Ausgabe 
25.7.1914
 
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Ans unserer Kewegung.

neu, gimibe n wir nicht, Satz dir russische Regierung einen Ich? erheblichen Einspruch erheben dürste, daß Serbien ge­nötigt sein wird, Oesterreich-Ungarn eine Genugtuung zu ?eben.

In Rußland hat das Ultimatum Oesterreichs der­maßen überrascht, daß die diplomatischen jireise, deren Auge- hörige größtenteils in den nahcgelegenen Badeorten weilen, erst in den späten Vormittagsstunden davon erfuhren. Der erste Eindruck ist der, daß der Krieg zwischen Oesterreich und Serbien unvermeidlich ist. Daneben ist man sich bewußt, Laß die Weiterentwickelung hauptsächlich von der Haltung der russischen Regierung obhängt, deren Schritte daher mit der größten Spannung erwartet werden. Man hofft immer­hin noch, daß Sassonow, der die Kriegspartei nicht begün­stigt und Kriwoschcin alles anfbieten werden, um den Fiie- den zu erhalten und eine Formel zu finden, die eine Loka­lisierung des Streitfalles mit Ehren ermöglicht. Auf alle Fälle können wir uns gefaßt machen, daß Rußland in den ersten Tagen gewaltig mit dem Säbel rasseln wird. Es hat über gegenwärtig wieder so viel mit seinen eigenen Ange­legenheiten zu tun, so daß es sich zehnmal überlegen wird, ,b es den Worten die Tat folgen läßt und so Verwickelungen herbcifllhrt, deren Ende nicht abznsehen ist.

Eine Intervention Rußlands.

In letzter Stunde wird bekannt, daß das amtliche Or­gan folgendes Communiquä veröffentlicht: Die Kaiserliche Regierung, lebhaft besorgt durch die überraschenden Ereig-

»end durch das an Serbien von der östereichifch-ungari- schen Regierung gerichtete Ultimatum, verfolgt mit Aufmerk­samkeit die Entwickelung des österreichisch-serbischen Kon- sliktes, in wclcheni Rußland nicht indifferent bleiben kann.

In F r a n k r e i ch herrscht natürlich die politische Unver­nunft vor. Die große Mehrheit der französischen Presse steht dem Vorgehen des Wiener Kabinetts durchaus feindlich gegenüber. Man spricht von Ueberrumpxlung und unent­schuldbarer Friedensstörung. Fast alle Blätter verurteilen die Handlungsweise Oesterreichs, das zu niner Zeit seinen energischen Vorstoß unternimmt, wo die Mächte der Triple- cntentc durch innere Schwierigkeiten gebunden sind. Man gibt allgemein der Ansicht Ausdruck, daß die Mächte der Tripleentcnte sich von denen des Dreibundes einschüchtern lassen. Daß in F r a n kr e i ch das Revanchcgeschrei neue Nahrung erhält und daß die chauvinistische Presse am liebsten sofort Rußland im Kampfe mit Oesterreich sähe, bräuchtc eigentlich so wenig erwähnt zu werden, als der Umstand, daß Montenegro erklärt habe, es werde zur Seite seines serbi­schen Verbündeten stehen. In Bulgarien ist man sich bewußt, daß ernste Ereignisse bevorstehe», bei denen auch Bulgarien reicht niäßig zuschen dürfe.

So müssen wir denn die nächsten viernndzwanzig Stun­den abwarten, in deren Schoß es verborgen ist, ob wir Krieg oder Frieden haben werden.

Me der öllm. Legierung an die Mächte.

Wien, 21. Juli.

Die kaiserlichen und königlichen Botschafter im Deutschen Reiche, in Frankreich, Großbritannien, Italien, Rußland und der Türkei sind von ihrer Regierung beauftragt worden, den Inhalt der österreichisch-ungarischen Note an die serbische Re­gierung zur Kenntnis der Regierung zu bringen, bei der sie fcglaulügt sind, und folgendes hinzusügen:

An, 31. Mörz 1909 hat die Königlich serbische Regie­rung an Oesterreich-Ungarn eine Erklärung gerichtet, deren Worlaut oben wiedergegcben ist. Fast am Tage nach die­ser Erklärung hat die Politik Serbiens in Wege eingelenkt, die «nzü führten, bei den serbischen Staatsangehörigen der östeo.elchisch-ungarischen Monarchie subversive Idee» zu erwecken und dadurch die Loslösung jener Gebiete von Oesterreich-Ungarn vorzubcreitcn, die an Serbien angren- zcn.

