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* 24. Julr. Die Gemeindeveetreirrng
ILlotz mit dem Höchster Gaswerk einen cmf 30 Jahre währen-
öen GaSlicferungsvertrag ab.
* Eronberg, 23. Juli. Die Stadtverwaltung hat es
obgrlihift zu der Frage der elektrischen Bahn Frankfurt—
.onigstein solange Stellung zu nehmen, bis die Lokalbahn- veirlllchast die Linienführung durch die Stadt cndgiltig fest-
grll'Ilt hat.
" Elettrijche Bahn Franksurt-Königftein. Im Kreishause -:> Bob Homburg traten unter dem Vorsitz des Landrats von -lintj die Vertreter der an der geplanten elektrischen Bahn Frantsurt-Kiinigstcin beteiligten Gemeinden zu einer Konferenz zusammen, in der in erster Linie über die Grund- und Vprenerweibungc» sür den Bahnbau berichtet wurde. Ein. stluunig bedauerte man das geringe Verständnis und sehr ost schroffe Verhalte» der Lolalbahngesellschast gegenüber den WLinchen der einzelne» Gemeinden. Die Bangesellschast mache nur Vorschriften, örtlichen Wünschen dagegen setze sie stets ein „Neu." entgegen. Die von dem Katasterkontrolleur aus Mark 250 080 veranschlagten Grundcrwerbskosten wurden für viel zu gering erllärt. Schließlich machte Landrat von Marx folgenden Vorschlag: Die Lolalbahngesellschast erwirbt den Grund und Boden: hierzu zahlt die jeweilige Gemeinde die Hälfte, ein weiteres Viertel geht zu Lasten der Gemeinde als Eemcin- dcfchuld mit I Prozent Zinsen und Amortisation unter Ver- pländung der Umsatzsteuer, 15 Prozent zahlt die Lokalbahn und verzinst dieses Kapital mit 5 Prozent und den Rest von lg Prozent zahlt die Ecsellschast sofort bar an. Da diese Lasteu- verteilung den »leisten Gemeinden bedeutende Schulden ausbürden würde, werden diese Vorschläge jedenfalls von den Ge- ineiliderertretungrn glatt abgelehnt. Denn nach anderen Schätzungen betragen die Grundstiilkserwerbskostcn rund eine halbe Million Mark. Wenn die Lokalbahngesellschaft den Gemeinde» nicht ganz erheblich mehr als sonst entgegenkommt, wird d-e Bahn wahrscheinlich noch nicht gebaut.
* Wiesbaden, 24. Juli. Auf der Bäderstraße Wiesbaden—Nassau—Ems geriet unweit Holzharrfen ein von hier kommendes Automobil in Brand. Verletzt wurde niemand. Ter Kraftwagen wurde jedoch ein Raub der Flammen.
* Wiesbaden, 24. Jrrli. Drei Fuhrleute, denen man für die Folge besser keine Pferde oder sonstige Zugtiere anvertrauen sollte, standen gestern vor dem Wiesbadener Schöffengerichte. Der Fuhrmann ElsinLIlcr glaubte sein Pferd, das nach seinen Angaben sich störrisch zeigte, durch übermäßige Schläge zu einem laminsrommc» Tier machen zu sollen. Dem Fuhrmann Kiürner, dessen ohne Aussicht stehendes Pscrd durchging, hatte sein Tier zur Strafe dafür die außerordentlich steile Ecisberg- ltraßc unter soitgcsetztci» Einschlagen im Galopp hinausgetrie- brn. Ebcnsall» aus einer steilen Straße machte sich der Fuhrmann Emil Forst der Tierquälerei schuldig. Er lehnte jegliches Vorspann ab und schlug unbarmherzig auf das eine seiner Pferde, das gefallen war. ein. Mit den verhältnismäßig ge- rtngca Strafen von je 20 Marl für Eismüller und Forst und li Merl für Klär,,er fchiitten die Schöffen die Fuhrleute nach Hause.
* Biebrich, 24. Juli. Auf der Station Biebrich-Ost wurden sämtliche Stationsassistenten, welche im Personenbahnhof als Fahrdienstleiter bedienstet waren, nach anderen Stationen von benachbarten Bahnstrecken und in den inneren Dienst versetzt. An deren Stelle sind Weichensteller 1. Klasse für den genannten Dienst bestimmt worben. Die Eisenbahn- Verwaltung macht durch diese Versetzung der Assistenten bzgl. der Gchaltsverhältnissc und Wohnungsgeldzulagr eine be- deutende Geldersparnis, wo immentlich Bedacht dararrf genommen werben soll, daß gespart wird.
