Ausgabe 
16.11.1913
 
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Ahnungen. Von H. Dannert.

Sitzt da ein etwa zehnjähriger frischer Bub am Schreibtisch seines Vaters. Auf die Frage des ins Simmer tretenden Vaters: Kind, was machst du da d antwortete er zum Erstaunen des Vaters: Ich habe mein Testament gesshrieben. Bitte, Vater, versiegele es mit einem schwarzen Siegel! Ganz verwundert fragt der Vater: Was, Kind, du hast dein Testament ge schriebend Wie kommst du dazu d Jawohl, Vater, man kann ja nicht wissen, was alles vorkommen kann! Daraufhin erfüllte der Vater den Wunsch des Kindes, versiegelte den Umschlag und legte ihn in seinen Schreibtisch.

Stwa sechs Monate später wird der frische und lebensfrohe Knabe krank. Bald merkten die Aerzte, daß die Krankheit zum Tode führe. Auch der Kranke ahnte das, denn er sprach gerne und viel vom Heiland und vom Himmel. Als ein wirklich frommes Rind freute er sich auf den Augenblick, wo er in die Stadt der goldenen Gassen einziehen dürfe. Das Kind sah sein Sterben als ganz selbstverständlich an, und es war dem lieben Kinde gegeben, seine Eltern und Geschwister zu trösten. Sine wunderbare Weihe lag auf dem kleinen Dulder. Ohne ein langes Krankenlager ge habt zu haben, durfte der kleine Seuge eingehen zu seines Herrn Freude. Sein Vater aber hatte an dem Sterbebett seines Kindes die ersten Anregungen zur inneren Umkehr, zu einem neuen Leben aus Gott er halten. Wie wunderbar hatte auch hier Gott wieder

gehandelt! Das Geringere hatte Er für eie kurze Seit genommen, um das Größere bleibend geben zu können.

In den tiefen Schmerz der Eltern sollte noch ein eigenartiger Trost fallen durch das Testament des Sohnes. Der Pater erinnerte sich des Schriftstückes seines Kindes und holte es aus seinem Schreibtisch her vor. Vorne auf dem Umschlag stand: Nach meinem Tode zu öffnen. Hinten war das Siegel und der 0 16 Fritz von D. Der Vater öffnete den Umschlag und las:

Meine lieben Eltern!

Wenn ich gestorben bin, möchte ich erst am ganzen Körper gewaschen werden. Dann möchte ich ein schneeweißes Hemdchen angezogen bekommen, wo ein schöner Bibelvers drauf steht. Dann möchte ich gern in einen schwarzen ESbenholzsarg gelegt und in Sbers walde begraben werden Auf meinem Grabe möchte ich ein schwarzes Marmorkreuz haben mit der Inschrift: Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn; Das Lied:Christus, der ist mein Leben soll gesungen werden. Die zwei ersten Verse zuerst, die drei letzten zum Schluß Seid bitte nicht so traurig! Ihr wißt ja, daß ich in des Heilands Schule gekommen bin, und daß wir uns einst wiedersehen werden. Sdemann, Klisabeth und Bubi sollen meine Spielsachen und alles, was mir gehört, geteilt bekommen. Das Geld von mir soll alles in die Mission kommen. Das sind die Wünsche von Eurem gehorsamen und dankbaren Sohne Fritz.

Geschrieben am 5 August 1900.

Bezirk Gießen.

Sonntag, den 16. November Nordeck und Wißmar; 18. Altenbuseck, 20. Kleinlinden. Sonntag, den 23. November Beuern und Altenbuseck.

Bezirk Friedberg.

Friedberg, Vorstadt, z. Garten Nr. 8. Jeden Sonntag und Donnerstag Abend Uhr Ver sammlung.

Sonntag, den 16. November nachmittags 3 Uhr: Schwal⸗ heim, 5 Uhr Dorheim, 18. Assenheim, 21. November Nauheim.

Sonntag, den 23. November 2 ½ Uhr Brüderratssitzung in Friedberg, 25. Nov. Erbstadt; 26. Stammheim;

28. Nauheim.

Bezirk Alsfeld. Sonntag, den 16. November Uhr Lauterbach, 8 ¼ Uhr: Alsfeld, 18. Kirtorf, 19. Maar, 20. Alsfeld, Bibelstunde. 21. Altenburg. Sonntag, den 23. November Uhr Lauterbach 3 Uhr Maar, Lingelbach 3 Uhr Alsfeld, 25. Schwarz, 26. Eifa, 27. Alsfeld, 28. Leusel.

Bezirk Niederweisel. Sonntag, den 16. November nachm. 3 Uhr: Fauerbach, abends 8 Uhr: Niederweisel, Kirchgöns, 18. Gambach, 19. Fauerbach, 20. Niederweisel, 21. Butzbach. Sonntag, den 23. Nov. nachm. 3 Uhr: Fauerbach u. Mai⸗ bach, abends 8 Uhr Niederweisel, Kirchgöns, 26. Münster. 27. Niederweisel 28. Butzbach, 27. u. 28. Nov. nachm. 3 Uhr: Bibelstunde in Fauerbach, abends 8 Uhr Evangelisations versammlungen.

Bezirk Schotten.

Sonntag, den 16. Nov. Versammlung in Schotten, abends 8/ Uhr in Lißberg und Betzenrod um 8 Uhr, in Ran⸗ stadt abends 8 Uhr. 18. Nidda, 19. Schotten, 20. Liß⸗ berg, 21. Ranstadt.

Sonntag, den 23. Nov. Vers. in Schotten nachm. 3 Uhr, in Ober⸗Mockstadt 3 Uhr, in Nidda 8 Uhr, 25. Nidda, 27. Selters, 28. Betzenrod.

Bezirk Sellnrod.

18. Helpershain; 19. Unter⸗-Seibertenrod, 20. Sellnrod Männerchor, 21. Klein⸗Eichen. 5 Sellnrod, vom 23. 25. Nov. nachm. 2 Uhr und abends 8 Uhr Versammlung zur Vertiefung des Glaubenslebens.

27. Wohnfeld, 28. Groß-Eichen. n

Sonntag, den 30. Nov. Uhr: Unter⸗Seibertenrod Köd⸗ Eichen. Wohnfeld, Groß-Eichen, abends 8 Uhr: Klein⸗ Eichen. 5

Bezirk Lich. Dienstag, den 18. Nov. Villingen, 19. Wohnbach, 21. Lich Bibelst. 23. Lich, abends 7 Uhr Familienabend, 25. Dorfgill, 26. Watzenborn, 27. Langsdorf, 28. Lich, Bibelstunde.

Bezirk Grosßsen-Linden.

Sonntag, den 16. November nachm. Uhr Versammlung in Münchholzhausen, abends 8 Uhr Blaukreuz-Ver- sammlung in Lützellinden, ferner Versammlung in Hörnsheim, Leihgestern, Allendorf, Kinzenbach.

19. Nov.(Buß- und Bettag) nachm. 3 Uhr Gemeinschafts- konferenz in Hörnsheim. Thema: 1. Kor. 3, 1115.

Sonntag, den 23. Nov. Versammlung in Großenlinden, Allendorf, Hörnsheim, Leihgestern, Münchholzhausen, Kinzenbach.

Redakteur: Stadtmisstonar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber⸗Cassel, Pfarrer Mockert-Frankfurt a. M. und die Prediger 8 der Pilgermission. Verlag der Buchhandlung der Pilgermisston. Druck von Otto Meyer in Gießen, Ludwigstr. 30. 4 8