns ein einig deutsches Baterland.

Das waren unjere Bätcr!

Wollen wir nun dulden, daß fremde Völker kommen in das Land, zu schänden, was die Bäter mit dem vergoff'nen Blut geheiligt?

Wir konnten uns nicht solcher Feinde wehren, daß wir uns müßten unsres deutschen Namens schämen?

Nimmermehr! Wir wollend halten wie deutsche Männer von Urväter Zeiten an wenn je das Land und ihre Freiheit in Eesahr, wenn fremde Bölker wollten deutsche Männer sich zu Knechten machen, dann einigte der Drang das weit« deutsche Land, die Wut brach los, die ungeheure, zur Waffe griff ein jeder Mann, ein einig urgewaltig Volk so schar­ten sic sich um den Führer die Losung war: f,

frei oder tot, doch Knechte nimmerdar!

Und frei war Deutschland und war groß zu aller Zeit, wenn deutsche Männer sich als einig Volk verbunden.

So mahnet uns die große deutsche Dolksgeschichte.

Darum, deutsche Brüder! wollen auch wir in ernster Stunde der Gefahr solch deut­schen Vätern, unsren deutschen Müttern würdig uns er­weisen.

Wir wollen uns um unfern Kaiser scharen bis auf den letzten Mann, ein einig Volk von Brüdern, denn jetzt gibts kei­nen Ilnterfchied im deutschen Land du, Bruder, und ein Druck der Hand, so einigt diese Stunde für das deutsche

Vaterland.

Wir wollen unsere Herzen hinauf zu unserm Gott erheben, für deutsche Ehr' und deutsche Freiheit fteudig unser Blut hin­geben

frei ober tot, doch Knechte nimmerdar!

So walte unser Herr« Gott.

Am 2. August 1014.

Die deutschen Studenten!!

Wirkungslose Mobilmachung.

Sofia, 6. Aug. (W. B.) Den Blättern zufolge hat das serbische Konsulat in Salonik alle serbischen Untertanen in Mazedonien mittels Ausruf unter die Fahnen berufen. Dem Aufruf soll jedoch kein einziger griechischer oder bul­garischer Mazedonier Folge geleistet haben.

Serbien und Bulgarien. >

Belgrad, 6. Aug. (W. B.s Der ZeitungCanibona zufolge beschworen der als Panslawist bekannte General Tscherep Spiridowitsch sowie panslawistische Vereine Ruß­lands, den König von Bulgaren in Telegrmnmen, das brü­derliche, slawische Serbien nicht im Stiche zu lassen. Bulga­rien könnte Serbien und den Balkan retten. DaS Blatt bemerkt dazu, e? scheine, daß Bulgarien sich diesen Luxus nicht erlauben werde.

Zar Molaris und die Zerben.

Roch che König Peter seinen Einzug in Belgrad, kurz nach der Erwerbung seines Borgängers, auf den fragwürdigen ser­bischen Königsthron, gehalten, schrieb derPetersburger Rc- giernngsbote" offiziell:Die Kaiserliche Negierung erwartet, daß König Peter vor allem Maßnahmen zur Untersuchung der verabscheuungswüidigen Ucbeltat ergreift und die treubrüchigen Verbrecher, die sich mit der Schmach des Königsmordes bedeckt haben, strenger Strafe unterwirft." Man weiß, wie König Peicr. der »ach historischen Quellen genau von der beabsichtig­ten Ermordung des Königspaarcs unterrichtet gewesen ii>. je­ner cncrgischen Aujjorderung nachkam! Und heute, da sich'-- wieder UNI einen Fürstenmord handelt, NM den gewißlich bc- stiinmte Mitglieder der serbische» Regierung und des serbische» Heeres gewiißt, wie sieht'? da aus?! Kaiser Nikolaus kannte die im Belgrader Königs-Konak begangene Bliitjat lange nicht vergessen, war er doch Pa!e des crniordcteil Königs Alexander, und das bedeutet in den slawische» Ländern das gleiche wir Blnlrverwrndtschast. Er empsing nicht den Ueberbrina r drs die Thronbesteigung anzeigenden Haiidschreibens, und tlc rus­sischen Diplonnn» konnte» ihn nur schwer davon abbringcn. sich rssii, gegen jene Thronbesteigung zu erkläre»! Sieben

Jahre mußte Peter warten, bis er. 1010, in Gnaden in St. Pe­tersburg ausgenommen wurde: ein Jahr später kam er dann von neuem zur Newa, anläßlich der Vermählung seiner Toch­ter Elena mit dem Priitzen Iwan Konstantinowitsch. Damals wurde auch sein brennender Wunsch erfüllt, daß ihm ein rusi. Regiment verliehen wurde, das 14. Linien Jnsanteric Regi­ment. das seine Garnison dicht an der preußischen Grenze hat I Auch Zar Nikolaus nahm dis Oberstinhaberschaft eines serbi

scheu Regiments, des 10. Infanterie-Regiments, an -- es ist

ei» Eerjatzregimeiit, das also bloß im Kriege, wie jetzt, in Er­scheinung tritt, sonst aber nur aus dem Papier steht.

Uebrigens ist König Peter resp. seine Tochter auch zu Lein preußischen Königshaus« in Verwandtschaft getreten. De: obige Prinz Konstantinowitsch ist der Sohn des auch als Dich­ter iekannten Großfürsten Konstantin Konstantinowitsch, des­sen Gemahlin die Schwester des regierenden Herzogs Ernst II. von Sachsen-Altenburg ist. Und mit letzterem Hcrzogshause ist die preußische Königssamilie eng versippt. Man mag in Altenburg, wie in Berlin nicht sehr erbaut über diese ver­wandtschaftlichen Fäden mit Serbien sein!

