Nr. i8i
Neue Tageszeitung. Mittwoch, den L. August 1»14.
Gedenke, daß Du ein Deutscher bist!
Euch in diesen schweren Stunden auf diesen Spruch. Traget den Kopf hoch und zeigt die kühle Besonnenheit, die dem
heißt, wenn nunmehr Gelder in größerem
Besinnet Deutschen ziemt.
Erschweret Niemand durch unbesonnenes Handeln die ohnehin schon schwierige Lage.
Schon mehrfach haben wir darauf hingewiesen, daß es den öffentlichen Kredit mindern Matze an Kaffen und Banken abgehoben würden.
Lasset dort Euer Geld, wo Ihr es vordem sicher wähntet!
Ls ist dort so sicher wie vorher.
Dann begehe man nicht die Torheit und weise Papiergeld zurück, dessen Wert gesichert ist und volle Kaufkraft auch in ^ukunf- behält. Auf der anderen Seite möge man auch den Geschäftsleuten nicht den guten Willen unmöglich machen und alle kleinen Einkäufe mit gröfteren Geldscheinen Zu begleichen suchen. In diesem Falle sind die Geschäftsleute einfach vor die Unmöglichkeit gestellt die Scheine anzunehmen, da es ihnen an Wechselgeld fehlt. Auch müssen die öffentlichen Kaffen mit gutem Beispiel vorangehen und nicht, wie es von der Eisenbahn vielfach gesagt wird. Papiergeld zurückzuweisen. In der jetzigen Zeit sollte jeder, der es nur irgend ermöglichen kann, seine Einkäufe gegen bar betätigen ; denn die Geschäftsleute erhalten eben ihre Waren nur gegen Vorausbezahlung
Endlich wenden wir uns an die deutsche Fra «. Herrlich strahlt ihr Bild aus vergangenen, großen Tagen zu uns in die Gegenwart. Wir sind gewiß, daß auch unsere Zeit kein schwaches, sondern ein starkes Geschlecht finden werde. Wohl begreifen und würdigen wir den Schmerz, wenn man vom Liebsten, was man hat. mutz scheiden. Aber macht nicht über die Masten dem Mann, der hinaus mutz in den Kamps, das Herz schwer. Bedenkt, wie ihm zu Mute ist. wenn er seine Lieben verlassen mutz. Vergröbert nicht durch Euren Schmerz die Stunde des Leides und zeiget Euch in dieser ernsten Zeit als deutsche Frauen!
Für unser zum Kriegsdienst einbcrufcnes Montagepersonal suchen wir zeitweise» Ersatz und zwar
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die die notwendigen Reparaturen an Fernleitungen. Transsor- matoren-Stalionen und Ortsnetzen aussühren tonnen, mit dem Sitz in Fricbberg, Lich und Södel, sowie auch Ailfoarlieltrr, welche diesen Monteueren beigegeben werden sollen.
Die Monteure müsse» in der Lage sein, die Materlaloer- uciwaltung der Baulagcr zu übernehmen.
Offerten mit lurzeni Lebenslaus (der vor allem enthalten mutz, bei welchen Firmen die betr. Monteure, bezw. Hilfsarbeiter schon tätig waren) nebst Altcrsangabe und Lohnansprüchcn sind zu lichten an die pnnicltung der «f ielst. Nrbrrland-Lnlage der Provinz Gbertzelsc», Fricdbcrg.
Durch die Mobilmachung ist ein großer Teil unseres Personals und unseres Fuhrwerks eingezogen und sind wir hierdurch gezwungen unseren Geschäftsbetrieb auf das Notwendigste zu beschränken. Der Verkauf kann nur in kleineren Wengen und gegen sofortige Barzahlung geschehen.
Wir bitten unsere verehrl. Kundschaft hiervon Vormerkung zu nehmen und uns durch freundl. Entgegenkommen in dieser kritischen Zeit zu unterstützen. Von einem größerem Aufschlag sehe» mir, solange noch Vorrat, vorerst ab.
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