* Schlüchtern, 24. Juli. In dem außerordentlich industrie- armcn Kreis Schlüchtern hat nunmehr such die Marmorfchlei- serei von Berchcr & Lerhäuser in Altengronau ihren Betrieb eingestellt. Die durch die Beschasfuirg des Rohmaterials ver- urfachieii rmverhältnisuiäßig hohen Kosten, machten die Kon- lursanmeldung nötig. Durch diese Maßnahme find mehrere Arbeiter brotlos geworden.
* Schlüchtern, 24. Juli. Im nahen Altengronau ist die
Marmorschleiferei von Bcrcher und Gerhäuser in Konkurs geraten. Da das Werk bereits den Betrieb cinstellte, wurden sämtliche Angestellten und Arbeiter brotlos. ^
* Marburg, 25. Juli. Der Lehrer Karl Engelhard- Hanau, der durch seine dramatischen Dichtungen bekannt geworden ist, ist, erst 34 Jahre alt, gestern morgen in der Klinik in Marburg an den Folgen einer Operation gestorben.
* Kassel, 25. Juli. Der seit langem gesuchte Mörder des Försters Romanus in Kämmerzell, der Zigeuner Wilhelm Sbondcr, aus dessen Ergreisung eine Belohnung von 5000 Mk. ruSN.fetzt ist, ist jetzt in der Nähe von Witzenhauscn gesehen worden, wo er unter falschciu Namen bei einem Eisenbahnbau Arbeit gesunden hatte. Als er sich erkannt sah. flüchtete er. Die ganze Gegend wird jetzt nach dem oprschwundenen Mörder rbgcsucht.
Starkrnburg ^ .__ ;
* Darmstadt, 25. Juli. Mit Beginn der Wintersemesters wird an der Techn. Hochschule dahier nach dem Borbild anderer Hochschulen eine alademijche Wohnungskommission und ein studentisches Wohnungsanrt in Tätigkeit treten, damit auch hier das studentische Wohnungswesen eine einheitliche Regelung findet. Bis jetzt w«d« durch Umfragen bei den Studenten 800 einwandfreie zufriedenstellende Wohnungen sestgestellt. Diese werden in eine Grundliste ausgenommen, welche stets ergänzt und auf dem Laufende» gehalten wird. Die freien Zimmer sollen durch die Vermieter an.der Techn. Hwhjchule gegen eine einmalige Gebühr von 50 Psg. eingetragen werden. Die Oberleitung hat auch bet studentischen Mictsstrettigkeitcn die akademische jvohnungskommisston.
1 • Darmstadt, 24. Juli. Wegen Belästigung und De-
sihimpfen pm Lrbeitswilllgen, dir in fc« KanimfakrU von Best in lörirühat». arbeiten, .war der KlMldachrr,U- Beistegel daselbst vem ^SchrffenMczcht- zu 2 ^0«ch«st4SesäaMr öuurtetlt ^worden. Lr tz 43 Jahre alt.-bisbtt MkbtLrart lMd hat sich in
jeluem Zorn, über di« nun seit einem halben Jahre bestehende durch Beschränkung des Koalitionsrcchtcs verursachte Aussperrung zu den Ausschreitnngen bimcißen lasten. Er hatte gegen die Sttafe Berufung verfolgt zu dem Zwecke, eine Seldsttafe z» erhalten, da die Beschimpfungen nicht so schwer waren. Die Strafkammer hat aber die Berufung kostensällig verworfen.
* Darmstadt, 24. Juli. Wegen Betrug und Urkundenfälschung wurde die kaum 15 Jahre alte A. A. K. aus Viernheim zu 3 Tagen Gefängnis verurteilt, weil sie. um sich einen neuen Hut lausen zu können, das Krankenkastengellr^iner Kollegin erhob und deren Namen unter die Quittung von Mk. 10.50 setzte. Den Betrag hat sie inzwischen wieder ersetzt, da sie auch noch unbesttaft ist, wurde ihr nrildernbe Umstände in weitgehendstem Maße zugcbilligt.
