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’4>»ob«mobil(ialiöB in ‘»lancq.
Paris, 81. Juli, In letzter Stunde wird gemeldet dich heute »acht in Nancy eine P «ob e mobil tfahto« rum 8 Negunenter» Infanterie und einem Regiment Hnstuei» der Gornijo» Nancy stattfinden wird. Di» Behörden Haien der Bevölkerung eine ähnliche Note übermittelt, wie man auch die Behörden in Stratzburg bekannt gemacht habe, und worin di» Bevölkerung aufgefordert wird, sich nicht durch Kanonendonner erschrecke» zu lassen, da es sich nur um Manöver handele.
In Nancy sind alle Earnisonstruppen versammelt. Die französische Grenze ist völlig von Truppen besetzt, besonders von Kavallerie. Seit gestern früh stehen längs der Grenze Hcuwagen, hinter denen Soldaten postiert sind, ossenbar um das lleberfahren von Automobilen über die Grenze zu verhindern.
Von der französischen und italienischen Mobilmachung.
Rom, 30. Juli. „Giornale d'Jtalia" erfährt aus dem Erenzort Ventimiglia, daß den französischen Reservisten von Gendarmen der Mobilisierungsbeschl des französischen Heeres unter Gebot der Geheimhaltung mitgeteilt und die Gestellung binnen 24 Stunden geboten worden sei. Die Franzosen legen grotze Erbitterung gegen Italien an den Tag. weil cs an Seite Deutschlands verbleibe. Das Organ der sozialistischen Partei, welche ebenso wie die republikanische die unbedingte Neutralität Italiens begehrt, weiß zu melden, daß die Mobilisierung des italienischen Heeres unmittelbar bevorstehe und datz die Marincrcscrvistcn bereits einicrusen seien. Eine amtliche Bestätigung dieser Angaben fehlt, wiewohl es autzcr Zweifel ist, datz Italien seine dem Bündnisverträge gemätz bestehenden Obliegenheiten zumal an der französischen Grenze nicht verabsäumen wird. Inzwischen arbeitet die italienische Diplomatie mit freilich durch Deutschlands Haltung einigcrmatzen geminderter Zuversicht noch weiter, um Nutzland zu begütigen, wobei namentlich die von Oesterreich-Ungarn in der Bekriegung Serbiens gezeigte Lang- uut als Argument dient. ,
England will einig sein.
Im Unterhause sagte Erey nur ein Wort: „Die Situation ist nicht weniger ernst als gestern." Die von ihm vorgeschlagene diplomatische Aktion sei bisher nicht akzeptiert worden. Hierauf »ahm der Premierminister das Wort: Die Umstände forderten, datz England, das kein direktes Interesse aus dem Spiele stehen habe, der Welt eine geschloffene Front biete und mit der Autorität einer ungeteilten Nation rede und handle. Daher verschiebe die Regierung nach Rücksprache mit dem Führer der Opposition die auf heute angesehte Lesung der Amen- dierungsbill zum Homerule-Eesetz zunächst auf Montag.
Vom Kriegsschauplatz.
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wünschet warf ans den Lüsten patriotische Flugschriften herab
und begleitete den. Kaiser auf seiner Fahrt nach Schönbrunn. Ivr Schloß begrüßten Abgeordnete, Bürgermeister und der Ge- Httinberat den Monarchen. Der Bürgermeister hielt eine Ansprache mit dem Leitgedanken: Gut und Blut für unser» Kai- seri Der Kaiser erwidert« dankend. — In Linz, dar der Monarch passierte, war Erzherzog Joses Ferdinand mit dem gesamten Osfizierkorps und der Garnison versammelt. Der Kaiser richtete an die Versammelten folgende Ansprache: „In di-e ser ernsten Stunde möchte ich meine» braven Truppen nur «i - ne» sagen: Ich baue zuversichtlich auf den guten Geist, die Treue, die Ausdauer und die Tapferkeit meiner Armee!" Der Erzherzog brachte darauf ein Hoch auf den Kaiser aus: die Offiziere riffen die Säbel aus den Scheiden und begleiteten den Kaiser bei der Abfahrt mit frenetischen Hochrufen.