Serbien wurde der Hort einer verbrecherischen Agitation.

Es bildeten sich Vereine und Vereinigungen, die -- sei es »or oller Well, sei es im geheimen dazu bestimmt waren, auj österreichisch-ungarischem Territorium Unruhen hervor- zuruscn. Diese Vereine und Vereinigungen zählen zu ihren Mitgliedern Eciicralc und Diplomaten, Staatsbe­amte und Richter, mit einem Worte sührende Personlichkei- icn der offiziellen und nichtoffiziellen Welt des Küiiigreichs. Die serbische Preffe steht säst vollständig im Dienste dieser »egcii Oesterreich-Ungar» gerichteten Propaganda, und kein Tag vergeht, ohne daß die Organe der serbische» Presse ihre Leser zum Kasse und zur Verachtung der Ruchbarmono.rchie nder zu Attentaten aufreizen, die mehr oder minder ofscn gegen die Sicherheit und Integrität der letzteren gerichtet sind. Eine große Anzahl von Agenten ist damit beschäftigt, hie Agitation gegen Oesterreich-Ungarn mit allen Mitteln

fördern, und die Jugend der a» Serbien angrenzenden öst^rcichisch-ungarische Gebiet« zu verführen. Der Geist der Verschwörung, der die politisierenden Kreise Serbiens be­herrscht und der seine blutigen Spure» in den Annalen der ierbischei, Geschichte hinterlasic» hat, ist seit der letzten Bal- kuulrise im Wachsen beglijsen. Mitglieder von Banden, *i« bisher in Makedonien Beschäftigung fände», haben sich i)er terroristischen Propaganda gegen Oestcucich-llnzarn Hu Verfügung gestellt.

Drc serbische Regierung hot sich bemüßigt gesehen, gegen diese Umtriebe, denen Oesterreich-Ungarn seit Jahren aus l.cstüt ist, in irgendeiner Weise einzuschrciten. Die König­lich serbische Regierung hat sohin der feierlichen Erklärung vom 31. März 1909 nicht Genüge getan und sich solcherge­stalt in Widerspruch gesetzt mit dem Willen Europas und der Oefterwrich-Ungar» gegenüber eingegangenen Verpflich­tung. Die Langmut, welch« die l. und I. Regierung der heroussordernden Haltung Serbiens gegenüber beobachtete, war darauf -nrückzusührc», daß sie sich frei von territoria- ,len> Ligen»--» wubte und die Kossnung nilbt ausgab. daß

dir serbische Regierung die Freundschaft Oesterreich-Ungarns

schließlich richtig bewerten werde. Die k. k. Regierung hatte geglaubt, daß eine wohlwollende Haltung gegenüber dem politische» Interesse Serbiens das Königreich am Ende doch »-veranlassen werde, eine gleiche Haltung zu beobachten. Oesterreich-Ungarn erwartete eine solche Evolution der po­litischen Ideen in Serbien, insbesondere in dem Momente, als nach den Ereignissen des Jahres 1912 die k. und I. Re­gierung durch ihre desinteressierte, von jedem UebelwoLen freie Haltung die so bedeutende Bergrüßerung Scrbicns möglich machte. Das dem Nachbar seitens Oesterreich- lliigarns bclundetc Wohlwollen hat jedoch die Vorgangs- weijc des Königreiches nicht geändert, das jortjuhr, auf sei­nem Territorium eine Propaganda zu dulden, deren trau­rige Folgen am 28. Juni d. I. der ganzen Welt oftenbar wurden, an jenem Tage, da der Thronfolger der Monarchie und seine erlauchte Gemahlin einer in Belgrad entstandenen Verschwörung zum Opfer sielen. Bei dieser Lage der Dinge hat sich die k. und k. Regierung genötigt gesehen, einen neuen und dringenden Schritt in Belgrad zu unternehmen, um solcherart die serbische Regierung dazu zu bringen, einer Bewegung Einhalt zu bieten, welche die Sicherheit und Integrität Oesterreich-Ungarns bedroht. Die k. und k. Re­gierung ist überzeugt, sich, indem sie diesen Schritt unter­nimmt, im vollen Einklang mit den Gefühlen aller zivili­sierten Nationen zu befinden, die es nicht zugeben könnten, daß der Künigsmord zur Waffe wird, der man sich unge­straft im politischen Kampfe bedienen dürfe, und daß der Friede Europas unausgesetzt durch Umtriebe gestört werde, die von Belgrad ausgchen. ch

