Der engel Gruß.
„ehre sel Gott in dec höhe und Friede auf Erden und den sl1lenschen ein Wohlgefallen“ Luk. 2, 14.. „Wunderbar, Rat, Kraft held, Ewig⸗
jederum erschallt die frohe Botschaft durch die Welt:„Euch ist heute der heiland geboren“. Wer möchte da nicht einstimmen in den Cobgesang der laria:„Reine Seele er⸗ hebet den herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines heilandes.“ Ist er doch da, auf den die bäter geharrt, den sie so heiß ersehn— ten. Run öffnet sich wieder die verschlossene paradiesespforte. Kein Flammenschwert, kein Zornesbliß, kein Gesetsesdonner treibt uns zu— rück, nein, das Daterangesicht Gottes ruht wie— der voll Huld und Freundlichkeit auf der Erde. letzt beginnt das große hHalljahr, und die hall⸗ jahrsposaunen verkünden: Erlösung aus den Banden des Satans, Befreiung vom joche der Sünde, Frieden und Ruhe für ruhelose, schuld— beladene Gewissen, ew'ge Freude und Seligkeit dereinst in der Ewigkeit. „O du fröhliche, o du selige, Enadenbringende Weihnachtszeit. Welt ging verloren, Christ ift geboren, Freue, freue dich o Christenheit.“ ja, freue dich, begnadigte Seele: „Dich kann der kod nicht schrecken mehr, Dein Heiland ist geboren— Und käm der hölle ganzes heer, Du wär'st doch nicht verloren.“ Hein, nicht verloren gehen, ewig selig werden soll der llensch. Wenn du es nur einsiehst, daf du verloren bist ohne diesen jesus, und du ihn nur zu deinem heiland machen willst. Er kam, zu suchen und selig zu machen, das verloren ist. Wären keine berlornen und verdammten Sünder in der Welt, dann hätte der herr nicht zu kommen brauchen. Hun öffne ihm dein fjerz, daß er einziehen und Wohnung bei dir machen kann.
„Oeffnet die lore weit und machet die Türen in der Welt hoch, daß der König der Ehren einziehe.“ Laß ihn einziehen; er allein bringt dir die rechte Weihnachtsfreude. Kein Geschenk und keine Gabe kann so erfreuen als jesus. Geschenke von lieber hand erfreuen für einige Zeit, aber jesus erfreut mit„unbeschreib— . und herrlicher Freude“ in Zeit und Ewig—
eit. Wlust du wahrhaft glücklich sein, Im tiefsten herzen dich erfreu'n, Dann laß den feiland ein.“
lit jesu im herzen ist der Weihnachtstag ein rechter Freudentag. Da klingen die Freu— denpsalmen der Begnadigten auf Erden in eins zusammen mit den jubestönen der Seligen in die Chöre der Cherubim und Serahpim vor dem Tron der Gnade.
Da geben sie Ehre dem, der
da heißt: Dater, Friedefürst.“
„Ehre sei Gott in der höhe;“ denn„er hat. besucht und erlöset sein Dolk.“ Nun mögen die
Pforten der hölle wohl erzittern, der heiße Kampf zwischen Licht und Finsternis wird nun zum endgiltigen flustrag gebracht, und Jesus W ar, ist und bleibt Sieger.
Hrm, wie das ärmste Bettlerkind, kam er in diese Welt, aber Könige kamen, ihn anzu— beten, ihm Geschenke zu bringen aus ihren Reichen am flleer, aus den jnseln und aus Hrabien. Psalm 72.—
sieber Leser, es ist Zeit, daß du dich auch aufmachst, vor ihm zu erscheinen. Bring auch deine abe und komm.
irst du kommen, so wird jesus dein herz reinigen und mit Friede und Freude füllen.
„Friede auf Erden.“ Sieht die Welt denn friedeboll aus? hallt sie nicht wieder von Kriegen und Kriegsgeschrei, von Unterdrückung und allerlei Ungerechtigkeit? Sagt der Herr nicht selbst:„In der Welt habt ihr Hngst?“ o ist kriede? Er(Jesus) ist unser Friede. jesus legt Frieden, Gottesfrieden in unsere Seele, mächtig, gleich einem Wasserstrom, tief, gleich Ileerestiefen, Pf. 93. Illögen darum auch die Fluten der Gottentfremdung gar greu— lich brausen, mag's in unserem eigenen Leben drunter und darüber gehen, sein Friede bleibt unser Teil in allen lagen.„Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. licht gebe ich euch wie die elt giebt. Euer herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.“
„In schweren Stürmen, in großer Hot,
Bleibt im herzen Friede, durch meinen sott.“
Wo jesus im herzen wohnt, wo Er Einzug gehalten hat, da ist kriede. Da singt man so gerne:
„Mein Friedensfürst, dein freundliches Regieren,
Stillt alles Weh, das meinen 6eist beschwert,
Wenn sich zu dir mein blödes Ruge kehrt,
So läßt sich bald dein kriedensgeist verspüren,
Dein Enadenblick zerschmelzet meinen Sinn
Und nimmt die kurcht und Unruh von mir hin.“
Ciebe Seele, willst du solchen Frieden haben, so laß an diesem Weihnachtsfeste den Heiland bei dir ein.„Siehe, ich stehe vor der tür,“ spricht er,„und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die lür auftun, zu dem werde ich eingehen.“ lit dem feiland im herzen fängt erst das rechte[eben an, ohne ihn ist's inhaltsos, wertlos.
„n den lllenschen ein Wohlgefallen.“ Hach dem Sündenfall hatte der herr slißfallen an
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