Rumänien vorerst »cutral.
Bukarest, 31. Juli. Nach längerer Unterredung mir
dein österreichischen Botschafter Graf Czcrnin konferierte gestern Premierminister Bratianu mit dem König in Sinnig. Die Regierung teilt als nächsten rumänischen Standpunkt mit: 1. daß der Bukarester Friede unverändert bleiben muff, 2. das, Ruinänic» sofort mobilisiert, falls Bulgarien nicht strikte Neutralität halten sollte. Mit anderen Worten heißt daS, daß Rumänien, das sich im zweiten Balkankrieg wie der gemeinste Erpresser benommen hat, die Handlangerdienste Rußlands verrichtet.
Albanien gegen Serbien.
D u r a z z o , 28. Juli. Es find wiederum Verhandlungen im Gang wegen Einstellung der Feindseligkeiten, da sowohl hier wie drüben zahlreiche Führer gegen Serbien marschieren möchten. Morgen, Mittwoch, gehen Jffa Boljetinatz und ein Sendbote des Hoses nach Schrak, um die Frage zu besprechen. Hauptsächlich kommen die Stämme von Kossowo und Dibra in Betracht. Bei entsprechender Behandlung der Angelegenheit durch die Regierung könnte das eine unerwartete günstige Lösung der ganzen albanischen Krise bedeuten. Als Vertreter der Regierung geht Ehristescu nach Schiak. '~»
Japan gegen Rußland.
Rcwhork, 31. Juli. Roch hier vorliegenden Meldungen ans Tokio verfolgt man in der japanischen Hauptstadt die Vorgänge in Europa mit der größten Spannung. Täglich finden in Tokio lange Ministerkonferenzen statt, über deren Inhalt Stillschweigen bewahrt wird. Man nimmt allgc» inein an, daß Japan- wenn Rußland in einen europäischen Krieg verwickelt werden sollte, der russischen Regierung große Schwierigkeiten bereiten werde, um mif diese Weise die innere Krise zu überwinden.
Wien, Zg. Juli. Wie nach Lage der Dinge nicht anders
fu erwarten war, beschränken sich die bisherigen Kriegsereig- Iliffc aus unbedeutende Plänkeleien. Wiederholt kam es bei patrouillcngängcn längs der die Uier trennenden Gewässer ium Austausch von Gewehrschüssen, der jedoch keine nennenswerte Verluste im Gefolge hatte. Etwas ernsteren Charakter satten die kleinen Gefechte, die sich an der Semlincr Brücke entspannen. In der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch sprengten, wie schon gemeldet, die Serben die genannte Brücke, doch war der Erfolg nmcicheud. Die serbischen Bemühungen, das Perstörungswerk zu vollenden, wurden durch die von den österreichischen Vorposten unterstützte Land- und Schisssartille- tie vereitelt. Bei Progor on der Save scheiterte der Versuch einer irrcgiären serbischen Bande von iiii Mann, den Flutz zu überschreiten, an der Wachsamkeit der österreichischen Vorposten. Endlich gelang cs der österreichisch.:! am 1!j:r gegenüber Vclko Gradrjie ausgesahrcnen Artillerie, zwei in Ausrüstung besind- liche feindliche Dampser unter Feuer ;:s nchi.'-en und zu vernichten.
Senilin, 30. Juli. Gestern abend - :: halb acht bis neun Uhr fand gegen die Serben an d-r Sarrbeii. e und den Sorbo- bastioncn hastiges Infanterie- und Mitrailleujenfeuer statt, unterstützt vou Artillerie, die ans d::n L-'adenhüg.l stand. Nunmehr wird die Forcierung d:s Savsübergaugs erwartet.
Belgrad liegt völlig im Dunlcl: nur der Kai vor der Stadt ist erleuchtet, damit die Stadt selb. : >. :',1 versehentlich beschossen wird. Abends schweb'- ein Fl. ' "g über Belgrad, r:e serbische Stellung bcleuchlend.
