Ausgabe 
2.11.1913
 
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hervorgehen werden.

für die afrikanische Rasse N Dieser Gedanke trug wesentlich dazu bei, daß die General-Konferenz der Bischöfl. Methodistenkirche für das Jahr 1913 anläßlich des 50jährigen Ju-

biläums der Sklavenbefreiung die Sammlung eines

Jubiläumsfonds von zwei Millionen Mark be stimmte. Die Negergemeinden mit ihren 350,000 Mitgliedern haben sich bereit erklärt, allein 400,000 Mark aufzubringen. Der gegenwärtige Wert des Eigentums der Hilfsgesellschaft beträgt unge fähr 6 Millionen Mark.

Auch eine Konsultation.

Sagen Sie, mein lieber Herr, wie meinen Sie das, wenn Sie sagen, man müsse nur an Jesum glauben und habe dann Vergebung und Frieden? Was ist der Glaube, der Ihnen Freude und Glück bringt? so fragt ein Arzt einen Pa⸗ tienten.Herr Doktor, erwiederte der Kranke, ich bin, wie Sie wissen, sehr krank. Ich fühlte, daß ich nichts machen konnte zu meiner Genesung, deshalb habe ich mich Ihnen ganz anvertraut, ich habe meine Sache in Ihre Hand gelegt. Ich er⸗ warte, daß Sie mich heilen. Wie ich mich nun Ihnen anvertraue, so müssen Sie sich Jesum ganz überlassen. Das ist der Weg für jeden Sünder. Vertrauen Sie Jesu, dem großen Arzte!Ist das alles, nur Jesu vertrauen? rief der Arzt aus,jetzt fasse ich's und verstehe die kostbaren Worte:Wer an Ihn glaubt, soll nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Er starb an meiner Stelle, liebte mich und gab sich selbst für mich, wie einfach!

Die vier Wanderer.

Vier Wanderer trafen sich auf der Land straße. Der eine war nach seinen Worten ein kluger Herr; er trug eine Brille auf der Nase und hatte sich mit allerlei gelehrten Gerätschaften behangen. Er wußte ganz genau, wie alle anderen es nicht hätten machen müssen, um zum Ziele zu gelangen. Er redete ein Langes und ein Breites von der Unklugheit, Trägheit und den sonstigen Fehlern seiner Mitmenschen. Er nannte sichIch würde.

Der andere war ein ungestümer Jüngling in feinem Gewand und Promenadenschuhen. Er wollte an einem Tage hundert Meilen laufen und Berge umreißen und war den andern immer hundert Schritt voraus. Er hießIch werde.

Der Dritte war ein trübseliger, langsamer Geselle, der alle zehn Schritte stehen blieb und sich klagend umschaute. Er war der beklagens- werteWär ich.

Der Vierte war ein schweigsamer, wetterharter Mann in Lodengewand und Bergschuhen. Er

sagte nichts, was die anderen und was er selber falsch gemacht hätten, noch was er selber für Heldentaten ausführen werde, sondern ging ruhig seinen rüstigen Schritt weiter. Sein Name war Ich will

Die Sonne brannte vom Himmel und der Weg war staubig. Schon nach der ersten Stunde warWär' ich nicht mehr zu sehen; er war mutlos am Wege zusammengebrochen.

Nach einer weiteren Wegstunde hatte sich auch Ich würde auf einen Meilenstein niedergelassen. Er war unter der Last seiner gelehrten Ausrüstung ermüdet und sann nun weiter über die Fehler seiner Mitmenschen nach.

Nicht lange darauf hatte sich auch, Ich werde die Füße durchgelaufen und kehrte in der nächsten Wirtschaft ein.

Nur der VierteIch will ging seinen alten Schritt weiter und war am Abend an seinem

Ziel.

Wer ist der Glücklichste? So fragte mam einen Philosophen.Gott.Wohl wahr, doch wer ist der Glücklichste nach IhmDer Ihm am ähnlichsten ist, war die eines Weisen wür⸗ dige Antwort.

Die Vielzuvielen aber, die auf dem breiten Wege wandeln, suchen das Glück in den sichtbaren Dingen. Für viele Genußmenschen ist das Leben ja nichts als Vergnügungslokal, aus dem sie früher oder später hinausgeworfen werden. Es gibt kaum unglücklichere Menschen, als die, die keinen anderen Beruf zu haben scheinen, als ihren Ver⸗ gnügungen nachzulaufen.

Sie gehen durch die weite Pforte, weil sie Raum für ihre Ellenbogen gebrauchen;denn, sagen sie,jeder ist seines Glückes Schmied, aber sie klopfen sich dabei meist auf den Finger; viele auch schmieden sich selbst dabei die Ketten zu ihrer eigenen Verdammnis.

Man beneide keinen Menschen, der sich seines Glückes rühmt und dabei Christo aus dem Wege geht. Sein Glück ist nie dauernd. Niemand kann

in diesem Leben voll glücklich sein, der nicht seiner

Seligkeit im zukünftigen gewiß ist.

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Jede Arbeit hat ihren Gewinn,

sagte ein Rerr zu einem jungen Mann, der eben mit Dreschen beschäftigt war. Der junge Mann stützte sich auf seinen Dreschflegel und antwortete mit Nach⸗ druck:Das ist in der Regel wohl wahr, mein Herr, aber es gibt eine Ausnahme: ich habe nämlich lange

im Dienst der Sünde gestanden und nicht den gering sten Vorteil daraus gezogen.