' Darmstadt, 24. Juli. Die Mindeststrafe von drei Monaten Gefängnis wegen Bettug erhielt der vordcftrastc Hausierer W. Klein dahier, der einer Witwe in Griesheim einen Wogen unter falschen Vorspiegelungen ausschwindclte und den Erlös für sich verjubelte.
' Darms, adt, 2«. Juli. Zum Fall Dogt-Heyderich erfahr«» wir. daß nach den inzwischen crsolgten Aussagen der beiden in Antersiichungshasi befindlichen ein wohl vorbereitetes Eom- plott zur Besettigung des Ehemannes Hcydcrich aus irgend eine Art beschlossen worden war. V. soll jetzt zugegeben haben, daß ei von der durch Frau Hcqderich bcabstchtigtcn Easoergif- tung unterrichtet war. auch hatte er gelegentlich ein Quantum Acther angeblich zu wistcnschastlrchcn Zwecken mitgebracht, um eine Vergiftung des H. hcrbeizuführcn. Aus dieser Verschwörung (Vogt gibt an, daß er Frau H. geschworen habe. H. weg- zuschasren) ergibt sich, daß Frau H. über die vorgejpicgelte Brandstiftung und den dabei beabsichtigten Mord vollständig unterrichtet war. Aus de» Feststellungen geht auch hervor, daß der Erinordete doch auch nicht ganz cinwandfrei in moralischer Beziehung gelebt hat. wenigstens behauptet dies seine Frau energisch mit de», Hinzusüxcn, Laß sie in Folge der Krankheit ihres Mannes infiziert worden sei nud deshalb eine Operation durchmachen mußte.
* Darmstadt, 24. Juli. Flott eingerichtet hat sich für ihre Verhältnisse die bei einer hiesigen Kianlenkaste mit Reinemachen beschäftigte Ehefrau Roth dahier. Vor einigen Wochen waren bei der Kaste etwa 700 Marl verschwunden, ohne daß es ermittelt werden konnte, wo sie hingckommen waren. Man hatte alsbald Verdacht aus die Frau, doch konnte sie nicht über- sllhrt werden. Inzwischen hat Kriminalschuhmann Kröhl dahier die Spuren wettcr verfolgt und konnte dann ermitteln, daß Frau R. sich beinahe vollständig neu eingerichtet hat. Sie hatte «. a. ein neues Kinderbett, vier Schirme, Schuhe, Wäsche, Bcttwcrl ujw. iu Menge gelaust und hat sich dadurch verraten.
Aus Rhcinhestca.
* Mainz, 24. Juli. Das in der Strphänstraße befindliche, in den 70er Jahren durch die Gräfin v. Hahn-Hahn gegründete und vor einigen Jahren bedeutend erweiterte Kloster „Zu den giften Hirten", in dem gefallene und vcr- wahrloste Mädchen gebessert werden, sucht seine umfangreichen hiesigen Gebäulichkeiten zu verkaufen, da beabsichtigt wird, das Kloster ins fieie Land zu verlegen.
* Rieder-Ingelheim, 25. Juli. Ein Freibad mit komischem Ausgang nahm Ende voriger Woche ein Bauernsohn aus Rieder-Ingelheim. Sern Tagewerk bestand in der heißen Juli- sonn« in dem Abmähen einer Wiese direkt am Rhein. Da er anderen Tages auch noch zur Ecneralmusterung sich stellen mußte, so war nichts natürlicher, als er ia den kühlen Flute» des Rheins ein erfrischendes Bad nahm. Schnell entschlosten warf er nach Feierabend die Kleider ab u. tummelte ein Stück rheinabrvärts und landete auf einer Aue. wo er bald in tiefe» Echlas verfiel. Unterdessen war dem Vater das lange Ausbleiben seines Sohnes ausgefallen. Er begab sich aus das Feld und sah dort Kleider und Sense liegen, von seinem Sohne war aber trotz allen Rufen? nichts zu sehen und zu hören. Es stand sep, der Bub ist ertruirken und der beftübte Datei nahm Kleider und Sense aus und setzte die Eeinigen von dem ver- meirftlicheu Unglück in Kenntnis. Während man sich noch dem tiefsten Jammer hingab, öffnete sich leis« die Hoftür, und der Bub betrat, splitternackt, das Anwesen, wo sich alsdann zur Freude der Angehörigen der Irrtum aufklärte.