Die serbische Hauptmacht sali bei DenFtz? zwei Stunden hinter Belgrad, stehen. Die Serben sehen ein Rotes Kreuz, das Verwundete barg, beschossen haben.
Wie», 30. Juli. Die Sicherungslinie de: l ".'rreichijch- ungarischeu Truppen an der Drin» wurd: r kleineren
Kämpfen bis an den Hauptarm dieses Flapes rorgc'choben. Aus österreichischer Seite wurde ei» Mann gerbt:!, aus serbischer Seite sielen zehn Monn. Serbische Barben versuchte» vergebens, Bjclrna zu beunruhigen.
Serbischer Krl-aebcrb !.
Paris, 21. Juli. Tie hiesig! serbische V ' dhs-hast läßt eine Depesche veröffentlichen wonach eng li'.ch ein große» Artillerielamps drei Km. ren Belgrad enb.. t Klange ist. Dieser sollen, der Depesche zufolge, di: Lrsieric che: am tlebcr- schreite» der Donau verhindert haben. In triez:,;-! und bei Smedcrnero soll cs zu weiteren Arliller eö. .nisten gekommen fein. — Wie aus Risch hierher gemeldet wird, sollen zahlreiche österreichische Deserteur: über bi: gekommen sein.
Ein österreichischer Offizier, dcr aus Aldgnicn gclommen ist, soll sich den serbischen Behörden in Tidra gestellt habe». Er Hab: aus Atüanicn.fliehe» muffen, da er dort seines Lebens nicht mehr sicher gewesen fei.
Alle Eisenbahnlinien von Belgrad nach dem Innern de« Landes sind an mehreren Punkten unterbrochen. Serbische Truppen hoben Brücken und Eifenbahndümme gesprengt.
Rückkehr Kaiser Franz Josefs.
Wien, »0. Juli. Unter ungeheurem Jubel einer nach Hundert tausenden zählende» Menschenmenge lam dcr Kaiser mit dem Tbronsolaer aus Ischl in Wien an. Der Pilot
Japanisch österreichische Nntrrhnndlnngen.
Berlin, 31. Juli. Dio „Nationalzeitung" melde! Bui Wien, daß der neue japanische Botschafter in Wien beute eine Konferenz von zweieinhalb Stunden Dauer mit dein Grafen Berchtold hatte. Diese Konferenz ging vor Zeugen vor sich. Ihr Ergebnis wird streng geheim gehalten.
Das deutsche Heer und
seine Führer.
Nach dcr gegenwärtigen Frtedenspräsenzstärke hat das deutsche Heer solgende Gliederung: < .. ;
Chef der Armee ist dcr Kaiser, Vortragender Geue- ralndzutant ist General Freiherr v. L y n ck e r, diensttuender Gsneraladjutout Generaloberst v. P l e s s e n, Chef des Generalstabes ist Generaloberst v. Moltke. Die acht Ar» meeinspektionen Verden ausgeübt von den Generalinspekte»- ren Generalobersten v. Prittwitz u. Gaffron in Danzig, v. H e e r i n g e n in Berlin, v. B ü l o w in Hannover, Prinz Rnpprecht von Bayern in München, Groß- Herzog Friedrich II. von Baden in Karlsruhe, Herzog Albrecht Von Württemberg in Stuttgart, v. Eichhorn in Saarbrücken und v. K l u ck in Berlin. - : -
Die Armee ist eingeteili in 25 A rm e e k o r p s, die 30 Infanterie-Divisionen und die Gardekavallerie-Division umfassen, und diese Divisionen setzen sich zusammen aus 106 Infanterie-, 35 Kavallerie- »nd 50 Feldartilleriebriga- den, wozu noch 8 Fußartillerie- und 2 Eisenbahnbrigaden kommen. An R e g i m e n t e r n sind vorhanden: 217 Jnfan-. teric-Regimenter zu je 3 Bataillonen, ferner 18 Jägerbatail- -' lone, 27 Maschincngewehrabteilungcn, 110 Kavalleriercgi- - mcntcr (10 Rcginientcr Kürassiere, 28 Dragoner-, 26 llla-^ nen-, 21 Husaren-, 13 Jäger zu Pferde, 4 Schwere Reiter- Regimueter, 8 bayerische Chevauxleger-Regimenter), 100 Feldartillerie-Rcgimenter mit zusammen 3732 Geschützen, 497 Mmntionswagcn und 841 Beobachtungswagen. 1 Regi-H ment dcr preußischen Feldartillcricschießschule, 1 Regiment der preußischen Fußartillerieschießschule, 26 Fußartillerie- ■ rcgimenter und 36 Bcspannugsabtcilungcn sowie 1 wart- : tembergisches Fntzartilleriebatmllon, 8 Pionierregimentcr und 27 Pionierbataillone, sowie 1 Pionicrversuchskompag- »ie. An Verkehrstruppen sind vorhanden: 4 Eisenbahnr.gi- menter und 1 bayerisches Eiscnbahnbataillon sowie 1 Betriebsabteilung und 2 Dcrjuchskompagnicn, 10 Telegraphen- bataillone: 11 Luftfchifferbntaillone, 1 Luftschifferkompagnie,