Zur Unterstützung des Gesagten hält die k. und k. Regie­rung zur Verfügung der Regierungen ein Dossier bereit, das über die serbische Propaganda und deren Zusammenhang mtt dem Morde vom 28. Juni Austlärung gibt. Eine gleiche Mit­teilung ergeht an die Vertreter bei den übrigen Signatur- Mächten.

Die Aufnahme der Note in Belgrad.

Der Anhalt der Lkotc der österrerchrsch-uimarischen Regie- . nmfl hat iu Regierungskreijen in Belgrad im ersten Augen­blick wie eine Bombe gewirkt und die größte Bestürzung hervorgerufen. Es fand sofort ein außerordentlicher Mini- stcrrat statt, in dem die Rote eingehend besprochen wurde, lieber das Ergebnis der Ministerzusammcnkunft wird dos strengste Stillschweigen beobachtet. Anch in der Stadt selbst hat die Lstereichisch-ungarische Demarche die größte Sensa­tion hervorgerufen. Fast in allen Kaffeehäusern bildeten sich Gruppen, die die augenblickliche Lage erregt besprachen und sich in heftigen Angriffen gegen Oesterreich-Ungarn er­gingen. Es kam auch verschiedentlich zu ernsten Demonsrra- tionen gegen Oestereich-Ungcrrn. " t/ ' >1

Im Falle der Ablehnung.

Der österreichisch-ungarlsche Gesandte in Belgrad, Baron 6. Giesl, hat von seiner Regierung die Anweisung erhalten, die serbische Regierung formell vom Ansbruch des Kriegszü- standes zu verständigen, falls sie auf ihrem ablehnenden Standpunkt verharren sollte. Diese Erklärung des österrei- chischcn Gesandten wird heute nachmittag 6 Uhr, nach Ablauf der gestellten 48stündigen Frist, erfolgen. Außerdem crwar- tet nian hier, daß der Kaiser

ein Kricgsmanifrst an die Bevölkerung Oesterreich-Ungarns int Laufe des heutigen Tages erlassen wird.

Tagesüversicht

Drutlches Reick-

: ^Ablehnung der Wertzuwachsstenervorlage ftir Bauern.

Nachdem der Finanzausschuß der Abgeordnetenkammer sich un­längst bereits gegen die grundlegenden Bestimmungen der Wertzuwachsstcucr ausgefproche »hatte, ist nunmehr vom Aus­schuß der ganze Negieiungscntwuis einstimmig abgclehnt wor­den. Ein Zentrumsantrag, der die Regierung auffordert, in der nächsten Session einen Gesetzentwurf vorzulcgen, durch den die Härten der Werizuwachssteucr, soweit der Anteil der Ge­meinden in Frage kommt, gemildert und die Bollzugsbcstim- mungcn uerbeßert werden sollen, wurde einstimmig angenom­men.

Rußland.

:: Der Streik ln Petersburg. Die heutige Nacht verlies ziemlich still, wozu freilich die stärkere Besetzung aller Posten durch Militär, das abends aus Krnssnoje eintraf, am meisten beitrug. Einige Barrikaden, die offenbar von ftiiheren Sol­daten errichtet waren, wurden rasch zerstürt. Im übrigen kam es zu einem crnsten Zwischenfall durch eine Weibersthlacht zwi­schen Arbeiterinnen einer Garnfabrik. Die streikenden Arbei- tciinnen wollten die anderen zur Ricderlegung der Arbeit veranlassen.