* Bingen, 24. Juli. Am Dienstag haben etwa hundert Arbeiter der Firma Grün und Bilfinger die Arbeit wieder ausgenommen. Der Streik ist also beendet. Die Aufnahme der Arbeit geschah zu den alten Bedingungen. Heute sollen wertere zwerhundert Arbeiter ihre Tättgkeit aufnehmcn und in einigen Tagen denkt man, daß die Arbeit auf der ganzen Linie wieder im Gange sein wird!
Zum Feldbergfrst.
Die Feldbergfeste blicken in diesem Jahre auf eine 70- jährige reichbewegte Geschichte zurück. Als man am 23. Juni 1544 sich zum erstenmale auf dem grauen Taunushütcr zu einem frischen fiöhlichen Tun versammelte, bedeutete diese Zusammenkunst inmitten einer gärenden Zeit eine Tat, die weithin in allen Dolkskreisen und bei de» Regierungen Aufsehen erregte. Denn in der Veranstaltung, von führenden Männern und Politikern gerufen, von den mit Mißtrauen beobachteten Turnvereinen wacker unterstützt, witterte die Obrigkeit etwas Freies, Volkstümliches, Demokratisches, bas nicht di den Rahmen der bestehenden Verfassungen paßte. DoS erste Fest fand aber trotz aller Gegenminen unter riesiger Beteiligung statt. Gesang- und Schützenvereinc aus allen Teilen Nassaus und Hessens zogen in hellen Scharen auf die Höhe. Die Festrede hielt der damls 35jährige August .Ravenstein, der Gründer des Frankfurter Turuwesens, iiber den Sinn und die eigentliche und wahre Bedeutung des Festes. Dazu boi August Schärttner inst seinen Turnern glänzende Leistungen, die brausenden Beifall auslöstrn. Schärttner richtete dann begeisterte Worte über „sssteiheft, Vaterland, Aftcheit, ^straft und Mannhaftigkeit" an die Menge.
Allem ersten Feste folgten in ähnficher Werse noch fünf
andere bis zum Jahre 1848. Der Volkssllmmung entsprechend. trüge» die Festreden inimer mehr der Politischen Lage Rechnung, sic wurden schließlich die Spiegelbilder der Anschauung weiter Kreise. Das hatte zur Folge, daß im er-ttiruijahre 1549 die Feldbergsestc sür staatsgefährlich erslärt und verboten wurden. Doch man wußte sich zu helfen und verlegte den Fcstplatz nach dem Fuchstanz. 1850 wurde das Fest durch Soldatendes Landgrafen von Hessen-Homburg ge- waltsmn gesprengt. Der erbitterten Stimmung über diese,, Eingrifi in deS Volkes Recht hat bekanntlich Friedrich Stoltze in einem satirischen Gedichte Ausdruck verliehen.
Es gingen 10 Jahre ins Land, ehe die Feldbcrgfeste wieder z» neuem Glanze erstehen durften. Vater August Ravenstein und der Taunide 1 0 '. Aloys Heuningcr von der 1»r. Hetzdenschen Erziehungsanstalt zu Frankfurt verbanden mit der Eröfsnung des Fcldbcrghauses am 12. August 1860 die Abhaltung eines großartigen Feldbergsestc?, dem tausende von beiwohitten. lind obgleich die Hombnrger Re
gierung die finta-r in jeder Weise zu urüerdrücken suchte und sogar die Vereinigungen zur Pflege des Turnens nn eigenen Ländchcn aushob, so gelang cs ihr doch nicht mehr, hen SiegcSzug der Feldbcrgfeste anszuhalten. Seit dein Beginn de: 60er Jahre bat bis heute alljährlich da? Feldberg- fest stattgcfunden. Am 24. April 1870 wurden für die Ucbimgcn besondere Geschäfts- und Turnordnungcn heraus- gegcbeu. Wenn sich ehedem nur die Turner der engeren Heimat an den Wettspielen beteiligten und die Feste ir.'luden Charakter lokaler Vcranstalttingcn trugen, so hat sich auch hierin in den letzten Jahren ein gewaltiger Umschwimg vollzogen.