1 Kraftfahrerbataillou, 4 Flicgcrbataillonc. Vom Train sind 26 Bataillone vorhanden.
Es besteht ferner noch ein reitendes FcldjägerkorpS, ion- mandiert von Generaloberst v. Scholl. Das Oberkom- mando in den Marke» hat Generaloberst v. Kessel.
Tie Gesamt-Friedensstärke des deutschen Heeres bc- läuft sich nach der dem letzten Etat beigegcbcncn Uebersicht ans 663 200 Gemeine, rund 29000 Offiziere und Sanität 1- ofsizicre, 107 000 Untcrofsiziere und Zahlmeister. Einschließlich der Einjährig-Freiwilligen beträgt die Präsenz rund 819 000 Man». Davon entfallen auf die Infanterie allein 433 000 Gemeine 17 800. DFiiiieri- und 65000 Itiitcrotli-
jicre. lieber die Kriegsformationen werden Mitteilungen nicht veröffentlicht. Man kann aber annehmen, daß allein die präsente Armee, Reserve und Landwehr, über 5 Milloncn Mann gut aus gebildeter Truppen liefern werden, mehr als irgend ein anderer Staat zur Zeit aufzustcllen vermag. Und bei dieser Truppenzahl handelt es sich ausnahmslos um voll- kräftige Männer, die den militärischen Anstrengungen gewachsen sind, während sich das z. B. von den französischen Truppen infolge dcr forcierten Aushebungen nicht sagen läßt.'
Der deutsch-österreichische
Bündnisvertrag
Der deutsch-österreichische Bündnisvertrag, von dem in diesen Tagen so viel die Rede ist, wurde am 7. Oktober >870 abgeschlossen. Sein Wortlaut wurde in den drei Regiorungs- organen von Deutschland, Oesterreich und Ungarn veröfsenl- licht. In der Einleitung werden die defensiver Absichten des Betrages betont, es wird hcrvorgehoben, daß ein inniges Zusammengehen von Deutschland und Ocstercich-Ungarn niemanden bedrohen kann, endlich wird feierlich versprochen, daß dem rein defensiven Abkommen niemals ein aggressive Tendenz beigelegt werde.
Dan folgen die drei Artikel, die im Wortlaut heißen:
Artikel 1.
Sollte wider Verhosfen und gegen den aufrichtig n Wunsch der beiden Hohen Kontrahenten eines dcr Leiden Reiche von seiten Rußlands angegriffen werden, jo sind die Hohen Kontrahenten verpflichtet, einander mit dcr cgsrmlen Kriegsmacht Ihrer Reiche beizustehen und demgemäß den Frieden nur gemeinsam und übereinstinrmend zu schließen.
Artikel 2.
Würde einer der Hohen kontrahierenden Teile von einer anderen Macht angegriffen werden, so verpflichtet sich l-le-- mit dcr andere Hohe Kontrahent, dem Angreifer -.von Seinen Hohen Verbündeten nicht nur nicht beizustchen ion- dern mindestens eine wohlwollende neutrale Haltung gegen den Hohen Militärkontrahenten zu beobachten.