England.

:: Scheitern der lllster-Konjerenz. Der letzte Versuch in der Homcrule-Zrage sür Jrlandr eine befriedigende Lösung zu siudeu, ist gescheitert. Die Konferenz ist ergebnislos auscman- dergegangen. da die Iren sich nicht dazu verstehen wollten, die verlangten weiteren vier Grassthasten in'Ulster von Homerule auszuschließen. Die Regierung besindet sich in einer schwieri­gen Lage, da sie ebenso wie die liberale Mehrheit im llnler- hause unter sich nicht einig sind. Sollte cs zu einem bcwalsnc- ten Einschreiten in Ulster kommen, so dsirsle die Krjsis akut werden une ddic Regierung auscinandersallcn.

Albanien.

:: Abbruch der Berhandlungen mit den albanische» Aus»

ständischen. Allgemein herrscht die Empsindung vor, daß die Krise dem höchste» Punkt cntgegengeht. Aus das gestrige Schreiben der Ausständischen, das eine Beleidigung des Für­sten enthält, faßten die Vertreter der Großnrächte den Ent­schluß. die Rote der Aufständischen überhaupt nicht z» beant­worten. Damit sind die Verhandlungen mit letzteren als end- aültia obaebrochcn zu betrachten

Banernveremsfest zu Büdesheim (Oberh.)

Am Sonntag, den 26. Juli, nachmittags 3 Uhr, fcicrl

brr Bauern Verrin Büdesheim (Oberhesscn) teil

2i ^cküftoii der VereinslMnilil

im, SaaleZum R eichsa dle r" von Herrn Friedrich August Winter.

IK. Böckel hat jein Erjcheinen zugcsagt.

-Ansprack)«!, werden hallen die Herren H i r s ch c l - Jriedberg, H e n s ei - Dortelweil u. a.

Gesang- und Mufikvar-trögc sowie Tanzbelustignng wer­den für Abwechslung sorge,»

Z» dieser Veranstaltung werden alle Freunde und An­hänger der guten Bauernsaüic fcrundlichst cingeladcn von, Vorstand des fcstgebcndcn Vereins.

Ans der Heimat.

* Friedbcrg, 25. Juli. In der Wetter und Nidda macht sich wieder ein Fischsterben bemerkbar. In der Ufa sind schon längst keine Fische mehr vorhanden. Auch sollen schon viel­fach Enten und Gänse cingegangcn fein. Der Grund hier­für ist offenbar in der Zuführung von allen möglichen Ab­wässern und Chemikalien zu suchen, die seitens der Städte Bad-Nauheim und Friedberg in die Ufa geleitet werden. Pflicht der GesundhcitSpolizei wäre es, hier Abhülfe zu schaffen, bevor noch ander Suchen nsw. hierdurch entstehen.

* Friedberg, 25. Juli. Heute Abend veranstaltet die hiesige Militär-Musikschule im Ratskeller bei freiem Ein- tritt ein Konzert. Ein Besuch desselben kann mir empfoh- Ich werden.

* Bob-Nauheim, 25. Juli. Heute Nachmittag von 4 bis 10

Uhr Abends und Morgen Sonntag, nachm, von 87 Uhr im Konzcrthaus Wohltätigkeits-Bazar nebst künstlerischen Ansftih. rungen. Abends HY, Uhr im Konzcrthaus Ball. Außerdem ist inorgen Sonntag nachm, von 44S'/, Uh» und abends von 8 bis 10 Uhr ans der Terrasse Konzert des Mufilkorps des Gar» de-Dragoucr-Rcgiinents Sir. 23 aus Darmstadt. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Theater:Schneider Wibbel", Komödie in 5 Bildern von Hans Müller-Schlösicr. Nächste Woche ist täg­lich vormittags 7 Uhr Frühkonzert in der Trinkturanlage.

* Bad-Nauheim, 25. Juli. Bis zum 23. Juli sine 2315k Krugästc angelommen. Bäder wurden bis zum 23. Juli 191< 277 001 abgegeben.