Rußlands Heer.

Es mutz darauf hingewiesen werden, daß der Wert der russischen Armee, der wir im Felde gegcnüberstehcn, vielfach überschätzt wird. Die ungeheure Präsenzziffer der Armee steht großenteils nur auf dem Papier und eine Menge der für Kriegszwecke bewilligtenFItillianei, verschwindet in den Taschen der großen Hallunken. Haben wir auch infolge der Allianz Rußlands und Frankreichs Grund, auf der Hut zu sein, so dürfen wir den Wert desgerüsteten" Rußland, wie wir im folgen­den sehen werden, doch nicht allzu tragisch nehmen Frankreich war vor Ausbruch des Krieges 1870 nach den Eröffnungen des damaligen Kriegsministers eben­fallserzbereit" und hat dann doch während des gan­zen Feldzuges die Rolle des Besiegten übernehmen müssen. RußlandsBereitschaft" wird nun in ein sehr bedenkliches Licht gesetzt durch eine imDeutschen Mi­litär-Wochenblatt" veröffentlichte Artikelreihe, in der Oberstleutnant a. D. Frhr. v. Tettau Interessantes und Unbekanntes über den völligen Zusammenbruch des Rus­sischen Heeres nach dem Russisch-Japanischen Krieg gibt. Eeneu acht Jahre sind seitdem verfloffen, und bei rus­sischen Berhältniffen fällt es wirklich schwer, an eine völlige Heilung in so kurzer Zeft zu glauben. In wel­cher Verfassung das russische Heer aber damals war, welche unglaublichen und unerhörten Zustände herrsch­ten, wie bei den Untergebenen jede Spur von Diszi­plin verloren gegangen und bei den Vorgesetzten, bis zu den höchsten hinauf, Energie, Charakterfestigkeit und Verantwortungsfreudigkeit völlig abhanden gekommen waren, das ist erstaunlich. Gibt man auch zu, daß der Krieg von Anfang an im Volke und im Heere im höch­sten Grade unvolkstümlich war, so wäre es bei einer disziplinierten Truppen doch unmöglich gewesen, daß sie derart allen moralischen Halt und sittliche Kraft ver­lor. Lediglich aus diesem Grunde sah sich Rußland zum Friedensschlüsse gezwungen: denn davon konnte keine Rede sein, daß die Hilfsmittel Rußlands erschöpft ge­wesen wären. Rein, die bisher erlittene Einbuße an Menschen und Material war mehr als reichlich aus der Heimat ersetzt worden, so daß sogar die Zahl der Streit- mittel der feindlichen weit überlegen war. Aber die ganze Armee war durch die in Rußland herrschende Revolution stark angesteckt, und die Führer besaßen nicht die Fähigkeit, durch zielbewußtes Handelnden ge­sunkenen Geist zu heben. Solange die Truppen vor dem Feinde standen, war das Gesühl der Zusammenge­hörigkeit offenbar noch zu groß und hielt die im Innern schon völlig zerfetzte Masse noch notdürftig zusammen. Als aber nach dem Friedensschlüsse der Abtransport der Truppen in die Heimat begann, brach der offene Ausruhr aus, da besonders von den Reservisten jeder als der erste in die Heimat besördett werden wollte-

Energische Vorgesetzte hätten unzweifelhaft in die­sem Stadium noch Ordnung schaffen können, da ihnen noch genügend tteue Truppen zur Verfügung standen, wenn auch die zuverlässigsten Elemente in der Zahl von 720 Offizieren und säst 10000 Mann als Rekruten ansbildungspersonal zu allererst fortgeschickt worden wa­ren. Ader dem General Liniewitsch als Oberkomman- dierenden lagen irgend welche durchgreifende Maßnah­men vollständig fern, und in seiner kläglichen Hilstosig- keit hatte er das einzige Bestreben, alle unzuverlässigen Elemente möglichst schnell abzuschieben. Was war da wohl natürlicher, als daß jeder sich bemühte, sich so mißliebig als möglich zu machen, weil er auf diese Weise am ehesten hoffen konnte, nach Hause zu kommen. Als dann noch ein Ausftavd sämtlicher Angestellter der Si­birischen und Transbaikalbahn ausbrach und der Ver­kehr völlig ruhte, riffen alle Bande der Disziplin. Of­fiziere und Mannschaften nahmen ganz offen an revo­lutionären Umzügen und Versammlungen teil, und die Reservisten bestiegen aus eigener Machtvollkommenheit die Züge und zwangen das Maschinenpersonal, auf gut Glück nach dem Westen abzudampfen, soweit man eben kam. Und die Vorgesetzten taten nichts: in bleicher Furcht vor den Revolutionären trafen sie nicht nur keine Eegenmaßregeln, sondern hielten es vielmehr für an­gebracht,zum Zwecke der schnellen Beruhigung dei Geister" von der Anwendung von Waffengewalt zur Wiederherstellung der Ordnung Abstand zu nehmen und genehmigten sogar noch die Abhaltung politischer Ver­sammlungen. Ja, als nach einer kurzen Unterbrechung der Ausstand von neuem ausbrach, waren die pslicht- und ehrvergessenen Befehlshaber glücklich, daß das Streik- komi'.e den Vorständen der einzelnen Dienstzweige gnä- di sst gestattete, unter AuMcktt des Komltes die kür die