Wenn jedoch in jolcheni Falle die angreisende Macht von Seiten Rußlands, sei es in Forni einer aktiven Kooperation, sei eS durch militärische Maßnahmen, welche den Angegrffsc- nen bedrohen, unterstützt werden sollte, so tritt die im Artikel 1 dieses Vertrages stipuliertc Verpflichtung des gegenseitigen Beistandes mit voller Heercsmacht auch in diesem Falle sofort in Kraft und die Kriegführung dcr beiden Hohen Kontra- henten wird auch dann eine gemeinsame bi? zum gemeinsamen Friedensschluß.
Artikel 33.
Dieser Vertrag soll in Gemäßheit seines sriedlicheck Charakters und um jede Mißdeutung ansznschließen, von beiden Hohen Kontrahenten geheim gehalten und einer dritten Macht nur im Einverständnifse beider Teile und nach Maßgabe spezieller Einigung mitgeteilt werden.
Beide Hohen Kontrahenten geben Sich nach den bei dcr Begegnung in Alexandrowo ausgesprochenen Gesinnungen des Kaisers Alexander der Hoffnung hin. daß die Rüstungen Rußlands sich als bedrohlich für Sie in Wirklichkeit nicht erweisen werden, und haben aus diesem Grunde zu einer Mitteilung für jetzt keinen Anlaß, — sollte sich aber diese Hoffnung wider Erwarten als eine irrtümliche erweisen, so wiir- den die beiden Hohen Kontrahenten es als eine Pslich: der Loyalität erkenen, den Kaiser Alexander mindestens vertraulich darüber zu verständigen, daß Sic einen Angriff ans Einen von Ihnen als gegen Beide gerichtet betrachten müßten.
Der Wert des russischen.Heeres.
In einer Besprechung der Streitkräste Oesterrcich-stn- garns und Serbiens schreibt das Militärwochenblatt:
„Ebenso wie die östcrrcichisch-ungarische Armee in Europa vielfach unterschätzt wird, so wird die Kampfkraft der russischen Armee meistens überschätzt. Daß die russische Armee der Zahl nach von außerordentlicher Stärke ist, kann niemand bestreiten, die Zahl entscheidet aber, wie uns die Kriege Friedrichs des Großen lehren, im Kriege glücklicherweise nicht; als wichtigere Faktoren treten hier noch hinzu die Moral des Heers, höhere Führung, Bewaffnung, Ausrüstung, Lage und A'lsdehnnng des Staatsgebietes, dessen Eisenbahnnetz, Gesinnung der Bevölkerung und dergleichen mehr. Es scheint nicht mt»
. angebracht, jetzt daran zu erinnern, daß in neuester Zeit Rußland allein noch niemals über eine ebenbürtige Armee den Sieg errungen hat; 1877 wäre ihm ohne die Hilse des Fürsten Carol von Rumänien nicht einmal die Niederwerfung der Türkei gelungen; der modernen japanischen Armee gegenüber im mandschurischen Kriege erlitt Rußland eine empfindliche Niederlage. Hier sein eingeschaltet, daß die kürzlich in der Presse oft anfgetaiichte i’carfir richt der stattgchabten Aufstellung von fünf neuen russi- schcu Armeekorps unrichtig ist; diese Armeekorps eristie reu nicht."
Das Blatt schließt: —. -
„Auf die allgemein« Beurteilung der Armeen weiterer Großmächte einz»gehen, möckstcn wir zurzeit unterlassen, das aber kann ohne lleberhebung gesprochen wer- * den, daß die deutsche Wehrmacht seit dem großen Kriege 1870 71 unablässig, mit größter Intensität und andaucrn- dein Fleiß an sich gearbeitet hat. Alle miltärischen Vorbereitungen znm Kriege, welcher Art sic auch seien, sind mit bekannter deuffchcr Gründlichkeit und Ordnung getroffen; man wird daher ohne lleberhebung sagen dürfe», daß Deutschland dem Ei" tritt ernster Ereignisse mir voller Ruhe im Vertrauen aus Gott »nd sein« eigen« Stärke entaegensehe» kann."