Lind Nauheim, 25. Juli. Von, 29. Juli bis 1. August findet aus unseren, schönen am Fuße des Johannisberges ge­legenen Golfplatz ein Gvlfturnier statt. Es haben sich bereits zaglrcichc Teilnehmer gemeldet, hauptsächlich viele Ameri­kaner und Engländer. Das Golsspiel hat sich in den l'hten Jahren auch in Deutschland außerordentlich viele Freunde erworben und wird immer eifriger betrieben. Den, bcvor- Ichenden Turnier bringt man von allen Seiten reges Inter­esse entgegen. Am 2. August veranstaltet der 1. Frank- surtcr evchwimmklub im großen Teich wieder eines seiner interessanten Schwinimscste, die sich alljährlich des größten Dclsalls erfreuen. In diesem Jahre wird die Veraast «ltuiig ganz besonders fesselnd sein, da der Schwimmklub Neptun- Hannover als mitteldeutscher Meister gegen den 1. Frank­furter Schwimmklub als süddeutscher Meister um die deutsche Wasjerball-Meisterschaft kämpfen wird.

* Gieße». 25. Juli. Der Verein ehemaliger 1I6cr Kaiser Wilhelm.Regiment Gießen feiert morgen Sonntag, den 2*\ Juli, nachmittags auf der Liöbigshöhe sein diesjähriges -So m morsest.

* Gießen, 25. Juli. Am 20. b. M. verschied dahier in Folge eines KerMIages Herr Otto Luft, der frühere Sc

sitzer des Gasthauses zum Löwe». O. Lust war in den »ve, Jahren eine weit und breit bclannte Persönlichkeit geworden, da er sich als einer der ersten der von Dr. Böckel in Oberhes­sen entsachten Baucrnbewegung anschloß. Als Wahlkreisvvr- sttzcnder ist Luft viele Jahre lang für die deutsch-völkstche Sache eifrig tätig gewesen und sein Gasthaus galt lange Zeit als Tresipunlt aller, die sich der Bauernbewegung angeschlos­sen halten. Als Lust sich später ins Privatleben zurückzog, wirkte er für die von ihm für richtig erkannten Ziele, wenn auch nicht mehr öffentlich, so doch in der Stille weiter. An sei­nem Grabe gedachte darum auch Lehrer Kling, der Wahlkreis- Vorsitzende der deutsch-völkischen Partei, der Tätigkeit des Ver­storbenen und legte als Zeichen der Dankbarkeit einen Lor- decrkranz nieder.

* Gieße», 25. Juli. Seine Kgl. Hoheit der Eroßherzo

haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 11. d. M. ge­ruht, dem Rektor und den Dekanen der Großh. Landesunivcr sität Gießen das Recht zu verleihen, bei festlichen Gelegenhei­ten eine aus Talar und Barett bestehende Amtstracht anzu­legen. lieber die Aussührungsbestimmungen ist noch nichts entschieden. - >

* Gießen, 25. Juli. Alle auswärtigen Besucher der Gcwer- bcausstellung werden ausdrücklich daraus hingcwiescn, daß sich amüchstcn Dienstag eine letzte Gelegenheit bietet, den Schla­ger aller Bühne die Posie mit GcjangWie einst im Mai" kennen zu lernen. Das Werk hat bei jeder Ausführung jubeln­den Beifall gefuiibm und sicher wird auch diese Vorstellung die bei llciiie» Preisen stattsindct, und durch die glänzende Ausstattung allen, schon sehenswert ist, die bewährte Anzieh ungskrast ausuben.

Hessr». Nassau,

* Bad Homburg v. d. H-, 2-5. Juli. Der König Gricckienland der bekanntlich an den Kaisermanöver» lest, nimmt, triff, bereits in der 2. Angnslwochc ans Schloß Jriedrichshos ein.

* Griesheim a. SR., 24. Juli. In den Elektronwesken siel der Arbeiter Bieber in einen mit Lauge gefüllten Kasten. Er erlitt fein schwere Brandwunde» am Körper und mußte iok.'rt den, ^ranken Hanse ziigesüürt werden.