Unter den großen Turnsestcu der deutschen Tnrn« sch..st .ichmen die Feldbcrgfeste eine führende Rolle ein. Tie ersten Vereine Deutschlands schicken ihre bcstci, Mannschaften heute auf den Feldberg, um sich im schärfsten Wettbewerb einen Eichenkranz zu erringen oder einen der hcißbegebrten Wan- dcrpreise als Sieger jubelnd nach Hanse zu tragen.
Aus aller Welt.
„Bliimknpolizistcn". In England gibt cs junge, Rsi.d- chcu, die cus ihren Fahrten aus eigenem Antriebe darüber wachen, daß das Publikum nicht sinnlos die wilden Blumen obreißt. Ein Feldstrauß soll nicht verwehrt sein, nur das Allsrotten der Blumen wollen die kleinen Polizisten vechin- dern. Da sie ihr Wäch^ramt geschickt zu handhaben versiegen und sich nicht aufdringlich hervortun, mag inan die Blmvu:- polizisten überall gern leiden.
An einem Mückenstich gestorbcu. In einer Prinai- klinil in Perlcburg starb am Mfttwoch der Leutnant i'ci.’i. insolge eines Mückenstiches, der eine Blutvergiftung zur Folge gehabt hat.
Eine Heugabel als Lrbcnsrettrr. Auf wnnderb.'re Weise wurden in Drierdorf zwei Frauen vor dein Too ■ ec- wahrt. Diese waren in der Nähe des Waldes mit Hvmiachen beschäftigt. Ein schweres Gewitter brach herein. Schnell flüchteten fie in eine nahe Schutzhütte. Eine Hengabel hafte» sie bei ihrer Flucht in der Nähe der Hütte in -den Boden gesteckt. Diese sollte ihr Retter sein- Kaum lwtten sich nämlich die Frauen geborgen, als der Blitz in die .Hütte schlua, dort einen Balken zerschmcternd. Die Zinken der Gabel u> er singen ihn auf und leiteten ihn in die Erde. Olmc sie wäre>> die Frauen zweffellos verloren gewesen. So aber kanr öle ciüc außer mit dem großen Schrecken mit einem zeitweise» Verlust des Gehörs davon. Die ander träf der Luftdruck so stark, daß sie völlig blau wurde.
Einbruch in eine Äftche. Ein dreister Eiuornch wurde gestern abend in der alt-evangelischen Kirche in Schöneberg bei Berlin in der Hauptstraße versucht. Zwei jüngere Riänner, deren Persönlichkeit noch lucht sestgestellt winde, erbrachep die Türen und versuchten, die Kirchcngeräte z» rauben. Als sie überrascht wurden, leisteten sie heftigen Widerstand und schlugen einen Polizisten nieder. Es ge- lang schließlich, sie zu überwältigen und zur Poftzeiivoche zu bringen.
Ränlerrschc Beamte. Unter der Güterstation Warschem- Breft wurde ein Tunnel mit zwei versteckten Ausgängen entdeckt. Im Tiinnel wurden Stühle und Tisck>e, ein Bett und eine Menge werwoller Gegenstände in Gold und Silber und Partien von Leder vorgeftrnden. Es stellte sich heraus, das, Eiscnbahnangestellte schon vor vielen Jahren die Bodenaushöhlung hcrgestellt haben, um darin aus dem Magazin der Statton gestohlene Guter zu verbergen. Auf dieser Station sind auch in der Tat öfter wertvolle Frachtgüter in Verlust gercftem Ein schuldiger Beanfter wurde bereits verhaftet.
Auf einer Kahnpartie ertrunken. Am Mittwoch ereignete sich aus der Jll ein aufregender Unglücksfall. Ein Student und zwei Studentinnen hatten zusammen eine Kahnpartie gemacht und wurden, als.die Schleuse geöffnet wurde, von der Strömung fortgcriffcn und über die Schleose gespült. Nach langen Ansttengnngrn gelang es, den Studenten und eine Studenttn zu retten, während die andere Studenttn nur als Leiche aus den Fluten gezogen werden konnte
Frankftirter Wetterbericht.
Voraussage. Wechselnd bewölkt, zeitweise Regcnschanci, kühl, zeitweilig auftrftchcndc westliche Winde. _____
Verantwortlich für den politischen Teil: Otto Hirsibel. Friedberg: für den lokalen und unterhaltenden Teil- Bernhard Lenz, Fricdberg: für den Anzeigenteil: Karl Schmidt. Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tages- «eitting". A.-G-. Friedbera i ß.


